Ich scheine still, doch es gibt vieles, das ich schreibe. Ich schweige dort, wo das Laute nicht hilft.
Die Dämonen sind unruhig. Das Opfer hat jetzt ein Gewehr.
Es ist auch sehr bemerkenswert, daß es uns niemals einfällt, die Trauer als einen krankhaften Zustand zu betrachten und dem Arzt zur Behandlung zu übergeben, obwohl sie schwere Abweichungen vom normalen Lebensverhalten mit sich bringt. Wir vertrauen darauf, daß sie nach einem gewissen Zeitraum überwunden sein wird, und halten eine Störung derselben für unzweckmäßig, selbst für schädlich.

Ja, ich erinnere mich sehr gut an diesen Post, ich dachte damals, das müsste ich Dir mal schreiben: All die Jahre hatte ich ein Bild von Dir als langer Schlacks, riesenhoch, ungelenk, aber sehr charmant, der es nicht nötig hat anzugeben, sondern ständig untertreibt, dann aber in seinem Schulranzen einen Zettel vorfindet mit einem roten Herz, darin steht: „ich mag Dich“ und das steckst Du locker weg, ziehst eine Augenbraue hoch und lächelst freundlich, aber unergründlich: Niemanden zurückweisen, niemanden verletzen, so einen Heiner Müller-Blick, wofür man nur eine sanfte Stimme braucht und schon sind alle ruhig. Wäre es ein Schauspieler oder Sänger dann sicherlich Ives Montand: nur damit Du doch in den Spigel schauen musst, denn Sprache spricht. Oder doch nicht? Grüsse Josi
Ich bin nicht charmant.
Ja, eben. Das ist ja das Problem mit dem Post „Das Opfer“ .
fühl’s.
War klar.