In Hannovers Bahnhofszeitschriftenladen finde ich die Satirehefte „Titanic“ und „Eulenspiegel“ direkt über „Rente 2024“ und „Rente & Co.“ einsortiert. Was darf Satire?
Die Dezemberausgabe der „Le Monde diplomatique“ (deutschsprachige Ausgabe) bittet unter der Überschrift „China auf dem absteigenden Ast?“ darum, die chinesische Wirtschaft (die schon 2013 „schwächelte“, wie westliche Nachrichtenagenturen herausgefunden zu haben meinten) nicht zu unterschätzen. „China Daily“, eine englischsprachige Tageszeitung aus China, sieht das in der aktuellen Ausgabe freilich ebenso, und auch die „Wirtschaftswoche“ („WirtschaftsWoche“) warnt: „China fährt uns davon“. Autohersteller hätte ich werden sollen. Dann würden sich die Medienmacher auch mal Sorgen um mein Wohlergehen machen.
Apropos: Gibt es von der neuen „InStyle Influencer“ — Aufmacher: „All Eyes on Deutschlands erfolgreichster Influencerin: Leonie Hanne“, Trendbericht: „Die most-liked IG-Looks der Insta-Stars“ — eigentlich auch eine deutschsprachige Ausgabe?
Es gibt offenbar ein Wirtschaftsmagazin namens „Guter Rat“. Ist mir aber zu teuer.
Bemerkenswertes aus dem Internet zum Schluss: Die putzige „Süddeutsche Zeitung“ berichtet in einem ihrer heutigen „Liveticker“ (wer braucht Recherche, wenn er stattdessen auch was lesen kann, das schneller da ist?): „Die US-Regierung hat sich besorgt über einen Medienbericht gezeigt, wonach Israel in Libanon von den USA gelieferte weiße Phosphormunition eingesetzt haben soll.“ Das besorgt mich auch, aber wahrscheinlich aus einem völlig anderen Grund.


Die Reihenfolge beim Sortieren der Magazine ist so korrekt. Man kann sich dann immerhin totlachen.
Gibt’s eigentlich kein seriöses Sterbemagazin? Ach so, ist ja Deutschland hier. Da hat man es nicht so mit dem selbstbestimmten Tod.