Beobachtung im Supermarkt: Warum werden Zigaretten an der so genannten „Selbstbedienungskasse“ eigentlich weggeschlossen, Süßwaren jedoch nicht? Die würde ich viel lieber klauen.
Kurze Durchsage von Franz Josef Wagner („BILD“), dessen Mitteilungen ich sonst zwar nur aus Parodien kenne, der aber wohl tatsächlich so bekloppt schreibt wie es sich für die „BILD“ gehört: Irgendwelche Naziflugblätter seien keine „Jugendsünden“, denn „Jugendsünden“ seien „fröhlich“, zum Beispiel besoffen im Gefängnis sitzen.
(Meine Jugendsünden waren ja auch immer nur bis zum nächsten Morgen fröhlich. Ich habe Dinge geraucht, die man besser nicht rauchen sollte, ich habe Partys gefeiert, von denen es bis heute erfreulich ist, dass niemand von der Justiz eingeladen worden war, und einmal habe ich sogar die SPD gewählt. Wann diese Jugend bei mir vorüber ist, verrate ich vielleicht später mal. Nur eine „BILD“ habe ich nie in der Hand gehabt.)
Apropos Jugendsünden. Ärgerliches Erlebnis der Woche: Gestern traf ich mich mit hochrangigen Vertretern einer größeren Partei zwecks Überprüfung, ob wir einander in der Kommunalpolitik (noch etwas mehr als drei Jahre bis zur Wahl, nur noch drei Jahre, drei Jahre… klingt viel schöner als „Om“, oder?) vielleicht von Nutzen sein könnten. Die Fragen aus dem Plenum bestanden – neben den sicherlich sinnvollen Fragen, wo denn mögliche Themenüberschneidungen zu finden seien – mehrheitlich im Kern aus „ich hab dich gegoogelt, da steht, du hättest schon mal unbedacht gehandelt“. Ja, habe ich. Dass das (nicht aber meine hinreichend häufigen Ausführungen zu den Hintergründen) den Großteil dessen ausmacht, was man über mich finden kann, ist genau der Grund, dass man seitdem kaum Neues finden kann.
Mittlerweile denke ich ernsthaft darüber nach, doch schon mal ein Testament zu entwerfen, um die Dinge nach meinem Tod angemessen regeln zu lassen. Sonst kommt von denen noch einer auf die Idee, mir einen Grabstein hämmern und „hier liegt tux0r, er war auch mal blöd“ draufschreiben zu lassen.
Till Lindemann ist der neue Jörg Kachelmann (Archivversion).
Treffende Zusammenfassung des FreeBSD-Entwicklers Poul-Henning Kamp (2012): Computer sind heute nur deswegen so grauenvoll programmiert, weil in den 70ern die Hardware schlecht war und später keiner mehr Bock hatte, den alten Kram grundlegend aufzuräumen. Mein spätes sarkastisches „na, vielen Dank auch!“ an diejenigen Entscheider, die das Multics-Projekt beendet hatten. Unix und seine Simulanten seien, zitiere ich von woanders, kaum mehr als polierte Scheiße. Passt.
Schöne Idee: WordPress-Plugin, das auf einen fehlenden Werbeblocker hinweist. Gleich mal installiert. (via jwz)


Zigaretten sind – nach wie vor – auch ein Zahlungsmittel. Bei Süsswaren hat sich das noch nicht etabliert. Auch wenn viele Eltern das anders sehen mögen.
Die Schlickersachen landen ggf. auch bei der Tafel oder der Heilsarmee. Die Rauchwaren nicht.
Ob es jetzt klug war auf eine rhetorische Frage zu antworten?
Zu dem WP Plugin: Ich habe alle möglichen Plugins installiert (uMatrix, uBlock) aber ich meine mich zu erinnern (Ich glaube „zurücksenfen“ geht nur mit JS – kann mich aber auch irren) das es Funktionen beim kommentieren gibt, die mich dazu gebracht haben auf deinen Seiten ein Ausnahmen zu zulassen.
Jetzt sehe ich ständig den Hinweis auf den fehlenden Werbeblocker.
Naja, JS auszuschalten ergibt schon Sinn. Eigentlich sollte man hier auch ohne kommentieren können. Das hatte ich selbst nicht bedacht…