Bei Twitter geht es seit anscheinend wenigen Minuten bis Stunden zu wie im Taubenschlag: Ohne Dienste wie Keyoxide ist es anscheinend ab sofort (ausgerechnet heute, witzelte ein Depp) nicht mehr möglich zu sehen, ob jemand, der dort ist, der ist, der er zu sein behauptet, weil — wie angekündigt — die visuelle Kennzeichnung “verifizierter” Konten für Privatpersonen (vorerst?) entfallen ist. Außer, man ist bei der Partei Die Linke, denn als anständige links-antikapitalistische Partei hat Die Linke natürlich Geld und ihre Telefonnummer an Twitter überwiesen. Irgendwelche Froschkönige und ‑königinnen — im Text: Dionne Warwick — wehklagen nun, dass sich ja nun jeder als sie ausgeben könnte, erläutern aber nicht, warum das überhaupt jemand wollen sollte. Dieses Selbstverständnis, dass man so wichtig sei, dass man wenig unversucht lässt, um zu verhindern, dass ein Fremder so tut, als wäre er man selbst, scheint mir eine Zivilisationskrankheit zu sein; die indessen zumindest mit kaltem Entzug bekämpft werden könnte.
Geld regelt, was in einer Gesellschaft der Ungleichen sonst mit Gewalt geregelt werden müsste.
Hermann L. Gremliza
Ein Telefon hat auch kein Verifikationshäkchen, trotzdem nutzen dieselben Figuren es wie selbstverständlich als Werkzeug, um sich vermeintlich zu identifizieren. Die Argumentation ist dünn, aber mir soll es recht sein: Ich verkünde hiermit hochoffiziell, nicht Dionne Warwick zu sein. Machen wir das doch einfach alle. Problem gelöst.

Ja. Narzissmus ist in so manchen Ländern eine Zivilisationskrankheit. “Es reibt sich die Haut mit der Lotion ein!”
War das jetzt die Feststellung zum 20.04.?
He Sie, ja Sie sind gemeint, Sie, der Sie die Tuxprojekt-Seite gekapert habt: mich legen Sie mit dem Keyoxid-Gedöns *nicht* rein. Damit beweisen Sie doch nur, dass Sie *alle* im Keyoxid enthaltenen Konten übernommen haben. So nicht, mein Freund, so nicht!
Versuch war’s wert!