Netzfundstücke
„… von MEINEN Gebüh­ren!“ (8)

Der öffent­lich-recht­li­che Deutsch­land­funk, zugun­sten jour­na­li­sti­scher Qua­li­tät finan­zi­ell bis zum Zäpf­chen ali­men­tiert, berich­tet:

Gut vier Mona­te nach der Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe im Westen Deutsch­lands kann die Bevöl­ke­rung vor Gefah­ren künf­tig auch per Anruf gewarnt wer­den. Der Bun­des­rat stimm­te einer Regie­rungs­ver­ord­nung zum soge­nann­ten Cell Broad­cast zu.

Ach nein, ver­le­sen. Rich­tig ist natür­lich:

Gut vier Mona­te nach der Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe im Westen Deutsch­lands kann die Bevöl­ke­rung vor Gefah­ren künf­tig auch per Tele­fax gewarnt wer­den. Der Bun­des­rat stimm­te einer Regie­rungs­ver­ord­nung zum soge­nann­ten Cell Broad­cast zu.

Quatsch:

Gut vier Mona­te nach der Hoch­was­ser­ka­ta­stro­phe im Westen Deutsch­lands kann die Bevöl­ke­rung vor Gefah­ren künf­tig auch per SMS gewarnt wer­den. Der Bun­des­rat stimm­te einer Regie­rungs­ver­ord­nung zum soge­nann­ten Cell Broad­cast zu.

Das steht da wirk­lich, ist aber falsch. Egal – ist ja alles Tele­fon.

Gut ange­leg­te 86 Cent ins­ge­samt; aller­dings tei­le ich die Auf­fas­sung, die ich auf Twit­ter gele­gent­lich lese: Der öffent­lich-recht­li­che Rund­funk gehört in Grund und Boden pri­va­ti­siert. Viel­leicht geben sie sich dann mehr Mühe.