In den Nachrichten
K‑Wort a‑Wort z‑Wort N‑Wort

Hihi, B‑Wort hat das N‑Wort gesagt und völ­lig zu Recht ver­langt der wütende Mob mit geteerten und gefed­erten bren­nen­den Fack­eln und Mist­ga­beln jet­zt unter­wür­fige Buße, nach­dem er eilends drübergepiept hat, wom­it er immer­hin eine gewisse Stand­fes­tigkeit in der puri­tanis­chen Tra­di­tion der ekli­gen Vere­inigten Staat­en unter Beweis gestellt hat, der zufolge man im Fernse­hen und in der Öffentlichkeit eigentlich jed­erzeit bis hin zur Holo­caustleug­nung unge­fähr alles sagen, tun und sonst­wie kund­tun darf, so lange kein derb for­muliert­er Beis­chlaf in der Rede vorkommt, denn dann wird inzwis­chen nicht nur das Wort, son­dern auch die Darstel­lung des Sprechak­ts ver­pix­elt und aster­iskisiert, denn Elfjährige, die dreifache Müt­ter sind und sich Hero­in reinpfeifen, sind zwar bedauer­lich, aber man will ja nicht, dass sie schlimme Wörter dabei sagen, worunter (um zum B‑Wort zurück­zukom­men) in der Geschmack(losigkeit)srichtung der vor­rangig deutschsprachi­gen Län­der eben auch deshalb, weil die wes­teu­ropäis­chen Neop­u­ri­tan­er der Ansicht sind, die US-amerikanis­che “Kul­tur” sei in Gänze — so sprechen sie etwa uniro­nisch von “BIPoC”, also “Black, Indige­nous, Peo­ple of Col­or” als den auch in Deutsch­land beson­ders zu schützen­den Min­der­heit­en, bemerken aber natür­lich nicht, dass die indi­ge­nen Men­schen (“mein­ten Sie: Ein­heimis­che?”) in Deutsch­land doch eher helle Haut und keinen ulki­gen Fed­erkopf­schmuck haben und im Wesentlichen diejeni­gen sind, die sie selb­st als Geg­n­er aus­ge­sucht haben — auch im Inland anzuwen­den, inzwis­chen aller­lei fällt; und völ­lig vergessen scheint die noch vor weni­gen Jahren witzig geführte Diskus­sion darüber, ob übliche Umgangssprache nicht drin­gend entableisiert wer­den müsste, denn das Wort “N‑Wort” enthält nicht nur den “Ort” und diskri­m­iniert damit Men­schen mit schw­eren kör­per­lichen Beein­träch­ti­gun­gen, son­dern begreift Lesekom­pe­tenz darüber hin­aus als den Nor­mal­fall, was für Anal­pha­beten (die, was vielle­icht das Prob­lem ist, auf­grund ihrer zahlre­ichen Haut­far­ben möglicher­weise schlicht überse­hen wer­den) natür­lich ein Schlag ins Gesicht sein muss und die Forderung ger­adezu aufnötigt, die Ver­wen­der des Wortes “N‑Wort” mal in ein Sem­i­nar in ein­er beliebi­gen Berlin­er Hochschule zu steck­en, damit sie endlich mal sen­si­bel sind.


Gute Nachricht­en in der Online-“FAZ” (will nicht ver­linkt wer­den, LSR):

Der „Beitragsser­vice“ von ARD, ZDF und Deutsch­landra­dio teilt mit, dass Flu­topfern unter Umstän­den der Rund­funkbeitrag erlassen wird.

Ja, genau das wäre auch meine erste Sorge. (Kön­nen wir den Laden nicht ein­fach pri­vatisieren?)

Senfecke:

  1. Wenn die Sende­mas­ten nicht fink­tion­ieren, der Strom aus­ge­fall­rn ist und kein Wohn­raum vorhan­den — ist doch klar, dass da in Aus­nah­me­fällen auf den Beitrag verzichtet eird. Immer noch bess­er, als Kla­gen wegen Nichtliefer­ung von bezahltem Ver­tragsin­halt.

    Was die BB bet­rifft, zitiert sie falsch, ist es schlimm. Zitiert sie richtig, ist es schlim­mer.
    Lei­der ist die Auswahl im Sep­tem­berkrab­brltisch so dröge, dass es kaum noch jeman­dem inter­essiert.

    • So gen­erös ist die GEZ ja son­st nicht. Man kön­nte doch mit eonem bat­teriebe­triebe­nen Radio die Inhalte abrufen. Sowas hat in der Ver­gan­gen­heit für die Zwangs­ge­bühren gere­icht.
      Die BB wird grad von der eige­nen Hood wegen dem Neger geröstet. Was allerd­ings nicht gefragt wird ist ob die Geschichte nicht wieder ein erfun­den­er Bär­bock ist.

    • Es heisst “Neger”.

      Nicht “N‑Wort”, oder “PoC” und auch nicht .

      BTW: Warum ändert sich das eigentlich alle paar Jahre? Meine The­o­rie: Neues Wort geschaf­fen, nach paar Jahren ist dieses Wort dann wieder neg­a­tiv kon­notiert und dann geht das Spiel von vorne los …

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