Die erste tolle Idee kommt von der SPD:
Der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, fordert, Unternehmen wie Facebook, Amazon oder Google die alleinige Kontrolle über Nutzerdaten zu entziehen. (…) Klingbeil fordert vor diesem Hintergrund eine „Pflicht für marktbeherrschende Unternehmen auf datengetriebenen Märkten, ihre Sachdaten und anonymisierten Daten über Nutzerpräferenzen zu teilen“. (…) Der SPD-Politiker plädiert daher für die Errichtung einer „staatlichen Agentur“, die definieren solle, was datengetriebene Märkte seien, „und den Datenzugang und Datenaustausch organisieren und überwachen“.
Übersetzt in eine vernünftige Sprache bedeutet das: Der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, fordert, dass der Staat jemanden damit beauftragt, Dienste wie zum Beispiel Messenger wie Threema und ICQ, deren Fokus im Bestfall darauf liegt, dass möglichst viele Metadaten möglichst das Gerät des Nutzers nicht verlassen, mit wachsamen Augen dabei zu begleiten, diese Metadaten pflichtgemäß “anonymisiert” in die Cloud zu kippen. Der Zweck dahinter sei es, vermeintliche Datenmonopole aufzubrechen, denn private Daten gehören gefälligst — wie früher — in die öffentliche Hand und nicht in die Hand von ebenfalls privaten Unternehmen. Die Nutzerpräferenzen von Facebookteilnehmern muss auch Google bekommen dürfen. Wegen der Marktmacht.
Ich wünschte, es gäbe eine Pointe. Zum Glück ist die SPD bald vorbei.

Die zweite tolle Idee kommt aus Baden-Württemberg, wo die Datenschutzgrundverordnung Kommunen — wie überall sonst — zur Datenverschlüsselung zu überreden versucht.
Verschlüsselung? Was war das noch mal? Ach ja:
[Die Datenaufsichtsbehörde] weist darauf hin, dass einige Gemeinden die Frage nach der Verschlüsselung von Datenträgern offensichtlich nicht verstanden haben. Denn es kam mehrfach zu Antworten wie diesen: “Alle Datenträger befinden sich in mit Schlüsseln abschließbaren Räumen. Zudem wird der Eingang des Rathauses mit einem Zugangscode gesichert.”
Da kommt kein Hacker rein: Die Tür ist zu!


Zum Glück ist meine Wohnung verschlüsselt.
Die Cloud in einem Behörden-Zimmer einschliessen und Lars Klingbeil und zur Überwachung den Amthor und den Oettinger davor stellen…
“What could possbly go wrong?!”
Was habt Ihr denn? Ist doch super, dann haben endlich _alle_ sämtliche Daten und es herrscht Waffengleichheit unter den Wölfen. Und die Schafe.…die Schafe sterben, wie Schafe eben sterben.
Hey, mit der Saskia als Parteischeffin kann sich der Laden als Satirepartei Deutschlands nennen. Der Lars passt da wirklich gut dazu.
Zumindest dürfte das “Einschließen” der datenschutzrechtlichen Praxis in Behörden deutlich näher kommen und vmtl. sogar wirkungsvoller sein, als all jenes, das allüberall in Schlumpfland seit dem Kreißen der DSGVO in sogenannten “Verzeichnissen von Verfahrensbeschreibungen” (Art. 30) panikartig sowohl zusammengelogen als auch ‑gestümpert wird.
Wenn man Datenträger in Flugtaxis unterbringt…ist das dann ne “Cloud”
Boah Aye wie brilliant ist das denn