Persönliches
Kurz notiert zu “Halloween”

Ah, der 1. Novem­ber naht, mithin der Tag nach “Hal­loween”, dem Tag im Jahr, der nicht nur selb­st einem Möchte­gernaufgek­lärten als willkommen­er Brück­en­tag dient — denn den bedeu­ten­den Vorteil, den die nervtö­ten­den Bimm­bamm­re­li­gio­nen, über die man sich son­st vortr­e­f­flich aufzure­gen ver­mag, der per­sön­lichen Leben­squal­ität ver­schafft, den der zusät­zlichen freien Tage näm­lich, nimmt man doch gern mit und bemerkt nicht ein­mal, dass man dadurch zum Teil des Prob­lems wird -, son­dern der zudem als Ersatz für den in dieser vorder­gründig säkulären Zeit eher unbe­liebten Refor­ma­tion­stag her­hal­ten darf und dann aber eben doch religiösen Ursprungs, natur­re­ligiösen näm­lich, ist und an dem sich eine eige­nar­tige Kälte im Land bre­it­macht, gekennze­ich­net durch die Diskrepanz, dass diejeni­gen, die niemals auch nur auf die Idee kämen, einem Bedürfti­gen über den Win­ter zu helfen, im Super­markt für zu viel Geld unge­sun­den Unsinn kaufen, damit die putzi­gen kleinen Strolche, die nicht ein­fach nur lieb bit­ten, son­dern bei Nichtbeschenkung mit Saurem dro­hen, schon früh ler­nen, dass man im Leben eine Menge erre­ichen kann, wenn man ein­fach nur unver­schämt genug ist.

Vielle­icht soll­ten sich die frieren­den Bet­tler ein­fach als niedliche Kür­bisse verklei­den.