Auf der diesjährigen “re:publica”, der Kreiswichsveranstaltung für selbst ernannte Blogjournalisten, hat ausgerechnet Greenpeace offenbar die Hälfte von TTIP veröffentlicht, was in der Folge unter anderem Horst Seehofer dazu veranlasste, sich vorerst von TTIP zu distanzieren. So weit ist es schon gekommen, dass man hochrangige CSU-Politiker für ihre Haltung loben muss. Die Medien machen sich derweil einen Spaß daraus, ihrerseits in eine Art Blogsimulation zu verfallen, indem sie die spärlichen Informationen in allerlei Kolumnen und Kommentare gießen, die ein bequemes Feigenblatt dafür sind, den journalistischen Grundsatz, man solle sich nicht mit einer Sache gemein machen, endlich auch offiziell ignorieren zu dürfen. Einfach nur sachlich informiert zu werden hält so ein durchschnittlicher Konsument ja auch nicht aus.
(Falls noch jemand sich fragt, warum ausgerechnet ich mich hier zu TTIP weitgehend zurückhalte: Massenthemen sind nicht die meinen.)
Die Verhandlungsführer aus den USA seien jedenfalls nicht beunruhigt, heißt es, denn so lange die deutsche Bundesregierung darauf bedacht ist, das Abkommen baldmöglichst zu unterzeichnen, sind Haltung und Aufklärung des Pöbels von geringer Relevanz.
Ich hab’ die nicht gewählt.


Schöne neue Welt!