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Kurzkritik: Terminal Function — Measuring the Abstract

Terminal Function - Measuring the AbstractWie geil ist das denn?

Aus Grün­den, die für mich selb­st ger­ade nicht offen­sichtlich sind, fand ich auf meinem dig­i­tal­en Musik­wühltisch kür­zlich das Album “Mea­sur­ing the Abstract” ein­er Band namens Ter­mi­nal Func­tion. Das klingt jet­zt nach Elek­trokäse, es ist aber — ja, was eigentlich?

Fest ste­ht zumin­d­est, dass es sich um fünf Her­ren aus Schwe­den han­delt, deren aktuelles Album “Clock­work Sky” 2015 veröf­fentlicht wurde und das auf Amazon.de mitunter von Leuten gekauft wird, die auch die Band Ani­mals as Lead­ers schätzen, was nicht nur musikalisch eine span­nende Ref­erenz ist. “Mea­sur­ing the Abstract” ist allerd­ings das Debü­tal­bum, 2008 veröf­fentlicht, und ich mag es.

Das Darge­botene erin­nert an Bands wie Tesser­acT und Meshug­gah, laut Eigenbeschrei­bung — dort gibt es das Album übri­gens als Kom­plettstream — waren aber auch Dream The­ater ein Vor­bild. Die Plat­ten­fir­ma etiket­tiert fleißig mit Pseudo­gen­res wie “Extreme Bru­tal Death Met­al”, und hört man nicht so genau hin, wenn Front­mann Vic­tor Lars­son heis­er gegen das wahre Instru­men­tal­ge­wit­ter anschre­it, dann mag man das für tre­f­fend hal­ten; ich selb­st würde aber selb­st dann Psy­che­del­ic-Math­core-Post­d­jent bevorzu­gen, denn das hier ist mehr, weit mehr als nur Brüllen, Grunz und Röcheln.

In den acht Stück­en, die zwis­chen 1 und 7 Minuten lang sind, gibt es mehr Takt- und Stim­mungswech­sel als in der Poli­tik der F.D.P.; über­haupt: immer wieder Meshug­gah (gle­ich­falls aus Schwe­den; alter Schwede!). Hier wird nicht nur gebret­tert, hier bleibt auch Platz für ein wenig Chorge­sang:

Ter­mi­nal Func­tion — Room 101

Ein Album zum Abhot­ten. (Sagt man das noch, “abhot­ten”?)

Yeah, sozusagen.

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