Ich trage neuerdings immer — jedenfalls in Gedanken — eine Ersatztastatur bei mir, um sie wortlos Menschen, die, statt die gewünschte Aktivität mit zwei bis drei Tastendrücken direkt selbst auszuführen, lieber zwölfmal von Siri falsch oder gar nicht verstanden werden, zu überreichen. Die Verzweiflung aus deren sonst ausdruckslosen Augen einer gewissen Indigniertheit weichen zu sehen wäre zumindest eine Verbesserung. Vielleicht sollte ich diesen Gedanken in die Tat umsetzen.
„Jetzt kann nur noch die Bundesagentur für Sprunginnovationen helfen!“ ist ein zulässiger, aber dennoch brüllend komischer Satz.
Wenn die für die allwinterlichen Spendensammelstände in der Innenstadt Verantwortlichen trotz ihres Ansinnens, ausgerechnet dann um Geld zu bitten, wenn es alle anderen auch machen, nicht völlig blöd sind, dann werden sie heuer versuchen, ihre Spendensammelstände genau gegenüber von Wahlkampfständen zu errichten, so dass man nicht mehr ausweichen kann, sondern nur mehr die Wahl hat: Geld — oder Stimme?
Der bislang lustigste Name der ins Deutsche übersetzten Fernsehgeschichte war und ist Rülps Verzeihung lieber Siegelmann (Die Dinos, Staffel 2, Folge 22). Ich hoffe, dass ich es noch erlebe, dass sich ein Autor dieser Herausforderung stellt.

Geld oder Stimme ist nicht die Alternative. Es sollte heißen, Geld für Stimme (an die Meistbietenden). Über die Briefwahl läßt sich das kontrolliert regeln.