Jana Hensel (“ZEIT ONLINE” sowie “DIE ZEIT”; Hauptsache, Großbuchstaben) ist empört: Über 30 Jahre nach dem Ende Ostdeutschlands als eigenständiges politisches Gebilde “sind die Namen von 20 Parlamentarischen [Staatssekretären] (…) bekannt: eine Frau mit Migrationsgeschichte ist darunter, ein Ossi”. “Dieses Signal” sei “ernüchternd”. (Zitate, sofern nicht anders gekennzeichnet, wurden unverändert übernommen.)
Keinesfalls erwähnt Jana Hensel jedoch, wie viele dieser Staatssekretäre eine preußische Geschichte haben, obwohl Preußen auch erst vor fünf soziologischen Generationen zu existieren aufgehört hat, was nicht deutlich vor den drei Generationen, die die DDR demnächst nicht mehr erlebt haben werden, liegt. Ab wie vielen Generationen ist eines ehemaligen Staates Volk nicht mehr als relevante gesellschaftliche Gruppe zu verstehen?

Sehr gute Frage, weil schwer zu beantworten. Betroffene empört schon die Tatsache, dass sie überhaupt gestellt wird. Nichtbetroffene heben kurz die Schultern, es gibt nun wirklich Wichtigeres.
Ein Vorschlag zur Zahl steht im Neuen Testament. War wohl was mit sieben, siebenundsiebzig, siebenmal siebenundsiebzig …