Nahezu gleichzeitig beschweren sich beidseits des politischen Spektrums Aktivisten sowohl darüber, dass vom Verfassungsschutz beobachtete Strömungen anderer Parteien nicht zum sofortigen Parteiverbot führen, als auch darüber, dass ihre eigenen Strömungen auch überwacht werden; aber sind Parteien, deren Strömungen vom Verfassungsschutz völlig ignoriert werden, nicht Parteien, die nach der Wahl offensichtlich zu wenig an den Grundlagen ändern wollen, wenn doch ein Konsens besteht, dass die Symptome zu bekämpfen noch nie genügt hat?
Warum auch sollte man etwas anderes als die Parteien der bewahrenden Konservativen wählen, wenn man nicht möchte, dass sich an bewährter Politik jemals mehr ändert als die Auswahl der gerade unumstrittenen Wörter?
Wo bleibt eigentlich die Revolution?
