Netzfundstücke
Magazin-Wahl-O-Mat und anderes

Was für eine großartige Idee aus der Redaktion des sowieso erfrischenden Magazins „Katapult“:

Finden Sie heraus, welches journalistische Produkt zu Ihnen passt.

Dass sowohl „Katapult“ als auch der es werbend unterstützende „Postillon“ in der Auswahl der zurzeit fünfzig gewerteten Magazine vorkommen, überrascht kaum, ist aber auch kein Grund zur Kritik, denn beide empfehle ich zumindest zu kennen. Dem Stil des Magazins angemessen sind die Fragen: Möchte man am liebsten etwas lesen, worin halbnackte Menschen vorkommen? Ist journalistischer Ethos wichtig? Sind Verschwörungstheorien Humbug?

Ob das design, das nicht zufällig an den Wahl-O-Maten erinnert, als künstlerische Adaption oder als Urheberrechtsverletzung gilt, mag sich noch herausstellen. Bis wenigstens dann ist der „Les-O-Mat“ eine Website, auf die hingewiesen zu haben ich wenigstens mal möchte. Hiermit getan.


In weiteren Nachrichten: Die verfassungsfeindlichen Parteien SPD und Die Grünen wurden heute vom Bundesverfassungsgericht abermals eines verfassungsfeindlichen Gesetzes überführt. Plötzlich finde ich die Idee, Parteien, die sich nicht an das Grundgesetz halten möchten, schnell zu verbieten, erstaunlich charmant.

Senfecke:

  1. zum BVG:

    Hier wird immer woeder nur über Sanktionen, Existenzminimum etc vom Regelsatz 1 geredet.
    Ein Grossteil der Leistungsempfänger sind aber nicht alleinstehend. (zB bei ergänzenden Leistungen,etc)
    Dann wird der Warenkorb aufgemacht und pauschal 10%, 30% oder 60% abgezogen.
    In den sogenannten Bedarfsgeinschaften wird aber schon im Voraus wollkürlich 10% abgezogen, wegen gemeinschaftlichem Wirtschaften (sehr interessant, wird auf alle Bestandteile des Warenkorbs angerechnet, unabhängig von Nahrung oder Zahnbürste oder Unterwäsche etc).
    Alles gesetzlich geregelt? Bis auf die Sippenhaft der Kürzungen, die indirekt auf alle in der Bedarfsgemeinschaft umgelegt werden. Gesetzlos, da Sippenhaft nicht vom GG gedeckt wird.

    Deshalb sind die angeführten Beispiele der Kläger auch wieder nur diffamierend und fienen dem Spalten und Walten.

  2. Mit dem Lesomaten ist es wie mit jedem Ranking: gemessen wird nach einer vermeintlich objektiven Bewertungsskala, die aus (notwendig) subjektiven Werturteilen konstruiert wurde.

    Hier ergibt sich z. B., daß die „taz“ am besten zu meinen Erwartungen passen soll: eine Zeitung, die ich nie reinen Herzens akzeptiert habe, schon lange nicht mehr ernst nehme und in der ich nur noch gelegentlich einzelne Artikel lese, deren Thema mich interessiert – die mich dann aber regelmäßig nicht beeindrucken.

    • Bei mir kam auch die taz an erster Stelle.
      Nachdem ich noch nie taz gelesen habe, habe ich die Startseite aufgemacht, einen interessant klingenden Artikel geöffnet und lese im ersten Absatz: „PolitikerInnen, UmweltschützerInnen und VerkehrsexpertInnen fordern…“.
      Ich muss wohl meine Antwort darauf ob ich das Kaputtgendern der Sprache mag höher gewichten.

:) 
:D 
:( 
:o 
8O 
:? 
8) 
:lol: 
:x 
:aufsmaul: 
:P 
:ups: 
:cry: 
:evil: 
:twisted: 
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