In den Nachrichten
Lob der Mördermeuchelfreiheit

Nicht Waffen, satirt es durch’s Web, sondern Menschen töten Menschen; und tatsächlich wird nach eigentlich jedem der längst gewohnten waffenbezogenen Zwischenfälle in den USA neben allerlei Gebeten – den Gott, der ganze Städte ausradierte, weil dort zu viele Ungläubige herumsaßen, und der zuletzt von der dramatischen Figur des George W. Bush gegen den Terror in den Krieg geführt wurde, werden diese Gebete sicherlich zu mehr Friedfertigkeit anregen – auch ein Eindämmen der Verbreitung von Geräten, die gebaut wurden, um damit Lebewesen einen Schaden zuzufügen, nicht bloß vorgeschlagen, sondern gefordert.

Der ungewöhnlich dumme „Titanic“-Redakteur Moritz Hürtgen twitterte ungewöhnlich dumm:

Wer die „Waffen-Narren aus den USA“ einfach nicht verstehen kann, der befasse sich 5 Minuten mit der deutschen Anti-Tempolimit-Besessenheit.

Denn wie auch in den USA die dortige Waffenlobby sich dafür einsetzt, dass jeder US-Amerikaner das Recht hat, sich mit einer Waffe gegen andere Kanaillen zu wehren, die ebenfalls eine Waffe tragen, setzen sich die Deutschen dafür ein, dass jeder Deutsche ein Auto besitzen darf, um sich damit gegen andere Autofahrer zu wehren. Ansonsten würde der Vergleich ja keinerlei Sinn ergeben, nicht wahr?

Dabei wird übersehen, dass all die Waffennarretei auch ihr Gutes hat, berichtet etwa die „Neue Zürcher Zeitung“, deren allgemeines Weltverständnis sich mit der dortigen „Leserdebatte“, wann Netzsperren gerechtfertigt seien, ganz gut zusammenfassen lässt:

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden hörte ein Anwohner die Schüsse aus der Kirche, und schnappte sich seine eigene Waffe. Als der Täter die Kirche verliess, nahm er die Verfolgungsjagd auf. Der Verdächtige wurde wenig später tot in seinem Auto gefunden.

(Hervorhebungen von mir.)

In einem friedlichen Land wie Deutschland, in dem man nur dann eine Waffe mit sich herumtragen darf, wenn man nachweislich ein Arschloch ist, wäre das undenkbar. Wenn hierzulande jemand Schüsse in einer Kirche hörte, wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass seine Möglichkeiten, dem Treiben ein Ende zu setzen und seinerseits irgendwen stante pede abzuknallen, eher begrenzt sind.

Notwehr ist, was man daraus macht.

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