Stellt euch vor, es ist Montag und keiner geht hin.
Man wacht auf und weiß nicht, warum, weil man ja nicht raus muss, aber etwas drückt, nein, bedrückt so sehr, dass man auch ohne einen Blick auf den Kalender weiß, welcher Wochentag heute ist, was man ja seit den ersten Studiensemestern verlernt hatte. Die Gleichform kommt später, jaja. Was hat man sich eigentlich gedacht? Hat man sich überhaupt etwas gedacht?
Montagsfühligkeit. Zum Schreien.
Nicht hinzugehen fühlt sich auch ein bisschen wie Sachsen-Anhalt an, das aus der Sache (der Landtagswahl nämlich) eine wichtige Lektion mitgenommen hat:
“Dieses Zur-Tagesordnung-Übergehen ist wohl Teil des Schocks”, sagt David Begrich von der Arbeitsstelle Rechtsextremismus des Sachsen-Anhalter Demokratie-Vereins Miteinander.
Sich vor lauter (niemals auch: leiser) Schockiertheit erst einmal normal zu verhalten ist eine Eigenschaft, die so manchem Hysterischen zwar abgeht, aber nicht fehlt, nimmt man doch das mit der Empörung in manchen Kreisen zwar wahr, aber nur in den falschen Momenten auch sich zu Herzen, weil Plärren das Gegenteil von vernünftigem (also: wünschenswertem) Handeln ist, beziehungsweise: runter kommen sie immer.
Guten Morgen.

Jehova! Jehova!