Auf Twitter werden momentan in Vielzahl Fotos von Demonstrationen gegen staatliche Überwachung veröffentlicht.
Vielleicht bemerkt ihr die Diskrepanz zwischen “vielen Fotos” (aus vielen Kameras) und “Demonstrationen gegen Überwachung”.
Ein Twitternutzer fragte mich angesichts dieser Bedenken anscheinend fassungslos, ob ich denn auch keine Fotos vom Publikum von Fußballspielen und Konzerten dulden würde. Nun: Nein. Wenn ich Berichterstattungen über Konzerte oder Fußballspiele lese, dann bin ich nicht am Publikum interessiert, sondern ich möchte Fußballspieler oder Musiker spielen sehen. Beliebige Menschen sehe ich quasi jeden Tag um mich herum, dafür benötige ich keine Presse.
Es gibt exakt keinen für mich akzeptablen Grund, eine Demonstration gegen Überwachung im Bild festzuhalten. Auch die Berichterstattung über diese Demonstration funktioniert in Textform hervorragend, das Radio schafft das doch ebenfalls.
Aber das ist ja im Zeitalter der Smartphones und Fotobrillen alles so praktisch.

Ich verstehe voher du kommst. Aber es ist wahrscheinlich ein notwendiges Übel, dass Bilder verbreitet werden müssen, um möglichst viel Aufmerksamkeit zu erreichen und die Menschen und Politiker in ihren Medien erreicht.
Genau wie die Überwachung ein notwendiges Übel zur Sicherheit gegen Terrorismus ist, nicht?
@.tux
Das sehe ich ähnlich.
Es reichen Fotos von dem Kopf der Demo, ggf. Video Beweismittel bei Straftaten, Videos von den Referenten auf der Kundgebung und Übersichtsaufnahmen aus höherer Position(keine Gesichter erkennbar).
Gerade die Erkennbarkeit von Gesichtern, die die Demonstranten, die das Material hochladen, ja auch verpixeln/unkenntlich machen können, ist mir schon öfter übel aufgestoßen.