Eines Tages kam der Mensch an einen Fluss, der seinen Weg kreuzte. “Ei”, sprach der Mensch, “vielleicht hilft mir der Fluss, meine Sorgen zu vergessen.” Und so setzte sich der Mensch an den Fluss und nahm die gleichförmigen Bewegungen des Wassers in sich auf.
Als er eine Weile so gesessen hatte, kam eine Ente des Weges geschwommen. Sie fragte den Menschen: “Ach, Mensch, warum schaust du so betrübt drein?” Der Mensch erschrak, von der unerwarteten Anrede überrascht. “Ente, warum kannst du sprechen?” fragte er.
Die Ente erwiderte: “Sind wir nicht allesamt Lebewesen? Wäre es nicht absurd, sprächen wir keine gemeinsame Sprache, wir Enten und ihr Menschen? Wir Enten können schon immer mit euch Menschen reden. Außerdem bist du betrunken.”
“Ach so”, sagte der Mensch. “Betrübt bin ich, weil ich mit dem Leben unzufrieden bin und dich nun hier sehe, wie du sorglos -”
“Halt!”, unterbrach ihn die Ente. “Wieso sollte ich sorglos sein, nur weil ich nicht jedem mein Leid klage?”
“Entschuldige, Ente; wie du hier also entlangschwimmst, als könne dich nichts erschüttern, während mich die Sorgen plagen.”
“Sorgen sind kein Grund, sich der Trübsal hinzugeben. Wichtig ist, dass man sein Leben lebt. Jeder ist seines Glückes Schmied, und wenn das Leben dir Melonen gibt, mach Marmelade daraus. Lass die Sonne rein!”
Nach kurzem Zögern erhellte sich das Gesicht des Menschen. “So habe ich das noch gar nicht gesehen!” rief er. “Ich danke dir vielmals, Ente! Kommst du noch mit auf einen Kaffee?”
“Nein, ich muss noch fahren”, sprach die Ente, “aber ich danke dir für die Einladung!”
“Schade!” bedauerte der Mensch die Ente. “Dennoch danke ich dir für alles, mein Freund!”
Und frohen Mutes schritt er davon. Die Ente aber sah ihm noch lange nach und seufzte.
(Nimm das, Antoine de Saint-Exupéry!)

Herbert Grönemeyer? Echt jetzt?
Interessant, dass du das als erstes bemerkst…
nein, ich wollte nur nicht schonwieder schreiben: “und? welche Frau dieses Mal?”
Das wäre ja auch abwegig, Grönemeyer ist unsexy.