WhatsApp gehört zu den Diensten, deren Popularität mich irritiert.
Das Prinzip hinter WhatsApp ist es, dass Leute, die ihre gegenseitige Mobiltelefonnummer kennen, sich anstelle einer SMS-Flatrate auch über das Internet schriftlich unterhalten können. Natürlich könnte man, wenn man schon ohne technische Zeitbeschränkung mobil (meist per Smartphone) im Internet sein Dasein fristen kann, stattdessen auch AIM, ICQ, Yahoo! IM, (noch) den MSN Messenger, Jabber, Gadu-Gadu oder einen der anderen ungezählten instant messenger nutzen, aber das ist vermutlich nicht en vogue genug.
So muss man statt der ICQ‑, Jabber- oder sonstigen Kennung eben nur noch die Telefonnummer des zu Nervenden kennen und einmalig irgendwo eintragen. Das hält die Anzahl der irgendwo zu notierenden Zahlen zwar schön klein, hat aber den Nachteil, dass die eigene Telefonnummer quasi zum Allgemeingut wird; zumal WhatsApp immer wieder mit Sicherheitslücken, über die sich ein Benutzerkonto (und somit eine eigentlich eindeutige Identität) einfach übernehmen lässt, von sich reden macht. (Man füttere die Suchmaschine des Vertrauens mit den Suchbegriffen “WhatsApp” und “unsicher”.)
Dazu kommt, dass es bei WhatsApp mit einer Internetflatrate allein nicht getan ist. Die app kostet einmalig oder — wenn man, wie wohl jeder halbwegs vernünftige Zeitgenosse, kein iPhone besitzt — jährlich eine geringe Gebühr.
Was ist also zu tun? Nun, entweder mietet man eine SMS-Flatrate und löst das Problem so elegant, was aber voraussetzt, dass die möglichen Kontaktpersonen ähnlich verfahren, oder man steigt auf Jabber um, das nebenbei Schnittstellen zu ICQ, AIM, Google Talk, dem Facebook-Messenger, StudiVZ und einigen weiteren Diensten bereitstellt und nebenbei auch auf dem heimischen PC/Laptop funktioniert.
Oder man guckt sich mal hike an.
hike (über die üblichen Quellen zu installieren) ist eine neue, recht hübsche und vor allem jahresgebührenfreie Alternative zu WhatsApp, funktioniert genau so und ist bisher noch nicht durch schlechte Presse aufgefallen.
Woran es noch fehlt? Vor allem an der Bekanntheit. Der Nutzen von hike steht und fällt — wie’s bei “sozialen Netzwerken” ebenfalls zutrifft — mit der Anzahl seiner Nutzer. Die könnt ihr übrigens selbst ziemlich einfach ändern.
Wie aber ist das Dilemma zu lösen, dass jeder “Kontakt” einen anderen Dienst bevorzugt — einer Facebook, ein anderer WhatsApp, wiederum ein anderer SMS und/oder hike, von Joyn mal ganz zu schweigen? Wahrscheinlich nur, indem man selbst an jeder dieser Kommunikationsformen teilnimmt.
Alternativ könnte man auch einfach auf Jabber setzen. Darüber kann man zwar — normalerweise — weder SMS-Nachrichten verschicken noch mit WhatsApp-Benutzern in Kontakt treten, aber es umgeht das Problem ziemlich elegant, indem man es gar nicht erst zu einem Problem macht. Um die Jahrtausendwende herum musste man bei MySpace sein, wenig später bei StudiVZ, dann bei Facebook, nun bei WhatsApp. Die Karawane zieht weiter, der Sultan setzt sich in seine schattige Oase (Jabber) und weint ihr keine Träne nach.


Jeder halbwegs vernünftige Zeitgenosse besitzt kein Smartphone. Das ist zu tun.
Woher kennst du halbwegs vernünftige Zeitgenossen?
Jedenfalls nicht von dieser Site.
Das beantwortet meine Frage nur wenig.
LOL! ROFL! ERSTER! OMG FAIL! Ich mag Wurst. Ein Leser mehr! Hätte man nicht warten können?! Was für ein selten bescheuerter Beitrag. TL;DR Jehova! Jehova! Hä? Sie sind, mit Verlaub, ein Arschloch. Gefällt mir. +1 Du hast vollkommen Recht! Dein Theme ist hässlich. Arrrrr! Ein Leser mehr! Jehova! Jehova! m(