Politik
Zur Lage der Nation

1) Die Regierung
2) Arbeit­slosigkeit
3) Gesundheits“reform”
4) Was tun?

Werte Genossen‑, Kam­er­aden- und son­stige Schweine,
ent­ge­gen mein­er üblichen Gewohn­heit­en richte ich heute ein ern­stes Wort an euch, denn es gibt ein­fach Dinge, die raus müssen.

Was in dem Land der Dichter und Denker derzeit passiert, wirkt ger­adezu grotesk, wenn man zugle­ich beäugt, wie das son­st so vornehme Volk der Fran­zosen auf das­selbe Prob­lem reagiert. Hier­bei geht es weniger um die Lockerung des Kündi­gungss­chutzes, son­dern man muss das Übel an der Wurzel pack­en und an den Haaren ziehen: Es geht um Poli­tik.

[ 1 ] Dabei war das alles so schön vorherse­hbar: Die SPD wurde aus der Regierung gewählt, die CDU auch nicht wirk­lich hinein, und — hups! — bei­de regieren. Na, fällt was auf? Gut.

Diese Regierung nun, im Wesentlichen beste­hend aus der Frau mit dem Gesicht, ließ gle­ich nach ihrer Nicht­wahl erst mal eine der ältesten Strö­mungen Deutsch­lands, die Sozialdemokratie, bildlich gesprochen so tief wie nur irgend­wie möglich beerdi­gen, um anschließend unter großem Tam­tam und Trara das Prob­lem anzuge­hen, das bei Regierun­gen schon immer die höch­ste Pri­or­ität hat­te.

Die Arbeit­slosigkeit? Weit gefehlt! Es geht um die Diäten der Poli­tik­er. Eine Diät ist, kurz zusam­menge­fasst, das Geld, das ein Poli­tik­er von denen, die selb­st nichts haben, dafür bekommt, dass er acht oder mehr Jahre lang dafür sorgt, dass noch mehr Men­schen noch weniger haben. Nun sind unsere Poli­tik­er echt arme Schweine mit ihren Villen, Lim­ou­si­nen und Gehäl­tern (von wem finanziert? Na, dämmert’s?); da geben sie sich so viel Mühe und kürzen so viele unnötige Leis­tun­gen, und trotz­dem wird das Geld immer knap­per. Wo das viele Geld hin­fließt? Wer weiß?
[ 2 ] So ein Volk macht’s den Poli­tik­ern aber auch nicht leicht: Immer mehr Fir­men haben immer weniger Geld (ja, als Vor­stand­schef hat man eben auch gewisse Ansprüche, z.B. ein paar Mio. í¢“Å¡Ã‚¬) und müssen immer mehr Stellen stre­ichen. Das hat eigentlich nur zwei Kon­se­quen­zen:

  1. Schu­la­bgänger bekom­men keine Jobs mehr, wer­den arbeit­s­los, ste­hen auf der Straße, saufen, kif­f­en und hören schlechte Musik (Aggro Berlin).
  2. Immer mehr Leute wer­den immer früher zum Rent­ner und wollen ihre ver­di­ente Rente bekom­men. Aber woher nehmen?

Nun, gegen bei­de Prob­leme hat die Regierung immer­hin schon Lösungsan­sätze gefun­den:
Dank Hartz IV ist “Sozial­hil­feempfänger” nun endlich zum all­ge­mein anerkan­nten Beruf gewor­den (“was soll’s, ich werd eh Hartz IV” — vgl. SPIEGEL 14/06, S. 22ff); zwar am Exis­tenzmin­i­mum, aber was soll’s? Die Ben­gels sollen froh sein, dass die Poli­tik sich über­haupt her­ablässt, dem Möchte­gern­sou­verän “Volk” etwas von ihrem hart ver­di­en­ten Geld abzugeben! Und sowieso, Sozial­hil­feempfänger haben’s doch gut — die wer­den nicht ent­lassen.

[ 3 ] Aber was tun mit den ver­flix­ten Rent­nern? Auch da hat sich die “Regierung Ang­ie” was Töftes ein­fall­en lassen, nach altem Haus­rezept: Man set­ze ein­fach die Alters­gren­ze höher — im Ide­al­fall arbeit­en die Rent­ner dann bis zum Umfall­en und liegen dem Staat nicht mehr unnötig auf der Tache.
Um das mit dem Umfall­en noch zu beschle­u­ni­gen, haben sich die Strate­gen von CSPDU was Neues ein­fall­en lassen, die Gesund­heit­sre­form. Auch sie lässt sich kurz zusam­men­fassen: Es gehen weit­er­hin Beiträge “rein”, aber keine mehr “raus”. Das beugt gle­ich 2 großen Prob­le­men vor: Erstens haben die armen Krankenkassen in ihren Palästen dann wieder schön viel Geld, das sie dem Staat geben kön­nen, und zweit­ens sinkt automa­tisch die Lebenser­wartung alter und kranker — also arbeit­sun­fähiger — Men­schen.
(bin ich der Einzige, der ger­ade an KZs denkt?)

[ 4 ] Für die Poli­tik­er bessert sich die Lage also wieder. Aber was ist mit dem Volk?
Arbeit­en oder ster­ben, wir haben die Wahl. Abwählen geht lei­der nicht (siehe weit­er oben), Demon­stri­eren wie in Frankre­ich bringt in Deutsch­land auch nicht viel (Poli­tik­er haben eben das dickere Sitzfleisch)… bleibt nur noch Auswan­dern. Wir Deutschen ster­ben ja sowieso langsam aus (wie unvorherse­hbar!), da kommt es darauf auch nicht mehr an…

Just my 2 cents.

PS: “With no lov­ing in our souls and no mon­ey in our coats you can’t say we’re sat­is­fied”. Mein­ja­nur. Danke, Ang­ie!

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