Gute Nachrichten: Die Slowakei hat eine Lösung für die Autounfälle mit „touchierten“ Fußgängern gefunden. Eigentlich wollte ich mich an dieser Stelle noch etwas ausgiebiger darüber amüsieren, aber dann geriet ich auf Twitter in eine Diskussion, in der jemand behauptete, diese Meldung sei eine Ente. Auf die Frage, wie er darauf komme, entgegnete er:
Muss mich korrigieren. Hatte zunächst über ChatGPT nach einer Quellenangabe gesucht und dabei keine gefunden – was aber dran lag, dass ich versehentlich in Tschechien statt Slowenien gesucht habe.
Ist ja nicht so, dass nicht beides falsch wäre.
Ich möchte nicht immer wie der alte Kulturpessimist wirken, der ich blöderweise bin, und schreibe daher jetzt nichts über von mir frei erfundene Zusammenhänge zwischen der Nutzung von ChatGPT und dem Rückgang der Lese- und Schreibkompetenz der Menschen, daher schreibe ich stattdessen: Mich beruhigt, dass im Jahr 2025 die Menschen Google nicht mehr für eine für das Auffinden von Inhalten im Web geeignete Suchmaschine halten. Mich beunruhigt, dass sie stattdessen ChatGPT…
Ach, was red’ ich? Natürlich gefällt mir das sehr gut. Zwar stellte ich schon vor einigen Jahren fest, dass die Hersteller von Tablets ein Zweiklasseninternet erschaffen haben, indem es eigens Geräte gibt, auf denen man nicht vernünftig arbeiten, sondern nur glotzen kann, womit die Schar der Internetnutzer gespalten ist in die Kreativen (die mit einer richtigen Tastatur) und die Übrigen (die mit Wischbildschirmen), aber selbst die wenigen, die sich noch für beides hielten, werden jetzt gespalten in die, die Gebrauch von ihrer Schulbildung machen, und die, die ChatGPT nutzen.
Dieser ganze Firlefanz macht Profis (Programmierer, Künstler und anscheinend Leute, die mit einer Suchmaschine umgehen können) wohl nicht arbeitslos, vielmehr wird er dafür sorgen, dass menschliche Leistung immer seltener und damit immer wertvoller wird. Gut für den Gehaltsspiegel, behaupte ich.
ChatGPT. Wie kann man… (murmelnd ab)

Das Tempolimit richtet sich nicht nur an Fußgänger, sondern auch an Skater, E‑Rollerfahrer und Radfahrer. Letztere dürfen in der Slowakei Gehwege benutzen – und sollen sich dort künftig ebenfalls an die neue Geschwindigkeitsbegrenzung halten.
Wenn man den Kontext nicht weglässt, klingt das gar nicht mehr so lächerlich.
Soll da nur als Teil der NATO-Propaganda die aktuelle slowakische Regierung lächerlich gemacht werden?
Preisfrage für 1 Freund: „Wie lautet die jeweilige Landessprache?“
Slowisch.