Hiesige — wie auch australische — Waldameisen schmecken, wie wir wissen, ein wenig nach Zitrone. Weil aber das Verspeisen von Waldameisen hierzulande nur mäßig weniger beliebt ist als das Benutzen grundlegenden menschlichen Bewusstseins vor dem Absenden einer Nachricht im Internet, wäre diese Information wahrscheinlich nicht so interessant, hätten nicht die Anhänger des Gins, eines scheußlich schmeckenden Schnapses auf scheußlich schmeckender Wacholderbasis, die auch den Mond trinken würden, wenn man sie ließe, eine ganz tolle Entdeckung gemacht:
Die orangenen Ameisen sind eng verwandt mit der hier bekannten schwarzen Ameise. Allerdings unterscheiden sie sich in einem entscheidenden Punkt. Während es wirklich etwas bizarr wäre, schwarze Ameisen in ein Getränk zu mischen, gilt die orangefarbene Art als Delikatesse. Sie riecht und schmeckt nach Orange und kann deshalb wie eine herkömmliche Pflanze als Zutat betrachtet werden.
Das Pürieren und Trinken schwarzer Ameisen wäre in der Tat etwas bizarr. Orangefarbene Ameisen hingegen zu pürieren und trinken ist nur konsequent. Riecht und schmeckt ja wie Obst. Ist eine Zutat.
Ich halte das ja für eine Schnapsidee.
