{"id":640,"date":"2009-06-01T20:49:57","date_gmt":"2009-06-01T18:49:57","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=640"},"modified":"2012-12-15T18:51:39","modified_gmt":"2012-12-15T17:51:39","slug":"musik-06-2009-favoriten-und-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/06\/musik-06-2009-favoriten-und-analyse\/","title":{"rendered":"Musik 06\/2009 \u2014 Favoriten und Analyse"},"content":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 3 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Liebe Leser,<\/p>\n<p>das Jahr 2009 ist nun\u00admehr nicht mehr ganz neu, und so hat\u00adten willige Musik\u00ader bere\u00adits viel Zeit, neue vortr\u00ade\u00adf\u00adfliche und weniger vortr\u00ade\u00adf\u00adfliche Kl\u00e4nge zu pro\u00adduzieren. Wie bere\u00adits <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2008\/06\/musik-2008-favoriten-und-analyse-1\/\" title=\"Musik 06\/2008 \u2013 Favoriten und Analyse\">vor unge\u00adf\u00e4hr einem Jahr<\/a> und <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2008\/12\/musik-122008-favoriten-und-analyse\/\" title=\"Musik 12\/2008 \u2013 Favoriten und Analyse\">ein halbes Jahr sp\u00e4ter<\/a> m\u00f6chte ich auch heute <span style=\"font-weight:bold;color:green\">beson\u00adders beein\u00addruck\u00adende Musikalben<\/span>, die in diesem Jahr ver\u00f6f\u00adfentlicht wur\u00adden, bewer\u00adben und anschlie\u00dfend ein wenig auf die Musikgeschichte der ver\u00adgan\u00adgenen 40 Jahre einge\u00adhen.<\/p>\n<p>F\u00fcr jedes dieser Alben kann ich eine klare Blind\u00adkaufempfehlung an all jene aussprechen, die sich von der kurzen Rezen\u00adsion ange\u00adsprochen f\u00fchlen. Die H\u00f6r\u00adproben, die ich zu jedem Album m\u00f6glichst ad\u00e4quat zu liefern ver\u00adsuche, sind nur f\u00fcr diejeni\u00adgen geeignet, die sich zu solchen Entschei\u00addun\u00adgen nicht durchrin\u00adgen k\u00f6n\u00adnen; ihre volle Wirkung ent\u00adfal\u00adten aber fast alle Alben in diesem Beitrag nur im Kon\u00adtext des gesamten Ton\u00adtr\u00e4gers.<\/p>\n<p>Als Beson\u00adder\u00adheit kom\u00admen dies\u00admal auch diejeni\u00adgen Alben ins Gespr\u00e4ch, die das <span style=\"font-style:italic\">Feuil\u00adleton<\/span> zwar f\u00fcr kaufenswert h\u00e4lt, mich per\u00ads\u00f6n\u00adlich jedoch eher ent\u00adt\u00e4uscht haben. Dies soll als Anre\u00adgung zur Kri\u00adtik ver\u00adstanden wer\u00adden; ich kann hier, wie so oft, nur nach meinem per\u00ads\u00f6n\u00adlichen Geschmack urteilen, bin mir aber wohl bewusst, dass Geschm\u00e4ck\u00ader ger\u00adade in Bezug auf Musik und \u2011stil\u00adrich\u00adtun\u00adgen stark dif\u00adferieren. Sollte also jemand sich von einem hier beschriebe\u00adnen Album ein v\u00f6l\u00adlig anderes Bild gemacht haben, nur her damit! Der Mei\u00adn\u00adungsvielfalt kommt es alle\u00admal zugute.<\/p>\n<p>Nun jedoch w\u00fcn\u00adsche ich allen Inter\u00adessierten erst ein\u00admal viel Spa\u00df auf der ersten Reise durch das Musiku\u00adni\u00adver\u00adsum 2009:<\/p>\n<p><!--more--><span style=\"color:blue;font-size:14px;font-weight:bold\">Teil 1: <span style=\"text-decoration:underline\">Rock, Rock, Rock.<\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/513GEtrBnnL._SS500_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Wob\u00adbler \u2014 After\u00adglow<\/span>\n<p>Von der nor\u00adwegis\u00adchen Band mit dem durch die Bewe\u00adgun\u00adgen von Fis\u00adchk\u00f6dern inspiri\u00aderten Namen <span style=\"color:green\">Wob\u00adbler<\/span> hat man recht lange nichts geh\u00f6rt; das Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adbum <span style=\"font-style:italic\"><a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?albumId=5939&amp;content=review\" target=\"_blank\">Hin\u00adter\u00adland<\/a><\/span> erschien 2005 auf dem H\u00f6hep\u00adunkt der so genan\u00adnten \u201cRetro-Prog\u201d-Welle, also der musikalis\u00adchen Rich\u00adtung, die sich an den Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Bands der 60-er und fr\u00fchen 70-er Jahre wie <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> und <span style=\"color:green\">Gen\u00adtle Giant<\/span> ori\u00aden\u00adtiert. Nun, vier Jahre sp\u00e4ter, erscheint das von Anh\u00e4ngern des Gen\u00adres schon lange erwartete Nach\u00adfol\u00adgeal\u00adbum, das neu aufgenommene St\u00fccke enth\u00e4lt, die inzwis\u00adchen vor 10 Jahren (also 1999) geschrieben, aber nicht ver\u00f6f\u00adfentlicht wur\u00adden und von denen es in den ver\u00adgan\u00adgenen Jahren bere\u00adits einige Demoauf\u00adnah\u00admen zu h\u00f6ren gab.<\/p>\n<p>Die Tat\u00adsache, dass <span style=\"color:green\">Wob\u00adbler<\/span> eine Instru\u00admen\u00adtal\u00adband sind, auf Gesang also wie auch auf dem Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum mit Aus\u00adnahme zweier kurz\u00ader Gesangspas\u00adsagen in \u201cImpe\u00adr\u00adi\u00adal Win\u00adter White\u201d voll\u00adst\u00e4ndig verzichtet wird, mag zun\u00e4chst ungew\u00f6hn\u00adlich erscheinen, st\u00f6rt aber nicht; eher im Gegen\u00adteil: Die Mel\u00adlotron- und Bass\u00adl\u00e4ufe bauen Span\u00adnungs\u00adb\u00f6\u00adgen auf, zu denen die Gitar\u00adren und Fl\u00f6ten sich gegen\u00adseit\u00adig Geschicht\u00aden zu erz\u00e4hlen scheinen \u2014 <span style=\"color:green\">Jethro Tull<\/span> und die fr\u00fchen <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span> lassen deut\u00adlich ihre Ein\u00adfl\u00fcsse h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Von <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span> und den oben bere\u00adits erw\u00e4h\u00adn\u00adten <span style=\"color:green\">Gen\u00adtle Giant<\/span> stam\u00admen auch die verz\u00ader\u00adrten Gitar\u00adren, die die malerische Stim\u00admung hin und wieder in ein Gewit\u00adter ver\u00adwan\u00addeln, aber niemals st\u00f6ren. \u201cIn Taber\u00adna\u201d, das streck\u00aden\u00adweise von Fl\u00f6ten und Cel\u00adlo dominiert wird, erin\u00adnert gar an das durch eine <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=IK90Ys2LhSo\" target=\"_blank\">imposante Wei\u00adh\u00adnachts\u00adbeleuch\u00adtung<\/a> bekan\u00adnt gewor\u00addene \u201cWiz\u00adards in Win\u00adter\u201d vom <span style=\"color:green\">Trans-Siber\u00adian Orches\u00adtra<\/span>.<\/p>\n<p>St\u00f6rend sind auf diesem Album allen\u00adfalls die drei kurzen Lieder \u2014 bis zu drei Minuten lang, was angesichts der bei\u00adden \u201cHaupt\u00adst\u00fccke\u201d von 15 bzw. 13 Minuten L\u00e4nge kaum ins Gewicht f\u00e4llt -, die die unab\u00adh\u00e4ngig voneinan\u00adder geschriebe\u00adnen St\u00fccke wohl mit ein\u00ader Art \u201cRah\u00admen\u00adhand\u00adlung\u201d verse\u00adhen sollen, was aber meines Eracht\u00adens gr\u00fcndlich misslingt.<\/p>\n<p>Ein\u00adsteigern in das Retro-Prog-Genre und jenen Zeitgenossen, die den Neo-Prog-Ein\u00adheits\u00adbrei von Bands wie den <span style=\"color:green\">Flower Kings<\/span> nicht mehr h\u00f6ren k\u00f6n\u00adnen, ist dieses Album zu empfehlen; auch Fre\u00adunde der oben als Ver\u00adgle\u00adich herange\u00adzo\u00adge\u00adnen Grup\u00adpen k\u00f6n\u00adnen hier einen spon\u00adta\u00adnen Kauf wagen.<\/p>\n<p>Alle anderen Inter\u00adessierten find\u00aden im Inter\u00adnet <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben:<\/span><br>\nAuf <a href=\"http:\/\/myspace.com\/wobblermusic\" target=\"_blank\">MySpace.com<\/a> gibt es bspw. den Vier\u00adtel\u00adst\u00fcn\u00adder \u201cImpe\u00adr\u00adi\u00adal Win\u00adter White\u201d eben\u00adso zu h\u00f6ren wie das abschlie\u00dfende \u201cArmoury\u201d.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/21C6kIVaPSL._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">65daysofstatic \u2014 Escape from New York<\/span>\n<p>Bleiben wir im instru\u00admen\u00adtal\u00aden Bere\u00adich, wech\u00adseln aber das Genre: Als ich mir dieses Album zulegte, war ich, zugegeben, angetrieben von zahlre\u00adichen Rezen\u00adsio\u00adnen, die f\u00fcr das neueste Werk von <span style=\"color:green\">65daysofstatic<\/span> eine unbe\u00add\u00adingte Kaufempfehlung aussprachen. Gle\u00adich beim ersten Titel, \u201cDrove Through Ghosts To Get Here\u201d, ein ver\u00admut\u00adlich \u00fcber\u00adraschter Gesicht\u00adsaus\u00addruck mein\u00ader\u00adseits: Anschwellen\u00adder Applaus, Gejohle \u2014 ah, ein Liveal\u00adbum! Nun ist der instru\u00admen\u00adtale, sph\u00e4rische Postrock, den <span style=\"color:green\">65daysofstatic<\/span> gekon\u00adnt fab\u00adrizieren, eine Musikrich\u00adtung, die beson\u00adders live, also ohne nachtr\u00e4gliche Gl\u00e4t\u00adtung mit\u00adtels Stu\u00addiotech\u00adnik, ihre St\u00e4rken ausspie\u00adlen kann, und erfreulicher\u00adweise ist hier, anders als bei vie\u00adlen Liveauf\u00adnah\u00admen ander\u00ader Bands, die Musik im Vorder\u00adgrund zu h\u00f6ren, nur sel\u00adten von Ova\u00adtio\u00adnen begleit\u00adet, die aber den H\u00f6r\u00adgenuss keines\u00adfalls tr\u00fcben.<\/p>\n<p>Die \u00dcberg\u00e4nge zwis\u00adchen den einzel\u00adnen St\u00fcck\u00aden sind flie\u00dfend, so dass der Ein\u00addruck eines einzel\u00adnen St\u00fcck\u00ades entste\u00adht, wen\u00adngle\u00adich zwis\u00adchen den Gitar\u00adren\u00adw\u00e4n\u00adden immer wieder \u00dcber\u00adraschen\u00addes her\u00advor\u00adblitzt; wer schon immer mal wis\u00adsen wollte, wie es kl\u00e4nge, spielte man Tech\u00adno mit Instru\u00admenten statt Com\u00adput\u00adern, sieht diesen Wun\u00adsch im zweit\u00aden St\u00fcck (\u201cNo Use Cry\u00ading Over (Some Tech\u00adno)\u201d) erf\u00fcllt: Nicht schlecht, w\u00fcrde ich sagen.<\/p>\n<p><span style=\"color:green\">65daysofstatic<\/span> spie\u00adlen hier ein gro\u00dfar\u00adtiges Konz\u00adert, auf dem auch St\u00fccke wie \u201cPrimer\u201d nichts von ihrer Atmo\u00adsph\u00e4re ver\u00adlieren. Der Schlus\u00adsap\u00adplaus nach \u201cA Fail\u00adsafe\u201d wirkt ger\u00adadezu befreiend. Kopfh\u00f6r\u00ader w\u00e4rm\u00adstens emp\u00adfohlen!<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben:<\/span><br>\nEinen Ein\u00addruck von der Span\u00adnung, die <span style=\"color:green\">65daysofstatic<\/span> erzeu\u00adgen, ver\u00admit\u00adtelt unter anderem das <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=AAZEcg8NLtM\" target=\"_blank\">offizielle Video<\/a> zu \u201cDrove Through Ghosts To Get Here\u201d; ein Live\u00adv\u00adideo (\u201cRadio Pro\u00adtec\u00adtor\u201d, auch auf dem Album enthal\u00adten) gibt es auf der <a href=\"http:\/\/www.65daysofstatic.com\/2009\/03\/23\/439\/\" target=\"_blank\">Web\u00adsite der Band<\/a> zu sehen.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/61X4S9Ic7ML._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Obscu\u00adra \u2014 Cos\u00admo\u00adge\u00adn\u00ade\u00adsis<\/span><br>\n<span style=\"color:red;font-style:italic\">\u201cEach step is infi\u00adnite, each step sub\u00adlime.\u201d<\/span> (Choir of Spir\u00adits)\n<p>Ich bin mir auch beim Schreiben dieser Zeilen noch nicht ganz sich\u00ader, ob ich f\u00fcr dieses Album eine Empfehlung aussprechen soll; immer\u00adhin han\u00addelt es sich um Death Met\u00adal (Death Met\u00adal!), stilecht mit Gegrun\u00adze und w\u00fcstem Gitar\u00adren\u00adschram\u00admeln und damit f\u00fcr einen melodielieben\u00adden Musik\u00adfre\u00adund <span style=\"font-style:italic\">eigentlich<\/span> v\u00f6l\u00adlig ungeeignet.<\/p>\n<p><span style=\"font-style:italic\">Eigentlich<\/span> allerd\u00adings ist die Musik, die die deutschen Pro\u00adgres\u00adsive-Death-Met\u00adaller <span style=\"color:green\">Obscu\u00adra<\/span> auf diesem Album spie\u00adlen, weitaus vielschichtiger, als das Gen\u00adreko\u00adrsett des Death Met\u00adals zun\u00e4chst ver\u00admuten lassen k\u00f6n\u00adnte (\u201cMann schl\u00e4gt Katze mit wahnsin\u00adniger Geschwindigkeit auf eine M\u00fcll\u00adtonne\u201d, die \u00fcblichen Klis\u00adchees sind ja bekan\u00adnt). Bei <span style=\"font-style:italic\">Cos\u00admo\u00adge\u00adn\u00ade\u00adsis<\/span>, dessen Energie bisweilen mit der von Bands wie <span style=\"color:green\">Cyn\u00adic<\/span> und <span style=\"color:green\">Necrophag\u00adist<\/span> <a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?albumId=9738&amp;content=review\" target=\"_blank\">ver\u00adglichen<\/a> wird, han\u00addelt es sich textlich um ein Konzep\u00adtal\u00adbum zum The\u00adma \u201cDas Uni\u00adver\u00adsum und wir\u201d, wie bere\u00adits der griechis\u00adche Titel (\u201cEntste\u00adhung des Uni\u00adver\u00adsums\u201d) erah\u00adnen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Auch musikalisch birgt dieses Album mehr Anspruch als nur Gitar\u00adren\u00adl\u00e4rm und Gebr\u00fcll, was meine Ein\u00adleitung vielle\u00adicht sug\u00adgeriert; das Wort \u201cPro\u00adgres\u00adsive\u201d deutet es ja schon an: Die bei\u00adden Gitar\u00adren spie\u00adlen kom\u00adplexe Melodieb\u00f6\u00adgen und der Bassist beweist, dass auch in diesem gitar\u00adren\u00addo\u00adminierten Genre ein Bass\u00adso\u00adlo Platz find\u00aden kann. Ein Amazon.de-Rezensent nan\u00adnte den Stil dieses Albums <span style=\"font-style:italic\">Jazz-Death<\/span> und liegt damit gar nicht mal falsch. Tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich besitzt <span style=\"font-style:italic\">Cos\u00admo\u00adge\u00adn\u00ade\u00adsis<\/span> ein durch\u00adweg hohes Niveau und ist trotz der naturgem\u00e4\u00df nicht son\u00adder\u00adlich abwech\u00adslungsre\u00adichen <span style=\"font-style:italic\">Growls<\/span> melodi\u00f6s\u00ader als so manch\u00ades, was sich in der Hit\u00adpa\u00adrade find\u00adet.<\/p>\n<p>Die Texte des Albums sind <a href=\"http:\/\/lyricwiki.org\/Obscura#Cosmogenesis_(2009)\" target=\"_blank\">hier<\/a> nachzule\u00adsen; wer einen metapho\u00adrischen Kopf\u00adsprung ins kalte Wass\u00ader bevorzugt, dem seien die <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> ange\u00adtra\u00adgen:<br>\nAuf <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=mesr2siegRg\" target=\"_blank\">YouTube.com<\/a> ist ein Video zum Er\u00f6ff\u00adnungsst\u00fcck \u201cAnti\u00adcos\u00admic Over\u00adload\u201d zu sehen, mit dem so ziem\u00adlich alle wei\u00adthin bekan\u00adnten Met\u00adalk\u00adlis\u00adchees bedi\u00adent wer\u00adden. Das Instru\u00admen\u00adtal\u00adst\u00fcck \u201cOrbital Ele\u00adments\u201d ist dort eben\u00adfalls <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=TYZLp1jhpHI\" target=\"_blank\">zu h\u00f6ren<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/61DMY5bEKuL._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Zu \u2014 Car\u00adbonif\u00ader\u00adous<\/span>\n<p>Ein anstren\u00adgen\u00addes Album von Anfang an. Das ein\u00adlei\u00adt\u00adende St\u00fcck \u201cOstia\u201d wird mit Schlagzeug und elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adchem Brum\u00admen ein\u00adgeleit\u00adet und erst nach etwa dreiein\u00adhalb Minuten von einem pl\u00f6t\u00adzlichen schrillen Qui\u00adetschen unter\u00adbrochen, dessen erzeu\u00adgen\u00addes Instru\u00adment bis zum Ende des St\u00fcck\u00ades eine immer wiederkehrende, schrille Melodie zu wil\u00addem Schlagzeug und besagtem Brum\u00admen spielt. \u00c4hn\u00adlich begin\u00adnt auch das Nach\u00adfolgest\u00fcck \u201cChthon\u00adian\u201d, bei dem jedoch schon kurz nach Beginn verz\u00ader\u00adrtes Gitar\u00adren<a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?content=glossar&amp;glossar=b&amp;left=glossarnav&amp;glossarnav=b&amp;top=faq#114\" target=\"_blank\">bratzen<\/a> ein\u00adset\u00adzt und nach einem ruhigeren Zwis\u00adchen\u00adteil fort\u00adge\u00adf\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Hier wird schon die Rich\u00adtung des Albums deut\u00adlich: F\u00f6rm\u00adlich aus jed\u00ader Sekunde auf <span style=\"font-style:italic\">Car\u00adbonif\u00ader\u00adous<\/span> weht der sprich\u00adw\u00f6rtliche Geist von <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span>, ins\u00adbeson\u00addere der <span style=\"font-style:italic\">\u201c<a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?albumId=730&amp;content=review\" target=\"_blank\">Con\u00adstruKc\u00adtion<\/a><\/span>\u201d-Phase mit dem vierten Teil des inzwis\u00adchen ins\u00adge\u00adsamt \u00fcber 30 Jahre alten \u201cLarks\u2019 Tongues in Aspic\u201d. Den\u00adnoch schaf\u00adfen <span style=\"color:green\">Zu<\/span> es, eigene Akzente zu set\u00adzen; seien es Kleinigkeit\u00aden wie die verz\u00ader\u00adrten Sprach\u00adfet\u00adzen in \u201cSoulympics\u201d, das, zudem mit sein\u00ader Bass\u00adlastigkeit, an die fr\u00fchen <span style=\"color:green\">Mr. Bun\u00adgle<\/span>, deren S\u00e4nger <span style=\"color:green\">Mike Pat\u00adton<\/span> \u00fcbri\u00adgens tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich hier mitwirkt, oder eine durchge\u00addrehte Ver\u00adsion der <span style=\"color:green\">Nine Inch Nails<\/span> (zu <span style=\"font-style:italic\">Frag\u00adile<\/span>-Zeit\u00aden) erin\u00adnert, oder das fol\u00adgende \u201cAxion\u201d, das auch im Reper\u00adtoire von Black-Met\u00adal-Bands Platz f\u00e4nde, w\u00e4ren da nicht die schr\u00e4\u00adgen Momente, die uner\u00adwarteten Br\u00fcche mit\u00adten im St\u00fcck.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck haben <span style=\"color:green\">Zu<\/span> auch darauf verzichtet, einen S\u00e4nger zu engagieren; so ist in diesem Jahr zwar eine H\u00e4u\u00adfung an Instru\u00admen\u00adta\u00adlal\u00adben in dieser Liste zu find\u00aden, jedoch bliebe \u00fcber all dem elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adchen Gitar\u00adren- und Bass\u00adbrum\u00admen kaum Platz f\u00fcr Texte, zumal f\u00fcr passende. Die Sil\u00adbenein\u00adw\u00fcrfe in \u201cMimosa Hos\u00adtilis\u201d zeigen, dass Gesang in jed\u00adwelch\u00ader Form hier nur als schm\u00fcck\u00adendes Bei\u00adw\u00aderk dien\u00adlich w\u00e4re und selb\u00adst dann eher st\u00f6rend wirkt \u2014 zu frag\u00adil sind die hier gle\u00adich\u00adsam in oder aus Stein gehaue\u00adnen Werke kon\u00adstru\u00adiert wor\u00adden.<\/p>\n<p><span style=\"font-style:italic\">Car\u00adbonif\u00ader\u00adous<\/span> ist, das schrieb ich ander\u00adswo, das beste Album, das die aktuelle Inkar\u00adna\u00adtion von <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span> nie aufgenom\u00admen hat, und eine unbe\u00add\u00adingte Kaufempfehlung f\u00fcr Fre\u00adunde des impro\u00advisierten Pro\u00adgres\u00adsive Rocks, die gegen eine etwas h\u00e4rtere Gan\u00adgart nichts einzuwen\u00adden haben, und Meta\u00adlan\u00adh\u00e4nger, die neue Her\u00adaus\u00adforderun\u00adgen suchen; wer die in obigem Text genan\u00adnten Ver\u00adgle\u00adichs\u00adgrup\u00adpierun\u00adgen mag, sollte eben\u00adfalls einen Kauf erw\u00e4\u00adgen.<\/p>\n<p>Anson\u00adsten bleiben als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> einige St\u00fccke aus dem Album auf der <a href=\"http:\/\/myspace.com\/zuband\" target=\"_blank\">MySpace-Seite<\/a> der Band. F\u00fcr mich schon jet\u00adzt ein Anw\u00e4rter auf <span style=\"font-style:italic\">das<\/span> Album des Jahres 2009.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/51VetABGpdL._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Cheer-Acci\u00addent \u2014 Fear Draws Mis\u00adfor\u00adtune<\/span>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rock_In_Opposition\" target=\"_blank\">RIO<\/a>-Band <span style=\"color:green\">Cheer-Acci\u00addent<\/span> musiziert nun bere\u00adits seit 1981 miteinan\u00adder, ist hierzu\u00adlande aber erst mit ihrem Auftritt in W\u00fcrzburg im ver\u00adgan\u00adgenen Jahr auf ein bre\u00adit\u00aderes Audi\u00adto\u00adri\u00adum gesto\u00dfen; eigentlich h\u00f6chst schade angesichts des hohen Unter\u00adhal\u00adtungswertes, den die meis\u00adten ihrer bish\u00aderi\u00adgen Ton\u00adtr\u00e4ger zweifel\u00adsohne besitzen.<\/p>\n<p>Zwar ist <span style=\"color:green\">Cheer-Acci\u00addent<\/span> <span style=\"font-style:italic\">keine<\/span> Instru\u00admen\u00adtal\u00adband, allerd\u00adings ist auch bei ihnen der Gesang, den dies\u00admal unter anderem <span style=\"color:green\">Car\u00adla Kihlst\u00adedt<\/span> von der RIO-Met\u00adal-Band <span style=\"color:green\">Sleep\u00ady\u00adtime Goril\u00adla Muse\u00adum<\/span> beis\u00adteuert, im Ver\u00adgle\u00adich zum Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adbum <span style=\"font-style:italic\">What Sequel?<\/span> stark reduziert wor\u00adden. Ein ad\u00e4quater Nach\u00adfol\u00adger zu dem von mir innig verehrten \u201cCrazy\u201d, dessen Refrain aus schi\u00ader end\u00adlosen Wieder\u00adhol\u00adun\u00adgen ebendieses Wortes beste\u00adht, ist hier das er\u00f6ff\u00adnende \u201cSun Dies\u201d, das von der Can\u00adter\u00adbury-Gr\u00f6\u00dfe <span style=\"color:green\">Egg<\/span>, aber auch von <span style=\"color:green\">Gen\u00adtle Giant<\/span> inspiri\u00adert zu sein scheint; man ver\u00adgle\u00adiche deren \u201cProcla\u00adma\u00adtion\u201d ein\u00admal mit diesem St\u00fcck (\u201cHail\u2026 hail\u2026\u201d wird hier zu \u201cLive\u2026 live\u2026\u201d).<\/p>\n<p>Eine stilis\u00adtis\u00adche Einord\u00adnung ist daher auch hier nicht leicht zu tre\u00adf\u00adfen. Gegen\u00fcber solcher\u00adlei Per\u00adso\u00adn\u00aden, die musikhis\u00adtorische Schubladen bevorzu\u00adgen, w\u00fcrde ich <span style=\"color:green\">Cheer-Acci\u00addent<\/span> als Can\u00adter\u00adbury-Free\u00adjazz-Rock beschreiben und der Band, die jedem Album neue Akzente hinzuzuf\u00fc\u00adgen wei\u00df, noch immer Unrecht tun. Lassen wir also eine <a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/album_9545.html\" target=\"_blank\">zweite Mei\u00adn\u00adung<\/a> zu Wort kom\u00admen:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"color:green\">Cheer-Acci\u00addent<\/span> bieten flot\u00adten Kam\u00admer\u00adprog, der kein biss\u00adchen d\u00fcster aus den Box\u00aden poltert, gemis\u00adcht mit retro\u00adprog\u00adgi\u00adgen <span style=\"color:green\">Crim\u00adson<\/span>-Rem\u00adi\u00adniszensen (ger\u00adade bei der Gitar\u00adrenar\u00adbeit) und sog\u00adar ein biss\u00adchen Pop-Appeal in den Melo\u00addi\u00aden. Das Ganze ist far\u00adbig und reich\u00adhaltig instru\u00admen\u00adtiert. Die diversen Bl\u00e4s\u00ader und gele\u00adgentliche harte Pianol\u00e4ufe sor\u00adgen f\u00fcr aller\u00adlei ange\u00adjaz\u00adzte Momente. Das gemein\u00adsame Touren mit <span style=\"color:green\">Sleep\u00ady\u00adtime Goril\u00adla Muse\u00adum<\/span> hat offen\u00adsichtlich nicht nur diese beein\u00addruckt (<span style=\"color:green\">Nils Fryk\u00addahl<\/span> schw\u00e4rmte am Rande eines Konz\u00aderts in W\u00fcrzburg in h\u00f6ch\u00adsten T\u00f6nen von <span style=\"color:green\">Cheer-Acci\u00addent<\/span>), son\u00addern eben auch umgekehrt. So hat ein biss\u00adchen was der Anar\u00adcho-Met\u00adal-Attit\u00fcde von <span style=\"color:green\">SGM<\/span> Ein\u00adgang in die Musik auf \u201cFear Draws Mis\u00adfor\u00adtune\u201d gefun\u00adden, so dass es schon mal krachig-laut wird. Aber immer mit einem Augen\u00adzwinkern, denn <span style=\"color:green\">Cheer-Acci\u00addent<\/span> nehmen offen\u00adsichtlich nichts allzu ernst. Wav\u00adige Kl\u00e4nge, ein biss\u00adchen Elek\u00adtron\u00adik und indus\u00adtriell-schleifende Sounds run\u00adden den Klang\u00adcock\u00adtail ab. Der d\u00fcnne, hohe Gesang hat schon das Deb\u00fct begleit\u00adet und das ist auch hier so. Daran \u00e4ndern auch die Gast\u00advokalistIn\u00adnen nicht viel, au\u00dfer, dass es ab und zu exaltierten Chorge\u00adsang zu h\u00f6ren gibt (vielle\u00adicht auch hier eine kleine Ver\u00adbeu\u00adgung vor <span style=\"color:green\">SGM<\/span>). Aber irgend\u00adwie st\u00f6rt das in diesem Gebr\u00e4u auch \u00fcber\u00adhaupt nicht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Bess\u00ader h\u00e4tte ich es nicht aus\u00addr\u00fcck\u00aden k\u00f6n\u00adnen, und so bleibt mir nur ein Ver\u00adweis auf die <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben:<\/span><br>\nKlang\u00adbeispiele aus ihrem bish\u00aderi\u00adgen \u0152uvre bietet die Band gratis auf ihrer <a href=\"http:\/\/www.drummondeditorial.com\/cahtml\/soundscurrent.html\" target=\"_blank\">Web\u00adsite<\/a> an.<br>\nViel Spa\u00df!<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/51KdOqDc6cL._SL500_AA300_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">The Rifles \u2014 The Great Escape<\/span><br>\n<span style=\"color:red;font-style:italic\">\u201cWho knows what\u2019s around the bend \/ Stay up, get drunk with all your best friends\u201d<\/span> (The Great Escape)\n<p>Nicht, dass es hei\u00dft, ich kon\u00adsum\u00adiere nur schi\u00ader unh\u00f6r\u00adbaren L\u00e4rm; 2009 hat nat\u00fcr\u00adlich auch kerni\u00adgen Rock zu bieten, zum Beispiel von der englis\u00adchen Indie-Rock-Band <span style=\"color:green\">The Rifles<\/span>. <a href=\"http:\/\/schallgrenzen.de\/the-rifles-great-escape\/\" target=\"_blank\">Ange\u00adblich<\/a> von Igit\u00adtigitt-Brit\u00adpop\u00adgrup\u00adpen wie <span style=\"color:green\">Blur<\/span> und den Punkrock\u00adern von <span style=\"color:green\">The Clash<\/span> gepr\u00e4gt, ist von ersteren zum Gl\u00fcck und von zweit\u00aderen lei\u00adder nur wenig zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Inspi\u00adra\u00adtio\u00adnen von <span style=\"color:green\">The Rifles<\/span> sind weit dif\u00adferen\u00adziert\u00ader her\u00adauszuh\u00f6ren: \u201cFor The Mean\u00adtime\u201d erin\u00adnert bere\u00adits in den ersten Tak\u00adten an Bal\u00adladen der <span style=\"color:green\">Bea\u00adt\u00adles<\/span> (ins\u00adbeson\u00addere \u201cPen\u00adny Lane\u201d und \u201cFor No One\u201d), w\u00e4hrend \u201cSome\u00adtimes\u201d ein ver\u00adi\u00adta\u00adbler Rock\u00ader im Stile der <span style=\"color:green\">Kaiser Chiefs<\/span> ist und das radio- und chart\u00adtaugliche Titel\u00adst\u00fcck \u201cThe Great Escape\u201d mit dem eing\u00e4ngi\u00adgen Refrain musikalisch noch am ehesten <span style=\"color:green\">The Clash<\/span> nahe kommt, aber ohne deren Rotzigkeit zu kopieren (man stelle sich vor, <span style=\"color:green\">Franz Fer\u00addi\u00adnand<\/span> w\u00fcr\u00adden sie cov\u00adern, dann erh\u00e4lt man unge\u00adf\u00e4hr dieses Lied).<\/p>\n<p>Sich\u00ader, hier und da schim\u00admern <span style=\"color:green\">Oasis<\/span> und Kon\u00adsorten durch, zum Beispiel in \u201cOut in the Past\u201d. Den\u00adnoch bleibt dieses Album solide Arbeit und ist ein Probe\u00adh\u00f6ren auf jeden Fall wert.<\/p>\n<p>Einige <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> als Audio und Video hat der mul\u00adti\u00adme\u00addi\u00adale <a href=\"http:\/\/therifles.net\" target=\"_blank\">Inter\u00adne\u00adtauftritt<\/a> der Band zu diesem Zweck im Ange\u00adbot.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/41uOQBuPHpL._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">The Pains of Being Pure at Heart \u2014 The Pains of Being Pure at Heart<\/span><br>\n<span style=\"color:red;font-style:italic\">\u201cBut you\u2019ve got lit\u00adtle left to give \/ His touch is not a thing you\u2019ll ever miss\u201d<\/span> (A Teenag\u00ader in Love)\n<p>Die Band mit dem sprechen\u00adden Namen <span style=\"color:green\">The Pains of Being Pure at Heart<\/span> hat 2009 ihr Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum ver\u00f6f\u00adfentlicht und klingt fast genau so, wie man sich Musik ein\u00ader Band vorstellt, die <span style=\"color:green\">The Pains of Being Pure at Heart<\/span> hei\u00dft, also nach ein\u00ader Stilmix\u00adtur aus <span style=\"color:green\">Belle and Sebas\u00adt\u00adian<\/span> und den bravour\u00f6sen <span style=\"color:green\">The Raveonettes<\/span>. Auch textlich wagt man keine Exper\u00adi\u00admente, im Wesentlichen beschr\u00e4nken sie sich auf Texte zum The\u00adma Liebe.<\/p>\n<p>Dies ist aber keines\u00adfalls als harte Kri\u00adtik zu ver\u00adste\u00adhen: <span style=\"color:green\">The Pains of Being Pure at Heart<\/span> betreten zwar kein Neu\u00adland, liefern aber solide Arbeit f\u00fcr aufgeschlossene H\u00f6r\u00ader, die gegen handw\u00aderk\u00adlich gut gemacht\u00aden Indie-Pop <span style=\"font-style:italic\">(aus\u00adgeschrieben also \u201cInde\u00adpen\u00addent Pop\u00adu\u00adlar Music\u201d, was nach einem Wider\u00adspruch aussieht, aber kein\u00ader ist, wenn man \u201cPop\u00adu\u00adlar Music\u201d in die Gren\u00adzen nationaler Hit\u00adpa\u00adraden ver\u00adweist und mit \u201cInde\u00adpen\u00addent\u201d einen Stil beze\u00adich\u00adnen will, der mit dem Hit\u00adpa\u00adraden\u00adpop albern\u00ader Hupf\u00addohlen wie <span style=\"color:green\">Han\u00adnah Mon\u00adtana<\/span> nun mal so ziem\u00adlich gar nichts zu tun hat; aber ich schweife ab, bitte um Verzei\u00adhung und gelobe Besserung)<\/span> nichts einzuwen\u00adden haben.<\/p>\n<p>Pri\u00adma Musik zum neben\u00adbei H\u00f6ren, weniger tr\u00e4umerisch als <span style=\"color:green\">Kings\u00adbury<\/span>, weniger anstren\u00adgend als <span style=\"color:green\">The Raveonettes<\/span> und weniger spar\u00adtanisch als <span style=\"color:green\">The Kills<\/span>, dabei mit jed\u00ader dieser Bands ein biss\u00adchen ver\u00adgle\u00adich\u00adbar. In der Liste der <a href=\"http:\/\/myspace.com\/thepainsofbeingpureatheart\" target=\"_blank\">eige\u00adnen Ein\u00adfl\u00fcsse<\/a> sind Namen wie <span style=\"color:green\">The Ramones<\/span> und <span style=\"color:green\">My Bloody Valen\u00adtine<\/span> zu lesen, aber daraus sollte man keines\u00adfalls ver\u00adsuchen sich die Musik dieser Band vorzustellen; viel zu melodisch ist hier der Gesang, viel zu viele Stile\u00adin\u00adfl\u00fcsse wer\u00adden ver\u00admengt.<\/p>\n<p>Bess\u00ader ist es, man greift zu den <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben:<\/span><br>\nDas <a href=\"http:\/\/myspace.com\/thepainsofbeingpureatheart\" target=\"_blank\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der vier Musik\u00ader enth\u00e4lt einige St\u00fccke des Albums zum kosten\u00adlosen Gutfind\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/51TE62dRD3L._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Man\u00addo Diao \u2014 Give Me Fire<\/span><br>\n<span style=\"color:red;font-style:italic\">\u201cI will soon come vis\u00adit you \/ and talk about the time we had togeth\u00ader \/ and our town is filled with tears\u201d<\/span> (Crys\u00adtal)\n<p>Ich geste\u00adhe: <span style=\"color:green\">Man\u00addo Diao<\/span> kan\u00adnte ich bis\u00adlang nur als eine der zahllosen skan\u00addi\u00adnavis\u00adchen Indie\u00adrock\u00adbands, die w\u00e4hrend der hiesi\u00adgen Indie\u00adrock\u00adwelle in den Medi\u00aden hin und wieder zu sehen, zu h\u00f6ren und zu lesen waren, denen ich aber bis\u00adlang kaum Beach\u00adtung geschenkt habe; im Regelfall (vgl. zum Beispiel <span style=\"color:green\">Franz Fer\u00addi\u00adnand<\/span>) trifft dieses sich jew\u00adeils recht \u00e4hn\u00adlich anh\u00f6rende, textlich anspruch\u00adslose Geschram\u00admel meinen Geschmack nur sel\u00adten.<\/p>\n<p>Nun geri\u00adet ich in den Besitz des aktuellen Albums <span style=\"font-style:italic\">Give Me Fire<\/span> und fand die Mu\u00dfe, ihm meine Aufmerk\u00adsamkeit zu wid\u00admen \u2014 offen\u00adbar eine gute Entschei\u00addung:<br>\nAuf ihrem inzwis\u00adchen f\u00fcn\u00adften Album agieren <span style=\"color:green\">Man\u00addo Diao<\/span> deut\u00adlich dif\u00adferen\u00adziert\u00ader, als die mein\u00ader Mei\u00adn\u00adung nach uns\u00e4glichen Sin\u00adgleti\u00adtel \u201cDance with Some\u00adbody\u201d und \u201cGlo\u00adria\u201d ver\u00admuten lassen.<\/p>\n<p>Bere\u00adits das ein\u00adlei\u00adt\u00adende \u201cBlue Lin\u00ading White Trench\u00adcoat\u201d hebt sich deut\u00adlich von dem ab, was \u00e4hn\u00adliche skan\u00addi\u00adnavis\u00adche Bands in diesem Jahr pro\u00adduzierten; einzig mit <span style=\"color:green\">The Hives<\/span> lassen sich Ber\u00fchrungspunk\u00adte find\u00aden. Den an sich belan\u00adglosen Text, ihre Klei\u00addung betr\u00ade\u00adf\u00adfend, schreien die bei\u00adden S\u00e4nger in \u201cPlatz da!\u201d-Manier dem H\u00f6r\u00ader ent\u00adge\u00adgen. Im Kon\u00adtrast dazu ste\u00adht mein anderes Lieblingslied auf diesem Album, \u201cHigh Heels\u201d, das in der Tra\u00addi\u00adtion von Jazz und Chan\u00adson ste\u00adht und zum unmerk\u00adlichen Mitwip\u00adpen und Fin\u00adger\u00adschnip\u00adpen ver\u00adleit\u00adet. Ein markan\u00adter Bass mit Unter\u00adst\u00fctzung durch das Schlagzeug <span style=\"font-style:italic\">(schlichter 4\/4\u2011Takt, wenn mich meine Ohren nicht t\u00e4uschen)<\/span> gibt den Grun\u00addrhyth\u00admus an, dazu ert\u00f6nt die vertr\u00e4umt wirk\u00adende Stimme des S\u00e4ngers, der die ver\u00adgan\u00adgene Liebes- oder zumin\u00add\u00adest Sex\u00adu\u00adal\u00adnacht Revue passieren l\u00e4sst. Ein for\u00admi\u00adda\u00adbles St\u00fcck Musik, das allein schon einen Kauf recht\u00adfer\u00adtigt.<\/p>\n<p>Auch die anderen St\u00fccke auf dem Album sind \u00fcber\u00adaus abwech\u00adslungsre\u00adich, zum Beispiel das Rock\u2019n\u2019Roll-Lied \u201cYou Got Noth\u00ading On Me\u201d oder das vom Coun\u00adtry bee\u00adin\u00adflusste \u201cGo Out Tonight\u201d. Angesichts dessen sind auch die weni\u00adgen Aus\u00adf\u00e4lle ohne gr\u00f6\u00dferen Schaden zu ignori\u00aderen.<\/p>\n<p>Und wer meinen Schilderun\u00adgen nicht traut, der m\u00f6ge sich mit\u00adtels der <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> selb\u00adst ein Bild machen:<br>\nAuf YouTube.com gibt es <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=3-VhwoCWWO0\" target=\"_blank\">\u201cHigh Heels\u201d<\/a> und eine Akustikver\u00adsion von <a href=\"http:\/\/de.youtube.com\/watch?v=bpTua462MDA\" target=\"_blank\">\u201cBlue Lin\u00ading White Trench\u00adcoat\u201d<\/a> in brauch\u00adbar\u00ader Qual\u00adit\u00e4t zu h\u00f6ren und zu beguck\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/517FVCKjk2L._SL500_AA240_.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Hour\u00adglass \u2014 Obliv\u00adi\u00adous to the Obvi\u00adous<\/span><br>\n<span style=\"color:red;font-style:italic\">\u201cThis is how life is meant to be \/ just anoth\u00ader dream\u00ader liv\u00ading my dream\u201d<\/span> (Home\u00adward Bound)\n<p>Ent\u00adfer\u00adnen wir uns wieder ein wenig von der Indie-Rock-Schiene: Die amerikanis\u00adche Pro\u00adgres\u00adsive-Met\u00adal-\/Hardrock\u00adband <span style=\"color:green\">Hour\u00adglass<\/span> hat in diesem Jahr ein Dop\u00adpelal\u00adbum ver\u00f6f\u00adfentlicht, das wahrlich nicht von schlecht\u00aden Eltern stammt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der \u00fcber zwei Stun\u00adden Laufzeit \u2014 21 allein f\u00fcr \u201c38th Floor\u201d auf der ersten CD \u2014 begeg\u00adnet dem geduldigen H\u00f6r\u00ader fast alles, was in den let\u00adzten 30 Jahren Hardrock, Pro\u00adgres\u00adsive Rock oder Pro\u00adgres\u00adsive Met\u00adal gespielt hat, in kom\u00adprim\u00adiert\u00ader Form wieder; seien es <span style=\"color:green\">Dream The\u00adater<\/span>, <span style=\"color:green\">Rush<\/span> oder auch eine Melange aus <span style=\"color:green\">Yes<\/span> und den <span style=\"color:green\">Flower Kings<\/span>.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?albumId=9707&amp;content=review\" target=\"_blank\">Anders aus\u00adge\u00addr\u00fcckt<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Wie selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich fol\u00adgen im Ver\u00adlauf des Albums deftige Met\u00adal-Pas\u00adsagen auf med\u00adi\u00adta\u00adtive und lyrische Sequen\u00adzen oder umgekehrt; Gefrick\u00adel fol\u00adgt auf tolles Song\u00adwrit\u00ading, Gesang auf lange Instru\u00admen\u00adtal\u00adpas\u00adsagen, Schram\u00admel-Gitar\u00adren auf frip\u00adpertro\u00adn\u00adis\u00adche Zerdehnun\u00adgen. Alle Instru\u00admente kom\u00admen zu ihren Glanzminuten \u2013 auch und mehrfach der Bass! Und alles wirkt so selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich, weil es so selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich sein kann \u2013 wenn man nicht in Genre-Gren\u00adzen denkt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Textlich befassen sich <span style=\"color:green\">Hour\u00adglass<\/span> namensgerecht mit der Suche nach dem Sinn und mit der Verg\u00e4nglichkeit des Lebens; beze\u00adich\u00adnend ist die Zeile \u201cThe time is now to change my life\u201d am Ende von \u201c38th Floor\u201d. Alle Texte lassen sich auf der <a href=\"http:\/\/www.hourglassband.com\/lyrics\/index.html\" target=\"_blank\">Inter\u00adnet\u00adseite<\/a> der Band nach\u00adle\u00adsen.<\/p>\n<p>F\u00fcr das erste Probe\u00adh\u00f6ren beim CD-H\u00e4ndler eures Ver\u00adtrauens ist das erste Lied auf der ersten CD \u2014 \u201cOn the brink\u201d \u2014 exzel\u00adlent geeignet. Es bildet einen w\u00fcrdi\u00adgen Ein\u00adstieg in dieses vielschichtige Album mit\u00adsamt <span style=\"color:green\">Yes<\/span>-Mit\u00adtel\u00adteil (ich denke hier ins\u00adbeson\u00addere an \u201cGates of Delir\u00adi\u00adum\u201d, aber ohne den Chorge\u00adsang) und Neo\u00adprog-Anlei\u00adhen (qui\u00adetschende Key\u00adboards, frick\u00adel\u00adnde Gitar\u00adren und dazu ein dr\u00f6h\u00adnen\u00adder Bass); mit seinen fast 13 Minuten ist es auch nur unwesentlich l\u00e4nger als das eben\u00adfalls sehr neo\u00adprogge\u00adf\u00e4rbte Instru\u00admen\u00adtal\u00adst\u00fcck \u201cDelir\u00adi\u00adum\u201d (10 Minuten) auf der zweit\u00aden CD, die mit der halb\u00adst\u00fcndi\u00adgen, f\u00fcn\u00adfteili\u00adgen Suite \u201cObliv\u00adi\u00adous to the Obvi\u00adous\u201d einen kr\u00f6\u00adnen\u00adden Abschluss find\u00adet.<\/p>\n<p>Auch von diesem Album gibt es nat\u00fcr\u00adlich <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben:<\/span><br>\nInnder\u00adhalb des <a href=\"http:\/\/myspace.com\/progressivehourglass\" target=\"_blank\">MySpace-Pro\u00adfils<\/a> der Band ist unter anderem \u201cOn the brink\u201d zu h\u00f6ren.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:120px;height:120px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/2009-avoid_the_light.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Long Dis\u00adtance Call\u00ading \u2014 Avoid The Light<\/span>\n<p>Schlie\u00dfen m\u00f6chte ich diesen Teil der Liste mit einem weit\u00aderen beachtlichen Instru\u00admen\u00adta\u00adlal\u00adbum:<br>\nDie M\u00fcn\u00adster\u00adan\u00ader Musik\u00adgruppe <span style=\"color:green\">Long Dis\u00adtance Call\u00ading<\/span> hat mit ihrem aktuellen Album <span style=\"font-style:italic\">Avoid The Light<\/span> ein recht gro\u00dfes Medi\u00adene\u00adcho erhal\u00adten, und dies, wie ich meine, dur\u00adchaus nicht zu Unrecht.<\/p>\n<p>Die <a href=\"http:\/\/myspace.com\/longdistancecalling\" target=\"_blank\">Selb\u00adst\u00adbeschrei\u00adbung<\/a> der Band gibt die Rich\u00adtung von <span style=\"font-style:italic\">Avoid The Light<\/span> bere\u00adits tre\u00adf\u00adfend wieder:<\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-style:italic\">Avoid The Light<\/span> opens a big gate which you step through to find a great diver\u00adsi\u00adty of moods and atmos\u00adpheres. The basics con\u00adsist of instru\u00admen\u00adtal gui\u00adtar rock with an ambi\u00adent flavour, an oscil\u00adla\u00adtion of psy\u00adche\u00addel\u00adic and pro\u00adgres\u00adsive rock ele\u00adments. At the same time, Avoid The Light is an album which requires few words to com\u00admu\u00adni\u00adcate a lot. Should we call it post rock? Or per\u00adhaps new art rock? The label is irrel\u00ade\u00advant, it\u2019s the con\u00adtent that mat\u00adters.<\/p><\/blockquote>\n<p>Tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich klingt das Album, passend zum tr\u00e4umerischen Front\u00adbild, anfangs nach einem som\u00admer\u00adlichen Son\u00adnenauf\u00adgang; die ersten V\u00f6gel zwitsch\u00adern und die Stadt erwacht zum Leben, hin\u00adter dem Hor\u00adi\u00adzont wird es langsam heller. Die Stim\u00admung auf dem Album \u00e4hnelt der auf <span style=\"color:green\">Mog\u00adwai<\/span>s <span style=\"font-style:italic\">The Hawk Is Howl\u00ading<\/span>; ruhi\u00adgen Ambi\u00adent-Pas\u00adsagen fol\u00adgen Gitar\u00adrenge\u00adwit\u00adter \u00e1 la <span style=\"color:green\">Por\u00adcu\u00adpine Tree<\/span>, hin und wieder kommt auch Rock zum Vorschein. Eben\u00adfalls haben Bands wie <span style=\"color:green\">Ocean\u00adsize<\/span>  h\u00f6r\u00adbare Spuren hin\u00adter\u00adlassen.<\/p>\n<p>Beson\u00adders auf\u00adf\u00e4l\u00adlig ist das St\u00fcck \u201cThe Near\u00ading Grave\u201d, zu dem <span style=\"color:green\">Kata\u00adto\u00adnia<\/span>-<span style=\"text-decoration:line-through\">Schlagzeuger<\/span>S\u00e4nger <span style=\"color:green\">Jonas Renkse<\/span> Gesang beis\u00adteuert. Zusam\u00admen mit der atmo\u00adsph\u00e4rischen Gitar\u00adren- und Schlagzeugkulisse im Hin\u00adter\u00adgrund ergibt sich eine Melan\u00adcholie, die jeden\u00adfalls mir son\u00adst nur von <span style=\"color:green\">Dear John Let\u00adter<\/span> bekan\u00adnt ist.<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben?<\/span> Aber klar doch:<br>\nMan navigiere zum (\u00fcbri\u00adgens sehr h\u00fcb\u00adschen) <a href=\"http:\/\/myspace.com\/longdistancecalling\" target=\"_blank\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der Band und schwelge in den Kl\u00e4n\u00adgen.<br>\nKopfh\u00f6r\u00ader nicht vergessen!<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>Au\u00dfer Konkur\u00adrenz laufen auch in diesem Jahr wieder einige Alben, die von offizieller Seite f\u00fcr lau zu haben sind; sie fol\u00adgen im zweit\u00aden Teil.<\/p>\n<p><span style=\"color:blue;font-size:14px;font-weight:bold\">Teil 2: <span style=\"text-decoration:underline\">Qual\u00adit\u00e4t hat keinen Preis.<\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/Steadied%20Stars%20in%20the%20Morphium%20Sky.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Our Ceas\u00ading Voice \u2014 Stead\u00adied Stars In The Mor\u00adphi\u00adum Sky EP<\/span>\n<p>Als ein\u00ader der ver\u00admut\u00adlich let\u00adzten Schreiber\u00adlinge berichte auch ich nun von dieser \u00f6ster\u00adre\u00adichis\u00adchen Postrock-\/Am\u00adbi\u00adent\u00adband. Ihr Deb\u00fct\u00adton\u00adtr\u00e4ger <span style=\"font-style:italic\">Stead\u00adied Stars In The Mor\u00adphi\u00adum Sky<\/span> war in der Erstau\u00adflage von 50 St\u00fcck recht schnell ausverkauft; bei einem <a href=\"http:\/\/cache1.bigcartel.com\/product_images\/1539762\/front2.jpg\" target=\"_blank\">der\u00adart aufw\u00e4ndi\u00adgen <span style=\"font-style:italic\">art\u00adwork<\/span><\/a> kaum \u00fcber\u00adraschend. Die Zweitau\u00adflage, eben\u00adfalls in Man\u00adu\u00adfak\u00adtur hergestellte <a href=\"http:\/\/cache0.bigcartel.com\/product_images\/1751663\/Front_Larged.jpg\" target=\"_blank\">Unikate<\/a>, ist offen\u00adbar noch zu haben.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst zur Musik: Nicht ganz eine halbe Stunde f\u00fcllt das Quar\u00adtett mit psy\u00adche\u00addelis\u00adchen Klangfl\u00e4chen, die hier und da auch mal durch Gitar\u00adren\u00adw\u00e4nde unter\u00adbrochen wer\u00adden. Das erste St\u00fcck \u201cThe Inevitable Fall\u201d baut sich langsam auf und ver\u00ads\u00adtummt auf dem H\u00f6hep\u00adunkt dann pl\u00f6t\u00adzlich. \u201cOf Lives Once Lost\u201d pl\u00e4tschert \u00fcber die gesamten 8 Minuten beina\u00adhe unauf\u00adf\u00e4l\u00adlig dahin, bis es in der Mitte abrupt explodiert, nur um sich kurz darauf wieder fl\u00e4chig auszubre\u00adit\u00aden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Ein\u00adsteiger in das Postrock\u00adgenre, die es auch mal etwas ruhiger m\u00f6gen, sind die f\u00fcnf Euro bei Gefall\u00aden recht gut investiert; die hochqual\u00adi\u00adta\u00adtive dig\u00adi\u00adtale Fas\u00adsung gibt es gratis, sozusagen zum Anfix\u00aden.<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">Bezugsquellen:<\/span><br>\nZu kaufen ist die (der?) EP <a href=\"http:\/\/ourceasingvoice.bigcartel.com\/product\/steadied-stars-in-the-morphium-sky-ep-second-run-different-design\" target=\"_blank\">hier<\/a>, herun\u00adterzu\u00adladen mit Cover\u00adbildern und Infor\u00adma\u00adtion\u00ads\u00adma\u00adte\u00adr\u00adi\u00adal auf <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/download\/SteadiedStarsInTheMorphiumSky\/SteadiedStarsInTheMorphiumSkyep.rar\" target=\"_blank\">Archive.org<\/a> oder bei <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/view.php?pid=1922\" target=\"_blank\">eMule<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/pet-slimmers-of-the-year-pet-slimmers-of-the-year-ep.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Pet Slim\u00admers of the Year \u2014 Pet Slim\u00admers of the Year EP<\/span>\n<p>Bei den <a href=\"http:\/\/www.schallgrenzen.de\/pet-slimmers-of-the-year-drei-mal-bestnote\/\" target=\"_blank\">Schall\u00adgren\u00adzen<\/a> stie\u00df ich auf diese britis\u00adche Pro\u00adgres\u00adsive-Met\u00adal-Band. Deren selb\u00adst\u00adbetitelte EP ist mit ein\u00ader hal\u00adben Stunde Laufzeit auch nicht ger\u00adade lang, aber gewaltig: Bands wie <span style=\"color:green\">Ocean\u00adsize<\/span> ver\u00adstr\u00f6\u00admen hier ihre Energie, auch <span style=\"color:green\">Tool<\/span> lassen ger\u00adade in den bass\u00adbe\u00adton\u00adten Momenten von sich h\u00f6ren. Zudem hat das Schlagzeug einen her\u00adrlichen Wumms. Die <span style=\"color:green\">Pet Slim\u00admers of the Year<\/span> nen\u00adnen ihre Musik selb\u00adst <span style=\"font-style:italic\">Post-Met\u00adal<\/span>, und in der Tat sind auch Anlei\u00adhen am Postrock zu h\u00f6ren, deut\u00adlich zum Beispiel der Span\u00adnungsauf\u00adbau im let\u00adzten St\u00fcck \u201cOne Down\u201d.<\/p>\n<p>Dieses Album ist ide\u00adal zum Ablassen aufges\u00adtauter Energie; zum wilden Herumh\u00fcpfen l\u00e4dt es ger\u00adadezu ein. Glaubt ihr nicht? H\u00f6rt selb\u00adst!<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">Bezugsquellen:<\/span><br>\nDas ganze Ding gibt es beim Net\u00adla\u00adbel <a href=\"http:\/\/www.archive.org\/details\/LostChildren060\">Lost Chil\u00addren<\/a> und nat\u00fcr\u00adlich auch bei <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/view.php?pid=1912\" target=\"_blank\">eMule<\/a> in voller .mp3-Qual\u00adit\u00e4t mit\u00adsamt <span style=\"font-style:italic\">art\u00adwork<\/span> zum Herun\u00adter\u00adladen.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/06\/cover_52151452009.jpg\"><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">maudlin of the Well \u2014 part the Sec\u00adond<\/span><br>\n<span style=\"color:red;font-style:italic\">\u201cSilence filled each sphere that from my lips escap\u2019d\u201d<\/span> (Keep Light Near You, Even When Dying)\n<p>Auf\u00adse\u00adhen erregt hat in diesem Jahr auch die R\u00fcck\u00adkehr von <span style=\"color:green\">maudlin of the Well<\/span>, aus denen 2003 die Avant\u00adgarde-Met\u00adal-Band <span style=\"color:green\">Kayo Dot<\/span> ent\u00adstand. Band\u00adchef <span style=\"color:green\">Toby Dri\u00adver<\/span> hat\u00adte noch einige unver\u00f6f\u00adfentlichte, teil\u00adweise auch noch nicht aufgenommene St\u00fccke im Archiv und teilte dies der \u00d6ffentlichkeit mit. Die Fre\u00adunde der Band spende\u00adten ein wenig finanziellen Zuschuss, und schon wurde ein neues \u2014 wom\u00ad\u00f6glich nun das let\u00adzte \u2014 Album pro\u00adduziert.<\/p>\n<p>Bis auf das let\u00adzte Wort kon\u00adse\u00adquent klein geschrieben, wie \u00fcbri\u00adgens auch der Name des Albums, agiert das Quin\u00adtett neb\u00adst vier Gast\u00admusik\u00adern auf den f\u00fcnf St\u00fcck\u00aden sehr abwech\u00adslungsre\u00adich und lassen nur sel\u00adten passende Ver\u00adgle\u00adiche zu. Die Stim\u00admung auf dem Album wird getra\u00adgen von Stre\u00adich\u00adern und <span style=\"color:green\">Dri\u00adver<\/span>s Gesang.<\/p>\n<p>M\u00fcssen\u2019s unbe\u00add\u00adingt Ver\u00adgle\u00adiche sein? Nun gut: Das erste St\u00fcck mit dem sper\u00adri\u00adgen Titel \u201cExcerpt from 6,000,000,000,000 Miles Before the First, or, the Revis\u00adi\u00adta\u00adtion of the Blue Ghost\u201d begin\u00adnt mit einem retro\u00adprog\u00ada\u00adr\u00adti\u00adgen Instru\u00admen\u00adtal\u00adteil, bis die Stre\u00adich\u00ader ein\u00adset\u00adzen und wieder ver\u00ads\u00adtum\u00admen, um den Haupt\u00adteil des St\u00fcck\u00ades einzuleit\u00aden, der nach <span style=\"color:green\">Pink Floyd<\/span> (in der <span style=\"font-style:italic\">Med\u00addle<\/span>-Phase) kl\u00e4nge, w\u00e4re da nicht der w\u00e4rmere, unauf\u00addringliche Gesang. Der Refrain des St\u00fcck\u00ades erzeugt G\u00e4nse\u00adhaut und erin\u00adnert an \u201cHurt\u201d von den <span style=\"color:green\">Nine Inch Nails<\/span>, ist aber weit weniger elek\u00adtro\u00adn\u00adisch. Nach der zweit\u00aden Stro\u00adphe und dem erneuten Refrain fol\u00adgt der Mit\u00adtel\u00adteil mit anschwellen\u00adden Stre\u00adich\u00adern zu Bass- und Schlagzeu\u00adgun\u00adter\u00admalung, der in einen <span style=\"color:green\">Yes<\/span>-arti\u00adgen Teil m\u00fcn\u00addet, bald aber wieder in den Grun\u00addrhyth\u00admus des Liedes \u00fcberge\u00adht und bis zum Ende des St\u00fcck\u00ades in einem wieder etwas lauteren, vom Space\u00adrock inspiri\u00aderten Teil mit <span style=\"color:green\">David-Gilmour<\/span>-Gitarre ausklingt.<\/p>\n<p>Das vierte St\u00fcck \u201cClover Gar\u00adland Island\u201d ste\u00adht mit seinen verz\u00ader\u00adrten Gitar\u00adren\u00adsoli und seinem jeden\u00adfalls mich an <span style=\"color:green\">The Cure<\/span> erin\u00adnern\u00adden, wein\u00ader\u00adlichen Gesang in Kon\u00adtrast hierzu, eben\u00adfalls der zwis\u00adchen Pro\u00adgres\u00adsive Met\u00adal und Neo\u00adprog anzusiedel\u00adnde Schluss von \u201cRose Quartz Turn\u00ading to Glass\u201d. Wie erw\u00e4h\u00adnt: Es ist schwierig, hier Ver\u00adgle\u00adiche zu find\u00aden, und \u00fcber eine Genre-Einord\u00adnung wage ich lieber gar nicht erst zu entschei\u00adden, auch <a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?albumId=9848&amp;content=review\" target=\"_blank\">Sig\u00adgy Zielin\u00ads\u00adki<\/a> schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Auf \u201cpart the Sec\u00adond\u201d \u00fcber\u00adwiegen ein\u00addeutig san\u00adfte, eventuell durch <span style=\"color:green\">Pink Floyd<\/span> inspiri\u00aderte T\u00f6ne, die sich mit har\u00admonis\u00adchem Kam\u00admer\u00adrock und melodi\u00f6sem Postrock ver\u00admis\u00adchen. M\u00f6glicher\u00adweise r\u00fcck\u00aden die ein\u00adfall\u00adsre\u00adichen, leicht orches\u00adtral ange\u00adhaucht\u00aden Arrange\u00adments das Pro\u00adjekt in die N\u00e4he von New ArtRock. Chorges\u00e4nge, Geigen, Sax\u00adophon und akustis\u00adche Gitarre geh\u00f6ren eben\u00adso zum Klang\u00adbild, wie einige reich\u00adlich Retro\u00adprog \u00e4hnel\u00adnde Pas\u00adsagen. [\u2026] Der H\u00f6r\u00ader weiss bei <span style=\"color:green\">motW<\/span> anno 2009 eben nicht, ob er als N\u00e4ch\u00adstes postrock\u00adige, sym\u00adphonis\u00adche, retro\u00adprog\u00adgige oder sonst\u00adwie geart\u00adete Ein\u00adf\u00e4lle zu h\u00f6ren bekommt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer sich von all der Abwech\u00adslung nicht abgeschreckt f\u00fchlt, der sollte ein Rein\u00adh\u00f6ren riskieren. Es lohnt sich.<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">Bezugsquellen:<\/span><br>\nDas Album ist als .mp3, .flac oder .wav auf der <a href=\"http:\/\/maudlinofthewell.net\" target=\"_blank\">Inter\u00adnet\u00adseite zum Album<\/a> herun\u00adterzu\u00adladen, in ersteren bei\u00adden For\u00admat\u00aden auch bei <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/view.php?pid=1986\" target=\"_blank\">eMule<\/a>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>Au\u00dfer den oben aufge\u00adf\u00fchrten erfreulichen musikalis\u00adchen Werken gab es in diesem Jahr bis\u00adlang auch eher uner\u00adfreuliche Musikalien, f\u00fcr die die diversen Musikzeitschriften und Onlineme\u00addi\u00aden eine Kaufempfehlung aussprachen, die aber in meinem H\u00f6rtest ent\u00adt\u00e4uschend unin\u00adspiri\u00adert und lang\u00adweilig abschnit\u00adten. Als Kau\u00adfab\u00adschreck\u00adung daher nun fol\u00adgende Liste, unbe\u00adbildert und in Kurz\u00adform:<\/p>\n<p><span style=\"color:blue;font-size:14px;font-weight:bold\">Teil 3: <span style=\"text-decoration:underline\">Ent\u00adt\u00e4uschun\u00adgen und Fehlk\u00e4ufe.<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Gaz\u00adpa\u00adcho \u2014 Tick Tock<\/span><br>\nLang\u00adweiliges Album, das jeden\u00adfalls auf mich recht ein\u00adschl\u00e4fer\u00adnd wirkt.<\/li>\n<li><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Pure Rea\u00adson Rev\u00ado\u00adlu\u00adtion \u2014 Amor Vincit Omnia<\/span><br>\nObwohl ich den Titel des Albums dur\u00adchaus guthei\u00dfen kann, spie\u00adlen \u201cPRR\u201d hier zu viel mit 80er-Syn\u00adthies. Nach dem tollen Vorg\u00e4nger eine echte Ent\u00adt\u00e4uschung.<\/li>\n<li><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Lob\u00adster New\u00adberg \u2014 Actress<\/span><br>\nDas Feuil\u00adleton preist diese Band als let\u00adzten Schrei, ich fand\u2019s zum Schreien. Zu kraft\u00adlos, um nach\u00adhaltig zu wirken.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span style=\"color:blue;font-size:14px;font-weight:bold\">Teil 4: <span style=\"text-decoration:underline\">R\u00fcckschau 1969 \u2014 2009.<\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 40 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Ihre Kinder \u2014 Ihre Kinder<\/span><br>\n1969 war ein Jahr, das die Musikgeschichte nach\u00adhaltig ver\u00e4n\u00addert hat: Das Fes\u00adti\u00adval nahe Wood\u00adstock stellte das let\u00adzte Auf\u00adb\u00e4u\u00admen der Hip\u00adpiegen\u00ader\u00ada\u00adtion dar, die im Jahr zuvor ihre Hoch\u00adphase erlebt hat\u00adte, <span style=\"color:green\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span>, nun ohne <span style=\"color:green\">John Cale<\/span>, nah\u00admen auf Weisung ihres neuen Man\u00adagers erst\u00admals ein nahezu unex\u00adper\u00adi\u00admentelles Album auf und in Gro\u00dfbri\u00adtan\u00adnien erfan\u00adden <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span> mit ihrem Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum den Pro\u00adgres\u00adsive Rock. Auch in Deutsch\u00adland begann das Jahrzehnt des \u201cKrautrocks\u201d nur wenig sp\u00e4ter; deutschsprachige Texte wur\u00adden unter anderem von der N\u00fcrn\u00adberg\u00ader Band <span style=\"color:green\">Ihre Kinder<\/span> ver\u00adbre\u00adit\u00adet, die gesellschaft\u00adskri\u00adtis\u00adche The\u00admen wie Dro\u00adgen\u00admiss\u00adbrauch und Apartheid besan\u00adgen, ohne dabei radikal zu wer\u00adden wie <span style=\"color:green\">Ton Steine Scher\u00adben<\/span> zwei Jahre sp\u00e4ter. <span style=\"color:green\">Ihre Kinder<\/span>, die selb\u00adst nur noch wenige Jahre bestanden, wur\u00adden somit zum Vor\u00adre\u00adit\u00ader f\u00fcr eine ganze Gen\u00ader\u00ada\u00adtion an deutschsprachi\u00adgen Rock\u00admusik\u00adern, die die Hit\u00adpa\u00adraden der n\u00e4ch\u00adsten Jahre beherrschen soll\u00adten.<\/li>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 30 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">The Clash \u2014 Lon\u00addon Call\u00ading<\/span><br>\nIm gle\u00adichen Jahr, in dem <span style=\"color:green\">Pink Floyd<\/span> ihr wohl ambi\u00adtion\u00adiertestes Werk <span style=\"font-style:italic\">The Wall<\/span> auf\u00adnah\u00admen, hat\u00adte die Punkszene in ihrem Heimat\u00adland Gro\u00dfbri\u00adtan\u00adnien den Pro\u00adgres\u00adsive Rock eigentlich l\u00e4ngst abgel\u00f6st. Eine beson\u00adders ein\u00adflussre\u00adiche Band aus diesem Genre war <span style=\"color:green\">The Clash<\/span>, deren drittes Album <span style=\"font-style:italic\">Lon\u00addon Call\u00ading<\/span> als ein\u00ader der Meilen\u00adsteine des Punkrock gilt und mit \u201cThe Guns of Brix\u00adton\u201d einen der bekan\u00adntesten Titel der Band enth\u00e4lt, den sp\u00e4ter auch <span style=\"color:green\">Die Toten Hosen<\/span> gecovert haben. Auch andere Musik\u00adstile sind zu h\u00f6ren; so ist zum Beispiel \u201cSpan\u00adish Bombs\u201d, das sich mit dem spanis\u00adchen B\u00fcrg\u00aderkrieg befasst, im Reg\u00adgaestil gehal\u00adten. Einen \u00e4hn\u00adlichen Erfolg kon\u00adnten <span style=\"color:green\">The Clash<\/span> erst wieder drei Jahre sp\u00e4ter mit <span style=\"font-style:italic\">Com\u00adbat Rock<\/span> erzie\u00adlen, den\u00adnoch bleibt <span style=\"font-style:italic\">Lon\u00addon Call\u00ading<\/span> die Blau\u00adpause f\u00fcr viele weit\u00adere Bands, die sich sp\u00e4ter auf seinen Ein\u00adfluss berufen soll\u00adten.<\/li>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 20 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Ander\u00adson Bru\u00adford Wake\u00adman Howe \u2014 Ander\u00adson Bru\u00adford Wake\u00adman Howe<\/span><br>\nDie Wieder\u00adent\u00addeck\u00adung des Pro\u00adgres\u00adsive Rock durch Bands wie <span style=\"color:green\">Mar\u00adil\u00adlion<\/span> ver\u00adschaffte auch Bands wie <span style=\"color:green\">Yes<\/span> wieder gr\u00f6\u00dfere Pop\u00adu\u00adlar\u00adit\u00e4t. 1989 waren <span style=\"color:green\">Yes<\/span> allerd\u00adings durch zahlre\u00adiche Umbe\u00adset\u00adzun\u00adgen l\u00e4ngst im Pop ange\u00adlangt, vom urspr\u00fcnglichen <span style=\"color:green\">Yes<\/span>-Stil war in Liedern wie <a href=\"http:\/\/last.fm\/music\/Yes\/_\/Owner+of+a+Lonely+Heart\" target=\"_blank\">Own\u00ader of a Lone\u00adly Heart<\/a> nur noch der markante Bass zu h\u00f6ren. Der Ver\u00adsuch von S\u00e4nger <span style=\"color:green\">Jon Ander\u00adson<\/span>, die an dem erfol\u00adgre\u00adichen Album <span style=\"font-style:italic\">Frag\u00adile<\/span> (1972) beteiligte Beset\u00adzung wieder zusam\u00admen\u00adzuf\u00fchren, scheit\u00aderte am Wider\u00adstand von Bassist <span style=\"color:green\">Chris Squire<\/span>, der die Namen\u00adsrechte an <span style=\"color:green\">Yes<\/span> besa\u00df. Kurz\u00ader\u00adhand ver\u00adlie\u00df <span style=\"color:green\">Ander\u00adson<\/span> die Band, um mit <span style=\"color:green\">Bill Bru\u00adford<\/span>, <span style=\"color:green\">Rick Wake\u00adman<\/span> und <span style=\"color:green\">Steve Howe<\/span> unter dem K\u00fcrzel <span style=\"color:green\">ABWH<\/span> sein Vorhaben umzuset\u00adzen. Das Ergeb\u00adnis war ein Album, das sich wieder st\u00e4rk\u00ader am Pro\u00adgres\u00adsive Rock ori\u00aden\u00adtierte und mit dem von <span style=\"color:green\">Tony Levin<\/span> gespiel\u00adten Bass auch an den alten Stil ankn\u00fcpfen kon\u00adnte. Es sollte vor\u00adl\u00e4u\u00adfig das let\u00adzte Album dieser Art bleiben: 1991 kon\u00adnte mit dem Album <span style=\"font-style:italic\">Union<\/span> die angestrebte Vere\u00adini\u00adgung bei\u00adder Beset\u00adzun\u00adgen vol\u00adl\u00adzo\u00adgen wer\u00adden, die merk\u00adliche Spiel\u00adfreude auf \u201c<span style=\"font-style:italic\">ABWH<\/span>\u201d kon\u00adnte aber erst 2001 mit dem bis\u00adlang let\u00adzten Album <span style=\"font-style:italic\">Mag\u00adni\u00adfi\u00adca\u00adtion<\/span> wieder erre\u00adicht wer\u00adden.<\/li>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 10 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Red Hot Chili Pep\u00adpers \u2014 Cal\u00adi\u00adfor\u00adni\u00adca\u00adtion<\/span><br>\nGegen Ende der 90-er Jahre ori\u00aden\u00adtierte man sich nach eini\u00adgen Jahren der schlicht\u00aden Pop\u00admusik wieder st\u00e4rk\u00ader am Rock der 70-er Jahre, ver\u00adsuchte dabei jedoch, m\u00f6glichst eigen\u00adst\u00e4ndig zu wirken. Die <span style=\"color:green\">Red Hot Chili Pep\u00adpers<\/span> waren hier\u00adbei recht erfol\u00adgre\u00adich, sie schufen das Genre des \u201cFunkrock\u201d, das Dis\u00adco- und Hardrock-Ein\u00adfl\u00fcsse vere\u00adinte. Neben der Sin\u00adgleauskop\u00adplung \u201cCal\u00adi\u00adfor\u00adni\u00adca\u00adtion\u201d bietet das eben\u00adso benan\u00adnte Album mit dem weniger bekan\u00adnten \u201cScar Tis\u00adsue\u201d auch ein weit\u00aderes grandios\u00ades Lied, das noch immer regelm\u00e4\u00dfig von diversen Radiosendern gespielt wird. Die Entwick\u00adlung der Band zu einem h\u00e4rteren, exper\u00adi\u00admentellen Stil nahm mit diesem Album ihren Anfang und fand ihren vor\u00adl\u00e4u\u00adfi\u00adgen H\u00f6hep\u00adunkt im Nach\u00adfol\u00adgeal\u00adbum <span style=\"font-style:italic\">By the Way<\/span>; das aktuelle <span style=\"font-style:italic\">Sta\u00addi\u00adum Arca\u00addi\u00adum<\/span> ent\u00adfer\u00adnt sich wieder ein wenig von dieser Rich\u00adtung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das war es auch schon wieder f\u00fcr\u2019s Erste; aber wir haben ja noch ein paar Monate vor uns, bevor das Jahr zu Ende geht.<br>\nIch hoffe, euch bis dahin eine neue Liste pr\u00e4sen\u00adtieren zu k\u00f6n\u00adnen, zum Beispiel mit dem neuen Album von <span style=\"color:green\">Por\u00adcu\u00adpine Tree<\/span>, das am 18. Sep\u00adtem\u00adber erscheint.<\/p>\n<p>Der\u00adweil danke f\u00fcr die Aufmerk\u00adsamkeit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 3 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Liebe Leser, das Jahr 2009 ist nun\u00admehr nicht mehr ganz neu, und so hat\u00adten willige Musik\u00ader bere\u00adits viel Zeit, neue vortr\u00ade\u00adf\u00adfliche und weniger vortr\u00ade\u00adf\u00adfliche Kl\u00e4nge zu pro\u00adduzieren. Wie bere\u00adits vor unge\u00adf\u00e4hr einem Jahr und ein halbes Jahr sp\u00e4ter m\u00f6chte ich auch heute beson\u00adders beein\u00addruck\u00adende Musikalben, die in diesem Jahr ver\u00f6f\u00adfentlicht wur\u00adden, bewer\u00adben und anschlie\u00dfend ein \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/06\/musik-06-2009-favoriten-und-analyse\/\" class=\"more-link\">\u2018Musik 06\/2009 \u2014 Favoriten und Analyse\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[14,17],"tags":[],"series":[33],"class_list":["post-640","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kaufbefehle","category-musikkritik","series-jahresrueckblick"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"9b9f56d1c2ff46e39b315dac6ed4c49e","server":"vg07.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/9b9f56d1c2ff46e39b315dac6ed4c49e"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/640","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=640"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/640\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=640"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=640"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=640"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=640"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}