{"id":4529,"date":"2011-04-29T08:00:27","date_gmt":"2011-04-29T06:00:27","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=4529"},"modified":"2011-04-29T03:48:22","modified_gmt":"2011-04-29T01:48:22","slug":"van-der-graaf-generator-a-grounding-in-numbers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/04\/van-der-graaf-generator-a-grounding-in-numbers\/","title":{"rendered":"Van der Graaf Generator \u2014 A Grounding in Numbers"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Van-der-Graaf-Generator-A-Grounding-in-Numbers.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Van-der-Graaf-Generator-A-Grounding-in-Numbers-120x120.jpg\" alt title=\"Van der Graaf Generator - A Grounding in Numbers\" width=\"120\" height=\"120\" style=\"padding-left:0.5em\" class=\"alignright size-thumbnail wp-image-4530\" srcset=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Van-der-Graaf-Generator-A-Grounding-in-Numbers-120x120.jpg 120w, https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Van-der-Graaf-Generator-A-Grounding-in-Numbers-300x300.jpg 300w, https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Van-der-Graaf-Generator-A-Grounding-in-Numbers-92x92.jpg 92w, https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Van-der-Graaf-Generator-A-Grounding-in-Numbers.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 120px) 100vw, 120px\"><\/a>J\u00fcngst lauschte ich dem neuen Werk \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d der britis\u00adchen Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Leg\u00adende Van der Graaf Gen\u00ader\u00ada\u00adtor und sah Poten\u00adzial f\u00fcr einen kurzen Ver\u00adriss mein\u00ader\u00adseits. Er fol\u00adgt:<\/p>\n<p>Die Geschichte Van der Graaf Gen\u00ader\u00ada\u00adtors ist bewegt, bedenkt man, dass die Band sich seit ihrem Beste\u00adhen mehrfach aufgel\u00f6st und umbe\u00adset\u00adzt hat und zwis\u00adchen zwei Stu\u00addioal\u00adben (\u201cThe Qui\u00adet Zone\/The Plea\u00adsure Dome\u201d, 1977, und \u201cPresent\u201d, 2005) auch schon mal 28 Jahre vergin\u00adgen. Anders als etwa King Crim\u00adson, deren Geschichte \u00e4hn\u00adlich ver\u00adlief, hat\u00adten \u201cVdGG\u201d aber auch mit ver\u00e4n\u00addert\u00ader Instru\u00admen\u00adtierung nie ihren Stil als Marken\u00adze\u00adichen, das leicht d\u00fcster-the\u00adatralis\u00adche Dra\u00adma in Musik\u00adform, aufgegeben, was wohl auch der Stimme Peter Ham\u00admills zu ver\u00addanken ist, dem nicht umson\u00adst unheil\u00advolle Beina\u00admen wie \u201cKing of Fear\u201d, \u201cK\u00f6nig der Angst\u201d also, angedichtet wer\u00adden.<\/p>\n<p>Nun also ist \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d das neue Album der zum Trio geschrumpften Band (Sax\u00ado\u00adphon\u00adist David Jack\u00adson hat\u00adte bere\u00adits nach \u201cPresent\u201d zum wieder\u00adholten Mal aus unbekan\u00adntem Grund seinen Hut genom\u00admen), und es ist ein Konzep\u00adtal\u00adbum zum The\u00adma Math\u00ade\u00admatik gewor\u00adden.<\/p>\n<p>Die Texte Van der Graaf Gen\u00ader\u00ada\u00adtors waren ja schon immer etwas boden\u00adst\u00e4ndi\u00adger als die von Gen\u00adrekol\u00adle\u00adgen wie Yes, sieht man von deren Popaus\u00adf\u00e4llen ein\u00admal ab, insofern ist das eigentlich noch keine Erw\u00e4h\u00adnung wert. Was aber \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d anzuh\u00f6ren ist, ist ein beina\u00adhe schon radikaler Schnitt in allem, was die Musik der Band einst ausze\u00adich\u00adnete.<\/p>\n<p>R\u00fcck\u00adblende: Nach dem dro\u00adgen\u00adschwan\u00adgeren Psy\u00adche\u00addel\u00adic-Rock-Deb\u00fct \u201cThe Aerosol Grey Machine\u201d von 1969 wandten sich \u201cVdGG\u201d in neuer Beset\u00adzung dem Pro\u00adgres\u00adsive Rock zu und ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden eine Rei\u00adhe von leg\u00adend\u00e4ren Alben wie \u201cH to He who Am the Only One\u201d von 1970, deren markan\u00adtestes Merk\u00admal die Instru\u00admen\u00adtierung (Orgel\/Basspedal, Schlagzeug, Sax\u00adophon, sel\u00adten Gitarre) ist. Sax\u00ado\u00adphon\u00adist David Jack\u00adson wurde sp\u00e4ter von einem Vio\u00adlin\u00adis\u00adten vertreten, wodurch die mitunter Angst ein\u00adfl\u00f6\u00dfende Stimme von Peter Ham\u00admill noch apoka\u00adlyp\u00adtis\u00adch\u00ader <span style=\"font-style:italic\">(ist das ein Wort?)<\/span> wirk\u00adte.<\/p>\n<p>Und jet\u00adzt also: \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d, nach \u201cTri\u00adsec\u00adtor\u201d das zweite Album in Tri\u00adobe\u00adset\u00adzung, aber was auf \u201cTri\u00adsec\u00adtor\u201d noch wirk\u00adte, n\u00e4m\u00adlich statt des Sax\u00adophons Gitarre und Orgel als Klang bes\u00adtim\u00admende Instru\u00admente zu ver\u00adwen\u00adden, schl\u00e4gt auf \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d fehl. In ein\u00ader anderen Rezen\u00adsion las ich, \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d sei in der \u201cVdGG\u201d-Diskografie so etwas wie \u201cRoad Salt One\u201d in der von Pain of Sal\u00adva\u00adtion: Statt in epis\u00adch\u00ader Bre\u00adite Geschicht\u00aden zu erz\u00e4hlen, konzen\u00adtri\u00adert sich die Band auf kurze Lieder und geht dabei so sp\u00e4r\u00adlich wie m\u00f6glich vor. In gewiss\u00ader Weise hat \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d die Merk\u00admale von Peter-Ham\u00admill-Soloal\u00adben, die auch stets eher zer\u00adbrech\u00adlich als bedrohlich wirken.<\/p>\n<p>\u00dcber\u00adhaupt ist mir nach Ablauf der fast 49 Minuten \u2014 und immer\u00adhin 13 kurzen St\u00fccke \u2014 nicht so ganz klar, was ich nun von dem Album hal\u00adten soll. W\u00e4re da nicht das \u00fcber\u00adra\u00adgende, lei\u00adder nicht repr\u00e4sen\u00adta\u00adtive \u201cMr. Sands\u201d, ich h\u00e4tte wohl besten\u00adfalls die Achseln gezuckt. Instru\u00admen\u00adtale Ambi\u00adentst\u00fccke statt extro\u00advertiert\u00ader Dra\u00admatik; habe ich verse\u00adhentlich das falsche Album im Spiel\u00ader? Ich schaue noch ein\u00admal nach: Nein, es stimmt.<\/p>\n<p>Ja, \u201cA Groud\u00ading in Num\u00adbers\u201d ist Kun\u00adst, ein Musikalbum, das sich mit der Math\u00ade\u00admatik befasst; sozusagen schon Metakun\u00adst. Ich bin kein Kun\u00adstken\u00adner und ich geste\u00adhe jed\u00ader Kun\u00adst zu, dass sie Meis\u00adter\u00adw\u00aderke her\u00advor\u00adbrin\u00adgen kann. Kunst\u00adwerke, die ich nicht ver\u00adste\u00adhe, lobe ich allerd\u00adings auch nicht ehrf\u00fcrchtig, son\u00addern ich lasse sie links oder rechts liegen und warte, bis irgendw\u00ader sie wegr\u00e4umt. Und genau so geht es mir mit diesem Album: Ich lasse es nun liegen und warte, bis es ver\u00adstaubt.<\/p>\n<p>Vielle\u00adicht werde ich es sp\u00e4ter noch ein\u00admal her\u00advorkra\u00admen und den \u201cAha!\u201d-Moment erleben, so \u00e4hn\u00adlich ging es mir vor einiger Zeit ja auch mit King Crim\u00adsons \u201cLizard\u201d. Man schimpfe mich einen Banau\u00adsen, aber hier und jet\u00adzt ringt es mir nur ein G\u00e4h\u00adnen ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>J\u00fcngst lauschte ich dem neuen Werk \u201cA Ground\u00ading in Num\u00adbers\u201d der britis\u00adchen Pro\u00ad\u00adgres\u00ad\u00adsive-Rock-Leg\u00adende Van der Graaf Gen\u00ader\u00ada\u00adtor und sah Poten\u00adzial f\u00fcr einen kurzen Ver\u00adriss mein\u00ader\u00adseits. Er fol\u00adgt: Die Geschichte Van der Graaf Gen\u00ader\u00ada\u00adtors ist bewegt, bedenkt man, dass die Band sich seit ihrem Beste\u00adhen mehrfach aufgel\u00f6st und umbe\u00adset\u00adzt hat und zwis\u00adchen zwei Stu\u00addioal\u00adben (\u201cThe Qui\u00adet \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/04\/van-der-graaf-generator-a-grounding-in-numbers\/\" class=\"more-link\">\u2018Van der Graaf Gen\u00ader\u00ada\u00adtor \u2014 A Ground\u00ading in Num\u00adbers\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[17],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-4529","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musikkritik"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4529","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4529"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4529\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4529"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4529"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4529"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=4529"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}