{"id":4517,"date":"2011-04-25T22:31:25","date_gmt":"2011-04-25T20:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=4517"},"modified":"2011-04-29T10:48:13","modified_gmt":"2011-04-29T08:48:13","slug":"mitgefuhl-fur-donald-duck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/04\/mitgefuhl-fur-donald-duck\/","title":{"rendered":"Mitgef\u00fchl f\u00fcr Donald Duck"},"content":{"rendered":"<p>Kein Men\u00adsch ist per\u00adfekt. Per\u00adfek\u00adtion ist etwas, was den Men\u00adschen wie ein unerr\u00ade\u00adich\u00adbares Ide\u00adal eigentlich sein Leben lang ver\u00adfol\u00adgt; beziehungsweise, genau genom\u00admen, ander\u00adsherum. Und ger\u00adade, wenn man sich der eige\u00adnen Unper\u00adfek\u00adtion bewusst ist, ist es ver\u00admeintlich um so wichtiger, nicht im Still\u00adstand zu ver\u00adhar\u00adren, son\u00addern sich immer wieder qua\u00adsi selb\u00adst neu zu erfind\u00aden.<\/p>\n<p>Oft geht das aber gr\u00fcndlich schief. Vor Jahren gab es einen kurzen Don\u00adald-Duck-Com\u00adic, der unge\u00adf\u00e4hr so ging: Don\u00adald hil\u00adft sein\u00ader Fre\u00adundin Daisy dabei, ihr Haus umzugestal\u00adten, und fol\u00adgt hierzu ihrer Bitte, das \u2014 nat\u00fcr\u00adlich \u2014 schw\u00ader\u00adste M\u00f6bel\u00adst\u00fcck des Zim\u00admers an eine andere Stelle zu r\u00fcck\u00aden. Jed\u00ader neue Stellplatz aber miss\u00adf\u00e4llt Daisy, und schlie\u00dflich, als Don\u00adald l\u00e4ngst au\u00dfer Atem ist, beschlie\u00dft sie, dass er es wieder dort, wo es urspr\u00fcnglich stand, hin\u00adtra\u00adgen solle, denn dort hat\u00adte es ihr am besten gefall\u00aden. Damit endet die Geschichte.<\/p>\n<p>Manch\u00admal erlebt ein Men\u00adsch Momente, von denen er sich w\u00fcn\u00adscht, dass sie nie verge\u00adhen m\u00f6gen. Sobald sie vor\u00fcber sind, erw\u00e4chst in ihm der Wun\u00adsch, diesen Moment noch ein\u00admal zu erleben. Wenn diese gl\u00fcck\u00adlichen Momente aber Momente der Zweisamkeit sind, obliegt es nicht allein dem eige\u00adnen <span style=\"font-style:italic\">inneren Schweine\u00adhund<\/span>, son\u00addern dem Kon\u00adsens, einen \u00e4hn\u00adlichen Zus\u00adtand wieder her\u00adbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wie gern ist man da geneigt, gewohnte Ver\u00adhal\u00adtensweisen, wenn n\u00f6tig, abzule\u00adgen! Wenn der selb\u00adst vom Lauf der Zeit geze\u00adich\u00adnete Part\u00adner, mit dem man gemein\u00adsam n\u00e4chte\u00adlang das Leben genoss und, kaum war diese Zeit vor\u00fcber, wegen dessen man allein n\u00e4chte\u00adlang am Leben zer\u00adbrach, nun als Faustp\u00adfand f\u00fcr die Ewigkeit erwartet, dass man sein Selb\u00adst in den Dienst der Zweisamkeit stellt, dann wirft man nur allzu gern alle lieb gewor\u00adde\u00adnen Gewohn\u00adheit\u00aden \u00fcber Bord, winkt doch zum Tausch gegen Alt\u00adlas\u00adten die Frei\u00adheit des Herzens.<\/p>\n<p>Was ist nun aber zu tun, wenn es let\u00adzten Endes doch die abgelegten Alt\u00adlas\u00adten sind, die der Part\u00adner ver\u00admisst?<br>\nWenn jed\u00ader Schritt im Bewusst\u00adsein ander\u00ader ein Schritt in die falsche Rich\u00adtung ist, ist dann nicht der Still\u00adstand der beste, weil einzig kom\u00adpro\u00admiss\u00adf\u00e4hige aller Lebenswege?<\/p>\n<p>Aus dem Leben Don\u00adald Ducks, so fik\u00adtiv es auch sein mag, kann man vieles ler\u00adnen; und es bess\u00ader machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Men\u00adsch ist per\u00adfekt. Per\u00adfek\u00adtion ist etwas, was den Men\u00adschen wie ein unerr\u00ade\u00adich\u00adbares Ide\u00adal eigentlich sein Leben lang ver\u00adfol\u00adgt; beziehungsweise, genau genom\u00admen, ander\u00adsherum. Und ger\u00adade, wenn man sich der eige\u00adnen Unper\u00adfek\u00adtion bewusst ist, ist es ver\u00admeintlich um so wichtiger, nicht im Still\u00adstand zu ver\u00adhar\u00adren, son\u00addern sich immer wieder qua\u00adsi selb\u00adst neu zu erfind\u00aden. Oft geht \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/04\/mitgefuhl-fur-donald-duck\/\" class=\"more-link\">\u2018Mit\u00adge\u00adf\u00fchl f\u00fcr Don\u00adald Duck\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-4517","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-persoenliches"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4517","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4517"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4517\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4517"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4517"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4517"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=4517"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}