{"id":4468,"date":"2011-04-14T11:58:15","date_gmt":"2011-04-14T09:58:15","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=4468"},"modified":"2011-05-22T18:07:19","modified_gmt":"2011-05-22T16:07:19","slug":"lucien-dubuis-trio-auserdem-neues-von-yes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/04\/lucien-dubuis-trio-auserdem-neues-von-yes\/","title":{"rendered":"Lucien Dubuis Trio, au\u00dferdem: Neues von Yes!"},"content":{"rendered":"<p>Auf den <a href=\"http:\/\/www.babyblaue-seiten.de\/index.php?bandId=4337&amp;content=band\">Baby\u00adblauen Seit\u00aden<\/a> fand ich heute Nacht das Lucien Dubuis Trio, ein instru\u00admen\u00adtales Trio (ach was?) aus der Schweiz. Die drei Musizis\u00adten spie\u00adlen einen Jaz\u00adzrock, der dem H\u00f6r\u00ader die Geh\u00f6rg\u00e4nge frei\u00adpustet. Im Falle des Zweitlings \u201cTovo\u00adrak\u201d <a href=\"http:\/\/www.babyblaue-seiten.de\/album_11434.html\">liest sich<\/a> das zum Beispiel so:<\/p>\n<blockquote><p>Lucien Dubuis ent\u00adlockt seinem Instru\u00adment die man\u00adnig\u00adfaltig\u00adsten T\u00f6ne, die zu beschreiben keine Sprache der Welt gen\u00fc\u00adgend W\u00f6rter bere\u00adi\u00adth\u00e4lt. In allen Vari\u00ada\u00adtio\u00adnen von Knur\u00adren, Brum\u00admen, Tr\u00f6ten, Qui\u00adetschen und Zwitsch\u00adern (tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich!) wird das Sax\u00ado\u00adfon mal\u00adtr\u00e4tiert, und es w\u00fcrde mich nicht wun\u00addern, wenn es w\u00e4hrend der Auf\u00adnah\u00admen geschmolzen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Gele\u00adgentlich greift Lucien Dubuis auch zur Kon\u00adtra-Bassklar\u00adinette, ein Instru\u00adment, dessen Ausse\u00adhen eher an ein Abflussrohr gemah\u00adnt \u2014 und das auch genau so klingt! Ger\u00adadezu unterirdisch sind die brum\u00admenden, knur\u00adren\u00adden, knarzen\u00adden T\u00f6ne, die er damit her\u00advor\u00adbringt, und die dur\u00adchaus mal mit lock\u00ader swin\u00adgen\u00adden oder gar Reggea-arti\u00adgen Rhyth\u00admen kom\u00adbiniert wer\u00adden. Eine orig\u00adinelle Mix\u00adtur!<\/p>\n<p>Nun ist hier keineswegs ein Musik\u00ader auf Egotrip unter\u00adwegs, Dubuis\u2019 Mit\u00adstre\u00adit\u00ader sind alles andere als blo\u00dfe Rhyth\u00admus\u00adge\u00adber. Roman Nowka l\u00e4sst den Bass rumpeln, pumpen, h\u00fcpfen und poltern, Lionel Friedli wuselt best\u00e4ndig \u00fcber die Felle. Dabei haben es die drei nicht per\u00adma\u00adnent auf hals\u00adbrecherisches Tem\u00adpo oder ohren\u00adbet\u00e4uben\u00adden L\u00e4rm abge\u00adse\u00adhen; zwar gibt es brachiale Attack\u00aden wie das punkig-aggres\u00adsive Insom\u00adnie (dabei schl\u00e4ft man garantiert nicht ein!), das Trio hat aber auch leis\u00adere und langsamere T\u00f6ne im Pro\u00adgramm \u2014 nur dass diese genau so kantig, schroff und ver\u00adtrackt aus den Box\u00aden purzeln und die Trom\u00admelfelle des H\u00f6r\u00aders ver\u00adknoten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die ersten bei\u00adden Alben, \u201cSumo\u201d und eben \u201cTovo\u00adrak\u201d, sind mit\u00adtler\u00adweile ausverkauft, daf\u00fcr kann man sie gratis und legal von <a href=\"http:\/\/www.luciendubuistrio.ch\/music\">der Web\u00adsite der Band<\/a> oder via <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/search.php?s=lucien+dubuis+trio&amp;cat=all&amp;rel=1&amp;search_option=simple&amp;network=edonkey&amp;go=Search\">eMule<\/a> herun\u00adter\u00adladen. W\u00e4rm\u00adstens emp\u00adfohlen!<\/p>\n<p>Und da wir ger\u00adade bei Musik waren: K\u00fcr\u00adzlich hat\u00adte ich \u00fcber das bis dato let\u00adzte Stu\u00addioal\u00adbum von Yes <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/01\/die-rehabilitation-einer-institution-yes-magnification\/\" title=\"Die Rehabilitation einer Institution: Yes \u2013 Magnification\">berichtet<\/a>, jet\u00adzt, zehn Jahre nach dessen Ver\u00f6f\u00adfentlichung, rat\u00adtern die Nachrich\u00adt\u00adentick\u00ader qua\u00adsi im Stun\u00adden\u00adtakt und liefern Berichte \u00fcber Neuigkeit\u00aden im Yes-Uni\u00adver\u00adsum.<\/p>\n<p>Die Geschichte von Yes war schon immer, King Crim\u00adson nicht un\u00e4hn\u00adlich, von Beset\u00adzungswech\u00adseln gepr\u00e4gt. Einzig Bassist Chris Squire ist seit der Gr\u00fcn\u00addung 1968 ohne Ausstieg dabei und dr\u00fcckt der Musik der Band seinen charak\u00adter\u00adis\u00adtis\u00adchen Stem\u00adpel auf. Rick Wake\u00adman und Jon Ander\u00adson, bei\u00adde Teil der \u201cklas\u00adsis\u00adchen Beset\u00adzung\u201d, sind bere\u00adits seit eini\u00adgen Jahren aus gesund\u00adheitlichen Gr\u00fcn\u00adden nicht mehr dabei, erset\u00adzt wur\u00adden sie von Oliv\u00ader Wake\u00adman, Sohn des \u201cgro\u00dfen Blonden\u201d, und Beno\u00eet David, einst \u2014 iro\u00adnis\u00adcher\u00adweise \u2014 S\u00e4nger ein\u00ader Yes-Cover\u00adband.<\/p>\n<p>Nun dreht sich das Beset\u00adzungskarus\u00adsell wieder. Wir erin\u00adnern uns an die Zeit nach \u201cTor\u00adma\u00adto\u201d, das 1978 ver\u00f6f\u00adfentlicht wurde: Wegen anhal\u00adtender schlechter Stim\u00admung ver\u00adlie\u00dfen Rick Wake\u00adman und Jon Ander\u00adson Yes, w\u00e4hrend die \u00fcbri\u00adgen Musik\u00ader an neuen St\u00fcck\u00aden arbeit\u00adeten. (\u00c4hn\u00adlich\u00ades passierte etwa zehn Jahre sp\u00e4ter, als \u201cAnder\u00adson, Bru\u00adford, Wake\u00adman &amp; Howe\u201d sich von Yes tren\u00adnten und ein vorz\u00fcglich\u00ades Album auf\u00adnah\u00admen.) Im gle\u00adichen Stu\u00addio wie Yes musizierten auch die Bug\u00adgles (Trevor Horn und Geoff Downes), die ger\u00adade mit \u201cVideo Killed The Radio Star\u201d einiges Auf\u00adse\u00adhen erregt hat\u00adten, und fre\u00adun\u00adde\u00adten sich mit ihnen an. Als offen\u00adsichtlich wurde, dass eine Reunion in abse\u00adhbar\u00ader Zeit nicht stat\u00adtfind\u00aden w\u00fcrde, \u00fcber\u00adnah\u00admen sie die vakan\u00adten Posten des S\u00e4ngers und des Key\u00adboard\u00aders. In dieser Beset\u00adzung nah\u00admen sie das Album \u201cDra\u00adma\u201d auf, das 1980 erschien. Die Bug\u00adgles gin\u00adgen wenige Monate sp\u00e4ter wieder eigene Wege, Yes fan\u00adden wieder zusam\u00admen, damit schien das Kapi\u00adtel abgeschlossen; jeden\u00adfalls f\u00fcr drei Jahrzehnte.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Auf\u00adnah\u00admen zu \u201cDra\u00adma\u201d war unter anderem ein St\u00fcck namens \u201cWe Can Fly From Here\u201d \u00fcbrig geblieben, das zwar auf eini\u00adgen Konz\u00aderten gespielt, aber nie f\u00fcr ein Stu\u00addioal\u00adbum aufgenom\u00admen wurde. Das hat Chris Squire einige Zeit sp\u00e4ter auch bemerkt, und so rief er Trevor Horn, mit\u00adtler\u00adweile ein gefragter Musikpro\u00adduzent, an und <a href=\"http:\/\/www.dprp.net\/wp\/?p=1136\">bat ihn<\/a>, als Pro\u00adduzent an ein\u00ader nun endlich geplanten Auf\u00adnahme des St\u00fcck\u00ades teilzunehmen. Zusam\u00admen mit eini\u00adgen anderen St\u00fcck\u00aden, die <a href=\"http:\/\/www.rollingstone.com\/music\/news\/yes-reunite-with-owner-of-a-lonely-heart-producer-trevor-horn-20110325\">laut Chris Squire<\/a> alle\u00adsamt um die sechs Minuten lang sind, ent\u00adstand so ein ganzes neues Album namens \u201cFly From Here\u201d, in dessen Zen\u00adtrum nun das genan\u00adnte Titel\u00adst\u00fcck ste\u00adhen soll. Der andere Bug\u00adgle, Geoff Downes, hat inzwis\u00adchen <a href=\"http:\/\/www.dprp.net\/wp\/?p=1222\">ohne dessen Wis\u00adsen<\/a> Oliv\u00ader Wake\u00adman am Key\u00adboard abgel\u00f6st, w\u00e4hrend Jon Ander\u00adson und Rick Wake\u00adman sich mit Trevor Rabin, eben\u00adfalls ein Yes-Mit\u00adstre\u00adit\u00ader fr\u00fcher\u00ader Tage, <a href=\"http:\/\/www.rwcc.com\/gorr_1104.asp\">ander\u00adweit\u00adig bet\u00e4ti\u00adgen<\/a>. (\u201cABWH\u201d l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen.)<\/p>\n<p>Eine von Yes\u2019 St\u00e4rken ist das Zusam\u00admen\u00adspiel von Steve Howe und Chris Squire. Rick Wake\u00adman hat nach \u201cTor\u00adma\u00adto\u201d sin\u00adngem\u00e4\u00df gesagt, die Stimme von Jon Ander\u00adson sei das, was Yes aus\u00admacht, und seinen Hut genom\u00admen. Das Ergeb\u00adnis, \u201cDra\u00adma\u201d, ist das wohl <a href=\"http:\/\/www.babyblaue-seiten.de\/index.php?content=review&amp;albumId=1286&amp;left=newReviews2&amp;top=reviews\">meist\u00adgelobte Album<\/a> der \u201csp\u00e4ten\u201d Yes gewor\u00adden. Nun also sind die Instru\u00admen\u00adtal\u00adis\u00adten von damals wieder vere\u00adint, erg\u00e4nzt von einem wiederum neuen S\u00e4nger, den man <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/yesrobshanahan.jpg\">auf Grup\u00adpen\u00adbildern<\/a> sofort als Neuzu\u00adgang erken\u00adnt. Wie das Ergeb\u00adnis klingt? \u201cEin biss\u00adchen wie \u2018Dra\u00adma\u2019&nbsp;\u201d, <a href=\"http:\/\/www.bigtakeover.com\/interviews\/steve-howe-of-yes-finds-the-edge\">sagt Steve Howe<\/a>, und sp\u00e4testens im Juli wis\u00adsen wir es genauer.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf den Baby\u00adblauen Seit\u00aden fand ich heute Nacht das Lucien Dubuis Trio, ein instru\u00admen\u00adtales Trio (ach was?) aus der Schweiz. Die drei Musizis\u00adten spie\u00adlen einen Jaz\u00adzrock, der dem H\u00f6r\u00ader die Geh\u00f6rg\u00e4nge frei\u00adpustet. Im Falle des Zweitlings \u201cTovo\u00adrak\u201d liest sich das zum Beispiel so: Lucien Dubuis ent\u00adlockt seinem Instru\u00adment die man\u00adnig\u00adfaltig\u00adsten T\u00f6ne, die zu beschreiben keine \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/04\/lucien-dubuis-trio-auserdem-neues-von-yes\/\" class=\"more-link\">\u2018Lucien Dubuis Trio, au\u00dfer\u00addem: Neues von Yes!\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[2,13,14],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-4468","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musikalisches","category-in-den-nachrichten","category-kaufbefehle"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4468","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4468"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4468\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4468"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4468"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4468"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=4468"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}