{"id":3846,"date":"2011-03-01T02:56:27","date_gmt":"2011-03-01T01:56:27","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=3846"},"modified":"2011-03-01T02:56:27","modified_gmt":"2011-03-01T01:56:27","slug":"kurz-verlinkt-xxxviii-mobile-paranoia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/03\/kurz-verlinkt-xxxviii-mobile-paranoia\/","title":{"rendered":"Kurz verlinkt XXXVIII: Mobile Paranoia"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-style:italic\">(Sollte ich mit dem fol\u00adgen\u00adden Beitrag verse\u00adhentlich Ver\u00adfol\u00adgungswahn sch\u00fcren, so tut mir das nat\u00fcr\u00adlich ganz dolle Leid.)<\/span><\/p>\n<p>Ich er\u00f6ffne diesen Beitrag mit einem weit\u00aderen Schnapp\u00adschuss, der ent\u00adstand, weil mir irgen\u00addet\u00adwas daran merk\u00adw\u00fcrdig erschien:<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Autoerotik.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Autoerotik-300x101.jpg\" alt title=\"Autoerotik\" width=\"300\" height=\"101\" class=\"alignnone size-medium wp-image-3848\" srcset=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Autoerotik-300x101.jpg 300w, https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Autoerotik-120x40.jpg 120w, https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Autoerotik.jpg 672w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\"><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend ich noch dar\u00fcber sin\u00adniere, woran genau mein Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adsein Ansto\u00df nahm, als es mich zum Fotografieren ver\u00adleit\u00adete, bitte ich den geneigten Leser, einen Blick auf <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/digital\/datenschutz\/2011-02\/vorratsdaten-malte-spitz\">zeit.de<\/a> zu wer\u00adfen, wo in orig\u00adineller Schreib\u00adweise und Gram\u00admatik zu lesen ist:<\/p>\n<blockquote><p>Der Gr\u00fc\u00adnen\u00adpoli\u00adtik\u00ader Malte Spitz hat sich (\u2026) entschlossen, seine Vor\u00adrats\u00addat\u00aden aus dem Zeitraum August 2009 bis Feb\u00adru\u00adar 2010 zu ver\u00f6f\u00adfentlichen. Um sie zu \u00fcber\u00adhaupt bekom\u00admen, <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/online\/2009\/35\/vorratsdaten-spitz-telekom\">musste er gegen die Telekom kla\u00adgen<\/a>.<\/p>\n<p>Die Dat\u00aden (\u2026) entstam\u00admen einem Excel\u00addoku\u00adment mit 35.831 Zeilen. Mehr als 35.000 Mal also hat sein Mobil\u00adtele\u00adfon in diesem hal\u00adben Jahr Infor\u00adma\u00adtio\u00adnen Preis gegeben. Jede einzelne davon ist im Zweifel unbe\u00addeu\u00adtend und harm\u00adlos, in der Summe aber ergeben sie das, was Ermit\u00adtler ein Pro\u00adfil nen\u00adnen \u2013 ein klares Bild \u00fcber Gewohn\u00adheit\u00aden und Vor\u00adlieben, ja \u00fcber das gesamte Leben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sich\u00ader gehen viele dieser Dat\u00aden im Rauschen unter, und es ist davon auszuge\u00adhen, dass sie nur im Einzelfall \u00fcber\u00adhaupt irgend\u00adje\u00adman\u00adden inter\u00adessieren, zumal let\u00adz\u00adtendlich der B\u00fcrg\u00ader selb\u00adst die Entschei\u00addung\u00adshoheit dar\u00fcber tr\u00e4gt, wie viel er seinem Net\u00adz\u00adbe\u00adtreiber von sich preis\u00adgeben m\u00f6chte (selb\u00adst ein iPhone zum Beispiel kann auch mal ein\u00adfach ein paar Tage lang bl\u00f6de in der Ecke herum\u00adliegen, w\u00e4hrend man ander\u00adswie ter\u00adror\u00adis\u00adtis\u00adche Anschl\u00e4ge plant), aber f\u00fcr uns infor\u00adma\u00adtion\u00adshun\u00adgrige Infor\u00admatik\u00ader und <span style=\"font-style:italic\">neti\u00adzens<\/span> \u2014 schau\u00adriges Wort \u2014 ist allein die Daten\u00adsamm\u00adlung schon inter\u00ades\u00adsant zu lesen. Brisant ist, dass hier auch der \u201cdig\u00adi\u00adtale Radier\u00adgum\u00admi\u201d, sofern man sich irgend\u00adwann ein\u00admal auf eine prak\u00adtis\u00adche Umset\u00adzung einigt, nicht viel Abhil\u00adfe schaf\u00adfen kann, denn die tat\u00ads\u00e4ch\u00adlichen Bewe\u00adgungs\u00addat\u00aden (GPS) sind let\u00adztlich analoge Dat\u00aden. Nie\u00admand allerd\u00adings w\u00fcrde seine Fu\u00dfspuren im Sand nachtr\u00e4glich ent\u00adfer\u00adnen wollen, denn die <span style=\"font-style:italic\">Gefahr<\/span>, dass diese sein Leben von Drit\u00adten nachvol\u00adlziehbar wer\u00adden lassen, ist eher ger\u00ading, sofern diese Drit\u00adten es nicht direkt darauf abse\u00adhen. Dann allerd\u00adings hat man, sofern man darauf bedacht ist, dass die Welt\u00f6f\u00adfentlichkeit seine Exis\u00adtenz nicht ein\u00admal zur Ken\u00adnt\u00adnis nimmt, ein gewaltiges Prob\u00adlem.<\/p>\n<p>Nicht anders ver\u00adh\u00e4lt es sich mit etwaigen Verbindungs\u00addat\u00aden bei Mobil\u00adfunk\u00adbe\u00adtreibern. Anders als etwa bei Apple oder Google tr\u00e4gt man die volle und alleinige Entschei\u00addung dar\u00fcber, wer was wor\u00fcber erfahren darf.<\/p>\n<p>Ich gehe \u00fcbri\u00adgens davon aus, dass ich als Reak\u00adtion auf diesen Beitrag min\u00addestens einen Kom\u00admen\u00adtar des Inhalts, da k\u00f6nne ich mal sehen, wie harm\u00adlos Google doch ist, erhalte. Wer mich \u00fcber\u00adraschen m\u00f6chte, schreibt also etwas anderes.<\/p>\n<p>Und jet\u00adzt entschuldigt mich, ich werde mir ein paar scharfe Bilder von ero\u00adtis\u00adchen Auto\u00admo\u00adbilen anse\u00adhen.<br>\nBoah, was f\u00fcr ein Fahrgestell!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Sollte ich mit dem fol\u00adgen\u00adden Beitrag verse\u00adhentlich Ver\u00adfol\u00adgungswahn sch\u00fcren, so tut mir das nat\u00fcr\u00adlich ganz dolle Leid.) Ich er\u00f6ffne diesen Beitrag mit einem weit\u00aderen Schnapp\u00adschuss, der ent\u00adstand, weil mir irgen\u00addet\u00adwas daran merk\u00adw\u00fcrdig erschien: W\u00e4hrend ich noch dar\u00fcber sin\u00adniere, woran genau mein Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adsein Ansto\u00df nahm, als es mich zum Fotografieren ver\u00adleit\u00adete, bitte ich den geneigten Leser, \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/03\/kurz-verlinkt-xxxviii-mobile-paranoia\/\" class=\"more-link\">\u2018Kurz ver\u00adlinkt XXXVIII: Mobile Para\u00adnoia\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[4,18],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-3846","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik","category-fotografie"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3846","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3846"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3846\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3846"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3846"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3846"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=3846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}