{"id":2617,"date":"2010-06-21T23:54:43","date_gmt":"2010-06-21T21:54:43","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=2617"},"modified":"2012-12-15T18:52:10","modified_gmt":"2012-12-15T17:52:10","slug":"musik-062010-favoriten-und-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/06\/musik-062010-favoriten-und-analyse\/","title":{"rendered":"Musik 06\/2010 \u2014 Favoriten und Analyse"},"content":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 5 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Das ging schnell; schon wieder ist das erste halbe Jahr beina\u00adhe vor\u00adbei. Zeit also wird es, die sehn\u00ads\u00fcchti\u00adgen Gedanken ein\u00admal bei\u00adseite zu wis\u00adchen und stattdessen einen Blick auf die <span style=\"color:green\"><span style=\"font-weight:bold\">pr\u00e4chtig\u00adsten Musikver\u00f6f\u00adfentlichun\u00adgen der let\u00adzten sechs Monate<\/span><\/span> zu wer\u00adfen, ob Rock oder Pop, ob gratis oder teuer, ob Kauf\u00adbe\u00adfehl oder v\u00f6l\u00adliger Rein\u00adfall.<\/p>\n<p>Auf eine sep\u00ada\u00adrate Liste f\u00fcr deutschsprachige Alben habe ich dies\u00admal verzichtet, die dreiein\u00adhalb Exem\u00adplare habe ich stattdessen in der Hauptliste unterge\u00adbracht. Das hat einen ganz ein\u00adfachen Grund: Ich habe zu sp\u00e4t daran gedacht. Selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich tut mir dieser Faux\u00adpas unglaublich Leid, f\u00fcr die R\u00fcckschau 12\/2010 gelobe ich Besserung. (Nach\u00adtrag vom 13. Dezem\u00adber 2010: Lei\u00adder gab das Jahr keinen Anlass, eine solche Liste anzule\u00adgen.)<\/p>\n<p>Wie \u00fcblich jeden\u00adfalls wird diese Liste auch dieses Mal wieder gekr\u00f6nt von ein\u00ader R\u00fcckschau auf 40 Jahre wech\u00adsel\u00adnden Zeit\u00adgeists in der Musik. Vielle\u00adicht find\u00adet ja jemand von euch, meine gesch\u00e4tzten Leser, wieder einen kleinen Schatz darunter, der nur darauf wartet, von euch gehoben zu wer\u00adden.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Erforschen!<\/p>\n<p><!--more--><br>\n<span style=\"font-size:14px\"><span style=\"color:blue\"><span style=\"font-weight:bold\">Teil 1: <span style=\"text-decoration:underline\">Gute CDs zum Kaufen.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/31N1fnZBRvL._SL500_AA300_.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/31N1fnZBRvL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">The Hirsch Effekt \u2014 Holon : Hiber\u00adno<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cUnd zum Gl\u00fcck f\u00e4llst du mir nicht mehr ein, wenn ich hier kotze vor Schei\u00dfgl\u00fcck\u00adlich\u00adsein\u201d<\/span> (Epis\u00adtel)<br>\n&nbsp;<br>\nIch hat\u00adte es vor ein\u00ader Weile schon <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/03\/musikalischer-wahnsinn-the-hirsch-effekt\/\" title=\"Musikalischer Wahnsinn: The Hirsch Effekt\">aus\u00adf\u00fchrlich erw\u00e4h\u00adnt<\/a>, und darum nimmt es wohl auch nur kaum Wun\u00adder, wenn ich auch die erste Hal\u00adb\u00adjahres\u00adrezen\u00adsion dieses Jahres mit diesem Album beginne:\n<p>\u201cHolon : Hiber\u00adno\u201d ist die bis\u00adlang pos\u00adi\u00adtivste musikalis\u00adche \u00dcber\u00adraschung dieser Dekade. Ich <a href=\"http:\/\/www.schallgrenzen.de\/the-hirsch-effekt-holon-hiberno\/\">zitiere<\/a> von\u2019nen Schall\u00adgren\u00adzen:<\/p>\n<blockquote><p>Nichts auf \u201cHolon : Hiber\u00adno\u201d ist vorherse\u00adhbar, ein Wiegen in Sicher\u00adheit nicht anger\u00adat\u00aden. Gle\u00adich sprin\u00adgen dir blut\u00adgr\u00e4tschende Gitar\u00adren ent\u00adge\u00adgen, infer\u00adnalis\u00adch\u00ader  Gesang (es wird  \u00fcbri\u00adgends deutsch gesun\u00adgen) l\u00e4sst dich in die Knie gehen und von hin\u00adten bekommst du noch einen hunds\u00adge\u00admeinen Tem\u00adpowech\u00adsel ins Kreuz. Hei\u00adland Gewit\u00adter,  direkt aus dem Irren\u00adhaus. Aber dort find\u00aden wir die Genies, die sich aus hun\u00adderten T\u00f6pfen bedi\u00adenen, Kon\u00adven\u00adtio\u00adnen mir nichts, dir nichts \u00fcber Bord schmeis\u00adsen und den Rezensen\u00adten mit dick\u00aden Kopf im Regen ste\u00adhen lassen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Begeis\u00adtert war und bin nicht nur ich (wer meine aus\u00adf\u00fchrliche Rezen\u00adsion ver\u00adpasst hat, der m\u00f6ge <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/03\/musikalischer-wahnsinn-the-hirsch-effekt\/\" title=\"Musikalischer Wahnsinn: The Hirsch Effekt\">hier<\/a> klick\u00aden und dies nach\u00adholen), begeis\u00adtert bezeu\u00adgen auch die Rezensen\u00adten der <a href=\"http:\/\/www.babyblaue-seiten.de\/index.php?albumId=10551&amp;content=review\">Baby\u00adblauen Seit\u00aden<\/a> ihre Bewun\u00adderung f\u00fcr diese Band und dieses Album, und sie sind damit nicht allein: Auch in der jew\u00adeili\u00adgen Redak\u00adtion der Zeitschriften Visions und eclipsed sowie des Ox-Fanzines war man <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Holon_:_Hiberno\">hel\u00adlauf begeis\u00adtert<\/a>. So ungern ich auch in die Euphorie um Grup\u00adpen und\/oder Alben ein\u00adfalle, die ich meist eher skep\u00adtisch betra\u00adchte: Kauft euch das ver\u00addammte Album. Es ist es wert.<\/p>\n<p>Meine Zusage allein gen\u00fcgt noch nicht? Ihr wollt mehr? Angst vor der Katze im Sack? (Gibt es daf\u00fcr eigentlich auch so einen h\u00fcb\u00adschen griechis\u00adchen Namen, der auf \u2011pho\u00adbie endet?)<br>\nIn dem Fall jeden\u00adfalls kann ich die \u00fcblichen <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> auf dem <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/thehirscheffekt\">MySpace-Pro\u00adfil der Band<\/a> w\u00e4rm\u00adstens empfehlen. Rein\u00adh\u00f6ren, s\u00fcchtig wer\u00adden und tage\u00adlang nichts anderes mehr h\u00f6ren wollen; so jeden\u00adfalls lief\u2019s bei mir.<\/p>\n<p>All die sch\u00f6ne Klang\u00adwelt ist euch zu laut? \u201cZu viel Met\u00adal\u201d? Ihr seid weit \u00fcber 30 und m\u00f6gt\u2019s lieber etwas beh\u00e4biger? Dann riskiert doch mal ander\u00adswo euer Ohr:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41tvuQH3xBL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41tvuQH3xBL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Jaga Jazz\u00adist \u2014 One-Armed Ban\u00addit<\/span><br>\n&nbsp;<br>\nMeinen \u00fcblichen H\u00f6rge\u00adwohn\u00adheit\u00aden keines\u00adfalls entsprechend entschloss ich mich dazu, diesem Album eine Chance zu geben; und es hat sie weise genutzt. <span style=\"color:green\">Jaga Jazz\u00adist<\/span> ist, wie man teil\u00adweise schon dem Namen ent\u00adnehmen kann, eine instru\u00admen\u00adtale Jaz\u00adzrock-\/Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Band (laut Eigenbeschrei\u00adbung \u201cNu-Jazz\u201d) mit ver\u00adschiede\u00adnen anderen Ein\u00adfl\u00fcssen wie <span style=\"color:green\">Frank Zap\u00adpa<\/span> und Dance\u00adfloor <span style=\"font-style:italic\">(sic!)<\/span>, die somit ein biss\u00adchen wie die <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/12\/musik-122009-favoriten-und-analyse\/\" title=\"Musik 12\/2009 \u2013 Favoriten und Analyse\">im Vor\u00adjahr<\/a> bere\u00adits erw\u00e4h\u00adn\u00adten <span style=\"color:green\">Tor\u00adtoise<\/span> klingt und doch eigentlich v\u00f6l\u00adlig anders. Nicht so abrupt sind hier die Stil\u00adwech\u00adsel inner\u00adhalb der St\u00fccke, aber die Nor\u00adweger gehen \u00e4hn\u00adlich elek\u00adtro\u00adn\u00adisch zu Werke. Auf\u00adfal\u00adl\u00adend in der wilden Stilmis\u00adchung sind vor allem die Trompe\u00adten ein\u00ader\u00adseits (etwa in <span style=\"font-style:italic\">Prog\u00adnis\u00adsekon\u00adgen<\/span>), die Anlei\u00adhen an mod\u00adern\u00ader Tanz\u00admusik ander\u00ader\u00adseits. Erstaunlicher\u00adweise ist aus\u00adgerech\u00adnet das St\u00fcck <span style=\"font-style:italic\">Music! Dance! Dra\u00adma!<\/span> weit\u00adge\u00adhend frei von allem, was kein Pro\u00adgres\u00adsive Rock ist.\n<p>Ein in sich stim\u00admiges Album ist \u201cOne-Armed Ban\u00addit\u201d alle\u00admal. Wer Jazz, Pro\u00adgres\u00adsive Rock und <span style=\"color:green\">Frank Zap\u00adpa<\/span> mag und auch <span style=\"color:green\">Tor\u00adtoise<\/span>\u2019 aktuelles Album begeis\u00adtert aufgenom\u00admen hat oder wer auch ein\u00adfach nur wis\u00adsen m\u00f6chte, wie es klingt, wenn man Jazz club\u00adtauglich macht, dem sei emp\u00adfohlen, auch <span style=\"color:green\">Jaga Jazz\u00adist<\/span> eine Chance zu gew\u00e4hren. Ver\u00adgle\u00adich\u00adsweise anstren\u00adgend ist diese Melange alle\u00admal, aber auch h\u00f6chst unter\u00adhalt\u00adsam.<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> wollt ihr? Die \u00fcblichen 30-Sekun\u00adden-Schnipsel hat <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/One-Armed-Bandit-Jaga-Jazzist\/dp\/B002YY04JM\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;s=music&amp;qid=1276826475&amp;sr=8-1&amp;tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> im Ange\u00adbot, auf <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/jagajazzist\">MySpace.com<\/a> gibt es weit\u00adere Auf\u00adnah\u00admen zu h\u00f6ren; derzeit (18. Juni 2010) unter anderem etwa eine mit stampfen\u00add\u00adem Beat unter\u00adlegte Neu\u00adfas\u00adsung von <span style=\"font-style:italic\">Banan\u00adfluer Over\u00adalt<\/span>. Hat was.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n und gut, sagt ihr, ihr wollt aber lieber mehr Gesang? K\u00f6n\u00adnt ihr haben:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/518B851pD%2BL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/518B851pD%2BL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">My Own Pri\u00advate Alas\u00adka \u2014 Amen<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cIf I don\u2019t kill myself it\u2019s \u2018cause I\u2019ve already left \/ else\u00adwhere, any\u00adwhere, nowhere\u201d<\/span> (I Am An Island)<br>\n&nbsp;<br>\nIn die Rei\u00adhe der Alben, die auch mit der vorheri\u00adgen <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/05\/my-own-private-alaska-amen\/\" title=\"My Own Private Alaska \u2013 Amen\">Erw\u00e4h\u00adnung<\/a> mein\u00ader\u00adseits noch l\u00e4ngst nicht genug gew\u00fcrdigt wer\u00adden, habe ich nun\u00admehr also auch \u201cAmen\u201d der franz\u00f6\u00adsis\u00adchen, den\u00adnoch sehr guten Band <span style=\"color:green\">My Own Pri\u00advate Alas\u00adka<\/span>, kurz <span style=\"color:green\">M.O.P.A.<\/span>, aufgenom\u00admen. Auf <a href=\"http:\/\/kulturterrorismus.de\/rezensionen\/my-own-private-alaska-amen.html\">kulturterrorismus.de<\/a> wird das Album wie fol\u00adgt gew\u00fcrdigt:\n<blockquote><p>Musikalisch gle\u00adichen Matthieu Miegeville aka \u201cMil\u00adka\u201d (Gesang), Tris\u00adt\u00adian Moc\u00adquet (Piano) &amp; Yohan Henequin (Schlagzeug) hin\u00adter <span style=\"color:green\">M.O.P.A.<\/span> ein\u00ader tiefen Ver\u00adschmelzung von <span style=\"color:green\">Chopin<\/span> &amp; <span style=\"color:green\">Nir\u00advana<\/span>, welche tragisch, bru\u00adtal &amp; mitrei\u00dfend aus Laut\u00adsprech\u00adern t\u00f6nt und entwed\u00ader f\u00fcr totale Ver\u00adst\u00f6rung oder Begeis\u00adterung sorgt \u2013 dazwis\u00adchen gibt es bei <span style=\"color:green\">M.O.P.A.<\/span> nix! Beson\u00adders die \u201cabge\u00addrehte\u201d Stimm\u00adban\u00addar\u00adbeit von \u201cMil\u00adka\u201d, die sich irgend\u00adwo zwis\u00adchen <span style=\"color:green\">Robert Smith<\/span> (<span style=\"color:green\">The Cure<\/span>) &amp; Post\u00adcore- \/Screamo \u201cSchrei\u00adh\u00e4lsen\u201d bewegt, nimmt entwed\u00ader v\u00f6l\u00adlig gefan\u00adgen oder schreckt endg\u00fcltig ab!<\/p><\/blockquote>\n<p>Unter\u00adst\u00fctzt wird diese ungew\u00f6hn\u00adliche Kon\u00adstel\u00adla\u00adtion von Tex\u00adten, die alle\u00adsamt von ein\u00ader tiefen Ver\u00adbit\u00adterung \u00fcber die Frauen\u00adwelt zeu\u00adgen, Todessehn\u00adsucht inklu\u00adsive. \u201cEmo\u201d (oder was man landl\u00e4u\u00adfig daf\u00fcr h\u00e4lt) ist diese Musik sich\u00ader nicht, jedoch immer\u00adhin h\u00f6chst emo\u00adtion\u00adal. Best\u00fcnde der viel zitierte \u201cSound\u00adtrack zum Unter\u00adgang\u201d nur aus Musik wie dieser, ich k\u00f6n\u00adnte ihn kaum erwarten. Allein ist dies dann doch eher unwahrschein\u00adlich; viel zu eigen\u00adst\u00e4ndig, viel zu unverkennbar ist das Werk des Trios. So bleibt also zu hof\u00adfen, dass sie bis zum kom\u00admenden Unter\u00adgang noch viel Musik gemein\u00adsam aufnehmen.<\/p>\n<p>Dem inter\u00adessierten Kon\u00adsumenten bleibt selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich auch der Wun\u00adsch nach <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> nicht ver\u00adwehrt:<br>\nW\u00e4hrend Amazon.de eher ent\u00adt\u00e4uscht, hat das <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/myownprivatealaska\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der Band immer\u00adhin derzeit (18.6.2010) zweiein\u00adhalb Lieder zum Probe\u00adh\u00f6ren auf Lager.<\/p>\n<p>Das ist euch zu abstrakt, zu emo\u00adtion\u00adal oder zu l\u00e4r\u00admig? Dann versucht\u2019s mal damit:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"http\" ecx.images-amazon.com images i target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51jggED4sLL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">So So Mod\u00adern \u2014 Crude Futures<\/span><br>\n&nbsp;<br>\nIch wei\u00df nicht mehr, wie ich auf \u201cCrude Futures\u201d aufmerk\u00adsam wurde, aber angesichts des anste\u00adhen\u00adden Som\u00admers ist das Album ein wahrer Gl\u00fccks\u00adfund. Musik f\u00fcr lange Tage auf Wiesen oder Ter\u00adrassen mit Bier und viel Sonne.\n<p>Aber was ist das eigentlich f\u00fcr Musik? Ander\u00adswo ist in Orig\u00adi\u00adnalschreib\u00adweise zu lesen:<\/p>\n<blockquote><p>Ein tolles Album zwis\u00adchen Indie-Rock, Post-Punk, Elec\u00adtro &amp; psy\u00adche\u00addelis\u00adchen Kraut-Rock Elemten.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch wenn\u2019s so scheinen mag: Allzu viel Krautrock, wie ihn etwa <span style=\"color:green\">Can<\/span> einst spiel\u00adten, ist hier nicht enthal\u00adten, die anderen genan\u00adnten Gen\u00adres daf\u00fcr im \u00dcber\u00adfluss. Zu h\u00f6ren sind <span style=\"color:green\">The Raveonettes<\/span>, <span style=\"color:green\">The Mars Vol\u00adta<\/span>, <span style=\"color:green\">Phoenix<\/span>, die <span style=\"color:green\">Kaiser Chiefs<\/span> und noch einige mehr, und oben\u00addrein ist der Gesang keines\u00adfalls omnipr\u00e4sent, son\u00addern eher dezent und unauf\u00adf\u00e4l\u00adlig, sofern \u00fcber\u00adhaupt vorhan\u00adden. Som\u00admer\u00adliche Musik, die sich aus der immer\u00adgle\u00adichen Indie\u00adrock-S\u00fclze her\u00adauss\u00adch\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Anspieltipp f\u00fcr dieses Album ist der instru\u00admen\u00adtale Sech\u00adsein\u00adhalb\u00admin\u00fcter <span style=\"font-style:italic\">Berlin<\/span>.<br>\nApro\u00adpos <span style=\"font-style:italic\">Berlin<\/span>, eine sehr gute Liveauf\u00adnahme dieses St\u00fcck\u00ades gibt es als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adprobe<\/span> auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=wvY9gPwUhJc\">YouTube.com<\/a>, es ist neben eini\u00adgen weit\u00aderen Liedern auch auf <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/sosomodern\">MySpace.com<\/a> zu h\u00f6ren. Pri\u00adma!<\/p>\n<p>Darf\u2019s dann doch lieber etwas klas\u00adsis\u00adch\u00ader sein? Bitte\u00adsehr:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/61Y4eouiiAL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/61Y4eouiiAL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">The Watch \u2014 plan\u00adet earth?<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cThere must be some\u00adthing wrong with me\u201d<\/span> (Some\u00adthing Wrong)<br>\n&nbsp;<br>\nWenn ich \u201cklas\u00adsisch\u201d schreibe, dann meine ich meist \u201cklas\u00adsisch\u201d im pro\u00adgres\u00adsivsten Sinn. Die ital\u00adienis\u00adche Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Band <span style=\"color:green\">The Watch<\/span> eifert dann auch ein\u00ader der klas\u00adsis\u00adchsten Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-For\u00adma\u00adtio\u00adnen nach, n\u00e4m\u00adlich <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> zu Zeit\u00aden des charis\u00adma\u00adtis\u00adchen Front\u00admannes <span style=\"color:green\">Peter Gabriel<\/span> (nicht also der Band, die <span style=\"color:green\">Phil Collins<\/span> sp\u00e4ter daraus gemacht hat, der Depp). Dies ist sich\u00ader kein Zufall; nicht umson\u00adst war <span style=\"color:green\">The Watch<\/span> jahre\u00adlang mit Livedar\u00adbi\u00adetun\u00adgen von <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span>-Klas\u00adsik\u00adern auf Tournee. Nicht nur haftet ihrem inzwis\u00adchen vierten Album \u201cplan\u00adet earth?\u201d also eine deut\u00adliche \u00c4hn\u00adlichkeit zu deren l\u00e4ngst leg\u00adend\u00e4ren Alben \u201cFox\u00adtrot\u201d und \u201cTres\u00adpass\u201d an, auch S\u00e4nger <span style=\"color:green\">Simone Ros\u00adset\u00adti<\/span> bem\u00fcht sich nicht ganz erfol\u00adg\u00adlos, wie sein Vor\u00adbild zu klin\u00adgen; und w\u00e4re seine Stimme nicht ein wenig tiefer, w\u00fcrde der Unter\u00adschied kaum auf\u00adfall\u00aden.\n<p>Auch das Instru\u00admen\u00adtar\u00adi\u00adum d\u00fcrfte Fre\u00adun\u00adden des Gen\u00adres Freude bere\u00adit\u00aden: Neben Gitar\u00adren, Bass und Schlagzeug kom\u00admen unter anderem auch Ham\u00admond-Orgel, Moog-Syn\u00adthe\u00adsiz\u00ader und Mel\u00adlotron zum Ein\u00adsatz, alle\u00adsamt Instru\u00admente, deren blo\u00dfe Erw\u00e4h\u00adnung eigentlich schon einen Kauf\u00adgrund und den Stoff f\u00fcr feuchte Tr\u00e4ume eines jeden Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Anh\u00e4ngers darstellen sollte.<\/p>\n<p>Kurz\u00ader geschichtlich\u00ader Hin\u00adter\u00adgrund \u00fcbri\u00adgens: Laut Amazon.de wird \u201cplan\u00adet earth?\u201d oft zusam\u00admen mit Solow\u00aderken des ehe\u00adma\u00adli\u00adgen <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span>-Gitar\u00adris\u00adten <span style=\"color:green\">Steve Hack\u00adett<\/span> erwor\u00adben; nach dessen Weg\u00adgang blieb von <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> nur noch ein k\u00fcm\u00admer\u00adlich\u00ades Pop\u00adtrio \u00fcbrig, somit d\u00fcrfte ein\u00adwand\u00adfrei fest\u00adste\u00adhen, wer f\u00fcr die musikalisch wirk\u00adlich guten Ideen in der Band zust\u00e4ndig war. <span style=\"color:green\">Steve Hack\u00adett<\/span> liefert bis heute durch\u00adweg <a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?content=band&amp;bandId=151\">bessere Alben<\/a> ab als <span style=\"color:green\">Phil Collins<\/span>, und \u2014 hier schlie\u00dft sich der Kreis \u2014 sein Brud\u00ader <span style=\"color:green\">John Hack\u00adett<\/span> ist auf \u201cplan\u00adet earth?\u201d in dem St\u00fcck <span style=\"font-style:italic\">New Nor\u00admal<\/span> an der Fl\u00f6te zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wer die \u201cklas\u00adsis\u00adchen\u201d <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> ken\u00adnt und sch\u00e4tzt, der kann bei \u201cplan\u00adet earth?\u201d bedenken\u00adlos zugreifen; wer sie nicht ken\u00adnt oder nur grausame Alben wie \u201cWe Can\u2019t Dance\u201d sein Eigen nen\u00adnt, dem lege ich zun\u00e4chst ein unverbindlich\u00ades Rein\u00adh\u00f6ren nahe.<\/p>\n<p>Das geht mit\u00adtels <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> zum Beispiel auf dem <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/thewatchmusic\">MySpace-Pro\u00adfil der Band<\/a>, das aller\u00adlei Ausz\u00fcge aus dem bish\u00aderi\u00adgen Schaf\u00adfen der Ital\u00adiener bietet, aber auch auf <a href=\"http:\/\/www.last.fm\/music\/The+Watch\/+tracks\">Last.fm<\/a> gibt es einige Lieder zum Anh\u00f6ren; jedoch, der Wer\u00admut\u00adstropfen bleibt, bis\u00adlang keines aus dem Album \u201cplan\u00adet earth?\u201d. Aber vielle\u00adicht \u00e4ndert sich das ja noch. Bis dahin jeden\u00adfalls bleibt dieses Album eine Empfehlung zum Blind\u00adkauf f\u00fcr jeden Leser dieses Textes.<\/p>\n<p>\u201cGeh weg mit den ollen Kamellen!\u201d, sagt ihr, \u201cPro\u00adgres\u00adsive Rock ist doch seit Jahrzehn\u00adten tot! Neue Helden braucht das Land!\u201d? Wie entz\u00fcck\u00adend, da f\u00e4llt mir doch tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich ein ganz anderes Album ein:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51fZoxhOmkL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51fZoxhOmkL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Erste All\u00adge\u00admeine Verun\u00adsicherung \u2014 Neue Helden braucht das Land<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cWeil ich f\u00fcr ein Seil zu geizig bin, h\u00e4ng ich mich am Garten\u00adschlauch\u201d<\/span> (Rabatt, Rabatt)<br>\n&nbsp;<br>\n\u201cHur\u00adra, hur\u00adra, die <span style=\"color:green\">EAV<\/span> ist wieder da\u201d, so begann 1994 das Album \u201cNie wieder Kun\u00adst\u201d, und beina\u00adhe sah es so aus, als d\u00fcrfte man sich nie wieder darauf freuen. Seit \u201cFrauen\u00adlud\u00ader\u201d waren die bis dahin weit\u00adge\u00adhend am\u00fcsan\u00adten Texte und feinen Melo\u00addi\u00aden der <span style=\"color:green\">Verun\u00adsicherung<\/span> ein\u00ader Pop- und Schlager\u00e4s\u00adthetik gewichen, die in dem schi\u00ader unertr\u00e4glichen \u201cAmore XL\u201d von 2007 ihren unr\u00fchm\u00adlichen H\u00f6hep\u00adunkt fand. Dann, 2010, kam \u201cNeue Helden braucht das Land\u201d mit dem Titel geben\u00adden Lied samt <a href=\"http:\/\/www.verunsicherung.de\/news\/2010-03-13.html\">merk\u00adw\u00fcrdi\u00adgem Video<\/a>, und die Fach\u00adwelt wun\u00adderte sich: Durfte man tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich noch mit ein\u00ader R\u00fcck\u00adkehr der <span style=\"color:green\">EAV<\/span>, wie man sie einst ken\u00adnen und sch\u00e4tzen gel\u00adernt hat\u00adte, rech\u00adnen?\n<p>Fest ste\u00adht: \u201cNeue Helden braucht das Land\u201d ist ein v\u00f6l\u00adlig anderes Album als noch \u201cAmore XL\u201d. Mit seicht\u00aden Schlagern ist Schluss, auf belan\u00adglose Texte hat sich Tex\u00adter und Kom\u00adpon\u00adist <span style=\"color:green\">Thomas Spitzer<\/span> dies\u00admal nicht ein\u00adge\u00adlassen. Die <span style=\"color:green\">EAV<\/span> hat ihre alte Bis\u00adsigkeit zur\u00fcck und holt das nach, was sie jahre\u00adlang ver\u00ads\u00e4umt hat. Ein drittes <span style=\"font-style:italic\">Zwirch und Zwa\u00adbel<\/span> \u2014 das zweite war <span style=\"font-style:italic\">Bim\u00adse\u00admann und Roggenkeil<\/span> von \u201cFrauen\u00adlud\u00ader\u201d \u2014 gibt es nicht, im Gegen\u00adteil spr\u00fcht das ganze Album f\u00f6rm\u00adlich vor Sarkas\u00admus und poli\u00adtis\u00adch\u00ader Brisanz. Ein weit\u00ader\u00ader Tex\u00adtauszug, dies\u00admal aus dem St\u00fcck <span style=\"font-style:italic\">Tol\u00ader\u00adanz<\/span>, einem fik\u00adtiv\u00aden Dia\u00adlog:<\/p>\n<blockquote><p>Ich hab auch nix gegen die Chi\u00adne\u00adsen,<br>\nt\u00e4ten\u2019s nicht die Hun\u00adderln fressen.<br>\nStell dir vor, mein klein\u00ader Wal\u00addi<br>\nin am Wok von Garibal\u00addi!<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch die <a href=\"http:\/\/www.verunsicherung.de\/diskografie\/neue_helden_braucht_das_land.html\">restlichen Lieder<\/a> \u00fcben textlich Kri\u00adtik an Gesellschaft und Poli\u00adtik und ziehen neben\u00adbei diverse Gen\u00adres durch den Kakao; w\u00e4hrend etwa in <span style=\"font-style:italic\">Nos\u00adtradamus<\/span>, das <span style=\"color:green\">Ramm\u00adstein<\/span> alle Ehre gemacht h\u00e4tte, die Pius-Brud\u00ader\u00adschaft scharf kri\u00adtisiert wird, macht sich die Band in dem schlicht\u00aden Elek\u00adtropop\u00adst\u00fcck <span style=\"font-style:italic\">Bitte Bier<\/span>, das seinen wiederkehren\u00adden Refrain als Titel tr\u00e4gt, \u00fcber trink\u00adfreudi\u00adge Mal\u00adlor\u00adca-Touris\u00adten lustig, gle\u00adich\u00adsam als Antwort auf das nicht unbekan\u00adnte Cov\u00ader\u00adlied <span style=\"font-style:italic\">Pump ab das Bier<\/span>, das, stilis\u00adtisch \u00e4hn\u00adlich, seit Jahren immer wieder f\u00e4lschlicher\u00adweise der <span style=\"color:green\">EAV<\/span> zugeschrieben wird. <span style=\"font-style:italic\">M\u00e4n\u00adner brauchen Tritte<\/span> ist gar eine Ver\u00adbeu\u00adgung vor <span style=\"color:green\">Roger Cicero<\/span>, und man fragt sich immer wieder aufs Neue, wie S\u00e4nger <span style=\"color:green\">Klaus Eber\u00adhartinger<\/span> es schafft, in jedem Lied v\u00f6l\u00adlig anders zu klin\u00adgen; meines vollen Respek\u00adts kann er sich jeden\u00adfalls sich\u00ader sein.<\/p>\n<p>Zwis\u00adchen all der Mis\u00adan\u00adthropie birgt das Album auch immer wieder kurze Zwis\u00adchen\u00adspiele, die wie f\u00fcr die B\u00fchne geschaf\u00adfen wirken, was den Besuch k\u00fcn\u00adftiger <span style=\"color:green\">EAV<\/span>-Konz\u00aderte dur\u00adchaus wieder ein\u00adladend erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Oben\u00addrein gibt es f\u00fcr dieses Album auch aus\u00adre\u00adichend <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span>, so dass die Gefahr, wie noch beim Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adbum einen wirk\u00adlich bedauer\u00adlichen Fehlka\u00aduf zu t\u00e4ti\u00adgen, min\u00adimiert wird. Gemeint ist keines\u00adfalls die l\u00e4cher\u00adliche Schnipsel\u00adsamm\u00adlung auf <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Neue-Helden-braucht-das-Land\/dp\/B002OLV3UE\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>; stattdessen gibt es derzeit (19. Juni 2010) das voll\u00adst\u00e4ndi\u00adge Album auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/EAVneuehelden\">YouTube.com<\/a> in voller L\u00e4nge zu h\u00f6ren. Hier\u00adf\u00fcr wie auch f\u00fcr das gesamte Album: Cha\u00adpeau, die Her\u00adren!<\/p>\n<p>Deutsch gut, \u00d6ster\u00adre\u00adichisch nicht so gut? Wie w\u00e4re es dann damit?:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51wjS4zEq2L.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51wjS4zEq2L._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Tocotron\u00adic \u2014 Schall und Wahn<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cWer zu viel sel\u00adber macht, wird schlie\u00dflich dumm (ausgenom\u00admen Selb\u00adst\u00adbe\u00adfriedi\u00adgung)\u201d<\/span> (Macht es nicht selb\u00adst)<br>\n&nbsp;<br>\nAuch diesem Album hat\u00adte ich kurz nach seinem Erscheinen schon <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/01\/tocotronic-schall-und-wahn\/\" title=\"Tocotronic \u2013 Schall und Wahn\">ein paar Zeilen gewid\u00admet<\/a>, und noch immer hat sich seine Fasz\u00adi\u00adna\u00adtion nur wenig abgenutzt. Ich prophezeite noch im Jan\u00adu\u00adar: \u201cIch nehme an, \u2018Schall und Wahn\u2019 wird in diesem Jahr eins der weni\u00adgen guten Indie\u00adrock\u00adalben bleiben\u201d, und bis\u00adlang sieht es so aus, als w\u00fcrde diese Prophezeiung voll erf\u00fcllt wer\u00adden.\n<p>Tja, <span style=\"color:green\">Tocotron\u00adic<\/span> machen es mir aber auch wahrlich nicht leicht, sie nicht zu m\u00f6gen, also lasse ich es und finde sie stattdessen spitze. Dies allerd\u00adings immer\u00adhin schon seit Jahren: Gefie\u00adlen mir einst die sim\u00adplen Rhyth\u00admen, Texte und Melo\u00addi\u00aden von Liedern wie <span style=\"font-style:italic\">Ich m\u00f6chte Teil ein\u00ader Jugend\u00adbe\u00adwe\u00adgung sein<\/span>, so kon\u00adnten mich sp\u00e4testens seit dem diesem Album vor\u00adange\u00adgan\u00adgenen \u201cKapit\u00adu\u00adla\u00adtion\u201d die poet\u00adis\u00adchen Texte \u00fcberzeu\u00adgen; so hei\u00dft es etwa in <span style=\"font-style:italic\">Har\u00admonie ist eine Strate\u00adgie<\/span> von ebendiesem Album:<\/p>\n<blockquote><p>Als wir wiederum nicht wussten, was zu tun, wohin sich wen\u00adden,<br>\nliefen wir stun\u00adden\u00adlang umher durch die Alleen, und am Ende<br>\nkamen wir zu einem Fluss, dessen Lauf uns dor\u00adthin f\u00fchrte,<br>\nwo wir noch nie gewe\u00adsen sind; es schien zumin\u00add\u00adest so.<\/p><\/blockquote>\n<p>Man sieht: Mit Reimen muss man nicht arbeit\u00aden, um Dich\u00adtung zu betreiben, was ja auch die anson\u00adsten doch recht anderen <span style=\"color:green\">Toten Hosen<\/span> regelm\u00e4\u00dfig demon\u00adstri\u00aderen; und genau so geht es auf \u201cSchall und Wahn\u201d weit\u00ader. Das bedeutet aber keines\u00adfalls, dass \u201cSchall und Wahn\u201d ein\u00adfall\u00ads\u00adlos ist; es ist vielmehr das \u201cNeue Helden\u2026\u201d von <span style=\"color:green\">Tocotron\u00adic<\/span> (hierzu auch siehe oben). Die Poe\u00adsie von \u201cKapit\u00adu\u00adla\u00adtion\u201d und die Belan\u00adglosigkeit der Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adben sind ein\u00ader juve\u00adnilen Albern\u00adheit gewichen, ein\u00addrucksvoll etwa im Lied <span style=\"font-style:italic\">Bitte oszil\u00adlieren Sie<\/span>:<\/p>\n<blockquote><p>Bitte oszil\u00adlieren Sie Ping-Pong ohne Hier\u00adar\u00adchie!<br>\nBitte oszil\u00adlieren Sie, ich bitte Sie! Genie\u00dfen Sie!<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit <span style=\"font-style:italic\">St\u00fcrmt das Schloss<\/span>, unver\u00e4n\u00addert meinem Lieblingsst\u00fcck des Albums, h\u00e4lt die Band auch einen ver\u00adi\u00adta\u00adblen Nach\u00adfol\u00adger des \u00fcber\u00adaus rock\u00adi\u00adgen \u201cKapitulation\u201d-Liedes <span style=\"font-style:italic\">Sag alles ab<\/span>, zwar nicht textlich, aber stilis\u00adtisch, parat. Auch die \u00fcbri\u00adgen Lieder sid erw\u00e4h\u00adnenswert: Die <a href=\"http:\/\/lyrics.wikia.com\/Tocotronic:Schall_%26_Wahn_%282010%29\">Texte<\/a> vari\u00adieren trotz der \u00fcber\u00adwiegen\u00adden, <span style=\"color:green\">Tocotron\u00adic<\/span>-eige\u00adnen Schlichtheit zwis\u00adchen Non\u00adsens und Nach\u00adden\u00adklichem (<span style=\"font-style:italic\">Im Zweifel f\u00fcr den Zweifel<\/span>). Ein sehr feines St\u00fcck Musik f\u00fcr den, der kluge Texte und Indie-Rock mag und auch nichts dage\u00adgen einzuwen\u00adden hat, dass <span style=\"color:green\">Dirk von Lowt\u00adzow<\/span> die Texte, \u00e4hn\u00adlich <span style=\"color:green\">Mark E. Smith<\/span> von den unver\u00adw\u00fcstlichen <span style=\"color:green\">The Fall<\/span>, eher deklamiert als tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich singt; denn selb\u00adst das klingt um L\u00e4n\u00adgen bess\u00ader als das, was viele andere so genan\u00adnte Rock\u00adbands mit ihrem immer\u00adgle\u00adichen <span style=\"color:green\">beat\u00adlesquen<\/span> \u201cHar\u00admoniege\u00adsang\u201d zu erre\u00adichen ver\u00adsuchen.<\/p>\n<p>Ich wieder\u00adhole mich gern: \u201cSchall und Wahn\u201d ist eins der bis\u00adlang weni\u00adgen guten Indie\u00adrock\u00adalben dieses Jahres.<\/p>\n<p>Als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adprobe<\/span> kann man, was mich sehr erfreut, auch weit\u00ader\u00adhin auf die Seite <a href=\"http:\/\/www.deezer.com\/de\/music\/tocotronic\/schall-und-wahn-471823\">Deezer.com<\/a> zur\u00fcck\u00adgreifen, die nach wie vor das voll\u00adst\u00e4ndi\u00adge Album zum unbe\u00adgren\u00adzten Anh\u00f6ren zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung stellt. Hier\u00adf\u00fcr einen her\u00adzlichen Dank an Deezer.com!<\/p>\n<p>Ach, da ich ger\u00adade <span style=\"color:green\">Mark E. Smith<\/span> erw\u00e4h\u00adnte:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41oLkwTXibL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41oLkwTXibL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">The Fall \u2014 Your Future Our Clut\u00adter<\/span><br>\n&nbsp;<br>\n\u201cYour Future Our Clut\u00adter\u201d ist, dies erf\u00e4hrt man vielerorts, das mit\u00adtler\u00adweile 28. Stu\u00addioal\u00adbum der Band <span style=\"color:green\">The Fall<\/span>, und noch immer ist es uner\u00adgr\u00fcndlich, wof\u00fcr sie ste\u00adht. Gen\u00adreschubladen kann man hier ohne\u00adhin direkt geschlossen belassen: Von atonalem Nois\u00ade\u00adrock der <span style=\"color:green\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span> \u00fcber hingerotzten Punk, Marke <span style=\"color:green\">Sex Pis\u00adtols<\/span>, bis hin zu rhyth\u00admus\u00adlastigem Indie\u00adrock (etwa in <span style=\"font-style:italic\">Chi\u00adno<\/span>) hat <span style=\"color:green\">John Peel<\/span>s erk\u00adl\u00e4rte Lieblings\u00adband jeden nur erden\u00adklichen Ein\u00adfluss in punc\u00adto hochw\u00ader\u00adtiger Schram\u00admel\u00admusik in ihre Musik aufgenom\u00admen und damit ihrer\u00adseits inzwis\u00adchen 34 Jahre lang andere Musik\u00ader\u00adgen\u00ader\u00ada\u00adtio\u00adnen bee\u00adin\u00adflusst. (Sinnlos\u00ader Fakt am Rande: Sollte es <span style=\"color:green\">The Fall<\/span> 2011 noch geben, und dage\u00adgen scheint derzeit nichts zu sprechen, so wird es Zeit, das alte Lied <span style=\"font-style:italic\">35 Jahre<\/span> der <span style=\"color:green\">Toten Hosen<\/span> wieder auszu\u00adgraben; ihr wisst schon, <span style=\"font-style:italic\">more of the same<\/span>.)\n<p>Das soll keines\u00adfalls bedeuten, dass \u201cYour Future Our Clut\u00adter\u201d \u00fcber\u00adfl\u00fcs\u00adsig w\u00e4re, nur weil man nur wenig neues zu sagen hat; nein, jedes Album der Com\u00adbo klingt frisch und unver\u00adbraucht und immer auch ein wenig \u00fcber\u00adraschend. Das Album wird durch\u00adzo\u00adgen von Lo-Fi-Effek\u00adten und <span style=\"color:green\">Mark E. Smith<\/span>s unver\u00adwech\u00adsel\u00adbarem Murmeln, das in eini\u00adgen weni\u00adgen Momenten, etwa dem Titel\u00adst\u00fcck-Duo <span style=\"font-style:italic\">Y.F.O.C.<\/span> und <span style=\"font-style:italic\">O.F.Y.C.<\/span>, in rebel\u00adlis\u00adches Rufen umschl\u00e4gt, jedoch nie die mit dur\u00adchaus h\u00f6r\u00adbarem Akzent vor\u00adge\u00adtra\u00adge\u00adnen Texte ver\u00adst\u00e4ndlich wer\u00adden l\u00e4sst, so dass ich hier lei\u00adder, anders, als eigentlich \u00fcblich, auf Zitate verzicht\u00aden muss. Aber ist das denn wichtig?<\/p>\n<p>Wie schon das l\u00e4ngst leg\u00adend\u00e4re Album \u201cWhite Light \/ White Heat\u201d der bere\u00adits erw\u00e4h\u00adn\u00adten <span style=\"color:green\">VU<\/span> ent\u00adfal\u00adtet \u201cYour Future Our Clut\u00adter\u201d seine destruk\u00adtive Wirkung auch, wenn man die Texte nicht beachtet. Das Sch\u00f6ne an jahrzehn\u00adte\u00adlanger Beschal\u00adlung mit har\u00admonis\u00adchen Kl\u00e4n\u00adgen ist es, dass das Bedrohliche aus Gitar\u00adren-R\u00fcck\u00adkop\u00adplun\u00adgen und gewalti\u00adgen Rhyth\u00admustep\u00adpichen partout nicht ver\u00adschwindet; <span style=\"color:green\">The Fall<\/span> haben dem <span style=\"font-style:italic\">main\u00adstream<\/span> viel zu ver\u00addanken, und sie geben es seit mehr als drei Jahrzehn\u00adten reich\u00adlich zur\u00fcck. M\u00f6ge es noch lange so bleiben!<\/p>\n<p>Und wer sich noch immer nicht viel unter meinen \u2014 zugegeben \u2014 etwas schwurbe\u00adli\u00adgen Beschrei\u00adbun\u00adgen vorstellen kann, aber dur\u00adchaus nicht abgeneigt ist, mehr \u00fcber diese Musik zu erfahren, der m\u00f6ge einen Blick auf den fol\u00adgen\u00adden Absatz wer\u00adfen:<\/p>\n<p>Als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adprobe<\/span> n\u00e4m\u00adlich ste\u00adht auch dieses Album derzeit voll\u00adst\u00e4ndig zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung, m\u00f6glich macht\u2019s <a href=\"http:\/\/3voor12.vpro.nl\/speler\/luisterpaal\/43371622#luisterpaal.43371622\">3voor12.vpro.nl<\/a>. Nutzt das Ange\u00adbot weise!<\/p>\n<p>\u201cOch nee, das ist mir zu l\u00e4r\u00admig\u201d, ruft ihr jet\u00adzt ent\u00adt\u00e4uscht, \u201chast du nichts Har\u00admonis\u00adcheres in dein\u00ader Liste?\u201d<br>\nDoch, habe ich:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51zrcWTdbBL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51zrcWTdbBL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Kaipa \u2014 In the Wake of Evo\u00adlu\u00adtion<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">We are clos\u00ader to the edge than yes\u00adter\u00adday\u201d<\/span> (In the Wake of Evo\u00adlu\u00adtion)<br>\n&nbsp;<br>\nNanu, der Titel des Albums kommt bekan\u00adnt vor; tr\u00e4gt nicht das zweite Album von <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span> den Namen \u201cIn the Wake of Posei\u00addon\u201d? Und dann dieser Tex\u00adtauszug; <span style=\"color:green\">Yes<\/span>\u2019 grandios\u00ades <span style=\"font-style:italic\">Close To The Edge<\/span> ist zwar schon ein paar Jahrzehnte her, aber hat man es nicht auch schon mal geh\u00f6rt? Ist das Zufall?\n<p>Kurz gesagt: Nein, keines\u00adfalls. <span style=\"color:green\">Kaipa<\/span> ist, dies deutet das an <span style=\"color:green\">Transat\u00adlantic<\/span> oder auch <span style=\"color:green\">Eloy<\/span> erin\u00adnernde Cover\u00adbild bere\u00adits an, eine Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Band, die erst\u00admals 1974, also noch zur Hochzeit des Pro\u00adgres\u00adsive Rock, gegr\u00fcn\u00addet wurde und zu deren Mit\u00adgliedern im Laufe der Jahrzehnte unter anderem <span style=\"color:green\">Roine Stolt<\/span> (u.a. <span style=\"color:green\">The Flower Kings<\/span>, <span style=\"color:green\">The Tan\u00adgent<\/span>, <span style=\"color:green\">Transat\u00adlantic<\/span>) und <span style=\"color:green\">Jonas Rein\u00adgold<\/span> (u.a. <span style=\"color:green\">The Flower Kings<\/span>, <span style=\"color:green\">The Tan\u00adgent<\/span>) ange\u00adh\u00f6rten, was schon unge\u00adf\u00e4hr zeigt, in welche Rich\u00adtung die Reise geht:<\/p>\n<p>Auf \u201cIn the Wake of Evo\u00adlu\u00adtion\u201d ist solid\u00ader Retro-Prog im Stil von <span style=\"color:green\">Yes<\/span>, <span style=\"color:green\">Rit\u00adu\u00adal<\/span>, <span style=\"color:green\">RPWL<\/span> und, trotz des Ausstiegs von <span style=\"color:green\">Roine Stolt<\/span>, immer wieder auch der <span style=\"color:green\">Flower Kings<\/span> zu h\u00f6ren. Drei St\u00fccke \u00fcber\u00adschre\u00adit\u00aden die \u201cmagis\u00adche\u201d 10-Minuten-Gren\u00adze, eines geht sog\u00adar \u00fcber 17 Minuten hin\u00adaus; die l\u00e4n\u00adgere Spiel\u00add\u00adauer f\u00fchrt aber niemals zu \u00fcber\u00adfl\u00fcs\u00adsi\u00adgen L\u00e4n\u00adgen. Der Gesang von <span style=\"color:green\">Patrick Lund\u00adstr\u00f6m<\/span> und <span style=\"color:green\">Aleena Gib\u00adson<\/span> erin\u00adnert mal, etwa im Titel\u00adst\u00fcck, an den har\u00admonis\u00adchen Neo-Prog von <span style=\"color:green\">Transat\u00adlantic<\/span>, mal an <span style=\"color:green\">Yes<\/span>, all dies wird verziert von den verd\u00e4chtig nach <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> klin\u00adgen\u00adden Key\u00adboards von Band\u00adgr\u00fcn\u00adder <span style=\"color:green\">Hans Lundin<\/span>, <span style=\"color:green\">Jonas Rein\u00adgold<\/span>s l\u00e4ngst etabliertem, druck\u00advollem Bassspiel und flir\u00adren\u00adden Gitar\u00adren, mitunter auch von Vio\u00adline und Fl\u00f6te begleit\u00adet, was ein wenig an die ersten Alben von <span style=\"color:green\">King Crim\u00adson<\/span> erin\u00adnert. (Und schon schlie\u00dft sich der m\u00fch\u00adsam ge\u00f6ffnete Kreis; tadah!)<\/p>\n<p>Das l\u00e4ngst angek\u00fcndigte n\u00e4ch\u00adste Stu\u00addioal\u00adbum von <span style=\"color:green\">Yes<\/span> l\u00e4sst noch immer auf sich warten. Wer es \u2014 wie ich \u2014 fiebernd erwartet, dem sei als \u00dcber\u00adgang \u201cIn the Wake of Evo\u00adlu\u00adtion\u201d nahe gelegt. Und nat\u00fcr\u00adlich auch <a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?content=band&amp;bandId=107\">alle anderen Alben<\/a> von <span style=\"color:green\">Kaipa<\/span>, ein\u00ader Band, die meines Eracht\u00adens viel zu wenig Beach\u00adtung find\u00adet, wenn es um Musik dieser Art geht.<\/p>\n<p>Als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> empfehle ich zun\u00e4chst die \u00fcblichen Auss\u00adchnitte auf <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Wake-Evolution-Kaipa\/dp\/B0037B6W06\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>. Wem das nicht gen\u00fcgt, der kann sich auf dem <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/kaipa\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der Band weit\u00adere Ein\u00addr\u00fccke ver\u00adschaf\u00adfen und etwa das Titel\u00adst\u00fcck auch auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=n6YSKfK1HHQ\">YouTube.com<\/a> h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcnf Buch\u00adstaben wie \u201cKaipa\u201d hat \u00fcbri\u00adgens der Name der fol\u00adgen\u00adden Musik\u00adgruppe, und er begin\u00adnt fol\u00adgerichtig mit einem \u201cL\u201d:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51R3PvaoX6L.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51R3PvaoX6L._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Lap\u00adko \u2014 A New Bohemia<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cI asked for noth\u00ading more than a lit\u00adtle time\u201d<\/span> (I Don\u2019t Even Kill)<br>\n&nbsp;<br>\nSchon als ich dieses Album <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/05\/vom-bord-zum-rinnstein-und-zuruck-ein-reisebericht-angefordert-und-geliefert\/\" title=\"Vom Bord- zum Rinnstein und zur\u00fcck: Ein Reisebericht, angefordert und geliefert.\">zum ersten Mal h\u00f6rte<\/a>, dachte ich spon\u00adtan: Ein solides Rock\u00adfun\u00adda\u00adment mit viel Rhyth\u00admus, pri\u00adma Musik, bis der schreck\u00adlich n\u00f6lende Gesang ein\u00adset\u00adzt; ah, <span style=\"color:green\">Place\u00adbo<\/span>. Und tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich ist diese Par\u00adal\u00adlele, wenn man dem Inter\u00adnet in sein\u00ader schi\u00ader unendlichen Weisheit trauen darf, nicht nur mir aufge\u00adfall\u00aden; so schreibt man etwa auf motor.de:\n<blockquote><p>Bere\u00adits auf ihren drei Vorg\u00e4ngern kon\u00adnten Lap\u00adko mit ihrem unkon\u00adven\u00adtionellen Mix aus Met\u00adal \u2014 und New Wave-Ele\u00admenten \u00fcberzeu\u00adgen. Der wuchtige und teils epis\u00adche Grund\u00adsound der Band ste\u00adht im krassen Gegen\u00adsatz zur fast schon fem\u00adi\u00adni\u00adnen Stimme von S\u00e4nger Mal\u00adja. Den\u00adnoch ver\u00admag sein Organ sich per\u00adfekt in den Sound einzu\u00adbinden, ohne die Musik zu split\u00adten. Ver\u00adgle\u00adiche mit <span style=\"color:green\">Mew<\/span>, oder auch <span style=\"color:green\">Place\u00adbo<\/span> liegen schnell auf der Hand.<\/p><\/blockquote>\n<p>Was also macht dieses Album so empfehlenswert, wenn doch <span style=\"color:green\">Place\u00adbo<\/span> wahrlich nicht zu meinen (wen\u00adngle\u00adich indes zu <a href=\"http:\/\/www.schallgrenzen.de\/besuch-in-berlin-bei-lie-in-the-sound-meinen-waffenbruedern-und-placebo\/\">seinen<\/a>) Favoriten z\u00e4hlt? Nun, die Mis\u00adchung macht\u2019s.<\/p>\n<p>Lieder wie etwa <span style=\"font-style:italic\">I Shot The Sher\u00adiff<\/span> haben dur\u00adchaus Ohrwur\u00admqual\u00adit\u00e4t, und auch wenn die Texte ein wenig an <span style=\"color:green\">M.O.P.A.<\/span> (siehe erneut oben) erin\u00adnern, so wird man von \u201cA New Bohemia\u201d den\u00adnoch nicht deprim\u00adiert, son\u00addern, im Gegen\u00adteil, einiger\u00adma\u00dfen fr\u00f6h\u00adlich ges\u00adtimmt. Schon das Lied <span style=\"font-style:italic\">King &amp; Queen<\/span>, wenn ich mich mal so aus\u00addr\u00fcck\u00aden darf, geht <span style=\"font-style:italic\">ziem\u00adlich ab<\/span>, daran \u00e4ndern auch die st\u00e4ndi\u00adgen, dann doch irgend\u00adwie auf\u00adf\u00e4l\u00adli\u00adgen Britpop-\u201cohou\u201d-Passagen nichts. (Und \u00fcber\u00adhaupt, der Text mal wieder: \u201cIf I could be an ani\u00admal, you should be a zoo\u201d \u2014 fan\u00adtastisch.)<\/p>\n<p>Wenn schon <span style=\"color:green\">Place\u00adbo<\/span>, dann doch bitte wenig\u00adstens so!<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> gibt es unter anderem auf <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/New-Bohemia-Lapko\/dp\/B0037KVH6Q\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>.<\/p>\n<p>Was fehlt denn bish\u00ader in der Liste? Ach ja: Gitar\u00adren\u00adw\u00e4nde, instru\u00admen\u00adtaler Postrock und alles, was damit zu tun hat.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/414oEULVmJL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/414oEULVmJL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">nice nice \u2014 Extra Wow<\/span><br>\n&nbsp;<br>\nDas Duo <span style=\"color:green\">Jason Buehler<\/span> und <span style=\"color:green\">Mark Shi\u00adrazi<\/span>, kurz <span style=\"color:green\">nice nice<\/span>, dessen Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum (eben \u201cExtra Wow\u201d) im April d.J. erschien, gilt noch immer als Geheimtipp, und das ist eigentlich schade, denn die Musik, die es macht, ist dur\u00adchaus h\u00f6renswert:\n<p>Ich h\u00f6re Shoegaz\u00ading, Space\u00adrock, Psy\u00adche\u00addel\u00adic Rock, Noise-Rock und immer wieder auch Math-Rock durch\u00adblitzen, all dies nie \u00fcber\u00adladen wirk\u00adend und allzu pom\u00adp\u00f6s aufge\u00adblasen, son\u00addern fein s\u00e4u\u00adber\u00adlich aufgeteilt und nebeneinan\u00adder. Der Verzicht auf Gesang erspart dem H\u00f6r\u00ader jede Ablenkung.<\/p>\n<p>Ander\u00adswo ver\u00adgle\u00adicht man <span style=\"color:green\">nice nice<\/span> mit <span style=\"color:green\">Bri\u00adan Eno<\/span>, der unter anderem der beste Grund ist, um sich etwa mit manchen Alben der anson\u00adsten doch recht schw\u00fcl\u00adsti\u00adgen <span style=\"color:green\">Roxy Music<\/span> anzufre\u00adun\u00adden, und liegt damit zwar nicht verkehrt, ver\u00adall\u00adge\u00admein\u00adert die Musik des Duos aber unn\u00f6tiger\u00adweise, denn sie bietet weitaus mehr als nur zusam\u00admenkopierte Ideen. Musik nicht nur f\u00fcr das Herz, son\u00addern auch f\u00fcr das Tanzbein, das dann auch flei\u00dfig geschwun\u00adgen wer\u00adden will und sich bei Bedarf auch selb\u00adst schwingt, sofern keine Aktion des an ihm h\u00e4n\u00adgen\u00adden Kon\u00adsumenten erfol\u00adgt.<\/p>\n<p>Und wer mit\u00adtanzen, aber noch nicht drau\u00adfloskaufen m\u00f6chte, dem empfehle ich das mit <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> gespick\u00adte <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/nicenice\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> von <span style=\"color:green\">nice nice<\/span>. <span style=\"font-style:italic\">Nice, nice<\/span>, wie der Fran\u00adzose sagt.<br>\n(Das Wort\u00adspiel kon\u00adnte ich nicht ungemacht lassen. Es war ein\u00adfach zu ein\u00adladend. Verzei\u00adht!)<\/p>\n<p>Die soeben get\u00e4tigte Erw\u00e4h\u00adnung eines Fran\u00adzosen l\u00e4sst mich geschickt \u00fcber\u00adleit\u00aden zu W\u00f6rtern aus noch abstruseren Sprachen, n\u00e4m\u00adlich dem Namen fol\u00adgen\u00adder Com\u00adbo:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51OkYcElwDL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51OkYcElwDL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Hamadryad \u2014 Intru\u00adsion<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cSus\u00adpi\u00adcion includ\u00aded in every ques\u00adtion\u201d<\/span> (In My Coun\u00adtry)<br>\n&nbsp;<br>\nVon <span style=\"color:green\">Hamadryad<\/span> hat\u00adte ich, eben\u00adso wie \u00fcbri\u00adgens die deutschsprachige Wikipedia, vor dem Erscheinen des Albums \u201cIntru\u00adsion\u201d noch nie geh\u00f6rt; den unver\u00adw\u00fcstlichen <a href=\"http:\/\/babyblaue-seiten.de\/index.php?content=review&amp;albumId=10651\">Baby\u00adblauen Seit\u00aden<\/a> ist es zu ver\u00addanken, dass ich, von ihnen \u00fcber die Exis\u00adtenz dieser Band aus Kana\u00adda informiert, mich mit den Hin\u00adter\u00adgr\u00fcn\u00adden deren Namens besch\u00e4ftigt habe und euch, liebe Leser, neben\u00adbei auch ein wenig Kul\u00adtur abseits guter Musik pr\u00e4sen\u00adtieren kann:\n<p>Die Hamadryaden sind in der griechis\u00adchen Mytholo\u00adgie die acht T\u00f6chter des ein\u00e4ugi\u00adgen Waldgeistes Oxy\u00adlos und der Hamadryas. Sie alle sind Dryaden, also Nymphen, und leben jew\u00adeils in einem Baum, u.a. dem Wal\u00adnuss\u00adbaum. Es wird davon aus\u00adge\u00adgan\u00adgen, dass die Hamadryade eben\u00adfalls stirbt, wenn ihr Haus\u00adbaum dies tut; let\u00adz\u00adtendlich also davon, dass alle acht Hamadryaden schon ein paar Jahre das Zeitliche geseg\u00adnet haben d\u00fcrften, was neben\u00adbei h\u00fcb\u00adsch demon\u00adstri\u00adert, dass die griechis\u00adche Mytholo\u00adgie fast so albern ist wie die Bibel. Ihr seht: Es lohnt sich, Alt\u00adgriechisch zu ler\u00adnen. Man hat immer wieder etwas zu lachen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Musik: Das hier behan\u00addelte Album von <span style=\"color:green\">Hamadryad<\/span> klingt zum Gl\u00fcck nicht nach alten, knarzen\u00adden B\u00e4u\u00admen, son\u00addern im Gegen\u00adteil frisch wie ein Mor\u00adgen im Fr\u00fch\u00adling in einem jun\u00adgen Laub\u00adwald. Mit der Schublade \u201cRetro-Prog\u201d w\u00fcrde man <span style=\"color:green\">Hamadryad<\/span> Unrecht tun, auch, wenn in <span style=\"font-style:italic\">In My Coun\u00adtry<\/span> der derzeit\u00adige <span style=\"color:green\">Yes<\/span>-Ersatzs\u00e4nger <span style=\"color:green\">Beno\u00eet David<\/span> Front\u00admann <span style=\"color:green\">J\u2011Phil Major<\/span> tatkr\u00e4ftig unter\u00adst\u00fctzt, denn \u201cretro\u201d (lat. \u201czur\u00fcck\u201d, apro\u00adpos Kul\u00adtur) klingt \u201cIntru\u00adsion\u201d nur streck\u00aden\u00adweise. Es \u00fcber\u00adwiegt ein energiere\u00adich\u00ader Pro\u00adgres\u00adsive Rock mit Anlei\u00adhen aus Neo-Prog (<span style=\"color:green\">Mar\u00adil\u00adlion<\/span> immer\u00adhin nicht) und den met\u00adal\u00e4hn\u00adlichen Kl\u00e4n\u00adgen von etwa <span style=\"color:green\">Tool<\/span> (ein\u00addrucksvoll und mich sprach\u00adlos hin\u00adter\u00adlassend ist etwa der F\u00fcnfmin\u00fcter <span style=\"font-style:italic\">Lost<\/span>).<\/p>\n<p>Klar, hier und da schauen <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span>-Key\u00adboards und <span style=\"color:green\">Yes<\/span>-Bass um die Ecke und winken fre\u00adundlich, aber sie bleiben nicht lange, behal\u00adten ihren Man\u00adtel an und sind meist schnell wieder weg. Key\u00adboard- und bass\u00adlastig ist es den\u00adnoch, was auf \u201cIntru\u00adsion\u201d mein Ohr erfreut, und somit genau so, wie es mir gef\u00e4llt; nicht ein\u00admal die viel zitierten <span style=\"color:green\">Spock\u2019s Beard<\/span> wussten mir jemals der\u00adar\u00adtige Freude zu bere\u00adit\u00aden.<\/p>\n<p>Und da ich ger\u00adade den Gesang erw\u00e4h\u00adnte: Er bleibt weit\u00adge\u00adhend auf kurze Pas\u00adsagen beschr\u00e4nkt, mit Aus\u00adnahme weniger St\u00fccke wie <span style=\"font-style:italic\">Here and Now<\/span>, und klingt trotz des Gast\u00ads\u00e4ngers nicht nach <span style=\"color:green\">Yes<\/span>, <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> und den anderen \u00fcblicher\u00adweise Genan\u00adnten, son\u00addern teils nach <span style=\"color:green\">High Wheel<\/span>, die ich eigentlich auch mal wieder h\u00e4u\u00adfiger erw\u00e4h\u00adnen sollte, teils nach den <span style=\"color:green\">Flower Kings<\/span>, meist aber wiederum ganz anders (unter anderem gew\u00fcrzt mit ein\u00ader Prise <span style=\"color:green\">Jon Bon Jovi<\/span>, wenn mich mein sp\u00e4testens seit dem gruseli\u00adgen \u201cEuro\u00advi\u00adsion Song Con\u00adtest\u201d arg gebeuteltes Geh\u00f6r nicht allzu sehr t\u00e4uscht), stets angemessen, nie \u00fcber\u00adtrieben the\u00adatralisch. Kurz gesagt: Der Gesang ist eins der wesentlichen Erken\u00adnungsmerk\u00admale von <span style=\"color:green\">Hamadryad<\/span>, und das kann man heutzu\u00adtage lei\u00adder nicht mehr oft attestieren. Sollte also eines der Mit\u00adglieder der Band diesen Text hier jemals lesen: Ich grat\u00aduliere zu eurem S\u00e4nger. Gut gemacht!<\/p>\n<p>Ein Faz\u00adit zu \u201cIntru\u00adsion\u201d ist schw\u00ader\u00adlich zu ziehen, und ich freue mich ger\u00adade dar\u00fcber, dass ich diesen Text hier aus Eigen\u00adin\u00adter\u00adesse schreibe und nicht etwa f\u00fcr ein Mag\u00ada\u00adzin, das mich daf\u00fcr bezahlt, son\u00adst m\u00fcsste ich mir nun wom\u00ad\u00f6glich eines aus\u00addenken und s\u00e4\u00dfe auf der Stra\u00dfe bei den drei Chi\u00adne\u00adsen; und ich kann doch gar nicht Kon\u00adtra\u00adbass spie\u00adlen, geschweige denn Chi\u00adne\u00adsisch! So aber gen\u00fcgt es mir, zusam\u00admen\u00adfassend Thomas Kohlru\u00df von den Baby\u00adblauen Seit\u00aden zu zitieren:<\/p>\n<blockquote><p>Teils hardrock\u00adi\u00adgen, teils jaz\u00adzrock\u00adi\u00adgen, teils sym\u00adphonisch ange\u00adhaucht\u00aden Retro\u00adprog bieten uns Hamadryad auf \u201cIntru\u00adsion\u201d an. Dabei ste\u00adht \u201cRetro\u201d nur daf\u00fcr, dass hier klas\u00adsis\u00adche Motive des Pro\u00adgres\u00adsive Rock, wie wirbe\u00adlige Key\u00adboards, flir\u00adrende Syn\u00adthie-Solos, kraftvolles Gitar\u00adren\u00adriff\u00ading, far\u00adbige, ver\u00adtrack\u00adte Arrange\u00adments, bollern\u00adder Bass und vitales Drum\u00adming, ver\u00adar\u00adbeit\u00adet wer\u00adden. Instru\u00admen\u00adtal sind Hamadryad immer noch eine Klasse f\u00fcr sich, wenn sie erst\u00admal die Fes\u00adseln abstreifen und ordentlich losle\u00adgen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und in wem ich jet\u00adzt das dur\u00adchaus gebotene Inter\u00adesse an diesem Album weck\u00aden kon\u00adnte, dem ich mit Vergn\u00fc\u00adgen den Stem\u00adpel \u201cbestes Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Album des ganzen ver\u00addammten Jahres\u201d auf\u00addr\u00fcck\u00aden w\u00fcrde, w\u00e4ren da nicht die restlichen Monate noch abzukaspern, den lasse ich selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich nicht blind gegen die n\u00e4ch\u00adst\u00adbeste Lat\u00ader\u00adne ren\u00adnen, son\u00addern ver\u00adweise auf die <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span>, die das <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/hamadryadmusic\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der Band zieren.<\/p>\n<p>Aber schal\u00adten wir doch nun erst ein\u00admal einen Gang zur\u00fcck:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51lGFTEAwhL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51lGFTEAwhL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks \u2014 Falling Down A Moun\u00adtain<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cIt\u2019s the wine that makes me sad, not the love I nev\u00ader had\u201d<\/span> (Fac\u00adto\u00adry Girls)<br>\n&nbsp;<br>\n\u201cDie <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span> sind wieder da\u201d, so oder so \u00e4hn\u00adlich klang so manche Schlagzeile angesichts der Ver\u00f6f\u00adfentlichung des Albums \u201cFalling Down A Moun\u00adtain\u201d. Allzu selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich war es nicht, dass dieses Album jemals erscheinen w\u00fcrde, waren die <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span> doch bere\u00adits mit dem Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adbum \u201cThe Hun\u00adgry Saw\u201d vom Sex\u00adtett zum Trio geschrumpft.\n<p>Und \u201cwieder da\u201d ist so auch nicht zutr\u00ade\u00adf\u00adfend. \u00c4hn\u00adlich wie <span style=\"color:green\">Sig\u00adur R\u00f3s<\/span> sich in den let\u00adzten Jahren zu ein\u00ader beina\u00adhe fr\u00f6h\u00adlichen Pop\u00adband entwick\u00adel\u00adten, so unter\u00adzo\u00adgen sich auch die <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span> ein\u00ader Meta\u00admor\u00adphose. Geblieben ist der immer etwas wehlei\u00addig klin\u00adgende, zer\u00adbrech\u00adliche Gesang von <span style=\"color:green\">Stu\u00adart A. Sta\u00adples<\/span>, der mitunter dem eigentlich als unver\u00adgle\u00adich\u00adbar gel\u00adtenden <span style=\"color:green\">Leonard Cohen<\/span> nicht un\u00e4hn\u00adlich ist, die Lieder selb\u00adst jedoch haben sich gewan\u00addelt.<\/p>\n<p>Vor\u00adbei ist es mit dem d\u00fcsteren Dark Wave, der noch auf \u201cThe Hun\u00adgry Saw\u201d vorherrschte und an manchen Tagen auch einem fr\u00f6h\u00adlichen Men\u00adschen mal so richtig die Stim\u00admung ver\u00adsauen kon\u00adnte, zwar noch nicht, unter anderem das Lied <span style=\"font-style:italic\">Fac\u00adto\u00adry Girls<\/span> wahrt die Tra\u00addi\u00adtion, aber bere\u00adits das er\u00f6ff\u00adnende Titel\u00adst\u00fcck zeigt, was den H\u00f6r\u00ader erwartet. Los geht\u2019s mit Bl\u00e4sern und einem Jazz-Rhyth\u00admus von Schlagzeug und Bass, bis mehrstim\u00admiger Gesang \u2014 ken\u00adnt man von den <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span> bis\u00adlang auch nicht unbe\u00add\u00adingt \u2014 ein\u00adset\u00adzt. \u00dcber ins\u00adge\u00adsamt sechs Minuten entwick\u00adelt sich eine sur\u00adreale Stim\u00admung, bis die Psy\u00adche\u00adde\u00adlik pl\u00f6t\u00adzlich endet und das Lied langsam abschwellt, nur noch von Gesang, Gitarre und Schlagzeug getra\u00adgen. Andere St\u00fccke wie etwa <span style=\"font-style:italic\">Har\u00admo\u00adny Around My Table<\/span> und <span style=\"font-style:italic\">No Place So Alone<\/span> zollen dem Shuf\u00adfle-Blues und der Soul\u00admusik Trib\u00adut, in ersterem Fall gar stilecht mit fr\u00f6h\u00adlichen Hin\u00adter\u00adgrund\u00adch\u00f6ren und \u201clalala\u201d-Gesang, gle\u00adich\u00adsam das <span style=\"font-style:italic\">Gob\u00adbledi\u00adgook<\/span> der <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span>. Was immer man von dieser Band erwartet hat\u00adte: Man wird \u00fcber\u00adrascht sein.<\/p>\n<p>Nat\u00fcr\u00adlich geht es bei den <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span> nicht ohne sex\u00aduelle Anspielun\u00adgen, siehe etwa <span style=\"font-style:italic\">Rent\u00aded Rooms<\/span> vom Album \u201cCur\u00adtains\u201d:<\/p>\n<blockquote><p>We tried a drink\u00ading bar, it gets so very hard,<br>\nand when the cab ride gets too long, we go fuck in the bath\u00adroom.<\/p><\/blockquote>\n<p>So gese\u00adhen ist es sich\u00ader kein Zufall, dass das Lied <span style=\"font-style:italic\">She rode me down<\/span> (\u201cSie ritt mich nieder\u201d) mit den wieder\u00adholten Worten \u201cShe rode me\u201d endet, zwinker, zwinker; Details wie dieses machen die Fasz\u00adi\u00adna\u00adtion der Texte der <span style=\"color:green\">Tin\u00adder\u00adsticks<\/span> indes erst aus, wie ich meine. Fast m\u00f6chte ich (wieder ein\u00admal) schreiben: Hihi.<\/p>\n<p>Genug der schn\u00f6\u00adden Worte! Als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> gibt es auf <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Falling-Down-Mountain-Tindersticks\/dp\/B002ZCWAA4\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> die \u00fcblichen bl\u00f6\u00adden 30-Sekun\u00adden-H\u00e4p\u00adpchen, auf <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/user\/heavensinversionvox#p\/u\">YouTube.com<\/a> ist indes derzeit das voll\u00adst\u00e4ndi\u00adge Album anzuh\u00f6ren, so lange die Plat\u00adten\u00adfir\u00adma nichts dage\u00adgen untern\u00adimmt, also hof\u00adfentlich noch lange. (Nota bene: Ich kann der gesellschaftlich akzep\u00adtierten Schwarzkopie via YouTube nicht viel abgewin\u00adnen, so lange die Nutzung von Tauschb\u00f6rsen beina\u00adhe mit min\u00addestens Kinder\u00adsch\u00e4n\u00addung auf eine Stufe gestellt wird; aber darum soll\u2019s hier aus\u00adnahm\u00adsweise ein\u00admal nicht gehen.)<\/p>\n<p>Und nach\u00addem wir uns nun diese kleine Ver\u00adschnauf\u00adpause geg\u00f6n\u00adnt haben, k\u00f6n\u00adnen wir wieder ein wenig gitar\u00adren\u00adlasti\u00adgen Rock ver\u00adtra\u00adgen, und er kommt wie bestellt:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41azIsMkSeL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41azIsMkSeL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">The Black Box Rev\u00ade\u00adla\u00adtion \u2014 Sil\u00adver Threats<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cMad\u00adness freak\u00ading out\u201d<\/span> (Where Has All This Mess Begun)<br>\n&nbsp;<br>\nWoran denkt man zuerst, wenn man \u201cGara\u00adgen\u00adrock\u201d liest? An <span style=\"color:green\">MC5<\/span>, vielle\u00adicht auch <span style=\"color:green\">The Strokes<\/span>?<br>\nNun, <span style=\"color:green\">The Black Box Rev\u00ade\u00adla\u00adtion<\/span> ist ein bel\u00adgis\u00adches Duo, das genau diese Musik macht, und der einzige Ein\u00adfluss, der mir spon\u00adtan auffiel, war der <span style=\"color:green\">Man\u00addo-Diao<\/span>-\u00e4hn\u00adliche Gesang, was weniger einen Wider\u00adspruch darstellt, als dies zun\u00e4chst erscheinen mag. Als die <span style=\"color:green\">Rolling Stones<\/span> mit der\u00adlei Kl\u00e4n\u00adgen exper\u00adi\u00admen\u00adtierten, nan\u00adnte man sie noch Blues\u00adrock. Aber ist das noch zeit\u00adgem\u00e4\u00df?\n<p>W\u00e4hrend der Auf\u00adnah\u00admen f\u00fcr ihr zweites Album arbeit\u00adeten die bei\u00adden M\u00e4n\u00adner, bei\u00adde erst um die 20 Jahre alt, mit <span style=\"color:green\">Ray Davies<\/span> von den l\u00e4ngst leg\u00adend\u00e4ren <span style=\"color:green\">Kinks<\/span> zusam\u00admen, und auch, wenn dieser nicht selb\u00adst auf dem Album zu h\u00f6ren ist, so ist dies doch offen\u00adsichtlich mehr als nur eine Zweck\u00adge\u00admein\u00adschaft gewe\u00adsen; Anony\u00admus \u201cKlaus\u201d schreibt zum Beispiel auf <a href=\"http:\/\/www.persona-non-grata.de\/2010\/02\/05\/the-black-box-revelation-%E2%80%93-silver-threats\/\">Persona-Non-Grata.de<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>(\u2026) ordentlich abge\u00adhangene Blues\u00adriffs, genuschel\u00adter Gesang mit fast schon arro\u00adgant gr\u00f6\u00dfen\u00adwahnsin\u00adnigem Unter\u00adton, eher <span style=\"color:green\">Black Keys<\/span> als <span style=\"color:green\">White Stripes<\/span>, mehr <span style=\"color:green\">Kinks<\/span> als <span style=\"color:green\">Zep\u00adpelin<\/span>, obwohl die Aus\u00adfl\u00fcge ins psy\u00adche\u00addelis\u00adche gegen Ende dann doch an Aus\u00adma\u00dfen erhe\u00adblich zunehmen und in dem fast schon <span style=\"color:green\">young<\/span>esken Feed\u00adback\u00adge\u00adwit\u00adter \u201c<span style=\"font-style:italic\">Here Comes The Kick<\/span>\u201d mit neun Minuten L\u00e4nge gipfeln.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Ver\u00adgle\u00adich mit <span style=\"color:green\">Neil Young<\/span> zu dessen besten Zeit\u00aden ist so weit nicht ein\u00admal herge\u00adholt, tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich geht <span style=\"font-style:italic\">Here Comes The Kick<\/span> ordentlich zur Sache, aber zum Gl\u00fcck mit Gesang, der dann doch eher an <span style=\"color:green\">Jack White<\/span> erin\u00adnert. (Und dann auch immer wieder: <span style=\"color:green\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span>. Lo-Fi, dr\u00f6h\u00adnende Gitar\u00adren, ein Schlagzeug, das qua\u00adsi als ver\u00adst\u00e4rk\u00adtes Metronom funk\u00adtion\u00adiert, und dieser merk\u00adw\u00fcrdi\u00adge Rhyth\u00admus, der ohne bewusstes Zutun den Kopf des H\u00f6r\u00aders bewegt; das hat bei mir zulet\u00adzt bei <span style=\"color:green\">Nihiling<\/span> funk\u00adtion\u00adiert, die allerd\u00adings wiederum ganz andere Musik machen.)<\/p>\n<p>Ich sage: Zum Teufel mit den ewigen Etiket\u00adten, entschei\u00addend ist, dass es gef\u00e4llt, und das tut es in der Tat.<br>\n<span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> gibt es, au\u00dfer nat\u00fcr\u00adlich auf <a href=\"http:\/\/www.amazon.de\/Silver-Threats-Ltd-Version-Black-Revelation\/dp\/B00305ICLG\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, auch auf dem <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/theblackboxrevelation\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der Band; zwar nicht <span style=\"font-style:italic\">Here Comes The Kick<\/span>, aber einige andere Lieder. Und so bleibt immer\u00adhin auch noch etwas, was zum Kauf des Albums ein\u00adl\u00e4dt. Wer also noch nach einem Kauf\u00adgrund gesucht hat: Da ist er. Bitte\u00adsehr!<\/p>\n<p>Bleiben wir, Etiket\u00adtierung hin oder her, nun ein\u00admal im Rock\u00adgenre und seinen zahlre\u00adichen Sub\u00adgen\u00adres und star\u00adren begierig auf fol\u00adgen\u00addes Album:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41yhouWSQdL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/41yhouWSQdL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Liars \u2014 Sis\u00adter\u00adworld<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cStand in the street with a gun, and then kill \u2018em all!\u201d<\/span> (Scare\u00adcrows on a Killer Slant)<br>\n&nbsp;<br>\nApro\u00adpos <span style=\"color:green\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span>: In den 60-er Jahren war diese Band ja daf\u00fcr bekan\u00adnt, als Antag\u00ado\u00adnis\u00adten der Hip\u00adpiekul\u00adtur die dun\u00adklen Seit\u00aden New Yorks anzuprangern, eben Dro\u00adgen, Gewalt und sex\u00aduelle Umtriebe. Seit dieser Zeit hat sich offen\u00adbar erwartungs\u00adgem\u00e4\u00df nur wenig getan in den VSvA, und so kann \u00fcber 40 Jahre sp\u00e4ter die aus Los Ange\u00adles stam\u00admende Musik\u00adgruppe <span style=\"color:green\">Liars<\/span> eine \u201cSis\u00adter\u00adworld\u201d, eine \u201cSchwest\u00ader\u00adwelt\u201d also, inmit\u00adten ihrer Heimat\u00adstadt doku\u00admen\u00adtieren, die auch weit\u00ader\u00adhin ein Biotop f\u00fcr Aussteiger aus der Gesellschaft darstellt.\n<p>Der Pres\u00adse\u00adtext liest sich auszugsweise fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen:<\/p>\n<blockquote><p>\u201cSis\u00adter\u00adworld\u201d ist ein ganz eigenes <span style=\"color:green\">Liars<\/span>-Album, ohne h\u00f6r\u00adbare Ein\u00adfl\u00fcsse und sehr weit weg von den oft falschen Ver\u00adsprechun\u00adgen und zer\u00adbroch\u00adenen Tr\u00e4u\u00admen von Los Ange\u00adles. Auf \u201cSis\u00adter\u00adworld\u201d unter\u00adsucht <span style=\"color:green\">Liars<\/span> die Under\u00adground\u00adkul\u00adtur zu erkun\u00adden, die sich in der Stadt gebildet hat um dem Ver\u00adlust der eige\u00adnen Iden\u00adtit\u00e4t in der ober\u00adfl\u00e4ch\u00adlichen Gesellschaft von Los Ange\u00adles ent\u00adge\u00adgen\u00adzuwirken. Die Band erk\u00adl\u00e4rt dazu, \u201cUns inter\u00adessieren die alter\u00adna\u00adtiv\u00aden Leben\u00adsr\u00e4ume die sich die Leute in Los Ange\u00adles aufge\u00adbaut haben um ihre eigene Iden\u00adtit\u00e4t in dieser Stadt zu wahren. Leben\u00adsr\u00e4ume, in denen Out\u00adcasts und Einzel\u00adg\u00e4nger eine ver\u00addrehte Beziehung zum Rest der Gesellschaft f\u00fchren.\u201d<\/p><\/blockquote>\n<p>Musikalisch auch hier: Kraftvoller Gara\u00adgen\u00adrock, pumpen\u00adder Bass, treiben\u00addes Schlagzeug. Mitunter f\u00e4llt <span style=\"color:green\">Nick Cave<\/span> ein. Man brauche, so Front\u00admann <span style=\"color:green\">Angus Andrew<\/span> im <a href=\"http:\/\/www.chartattack.com\/features\/81041\/liars-arent-nihilists-just-realists\">Inter\u00adview<\/a> mit Chartattack.com, eine gesunde Por\u00adtion Real\u00adis\u00admus\u2019, um das Leben in dieser Stadt zu ertra\u00adgen, und das spiegelt sich auch in den Tex\u00adten wieder.<\/p>\n<p>Als <span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben<\/span> gibt es auf dem <a href=\"http:\/\/myspace.com\/liarsliarsliars\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> des Trios derzeit unter anderem das Lied <span style=\"font-style:italic\">Too Much, Too Much<\/span> sowie diverse Remixe ander\u00ader Lieder zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des ersten Teils noch mal ein etwas heit\u00ader\u00aderes Album, das erst seit kurzem mein Inven\u00adtar bere\u00adichert:<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51eS-eUSjUL.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:80px;height:80px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/51eS-eUSjUL._SL500_AA300_.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Argos \u2014 Cir\u00adcles<\/span><br>\n<span style=\"color:red\">\u201cNoth\u00ading here is quite like any\u00adthing you know\u201d<\/span> (Wil\u00adlow Wind)<br>\n&nbsp;<br>\nDas ging schnell: War <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/12\/musik-122009-favoriten-und-analyse\/\" title=\"Musik 12\/2009 \u2013 Favoriten und Analyse\">im Dezem\u00adber<\/a> noch das selb\u00adst\u00adbetitelte Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum der Mainz\u00ader For\u00adma\u00adtion <span style=\"color:green\">Argos<\/span> Objekt mein\u00ader Begierde, so war zu diesem Zeit\u00adpunkt das Nach\u00adfol\u00adgeal\u00adbum \u201cCir\u00adcles\u201d bere\u00adits in der Entste\u00adhung begrif\u00adf\u00aden, und es fand eine pos\u00adi\u00adtive Entwick\u00adlung statt.\n<p>Gitar\u00adrist <span style=\"color:green\">Rico Flor\u00adczak<\/span>, auf \u201cArgos\u201d noch Gast\u00admusik\u00ader, ist nun\u00admehr ein festes Band\u00admit\u00adglied und dr\u00fcckt \u201cCir\u00adcles\u201d seinen Stem\u00adpel auf. War ersteres noch von <span style=\"color:green\">Car\u00ada\u00advan<\/span> und <span style=\"color:green\">The Tan\u00adgent<\/span> bee\u00adin\u00adflusst, so ist der Can\u00adter\u00adbury Sound auf \u201cCir\u00adcles\u201d einem sym\u00adphonis\u00adchen Progressive\/Art Rock gewichen, wie ihn etwa die <span style=\"color:green\">Flower Kings<\/span> prak\u00adtizieren. Und auch der Gesang, auf dem Deb\u00fct noch Anlass f\u00fcr viel\u00ader\u00adlei Kri\u00adtik, ist druck\u00advoller und empathis\u00adch\u00ader gewor\u00adden, mitunter <span style=\"color:green\">Peter Ham\u00admill<\/span> nicht un\u00e4hn\u00adlich.<\/p>\n<p>Anson\u00adsten: Jaz\u00adzrock, <span style=\"color:green\">Yes<\/span> (kommt au\u00dfer mir noch jeman\u00addem der Titel <span style=\"font-style:italic\">Total Mess Retail<\/span> bekan\u00adnt vor?), mitunter auf Deutsch einge\u00adsproch\u00adene <span style=\"color:green\">Erich-K\u00e4st\u00adner<\/span>-Zitate als wiederkehren\u00addes Motiv (drum \u201cCir\u00adcles\u201d).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.musikreviews.de\/reviews\/2010\/Argos\/Circles\/\">Musikreviews.de<\/a> zieht zudem <span style=\"color:green\">Eloy<\/span>, <span style=\"color:green\">Jadis<\/span> und <span style=\"color:green\">IQ<\/span> als Ver\u00adgle\u00adich her\u00adan, ver\u00adgisst aber immer\u00adhin nicht, zu erw\u00e4h\u00adnen, dass das, was <span style=\"color:green\">Argos<\/span> auf Ton\u00adtr\u00e4ger ban\u00adnen, mit nur sel\u00adten geh\u00f6rter Eigen\u00adst\u00e4ndigkeit daherkommt.<\/p>\n<p>Mit ihrem zweit\u00aden Album hat <span style=\"color:green\">Argos<\/span> sich freige\u00adspielt. Geblieben sind der Humor in Tex\u00adten und Liedtiteln sowie die Verehrung vor den Helden der 70-er Jahre, Geschichte aber ist die Unsicher\u00adheit, wohin die Reise gehen soll. Das bere\u00adits angek\u00fcndigte dritte Album wird zeigen, ob sie ihrem eige\u00adnen Anspruch gen\u00fc\u00adgen k\u00f6n\u00adnen; nach mehrma\u00adligem Genuss des bish\u00aderi\u00adgen \u0152uvres jeden\u00adfalls bin ich zuver\u00adsichtlich.<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">H\u00f6r\u00adproben:<\/span> Ausz\u00fcge aus bei\u00adden bish\u00ader ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden Alben hat die Band auf ihrem <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/returntowhatever\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> (f\u00fcr Lieb\u00adhaber von Details: auch ein recht am\u00fcsan\u00adter MySpace-Pro\u00adfil\u00adname \u00fcbri\u00adgens) ver\u00f6f\u00adfentlicht. Feines Album!<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>Nach\u00addem ich nun euren Geld\u00adbeu\u00adtel gesch\u00e4n\u00addet habe, g\u00f6nne ich ihm ein wenig Erhol\u00adung und stelle drei dig\u00adi\u00adtal erh\u00e4ltliche Gratis\u00adton\u00adtr\u00e4ger vor:<\/p>\n<p><span style=\"font-size:14px\"><span style=\"color:blue\"><span style=\"font-weight:bold\">Teil 2: <span style=\"text-decoration:underline\">Gratis ist zu teuer!<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"http:\/\/www.metal.de\/pix_cdreviews\/futi_7nig.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:50px;height:50px\" src=\"http:\/\/www.metal.de\/pix_cdreviews\/futi_7nig.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Futile \u2014 7 Night\u00admares<\/span><br>\n&nbsp;<br>\nGanz und gar nicht <span style=\"font-style:italic\">Futile<\/span>, also zweck\u00adlos, ist dieses kurze Album. 7 Lieder (oder doch Alb\u00adtr\u00e4ume?) lang Alter\u00adna\u00adtive-Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Met\u00adal-Musik mit <span style=\"color:green\">Tool<\/span>-Rem\u00adi\u00adneszen\u00adzen aus der S\u00fcdp\u00adfalz.<br>\nIch hat\u00adte das Album <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/02\/gleich-klatscht-et-junge\/\" title=\"Gleich klatscht et, Junge.\">hier<\/a> schon kurz rezen\u00adsiert bzw. eben rezen\u00adsieren <a href=\"http:\/\/www.schallgrenzen.de\/futile-7-nightmares\/\">lassen<\/a> und ver\u00adweise daher nur auf dort.\n<p><span style=\"color:red\">Bezugsquellen:<\/span> Herun\u00adter\u00adladen kann man das sch\u00f6ne St\u00fcck Musik via <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/view.php?pid=2149\">eMule<\/a> und auf der eigens daf\u00fcr ein\u00adgerichteten <a href=\"http:\/\/www.7nightmares.com\">Inter\u00adnet\u00adseite<\/a>. Wer das MP3-For\u00admat nicht son\u00adder\u00adlich sch\u00e4tzt oder auch ein\u00adfach nur gern gute Musik finanziell sub\u00adven\u00adtion\u00adiert, der kann f\u00fcr zehn Euro eine <a href=\"http:\/\/shop.futilemusic.com\">CD-Ver\u00adsion<\/a> erwer\u00adben.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/longgrass200.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:50px;height:50px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/longgrass200.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Her Name Is Calla \u2014 Long Grass (EP)<\/span><br>\n&nbsp;<br>\n<span style=\"color:green\">Her Name Is Calla<\/span>, 2009 mit dem <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/12\/musik-122009-favoriten-und-analyse\/\" title=\"Musik 12\/2009 \u2013 Favoriten und Analyse\">pri\u00adma Album<\/a> \u201cHer\u00aditage\u201d bere\u00adits Anlass f\u00fcr zahlre\u00adiche melan\u00adcholis\u00adche Stun\u00adden, legte Anfang 2010 mit dem \u201cLong Grass\u201d-EP drei kurze St\u00fccke in der gewohn\u00adten Stim\u00admung nach.\n<p><a href=\"http:\/\/www.schallgrenzen.de\/her-name-is-calla-long-grass-oder-kann-traurige-musik-gluecklich-machen-teil-2\/\">Peter<\/a> schrieb im M\u00e4rz hierzu:<\/p>\n<blockquote><p>Fr\u00f6h\u00adlich ist ein\u00adfach, Melan\u00adcholie um vieles schwieriger. Zu beschreiben, zu besin\u00adgen, zu ver\u00adto\u00adnen. Ein\u00adfach ist doof, verkom\u00adplizierte See\u00adlen\u00adzust\u00e4nde, tragis\u00adche Gegeben\u00adheit\u00aden, Gl\u00fcck und Trauer machen das Leben nicht leichter, aber bes\u00adtim\u00admen unser\u00ader t\u00e4glich\u00ades Sein. (\u2026) Die elegis\u00adchen Sound\u00adland\u00adschaften, die sich \u00fcber uns aus\u00adbre\u00adit\u00aden,  machen sturzbe\u00adsof\u00adfen vor Gl\u00fcck.<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"color:red\">Bezugsquellen:<\/span> Schade, dass es die CD in der Holzk\u00adiste nicht mehr zu kaufen gibt. Auf Vinyl und als <span style=\"font-style:italic\">ein\u00adfache<\/span> CD ist \u201cLong Grass\u201d aber, eben\u00adso wie \u201cHer\u00aditage\u201d, noch immer <a href=\"http:\/\/denovali.com\/shop\/\">erh\u00e4ltlich<\/a>. Bei\u00adde Ton\u00adtr\u00e4ger kann man auch auf der <a href=\"http:\/\/www.denovali.com\/hernameiscalla\/\">Inter\u00adnet\u00adseite<\/a> von <span style=\"color:green\">Her Name Is Calla<\/span> voll\u00adst\u00e4ndig anh\u00f6ren, wo es auch eine .zip-Ver\u00adsion zum Herun\u00adter\u00adladen gibt. eMule-Fre\u00adunde wer\u00adden <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/view.php?pid=2154\">hier<\/a> f\u00fcndig.<\/p><\/li>\n<li><span style=\"float:right;padding-left:0.3em\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/m_a06a07ed1f7542bebb62eb62d1a5af38.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" style=\"width:50px;height:50px\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/m_a06a07ed1f7542bebb62eb62d1a5af38.jpg\"><\/a><\/span><span style=\"font-weight:bold;color:green\">All You\u2019ve Seen \u2014 Mahali<\/span><br>\n&nbsp;<br>\nKurzmel\u00addung zum Drit\u00adten: <span style=\"color:green\">All You\u2019ve Seen<\/span> ist ein Postrock-Trio bzw. inzwis\u00adchen <a href=\"http:\/\/blogs.myspace.com\/index.cfm?fuseaction=blog.view&amp;friendId=430361801&amp;blogId=530078586\">wahrschein\u00adlich<\/a> \u2011Quar\u00adtett aus der Schweiz, das weltweit einen <a href=\"http:\/\/dezji.wordpress.com\/2010\/04\/05\/some-mini-reviews\/\">pos\u00adi\u00adtiv\u00aden Ein\u00addruck<\/a> hin\u00adter\u00adlie\u00df.\n<p>Was auf dem Album erklingt: Wun\u00adder\u00adbar unauf\u00addringlich\u00ader instru\u00admen\u00adtaler Postrock, der meist beh\u00e4big dahin\u00adpl\u00e4tschert, aber auch mal so richtig los\u00adbret\u00adtern kann. THE GLASS FOREST <a href=\"http:\/\/glassforest.blogspot.com\/2010\/02\/all-youve-seen-mahali.html\">pub\u00adlizierte<\/a>:<\/p>\n<blockquote><p>Was bei AYS defin\u00adi\u00adtiv neu ist, sind die med\u00adi\u00adta\u00adtiv\u00aden Pas\u00adsagen in den Songs, hier haben wir zum Beispiel bei Lhasa einen mono-\u00e4hn\u00adlichen Auf\u00adbau, der einen gle\u00adichzeit\u00adig in Sicher\u00adheit zu wiegen scheint und trotz\u00addem die Span\u00adnung bis zum \u00c4usser\u00adsten auf\u00adbl\u00e4st. Bis die Span\u00adnungs\u00adblase platzt und der Aus\u00adbruch den H\u00f6r\u00ader erneut paralysiert.<\/p><\/blockquote>\n<p>Sehr \u00fcberzeu\u00adgend und empfehlenswert, trotz Schweiz.<\/p>\n<p><span style=\"color:red\">Bezugsquellen:<\/span> Rein\u00adh\u00f6ren kann man auf dem <a href=\"http:\/\/www.myspace.com\/allyouveseen\">MySpace-Pro\u00adfil<\/a> der Band, frei herun\u00adterzu\u00adladen ist \u201cMahali\u201d zum Beispiel eben\u00adfalls dort (der Ver\u00adweis befind\u00adet sich in der linken Spalte) und nat\u00fcr\u00adlich auch via <a href=\"http:\/\/contentdb.emule-project.net\/view.php?pid=2137\">eMule<\/a>.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>So viel dann zu dem, was man h\u00f6ren sollte. Kom\u00admen wir zu dem, was man lieber nur h\u00f6ren sollte, wenn ger\u00adade unlieb\u00adsame Per\u00adso\u00adn\u00aden anwe\u00adsend sind, wie \u00fcblich in der gebote\u00adnen Kurz\u00adform, weil jedes weit\u00adere Wort eines zu viel w\u00e4re:<\/p>\n<p><span style=\"font-size:14px\"><span style=\"color:blue\"><span style=\"font-weight:bold\">Teil 3: <span style=\"text-decoration:underline\">Musik f\u00fcr den Erzfeind.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<p>Dies\u00admal haben es nur zwei Alben geschafft, mich aus\u00adre\u00adichend zu lang\u00adweilen, um hier auf der Liste zu erscheinen. Ich hoffe, es ist nur das Som\u00admer\u00adloch, das die Schuld daran tr\u00e4gt. Liebe Musikin\u00addus\u00adtrie: Bis Jahre\u00adsende brauche ich mehr Schrott. Das schafft ihr doch, oder?<\/p>\n<ol>\n<li><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Goril\u00adlaz \u2014 Plas\u00adtic Beach<\/span><br>\nTrotz <span style=\"color:green\">Lou Reed<\/span>: G\u00e4hn.<\/li>\n<li><span style=\"font-weight:bold;color:green\">Die Fan\u00adtastis\u00adchen Vier \u2014 F\u00fcr dich immer noch Fan\u00adta Sie<\/span><br>\nSo ungern ich das auch \u00fcber ein Album der <span style=\"color:green\">Fan\u00adtastis\u00adchen Vier<\/span> schreibe: <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/06\/fur-mich-fanta-sie-los\/\" title=\"F\u00fcr mich Fanta Sie, los!\">Nein, Sir, gef\u00e4llt mir nicht.<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<p>Es ist eigentlich erstaunlich: Jedes Jahr, das auf 5 oder 0 endet, bietet ein eben\u00adsolch\u00ades \u201crun\u00addes\u201d oder \u201chal\u00adbrun\u00addes\u201d Jubil\u00e4um in der Rock- und Popgeschichte seit etwa Mitte der 60-er Jahre. Das ist sch\u00f6n, denn so kann ich auch in diesem Jahr wieder die Tra\u00addi\u00adtion der Ret\u00adro\u00adspek\u00adtive pfle\u00adgen. Werte Leser, ich pr\u00e4sen\u00adtiere abschlie\u00dfend zum wieder\u00adholten Mal 40 Jahre Rock\u00adgeschichte im Schnell\u00addurch\u00adlauf.<\/p>\n<p><span style=\"font-size:14px\"><span style=\"color:blue\"><span style=\"font-weight:bold\">Teil 4: <span style=\"text-decoration:underline\">Ret\u00adro\u00adspek\u00adtive 1970 bis 2010.<\/span><\/span><\/span><\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 40 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Drossel\u00adbart \u2014 Drossel\u00adbart<\/span><br>\n1970 war ein schwieriges Jahr f\u00fcr die Rock\u00admusik. <span style=\"color:green\">Paul McCart\u00adney<\/span> l\u00f6ste die <span style=\"color:green\">Bea\u00adt\u00adles<\/span> auf und kam damit <span style=\"color:green\">John Lennon<\/span> zuvor, <span style=\"color:green\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span> ver\u00adloren <span style=\"color:green\">Lou Reed<\/span> und b\u00e4umten sich mit dem immer\u00adhin als Rock\u00adalbum immer noch soli\u00adden \u201cLoaded\u201d ein let\u00adztes Mal auf, bevor <span style=\"color:green\">Doug Yule<\/span> noch f\u00fcr drei weit\u00adere Jahre unter diesem Band\u00adna\u00admen tourte und mit\u00adtelm\u00e4\u00dfi\u00adgen Poprock dar\u00adbot, und in Deutsch\u00adland begann der\u00adweil die Welle an deutschsprachigem \u201cKrautrock\u201d zu erbl\u00fchen, lange, bevor die \u201cNeue Deutsche Welle\u201d, die sich aus\u00adgerech\u00adnet aus ihr entwick\u00adelte, zwei Jahrzehnte Rock\u00admusik ein\u00adfach \u00fcber den Haufen fegte und in Plas\u00adtik zu kon\u00adservieren vor\u00adgab. <span style=\"color:green\">Drossel\u00adbart<\/span> war ein\u00ader der Pro\u00adtag\u00ado\u00adnis\u00adten des Pro\u00adto-Krautrocks, die Mit\u00adglieder fand man sp\u00e4ter unter anderem in <span style=\"color:green\">Udo Lin\u00adden\u00adbergs Paniko\u00adrch\u00adester<\/span> wieder, S\u00e4n\u00adgerin <span style=\"color:green\">Jemi\u00adma<\/span> wech\u00adselte an die Oper. Was bleibt, ist ein Album mit arg christlichen Tex\u00adten, das rein musikalisch doch \u00e4hn\u00adlich dem war, was sp\u00e4ter die aufk\u00adom\u00admenden Politrock\u00adbands pr\u00e4\u00adgen sollte und etwa auch bei <span style=\"color:green\">Novalis<\/span> zu find\u00aden war, n\u00e4m\u00adlich folkrock-inspiri\u00aderte Gitar\u00adren\u00admelo\u00addi\u00aden und ein aggres\u00adsiv deklamieren\u00adder Gesangsstil, vom Sopran der S\u00e4n\u00adgerin ein\u00admal abge\u00adse\u00adhen. <span style=\"color:green\">Drossel\u00adbart<\/span> r\u00e4umten her\u00adnach die B\u00fchne, es bleibt ihnen jedoch der Ruhm, zu den Pio\u00adnieren des noch jun\u00adgen Deutschrocks zu geh\u00f6ren.<\/li>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 35 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Led Zep\u00adpelin \u2014 Phys\u00adi\u00adcal Graf\u00adfi\u00adti<\/span><br>\nBere\u00adits mit\u00adten in den 70-er Jahren befand sich die Musik\u00adwelt schon wieder im Umbruch. (Da war was los in dem Jahrzehnt.) Der Pro\u00adgres\u00adsive Rock hat\u00adte mit <span style=\"color:green\">Yes<\/span> und <span style=\"color:green\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> seine Idole l\u00e4ngst gefun\u00adden, von Punk und Dis\u00adco\u00adma\u00adnia war, au\u00dfer in weni\u00adgen, wei\u00adthin unbekan\u00adnten Alben wie etwa \u201cTake It Or Leave It\u201d von <span style=\"color:green\">Zze\u00adbra<\/span>, noch nichts zu sp\u00fcren. <span style=\"color:green\">Kaipa<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden ihr Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum, die Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Welt schien heil und unzer\u00adbrech\u00adlich. Was in anderen R\u00fcckschauen hinge\u00adgen meist \u00fcberse\u00adhen wird, ist, dass sich neben der psy\u00adche\u00addelisch-ver\u00adschwurbel\u00adten Musik, die damals Europa und Nor\u00addameri\u00adka weit\u00adge\u00adhend beherrschte, l\u00e4ngst ein ander\u00ader Musik\u00adstil Geh\u00f6r ver\u00adschaffte, namentlich der Hard Rock, in dessen Namen <span style=\"color:green\">Led Zep\u00adpelin<\/span> 1975 ihr sech\u00adstes Album \u201cPhys\u00adi\u00adcal Graf\u00adfi\u00adti\u201d \u2014 erst\u00admals ein Dop\u00adpelal\u00adbum \u2014 ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden. Wen\u00adngle\u00adich es meist erst nach Alben wie etwa \u201cFour Sym\u00adbols\u201d (\u201cLed Zep\u00adpelin IV\u201d) mit dem furcht\u00adbar nervi\u00adgen <span style=\"font-style:italic\">Stair\u00adway To Heav\u00aden<\/span> genan\u00adnt wird, so war und ist es doch ein wichtiges Album, das unter anderem das bekan\u00adnte St\u00fcck <span style=\"font-style:italic\">Kash\u00admir<\/span> enth\u00e4lt, an dessen markan\u00adtem Riff sich sp\u00e4ter <span style=\"color:green\">Puff Dad\u00addy<\/span> f\u00fcr das auch gar nicht mal allzu \u00fcble <span style=\"font-style:italic\">Come With Me<\/span> bedi\u00adente. Den\u00adnoch bleibt \u201cPhys\u00adi\u00adcal Graf\u00adfi\u00adti\u201d bis heute str\u00e4flich unter\u00adsch\u00e4tzt.<\/li>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 25 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Die \u00c4rzte \u2014 Im Schat\u00adten der \u00c4rzte<\/span><br>\nIm Jahr 1985, \u00fcber das es au\u00dfer mein\u00ader Geburt nicht viel Pos\u00adi\u00adtives zu bericht\u00aden gibt, war das bis\u00adlang furcht\u00adbarste Jahrzehnt der j\u00fcn\u00adgeren Musikgeschichte noch l\u00e4ngst nicht vor\u00fcber. Nur wenige sein\u00ader Pro\u00adtag\u00ado\u00adnis\u00adten \u00fcber\u00adlebten es, darunter etwa <span style=\"color:green\">a\u2011ha<\/span>, auf deren Album \u201cHunt\u00ading High And Low\u201d in diesem Jahr unter anderem das oft gecoverte <span style=\"font-style:italic\">Take On Me<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlicht wurde, aber auch die deutsche Fun\u00adpunk-Com\u00adbo <span style=\"color:green\">Die \u00c4rzte<\/span>, die mit ihrem zweit\u00aden reg\u00adul\u00e4ren Album \u201cIm Schat\u00adten der \u00c4rzte\u201d l\u00e4ngst zu ein\u00ader Kon\u00adstan\u00adten in der deutschen Musik\u00adland\u00adschaft gewor\u00adden waren, bekan\u00adnt auch f\u00fcr ihren eben\u00adfalls 1985 ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden, furcht\u00adbaren Film \u201cRichy Gui\u00adtar\u201d, in dem auch <span style=\"color:green\">Nena<\/span> eine Rolle als <span style=\"color:green\">Nena<\/span> bekam, den man den\u00adnoch aber nicht unbe\u00add\u00adingt anse\u00adhen sollte. Wenig sp\u00e4ter wurde Bassist <span style=\"color:green\">Sah\u00adnie<\/span> wegen per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00ader Dif\u00adferen\u00adzen aus der Band gewor\u00adfen, eine Zeit\u00adlang macht\u00aden <span style=\"color:green\">Die \u00c4rzte<\/span> dann als Duo weit\u00ader und ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden unter anderem das Album \u201cDie \u00c4rzte\u201d mit dem indizierten Klas\u00adsik\u00ader <span style=\"font-style:italic\">Geschwis\u00adter\u00adliebe<\/span>. \u201cIm Schat\u00adten der \u00c4rzte\u201d jeden\u00adfalls ist auch in ander\u00ader Hin\u00adsicht ein beson\u00adderes Album: Erst\u00admals (in <span style=\"font-style:italic\">K\u00e4fer<\/span>) spielte der noch junge <span style=\"color:green\">Farin Urlaub<\/span> seine Gitarre verz\u00ader\u00adrt ein; eine Tech\u00adnik, die er bis heute gern ein\u00adset\u00adzt. Der Rest ist Geschichte.<\/li>\n<li><span style=\"color:red\">Vor 10 Jahren:<\/span><br>\n<span style=\"color:green\">Mor\u00adphine \u2014 The Night<\/span><br>\nDer \u201cY2K-Fehler\u201d, vor dem Unheil\u00adspropheten weltweit gewarnt hat\u00adten, blieb wohl weit\u00adge\u00adhend aus; hier und da scheint er jedoch das Hirn einiger selb\u00adst ernan\u00adnter \u201cMusikpro\u00adduzen\u00adten\u201d zu befall\u00aden haben, die seit etwa dem Jahr 2000 ver\u00admehrt auf die Auss\u00adchlach\u00adtung alten Musikgutes (auch als \u201cCov\u00aderver\u00adsio\u00adnen\u201d bekan\u00adnt) set\u00adzen. Nur sel\u00adten drang auch Kunde von neuer, guter Musik durch die meter\u00adho\u00adhen T\u00fcrme an Mel\u00addun\u00adgen \u00fcber irgendwelche kur\u00adzlebi\u00adgen Pop\u00adsternchen, etwa von dem Album \u201cLight\u00adbulb Sun\u201d von <span style=\"color:green\">Por\u00adcu\u00adpine Tree<\/span>, das den Auf\u00adtakt zu ein\u00ader Rei\u00adhe an wahrlich for\u00admi\u00adda\u00adblen Ton\u00adtr\u00e4gern bilden sollte. Abge\u00adtreten indes ist die Jaz\u00adzrock-\/Low-Rock-Band <span style=\"color:green\">Mor\u00adphine<\/span>, die 1997 das fes\u00adsel\u00adnde Album \u201cLike Swim\u00adming\u201d mit ein\u00adma\u00adli\u00adgen Liedern wie <span style=\"font-style:italic\">Ear\u00adly To Bed<\/span> und <span style=\"font-style:italic\">French Fries w\/ Pep\u00adper<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlicht hat\u00adte und deren S\u00e4nger <span style=\"color:green\">Mark Sand\u00adman<\/span> im Juli des Vor\u00adjahres w\u00e4hrend eines Konz\u00adertes einem Herz\u00adin\u00adfarkt erlegen war; das Album \u201cThe Night\u201d erschien posthum. Die Fange\u00admeinde blieb <span style=\"color:green\">Mor\u00adphine<\/span> den\u00adnoch treu und hart\u00adn\u00e4ck\u00adig, let\u00adztlich mit Erfolg: Seit 2009 treten zwei der urspr\u00fcnglichen Mit\u00adglieder unter dem Namen <span style=\"color:green\">Mem\u00adbers of Mor\u00adphine<\/span> wieder gemein\u00adsam auf. Was lange w\u00e4hrt, wird endlich gut; diesen Satz h\u00e4tte ich in diesem Jahrzehnt viel h\u00e4u\u00adfiger ver\u00adwen\u00adden wollen. Ein halbes Jahr hat es noch, das Jahrzehnt. M\u00f6ge es sich M\u00fche geben!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Und schon sind wir wieder am Ende der Liste ange\u00adlangt. Jet\u00adzt habt ihr wieder ein halbes Jahr Ruhe.<br>\nBis zum Dezem\u00adber bleibt euch viel Zeit, wieder ein wenig Geld zu sparen, denn dann ste\u00adht voraus\u00adsichtlich die R\u00fcckschau 12\/2010 auf dem Pro\u00adgramm. Einige Alben, die voraus\u00adsichtlich ein Teil von ihr sein wer\u00adden, die es aber lei\u00adder aus Zeit\u00adgr\u00fcn\u00adden noch nicht in diese Liste geschafft haben, habe ich bere\u00adits vor\u00adliegen; ihr d\u00fcrft euch also wieder auf eine prall gef\u00fcllte Wun\u00addert\u00fcte freuen, die f\u00fcr jeden etwas bere\u00adi\u00adth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Habe ich ein wichtiges Album vergessen? Weist mich und andere Leser in den Kom\u00admentaren darauf hin; mehr Benutzer\u00adin\u00adter\u00adak\u00adtion ist ja immer w\u00fcn\u00adschenswert.<br>\nAn dieser Stelle auch ein her\u00adzlich\u00ader Dank an V., ohne die dieser Beitrag erst im Laufe der kom\u00admenden Tage erschienen w\u00e4re; das hast du jet\u00adzt davon!<\/p>\n<p>Ich danke anson\u00adsten allen, die es bis hier\u00adhin geschafft haben, f\u00fcr die Geduld und Aufmerk\u00adsamkeit, und hoffe, euch alle bald wieder hier auf dieser Inter\u00adnet\u00adpr\u00e4senz begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcr\u00adfen.<br>\nBis die Tage!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 5 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Das ging schnell; schon wieder ist das erste halbe Jahr beina\u00adhe vor\u00adbei. Zeit also wird es, die sehn\u00ads\u00fcchti\u00adgen Gedanken ein\u00admal bei\u00adseite zu wis\u00adchen und stattdessen einen Blick auf die pr\u00e4chtig\u00adsten Musikver\u00f6f\u00adfentlichun\u00adgen der let\u00adzten sechs Monate zu wer\u00adfen, ob Rock oder Pop, ob gratis oder teuer, ob Kauf\u00adbe\u00adfehl oder v\u00f6l\u00adliger Rein\u00adfall. Auf eine sep\u00ada\u00adrate Liste f\u00fcr \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/06\/musik-062010-favoriten-und-analyse\/\" class=\"more-link\">\u2018Musik 06\/2010 \u2014 Favoriten und Analyse\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[14,17],"tags":[],"series":[33],"class_list":["post-2617","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kaufbefehle","category-musikkritik","series-jahresrueckblick"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":null,"server":null,"url":null},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2617","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2617"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2617\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2617"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2617"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2617"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=2617"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}