{"id":2321,"date":"2010-04-28T17:04:28","date_gmt":"2010-04-28T15:04:28","guid":{"rendered":"http:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=2321"},"modified":"2010-04-28T17:04:28","modified_gmt":"2010-04-28T15:04:28","slug":"fiktive-reaktion-auf-die-damen-vom-wachturm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2010\/04\/fiktive-reaktion-auf-die-damen-vom-wachturm\/","title":{"rendered":"Fik\u00adti\u00adve Reak\u00adti\u00adon auf die Damen vom Wach\u00adturm"},"content":{"rendered":"<p>Eine Anspra\u00adche, die bei Gele\u00adgen\u00adheit noch gehal\u00adten wer\u00adden muss:<\/p>\n<p>\u201eAber nat\u00fcr\u00adlich bin ich als den\u00adken\u00adder Mensch an einem Gespr\u00e4ch \u00fcber Gott inter\u00ades\u00adsiert, Gn\u00e4\u00addig\u00adste! Neh\u00admen Sie doch Platz. Gott also, herr\u00adje, was hat der alte Kna\u00adbe schon wie\u00adder ange\u00adstellt? Nein, Scherz bei\u00adsei\u00adte: Gott ist gera\u00adde in der immer hek\u00adti\u00adsche\u00adren, deka\u00adden\u00adten Gesell\u00adschaft die\u00adser Tage eine wich\u00adti\u00adge Kon\u00adstan\u00adte, die zeigt, dass auch der Glau\u00adbe einen nicht immer wei\u00adter\u00adbringt. Sehen sie, zu allen Zei\u00adten haben Men\u00adschen an etwas wie eine h\u00f6he\u00adre Macht geglaubt, voll\u00adkom\u00admen gleich\u00adg\u00fcl\u00adtig, wie sie genannt oder ver\u00adehrt wur\u00adde. Die\u00adser Glau\u00adbe kam stets von innen und folg\u00adte kei\u00adnem \u00e4u\u00dfe\u00adren Zwang; viel\u00admehr ist Glau\u00adbe der Ver\u00adsuch des Indi\u00advi\u00addu\u00adums, in sei\u00adner per\u00ads\u00f6n\u00adli\u00adchen Exi\u00adstenz so etwas wie ein Ziel zu sehen, das ihn selbst, auf sei\u00adnen eige\u00adnen Geist abge\u00adstimmt, bekr\u00e4f\u00adtigt. Immer wie\u00adder sind jedoch Pro\u00adphe\u00adten auf\u00adge\u00adtre\u00adten, die eben\u00adfalls einen Glau\u00adben hat\u00adten, und haben im Namen die\u00adses Glau\u00adbens Men\u00adschen, die kei\u00adnen Glau\u00adben <span style=\"font-style:italic\">ben\u00f6\u00adtig\u00adten<\/span>, zu einem gef\u00e4hr\u00adli\u00adchen Welt\u00adbild getrie\u00adben. Bis in die heu\u00adti\u00adge Zeit hin\u00adein wird im Andenken an die\u00adse Pro\u00adphe\u00adten ver\u00adsucht, Men\u00adschen zu <span style=\"font-style:italic\">bekeh\u00adren<\/span>, weil der gef\u00e4hr\u00adli\u00adche Irr\u00adglau\u00adbe noch immer nicht aus\u00adge\u00adr\u00e4umt ist, dass es <span style=\"font-style:italic\">wah\u00adren<\/span> und vie\u00adle <span style=\"font-style:italic\">fal\u00adsche<\/span> Glau\u00adben g\u00e4be, weil nur der, der der immer glei\u00adchen Vor\u00adstel\u00adlung von Gott einen bestimm\u00adten Namen gibt, vor der unver\u00admeid\u00adli\u00adchen Apo\u00adka\u00adlyp\u00adse geret\u00adtet wer\u00adden kann. Die\u00adse <span style=\"font-style:italic\">Bekeh\u00adrer<\/span> ver\u00adges\u00adsen, wor\u00adum es im Glau\u00adben geht; nicht n\u00e4m\u00adlich um Mas\u00adsen\u00adhy\u00adste\u00adrie und kol\u00adlek\u00adti\u00adves <span style=\"font-style:italic\">mea cul\u00adpa<\/span> in freu\u00addi\u00adger Erwar\u00adtung des immer wie\u00adder unvor\u00adher\u00adseh\u00adbar nicht ein\u00adtre\u00adten\u00adden Welt\u00adun\u00adter\u00adgan\u00adges, son\u00addern dar\u00adum, etwas im Leben zu fin\u00adden, das ihm Sinn ver\u00adleiht.<\/p>\n<p>So ist auch der Satz \u201aGlau\u00adben kann\u00adste in der Kir\u00adche\u2018, der in Schu\u00adlen oft erschallt, wenn ein zu Unter\u00adrich\u00adten\u00adder eine Ant\u00adwort mit \u201aIch glau\u00adbe\u2018 beginnt, ein Zei\u00adchen daf\u00fcr, dass das Wis\u00adsen um den <span style=\"font-style:italic\">Wert<\/span> des Glau\u00adbens noch immer der Ver\u00adbrei\u00adtung bedarf, eine Kir\u00adche, errich\u00adtet und geweiht von Men\u00adschen, die gemein\u00adsam an etwas glau\u00adben, was ihre Pro\u00adphe\u00adten f\u00fcr gut und rich\u00adtig hal\u00adten, nicht aber an das, was ihr Selbst emp\u00adfin\u00addet, hal\u00adte jeden\u00adfalls ich nur ein\u00adge\u00adschr\u00e4nkt f\u00fcr einen geeig\u00adne\u00adten Ort, dem eige\u00adnen, <span style=\"font-style:italic\">eigent\u00adlich wah\u00adren<\/span> Glau\u00adben zu fr\u00f6\u00adnen. Reli\u00adgi\u00adon ist ein anschau\u00adli\u00adches Bei\u00adspiel daf\u00fcr, wie Glau\u00adbe <span style=\"font-style:italic\">nicht<\/span> funk\u00adtio\u00adniert. Glau\u00adbe ist ein Spie\u00adgel\u00adbild der eige\u00adnen See\u00adle; ein Glau\u00adbe aber, der dar\u00adaus besteht, was Drit\u00adte vor\u00adschrei\u00adben, ist ein <span style=\"font-style:italic\">Aber\u00adglau\u00adbe<\/span>.<\/p>\n<p>\u201aGott sei Dank\u2018, so lau\u00adtet ein Sprich\u00adwort, \u201abin ich Athe\u00adist.\u2018&nbsp;\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Anspra\u00adche, die bei Gele\u00adgen\u00adheit noch gehal\u00adten wer\u00adden muss: \u201eAber nat\u00fcr\u00adlich bin ich als den\u00adken\u00adder Mensch an einem Gespr\u00e4ch \u00fcber Gott inter\u00ades\u00adsiert, Gn\u00e4\u00addig\u00adste! Neh\u00admen Sie doch Platz. Gott also, herr\u00adje, was hat der alte Kna\u00adbe schon wie\u00adder ange\u00adstellt? 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