{"id":19448,"date":"2022-03-24T21:15:42","date_gmt":"2022-03-24T20:15:42","guid":{"rendered":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=19448"},"modified":"2022-03-24T21:15:42","modified_gmt":"2022-03-24T20:15:42","slug":"bedroht-mit-entspannter-stille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2022\/03\/bedroht-mit-entspannter-stille\/","title":{"rendered":"Bedroht mit entspannter Stille"},"content":{"rendered":"<p>Auf einem Bus \u2014 Buswer\u00adbung muss man sich ja auch erst mal leis\u00adten k\u00f6n\u00adnen \u2014 sah ich heute Wer\u00adbung f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.kulturgesichter053.de\">die <em>#kulturgesichter053<\/em><\/a>. Was ich von gedruck\u00adten Hash\u00adtags halte, sollte hin\u00adl\u00e4nglich bekan\u00adnt sein.<\/p>\n<p>In einem nicht hin\u00adre\u00adichend gut gesicherten Brows\u00ader enth\u00e4lt die ref\u00aderen\u00adzierte Eigen\u00adwer\u00adbe\u00adweb\u00adsite auch einen von diesen alber\u00adnen Schiebe\u00adtex\u00adten, die ich f\u00fcr endlich \u00fcber\u00adwun\u00adden hielt, aber lei\u00adder war der beauf\u00adtragte Web\u00adsite\u00adhip\u00adster zu faul, sich einen zweit\u00aden Text auszu\u00addenken:<\/p>\n<p><\/p><div style=\"width: 730px;\" class=\"wp-video\"><video class=\"wp-video-shortcode\" id=\"video-19448-1\" width=\"730\" height=\"158\" preload=\"metadata\" controls=\"controls\"><source type=\"video\/mp4\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ohne-uns-ists-still.mp4?_=1\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ohne-uns-ists-still.mp4\">https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/03\/Ohne-uns-ists-still.mp4<\/a><\/video><\/div><br>\n&nbsp;\n<p>Zu lesen war auf diesem Bus jeden\u00adfalls neben dem bescheuerten Hash\u00adtag, dass es ohne die Aktiv\u00adit\u00e4ten der \u201cKul\u00adtur\u00adgesichter\u201d, also <em>irgend\u00adwie kul\u00adtur\u00adrel\u00ade\u00advante<\/em> Per\u00adso\u00adn\u00aden aus der Region, \u201cstill\u201d werde. <!--more-->Der Hin\u00adter\u00adgrund f\u00fcr diese ver\u00admeintliche Dro\u00adhung ist <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> die Finanzierung der Kul\u00adtur\u00adbranche in der momen\u00adta\u00adnen poli\u00adtisch-wirtschaftlichen Sit\u00adu\u00ada\u00adtion. Das zu trans\u00adportierende Argu\u00adment, so nehme ich an, scheint es zu sein, dass der Gedanke, es k\u00f6n\u00adnte <em>still<\/em> sein, dem Pub\u00adlikum der Wer\u00adbung solch\u00ades Unwohl\u00adsein bere\u00adit\u00adet, dass es gewil\u00adlt ist, alles ihm M\u00f6gliche zur Branchen\u00adret\u00adtung zu unternehmen; das\u00adselbe Pub\u00adlikum scheint gemeint zu sein, das mich auch ungl\u00e4u\u00adbi\u00adgen Blick\u00ades zu fra\u00adgen pflegt, warum ich keinen Fernse\u00adher habe, denn <em>sie<\/em>, die Blick\u00ader und Frager, w\u00fcr\u00adden es <em>gar nicht aushal\u00adten<\/em>, wenn nicht dauernd irgend\u00adwas berauscht und berieselt.<\/p>\n<p>Ich aber schon.<\/p>\n<p>Sicher\u00adlich: Ich sch\u00e4tze es, einen Teil mein\u00ader Freizeit hin und wieder mit einem guten Musikalbum und\/oder einem min\u00addestens eben\u00adso guten Glas Whisky zu ver\u00adbrin\u00adgen, und ein wenig Zer\u00adstreu\u00adung halte ich auch nicht f\u00fcr das Schlecht\u00adeste, das mir mitunter passieren kann. Den\u00adnoch halte ich das Streben danach, fortw\u00e4hrend mit Ger\u00e4uschen behel\u00adligt zu wer\u00adden, f\u00fcr ein selt\u00adsames. <em>Waren die nie in Berlin?<\/em> \u2014 Meine erste \u00dcber\u00adnach\u00adtung in Berlin, es war, wenn ich mich nicht irre, in Friedrichshain, ver\u00adleit\u00adete mich einst zu der Aus\u00adsage gegen\u00fcber dem Gast\u00adge\u00adber, es sei zwar nicht schlimm. dass eine Stadt sich dar\u00fcber freue, diejenige Stadt zu sein, \u201cdie niemals schl\u00e4ft\u201d, allein: <em>ich<\/em> m\u00f6chte schon manch\u00admal schlafen. Ganzt\u00e4giges Stadtwe\u00adsen, wo immer man hin\u00adh\u00f6rt, ist dabei oft nicht hil\u00adfre\u00adich.<\/p>\n<p>Die Men\u00adschen haben ver\u00adlernt, im oft hek\u00adtis\u00adchen All\u00adt\u00adag die Ruhe zu sch\u00e4tzen, weil sie sie <em>kaum noch ken\u00adnen<\/em>, weil dauernd \u00fcber\u00adall irgend\u00adwas hupt, klin\u00adgelt, rauscht; jemand quatscht, jemand schreibt, jemand ruft an, und <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> ist ein laut\u00adlos\u00ades (oder gar nicht erst mit\u00adge\u00adf\u00fchrtes) Mobil\u00adtele\u00adfon keine Option. <em>Man k\u00f6n\u00adnte ja etwas ver\u00adpassen.<\/em> (Dann aber liest, schaut oder h\u00f6rt man die Nachricht\u00aden und w\u00fcrde doch lieber gern etwas ver\u00adpassen \u2014 jedoch nie lange genug.)<\/p>\n<p>Wenn jeden\u00adfalls eine aus\u00adblu\u00adtende Kul\u00adturindus\u00adtrie zur Folge hat, dass es dort, wo ich wohne, mehr Zeit\u00aden und Orte der Ruhe gibt, dann f\u00e4llt es mir nur anfangs <em>ziem\u00adlich schw\u00ader<\/em>, das Anliegen der solcher\u00adart Fle\u00adhen\u00adden nicht als <em>gutes Zeichen<\/em> zu begreifen; weil sie\u2019s ja dann doch wieder <em>anders<\/em> meinen.<\/p>\n<p>Und weil man mir eben <em>nicht mal das<\/em> g\u00f6n\u00adnen kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf einem Bus \u2014 Buswer\u00adbung muss man sich ja auch erst mal leis\u00adten k\u00f6n\u00adnen \u2014 sah ich heute Wer\u00adbung f\u00fcr die #kulturgesichter053. 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