{"id":16335,"date":"2019-12-29T21:00:13","date_gmt":"2019-12-29T20:00:13","guid":{"rendered":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=16335"},"modified":"2019-12-31T00:45:20","modified_gmt":"2019-12-30T23:45:20","slug":"musik-12-2019-favoriten-und-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2019\/12\/musik-12-2019-favoriten-und-analyse\/","title":{"rendered":"Musik 12\/2019 \u2014 Favoriten und Analyse"},"content":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 23 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Kuck\u00aduck, n\u00e4ch\u00adstes halbes Jahr! Sch\u00fcss, let\u00adztes halbes Jahr! Und damit auch: Willkom\u00admen zum zweit\u00aden Teil der Liste der <span class=\"musik-intro-hervorhebung\">fein\u00adsten Musikalben 2019<\/span>, so weit sie mein Geschmack eben her\u00adgab. <!--more-->Teil 1 wurde <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2019\/07\/musik-06-2019-favoriten-und-analyse\/\">im Juli<\/a> hier und ander\u00adswo pub\u00adliziert, seit\u00addem war ich mal wieder ungeduldig und gab den neuen Stu\u00addioal\u00adben von <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2019\/10\/kurzkritik-cranial-alternate-endings\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Cra\u00adnial<\/span><\/a>, <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2019\/11\/kurzkritik-bensnburner-noclip\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">ben\u00adsnburn\u00ader<\/span><\/a> und <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2019\/12\/kurzkritik-you-guitarprayer-art-wont-tear-us-apart-again\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">You Gui\u00adtarprayer<\/span><\/a> Gele\u00adgen\u00adheit zur Ent\u00adfal\u00adtung.<\/p>\n<p>Ehren\u00adhal\u00adber erw\u00e4h\u00adnt sei das sehr h\u00f6renswerte, aber keines\u00adfalls durch\u00adweg neue und darum dis\u00adqual\u00adi\u00adfizierte <a href=\"https:\/\/mikepatton.bandcamp.com\/album\/corpse-flower\">Gemein\u00adschaft\u00adsal\u00adbum<\/a> von <span class=\"musik-review-bandname\">Mike Pat\u00adton<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Jean-Claude Van\u00adnier<\/span>. Was die son\u00adsti\u00adgen Regeln ange\u00adht: Beim Ver\u00adfassen dieser Zeile wurde ich gefragt, warum ich nicht ein einziges Album zum Sieger k\u00fcre. Die Erk\u00adl\u00e4rung ist ein\u00adfach: Was mir heute gef\u00e4llt, kann mor\u00adgen schon st\u00f6ren \u2014 und ander\u00adsherum. Es gibt (abge\u00adse\u00adhen von <span class=\"musik-review-bandname\">Phil Collins<\/span>) nicht die falsche Musik. Es gibt nur die falsche Stim\u00admung.<\/p>\n<p>Ich hoffe, ich bilde auch dies\u00admal wieder ein bre\u00adites Spek\u00adtrum der\u00adsel\u00adben ab.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-header-nr\">1.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">Die Liste<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/\u0417\u043b\u0443\u0440\u0430\u0434-\u0412\u043e-\u0431\u043b\u0430\u0433\u043e-\u0437\u043b\u0443.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_\u0417\u043b\u0443\u0440\u0430\u0434-\u0412\u043e-\u0431\u043b\u0430\u0433\u043e-\u0437\u043b\u0443.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">\u0417\u043b\u0443\u0440\u0430\u0434 \u2014 \u0412\u043e \u0431\u043b\u0430\u0433\u043e \u0437\u043b\u0443<\/span>\n<p>Um meinem sorgsam gepflegten Ruf als <em>Putin\u00adver\u00adste\u00adher<\/em> geb\u00fchrend Respekt zu zollen, beginne ich diese Liste mit \u201c\u0412\u043e \u0431\u043b\u0430\u0433\u043e \u0437\u043b\u0443\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">\u0417\u043b\u0443\u0440\u0430\u0434<\/span>, was Rus\u00adsisch ist und \u201cZlu\u00adrad\u201d hei\u00dft, wobei es sich ver\u00admut\u00adlich um einen Eigen\u00adna\u00admen han\u00addelt, den zu \u00fcber\u00adset\u00adzen wenig Sinn erg\u00e4be. Kor\u00adrek\u00adter\u00adweise han\u00addelt es sich bei der Band um eine rus\u00adsis\u00adche.<\/p>\n<p>Der Mit\u00adglieder hat sie f\u00fcnf, wovon vier auch mal sin\u00adgen, wovon eines, <span class=\"musik-review-bandname\">Vio\u00adlet\u00adta Post\u00adno\u00adva<\/span>, \u00fcber\u00adhaupt keine andere Auf\u00adgabe hat. Worum es in den Tex\u00adten geht, wei\u00df ich nicht, denn sie wer\u00adden nicht nur sehr unsan\u00adft vor\u00adge\u00adtra\u00adgen, son\u00addern ich ver\u00adste\u00adhe auch die Sprache nicht. Musikalisch ist das Album <em>v\u00f6l\u00adlig irre<\/em>. Der Reklame\u00adtext zum Album (von mir \u00fcber\u00adset\u00adzt) fasst es so zusam\u00admen:<\/p>\n<blockquote><p>Alle wilden Tiere in einem Mosh\u00adpit \u2014 man kann Schreie und Fl\u00fcstern h\u00f6ren, Stim\u00admen von Mann und Frau, punkige Melo\u00addi\u00aden und Explo\u00adsio\u00adnen. Hals\u00adbrecherisch\u00ader Fast\u00adcore trifft auf Sludge, rit\u00aduelle Perkus\u00adsion und Mantrages\u00e4nge.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich h\u00f6re Brachialpunkrock mit Horn und Trompete. Hui!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/\u0412\u043e-\u0431\u043b\u0430\u0433\u043e-\u0437\u043b\u0443-\u0417\u043b\u0443\u0440\u0430\u0434\/dp\/B07MFRZDRL\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/zlurad.bandcamp.com\/album\/-\">Band\u00adcamp<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/102780298\">TIDAL<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/stonefield-bent.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_stonefield-bent.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Stone\u00adfield \u2014 BENT<\/span>\n<p>Da bere\u00adits jet\u00adzt die weniger Hart\u00adge\u00adsot\u00adte\u00adnen unter meinen Lesern die Flucht ergrif\u00adf\u00aden haben d\u00fcrften, k\u00f6n\u00adnen wir weni\u00adgen Verbliebe\u00adnen das, was noch vor uns liegt, wenig\u00adstens unter uns genie\u00dfen. Daf\u00fcr greifen wir umge\u00adhend in eine ganz andere Schublade. Kon\u00adstant bleibt allerd\u00adings, welchem Geschlecht der Gesang zuf\u00e4llt: Alle Mit\u00adglieder von <span class=\"musik-review-bandname\">Stone\u00adfield<\/span> sind Frauen.<\/p>\n<p>Um noch etwas pr\u00e4zis\u00ader zu wer\u00adden und weil\u2019s <em>das Inter\u00adnet<\/em> bewegt: Es han\u00addelt sich um vier Schwest\u00adern aus Aus\u00adtralien. Dem Vernehmen nach ist das Band zwis\u00adchen Schwest\u00adern ein Leben lang gefes\u00adtigt, was die Aus\u00addauer erk\u00adl\u00e4rt. \u201cBENT\u201d ist immer\u00adhin bere\u00adits ihr viertes Album. Aufgewach\u00adsen seien die vier Musik\u00aderin\u00adnen mit <span class=\"musik-review-bandname\">Led Zep\u00adpelin<\/span>, deren St\u00fcck \u201cWhole Lot\u00adta Love\u201d ihnen, <span class=\"musik-review-bandname\">Stone\u00adfield<\/span>, in ein\u00ader Neuauf\u00adnahme, glaubt man dem H\u00f6ren\u00adsagen, erste gr\u00f6\u00dfere Bekan\u00adntschaft einge\u00adbracht habe, und ver\u00adgle\u00adich\u00adbaren K\u00fcn\u00adstlern. Es ist daher kaum erstaunlich, dass auch auf \u201cBENT\u201d vor allem der Musik aus \u00e4lter\u00ader Zeit gehuldigt wird.<\/p>\n<p>\u201cWie eine Mis\u00adchung aus 80er-Pop und okkul\u00adtem Doom\u201d lautete eine Beschrei\u00adbung eines Rezensen\u00adten <em>im Inter\u00adnet<\/em>. Ich habe keine Ahnung, was okkul\u00adter Doom ist, aber 80er-Pop klingt hier zum Gl\u00fcck nur in Erin\u00adnerun\u00adgen durch. <span class=\"musik-review-bandname\">Stone\u00adfield<\/span>, sich selb\u00adst unter anderem mit \u201cHeavy Met\u00adal\u201d etiket\u00adtierend, spie\u00adlen in meinen Ohren, die selb\u00adstre\u00addend die einzig ma\u00dfge\u00adblichen sind, vor allem Ston\u00ader Rock, allerd\u00adings in der melodi\u00f6sen Retrorock\u2011, nicht in der Bret\u00adter\u00adspielart. Nicht, dass sie das nicht <em>k\u00f6n\u00adnten<\/em>, wie schon die Erup\u00adtion in \u201cDead Alive\u201d deut\u00adlich belegt; aber sie <em>m\u00fcssen<\/em> nicht. Sel\u00adten war heuriger 70er-Orgel\u00adrock bess\u00ader einge\u00adbun\u00adden, sel\u00adten emp\u00adfahl ich ein Album dieser Kat\u00ade\u00adgorie lieber.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Erneut gibt es einen Kom\u00adplettstream auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/BENT-Stonefield\/dp\/B07RX6Q4MB\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/stonefield.bandcamp.com\/album\/bent\">Band\u00adcamp<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/111052448\">TIDAL<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/black-midi-schlagenheim.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_black-midi-schlagenheim.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">black midi \u2014 Schla\u00adgen\u00adheim<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cThey find dif\u00adfer\u00adent ways to suck them\u00adselves off.\u201d<\/span> (bmbmbm)\n<p>Darf man Dinge gut find\u00aden, die die meis\u00adten anderen H\u00f6r\u00ader auch gut find\u00aden? Ich finde: In diesem Fall <em>sollte<\/em> man das sog\u00adar, denn es \u00e4rg\u00adert die Richti\u00adgen. Ich mag es, wenn die Richti\u00adgen ge\u00e4rg\u00adert wer\u00adden.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">black midi<\/span>, eine Gruppe von vier Lon\u00addon\u00adern, die jew\u00adeils unge\u00adf\u00e4hr 19 Jahre alt sind, haben mit \u201cSchla\u00adgen\u00adheim\u201d \u201cim Jahr 2019 nach Chris\u00adtus\u201d (\u201cZEIT ONLINE\u201d) ein Album ver\u00f6f\u00adfentlicht, das auch lang\u00adweili\u00adgen Kri\u00adtik\u00adern (\u201cZEIT ONLINE\u201d) gef\u00e4llt. Der einzige Ver\u00adriss, den ich w\u00e4hrend mein\u00ader (wenn auch: kurzen) Press\u00adeschau find\u00aden kon\u00adnte, wurde von Daniela Wein\u00admann, Liedau\u00adtorin der mir unbekan\u00adnten Gruppe <span class=\"musik-review-bandname\">Odd Behold\u00ader<\/span>, in die Schweiz\u00ader \u201cWOZ\u201d <a href=\"https:\/\/static.woz.ch\/1928\/black-midi\/in-kaputter-gesellschaft\">reingeschrieben:<\/a><\/p>\n<blockquote><p>So wie <span class=\"musik-review-bandname\">Ramm\u00adstein<\/span> keine Nazis sein m\u00f6gen, sind <span class=\"musik-review-bandname\">Black Midi<\/span> wahrschein\u00adlich keine Incels, also keine misog\u00ady\u00adnen Nerds, die sich das Patri\u00adar\u00adchat zur\u00fcck\u00adw\u00fcn\u00adschen. Den\u00adnoch k\u00f6n\u00adnten sie von den prob\u00adlema\u00adtis\u00adchen Frauen\u00adbildern in ihren Lyrics finanziell prof\u00adi\u00adtieren.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ich f\u00fcr meinen Teil prof\u00adi\u00adtiere von prob\u00adlema\u00adtis\u00adchen Rezen\u00adsio\u00adnen, denn sie leg\u00aden mir mitunter gute Musik nahe. \u201cSchla\u00adgen\u00adheim\u201d ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr.<\/p>\n<p>Das auf\u00adfal\u00adl\u00adend\u00adste Ele\u00adment der Musik von <span class=\"musik-review-bandname\">black midi<\/span> scheinen Stimme und Akzent des S\u00e4ngers <span class=\"musik-review-bandname\">Geordie Greep<\/span> zu sein. Musikalisch ist die Band\u00adbre\u00adite eine ver\u00adgle\u00adich\u00adsweise gro\u00dfe: so ist etwa \u201c953\u201d ein St\u00fcck aus explo\u00adsivem Nois\u00ade\u00adrock, durch\u00ads\u00e4t von klan\u00adglichem Wider\u00adhak\u00aden; das <em>funkig<\/em>-ruhige \u201cSpeed\u00adway\u201d fol\u00adgt einem <span class=\"musik-review-bandname\">crim\u00adsonesquen<\/span> Gitar\u00adren\u00adgrund\u00admuster (man ziehe sich zum Ver\u00adgle\u00adich etwa let\u00adzt\u00adge\u00adnan\u00adnter Gruppe 80er-Werk rein); das Titel\u00adst\u00fcck \u201cOf Schla\u00adgen\u00adheim\u201d wiederum l\u00e4sst den Indus\u00adtri\u00adal wieder aufleben. Selb\u00adst \u201cbmbmbm\u201d, das um Audioauf\u00adnah\u00admen der hys\u00adter\u00adischen Nik\u00adki Gra\u00adhame (\u201cBig Broth\u00ader\u201d) herum gespon\u00adnen wurde, ist mit dem expres\u00adsiv\u00aden, sich ins eben\u00adso Irre steigern\u00adden Gesang und den gut abges\u00adtimmten Instru\u00admen\u00adta\u00adlaus\u00adbr\u00fcchen mehr als eine blo\u00dfe Pro\u00advoka\u00adtion.<\/p>\n<p>Mit \u201cDuc\u00adter\u201d endet \u201cSchla\u00adgen\u00adheim\u201d mit nerv\u00f6s\u00ader 80er-Elek\u00adtron\u00adik und damit genau so, wie man es nicht erwartet h\u00e4tte. Grandios!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Bandcamp.com <a href=\"https:\/\/bmblackmidi.bandcamp.com\/album\/schlagenheim\">hier<\/a>, TIDAL <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/111200967\">dort.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/mindspeak-eclipse-chaser.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_mindspeak-eclipse-chaser.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Mind\u00adSpeak \u2014 Eclipse Chas\u00ader<\/span>\n<p>Erneut wech\u00adseln wir Land und Stil.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Mind\u00adSpeak<\/span> haben eine bl\u00f6de Bin\u00adnen\u00adma\u00adjuskel, kom\u00admen aus Wien und ihr aktuelles Album \u201cEclipse Chas\u00ader\u201d l\u00fcgt mich an. Die drei St\u00fccke hei\u00dfen \u201cWhen Giants Cry\u201d, \u201cTetra\u00adchrome\u201d und \u201cThe Human Ele\u00adment\u201d (wobei let\u00adzteres St\u00fcck sechs Teile zu haben vorgibt) und auch das Album hat einen eher astronomis\u00adchen Titel, aber es ist gar kein Space\u00adrock. Tz, \u00d6ster\u00adre\u00adich\u00ader!<\/p>\n<p>Stattdessen h\u00f6re ich Ston\u00ader Rock und Retro\u00adprog, zum Teil sog\u00adar <em>gle\u00adichzeit\u00adig<\/em>, wobei von zweit\u00aderem Stil ins\u00adbeson\u00addere der pr\u00e4\u00adgende Bass adap\u00adtiert wurde. Moment: Drei St\u00fccke? Ja, und lang sind sie auch noch! Wieder so ein Album also, das eher nicht im Radio gespielt wer\u00adden wird. Woran man das erkenne, wurde ich gefragt \u2014 und die L\u00e4nge mag ein Argu\u00adment sein. Da passt ja gar keine Wer\u00adbung rein. Fast zwanzig Minuten lang passiert allerd\u00adings auf \u201cEclipse Chas\u00ader\u201d nicht viel, in der zweit\u00aden H\u00e4lfte des zweit\u00aden St\u00fccks \u201cTetra\u00adchrome\u201d geht es erst\u00admals, jeden\u00adfalls instru\u00admen\u00adtal, <em>zur Sache<\/em>.<\/p>\n<p>S\u00e4n\u00adgerin <span class=\"musik-review-bandname\">Vik\u00adto\u00adria Simon-Lukic<\/span> \u2014 wie man in Wien halt so hei\u00dft \u2014 macht ihre Sache ins\u00adge\u00adsamt gut; sie ist <em>mit per\u00ads\u00f6n\u00adlich<\/em> stel\u00adlen\u00adweise etwas zu glatt und wenig kraftvoll, \u00fcberzeugt aber auch mal mit \u00fcber\u00adraschen\u00adden Melo\u00addi\u00aden, was sich also ins\u00adge\u00adsamt die Waage h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Man merkt: Ich bin nicht \u00fcber\u00adm\u00e4\u00dfig begeis\u00adtert \u2014 aber ich halte \u201cEclipse Chas\u00ader\u201d noch immer f\u00fcr eines der h\u00f6renswert\u00aderen Alben des zweit\u00aden Hal\u00adb\u00adjahrs. (Es erschien bere\u00adits im Juni, aber wir wollen ja nicht <em>immer<\/em> nur klein\u00adlich sein.) Es m\u00f6ge auch unter meinen Lesern Men\u00adschen erre\u00adichen, die es nicht f\u00fcr weg\u00adw\u00ader\u00adfenswert hal\u00adten.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Eclipse-Chaser-MindSpeak\/dp\/B081927KFZ\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> (Schnipsel), <a href=\"https:\/\/mindspeak.bandcamp.com\/album\/eclipse-chaser\">Band\u00adcamp<\/a> (Kom\u00adplettstream), <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/122155202\">TIDAL<\/a> (auch).<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/brighteye-brison-v.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_brighteye-brison-v.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Bright\u00adeye Bri\u00adson \u2014 V<\/span>\n<p>Schon wieder so ein For\u00admat! Das Wichtig\u00adste zuerst: Auf \u201cV\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">Bright\u00adeye Bri\u00adson<\/span> aus Stock\u00adholm, was man auch h\u00f6rt, sind schon wieder nur drei St\u00fccke drauf, deren L\u00e4nge jew\u00adeils zwis\u00adchen zw\u00f6lfein\u00adhalb und fast 37 (siebe\u00adnund\u00addrei\u00dfig!) Minuten liegt. So muss das sein!<\/p>\n<p>Die ersten zweiein\u00adhalb Minuten des Albums weisen wabernde Elek\u00adtron\u00adik auf, wie sie sp\u00e4ter an anderen Stellen, etwa in der Mitte des Titel\u00adst\u00fccks \u201cV\u201d, immer mal wieder zu h\u00f6ren sein wird. Der Teil danach aber hat es in sich: Zun\u00e4chst zur\u00fcck\u00adhal\u00adtend, dann druck\u00advoller ert\u00f6nt eine deut\u00adliche Erin\u00adnerung an <span class=\"musik-review-bandname\">Star\u00adcas\u00adtle<\/span> (beziehungsweise, weil diese selb\u00adst eine Art <em>US-amerikanis\u00adche <span class=\"musik-review-bandname\">Yes<\/span><\/em> waren, <span class=\"musik-review-bandname\">Yes<\/span>). Die <em>besseren<\/em> Siebziger sind bei <span class=\"musik-review-bandname\">Bright\u00adeye Bri\u00adson<\/span> st\u00e4ndig zuge\u00adgen.<\/p>\n<p>Darum wird ab dem zweit\u00aden St\u00fcck \u201cV\u201d per akustis\u00adch\u00ader S\u00e4n\u00adfte auch ein Mel\u00adlotron in die mel\u00adlotro\u00adnen\u00adtw\u00f6h\u00adn\u00adten Ohren getra\u00adgen. Mehr noch: Das\u00adselbe St\u00fcck l\u00e4sst bei ansteigen\u00adder Abspiel\u00add\u00adauer auch den Gesang, par\u00adal\u00adlel laufend, mehrstim\u00admig erklin\u00adgen, was neben\u00adbei <span class=\"musik-review-bandname\">Gen\u00adtle Giant<\/span> anklin\u00adgen l\u00e4sst, weil wir Men\u00adschen ein\u00adfach gestrick\u00adte Wesen sind und mit nicht chorar\u00adtiger Mehrstim\u00admigkeit <em>immer<\/em> <span class=\"musik-review-bandname\">Gen\u00adtle Giant<\/span> verbinden. Es passt eben auch <em>ganz gut<\/em> ins bis dahin Geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Das abschlie\u00dfende St\u00fcck, \u201cThe Magi\u00adcian Chron\u00adi\u00adcles \u2014 Part II\u201d, scheint schon auf\u00adgrund sein\u00ader L\u00e4nge ein struk\u00adturell wichtiges zu sein, zumal es der Unter\u00adti\u00adtel des Albums ist. Lei\u00adder kenne ich Teil 1 von 2011, das wohl ein ganzes Album war, bish\u00ader nicht, es soll aber <em>ganz gut<\/em> <a href=\"https:\/\/www.betreutesproggen.de\/pnl\/index.htm?\/pnl\/cd74_21.htm\">gewe\u00adsen sein.<\/a> Es befind\u00adet sich manch\u00ader AOR in ihm, allerd\u00adings wenig\u00adstens der <em>bessere<\/em> AOR (ich denke an <span class=\"musik-review-bandname\">Cir\u00adca:<\/span>), auch scheint hier und da der Can\u00adter\u00adbury Sound durch.<\/p>\n<p><em>Im Inter\u00adnet<\/em> wird dem Album eine eher durch\u00adschnit\u00adtliche Bew\u00ader\u00adtung zuteil: Es sei \u201cmitunter zu aus\u00adtauschbar und beliebig\u201d, was sicher\u00adlich auch daran liegt, dass man in der gegebe\u00adnen Stil\u00adrich\u00adtung nur bed\u00adingt neue Wege beschre\u00adit\u00aden kann, ohne am Ende am v\u00f6l\u00adlig falschen Ort zu lan\u00adden. Zum Gl\u00fcck bin ich nicht <em>das Inter\u00adnet<\/em> und vergebe auch keine Punk\u00adte. Mir gef\u00e4llt\u2019s. So.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Stream  und Kauf (lei\u00adder nur als Down\u00adload und\/oder CD) gibt es per <a href=\"https:\/\/brighteyebrison.bandcamp.com\/album\/v\">Band\u00adcamp<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/V-Brighteye-Brison\/dp\/B07SRL2LDJ\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, das \u00fcbliche Nur-Stream\u00ading-Ged\u00f6ns <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> wie \u00fcblich auch auf <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/110813839\">TIDAL<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/oiseaux-tempete-from-somewhere-inside.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_oiseaux-tempete-from-somewhere-inside.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Oiseaux-Tem\u00adp\u00eate \u2014 From Some\u00adwhere Invis\u00adi\u00adble<\/span>\n<p>Aufmerk\u00adsame wiederkehrende Leser ver\u00admis\u00adsen an dieser Stelle wom\u00ad\u00f6glich bere\u00adits eine dieser skur\u00adrilen franz\u00f6\u00adsis\u00adchen Musik\u00adgrup\u00adpen, die ich son\u00adst rel\u00ada\u00adtiv wort\u00adge\u00adwaltig w\u00fcrdi\u00adge. Haben sie etwa seit der let\u00adzten R\u00fcckschau kaum etwas ver\u00f6f\u00adfentlicht, was der Rede wert w\u00e4re? Doch, nat\u00fcr\u00adlich haben sie das \u2014 und hier kommt auch schon eine solche!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Oiseaux-Tem\u00adp\u00eate<\/span> n\u00e4m\u00adlich, man kann es am Namen erken\u00adnen, ist ein Quin\u00adtett (das nicht) aus Frankre\u00adich (das schon). Das n\u00e4ch\u00adste Album ist bere\u00adits angek\u00fcndigt wor\u00adden, es soll im Feb\u00adru\u00adar 2020 erscheinen. Heute ist aber erst mal \u201cFrom Some\u00adwhere Invis\u00adi\u00adble\u201d von Okto\u00adber 2019 dran. Ein\u00ader der bei\u00adden Gitar\u00adris\u00adten von <span class=\"musik-review-bandname\">Oiseaux-Tem\u00adp\u00eate<\/span> nen\u00adnt sich <span class=\"musik-review-bandname\">Mond\u00adkopf<\/span>. Ich mag das.<\/p>\n<p>Zu den f\u00fcnf Mit\u00adgliedern gesellen sich eine Vio\u00adlin\u00adistin und ein Bedi\u00adener von Syn\u00adthe\u00adsiz\u00ader sowie elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adchem Buzuk als G\u00e4ste. Da ich keine Ahnung habe, wie ein elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adch\u00ader Buzuk zu klin\u00adgen hat, finde ich das Album bere\u00adits beim Lesen der Beset\u00adzungsliste inter\u00ades\u00adsant. Und h\u00f6re da: Ich ward nicht ent\u00adt\u00e4uscht. Ich h\u00f6re <em>irgend\u00adwas zwis\u00adchen<\/em> Kam\u00admer\u00admusik und Postrock. <span class=\"musik-review-bandname\">Nick Cave<\/span> trifft <span class=\"musik-review-bandname\">broken.heart.collector<\/span> trifft die wilden Gitar\u00adrenaus\u00adbr\u00fcche der neueren <span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span>. \u201cThe Nam\u00ading of a Crow\u201d ist gesproch\u00aden\u00ader Text zu Stre\u00adich\u00admusik, ab etwa sieben Minuten kommt ein ori\u00aden\u00adtal\u00adis\u00adches <em>flair<\/em> hinzu.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fre\u00adunde des Widerk\u00adlangs ist \u201cFrom Some\u00adwhere Invis\u00adi\u00adble\u201d eines der besten Alben des Jahres \u2014 und f\u00fcr diejeni\u00adgen, die meinen Geschmack teilen, sowieso.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren und\/oder kaufen:<\/span> Nat\u00fcr\u00adlich geht das auf <a href=\"https:\/\/oiseaux-tempete.bandcamp.com\/album\/from-somewhere-invisible\">Band\u00adcamp<\/a>, aber auch auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Somewhere-Invisible-Lp-Vinyl-LP\/dp\/B07Y1WQNF3\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/120672419\">TIDAL<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/glutton-eating-music.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_glutton-eating-music.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Glut\u00adton \u2014 Eat\u00ading Music<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cSo I watch you from afar, but I don\u2019t mind a sec\u00adond time.\u201d<\/span> (Pin\u00adhole)\n<p>\u201cEat\u00ading Music\u201d ist ein hek\u00adtis\u00adches Album und das finde ich gut. Seine Inter\u00adpre\u00adten von <span class=\"musik-review-bandname\">Glut\u00adton<\/span> neb\u00adst sieben bis acht Gast\u00admusik\u00adern (je nach\u00addem, ob man den abge\u00adtrete\u00adnen Key\u00adboard\u00ader <span class=\"musik-review-bandname\">\u00c5smund R. S\u00e6b\u00f8e<\/span> nun noch als Mit\u00adglied z\u00e4hlt oder nicht), von denen wenig\u00adstens ein\u00ader, der Stre\u00adich\u00ader <span class=\"musik-review-bandname\">Kari R\u00f8n\u00adnek\u00adleiv<\/span>, als Orch\u00adester\u00admusik\u00ader auch bere\u00adits mit <span class=\"musik-review-bandname\">Sunn O)))<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Ulver<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Motorpsy\u00adcho<\/span> gemein\u00adsam musiziert hat, sind in Nor\u00adwe\u00adgen heimisch, wo man sich erfahrungs\u00adgem\u00e4\u00df ausken\u00adnt mit der Kun\u00adst, Gutes her\u00advorzubrin\u00adgen.<\/p>\n<p>\u201cEat\u00ading Music\u201d, \u201ceine klare Empfehlung f\u00fcr Lieb\u00adhaber eines Alter\u00adna\u00adtive-ori\u00aden\u00adtierten Prog mit Eck\u00aden und Kan\u00adten\u201d (Jochen Rind\u00adfrey), sortiere ich musikalisch zwis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">Umphrey\u2019s McGee<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Ulver<\/span> und (schon wieder) <span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span> ein, aber ich habe auch wed\u00ader Geschmack noch Ahnung, wie mir gele\u00adgentlich mit\u00adgeteilt wird, weshalb das erst mal als Richtschnur untauglich ist. Man erlaube mir zwei der neun St\u00fccke beispiel\u00adhaft her\u00adauszu\u00adgreifen:<\/p>\n<p>\u201cThe Tomb of the Unknown Onto\u00adnaut\u201d ist eines der drei St\u00fccke, in denen die vier Gast\u00adbl\u00e4s\u00ader an Wald\u00adhorn, Posaune, Eupho\u00adni\u00adum und Trompete eben\u00adso auftreten wie <span class=\"musik-review-bandname\">Trond Gjel\u00adlum<\/span> an Perkus\u00adsion und Syn\u00adthe\u00adsiz\u00ader. Diese f\u00fcr Rock\u00admusik eher ungew\u00f6hn\u00adliche Beset\u00adzung sorgt nicht nur f\u00fcr sch\u00f6ne Melo\u00addi\u00aden, son\u00addern auch daf\u00fcr, dass man noch genauer hin\u00adh\u00f6rt als ohne\u00adhin schon. So kann man das pri\u00adma Zusam\u00admen\u00adspiel von mehrstim\u00admigem Gesang, Pro\u00adgres\u00adsive Rock und Bl\u00e4sern noch aufmerk\u00adsamer genie\u00dfen. Dem ent\u00adge\u00adgen ste\u00adht das abschlie\u00dfende \u201cSpace &amp; Our Hearts\u201d: Zum wieder\u00adholten, aber let\u00adzten Mal wird die musikalis\u00adche Atmo\u00adsph\u00e4re mit immer mehr Schicht\u00aden verdichtet, freifor\u00admatig wuseln aller\u00adlei Instru\u00admente, wohl \u00fcber\u00adwiegend aus Syn\u00adthe\u00adsiz\u00adern und\/oder Key\u00adboards gewon\u00adnen, unter ein\u00ader Rock\u00adkli\u00admax. Das Album klingt san\u00adft aus wie eine Welle bei Ebbe und man w\u00fcrde es gern sofort noch mal h\u00f6ren, aber es gibt noch so viele andere Alben. Mache ich also sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>So lange k\u00f6n\u00adnt ihr das ja f\u00fcr mich \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Ich h\u00e4tte <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Eating-Music-Glutton\/dp\/B07R9SJZ2L\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/glutton.bandcamp.com\/album\/eating-music\">Band\u00adcamp<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/108385195\">TIDAL<\/a> im Ange\u00adbot. Greift zu!<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/sleater-kinney-the-center-wont-hold.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_sleater-kinney-the-center-wont-hold.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Sleater-Kin\u00adney \u2014 The Cen\u00adter Won\u2019t Hold<\/span>\n<p>Bei <span class=\"musik-review-bandname\">Sleater-Kin\u00adney<\/span> han\u00addelt es sich um eine dieser Grup\u00adpen, die mir zum ersten Mal medi\u00adal aufge\u00adfall\u00aden sind, als die Schlagzeugerin ihren Ausstieg bekan\u00adnt\u00adgab, was von einem hier nicht weit\u00ader erw\u00e4h\u00adnenswerten Musik\u00admagazin unn\u00f6tig umst\u00e4ndlich weit\u00ader\u00adge\u00adtra\u00adgen wurde. Auf \u201cThe Cen\u00adter Won\u2019t Hold\u201d ist sie aber noch dabei, so dass es sich hier um ein Damen\u00adtrio mit zwei Gitar\u00adren und einem Schlagzeug han\u00addelt.<\/p>\n<p>Das hier Geh\u00f6rte klingt britisch, kommt aber zusam\u00admen mit der Band aus Olympia, Wash\u00ading\u00adton. Man ken\u00adnt ja diese Musik, bei der man zun\u00e4chst denkt: Ah, britis\u00adch\u00ader Punk! Ist das hier aber nicht. Wobei: Eigentlich ist es nicht mal wirk\u00adlich Punk, son\u00addern nur etwas \u00e4hn\u00adlich\u00ades. Etwas besseres, wie ich meine.<\/p>\n<p>Es dauert etwas \u00fcber zwei Minuten, bevor <span class=\"musik-review-bandname\">Sleater-Kin\u00adney<\/span> im er\u00f6ff\u00adnen\u00adden Titel\u00adst\u00fcck die inter\u00ades\u00adsant schlep\u00adpende Elek\u00adtron\u00adik, mit der sie das Album ein\u00adleit\u00aden, durch krachen\u00adden, elek\u00adtro\u00adn\u00adisch verzierten Indie\u00adrock mit deut\u00adlich\u00ader Punkschlag\u00adseite erset\u00adzen, den sie erfreulich kon\u00adse\u00adquent durch\u00adhal\u00adten, was nicht mal das bal\u00adladesque \u201cRest\u00adless\u201d zunichte machen kann. Dass das stilbe\u00add\u00adingt einen etwas ein\u00adfall\u00adslosen Schlagzeu\u00adgrhyth\u00admus mit sich bringt, f\u00e4llt nur auf, wenn man darauf achtet, und selb\u00adst dann nur in weni\u00adgen Momenten. \u00dcber\u00adwiegend ist aber nichts zu h\u00f6ren au\u00dfer nach vorn preschen\u00adder Spa\u00df machen\u00adder Musik von \u00fcberzeugt Spiel\u00adfreude ver\u00admit\u00adtel\u00adnden Musik\u00aderin\u00adnen. Ich hei\u00dfe das gut.<\/p>\n<p>Mit dem ruhi\u00adgen Klavier\u00adst\u00fcck \u201cBro\u00adken\u201d, dessen zer\u00adbrech\u00adlich\u00ader Gesang selb\u00adst einem abge\u00adh\u00e4rteten alten Sack wie mir eine angenehme G\u00e4nse\u00adhaut ver\u00adpasst, klingt \u201cThe Cen\u00adter Won\u2019t Hold\u201d schlie\u00dflich aus. Ein Narr, wen das kalt l\u00e4sst.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/115095739\">TIDAL<\/a>, (zurzeit auszugsweise, Stand: 29. Dezem\u00adber 2019) <a href=\"https:\/\/sleaterkinney.bandcamp.com\/album\/the-center-wont-hold\">Band\u00adcamp<\/a>, h\u00e4p\u00adpchen\u00adhaft auch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Center-Wont-Hold-Sleater-Kinney\/dp\/B07SZXZGLT\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/yellow-eyes-rare-field-ceiling.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_yellow-eyes-rare-field-ceiling.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Yel\u00adlow Eyes \u2014 Rare Field Ceil\u00ading<\/span>\n<p>Noch mehr auf die Pauke hauen <span class=\"musik-review-bandname\">Yel\u00adlow Eyes<\/span> aus New York, deren f\u00fcn\u00adftes Album \u201cRare Field Ceil\u00ading\u201d, erschienen im Juni 2019, gem\u00e4\u00df dem Pres\u00adse\u00adtext ihr bis\u00adlang <em>k\u00e4l\u00adtestes<\/em> sei. Ich hat\u00adte Black Met\u00adal bish\u00ader nicht mit emo\u00adtionaler Hitze in Verbindung gebracht, insofern kann das dur\u00adchaus sein.<\/p>\n<p>Das Album klingt nun auch genau so, wie wir Banau\u00adsen uns Black Met\u00adal eben so vorstellen: Rohe Her\u00adren wirbeln, klop\u00adpen und schep\u00adpern sich durch die Musik, dazu br\u00fcllt jemand heis\u00ader eigentlich v\u00f6l\u00adlig bek\u00adloppte, aber kaum ver\u00adst\u00e4ndliche und darum <em>nicht so schlimme<\/em> Texte; <span class=\"musik-review-lyrics-inline\">\u201cThe glint above the swollen tree \/ The shrimp inside the pil\u00adlow\u00adcase\u201d<\/span> (\u201cNo Dust\u201d) \u2014 na dann!<\/p>\n<p>Und das \u00c4rg\u00ader\u00adlich\u00adste an diesem Album: Es gef\u00e4llt mir. Es tut genau das, was diese Musikrich\u00adtung tun soll: Es <em>geht gut ab<\/em>. Dass <em>das Inter\u00adnet<\/em> behauptet, <span class=\"musik-review-bandname\">Yel\u00adlow Eyes<\/span> seien auch handw\u00aderk\u00adlich \u00fcber\u00addurch\u00adschnit\u00adtlich gut, sei <em>dem Inter\u00adnet<\/em> verg\u00f6n\u00adnt. Sich\u00ader: Ein paar Finessen nehme ich in der Klang\u00adwucht selb\u00adst wahr, etwa den dur\u00adchaus gelun\u00adgenen \u00dcber\u00adgang zwis\u00adchen \u201cWarmth Trance Rever\u00adsal\u201d und \u201cNo Dust\u201d und den Span\u00adnungsauf\u00adbau in den Momenten, in denen man die gar nicht immer belan\u00adglosen Gitar\u00adren\u00admelo\u00addi\u00aden selb\u00adst wahrnehmen darf. F\u00fcnf der sechs St\u00fccke, das den Stil brechende, weil z\u00e4h dahin\u00adflie\u00dfende <em>out\u00adro<\/em> \u201cMar\u00aditime Flare\u201d ausgenom\u00admen, sind \u00fcber sieben Minuten lang, es bleibt somit hin\u00adre\u00adichend viel Zeit zum Genuss.<\/p>\n<p>Aber muss man Musik denn immer mit einem Monokel im Gesicht und einem Cognac im Glas genie\u00dfen? \u201cRare Field Ceil\u00ading\u201d schre\u00adit nach Sitz\u00adtanz mit Dosen\u00adbier. Mal sehen, was sich machen l\u00e4sst.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/yelloweyes.bandcamp.com\/album\/rare-field-ceiling\">Band\u00adcamp<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/108899632\">TIDAL<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Rare-Field-Ceiling-Yellow-Eyes\/dp\/B07RNDYM4D\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/we-lost-the-sea-triumph-disaster.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_we-lost-the-sea-triumph-disaster.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">We Lost The Sea \u2014 Tri\u00adumph &amp; Dis\u00adas\u00adter<\/span>\n<p>Was dieser Liste noch drin\u00adgend fehlt, ist eine ordentliche Dosis instru\u00admen\u00adtal\u00aden Postrocks. Da kom\u00admen <span class=\"musik-review-bandname\">We Lost The Sea<\/span> ger\u00adade recht, die in meinen Aus\u00adf\u00fchrun\u00adgen bish\u00ader, sofern ich das richtig archiviert habe, nur <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2017\/04\/we-lost-the-sea-a-gallant-gentleman-aprilscherzkater\/\">als Mon\u00adtagsmusik<\/a> eine auf\u00adfal\u00adl\u00adende Rolle spiel\u00adten.<\/p>\n<p>Es han\u00addelt sich um ein aus\u00adtralis\u00adches Sex\u00adtett mit drei Gitar\u00adren, das ich 2017 auch schon mal \u2014 damals gemein\u00adsam mit seinen Land\u00adsleuten von <span class=\"musik-review-bandname\">Dumb\u00adsaint<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Menis\u00adcus<\/span> \u2014 live gese\u00adhen habe, das aber von der brachialen Wucht let\u00adzter\u00ader Gruppe schlicht wegge\u00adblasen wurde. Da ich <span class=\"musik-review-bandname\">Menis\u00adcus<\/span> aber mal wieder aus den Augen ver\u00adloren habe, kom\u00admen <span class=\"musik-review-bandname\">We Lost The Sea<\/span> mir dieses Jahr dur\u00adchaus gele\u00adgen.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sen\u00adtiert wer\u00adden weit\u00adge\u00adhend kan\u00adte\u00adn\u00adarme Gitar\u00adren\u00adland\u00adschaften, wobei die aufget\u00fcrmten <em>walls of sound<\/em> im stil\u00fcblichen Spiel von Laut und Leise hier kaum eine Rolle spie\u00adlen. <span class=\"musik-review-bandname\">We Lost The Sea<\/span> ver\u00adsuchen es stattdessen mit aus\u00adgedehn\u00adten Melodiev\u00ader\u00adschrankun\u00adgen \u2014 das l\u00e4ng\u00adste St\u00fcck \u201cTow\u00aders\u201d ist eine Vier\u00adtel\u00adstunde lang \u2014 und nur sel\u00adten (\u201cDust\u201d) elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adch\u00ader Effek\u00adtw\u00fcrze. Etwas aus dem Rah\u00admen f\u00e4llt das abschlie\u00dfende \u201cMother\u2019s Hymn\u201d, getex\u00adtet und gesun\u00adgen von <span class=\"musik-review-bandname\">Louise Nut\u00adting<\/span> (<span class=\"musik-review-bandname\">Wartime Sweet\u00adhearts<\/span>), dessen Emo\u00adtion\u00adal\u00adit\u00e4t mit der dicht\u00aden Instru\u00admen\u00adtierung, Trompete eingeschlossen, vorz\u00fcglich har\u00admoniert. <span class=\"musik-review-lyrics-inline\">\u201cAre we real\u00adly too late?\u201d<\/span> Nein, seid ihr nicht \u2014 ihr seid im per\u00adfek\u00adten Moment genau am richti\u00adgen Ort.<\/p>\n<p>Danke daf\u00fcr.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Noch mal <a href=\"https:\/\/welostthesea.bandcamp.com\/album\/triumph-disaster\">Band\u00adcamp<\/a>, noch mal <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/117967414\">TIDAL<\/a>, noch mal <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Triumph-Disaster-We-Lost-Sea\/dp\/B07XX2CQY5\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/kokomo-totem-youth.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_kokomo-totem-youth.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">koko\u00admo \u2014 Totem Youth<\/span>\n<p>Ich weigere mich, dieser Art von Musik ein schlicht\u00ades Etikett zu ver\u00adpassen. Am Ende k\u00e4me da wieder nur so ein lang\u00adweiliges Wort wie \u201cPostrock\u201d her\u00adaus und das hat\u00adten wir ja ger\u00adade erst.<\/p>\n<p>Nein, dem Duis\u00adburg\u00ader Quin\u00adtett <span class=\"musik-review-bandname\">koko\u00admo<\/span> \u2014 auf gar keinen Fall zu ver\u00adwech\u00adseln mit der britis\u00adchen Soul\u00adgruppe gle\u00adichen Namens \u2014 wohnt eine Energie inne, die zu beschreiben mir schw\u00ader f\u00e4llt. Im Schat\u00adten gigan\u00adtis\u00adch\u00ader Gitar\u00adren\u00adw\u00e4nde bauen sie bere\u00adits im er\u00f6ff\u00adnen\u00adden \u201cSter\u00adben am Fluss\u201d ein poltern\u00addes Belagerungsin\u00adstru\u00admen\u00adtar\u00adi\u00adum auf, das jedes Bauw\u00aderk mit W\u00e4n\u00adden beliebiger Dicke erschauern lie\u00dfe, wenn Bauw\u00aderke erschauern k\u00f6n\u00adnten. Texte gibt es abseits von \u201cMelod\u00adic Rock Night\u201d nicht, aber Texte schreibe ich selb\u00adst schon genug. Obwohl: Sind das Schreie, die in \u201cNar\u00adco\u00adsis\u201d in der Ferne zu h\u00f6ren sind, oder haben sie einen Text? Ich wei\u00df es nicht und es k\u00fcm\u00admert mich auch nicht. Schade, dass aus\u00adgerech\u00adnet das St\u00fcck \u201cDer Vogel\u00admann\u201d auch keinen Text hat. Wie auch immer: Ich lasse mich vom Gitar\u00adrenarpeg\u00adgio tra\u00adgen und wei\u00df noch nicht, wo ich lan\u00adden werde. G\u00e4nse\u00adhaut bis nach Paris. Soll sch\u00f6n sein dort.<\/p>\n<p>Dass die f\u00fcnf Her\u00adren es trotz manch\u00ader Erfahrung mit Ver\u00adgle\u00adich\u00adbarem immer wieder schaf\u00adfen, dem Rezensen\u00adten eine kurze Entspan\u00adnung zu g\u00f6n\u00adnen, indem sie sich an san\u00adften Melo\u00addi\u00aden ver\u00adsuchen, bevor <em>die per\u00adfek\u00adte Welle<\/em> krachend die noch junge Land\u00adschaft unter sich begr\u00e4bt, \u00fcber\u00adrascht pos\u00adi\u00adtiv. \u201cTotem Youth\u201d ist bere\u00adits das f\u00fcn\u00adfte eigene Stu\u00addioal\u00adbum der Gruppe und es hat trotz\u00addem immer noch Feuer. Ein Jam\u00admer, so sp\u00e4t erst auf sie aufmerk\u00adsam gewor\u00adden zu sein!<\/p>\n<p>Ein Auge bleibt darum auf sie gewor\u00adfen. Bis dahin sind sie auch hier etwas f\u00fcrs Ohr.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Na? Richtig: <a href=\"https:\/\/kokomoband.bandcamp.com\/album\/totem-youth\">Band\u00adcamp<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/122779790\">TIDAL<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Totem-Youth-Kokomo\/dp\/B081N2ZFPC\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>!<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/nap-ausgeklingt.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_nap-ausgeklingt.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">NAP \u2014 Aus\u00adgek\u00adlingt<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cWas kommt nun?\u201d<\/span> (Aus\u00adgek\u00adlingt)\n<p>Machen wir noch was lustiges, h\u00f6ren wir Musik aus Old\u00aden\u00adburg!<\/p>\n<p>Dort haust das Trio <span class=\"musik-review-bandname\">NAP<\/span>, dessen zweites Album \u201cAus\u00adgek\u00adlingt\u201d ein Wort\u00adspiel im Namen tr\u00e4gt und mir schon darum gef\u00e4llt. Es klingt aber nicht aus, son\u00addern an, und zwar stil\u00advoll. Das er\u00f6ff\u00adnende \u201cAstro\u00adjel\u00adly\u201d etwa, mit nicht mal vier Minuten L\u00e4nge nach meinem Daf\u00fcrhal\u00adten etwas zu kurz ger\u00adat\u00aden, ist ein sch\u00f6nes St\u00fcck Wel\u00adtraumpsy\u00adche\u00addel\u00adic (instru\u00admen\u00adtal). Wer den Fehler macht, das f\u00fcr den vorherrschen\u00adden Stil auf diesem Album zu hal\u00adten, der ist selb\u00adst schuld.<\/p>\n<p>Das fol\u00adgende \u201cVoigo\u201d enth\u00e4lt lan\u00addes\u00fcblich belan\u00adg\u00adlos vor\u00adge\u00adtra\u00adge\u00adnen Gesang, dazu ert\u00f6nt ein immer noch recht psy\u00adche\u00addelisch darge\u00adboten\u00ader Hardrock der alten Schule, bret\u00adternde Riffs inklu\u00adsive. Bei <em>diesem<\/em> Stil wiederum bleibt die Band mal mit, mal ohne Gesang noch f\u00fcr einige St\u00fccke. Beim Sitzen wird unter\u00addessen eines der bei\u00adden Tanzbeine geschwun\u00adgen, so ver\u00adlangt es der Rhyth\u00admus.<\/p>\n<p>\u201cAmyg\u00addala\u201d, das vor\u00adlet\u00adzte St\u00fcck, bringt etwas Blues\u00adrock (der mich, zugegeben, gegen Ende an die Titel\u00admusik von \u201cALF\u201d erin\u00adnert) in das inzwis\u00adchen deut\u00adlich <em>ston\u00adernde<\/em> Album, bevor dieses mit \u201cTreib\u00adsand\u201d angemessen rif\u00adf\u00adend, nun ja, ausklingt. <em>Inter\u00ades\u00adsante<\/em> Scheibe also.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Warum nicht mal <a href=\"https:\/\/napofficial.bandcamp.com\/album\/ausgeklingt-2\">Band\u00adcamp<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/117255321\">TIDAL<\/a> oder <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Ausgeklingt-Nap\/dp\/B07VSJGYY4\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>?<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/65daysofstatic-replicr-2019.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Vorschau_65daysofstatic-replicr-2019.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">65daysofstatic \u2014 repli\u00adcr, 2019<\/span>\n<p>Es gab zuvor kein Album namens \u201crepli\u00adcr\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">65daysofstatic<\/span> und vielle\u00adicht wird es auch sp\u00e4ter kein Album namens \u201crepli\u00adcr\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">65daysofstatic<\/span> geben. Tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich hei\u00dft dieses Album \u2014 ihr siebtes Stu\u00addioal\u00adbum \u2014 von <span class=\"musik-review-bandname\">65daysofstatic<\/span> trotz\u00addem \u201crepli\u00adcr, 2019\u201d. Vielle\u00adicht beschreibt das das englis\u00adche Quar\u00adtett bere\u00adits <em>ganz gut<\/em>.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Rest mein\u00ader Leser ver\u00adliere ich noch ein paar weit\u00adere Worte: \u201crepli\u00adcr, 2019\u201d enth\u00e4lt St\u00fccke namens \u201cstill\u00adstel\u00adlung\u201d, \u201cinterference_1\u201d, aber auch \u201c[]lid\u201d und \u201cgr[]v\u2011_s\u201d. Wer jet\u00adzt auf\u00adgrund der merk\u00adw\u00fcrdi\u00adgen Titelschrei\u00adbung an die neulich vor\u00fcberge\u00adgan\u00adgene, aber mein\u00ader Mei\u00adn\u00adung nach auch k\u00fcn\u00adftig schw\u00ader zu \u00fcbertr\u00ade\u00adf\u00adfende Serie \u201cMr. Robot\u201d denkt, irrt, denn das ist Zufall.<\/p>\n<p>Ein wenig Inter\u00adesse an Elek\u00adtron\u00adik set\u00adzen <span class=\"musik-review-bandname\">65daysofstatic<\/span> bei ihren H\u00f6r\u00adern aber trotz\u00addem voraus, denn auf \u201crepli\u00adcr, 2019\u201d servieren sie fast eine Dreivier\u00adtel\u00adstunde lang mal stampfend\u00ades (\u201cBad Age\u201d), mal san\u00adft mal\u00aden\u00addes (\u201csis\u00adter\u201d), mal den Kl\u00e4n\u00adgen ein\u00ader Fab\u00adrik huldigen\u00addes (\u201cgr[]v\u2011_s\u201d), aber immer die Gren\u00adze zum Postrock ber\u00fchren\u00addes oder auch \u00fcber\u00adschre\u00adi\u00adt\u00aden\u00addes Instru\u00admen\u00adtal\u00adspiel, wom\u00adit sie sich <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/06\/musik-06-2009-favoriten-und-analyse\/\">seit 2009<\/a> <em>genau richtig<\/em> ge\u00e4n\u00addert haben, n\u00e4m\u00adlich: kaum. Postrock ist immer auch ein Spiel dessen, was bleibt. <span class=\"musik-review-bandname\">65daysofstatic<\/span> bleiben, ihr Stil bleibt, darum bleibe auch ich.<\/p>\n<p>Man begleite mich.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Kein Band\u00adcamp, daf\u00fcr <a href=\"https:\/\/tidal.com\/browse\/album\/112851955\">TIDAL<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/replicr-2019-Special-CD-Digipak\/dp\/B07TKNGD1S\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>.<\/p>\n<p>Huch, so sp\u00e4t schon? Jet\u00adzt aber schnell!<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Russ\u00adian Cir\u00adcles \u2014 Blood Year<\/span>\n<p>Wie immer brin\u00adgen <span class=\"musik-review-bandname\">Russ\u00adian Cir\u00adcles<\/span> ihre ganz eigene Melange aus Postrock und Indus\u00adtri\u00adal her\u00advor \u2014 und immer ist das Ergeb\u00adnis gro\u00dfar\u00adtig. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Blood-Year-Russian-Circles\/dp\/B07RHCG122\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Earth Moves \u2014 Human Intri\u00adca\u00adcy<\/span>\n<p>Noch ein biss\u00adchen Schreimusik gef\u00e4l\u00adlig? Hier, bittesch\u00f6n! <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Human-Intricacy-Earth-Moves\/dp\/B07YNS7B4F\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Enablers \u2014 Zones<\/span>\n<p>Mit Aus\u00adnahme des <em>gut abge\u00adhen\u00adden<\/em> \u201cSquint\u201d haben <span class=\"musik-review-bandname\">Enablers<\/span> hier etwas aufgenom\u00admen, was eine Art <span class=\"musik-review-bandname\">Slint<\/span>-Postrock mit <span class=\"musik-review-bandname\">Nick-Cave<\/span>-esquen <em>vocals<\/em> ist und mich rest\u00adlos \u00fcberzeugt. <a href=\"https:\/\/enablers.bandcamp.com\/album\/zones-2\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Ride \u2014 This Is Not A Safe Place<\/span>\n<p>New Wave trifft auf Post\u00adpunk trifft voll auf meinen Geschmack \u2014 her\u00adrlich. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/This-Not-Safe-Place-Ride\/dp\/B07QXRLHLL\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Cos\u00admic Ground \u2014 cos\u00admic ground 5<\/span>\n<p>\u201ccos\u00admic ground 5\u201d klingt, als spiel\u00adten die mit\u00adtleren <span class=\"musik-review-bandname\">Pink Floyd<\/span> in ein\u00ader futur\u00adis\u00adtis\u00adchen W\u00fcsten\u00adland\u00adschaft einen von Kraftwerk bee\u00adin\u00adflussten, instru\u00admen\u00adtal\u00aden Nach\u00adfol\u00adger von \u201cMed\u00addle\u201d ein; einen sehr guten, ohne Zweifel. <a href=\"https:\/\/cosmicground.bandcamp.com\/album\/cosmic-ground-5\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Soul\u00adsplit\u00adter \u2014 Salu\u00adto\u00adge\u00adn\u00ade\u00adsis<\/span>\n<p>Nach ein\u00ader an Jazz angelehn\u00adten Ein\u00adf\u00fchrung (\u201cThe Prophe\u00adcy\u201d) erfreut das deutsche Quar\u00adtett mit vie\u00adlen Gast\u00admusik\u00adern meine son\u00adst gele\u00adgentlich gequ\u00e4l\u00adten Ohren mit sin\u00adfonis\u00adchem Retro-Prog\/-Met\u00adal, der das weite Feld zwis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">echolyn<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Dream The\u00adater<\/span> nicht unbestellt l\u00e4sst, wobei S\u00e4n\u00adgerin <span class=\"musik-review-bandname\">Ophe\u00adlia T. Sul\u00adli\u00advan<\/span> mich in ihrem kon\u00adtrast\u00adbilden\u00adden Vor\u00adtrag mal wieder <span class=\"musik-review-bandname\">Toc.Sin<\/span> ver\u00admis\u00adsen l\u00e4sst \u2014 aber der Lauf der Dinge ist bekan\u00adntlich ein zynis\u00adch\u00ader. <a href=\"https:\/\/soulsplitter.bandcamp.com\/album\/salutogenesis\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">CHORD \u2014 CHORD II<\/span>\n<p>Die bei\u00adden Gitar\u00adris\u00adten <span class=\"musik-review-bandname\">Nick Did\u00adkovsky<\/span> (unter anderem <span class=\"musik-review-bandname\">Doc\u00adtor Nerve<\/span>) und <span class=\"musik-review-bandname\">Tom Marsan<\/span> brin\u00adgen auf dem zweit\u00aden gemein\u00adsamen Album <em>live<\/em>, also ohne Nach\u00adbear\u00adbeitun\u00adgen, aufgenommene Instru\u00admen\u00adtal\u00adge\u00adwit\u00adter her\u00advor, die jed\u00ader erkennbaren Struk\u00adtur \u2014 von wegen Tak\u00adte! \u2014 stolz trotzen und fast eine Dreivier\u00adtel\u00adstunde lang mit <em>ordentlich Feed\u00adback<\/em> ein aurales Feuer\u00adw\u00aderk nach dem n\u00e4ch\u00adsten z\u00fcn\u00adden. <a href=\"https:\/\/doctornerve.bandcamp.com\/album\/chord-ii\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Lin\u00adgua Nada \u2014 Djinn<\/span>\n<p>\u201cDjinn\u201d klingt, als w\u00fcr\u00adden <span class=\"musik-review-bandname\">Primus<\/span> ver\u00adsuchen, ein Jaz\u00adzrock\u00adalbum aufzunehmen \u2014 her\u00adrlich durcheinan\u00adder, gro\u00dfar\u00adtig ver\u00adspielt, erschreck\u00adend <em>tanzbar<\/em>, ein\u00adfach gut. <a href=\"https:\/\/linguanada.bandcamp.com\/album\/djinn\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Bad Breed\u00ading \u2014 Exiled<\/span>\n<p>Vielerorts sind die Siebziger mit\u00adsamt ihrem Schram\u00admelpunkrock l\u00e4ngst vor\u00fcber, nicht so aber in ihrem Ursprungs\u00adland Gro\u00dfbri\u00adtan\u00adnien, von wo aus die Anar\u00adchop\u00adunkband <span class=\"musik-review-bandname\">Bad Breed\u00ading<\/span> 2019 mit \u201cExiled\u201d eine beruhi\u00adgende Note in die Sorge set\u00adzte, es fehle der Musik heutzu\u00adtage an Rebel\u00adlion und Wut. <a href=\"https:\/\/badbreeding.bandcamp.com\/album\/exiled\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p><span class=\"musik-review-header-nr\">2.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">Was war<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor vierzig Jahren<\/span> lief in Deutsch\u00adland neben Punk und Dis\u00adco auch noch die elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adche (\u201ckos\u00admis\u00adche\u201d) Musik, wenn auch: langsam aus. Es war daher viel Platz in Stu\u00addios und vor allem Ter\u00adminkalen\u00addern, um auch aus\u00adl\u00e4ndis\u00adche K\u00fcn\u00adstler einzu\u00adladen. Die US-amerikanis\u00adche Gruppe <span class=\"musik-review-bandname\">Earth\u00adstar<\/span> nutzte diese Gele\u00adgen\u00adheit und lie\u00df sich von <span class=\"musik-review-bandname\">Klaus Schulze<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">French Sky\u00adline<\/span> das erste von drei Alben im hiesi\u00adgen Inland pro\u00adduzieren, das gar nicht klingt, als h\u00e4tte man mit dem Krautrock schon \u00f6rtlich bed\u00adingt gar nichts zu tun. Wenige Jahre sp\u00e4ter und wieder zur\u00fcck in den Vere\u00adinigten Staat\u00aden l\u00f6ste sich die Band wieder auf. Einen Zusam\u00admen\u00adhang k\u00f6n\u00adnte man her\u00adbei\u00addenken, aber das lasse ich aus\u00adnahm\u00adsweise bleiben. Zur\u00fcck bleiben eines der ungew\u00f6hn\u00adlicheren Alben aus der Welt der <em>krauti\u00adgen<\/em> Klang\u00adland\u00adschaften und eine viel zu sp\u00e4te Empfehlung mein\u00ader\u00adseits.<\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor drei\u00dfig Jahren<\/span> wid\u00admete <span class=\"musik-review-bandname\">Lou Reed<\/span> seinen Alben \u00fcber lang\u00adweilige St\u00e4dte (<span class=\"musik-review-album-titel\">Berlin<\/span>), lang\u00adweilige Frauen (<span class=\"musik-review-album-titel\">Sal\u00adly Can\u2019t Dance<\/span>) und lang\u00adweilige Ger\u00e4uschverur\u00adsach\u00ader (<span class=\"musik-review-album-titel\">The Bells<\/span>) mit <span class=\"musik-review-album-titel\">New York<\/span> endlich der einen Stadt ein Album, mit der man ihn so eng ver\u00adband wie <span class=\"musik-review-bandname\">Die \u00c4rzte<\/span> mit Berlin oder graue Beton\u00adkl\u00f6tze mit Han\u00adnover. Es wurde sp\u00e4ter als \u201ceines der besten Alben der 80er\u201d bew\u00adertet, was f\u00fcr sich genom\u00admen noch keine unge\u00adf\u00e4hre Qual\u00adit\u00e4t\u00adsangabe darstellt, enth\u00e4lt aber mit \u201cDirty Blvd.\u201d und \u201cRomeo Had Juli\u00adette\u201d zwei der\u00adjeni\u00adgen Lieder im Solow\u00aderk des K\u00fcn\u00adstlers, deren unge\u00adf\u00e4hren Klang man nicht gle\u00adich wieder ver\u00adgisst. M\u00fcsste ich nur ein Album von <span class=\"musik-review-bandname\">Lou Reed<\/span> empfehlen, so schl\u00f6sse ich nicht aus, dass ich dieses hier als eine Empfehlung in Erw\u00e4\u00adgung z\u00f6ge. <span class=\"musik-review-bandname\">Moe Tuck\u00ader<\/span> ist in zwei St\u00fcck\u00aden als Perkus\u00adsion\u00adistin zu h\u00f6ren. Aus dem Erfolg dieses Albums speiste sich dem Vernehmen nach die Reunion der <span class=\"musik-review-bandname\">Vel\u00advet Under\u00adground<\/span> in den Neun\u00adzigern, und min\u00addestens daf\u00fcr geb\u00fchrt ihm meine W\u00fcrdi\u00adgung.<\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor zwanzig Jahren<\/span> endete eine \u00c4ra: Das let\u00adzte Album von <span class=\"musik-review-bandname\">Popol Vuh<\/span>, <span class=\"musik-review-album-titel\">Mes\u00adsa di Orfeo<\/span>, erschien. Zwei Jahre sp\u00e4ter starb ihr Gr\u00fcn\u00adder <span class=\"musik-review-bandname\">Flo\u00adri\u00adan Fricke<\/span> und die Band l\u00f6ste sich auf. Bis dahin, so auch auf diesem let\u00adzten Album, war unter ihrem Namen oft eso\u00adter\u00adische, mitunter religi\u00f6se, immer <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1u7vzaqITMA\">entspan\u00adnte<\/a> Musik erschienen, die den LSD-Kon\u00adsum ihrer fr\u00fchen musikalis\u00adchen Weg\u00adbe\u00adgleit\u00ader noch jahrzehn\u00adte\u00adlang erah\u00adnen lie\u00df. Dass es trotz\u00addem immer den richti\u00adgen Moment geben wird, um diese Art von Musik zu genie\u00dfen, m\u00f6ge bitte niemals ein Zus\u00adtand sein, der zu hin\u00adter\u00adfra\u00adgen ist.<\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor zehn Jahren<\/span> \u2014 und hier m\u00f6chte ich den Kreis schlie\u00dfen \u2014 hat\u00adte ich ger\u00adade seit einem Jahr ange\u00adfan\u00adgen, Lis\u00adten dieser Art zu f\u00fchren \u2014 und meine Aus\u00adf\u00fchrun\u00adgen von <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/06\/musik-06-2009-favoriten-und-analyse\/\">Juni<\/a> und <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/12\/musik-122009-favoriten-und-analyse\/\">Dezem\u00adber 2009<\/a> sind, wie ich an dieser Stelle schreiben zu d\u00fcr\u00adfen meine, im Jahr 2019 noch immer aktuell. Von <span class=\"musik-review-bandname\">Olli Schulz<\/span> kenne ich \u00fcbri\u00adgens noch immer nichts. Wahrschein\u00adlich ist das auch gut so.<\/li>\n<\/ul>\n<p><span class=\"musik-review-header-nr\">3.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">Schluss\u00adworte<\/span><\/p>\n<p>Ich schlie\u00dfe nicht aus, dass dies das let\u00adzte Mal gewe\u00adsen sein wird, dass ich der Jahres\u00adr\u00fcckschau einen Ritt durch die Geschichte ange\u00adf\u00fcgt habe. Mir ist aufge\u00adfall\u00aden, dass man \u00fcber musikalis\u00adche Jahrzehnte nur bed\u00adingt viele ver\u00adschiedene Aus\u00adsagen tre\u00adf\u00adfen kann. Die Quelle der Ideen, aus der ich sch\u00f6pfen kann, ver\u00adsiegt dies\u00adbez\u00fcglich in merk\u00adlich\u00ader Geschwindigkeit. Insofern werde ich k\u00fcn\u00adftig immer\u00adhin noch mehr Zeit find\u00aden, um viel zu sp\u00e4t mit dem Schreiben dieser Lis\u00adten zu begin\u00adnen.<\/p>\n<p>Wie meist hoffe ich, meine Aus\u00adf\u00fchrun\u00adgen waren auch dies\u00admal wieder wenig\u00adstens f\u00fcr einige der hier Eingetrof\u00adfe\u00adnen erhel\u00adlend. Erg\u00e4nzun\u00adgen bitte ich wie \u00fcblich per Kom\u00admen\u00adtar\u00adfunk\u00adtion zu hin\u00adter\u00adlassen. Ich bedanke mich f\u00fcr die Aufmerk\u00adsamkeit und gr\u00fc\u00dfe ener\u00adgisch.<\/p>\n<p>In etwa einem hal\u00adben Jahr geht es an gewohn\u00adter Stelle weit\u00ader. Es m\u00f6ge ein beachtlich\u00ades Musik\u00adjahr 2020 wer\u00adden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 23 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Kuck\u00aduck, n\u00e4ch\u00adstes halbes Jahr! Sch\u00fcss, let\u00adztes halbes Jahr! Und damit auch: Willkom\u00admen zum zweit\u00aden Teil der Liste der fein\u00adsten Musikalben 2019, so weit sie mein Geschmack eben her\u00adgab.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[14,17],"tags":[],"series":[33],"class_list":["post-16335","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kaufbefehle","category-musikkritik","series-jahresrueckblick"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"bc0fec2b1186427e8a14d627524e3194","server":"vg07.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/bc0fec2b1186427e8a14d627524e3194"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16335","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=16335"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/16335\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=16335"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=16335"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=16335"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=16335"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}