{"id":14831,"date":"2018-12-26T19:42:27","date_gmt":"2018-12-26T18:42:27","guid":{"rendered":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=14831"},"modified":"2018-12-26T22:33:18","modified_gmt":"2018-12-26T21:33:18","slug":"musik-12-2018-favoriten-und-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/12\/musik-12-2018-favoriten-und-analyse\/","title":{"rendered":"Musik 12\/2018 \u2014 Favoriten und Analyse"},"content":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 21 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Ach je, schon wieder haben wir es mit einem Jahre\u00adsende zu tun! In ein\u00ader Zeit schwinden\u00adder Gewis\u00adsheit\u00aden bleibt jeden\u00adfalls die, dass dies eine gute Gele\u00adgen\u00adheit ist, um zum zweit\u00aden Mal in diesem Jahr auf die <span class=\"musik-intro-hervorhebung\">empfehlenswertesten Musikalben 2018<\/span> zur\u00fcck\u00adzublick\u00aden. W\u00e4hrend <em>die Jugend<\/em> immer noch Pod\u00adcasts h\u00f6rt, die doch heutzu\u00adtage eigentlich <em>Phonecasts<\/em> hei\u00dfen m\u00fcssten, gebe ich mich lieber der wahren Kul\u00adtur hin. \u201cNicht jedes Gequiek\u201d, befand ein\u00admal Ulrich Erck\u00aden\u00adbrecht, \u201cist Musik\u201d. So halte ich es selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich eben\u00adfalls.<\/p>\n<p>Der Kalen\u00adder hin\u00adderte mich erneut nicht daran, im verge\u00adhen\u00adden Hal\u00adb\u00adjahr ungeduldig und darum vorzeit\u00adig auf die aktuellen Stu\u00addioal\u00adben von <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/07\/kurzkritik-abraham-look-here-comes-the-dark\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Abra\u00adham<\/span><\/a>, <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/08\/kurzkritik-arstidir-nivalis\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">\u00c1rst\u00ed\u00f0ir<\/span><\/a>, <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/09\/kurzkritik-monophonist-ueber-die-freiheit-der-praktischen-unvernunft\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Mono\u00adphon\u00adist<\/span><\/a>, <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/10\/kurzkritik-vak-budo\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">VAK<\/span><\/a> und <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/11\/kurzkritik-traeden\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Tr\u00e4\u00adden<\/span><\/a> hinzuweisen. <em>Kun\u00adden, die das kauften, kauften auch\u2026<\/em><\/p>\n<p><!--more-->Zum Gl\u00fcck sind noch genug andere Musikalben \u00fcbrig geblieben, n\u00e4m\u00adlich die fol\u00adgen\u00adden. Fan\u00adgen wir an.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-header-nr\">1.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">Neues von heute.<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/spurv-myra.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_spurv-myra.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Spurv \u2014 Myra<\/span>\n<p>Wenn wir es hier schon mit solchen Tem\u00adper\u00ada\u00adturen zu tun haben, dann wollen wir wenig\u00adstens auch die richtige Musik dazu h\u00f6ren. <span class=\"musik-review-bandname\">Spurv<\/span> \u2014 das bedeutet \u201cSpatz\u201d auf Nor\u00adwegisch \u2014 ist daher eine dur\u00adchaus ansprechende For\u00adma\u00adtion aus Oslo, deren j\u00fcng\u00adstes Stu\u00addioal\u00adbum \u201cMyra\u201d allerd\u00adings bere\u00adits im Mai 2018 erscheinen durfte. Als Gast\u00admusik\u00ader sind auf \u201cMyra\u201d unter anderem Mit\u00adglieder von <span class=\"musik-review-bandname\">Ulver<\/span> zu h\u00f6ren. Nicht immer sind solche Hil\u00adf\u00adsar\u00adbeit\u00aden ein Ver\u00adsuch des <em>name\u00addrop\u00adpings<\/em>, das haben <span class=\"musik-review-bandname\">Spurv<\/span> nicht n\u00f6tig. Auf dem Cover\u00adbild knud\u00addelt eine Frau ein Ren\u00adtier. Ich w\u00e4re sehr albern, leit\u00adete ich daraus etwas \u00fcber Nor\u00adwe\u00adgen ab.<\/p>\n<p>Trotz\u00addem erf\u00fcllen <span class=\"musik-review-bandname\">Spurv<\/span> wenig\u00adstens das Klis\u00adchee, dass Musik\u00adgrup\u00adpen aus der Gegend bittesch\u00f6n vor allem so was wie Postrock zu spie\u00adlen haben, denn in Nor\u00adwe\u00adgen ist es bekan\u00adntlich immer dunkel. So auch hier: Zwar nen\u00adnen sich die Musik\u00ader selb\u00adst eine Post\u00admet\u00adal\u00adband, ich aber weigere mich, mich dieser Selb\u00adst\u00adbeze\u00adich\u00adnung anzuschlie\u00dfen, und verorte sie stur im Shoegaze, Abteilung Instru\u00admen\u00adtal\u00admusik. Tja! Zu h\u00f6ren gibt es fl\u00e4chige Gitar\u00adren mit Cel\u00adlo und Geige. Aus solchen ein\u00adfachen Zutat\u00aden sind sehr gute Alben gemacht und auch \u201cMyra\u201d ist ein sehr gutes Album.<\/p>\n<p>Fl\u00e4chig geht es gele\u00adgentlich nicht nur in die Bre\u00adite, son\u00addern auch in die H\u00f6he, so etwa im beina\u00adhe doom\u00adtauglichen \u201cFra Myrtem\u00adpelet\u201d und im fan\u00adtastis\u00adchen \u201cFra dypet under ste\u00adnen\u201d, das, obwohl es auf ein Ver\u00adgl\u00fchen hin\u00adcrescendiert, mit entspan\u00adntem Klavier ausklingt. Huch! In \u201cAllt\u00ading f\u00e5r sin ende, ogs\u00e5 nat\u00adten\u201d lassen die Musik\u00ader Hei\u00addeg\u00adger zu Klavier\u00adbe\u00adgleitung \u00fcber die Sterblichkeit des Men\u00adschen dozieren, anschlie\u00dfend bricht Postrock\u00adge\u00adwit\u00adter (\u201cPost-Met\u00adal\u201d) los.<\/p>\n<p>Eigentlich schade, dass nor\u00admale Spatzen nur so bl\u00f6de Piepger\u00e4usche machen.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auf <a href=\"https:\/\/spurv.bandcamp.com\/album\/myra\">Bandcamp.com<\/a> gibt es einen Kom\u00adplettstream, auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Myra-Vinyl-LP-Spurv\/dp\/B07BQRTYYD?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> H\u00f6r\u00adproben und Kauf.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/koenji-hyakkei-dhorimviskha.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_koenji-hyakkei-dhorimviskha.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">K\u014den\u00adji Hyakkei \u2014 Dhorimviskha<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cVee\u00addem quid\u00adhas twl\u00adliees immi\u00addaval\u00adly\u201d<\/span> (Phlesst\u00adtighas)\n<p>Nach\u00addem die franz\u00f6\u00adsis\u00adche Aus\u00adnah\u00admeer\u00adschei\u00adn\u00adung <span class=\"musik-review-bandname\">Mag\u00adma<\/span> das <span class=\"musik-review-bandname\">John-Coltrane<\/span>-Ged\u00e4cht\u00adnis\u00adgenre Zeuhl \u2014 wohl unge\u00adf\u00e4hr \u201cS\u00f6hl\u201d aus\u00adge\u00adsprochen; ver\u00adr\u00fcck\u00adte Fran\u00adzosen immer! \u2014 erfun\u00adden und eine Zeit\u00adlang allein aus\u00adge\u00adf\u00fcllt haben, ent\u00adstanden irgend\u00adwann auch au\u00dfer\u00adhalb Frankre\u00adichs erste Musikpro\u00adjek\u00adte, die diesem Stil etwas abgewin\u00adnen kon\u00adnten, etwa <span class=\"musik-review-bandname\">Univers Z\u00e9ro<\/span> aus Bel\u00adgien. Nicht alle \u00fcber\u00adnah\u00admen die Kun\u00adst\u00adsprache Koba\u00efanisch oder den viel\u00adstim\u00admi\u00adgen Chorge\u00adsang, ihnen allen sind aber die dom\u00adi\u00adnante, jaz\u00adzna\u00adhe Rhyth\u00admik und das Spiel mit der hyp\u00adno\u00adtis\u00adchen Wieder\u00adhol\u00adung gemein. Bis heute bleibt Frankre\u00adich der Mit\u00adtelpunkt der inter\u00adna\u00adtionalen Zeuhlszene, als stark\u00ader Konkur\u00adrent hat sich aber inzwis\u00adchen Japan her\u00adaus\u00adgestellt.<\/p>\n<p>In Japan, regelm\u00e4\u00dfi\u00adgen Lesern mein\u00ader R\u00fcckschauen sowieso l\u00e4ngst als Land der pos\u00adi\u00adtiv bek\u00adloppten Musik bekan\u00adnt, gr\u00fcn\u00addete Schlagzeuger und S\u00e4nger <span class=\"musik-review-bandname\">Tat\u00adsuya Yoshi\u00adda<\/span> bere\u00adits 1985 das Duo <span class=\"musik-review-bandname\">Ruins<\/span>, dessen Musik mit Text zu beschreiben nicht ganz ein\u00adfach ist, <em>Zeuhl auf Koks in der Achter\u00adbahn<\/em> tr\u00e4fe es aber ganz gut. Weil so ein Duo einen japanis\u00adchen Musik\u00ader aber nicht aus\u00adlastet, ist <span class=\"musik-review-bandname\">Tat\u00adsuya Yoshi\u00adda<\/span> neben\u00adbei auch noch ander\u00adweit\u00adig besch\u00e4ftigt, unter anderem in Pro\u00adjek\u00adten mit Mit\u00adgliedern der gle\u00adich\u00adfalls bish\u00ader nicht durch wenig Aktiv\u00adit\u00e4t aufge\u00adfal\u00adl\u00adenen <span class=\"musik-review-bandname\">Acid Moth\u00aders Tem\u00adple<\/span>. Au\u00dfer\u00addem gr\u00fcn\u00addete er 1991 die Band <span class=\"musik-review-bandname\">K\u014den\u00adji Hyakkei<\/span>, von deren Gr\u00fcn\u00addungsmit\u00adgliedern nur noch er selb\u00adst mit\u00admacht, obwohl sie auf \u201cDhorimviskha\u201d, ihrem ersten Stu\u00addioal\u00adbum seit 2005, schon wieder zu sechst ist.<\/p>\n<p>Weil man zu sechst auch <em>andere<\/em> Musik machen kann als zu zweit, unter\u00adschei\u00addet sich dieselbe auf \u201cDhorimvish\u00adka\u201d, was bes\u00adtimmt irgend\u00adwas hei\u00dft, recht deut\u00adlich von dem, was von <span class=\"musik-review-bandname\">Ruins<\/span> nor\u00admaler\u00adweise zu h\u00f6ren ist. Neben diesen und <span class=\"musik-review-bandname\">Mag\u00adma<\/span> h\u00f6re ich hier jeden\u00adfalls, vor allem in den text\u00adlosen Gesangspas\u00adsagen, auch <span class=\"musik-review-bandname\">Yes<\/span>. <em>Nat\u00fcr\u00adlich<\/em> gibt es hier weit\u00adge\u00adhend, bis in das abschlie\u00dfende Titel\u00adst\u00fcck hinein, auch Zeuhlrhyth\u00admik und meist komisch \u00fcber\u00addreht\u00aden repet\u00adi\u00adtiv\u00aden Gesang mit und ohne Text, zumeist von S\u00e4n\u00adgerin \u201cAh\u201d, zu h\u00f6ren, aber Funk und Jazz k\u00e4mpfen hart um die Aufmerk\u00adsamkeit des H\u00f6r\u00aders. In \u201cLev\u00adhorm\u201d meine ich gar Lat\u00adin\u00admusik auszu\u00admachen. Das f\u00fcr Band\u00adver\u00adh\u00e4lt\u00adnisse ungew\u00f6hn\u00adlich ruhig groovend begin\u00adnende \u201cPal\u00adbeth Tis\u00adsi\u00adlaq\u201d woan\u00adders als im reinen Jaz\u00adzrock zu verorten schiene mir auch falsch.<\/p>\n<p>Klar: Wer <span class=\"musik-review-bandname\">Mag\u00adma<\/span> nicht mag, der wird mit \u201cDhorimviskha\u201d voraus\u00adsichtlich auch nicht zufrieden sein. Wer aber gele\u00adgentlich eine Dosis Zeuhl ver\u00adtra\u00adgen kann, den wer\u00adden <span class=\"musik-review-bandname\">K\u014den\u00adji Hyakkei<\/span> kaum ent\u00adt\u00e4uschen. Den Ver\u00adsuch ist es wert.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Dhorimviskha-Koenjihyakkei\/dp\/B07G35FC69?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> hat Down\u00adload und H\u00f6r\u00adproben im Sor\u00adti\u00adment.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/body-head-the-switch.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_body-head-the-switch.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Body\/Head \u2014 The Switch<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cScream to the wind\u201d<\/span> (Last Time)\n<p>Wir wech\u00adseln ele\u00adgant das Land: <span class=\"musik-review-bandname\">Body\/Head<\/span> sind ein US-amerikanis\u00adches Gitar\u00adren\u00adduo. Wer der K\u00f6r\u00adp\u00ader und wer der Kopf ist, wei\u00df ich nicht. Das ist angesichts der Herkun\u00adft der bei\u00adden Musik\u00ader aber auch v\u00f6l\u00adlig uner\u00adhe\u00adblich, denn wenig\u00adstens einen Namen ken\u00adnt man: <span class=\"musik-review-bandname\">Kim Gor\u00addon<\/span> war von 1981 bis 2011 Teil der erfreulichen Band <span class=\"musik-review-bandname\">Son\u00adic Youth<\/span>, die mit ihrer Tren\u00adnung von <span class=\"musik-review-bandname\">Thurston Moore<\/span> zu existieren aufge\u00adh\u00f6rt hat, seit 2012 ist sie mit <span class=\"musik-review-bandname\">Bill Nace<\/span> zusam\u00admen auf musikalis\u00adchen Pfaden unter\u00adwegs. <span class=\"musik-review-bandname\">Bill Nace<\/span> wiederum ken\u00adnt man bish\u00ader nur vom 2013er Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum von <span class=\"musik-review-bandname\">Body\/Head<\/span>, \u201cCom\u00ading Apart\u201d, aber man sollte ihn sich ver\u00admut\u00adlich endlich mal merken.<\/p>\n<p>Dass <span class=\"musik-review-bandname\">Body\/Head<\/span> trotz dieses Neuan\u00adfangs und der min\u00adi\u00admalen Beset\u00adzung \u2014 offiziell sind nur Gesang (<span class=\"musik-review-bandname\">Kim Gor\u00addon<\/span>) und zwei Gitar\u00adren (bei\u00adde) als Beteiligte genan\u00adnt \u2014 <em>eigentlich<\/em> wie eine Fort\u00adset\u00adzung von <span class=\"musik-review-bandname\">Son\u00adic Youth<\/span> klin\u00adgen, \u00fcber\u00adrascht kaum. \u201cThe Switch\u201d ist ein min\u00adi\u00admal\u00adis\u00adtisch-exper\u00adi\u00admentelles Album voller \u201cNo Wave\u201d. Das hat man ja auch schon l\u00e4nger nicht mehr geh\u00f6rt. Enthal\u00adten sind f\u00fcnf St\u00fccke, aber die haben es in sich.<\/p>\n<p>Die Gitarre schwingt und schweigt im er\u00f6ff\u00adnen\u00adden \u201cLast Time\u201d, nach drei Minuten ert\u00f6nt gedehn\u00adter Gesang. Es klingt wie die fr\u00fchen Kraut-Psy\u00adche\u00addel\u00adic-Exper\u00adi\u00admente und ich w\u00fcrde mir einen Exper\u00adi\u00admen\u00adtal\u00adfilm mit dieser Unter\u00admalung ver\u00admut\u00adlich aus Prinzip gern anse\u00adhen. Wieso ger\u00adate ich eigentlich in let\u00adzter Zeit immer wieder an dieses Avant\u00adgarde-Zeug? Mir soll\u2019s ja auch recht sein. Unbeachtet schwellen die Instru\u00admente zu Kam\u00admer\u00admusik mit Stre\u00adich\u00ader\u00adstakka\u00adto an. Unwillk\u00fcr\u00adlich denkt man dar\u00fcber nach, was die <span class=\"musik-review-bandname\">Bea\u00adt\u00adles<\/span> aus der heuti\u00adgen Stu\u00addiotech\u00adnik gemacht h\u00e4t\u00adten, wenn sie noch intakt w\u00e4ren. In \u201cYou Don\u2019t Need\u201d wird die <em>Kam\u00admer\u00admusik<\/em> fort\u00adge\u00adset\u00adzt. Es baut sich eine bedrohliche, dichte, beina\u00adhe indus\u00adtrielle, wie von einem alten Ton\u00adband abge\u00adspielt klin\u00adgende Atmo\u00adsph\u00e4re mit d\u00fcn\u00adnem, fast unterge\u00adhen\u00addem, aber wieder <em>krauti\u00adgen<\/em> Gesang auf. Damals war Gesang ja auch sel\u00adten gut. Das St\u00fcck endet pl\u00f6t\u00adzlich.<\/p>\n<p>Es fol\u00adgt \u201cIn The Dark Room\u201d: Der Beginn klingt wie der Verbindungsauf\u00adbau eines alten Modems, geht dann aber \u00fcber in eine ver\u00adgle\u00adich\u00adbar ster\u00adile <em>Umge\u00adbung<\/em>. Genau so w\u00fcrde ich einen dun\u00adklen Raum auch ver\u00adto\u00adnen, wenn ich ein biss\u00adchen Ahnung von Stim\u00admung und Musik\u00admachen h\u00e4tte. Elek\u00adtro\u00adn\u00adisch erzeugte Klang\u00adef\u00adfek\u00adte, darunter ein unklares Kratzen, lassen mich aber\u00admals aufhorchen, wie es eigentlich immer passiert, wenn ich mich an das noch immer ziem\u00adlich <em>geile<\/em> \u201casia\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">boris<\/span> (<a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2015\/12\/musik-122015-favoriten-und-analyse\/\">hier ent\u00adlang<\/a>) erin\u00adnert f\u00fch\u00adle. Hier gibt es keinen Gesang, hier gibt es nur Stim\u00admung. Hui! \u201cChange My Brain\u201d ist anfangs eigentlich fast das gle\u00adiche St\u00fcck, aber mit <em>nois\u00adiger<\/em> Gitarre statt blo\u00dfer Effek\u00adte. Nach zwei Minuten set\u00adzt aber\u00admals der melodiefreie Gesang <span class=\"musik-review-bandname\">Kim Gor\u00addons<\/span> ein. Gegen 4:30 Minuten inten\u00adsiviert sich dieser aber erst\u00admals auf dem Album in ein\u00ader Art Refrain, bevor der Instru\u00admen\u00adtal\u00adteil wieder ein\u00adset\u00adzt. Irgend\u00adwas ist mit meinem Hirn bere\u00adits jet\u00adzt passiert. \u201cChange My Brain\u201d ist 10:41 Minuten lang und damit eigentlich immer noch zu kurz.<\/p>\n<p>Zum Schluss \u2014 \u201cReverse Hard\u201d \u2014 haut das Duo dem H\u00f6r\u00ader noch ein\u00admal Dro\u00adnege\u00adwit\u00adter, dann wieder indus\u00adtrielle Elek\u00adtron\u00adik um die Ohren. Nach fast f\u00fcnf Minuten ert\u00f6nt Gesang, der wie durch ein Wasser\u00adglas gesun\u00adgen klingt, dazu schnei\u00addende Gitar\u00adren. Nach sechs Minuten ist es vorb- nein, doch nicht, ein neuer Teil begin\u00adnt: Eine verz\u00ader\u00adrte Gitarre bre\u00adit\u00adet eine W\u00fcste vor dem geisti\u00adgen Auge aus. Kak\u00adteen entste\u00adhen, hin und wieder ein bedrohlich\u00ades Lebe\u00adwe\u00adsen, hier gespielt von einem Bass, der wahrschein\u00adlich auch wieder so ein Gitar\u00adren\u00adef\u00adfekt ist. Erneut undeut\u00adlich\u00ader \u201cWasser\u201d-Gesang. Das St\u00fcck wird zum Ende hin schneller, die Stimme bellt nun eher als sie singt. Das St\u00fcck verklingt instru\u00admen\u00adtal mit verz\u00ader\u00adrter Elek\u00adtron\u00adik.<\/p>\n<p>Was war das? \u201cThe Switch\u201d braucht unbe\u00add\u00adingt einen zweit\u00aden, wenn nicht gar einen drit\u00adten H\u00f6r\u00addurch\u00adlauf, bevor es sich erschlie\u00dft. Ich wei\u00df es zu w\u00fcrdi\u00adgen, dass hier ober\u00adfl\u00e4ch\u00adlich nur wenig passiert, w\u00e4hrend sich das Album kaum merk\u00adlich ins Ner\u00adven\u00adsys\u00adtem bohrt. Es muss ja nicht immer schep\u00adpern.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> \u201cThe Switch\u201d gibt es auf <a href=\"https:\/\/bodyhead.bandcamp.com\/album\/the-switch\">Bandcamp.com<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/91209066\">TIDAL<\/a> als Kom\u00adplettstream, auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Switch-Vinyl-LP-Body\/dp\/B07D4ZLGC6?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> auszugsweise und zum Kauf.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/hex-hex.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_hex-hex.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">H E X \u2014 H E X<\/span>\n<p>Apro\u00adpos Schep\u00adpern.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">H E X<\/span>, die anscheinend mit Leerze\u00adichen geschrieben wer\u00adden m\u00f6cht\u00aden, sind eine Schweiz\u00ader Band und hei\u00dfen wie ein Album von <span class=\"musik-review-bandname\">Bark Psy\u00adchosis<\/span>, aber das kann Zufall sein. Musikalisch und auch son\u00adst ist wenig Gemein\u00adsamkeit festzustellen, sieht man davon ab, dass ich bei\u00adde Bands zu ken\u00adnen nicht f\u00fcr Zeitver\u00adschwen\u00addung halte.<\/p>\n<p>Die Band selb\u00adst nen\u00adnt ihre Musik \u201cPsy\u00adche\u00addel\u00adic Indus\u00adtri\u00adal\u201d, was sich eige\u00adnar\u00adtig genug vorstellen l\u00e4sst. Dominiert wird das Album, das anscheinend wie die Band hei\u00dft und sog\u00adar nur aus vier (wenn auch ver\u00adgle\u00adich\u00adsweise lan\u00adgen) St\u00fcck\u00aden zusam\u00admenge\u00adset\u00adzt ist, allerd\u00adings von einem mitunter monot\u00ado\u00adnen <em>groove<\/em>, der vor allem (uns) von <span class=\"musik-review-bandname\">Faust<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Can<\/span> Begeis\u00adterte verz\u00fcckt. Die Musik ist ziem\u00adlich <em>dicht<\/em> und klingt manch\u00admal wie eine \u00fcber\u00adwiegend instru\u00admen\u00adtale Vari\u00adante von <span class=\"musik-review-bandname\">Laibach<\/span> mit weniger <em>goth\u00adic<\/em>. Jau.<\/p>\n<p>\u00dcber\u00adwiegend instru\u00admen\u00adtal? Naja: In \u201cCol\u00adlid\u00ader\u201d taucht erst\u00admals kaum ver\u00adst\u00e4ndlich\u00ader Gesang auf, viel zu leise, um ver\u00adstanden zu wer\u00adden, was Absicht sein k\u00f6n\u00adnte. \u201cHigh\u00adrise\u201d ist wieder ein Gesangsst\u00fcck, jedoch wird auch hier der Gesang von der Indus\u00adtri\u00adal-Wucht schi\u00ader erdr\u00fcckt und dient daher vielmehr als melodis\u00adch\u00ader Gegen\u00adpunkt. Apro\u00adpos \u201cCol\u00adlid\u00ader\u201d: L\u00e4sst sich dieses Liedlein noch als Post\u00adpunk kat\u00ade\u00adgorisieren und gr\u00e4bt \u201cProcess\u201d tief im Indus\u00adtri\u00adal, so ver\u00admei\u00addet der dro\u00adnege\u00adladene Postrock, den man son\u00adst auch von <span class=\"musik-review-bandname\">Isis<\/span> so oder so \u00e4hn\u00adlich schon mal geh\u00f6rt hat, ein Schwarzwei\u00df\u00adbild, was das Kat\u00ade\u00adgorisieren bet\u00adrifft. Ich g\u00e4be f\u00fcr so etwas grund\u00ads\u00e4t\u00adzlich Bonus\u00adpunk\u00adte, wenn ich hier \u00fcber\u00adhaupt irgendwelche Punk\u00adte verteilte.<\/p>\n<p>Da ich darauf aber gern verzichte, bleibt mir in Rein\u00adtext die Erken\u00adnt\u00adnis, dass \u201cH E X\u201d eine willkommene Abwech\u00adslung in der son\u00adst doch sehr gitar\u00adren\u00adrock\u00ado\u00adri\u00aden\u00adtierten Liste dieses Semes\u00adters ist. Man sollte aber in der richti\u00adgen <em>Stim\u00admung<\/em> sein \u2014 f\u00fcr Fr\u00fch\u00adling oder gar Som\u00admer ist das hier nichts, auch wenn\u2019s bere\u00adits im Mai dieses Jahres <em>erschien<\/em>. Zu heute passt es allerd\u00adings aus\u00adgeze\u00adich\u00adnet.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Stream und Kauf stellen <span class=\"musik-review-bandname\">H E X<\/span> via <a href=\"https:\/\/h-e-x.bandcamp.com\/album\/hex\">Bandcamp.com<\/a> bere\u00adit, anson\u00adsten mag\u2019s <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/H-X\/dp\/B07BFNKR8X?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> tun.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/prairie-after-the-flash-flood.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_prairie-after-the-flash-flood.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Prairie \u2014 After the Flash Flood<\/span>\n<p>Wir bleiben bei Drones. Bei <span class=\"musik-review-bandname\">Prairie<\/span>, so ist <em>im Inter\u00adnet<\/em> zu lesen, han\u00addelt es sich um \u201cdas Pro\u00adjekt\u201d des aus Br\u00fcs\u00adsel stam\u00admenden, aber in den Nieder\u00adlan\u00adden wurzel\u00adnden Mul\u00adti\u00adin\u00adstru\u00admen\u00adtal\u00adis\u00adten und Pro\u00adduzen\u00adten <span class=\"musik-review-bandname\">Marc Jacobs<\/span>, der live noch mehr Musik\u00ader um sich schart und zuvor bere\u00adits Musik beim Berlin\u00ader Ver\u00adlag Shitkat\u00ada\u00adpult, der zwar sch\u00f6n hei\u00dft, mir aber bish\u00ader namentlich unbekan\u00adnt war, unter\u00adbrin\u00adgen kon\u00adnte. Wenn das hier jedoch Schei\u00dfe ist, dann kann <span class=\"musik-review-bandname\">Marc Jacobs<\/span> daraus Gold machen und geh\u00f6rt erst recht erw\u00e4h\u00adnt.<\/p>\n<p>Eine Eisw\u00fcste t\u00fcrmt sich auf, von fern don\u00adnert <span class=\"musik-review-bandname\">floy\u00addesque<\/span> Perkus\u00adsion auf und verklingt: Mit \u201cFlash Flood\u201d begin\u00adnt das Album \u201cAfter the Flash Flood\u201d unge\u00adf\u00e4hr wie angenom\u00admen, hat man erst ein\u00admal einen Blick auf das Cover\u00adbild gewor\u00adfen. Das The\u00adma \u201cEisw\u00fcste\u201d wird sp\u00e4ter auch mit Ger\u00e4uschen bers\u00adten\u00adden Eis\u00ades (\u201cHard Water:Cracked Ice\u201d) nochmals in Erin\u00adnerung gerufen. Der geneigte Rezensent kommt nicht umhin, ein wenig zu frieren, was derzeit \u2014 Mitte Sep\u00adtem\u00adber \u2014 keine Selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlichkeit, daf\u00fcr jedoch sehr angenehm ist.<\/p>\n<p>Der Rest des Albums, der <em>nach \u201cFlash Flood\u201d<\/em> ert\u00f6nt, ste\u00adht diesem hin\u00adsichtlich der Inten\u00adsit\u00e4t und Dichte nicht nach; mal wird mit Sprach\u00adfet\u00adzen und St\u00f6rg\u00ader\u00e4uschen eine bek\u00adlem\u00admende Atmo\u00adsph\u00e4re geschaf\u00adfen (\u201cRain\u00addeaf\u201d), mal bre\u00adit\u00aden <span class=\"musik-review-bandname\">Prairie<\/span> mit vielschichti\u00adgen <em>drones<\/em> aber\u00admals eine, nun ja, akustis\u00adche <em>Pr\u00e4rie<\/em> vor dem H\u00f6r\u00ader aus. Auch leise, mitunter indisch ange\u00adhauchte Momente find\u00aden sich auf dem Album (\u201cA Per\u00adma\u00adnent War Econ\u00ado\u00admy\u201d, \u201cEle\u00adphants Will Rise Again\u201d). Was jedoch nicht auf\u00adtaucht, ist Gesang. <em>Brauch\u2019mer des?<\/em> Nein, in diese Stim\u00admung reinzusin\u00adgen w\u00e4re geh\u00e4s\u00adsig.<\/p>\n<p>\u201cAfter The Flash Flood\u201d belohnt Geduld mit Tiefe. Wer keine solche (also Geduld, nicht Tiefe) mit\u00adbringt, der m\u00f6ge dieses Album beim unver\u00admei\u00addlichen Kauf all mein\u00ader Empfehlun\u00adgen  aus\u00adlassen. Allen anderen m\u00f6ge es ein Genuss sein wie mir.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auf <a href=\"https:\/\/prairie.bandcamp.com\/album\/after-the-flash-flood\">Bandcamp.com<\/a> gibt es \u2014 ungew\u00f6hn\u00adlicher\u00adweise \u2014 <em>nur<\/em> Ausz\u00fcge aus \u201cAfter the Flash Flood\u201d zu h\u00f6ren, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/After-Flash-Flood-Prairie\/dp\/B07BFDMG9Q?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/85876690\">TIDAL<\/a> besor\u00adgen den Rest.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/oh-sees-smote-reverser.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_oh-sees-smote-reverser.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Oh Sees \u2014 Smote Revers\u00ader<\/span>\n<p>Endlich mal wieder eine Band mit Geschichte \u2014 obwohl die gar nicht beson\u00adders lang ist.<\/p>\n<p>Von 1997 bis 2003 existierte das kali\u00adfor\u00adnische Punkrock\u00adduo <span class=\"musik-review-bandname\">Pink and Brown<\/span>, beste\u00adhend aus den bei\u00adden schon zuvor aufeinan\u00adder getrof\u00adfe\u00adnen Musik\u00adern <span class=\"musik-review-bandname\">John Dwyer<\/span> (Gesang, Gitarre) und <span class=\"musik-review-bandname\">Jef\u00adfrey Rosen\u00adberg<\/span> (Schlagzeug). Erster\u00ader war eben\u00adfalls ab 1997 als Solo\u00admusik\u00ader unter dem Pro\u00adjek\u00adt\u00adna\u00admen <span class=\"musik-review-bandname\">Ori\u00adno\u00adka Crash Suite<\/span> (kurz <span class=\"musik-review-bandname\">OCS<\/span>) t\u00e4tig, von 2001 bis 2005 au\u00dfer\u00addem mit der Gara\u00adgen\u00adrock\u00adband <span class=\"musik-review-bandname\">Coach\u00adwhips<\/span> besch\u00e4ftigt. 2002 gr\u00fcn\u00addete er zudem <span class=\"musik-review-bandname\">Zeigen\u00adbock Kopf<\/span>, eine vorge\u00adblich deutsche Par\u00adty\u00adband mit Schwu\u00adlen\u00adim\u00adage, die ver\u00admut\u00adlich bis heute existiert.<\/p>\n<p>Nach der Aufl\u00f6\u00adsung von <span class=\"musik-review-bandname\">Pink and Brown<\/span> trat <span class=\"musik-review-bandname\">Jef\u00adfrey Rosen\u00adberg<\/span> vor\u00fcberge\u00adhend <span class=\"musik-review-bandname\">OCS<\/span> bei, das offizielle Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum \u201c1\u201d wurde 2003 ver\u00f6f\u00adfentlicht. <span class=\"musik-review-bandname\">John Dwyer<\/span> machte danach erst allein, dann mit Schlagzeuger <span class=\"musik-review-bandname\">Patrick Mullins<\/span> weit\u00ader und nahm so bis 2005 drei weit\u00adere Alben auf. Anschlie\u00dfend wurde S\u00e4n\u00adgerin <span class=\"musik-review-bandname\">Brigid Daw\u00adson<\/span> Band\u00admit\u00adglied, von 2006 bis 2007 hie\u00df die Band erst <span class=\"musik-review-bandname\">The Ohsees<\/span>, was eine m\u00f6gliche Aussprache von \u201cOCS\u201d zu sein scheint, dann <span class=\"musik-review-bandname\">The Oh Sees<\/span>, schlie\u00dflich bis 2016 <span class=\"musik-review-bandname\">Thee Oh Sees<\/span>. Das \u201cThee\u201d wurde 2017 fall\u00aden gelassen, es erschien erst \u201cOrc\u201d als <span class=\"musik-review-bandname\">Oh Sees<\/span>, dann \u201cMem\u00ado\u00adry of a Cut Off Head\u201d als <span class=\"musik-review-bandname\">OCS<\/span>. Wie die Band aktuell hei\u00dft, wage ich gar nicht nachzuschla\u00adgen, als <span class=\"musik-review-bandname\">The Oh Sees<\/span> wurde im Mai 2018 jeden\u00adfalls das noch aktuelle Album \u201cSmote Revers\u00ader\u201d ver\u00f6f\u00adfentlicht, das, z\u00e4hlt man nur die Stu\u00addioal\u00adben und nicht auch die EPs, das 21. dieser Gruppe seit 2003 ist, was recht sportlich ist. Ich mag aber keinen Sport.<\/p>\n<p>Wom\u00adit ich hinge\u00adgen eine Menge anfan\u00adgen kann, ist \u2014 das sollte bekan\u00adnt sein \u2014 gute Musik. Und \u201cSmote Revers\u00ader\u201d ist dur\u00adchaus nicht schlecht darin, solche zu bieten. In meinen Noti\u00adzen zum Album ste\u00adht \u201cordentlich Groove\u201d. Ordentlich! Im Okto\u00adber dieses Jahres wurde \u201cMoon Bog\u201d, vom \u201cRolling Stone\u201d als Wel\u00adtraum\u00adbal\u00adlade beschimpft, von mir als <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/10\/oh-sees-moon-bog\/\">Mon\u00adtagsmusik<\/a> aus\u00adgew\u00e4hlt, aber obwohl sich auf \u201cSmote Revers\u00ader\u201d mit \u201cLast Peace\u201d noch mehr Stil\u00adver\u00adwandtes find\u00aden l\u00e4sst, greifen <span class=\"musik-review-bandname\">Oh Sees<\/span> auf jede Menge Erfahrung und damit auch Vielfalt zur\u00fcck: Dank der zurzeit bei\u00adden Schlagzeuger rhyth\u00admisch aufge\u00adladen\u00ader Pro\u00adgres\u00adsive Met\u00adal (\u201cSen\u00adtient Oona\u201d), Elek\u00adtron\u00adik, die mitunter ver\u00adspielt sein darf (\u201cAnthemic Aggres\u00adsor\u201d), Stoner\/Hardrock (\u201cEnrique El Cobrador\u201d, \u201cAbysmal Urn\u201d) und der seit \u00fcber zwanzig Alben <em>irgend\u00adwie vorhan\u00addene<\/em> Gara\u00adgen\u00adrock funk\u00adtion\u00adieren hier gro\u00dfar\u00adtig zusam\u00admen. Andere Bands \u2014 gern aus Gro\u00dfbri\u00adtan\u00adnien \u2014 kriegen nicht mal zwanzig <em>Jahre<\/em> lang mehr als einen Stil hin.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auf <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/89284882\">TIDAL<\/a> und <a href=\"https:\/\/ohsees.bandcamp.com\/album\/smote-reverser\">Bandcamp.com<\/a> ist neben anderen Alben von <span class=\"musik-review-bandname\">Oh Sees<\/span> auch dieses zu find\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/fire-down-below-hymn-of-the-cosmic-man.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_fire-down-below-hymn-of-the-cosmic-man.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Fire Down Below \u2014 Hymn of the Cos\u00admic Man<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">Every\u00adthing I\u2019ve ever known means noth\u00ading\u201d<\/span> (Ignition\/Space Cruis\u00ader)\n<p>Im Jahr 2016 ver\u00f6f\u00adfentlichte die bel\u00adgis\u00adche Ston\u00ader-\/Psy\u00adche\u00addel\u00adic-Rock-Band <span class=\"musik-review-bandname\">Fire Down Below<\/span> ihr Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum \u201cViper Vix\u00aden God\u00addess Saint\u201d, das von <em>Kri\u00adtik\u00adern<\/em> als nicht schlecht wahrgenom\u00admen wurde. 2018 fol\u00adgte das Fol\u00adgeal\u00adbum \u201cHymn of the Cos\u00admic Man\u201d, in dem der Stil weit\u00adge\u00adhend beibehal\u00adten, aber um Space\u00adrock erweit\u00adert wurde. Wie sollte es bei diesem Titel auch anders sein?<\/p>\n<p>Die hier geh\u00f6rte Musik erin\u00adnert mich anfangs ein wenig an das <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2011\/12\/musik-122011-favoriten-und-analyse\/\">klar unter\u00adsch\u00e4tzte<\/a> \u201cLulu\u201d, allerd\u00adings ohne Gesangs\u00adbeitrag. Wie dieses ist auch \u201cHymn of the Cos\u00admic Man\u201d ein Konzep\u00adtal\u00adbum, es geht textlich im Wesentlichen um einen recht trau\u00adri\u00adgen Her\u00adrn, der sich im Weltall, ver\u00admut\u00adlich von der nack\u00adten Dame auf dem Cover\u00adbild, gefan\u00adgen f\u00fchlt. Musikalisch dominiert grol\u00adlen\u00adder Space\/Thrash Met\u00adal mit kr\u00e4ftig verz\u00ader\u00adrter Gitarre, also so, wie ich ihn mag. Gele\u00adgentlich (\u201cAscen\u00adsion\u201d) darf es aber auch mal <em>ein\u00adfach\u00ader<\/em> Hardrock sein.<\/p>\n<p>Ab dem zweit\u00aden St\u00fcck \u201cIgnition\/Space Cruis\u00ader\u201d ert\u00f6nt auch Gesang, der zwar recht <em>gew\u00f6hn\u00adlich<\/em> (also beina\u00adhe sta\u00addion\u00adtauglich) daherkommt, aber trotz\u00addem nicht den Ein\u00addruck erweckt, sich beson\u00adders an Radio\u00adh\u00f6r\u00ader zu richt\u00aden. Daf\u00fcr spricht auch das abschlie\u00dfende \u201cAdrift in a Sea of Stars\u201d, das mit sein\u00ader L\u00e4nge von \u00fcber elf Minuten im derzeit\u00adi\u00adgen <em>For\u00adma\u00adtra\u00addio<\/em> nicht mal zwis\u00adchen zwei Wer\u00adbepausen passen w\u00fcrde. <em>Das Inter\u00adnet<\/em> find\u00adet stilis\u00adtis\u00adche \u00dcbere\u00adin\u00adstim\u00admungen mit <span class=\"musik-review-bandname\">Tool<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Kyuss<\/span>. Ich kann das ver\u00adste\u00adhen.<\/p>\n<p>Beim \u201cAngry Met\u00adal Guy\u201d <a href=\"https:\/\/www.angrymetalguy.com\/fire-down-below-hymn-of-the-cosmic-man-review\/\">hei\u00dft es:<\/a><\/p>\n<blockquote><p>If you like your prog psy\u00adched up, and your ston\u00ader rock prog\u00adgy, this is your album.<\/p><\/blockquote>\n<p>Passt.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/firedownbelow.bandcamp.com\/album\/hymn-of-the-cosmic-man\">Bandcamp.com<\/a> ist eine gute erste Anlauf\u00adstelle, anson\u00adsten k\u00f6n\u00adnten <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Hymn-Cosmic-Explicit-Fire-Below\/dp\/B07DCFPDHD?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/87980566\">TIDAL<\/a> n\u00fct\u00adzlich sein.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/rolo-tomassi-time-will-die-and-love-will-bury-it.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_rolo-tomassi-time-will-die-and-love-will-bury-it.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Rolo Tomas\u00adsi \u2014 Time Will Die And Love Will Bury It<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Rolo Tomas\u00adsi<\/span>, benan\u00adnt nach ein\u00ader Fig\u00adur aus dem Film L.A. Con\u00adfi\u00adden\u00adtial, ist ein englis\u00adches Math\u00adrock\u00adquin\u00adtett, das seit sein\u00ader Gr\u00fcn\u00addung im Jahr 2005 mehr Alben, Sin\u00adgles und EPs ver\u00f6f\u00adfentlicht hat als manch \u00e4ltere Band in drei Jahrzehn\u00adten und mit \u201cTime Will Die And Love Will Bury It\u201d ein fan\u00adtastis\u00adches Shoegaze-nah\u00ades Stu\u00addioal\u00adbum <em>unter die Leute<\/em> zu brin\u00adgen ver\u00adsucht. Die Gen\u00adrekol\u00adle\u00adgen <span class=\"musik-review-bandname\">65daysofstatic<\/span>, mit denen <span class=\"musik-review-bandname\">Rolo Tomas\u00adsi<\/span> auch schon mal zusam\u00admen (bzw. nacheinan\u00adder) aufge\u00adtreten sind, haben vor eini\u00adgen Jahren eines ihrer St\u00fccke <em>remixt<\/em>. Die Welt ist klein.<\/p>\n<p>Wobei \u201cShoegaze\u201d auch zu ein\u00adfach gedacht ist: Nach\u00addem der instru\u00admen\u00adtale <em>open\u00ader<\/em> \u201cTowards Dawn\u201d eben\u00adso wie das leicht\u00adg\u00e4ngige Lied \u201cAfter\u00admath\u201d mich nach\u00adse\u00adhen lie\u00dfen, was <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2012\/11\/toc-sin\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Toc.Sin<\/span><\/a> eigentlich ger\u00adade machen (lei\u00adder <a href=\"http:\/\/lallalabor.de\/lallalabor-preistraeger-tiktaalik\/\">nichts mehr<\/a>), und ich mich also ger\u00adade in ein\u00ader entspan\u00adnten Stim\u00admung befinde, br\u00fcllt mich die Band in \u201cRit\u00adu\u00adals\u201d mit Gitar\u00adrengeschep\u00adper und Growlgeschrei an. Huch!<\/p>\n<p>\u201cThe Hol\u00adlow Hour\u201d macht nach einem gef\u00e4l\u00adli\u00adgen (wenn auch hek\u00adtis\u00adchen) Postrock\u00adin\u00adtro genau so weit\u00ader. <em>Zeit wird ster\u00adben<\/em> und so klingt das auch. Selb\u00adst schuld, wer seine Rezen\u00adsio\u00adnen nach ger\u00adade mal zwei St\u00fcck\u00aden f\u00fcr ein\u00adfach h\u00e4lt. Das Gesangs\u00adduo aus <span class=\"musik-review-bandname\">James<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Eva Spence<\/span> (ver\u00admut\u00adlich ver\u00adwandt) schal\u00adtet im Weit\u00aderen zwis\u00adchen \u201czuck\u00ader\u00ads\u00fc\u00dfen\u201d (Quelle: Inter\u00adnet) <em>vocals<\/em> und Screamo-Aggres\u00adsion wie selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich um, Sch\u00f6n\u00adklang pr\u00e4gt \u201cTime Will Die and Love Will Bury It\u201d nur als Ali\u00adbi. So w\u00fctend muss man erst mal sein.<\/p>\n<p>Eine Ver\u00adschnauf\u00adpause gew\u00e4hrt erst\u00admals das siebte St\u00fcck \u201cA Flood of Light\u201d, das f\u00fcr wenige Tak\u00adte am Anfang und am Ende eine <em>ambi\u00adent<\/em>-Land\u00adschaft errichtet, bevor erneut der Zorn (\u201cWhis\u00adpers Among Us\u201d) durch\u00adbricht. \u201cRisen\u201d been\u00addet das Album mit Gesang und Klavierk\u00adl\u00e4n\u00adgen dann beina\u00adhe ver\u00ads\u00f6hn\u00adlich.<\/p>\n<p>Hui!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Wenig \u00fcber\u00adraschend ist, dass auch dieses Album auf <a href=\"https:\/\/rolotomassi.bandcamp.com\/album\/time-will-die-and-love-will-bury-it\">Bandcamp.com<\/a> (lei\u00adder nur noch als CD und Down\u00adload) zu haben ist, zum Rein\u00adh\u00f6ren eignen sich aber auch <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Time-Will-Die-Love-Bury\/dp\/B07791SYBH?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/80914890\">TIDAL<\/a>.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/the-stock-humanize.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_the-stock-humanize.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">The STOCK \u2014 Human\u00adize<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cThe white light is danc\u00ading like a morse code\u201d<\/span> (Kro\u00adnos)\n<p>Komis\u00adch\u00ader Name, komis\u00adches Cover\u00adbild.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">The STOCK<\/span> ist, wie man her\u00adaus\u00adfind\u00aden kann, ein Trio aus Bad Cam\u00adberg, das in Hes\u00adsen liegt und trotz\u00addem auf Fotos ganz gut aussieht. Anscheinend hat es seit sein\u00ader Gr\u00fcn\u00addung im Jahr 2010 bish\u00ader erst ein einziges Album aufgenom\u00admen, n\u00e4m\u00adlich dieses. Auf \u201cHuman\u00adize\u201d, als \u201cLangzeit\u00adpro\u00adjekt\u201d nach drei\u00adj\u00e4hriger Pro\u00adduk\u00adtion\u00adszeit Anfang 2018 erschienen, wer\u00adden drei St\u00fccke von elfein\u00adhalb bis etwas \u00fcber 20 Minuten geboten. Schon wieder nichts f\u00fcrs Radio.<\/p>\n<p>Dessen ungeachtet ver\u00adsuchen die drei Musik\u00ader es mit soli\u00addem Alter\u00adna\u00adtive Rock mit mehr gesproch\u00adenen als gesun\u00adgenen <em>lyrics<\/em>. Dass sie musikhis\u00adtorisch einiger\u00adma\u00dfen bewan\u00addert sind, l\u00e4sst sich allerd\u00adings nicht leug\u00adnen, vor allem in der s\u00fcd- und west\u00addeutschen Musik der 1970er Jahre scheint man zu Hause zu sein. Das, was ander\u00adswo <em>Krautrock<\/em> geschm\u00e4ht wird, klingt auf \u201cHuman\u00adize\u201d gar nicht so furcht\u00adbar. Gut: \u00fcber den nach meinem Empfind\u00aden zu sehr in den Vorder\u00adgrund gemis\u00adcht\u00aden Gesang von <span class=\"musik-review-bandname\">Rain\u00ader Lud\u00adwig<\/span> lie\u00dfe sich tre\u00adf\u00adflich stre\u00adit\u00aden, aber so ist das im <em>klas\u00adsis\u00adchen Krautrock<\/em> ja auch.<\/p>\n<p>Dass staub\u00adtrock\u00aden\u00ader Ston\u00ader Rock (\u201cKro\u00adnos\u201d) das Album er\u00f6ffnet, soll dar\u00fcber nicht hin\u00adwegt\u00e4uschen. Das zweite St\u00fcck, \u201cPro\u00adle\u00adtar\u00adi\u00adan Sui\u00adcide\u201d (wun\u00adder\u00advoller Titel auch), klingt streck\u00aden\u00adweise nach ein\u00ader Coun\u00adtryver\u00adsion von <span class=\"musik-review-bandname\">Faust<\/span>, ist ins\u00adbeson\u00addere also schlagzeug- und rhyth\u00admus\u00adgetrieben. Auch das abschlie\u00dfende \u201cPuz\u00adzles\u201d begin\u00adnt mit <em>krautig<\/em>-elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adchen Klang\u00adex\u00adper\u00adi\u00admenten, die immer wieder aufge\u00adgrif\u00adf\u00aden wer\u00adden, koket\u00adtiert aber dur\u00adchaus auch mit <span class=\"musik-review-bandname\">bowiesquem<\/span> Art\u00adpop. Dem gesamten Album \u201cHuman\u00adize\u201d ist den\u00adnoch eine Ungeschlif\u00adf\u00aden\u00adheit zu eigen, die f\u00fcr alle F\u00e4lle eine Br\u00fccke zur Gara\u00adgen\u00admusik offen h\u00e4lt. Man wei\u00df ja nie. Men\u00adschlich klin\u00adgen <span class=\"musik-review-bandname\">The STOCK<\/span> jeden\u00adfalls auch ohne Hil\u00adfe. Kann man auch mal h\u00f6ren, so was.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auch <span class=\"musik-review-bandname\">The STOCK<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlichen Musik auf <a href=\"https:\/\/thestock2010.bandcamp.com\/album\/humanize\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/pigs-pigs-pigs-pigs-pigs-pigs-pigs-king-of-cowards.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_pigs-pigs-pigs-pigs-pigs-pigs-pigs-king-of-cowards.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs \u2014 King of Cow\u00adards<\/span><br>\n<span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cI talk a lot.\u201d<\/span> (Gloamer)\n<p>Apro\u00adpos \u201ckomis\u00adch\u00ader Name\u201d: <span class=\"musik-review-bandname\">Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs<\/span> haben auch einen, den sog\u00adar die Band selb\u00adst gele\u00adgentlich als \u201cPigsx7\u201d abk\u00fcrzt, etwa bei der Auswahl <a href=\"https:\/\/www.pigsx7.co.uk\">ihrer Web\u00addo\u00admain<\/a>. Beim Schreiben ihres 2018er Albums \u201cKing of Cow\u00adards\u201d in ein\u00ader umge\u00adbaut\u00aden Sche\u00adune auf dem Land seien, behauptet die Band, tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich auch Schweine anwe\u00adsend gewe\u00adsen.<\/p>\n<p>Anders als auf dem Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adbum \u201cFeed the Rats\u201d gehen <span class=\"musik-review-bandname\">Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs<\/span> hier nicht mehr vor allem auf L\u00e4nge, keines der sechs St\u00fccke ist \u00fcber neun Minuten lang. Erst\u00admals in der Band ist Schlagzeuger <span class=\"musik-review-bandname\">Chris Mor\u00adley<\/span>, der zuvor unter anderem f\u00fcr <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2017\/12\/musik-12-2017-favoriten-und-analyse\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Gnod<\/span><\/a> trom\u00admeln, hihat\u00adten usw. durfte. Beim \u201cGuardian\u201d sprach man mit Bezug auf \u201cKing of Cow\u00adards\u201d von \u201czug\u00e4nglichem Met\u00adal\u201d, aber das ist ja noch keine qual\u00adi\u00adfizierte Aus\u00adsage. Geht es nach S\u00e4nger, Key\u00adboard\u00ader und \u201ckreativem Schwamm\u201d (Andreas Schiff\u00admann) <span class=\"musik-review-bandname\">Matt Baty<\/span>, so ist \u201cKing of Cow\u00adards\u201d ein Konzep\u00adtal\u00adbum \u00fcber die sieben Tod\u00ads\u00fcn\u00adden, die auch als Pik\u00adtogramme auf dem Cover\u00adbild zu sehen sind, was zahlen\u00adm\u00e4\u00dfig doch erstaunt. Da h\u00e4tte es gern ein St\u00fcck mehr sein d\u00fcr\u00adfen.<\/p>\n<p>Was ander\u00adswo mal Sludge, mal \u201czug\u00e4nglich\u00ader Met\u00adal\u201d hei\u00dft, hei\u00dft bei mir dann doch eher Psychedelic\/Hardrock. Hin\u00adter schw\u00aderen, schlep\u00adpen\u00adden Rhyth\u00admen und gele\u00adgentlich ein\u00ader schreien\u00adden Gitarre spie\u00adlen <span class=\"musik-review-bandname\">Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs<\/span> zwis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">Mot\u00f6r\u00adhead<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Hawk\u00adwind<\/span>, der heis\u00adere Gesang beziehungsweise \u2014 in \u201cGloamer\u201d \u2014 das heis\u00adere Gesprech darf sich \u00fcber viel Hall freuen oder, je nach Vor\u00adliebe, \u00e4rg\u00adern. Ich \u00e4rg\u00adere mich nicht, ich h\u00f6re und empfehle weit\u00ader.<\/p>\n<p>Schwein gehabt.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Stream und Kauf haben <a href=\"https:\/\/pigspigspigspigspigspigspigs.bandcamp.com\/album\/king-of-cowards\">Bandcamp.com<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/King-Cowards-Vinyl-LP-Pigs\/dp\/B07GJ395ZV?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> anzu\u00adbi\u00adeten, Kun\u00adden von TIDAL bekom\u00admen <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/91015170\">eben\u00adfalls<\/a> einen Stream.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/sanguine-hum-now-we-have-power.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_sanguine-hum-now-we-have-power.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">San\u00adguine Hum \u2014 Now We Have Pow\u00ader<\/span>\n<p>Vor elf Jahren, im Juli 2007, ver\u00f6f\u00adfentlichte die <span class=\"musik-review-bandname\">Joff Winks Band<\/span>, gegr\u00fcn\u00addet von dem auch im Jazz nicht unbekan\u00adnten Musik\u00ader <span class=\"musik-review-bandname\">Joff Winks<\/span>, das einzige Album in voller L\u00e4nge unter diesem Namen, nan\u00adnte sich anschlie\u00dfend ein paar\u00admal um und ist inzwis\u00adchen ein Trio namens <span class=\"musik-review-bandname\">San\u00adguine Hum<\/span>. Das diesj\u00e4hrige Album von <span class=\"musik-review-bandname\">San\u00adguine Hum<\/span> hei\u00dft \u201cNow We Have Pow\u00ader\u201d (\u201cJet\u00adzt haben wir Kraft\u201d), ist das Nach\u00adfol\u00adgeal\u00adbum von \u201cNow We Have Light\u201d (\u201cJet\u00adzt haben wir Licht\u201d, 2015) und l\u00e4sst neugierig wer\u00adden, was die drei Her\u00adren k\u00fcn\u00adftig noch alles haben wer\u00adden.<\/p>\n<p>Derzeit haben sie vor allem die F\u00e4higkeit, gute Melo\u00addi\u00aden mit aus\u00adre\u00adichen\u00adder F\u00e4higkeit zur Instru\u00admentenbe\u00addi\u00adenung zu verbinden. Gele\u00adgentlich denke ich an <span class=\"musik-review-bandname\">Gen\u00ade\u00adsis<\/span> aus der Zeit, bevor <span class=\"musik-review-bandname\">Phil Collins<\/span> sich f\u00fcr einen akzept\u00adablen S\u00e4nger hielt, aber wirk\u00adlich qual\u00adi\u00adta\u00adtiv hochw\u00ader\u00adtig klingt das ja nun auch nicht, also nehme ich das zur\u00fcck. <span class=\"musik-review-bandname\">Joff Winks<\/span> ist hinge\u00adgen ein S\u00e4nger, der sich ein biss\u00adchen nach zeit\u00adgen\u00f6s\u00adsis\u00adchen Pop\u00ads\u00e4ngern, also nicht \u00fcber\u00adm\u00e4\u00dfig inter\u00ades\u00adsant, anh\u00f6rt, sich aber <em>ganz gut<\/em> in den Band\u00adkon\u00adtext ein\u00adf\u00fcgt. Musikalisch pr\u00e4sen\u00adtiert sel\u00adbiger vor allem dichte Klavier\u00admelo\u00addi\u00aden (gespielt von <span class=\"musik-review-bandname\">Matt Baber<\/span>), entspan\u00adnend und angenehm zum Genie\u00dfen. Ein wenig Jazz schwingt immer mit, auch wenn die Hand\u00adlung hin\u00adter den Tex\u00adten \u2014 ein Mann ist von ein\u00ader riesi\u00adgen schweben\u00adden Blase run\u00adterge\u00adfall\u00aden \u2014 ver\u00adgle\u00adich\u00adsweise haneb\u00fcchen ist. Aber <a href=\"http:\/\/www.babyblaue-seiten.de\/album_17647.html\">ist das wichtig?<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Die beschwingte stilis\u00adtis\u00adche Mis\u00adchung, in der ich die Ein\u00adfl\u00fcsse von atmo\u00adsph\u00e4rischem Artrock, san\u00adftem Can\u00adter\u00adbury-Prog, dem \u201cklas\u00adsis\u00adchen\u201d Prog und Jazz zu ent\u00addeck\u00aden glaube, l\u00e4sst alle textlichen Konzepte zweitrangig erscheinen. Stel\u00adlen\u00adweise scheinen die geschmack\u00advollen Piano\u2011, Syn\u00adthe\u00adsiz\u00ader- oder E\u2011Pi\u00adano-Beitr\u00e4ge die f\u00fchrende Rolle zu \u00fcbernehmen. Sobald die Gitarre hinzukommt, herrscht wieder das per\u00adfek\u00adte Gle\u00adichgewicht in den Arrange\u00adments, das in sel\u00adte\u00adnen F\u00e4llen sog\u00adar zu rock\u00adigeren Momenten f\u00fchren kann. Gele\u00adgentlich (wie in \u201eSky\u00addive\u201c) sind zudem Vibraphon\u00adkl\u00e4nge zu vernehmen, die nat\u00fcr\u00adlich den Leichtigkeits\u00adfak\u00adtor des Gebote\u00adnen bedeu\u00adtend erh\u00f6hen. In zwei St\u00fcck\u00aden sorgt zudem ein Gast\u00adtrompeter f\u00fcr jazz\u00adige und kam\u00admer\u00admusikalis\u00adche (\u201cFlight of the Uber\u00adloon\u201d) Akzente.<\/p><\/blockquote>\n<p>Eben.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Mit <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Now-Have-Power-Sanguine-Hum\/dp\/B07H5VW3SQ?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/sanguinehum.bandcamp.com\/album\/now-we-have-power-2\">Bandcamp.com<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/94763383\">TIDAL<\/a> gibt es hierzu hin\u00adre\u00adichend viele Gele\u00adgen\u00adheit\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/self-defense-family-have-you-considered-punk-music.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_self-defense-family-have-you-considered-punk-music.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Self Defense Fam\u00adi\u00adly \u2014 Have You Con\u00adsid\u00adered Punk Music<\/span>\n<p>Schon mal \u00fcber Punkmusik nachgedacht?<\/p>\n<p>Das ist sch\u00f6n, aber hier nicht ganz so wichtig, denn mit rohem Gek\u00adloppe hat \u201cHave You Con\u00adsid\u00adered Punk Music\u201d, das diesj\u00e4hrige Stu\u00addioal\u00adbum von <span class=\"musik-review-bandname\">Self Defense Fam\u00adi\u00adly<\/span>, h\u00f6ch\u00adstens the\u00adma\u00adtisch etwas zu tun: S\u00e4nger <span class=\"musik-review-bandname\">Patrick Kind\u00adlon<\/span>, der beim Sin\u00adgen immer ein biss\u00adchen verzweifelt klingt, sprach ander\u00adnorts, das Album han\u00addle davon, \u201csich mit ein\u00ader Sache inten\u00adsiv zu besch\u00e4fti\u00adgen\u201d, wobei man bemerk\u00adte, \u201cdass sich der Rest der Welt einen Schei\u00df\u00addreck daf\u00fcr inter\u00adessiert\u201d. Punk, yo.<\/p>\n<p>Nee, das hier ist <em>Indie<\/em> (was immer das schon wieder ist). Ver\u00adgle\u00adiche sind dies\u00admal recht ein\u00adfach zu ziehen, denn <span class=\"musik-review-bandname\">Self Defense Fam\u00adi\u00adly<\/span> sind stolz auf ihre Vor\u00adbilder; so hei\u00dft es etwa in \u201cHave you con\u00adsid\u00adered any\u00adthing else\u201d:<\/p>\n<blockquote><p>You\u2019re big on word\u00adplay<br>\nInto the arms of <span class=\"musik-review-bandname\">Nick Cave<\/span> (\u2026)<br>\nYou want new thoughts<br>\n<span class=\"musik-review-bandname\">Kate Bush<\/span> on ready<\/p><\/blockquote>\n<p>Das sind nur zwei der Namen, die genan\u00adnt wer\u00adden, und sie bei\u00adde passen zur rel\u00ada\u00adtiv melan\u00adcholis\u00adchen Grund\u00adstim\u00admung. Man solle das Album \u201cals Verb im Pr\u00e4\u00adter\u00adi\u00adtum begreifen\u201d, schwafelte ein Banause f\u00fcr die \u201cVISIONS\u201d und hat damit <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> v\u00f6l\u00adlig Unrecht, denn \u201cHave You Con\u00adsid\u00adered Punk Music\u201d find\u00adet <em>jet\u00adzt<\/em> statt, immer <em>jet\u00adzt<\/em>, so post der Punk und so psy\u00adche\u00addel\u00adic der Rock auch sein mag. Nach \u00fcber drei\u00dfig gemein\u00adsamen <em>Ver\u00f6f\u00adfentlichun\u00adgen<\/em> ken\u00adnt man seine Rich\u00adtung und\/oder Pap\u00adpen\u00adheimer. Es ist, so viel sei noch geschrieben, unge\u00adf\u00e4hr die meine.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Es gibt zurzeit (Mitte Dezem\u00adber 2018) noch Stream und Kauf von LP und\/oder \u201cdig\u00adi\u00adtalem Album\u201d (also <em>so Dateien<\/em>) via <a href=\"https:\/\/selfdefensefamily.bandcamp.com\/album\/have-you-considered-punk-music\">Bandcamp.com<\/a>, anson\u00adsten wie \u00fcblich <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Have-Considered-Punk-Music-Explicit\/dp\/B07C6Y889V?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> bzw. <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/90673302\">TIDAL<\/a> kon\u00adsul\u00adtieren.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/tangled-thoughts-of-leaving-no-tether.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_tangled-thoughts-of-leaving-no-tether.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Tan\u00adgled Thoughts of Leav\u00ading \u2014 No Teth\u00ader<\/span>\n<p>Wir bleiben im Genre, wech\u00adseln aber den Kon\u00adti\u00adnent: Das in Aus\u00adtralien heimis\u00adche Quar\u00adtett <span class=\"musik-review-bandname\">Tan\u00adgled Thoughts of Leav\u00ading<\/span> (Gitarre, Bass, Schlagzeug, Klavier) ver\u00f6f\u00adfentlichte im Juli 2018 nach fast drei Jahren ohne neues Album ihr neuestes namens \u201cNo Teth\u00ader\u201d.<\/p>\n<p>In den bish\u00ader zehn Jahren ihres Beste\u00adhens haben <span class=\"musik-review-bandname\">Tan\u00adgled Thoughts of Leav\u00ading<\/span> sich in ein\u00ader Szene ein\u00adgerichtet, in der es schw\u00ader scheint, noch pos\u00adi\u00adtiv her\u00adauszustechen, aber die gemein\u00adsamen Touren und Auf\u00adnah\u00admen mit Kol\u00adle\u00adgen wie <span class=\"musik-review-bandname\">Russ\u00adian Cir\u00adcles<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">sleep\u00admakeswaves<\/span> haben gezeigt, dass es auch im gele\u00adgentlich von au\u00dfen <em>aus\u00adge\u00adlutscht<\/em> wirk\u00adenden Psychedelic\/Postrock noch m\u00f6glich ist, aufz\u00adu\u00adfall\u00aden. \u201cDoom Jazz\u201d, \u201cPost-Jazz\u201d gar, wird die hier zu h\u00f6rende Musik <em>im Inter\u00adnet<\/em> auch genan\u00adnt, aber Doom klingt anders.<\/p>\n<p>Den Jaz\u00adzan\u00adteil kann aber selb\u00adst ich nicht leug\u00adnen, gele\u00adgentlich aus\u00adgedehnte Klavier\u00adpas\u00adsagen (\u201cInner Dis\u00adso\u00adnance\u201d, \u201cBina\u00adry Col\u00adlapse\u201d) lassen das mit ihrer Inten\u00adsit\u00e4t kaum zu. Dazwis\u00adchen bleibt die Musik dicht und effek\u00adt\u00adge\u00adladen (\u201cThe Alarmist\u201d) und voller \u00fcber\u00adraschen\u00adder Wech\u00adsel zwis\u00adchen Fl\u00e4chigkeit und ordentlich Wumms. Wem das <em>alte Laut-Leise-Spiel<\/em> jemals zu lang\u00adweilig wird, der hat keine Seele mehr. Vor eini\u00adgen Tagen sprach <span class=\"musik-review-bandname\">Bela B.<\/span> im Inter\u00adview mit der \u201cZEIT\u201d dar\u00fcber, dass die all\u00adge\u00admeine Ver\u00adf\u00fcg\u00adbarkeit von Musik\u00adstream\u00ading der Musik dieselbe genom\u00admen habe, aber zum Gl\u00fcck haben <span class=\"musik-review-bandname\">Tan\u00adgled Thoughts of Leav\u00ading<\/span> das noch nicht gele\u00adsen.<\/p>\n<p>\u201cCav\u00adern Rit\u00adu\u00adal\u201d beein\u00addruckt mich mit <em>genau richtig<\/em> einge\u00adset\u00adzten L\u00e4n\u00adgen, die Span\u00adnung wird bis zum Ende des St\u00fcck\u00ades an der Berst\u00adgren\u00adze gehal\u00adten. Gele\u00adgentlich denke ich hier an die let\u00adzten Siebzig\u00ader\u00adal\u00adben von <span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span> und ger\u00adate ein wenig ins Tr\u00e4u\u00admen. \u2014 Apro\u00adpos Ende: Auch das zw\u00f6lfein\u00adhalb\u00admin\u00fctige Titel\u00adst\u00fcck (\u201cNo Teth\u00ader\u201d), mit dem \u201cNo Teth\u00ader\u201d endet, schafft es noch ein\u00admal, eine bek\u00adlem\u00admende Atmo\u00adsph\u00e4re nicht nur aufzubauen, son\u00addern auch zu hal\u00adten. Postrock ist Musik zum Film im Kopf. Dieser hier ist in Schwarz-Wei\u00df gedreht und ein wahres Kunst\u00adwerk.<\/p>\n<p>\u201cIn diesen H\u00f6hlen\u201d, schrieb jemand auf \u201ca clos\u00ader lis\u00adten\u201d, k\u00f6nne man sich \u201cleicht verir\u00adren\u201d. Es bleibt aber immer das Licht am Ende des Tun\u00adnels. Nur Mut!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/music.tangledthoughtsofleaving.com\/album\/no-tether\">Bandcamp.com<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/No-Tether-Tangled-Thoughts-Leaving\/dp\/B07F365WFX?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/91163403\">TIDAL.<\/a> Weit\u00ader im Text.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/wang-wen-invisible-city.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_wang-wen-invisible-city.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Wang Wen \u2014 Invis\u00adi\u00adble City<\/span>\n<p>Postrock zum Drit\u00adten? Aber gern!<\/p>\n<p>Woher eine Band, die sich <span class=\"musik-review-bandname\">Wang Wen<\/span> (eigentlich <span class=\"musik-review-bandname\">\u60d8\u95fb<\/span>) nen\u00adnt, kom\u00admen mag, bedarf kein\u00ader gro\u00dfen Erk\u00adl\u00e4rung, welche Art von Musik sie macht, wom\u00ad\u00f6glich aber doch. Sie sei die \u201cf\u00fchrende Postrock\u00adband\u201d ihres Lan\u00addes, spekulieren Medi\u00aden, aber das ist ja auch wieder zu kurz for\u00admuliert.<\/p>\n<p>Das Sex\u00adtett hat unter anderem schon gemein\u00adsam mit <span class=\"musik-review-bandname\">pg.lost<\/span> Musik aufgenom\u00admen und ver\u00f6f\u00adfentlicht, was ja auch ein Qual\u00adit\u00e4t\u00adskri\u00adteri\u00adum sein kann. Aus dem Tonaus\u00adgabeger\u00e4t schwillt jeden\u00adfalls fl\u00e4chiger Psychedelic\/Postrock, bei dem sich mir Ver\u00adgle\u00adiche mit <span class=\"musik-review-bandname\">Pink Floyd<\/span> anbi\u00adeten, zu denen ich nicht Nein sage, obwohl ich <span class=\"musik-review-bandname\">Pink Floyd<\/span> hin und wieder als <em>z\u00e4h\u00ades Gewaber<\/em> wahrnehme. Immer\u00adhin singt <span class=\"musik-review-bandname\">Roger Waters<\/span> hier nicht.<\/p>\n<p>\u00dcber\u00adhaupt wird wenig gesun\u00adgen, denn \u201cInvis\u00adi\u00adble City\u201d ist ein weit\u00adge\u00adhend instru\u00admen\u00adtales Album, sieht man vom stark verz\u00ader\u00adrten und somit f\u00fcr uns alte Leute nicht mehr ver\u00adst\u00e4ndlichen Gesang in \u201cStone Scis\u00adsors\u201d ab. Im osteu\u00adrop\u00e4isch anklin\u00adgen\u00adden \u201cLost in Train Sta\u00adtion\u201d wird auch ein wenig gesprochen. Als Instru\u00adment kommt unter anderem das Horn zum Ein\u00adsatz, gemein\u00adsam mit einem Klavier oder etwas, das klingt wie ein Klavier, lebt unter anderem \u201cSilenced Dalian\u201d von Tiefe statt von Instru\u00admen\u00adtal\u00adw\u00e4n\u00adden. Von wegen, Postrock geht nur mit Brachial\u00adgi\u00adtar\u00adren! \u2014 Ich meine am Ende von \u201cStone Scis\u00adsors\u201d auch ein wenig <em>typ\u00adisch asi\u00adatis\u00adche<\/em> Kl\u00e4nge (vgl. <span class=\"musik-review-bandname\">Jam\u00adbi\u00adnai<\/span>) auszu\u00admachen. Bei \u201cSput\u00adnikmu\u00adsic\u201d wurde \u201cInvis\u00adi\u00adble City\u201d als <em>exzel\u00adlent<\/em> bew\u00adertet. Ich schlie\u00dfe mich vor\u00adbe\u00adhalt\u00adlos an.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <em>Ist ja 2018<\/em>, also sind <span class=\"musik-review-bandname\">Wang Wen<\/span> mit\u00adsamt ihrer Musik auch auf <a href=\"https:\/\/wangwen.bandcamp.com\/album\/invisible-city\">Bandcamp.com<\/a> zu find\u00aden. Amazon.de scheint derzeit lei\u00adder keine H\u00f6r\u00adproben zu haben, Kun\u00adden von <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/93161828\">TIDAL<\/a> hinge\u00adgen wer\u00adden eben\u00adfalls f\u00fcndig.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/toby-driver-they-are-the-shield.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_toby-driver-they-are-the-shield.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Toby Dri\u00adver \u2014 They Are the Shield<\/span>\n<p>Den Her\u00adrn hat\u00adte ich ja auch ganz vergessen. Obwohl ich <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2009\/06\/musik-06-2009-favoriten-und-analyse\/\">vor neun Jahren<\/a> das damals neue Album sein\u00ader Band <span class=\"musik-review-bandname\">maudlin of the Well<\/span> emp\u00adfahl und deren Nach\u00adfol\u00adge\u00adfor\u00adma\u00adtion <span class=\"musik-review-bandname\">Kayo Dot<\/span> <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2012\/12\/musik-122012-favoriten-und-analyse\/\">ab und zu mal<\/a> in mein\u00ader Wahrnehmung auf\u00adtauchte, blieb <span class=\"musik-review-bandname\">Toby Dri\u00adver<\/span> weit\u00adge\u00adhend unauf\u00adf\u00e4l\u00adlig. Das scheint schade zu sein, denn wenn das, was er in der Zwis\u00adchen\u00adzeit so angestellt hat, die Qual\u00adit\u00e4t von \u201cThey Are the Shield\u201d \u2014 wovon ich aus\u00adge\u00adhe \u2014 wenig\u00adstens teil\u00adweise erre\u00adicht, muss ich dem\u00adn\u00e4chst wohl etwas nach\u00adholen.<\/p>\n<p>Grund\u00ads\u00e4t\u00adzlich treibt sich der Musik\u00ader, der hier von f\u00fcnf G\u00e4sten (davon zwei Vio\u00adlin\u00adis\u00adten) unter\u00adst\u00fctzt wird, nach wie vor in eher ruhi\u00adgen musikalis\u00adchen Gew\u00e4ssern herum. Ich h\u00f6re weit\u00adge\u00adhend Ambi\u00adent\u00admusik, der dur\u00adchaus nicht \u00fcble Gesang sucht die N\u00e4he zu Bands wie <span class=\"musik-review-bandname\">a\u2011ha<\/span> einer\u2011, <span class=\"musik-review-bandname\">Peter Gabriel<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Ian Cur\u00adtis<\/span> ander\u00ader\u00adseits. Das ist alles gar nicht so seicht und die Musik ist es noch weniger: Mit dank lang gehal\u00adtener Noten aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adeten Klangfl\u00e4chen begin\u00adnt \u201cThey Are the Shield\u201d mit dem imposan\u00adten \u201cAnam\u00adne\u00adsis Park\u201d, dem l\u00e4ng\u00adsten St\u00fcck auf dem Album. Wer die sp\u00e4ten <span class=\"musik-review-bandname\">Talk Talk<\/span> oder die wenig\u00adstens mit\u00adtleren <span class=\"musik-review-bandname\">Pink Floyd<\/span> mag, der wird sich hier bere\u00adits pudel\u00adwohl f\u00fchlen. Wie dieses St\u00fcck zeich\u00adnet sich auch das fol\u00adgende, \u201cGlyph\u201d, durch aller\u00adlei Stre\u00adicherk\u00adl\u00e4nge aus. Erst\u00admals macht sich eine enorme Melan\u00adcholie bemerk\u00adbar. Auch \u201c470 Nanome\u00adters\u201d find\u00adet eher im Artrock statt, wenn auch weit\u00ader\u00adhin in ein\u00ader angenehm unaufgeregten Art. Das Solow\u00aderk von <span class=\"musik-review-bandname\">Steven Wil\u00adson<\/span> \u2014 nur deut\u00adlich bess\u00ader \u2014 erscheint mir als geeigneter Ver\u00adgle\u00adich.<\/p>\n<p>\u201cScaf\u00adfold of Dig\u00adi\u00adtal Snow\u201d ist wieder etwas ruhiger, set\u00adzt sich selb\u00adst aber mit dem leicht\u00aden Spiel mit Mis\u00adst\u00f6\u00adnen beina\u00adhe in RIO-Gegen\u00adden. Das h\u00e4tte ich nicht erwartet, hei\u00dfe es aber her\u00adzlich willkom\u00admen. <span class=\"musik-review-bandname\">Brid\u00adget Bellavia<\/span>, mir son\u00adst bish\u00ader unbekan\u00adnt, steuert unpein\u00adlichen Gesang bei, <span class=\"musik-review-bandname\">Toby Dri\u00adver<\/span> h\u00e4lt sich dies\u00admal etwas zur\u00fcck. Wieder anders ist \u201cSmoke-Scent\u00aded Myceli\u00adum\u201d: Das Schlagzeug stolpert vor\u00adw\u00e4rts, im Hin\u00adter\u00adgrund verz\u00ader\u00adren Geigen. Es gibt keinen offen\u00adsichtlichen Refrain, das Warten darauf sch\u00fcrt in beachtlichem Ma\u00dfe die Span\u00adnung. Mit \u00e4hn\u00adlich\u00ader Tech\u00adnik, wir erin\u00adnern uns, arbeit\u00adeten <em>fr\u00fcher<\/em> auch <span class=\"musik-review-bandname\">maudlin of the Well<\/span>. Apro\u00adpos \u201cfr\u00fcher\u201d: Ich h\u00f6re hier auch Ankl\u00e4nge an <span class=\"musik-review-bandname\">Nico<\/span>. Ein tiefes Danke dem\u00adjeni\u00adgen, der mir erk\u00adl\u00e4ren kann, warum.<\/p>\n<p>Mit dem <span class=\"musik-review-bandname\">nick\u00adcaveesquen<\/span> \u201cThe Knot\u201d, mit ger\u00adade mal 4:12 Minuten Laufzeit dem k\u00fcrzesten St\u00fcck auf \u201cThey Are the Shield\u201d, klingt das Album aus und fast wieder an. Das einzig Willkommene an dig\u00adi\u00adtal\u00aden Dar\u00adre\u00adichungs\u00adfor\u00admen ist bekan\u00adntlich, dass man nicht so lange warten muss, um wieder von vorn anz\u00adu\u00adfan\u00adgen.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Lei\u00adder nur als CD und Stream gibt es \u201cThey Are the Shield\u201d <a href=\"https:\/\/blood-music.bandcamp.com\/album\/they-are-the-shield\">auf Bandcamp.com<\/a> zu kaufen, Vinyl gibt <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/They-Are-Shield-Vinyl-LP\/dp\/B07FVFKLKZ?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> her. Kun\u00adden von <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/93282897\">TIDAL<\/a> wer\u00adden auch bedi\u00adent.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/julia-holter-aviary.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_julia-holter-aviary.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Julia Holter \u2014 Aviary<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Julia Holter<\/span>, unge\u00adf\u00e4hr in meinem Alter, ist eine US-amerikanis\u00adche Musik\u00aderin mit the\u00ado\u00adretis\u00adch\u00ader Ahnung von (\u201cSie selb\u00adst machte ihren Abschluss in Elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adch\u00ader Musik am Cal\u00adi\u00adfor\u00adnia Insti\u00adtute of the Arts\u201d, Wikipedia) und prak\u00adtis\u00adch\u00ader Erfahrung mit Musik: \u201cAviary\u201d ist ihr inzwis\u00adchen acht\u00ades Stu\u00addioal\u00adbum.<\/p>\n<p>Es war auch wirk\u00adlich h\u00f6ch\u00adste Zeit, das Album (das es immer\u00adhin auch als Dop\u00adpel-LP gibt) ist mit fast 90 Minuten an Musik sozusagen rand\u00advoll; und keine Minute ist ver\u00adschwen\u00addet. Von ein\u00ader Autorin des \u201cGuardian\u201d wurde das hier Geh\u00f6rte in die N\u00e4he der sowieso unerr\u00ade\u00adicht\u00aden <span class=\"musik-review-bandname\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span> ger\u00fcckt, weil es mitunter <em>dr\u00f6hne<\/em>, aber das ist selb\u00adst im Ver\u00adgle\u00adich zu meinen eige\u00adnen Ver\u00adgle\u00adichen, die ich manch\u00admal ziehe, zu wenig hil\u00adfre\u00adich. <span class=\"musik-review-bandname\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span> haben ja nie Musik gemacht, die man guten Gewis\u00adsens <em>wider\u00adspen\u00adsti\u00adgen Kam\u00admer\u00adpop<\/em> nen\u00adnen k\u00f6n\u00adnte.<\/p>\n<p>\u201cAviary\u201d hinge\u00adgen klingt genau so, wie man sich <em>wider\u00adspen\u00adsti\u00adgen Kam\u00admer\u00adpop<\/em> vorstellen sollte: Schon vom ersten Moment an (\u201cTurn the Light On\u201d) durch\u00adset\u00adzt eine ordentliche <em>Por\u00adtion<\/em> an RIO\/Avant die <em>eigentlich<\/em> san\u00adfte Musik. Das aus\u00adge\u00adlutschte, abgeklap\u00adperte, durch\u00adgenudelte <em>(kann fort\u00adge\u00adset\u00adzt wer\u00adden)<\/em> Imag\u00adin\u00e4r\u00adgenre \u201cSinger\/Songwriter\u201d, obwohl\u2019s ja nur eine T\u00e4tigkeits\u00adbeschrei\u00adbung ist, lernt hier endlich eine neue Nuance ken\u00adnen. Nicht schlecht. \u201cI Shall Love 2\u201d, das \u00fcber\u00adraschend in der Albumsab\u00adfolge vor \u201cI Shall Love 1\u201d ste\u00adht, und \u201cWords I Heard\u201d waren, wie her\u00adauszufind\u00aden ist, Sin\u00adgles zu diesem Album. Schade, dass die meis\u00adten Radiosender so ver\u00adschnar\u00adcht sind. Die Lieder aber wirken unruhig, als f\u00fcrchteten sie einen her\u00adaufziehen\u00adden Sturm. Gele\u00adgentlich (\u201cChaitius\u201d) rufen Orgelk\u00adl\u00e4nge eine sakrale Stim\u00admung her\u00advor, dann klingt \u201cAviary\u201d fast wie eine rauschfre\u00adundlichere Vari\u00adante von <span class=\"musik-review-bandname\">Anna von Hauss\u00adwolff<\/span>. Ihre sechs Mit\u00admusik\u00ader (\u00fcber\u00adwiegend Stre\u00adich\u00ader und Bl\u00e4s\u00ader) leis\u00adten gute Arbeit, das sind hier keine Instru\u00admente zum blo\u00dfen Selb\u00adster\u00adhalt, das ist feine Kun\u00adst. Die deutsche Beze\u00adich\u00adnung f\u00fcr ein <em>aviary<\/em> ist \u201cVogel\u00adhaus\u201d. Der Rabe ist hier aber n\u00e4her als der Papagei. <em>Nim\u00admer\u00admehr.<\/em><\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Au\u00dfer auf <a href=\"https:\/\/juliaholter.bandcamp.com\/album\/aviary\">Bandcamp.com<\/a> \u2014 allm\u00e4h\u00adlich mache ich mir Sor\u00adgen darum, was passiert, wenn Band\u00adcamp mal die Tore schlie\u00dft \u2014 ist \u201cAviary\u201d auch auf <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/97398667\">TIDAL<\/a> zu h\u00f6ren und auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Aviary-Heavyweight-2lp-Mp3-Vinyl\/dp\/B07GVX9BSX?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> zu kaufen.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/me-el-ma-bowing-crosses.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_me-el-ma-bowing-crosses.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Me El-Ma \u2014 Bow\u00ading Cross\u00ades<\/span>\n<p>In den 1970-er Jahren, so viel erf\u00e4hrt man aus halb\u00adwegs sicheren Quellen, war <span class=\"musik-review-bandname\">Me El-Ma<\/span>, ein israelis\u00adch\u00ader Schlagzeuger, in der Pro\u00adgres\u00adsive-Rock-Gruppe <span class=\"musik-review-bandname\">Atmos\u00adphera<\/span>, die <em>leg\u00adend\u00e4r<\/em> gewe\u00adsen sei, von der ich aber trotz\u00addem bish\u00ader nichts kenne, aktiv. Anschlie\u00dfend ver\u00adschlug es ihn zun\u00e4chst zu anderen Musik\u00adern, dann nach Deutsch\u00adland und 2002 schlie\u00dflich wieder zur\u00fcck nach Israel, wo er immer noch aktiv ist. \u201cBow\u00ading Cross\u00ades\u201d d\u00fcrfte also ein Soloal\u00adbum \u2014 mit Gesang von <span class=\"musik-review-bandname\">Vir\u00adja<\/span>, was ein Frauen\u00adname zu sein scheint \u2014 sein.<\/p>\n<p>Im Online\u00adfo\u00adrum \u201cPro\u00adgres\u00adsive Ears\u201d wurde dar\u00fcber spekuliert, dass \u201cVir\u00adja\u201d stattdessen auch \u201cVir\u00adJA\u201d, virtueller <span class=\"musik-review-bandname\">Jon Ander\u00adson<\/span> also, hei\u00dfen k\u00f6n\u00adnte. Die gesan\u00adgliche N\u00e4he zwis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">Vir\u00adja<\/span> und besagtem fr\u00fcherem S\u00e4nger von <span class=\"musik-review-bandname\">Yes<\/span> m\u00f6chte ich auch gar nicht abstre\u00adit\u00aden, obwohl ich nicht so weit wie einige Diskus\u00adsion\u00adsteil\u00adnehmer gehen w\u00fcrde, die hier eine Per\u00adson\u00adali\u00adden\u00adtit\u00e4t annehmen. Ger\u00adade das f\u00fcnfmin\u00fctige \u201cPlease do as You please\u201d \u2014 Gro\u00dfschrei\u00adbung anscheinend beab\u00adsichtigt \u2014 w\u00e4re auf \u201cRelay\u00ader\u201d <em>sein\u00aderzeit<\/em> kaum aufge\u00adfall\u00aden, obwohl <span class=\"musik-review-bandname\">Me El-Ma<\/span> rhyth\u00admisch noch \u00fcber die Exper\u00adi\u00admente der offen\u00adsichtlichen Vor\u00adbilder hin\u00adaus\u00adge\u00adht; und immer nur so weit, dass es noch nicht zu viel des Guten wird. Das muss man heutzu\u00adtage ja auch mal pos\u00adi\u00adtiv anmerken.<\/p>\n<p>Bei den Vor\u00adbildern f\u00fcr seine Polyrhyth\u00admik scheint sich der Musik\u00ader vielmehr bei den 90er-\u201cProjeKcts\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span> (\u201cPer\u00adcep\u00adtion Per\u00adfec\u00adtion Sat\u00adis\u00adfac\u00adtion\u201d, Titel\u00adst\u00fcck \u201cBow\u00ading Cross\u00ades\u201d) zu bedi\u00adenen. Vieles ist recht tech\u00adnisch, k\u00fchl und <em>ger\u00adadezu Kopf ver\u00addrehend<\/em> ver\u00adwor\u00adren \u2014 nicht ohne sich selb\u00adst wieder aufzul\u00f6sen. Daf\u00fcr braucht man mehr als blo\u00df einen Kopfh\u00f6r\u00ader, daf\u00fcr braucht man <em>Tal\u00adent<\/em>; und ger\u00adade in Kom\u00adbi\u00adna\u00adtion mit dem Gesang, den <span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span> selb\u00adst nur auf dem Album \u201cLizard\u201d, auf dem <span class=\"musik-review-bandname\">Jon Ander\u00adson<\/span> selb\u00adst gastierte, in dieser Weise in ihre damals noch weniger aus\u00adgereiften Arrange\u00adments ein\u00adflie\u00dfen lassen kon\u00adnte, ist das trotz der Wieder\u00aderken\u00adnun\u00adgen ein \u00fcber\u00adraschend orig\u00adinelles Werk gewor\u00adden, von denen es klar zu wenige gibt.<\/p>\n<p>F\u00fcr \u201cmehr vom sel\u00adben\u201d ist er sich selb\u00adst in Alben\u00adl\u00e4nge zu schade: Wenn er nicht ger\u00adade avant\u00adgardesque Rock\u00adspek\u00adtakel ver\u00adanstal\u00adtet, spielt <span class=\"musik-review-bandname\">Me El-Ma<\/span> in den ruhigeren Momenten (\u201cEter\u00adni\u00adty Heart\u201d) auch mal Art\u00adpop \u2014 und auch das gro\u00dfar\u00adtig: Es guckt mal <span class=\"musik-review-bandname\">David Bowie<\/span>, mal <span class=\"musik-review-bandname\">Kate Bush<\/span> um die Ecke. Anderen Bands nachzueifern ist unkreativ? The\u00ado\u00adretisch ja, prak\u00adtisch kann es begeis\u00adtern. Wenn schon \u201cklingt wie\u2026\u201d, dann wie \u201cBow\u00ading Cross\u00ades\u201d!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/meelma.bandcamp.com\/album\/bowing-crosses\">Bandcamp.com<\/a> scheint zurzeit die alleinige Ver\u00adtrieb\u00adsplat\u00adtform f\u00fcr \u201cBow\u00ading Cross\u00ades\u201d zu sein (und bietet lei\u00adder nur die \u201cdig\u00adi\u00adtale\u201d Ver\u00adsion ohne Ton\u00adtr\u00e4ger an).<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/earth-ship-resonant-sun.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_earth-ship-resonant-sun.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Earth Ship \u2014 Res\u00ado\u00adnant Sun<\/span>\n<p>Kom\u00admen wir nun zu etwas v\u00f6l\u00adlig anderem.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Earth Ship<\/span> waren auch schon mal in Deutsch\u00adland und sind es wahrschein\u00adlich auch immer noch, denn es han\u00addelt sich um ein Berlin\u00ader Trio (Gitarre\/Gesang, Schlagzeug, Bass). \u201cRes\u00ado\u00adnant Sun\u201d ist ihr inzwis\u00adchen f\u00fcn\u00adftes Album und sicher\u00adlich kein schlecht\u00ades, sofern man mit stark verz\u00ader\u00adrten Gitar\u00adren\u00adriffs und ungest\u00fcmem \u201cGebr\u00fcll\u201d, wie man es fr\u00fcher nan\u00adnte, kein gro\u00dfes Prob\u00adlem hat: <span class=\"musik-review-bandname\">Earth Ship<\/span> sind eine tech\u00adnisch ver\u00adsierte Sludge\u00adband und haben nicht vor, das zu ver\u00adsteck\u00aden. Auf dem Cover\u00adbild macht ein Wolf im Kapuzen\u00adpul\u00adli ein <em>self\u00adie<\/em> von sich. Ver\u00adsteh\u2019 ich nicht.<\/p>\n<p>Dass das Album mit \u201cA Hand\u00adful of Flies\u201d, einem, um es zur\u00fcck\u00adhal\u00adtend auszu\u00addr\u00fcck\u00aden, schw\u00ader zu schla\u00adgen\u00adden St\u00fcck, begin\u00adnt, ist vielle\u00adicht der einzige Kri\u00adtikpunkt, denn die anderen sieben (bis neun) St\u00fccke erre\u00adichen dessen Qual\u00adit\u00e4t nicht ganz, aber der musikalis\u00adche Kern bleibt erhal\u00adten: Wah\u00adn\u00adwitzige Gitar\u00adren\u00adsoli und sel\u00adten <em>clean\u00ader<\/em>, meist heis\u00ader geschriener Gesang liegen \u00fcber bass\u00adlastigem Ston\u00ader-Met\u00adal mit wenig Doomein\u00adsatz. Die Zahl der enthal\u00adte\u00adnen Liedlein ist abh\u00e4ngig vom For\u00admat, in der \u201cdig\u00adi\u00adtal\u00aden Ver\u00adsion\u201d ist unter anderem auch eine (wenig bere\u00adich\u00adernde) Cov\u00aderver\u00adsion von \u201cChil\u00addren of the Rev\u00ado\u00adlu\u00adtion\u201d enthal\u00adten, die ich nach Kon\u00adsum (nicht: Genuss) f\u00fcr verzicht\u00adbar halte. Konzen\u00adtri\u00aderen wir uns aber auf das Gute, n\u00e4m\u00adlich auf die <em>Grun\u00addausstat\u00adtung<\/em> von \u201cRes\u00ado\u00adnant Sun\u201d, so bleibt genug \u00fcbrig, was es <a href=\"https:\/\/www.xxl-rock.com\/index.php\/reviews\/5977-earth-ship-resonant-sun.html\">zu w\u00fcrdi\u00adgen gilt:<\/a><\/p>\n<blockquote><p>(\u2026) wum\u00admern\u00adder E\u2011Bass trifft auf dynamis\u00adches Schlagzeugspiel trifft auf s\u00e4gende Gitar\u00adren trifft auf bein\u00adharte Reibeisen\u00adstimme.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wohl dem, der jet\u00adzt trotz\u00addem nicht an <span class=\"musik-review-bandname\">Tor\u00adfrock<\/span> denkt.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Resonant-Sun-Earth-Ship\/dp\/B07H5GH8SF?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> gibt es H\u00f6r\u00adproben, wie auch auf <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/94834367\">TIDAL<\/a> sind die zuvor erw\u00e4h\u00adn\u00adten Bonusti\u00adtel hier ver\u00adf\u00fcg\u00adbar. Nur <a href=\"https:\/\/earthship.bandcamp.com\/album\/resonant-sun\">Bandcamp.com<\/a> l\u00e4sst sie weg. Ich enthalte mich ein\u00ader Wer\u00adtung.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/piniol-bran-coucou.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_piniol-bran-coucou.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Pin\u00adioL \u2014 Bran Coucou<\/span>\n<p>Apro\u00adpos Met\u00adal \u2014 oder doch nicht? Ich bin jeden\u00adfalls ein biss\u00adchen ent\u00adt\u00e4uscht von mir: Ich hat\u00adte angenom\u00admen, ich h\u00e4tte zu <span class=\"musik-review-bandname\">PoiL<\/span> in der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit schon etwas geschrieben, dem scheint aber nicht so zu sein.<\/p>\n<p>Dann hole ich das kurz nach: <span class=\"musik-review-bandname\">PoiL<\/span> ist ein franz\u00f6\u00adsis\u00adches Trio, das bis 2014 drei an <em>schr\u00e4gem<\/em> Avant-Zeuhl reiche Stu\u00addioal\u00adben, danach die ersten bei\u00adden Stu\u00addioal\u00adben noch mal zusam\u00admen (\u201cL\u2019ire des papes \/ Dins o cuol\u201d) ver\u00f6f\u00adfentlicht hat\u00adte. Anschlie\u00dfend tat\u00aden sich die drei Her\u00adren mit dem ein\u00adheimis\u00adchen Quar\u00adtett <span class=\"musik-review-bandname\">ni<\/span>, das bish\u00ader nur ein einziges \u201cvolles\u201d Album (\u201cLes insurg\u00e9s de Romil\u00adly\u201d, 2015) mit <a href=\"https:\/\/niiii.bandcamp.com\/album\/les-insurg-s-de-romilly-2\">\u00e4hn\u00adlich ver\u00adr\u00fcck\u00adter<\/a> Musik ver\u00f6f\u00adfentlicht hat\u00adte, zusam\u00admen und nen\u00adnen sich in dieser For\u00adma\u00adtion <span class=\"musik-review-bandname\">Pin\u00adioL<\/span>, was zwar unvern\u00fcn\u00adftig ist, weil die Rei\u00adhen\u00adfolge der Buch\u00adstaben nicht mehr stimmt, aber wenig\u00adstens <em>ganz gut<\/em> klingt. In dieser For\u00adma\u00adtion nen\u00adnen sich die Musik\u00ader ein \u201cabscheulich\u00ades Mon\u00adster, das vor nichts Angst hat\u201d. Puh!<\/p>\n<p>Unvern\u00fcn\u00adftig, aber <em>ganz gut<\/em> klin\u00adgend ist das hier Geh\u00f6rte ins\u00adge\u00adsamt und sowieso, was so weit geht, dass selb\u00adst der franz\u00f6\u00adsis\u00adche (das ist doch Franz\u00f6\u00adsisch, oder?) Gesang sich hier nicht mal in der Scat\u00adform schei\u00dfe anh\u00f6rt. Das er\u00f6ff\u00adnende \u201cPilon Bran Coucou\u201d, das anscheinend also als \u201cTitel\u00adst\u00fcck\u201d durchge\u00adhen k\u00f6n\u00adnte, wiegt den Rezensen\u00adten zwar erst mal in Sicher\u00adheit, indem <span class=\"musik-review-bandname\">Pin\u00adioL<\/span> eine sich steigende Krautrock\u00adsalve im Stil ein\u00ader lei\u00adder so nie passierten Allianz von <span class=\"musik-review-bandname\">Neu!<\/span> mit <span class=\"musik-review-bandname\">Faust<\/span> abfeuern, bevor sie einen abrupten Wech\u00adsel in eine Art 80er-Avant\u00addis\u00adco vol\u00adlziehen, die auch sp\u00e4ter (\u201cMimolle\u201d) noch mal aufge\u00adgrif\u00adf\u00aden wird. Ganz sch\u00f6n viel \u201cAvant\u201d f\u00fcr ein Album? Ja, eben! \u2014 Wer bei dieser Beschrei\u00adbung an ver\u00adgle\u00adich\u00adbar <em>irre<\/em> franz\u00f6\u00adsis\u00adche Musik\u00adgrup\u00adpen denkt, dem kann ich ver\u00adsich\u00adern, dass er damit nicht allein ist. Mir kom\u00admen sowohl <span class=\"musik-review-bandname\">Pryapisme<\/span> als auch <span class=\"musik-review-bandname\">Sebkha-Chott<\/span> in den Sinn, allerd\u00adings zeigen sich <span class=\"musik-review-bandname\">Pin\u00adioL<\/span> weniger an Brachial\u00adit\u00e4t inter\u00adessiert als Let\u00adzt\u00adge\u00adnan\u00adnte. An Gitar\u00adren ist \u201cBran Coucou\u201d den\u00adnoch nicht arm, in St\u00fcck\u00aden wie das vierzehn\u00admin\u00fctige Math\u00adcore-Brett \u201cSh\u00f4 Shin\u201d oder dem nur zum Schein erfreulich <em>jaz\u00adzrock\u00adi\u00adgen<\/em> \u201cFran\u00e7ois 1er\u201d bekommt die dop\u00adpelte Rock\u00adbandbe\u00adset\u00adzung (zwei Gitar\u00adren, zwei B\u00e4sse, zwei Schlagzeuge, sechs Mikro\u00adfone, ein Key\u00adboard) hin\u00adre\u00adichend viel Gele\u00adgen\u00adheit, die unvergesse\u00adnen <span class=\"musik-review-bandname\">The Dillinger Escape Plan<\/span> nicht mehr ganz so schmer\u00adzlich ver\u00admis\u00adsen zu lassen, was sog\u00adar vor\u00fcberge\u00adhend gelingt. Direkt vorm Ein\u00adschlafen sollte man es aber wahrschein\u00adlich trotz\u00addem nicht h\u00f6ren. <em>Meine Ner\u00adven!<\/em><\/p>\n<p>Ob das <em>Pro\u00adjekt<\/em> <span class=\"musik-review-bandname\">Pin\u00adioL<\/span> von Dauer sein wird, ob es also zu weit\u00aderen Alben kom\u00admen wird, wird sich zeigen m\u00fcssen. F\u00fcr kom\u00admenden M\u00e4rz wollen <span class=\"musik-review-bandname\">ni<\/span> erst ein\u00admal wieder allein eines <em>raus\u00adbrin\u00adgen<\/em>. Min\u00addestens das empfehle ich jeden\u00adfalls genauestens zu beobacht\u00aden; und \u201cBran Coucou\u201d nat\u00fcr\u00adlich auch. Im kom\u00admenden April treten die zweiein\u00adhalb Bands in Berlin sozusagen <a href=\"https:\/\/www.songkick.com\/festivals\/2805509-das-hintertreffen\/id\/36437709-das-hintertreffen-2019\">zusam\u00admen auf<\/a>. Das k\u00f6n\u00adnte inter\u00ades\u00adsant wer\u00adden.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Bran-Coucou-PinioL\/dp\/B07BWS18S1?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> (nat\u00fcr\u00adlich), <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/86842414\">TIDAL<\/a> (nat\u00fcr\u00adlich), <a href=\"https:\/\/piniol.bandcamp.com\/album\/bran-coucou\">Bandcamp.com<\/a> (nat\u00fcr\u00adlich).<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/soft-machine-hidden-details.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Vorschau_soft-machine-hidden-details.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Soft Machine \u2014 Hid\u00adden Details<\/span>\n<p>Vor f\u00fcn\u00adfzig Jahren, 1968 also, ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden die nach dem visums\u00adbe\u00adzo\u00adge\u00adnen Ausstieg <span class=\"musik-review-bandname\">Dae\u00adv\u00adid Allens<\/span> vor\u00fcberge\u00adhend zum Trio gewor\u00adde\u00adnen <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span>, neben <span class=\"musik-review-bandname\">Car\u00ada\u00advan<\/span> eine der bei\u00adden Nach\u00adfol\u00adge\u00adbands der <span class=\"musik-review-bandname\">Wilde Flow\u00aders<\/span>, ihr Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum, das sich musikalisch im Psy\u00adche\u00addel\u00adic Rock verorten lie\u00df und damit <em>damals<\/em> ganz dem Zeit\u00adgeist entsprach. Auf\u00adgrund ver\u00adtraglich\u00ader Verpflich\u00adtun\u00adgen fan\u00adden sie sich anschlie\u00dfend f\u00fcr weit\u00adere Alben zusam\u00admen, wech\u00adsel\u00adten aber mehrfach die Beset\u00adzung. Der hier\u00adbei gr\u00f6\u00dfte Ein\u00adschnitt war ver\u00admut\u00adlich die Tren\u00adnung von <span class=\"musik-review-bandname\">Robert Wyatt<\/span>, der nach dem vierten Album <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span> ver\u00adlie\u00df, deren zuse\u00adhends jaz\u00adzori\u00aden\u00adtiert\u00adere Aus\u00adrich\u00adtung (ohne Gesang) er als sanges\u00adfreudi\u00adger Schlagzeuger nicht mehr unter\u00adst\u00fctzen wollte, und <span class=\"musik-review-bandname\">Match\u00ading Mole<\/span> gr\u00fcn\u00addete, was ein Wort\u00adspiel mit \u201cmachine molle\u201d und gar nicht mal so bl\u00f6d ist. Im Juni 1973 fiel er aus einem Fen\u00adster und seit\u00addem gibt es <span class=\"musik-review-bandname\">Match\u00ading Mole<\/span> nicht mehr.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span> haben aber bis heute weit\u00ader gemacht, wenn auch unter wech\u00adsel\u00adnden Namen, die alle\u00adsamt mit \u201cSoft\u201d began\u00adnen. Obwohl das let\u00adzte Gr\u00fcn\u00addungsmit\u00adglied <span class=\"musik-review-bandname\">Mike Ratledge<\/span> bere\u00adits w\u00e4hrend der Auf\u00adnah\u00admen zu \u201cSofts\u201d (1976) die Band ver\u00adlassen hat\u00adte, nan\u00adnte man sich irgend\u00adwann <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine Lega\u00adcy<\/span> und seit 2015 schlie\u00dflich wieder <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span>. Das <em>dien\u00adst\u00e4l\u00adteste<\/em> Mit\u00adglied <span class=\"musik-review-bandname\">John Mar\u00adshall<\/span> sa\u00df immer\u00adhin seit 1971 f\u00fcr mehrere <em>Ver\u00adsio\u00adnen<\/em> der Gruppe an Schlagzeug und Perkus\u00adsion, was ja im Jahr 2018 doch schon erw\u00e4h\u00adnenswert ist. \u201cHid\u00adden Details\u201d ist also das erste Stu\u00addioal\u00adbum unter dem Namen <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span> seit dem mauen \u201cLand of Cock\u00adayne\u201d von 1981; damals bestand die Band aus <span class=\"musik-review-bandname\">John Mar\u00adshall<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Karl Jenk\u00adins<\/span>, die bei\u00adde vor ihrem Beitritt bei den lei\u00adder inzwis\u00adchen aufgel\u00f6sten <span class=\"musik-review-bandname\">Nucle\u00adus<\/span> spiel\u00adten.<\/p>\n<p>Wer die Bandgeschichte hin\u00adre\u00adichend aufmerk\u00adsam ver\u00adfol\u00adgt hat, der ahnt inzwis\u00adchen ver\u00admut\u00adlich, wie \u201cHid\u00adden Details\u201d wohl klingt: Seit sp\u00e4testens 1971 ste\u00adht den <em>Jazzern<\/em> bei <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span> kein Gegengewicht mehr ent\u00adge\u00adgen, sie k\u00f6n\u00adnen sich also nach Herzenslust aus\u00adto\u00adben. \u201cHid\u00adden Details\u201d ist ein <em>solides<\/em> instru\u00admen\u00adtales Jaz\u00adzrock\u00adalbum mit \u2014 dem auch schon seit Jahrzehn\u00adten aktiv\u00aden Bassis\u00adten <span class=\"musik-review-bandname\">Roy Bab\u00adbing\u00adton<\/span> sei Dank \u2014 viel <em>groove<\/em>, das die Wurzeln der Band in Ehren h\u00e4lt. Ob in der mal quirli\u00adgen, mal (\u201cGround Lift\u201d) fle\u00adhen\u00adden Gitarre, ob in den gele\u00adgentlich avant\u00adgardis\u00adtis\u00adchen \u201cexper\u00adi\u00admentellen\u201d Aus\u00adbr\u00fcchen (\u201cLife on Bridges\u201d), an denen Saxophonist\/Fl\u00f6tist\/Pianist <span class=\"musik-review-bandname\">Theo Travis<\/span> (zuvor unter anderem bei <span class=\"musik-review-bandname\">Gong<\/span> und diversen Pro\u00adjek\u00adten von <span class=\"musik-review-bandname\">Steven Wil\u00adson<\/span>, derzeit auch bei <span class=\"musik-review-bandname\">The Tan\u00adgent<\/span> aktiv) wom\u00ad\u00f6glich nicht <em>unschuldig<\/em> ist: der <em>can\u00adter\u00adbury sound<\/em> begleit\u00adet \u201cHid\u00adden Details\u201d ohne Unter\u00adlass. Die Br\u00fccke zum Altwerk schla\u00adgen Neuein\u00adspielun\u00adgen von \u201cThe Man who Waved at Trains\u201d, urspr\u00fcnglich auf \u201cBun\u00addles\u201d von 1975 erschienen, und \u201cOut-Bloody-Rageous\u201d vom fan\u00adtastis\u00adchen \u201cThird\u201d (1970). Abgerun\u00addet wird das Album nicht zulet\u00adzt von dem von <span class=\"musik-review-bandname\">Theo Travis<\/span> und dem drit\u00adten Alt\u00admit\u00adglied <span class=\"musik-review-bandname\">John Etheridge<\/span>, immer\u00adhin seit 1975 <em>an Bord<\/em>, geschriebe\u00adnen Bonusst\u00fcck \u201cNight Sky\u201d, das, san\u00adft und aus\u00adladend Son\u00adnenauf\u00adgangs\u00adland\u00adschaften mal\u00adend, das (wenig\u00adstens \u201cdig\u00adi\u00adtale\u201d) Album abschlie\u00dft.<\/p>\n<p>Was wir hier haben, ist also sicher\u00adlich nicht das schlecht\u00adeste aller Alter\u00adswerke. Beson\u00addere \u00dcber\u00adraschun\u00adgen im Jaz\u00adzrock zu erwarten w\u00e4re inzwis\u00adchen kaum noch von Erfolg gekr\u00f6nt, aber wer mit dieser Spielart der Musik etwas anfan\u00adgen kann, der ist bei <span class=\"musik-review-bandname\">Soft Machine<\/span> im Jahr 2018 so gut aufge\u00adhoben wie seit langer Zeit nicht mehr. Das ist doch auch mal sch\u00f6n.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Man ist nie zu alt f\u00fcr <a href=\"https:\/\/softmachine-moonjune.bandcamp.com\/album\/hidden-details-hd\">Bandcamp.com<\/a>; und f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Hidden-Details-Soft-Machine\/dp\/B07FRLXYPF?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/92364494\">TIDAL<\/a> sowieso nicht.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Domado\u00adra \u2014 Lacu\u00adna<\/span>\n<p>Auf dem diesj\u00e4hri\u00adgen Stu\u00addioal\u00adbum der Fran\u00adzosen gibt es funkel\u00adnden <em>heavy psych<\/em> in aus\u00adladen\u00adder Jam\u00adform mit angriff\u00ads\u00adlustiger Gitarre zu h\u00f6ren, dessen einziger Neg\u00ada\u00adtivpunkt zu sein scheint, dass ich ihn noch nicht live erleben kon\u00adnte; aber Kon\u00adserve ist ja auch mal sch\u00f6n. <a href=\"https:\/\/domadora.bandcamp.com\/album\/lacuna\">Band\u00adcamp.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Yuka &amp; Chrono\u00adship \u2014 Ship<\/span>\n<p>Eines der besten Sym\u00adphon\u00adic-Prog-Alben des ausklin\u00adgen\u00adden Jahres 2018 legt <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> die japanis\u00adche Gruppe um S\u00e4n\u00adgerin und Key\u00adboard\u00aderin <span class=\"musik-review-bandname\">Yuka Funakoshi<\/span> vor, die auf dem Konzep\u00adtal\u00adbum \u00fcber die Arg\u00adonaut\u00aden\u00adsage alle Reg\u00adis\u00adter zwis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">Camel<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Rush<\/span> zu ziehen imstande ist. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Ship-Yuka-Chronoship\/dp\/B07BF248C1?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Car Crash Weath\u00ader \u2014 Sec\u00adondary Drown\u00ading<\/span>\n<p>Weit\u00adge\u00adhend instru\u00admen\u00adtaler Pro\u00adgres\u00adsive Met\u00adal mit mal bret\u00adtern\u00adden, mal sin\u00adfonis\u00adchen, in \u201cThe End\u201d sog\u00adar stark von New Wave bee\u00adin\u00adflussten Ein\u00addr\u00fcck\u00aden, die bleiben. <a href=\"https:\/\/carcrashweather.bandcamp.com\/album\/secondary-drowning-album\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Umphrey\u2019s McGee \u2014 It\u2019s Not Us<\/span>\n<p>Wer (wie ich) <em>tanzbar\u00ader<\/em> Indie-Rock-Musik aus kul\u00adturell son\u00adst eher abge\u00adh\u00e4ngten Staat\u00aden etwas abgewin\u00adnen kann und ganzj\u00e4hrig nichts gegen die mit\u00adtels ihrer ent\u00adstandene gute Laune einzuwen\u00adden hat, der ist auch im Win\u00adter mit \u201cIt\u2019s Not Us\u201d mit Sicher\u00adheit gl\u00fcck\u00adlich zu machen. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/its-not-us-Umphreys-McGee\/dp\/B076J6S2XL?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Automa\u00adtism \u2014  From The Lake<\/span>\n<p>Auf \u201cFrom The Lake\u201d, dem aktuellen Musikalbum des Stock\u00adholmer Quar\u00adtetts <span class=\"musik-review-bandname\">Automa\u00adtism<\/span>, ist im Stu\u00addio impro\u00advisiert\u00ader, jedoch lei\u00adder nach\u00adbear\u00adbeit\u00adeter, stel\u00adlen\u00adweise recht <em>dreck\u00adiger<\/em> und run\u00addum gelun\u00adgener Psy\u00adche\u00addel\u00adic Rock ohne jeden Gesang, daf\u00fcr mit drei Gast\u00admusik\u00adern, zu h\u00f6ren. <a href=\"https:\/\/automatismband.bandcamp.com\/album\/from-the-lake\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Argos \u2014 Uniden\u00adti\u00adfied Dying Objects<\/span>\n<p>Dass der Can\u00adter\u00adbury noch nie f\u00fcr \u00fcber\u00adra\u00adgende S\u00e4nger bekan\u00adnt war, kommt den deutschen Aus\u00adnah\u00admetal\u00aden\u00adten <span class=\"musik-review-bandname\">Argos<\/span> nur gele\u00adgen, die auf ihrem f\u00fcn\u00adften Stu\u00addioal\u00adbum \u201cUniden\u00adti\u00adfied Dying Objects\u201d <em>eigentlich<\/em> auch nur das machen, was son\u00adst auch machen (n\u00e4m\u00adlich guten Can\u00adter\u00adbury Style mit dem szene\u00adtyp\u00adis\u00adchen Humor her\u00advor\u00adbrin\u00adgen), das aber in noch immer steigen\u00adder Qual\u00adit\u00e4t und gle\u00adich\u00adbleiben\u00adder Freude am Spiel. <a href=\"https:\/\/argos.bandcamp.com\/album\/unidentified-dying-objects\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Homuncu\u00adlus Res \u2014 Del\u00adla stes\u00adsa sostan\u00adza dei sog\u00adni<\/span>\n<p>Eben\u00adfalls Can\u00adter\u00adbury, dies\u00admal jedoch mit nicht mal furcht\u00adbarem, son\u00addern sehr angenehm melodis\u00adchem, teil\u00adweise sog\u00adar mehrstim\u00admigem Gesang in der Lan\u00addessprache, brin\u00adgen <span class=\"musik-review-bandname\">Homuncu\u00adlus Res<\/span> aus Ital\u00adien mit, wobei sie zweifel\u00adsohne auch das Gesamtwerk von <span class=\"musik-review-bandname\">Gen\u00adtle Giant<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Car\u00ada\u00advan<\/span> min\u00addestens schon mal geh\u00f6rt haben. <a href=\"https:\/\/homunculusres.bandcamp.com\/album\/della-stessa-sostanza-dei-sogni\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">a bro\u00adken sail<\/span>\n<p>Die allse\u00admes\u00adtrige Dosis Postrock ver\u00advoll\u00adst\u00e4ndigt am Ende des Jahres 2018 das Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum des aus\u00adtralis\u00adchen Instru\u00admen\u00adtalquar\u00adtetts <span class=\"musik-review-bandname\">a bro\u00adken sail<\/span>, das die Welt in f\u00fcnf St\u00fcck\u00aden zwis\u00adchen zwei und zw\u00f6lf Minuten L\u00e4nge \u2014 lei\u00adder momen\u00adtan nicht als physis\u00adch\u00ader Ton\u00adtr\u00e4ger zu haben -, die Titel wie \u201ctall build\u00adings col\u00adlide\u201d (2018 geht das endlich wieder) tra\u00adgen, um langsam dahin\u00adtreiben\u00adden Shoegaze mit w\u00e4r\u00admend flie\u00dfen\u00addem Bass bere\u00adichert. <a href=\"https:\/\/abrokensail.bandcamp.com\/album\/a-broken-sail\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Inter\u00adpol \u2014 Maraud\u00ader<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Inter\u00adpol<\/span>, eine dieser erst vor weni\u00adgen Jahren pop\u00adul\u00e4ren Indie-Rock-Bands mit schnei\u00adden\u00adden Gitar\u00adren\u00admelo\u00addi\u00aden, geh\u00f6rt zu den weniger ver\u00adw\u00fcstlichen ihrer Gat\u00adtung und beein\u00addruckt 2018 mit ihrem immer\u00adhin sech\u00adsten Stu\u00addioal\u00adbum \u201cMaraud\u00ader\u201d, auf dem selb\u00adst einem Hol\u00adzohr wie mir sich schw\u00ader entzieht, warum <span class=\"musik-review-bandname\">Joy Divi\u00adsion<\/span> ein h\u00e4u\u00adfig gew\u00e4hlter Ver\u00adgle\u00adich bei denen sind, die beru\u00adflich gern Bands miteinan\u00adder ver\u00adgle\u00adichen. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Marauder-Vinyl-LP-Interpol\/dp\/B07DL8GHJK?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Art Brut \u2014 Wham! Bang! Pow! Let\u2019s Rock Out!<\/span>\n<p>In gewohnt exaltiert\u00ader Manier singt <span class=\"musik-review-bandname\">Eddie Argos<\/span> gele\u00adgentlich beziehungs\u2011, oft \u2014 zum Teil <em>sog\u00adar<\/em> auf Deutsch \u2014 berlin\u00adbe\u00adzo\u00adgene Lieder voller Selb\u00adstre\u00adf\u00aderen\u00adzen (\u201cShe Kissed Me (And It Felt Like a Hit)\u201d), begleit\u00adet von ein\u00ader wieder ein\u00admal umbe\u00adset\u00adzten Band, die mit unver\u00admin\u00addert\u00ader Spiel\u00adfreude die ban\u00addeigene Vorstel\u00adlung von <em>Indie-Rock<\/em> nicht blo\u00df spie\u00adlen, son\u00addern <em>leben<\/em>: <span class=\"musik-review-lyrics-inline\">\u201cEveryone\u2019s lookin\u2019 at the tick\u00adet machine \/ like it\u2019s the most com\u00adpli\u00adcat\u00aded thing that they\u2019ve ever seen\u201d<\/span>, hihi. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Wham-Bang-LetS-Rock-Vinyl\/dp\/B07HGJJD39?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>So viel zu diesem Jahr. Und fr\u00fcher?<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-header-nr\">2.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">Gutes von gestern.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor vierzig Jahren<\/span> erschien neben dem Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum der damals noch enorm pro\u00adduk\u00adtiv\u00aden S\u00e4n\u00adgerin <span class=\"musik-review-bandname\">Kate Bush<\/span> auch das <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/09\/kurzkritik-babylon\/\">einzige Album<\/a> der Band <span class=\"musik-review-bandname\">Baby\u00adlon<\/span>, die in ein\u00ader Zeit des vor\u00fcberge\u00adhend ster\u00adben\u00adden Pro\u00adgres\u00adsive Rocks vielle\u00adicht ein\u00adfach nur zu sp\u00e4t dran waren; ander\u00ader\u00adseits blieb ihnen so ein Schick\u00adsal als schreck\u00adliche 80er-Pop\u00adband erspart, wie es anderen zeit\u00adgen\u00f6s\u00adsis\u00adchen Grup\u00adpen, darunter <span class=\"musik-review-bandname\">Yes<\/span>, deren schlimm benan\u00adntes <span class=\"musik-review-album-titel\">Tor\u00adma\u00adto<\/span> schon den fol\u00adgen\u00adden \u00c4rg\u00ader erah\u00adnen lie\u00df, lei\u00adder wider\u00adfahren ist. Die franz\u00f6\u00adsis\u00adche Zeuhl-Insti\u00adtu\u00adtion <span class=\"musik-review-bandname\">Mag\u00adma<\/span> war mit <span class=\"musik-review-album-titel\">Attahk<\/span> immer\u00adhin auch schon auf dem Weg dor\u00adthin, kam einem endg\u00fclti\u00adgen Ver\u00adsumpfen aber mit ihrer Aufl\u00f6\u00adsung zuvor.<\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor drei\u00dfig Jahren<\/span>, die \u201cneue deutsche Welle\u201d bl\u00fchte fr\u00f6h\u00adlich vor sich hin, sang der sp\u00e4ter als (gro\u00dfar\u00adtiger) Schrift\u00adsteller bekan\u00adnt gewor\u00addene <span class=\"musik-review-bandname\">Max Goldt<\/span> als Teil des Duos <span class=\"musik-review-bandname\">Foy\u00ader des Arts<\/span> auf dem Album <span class=\"musik-review-album-titel\">Ein Kuss in der Irrtum\u00adstav\u00aderne<\/span> unter anderem von dem Zusam\u00admen\u00adspiel von Penis und Vagi\u00adna, was manche (hier: mich) bis heute am\u00fcsiert. Ser\u00adi\u00f6s\u00ader ging es bei <span class=\"musik-review-bandname\">Ter\u00admi\u00adnal Cheese\u00adcake<\/span> zu, deren EP <span class=\"musik-review-album-titel\">Blad\u00adder\u00adsack<\/span> nicht nur den Grund\u00adstein f\u00fcr ihre Kar\u00adriere, son\u00addern auch den f\u00fcr Wii\u00adi\u00adja Records legte, die danach unter anderem auch <span class=\"musik-review-bandname\">Ther\u00ada\u00adpy?<\/span> bekan\u00adnt macht\u00aden und heute trotz\u00addem nicht mehr existieren. So schnell kann\u2019s gehen.<\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor zwanzig Jahren<\/span> war <em>der Prog<\/em> zwar schon beerdigt, erfreute sich im Unter\u00adgrund aber noch bester Gesund\u00adheit: <span class=\"musik-review-bandname\">Fred Frith<\/span> etwa, ein\u00ader der Gr\u00fcn\u00adder von <span class=\"musik-review-bandname\">Hen\u00adry Cow<\/span>, lie\u00df sich nach deren Tren\u00adnung in New York nieder und nahm an ungez\u00e4hlten musikalis\u00adchen Pro\u00adjek\u00adten teil, darunter an der von ihm gegr\u00fcn\u00adde\u00adten Exper\u00adi\u00admen\u00adtal\u00adgruppe <span class=\"musik-review-bandname\">Mas\u00adsacre<\/span> (nicht mit der gle\u00adich\u00adnami\u00adgen Death-Met\u00adal-Band zu ver\u00adwech\u00adseln), die 1998 schlie\u00dflich ihr zweites Stu\u00addioal\u00adbum <span class=\"musik-review-album-titel\">Fun\u00adny Valen\u00adtine<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlichte. Sein Lands\u00admann und zeitweis\u00ader Mit\u00admusikant <span class=\"musik-review-bandname\">Robert Wyatt<\/span> \u2014 der mit dem Fen\u00adster \u2014 blieb in Europa, sang und blech\u00adblies gele\u00adgentlich f\u00fcr andere Kol\u00adle\u00adgen und \u00fcber\u00adraschte <em>den Markt<\/em> mit ein\u00ader Neuab\u00admis\u00adchung seines Albums <span class=\"musik-review-album-titel\">Don\u00addestan<\/span> von 1991 namens <span class=\"musik-review-album-titel\">Don\u00addestan (revis\u00adit\u00aded)<\/span>. W\u00e4hrend Musik aus Deutsch\u00adland 1998 <span class=\"musik-review-album-titel\">Kraut &amp; R\u00fcben<\/span> (<span class=\"musik-review-bandname\">WIZO<\/span>) blieb, bracht\u00aden auch die Finnen es auf beachtliche Leis\u00adtun\u00adgen: Mit ihrem eigentlichen Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum <span class=\"musik-review-album-titel\">Pingvin<\/span> macht\u00aden <span class=\"musik-review-bandname\">Ektro\u00adverde<\/span>, wie erstaunlich viele andere finnis\u00adche Bands auch ein Neben\u00adpro\u00adjekt von <span class=\"musik-review-bandname\">Cir\u00adcle<\/span>, mit ihrem jaz\u00adzge\u00adf\u00e4rbten Postrock von sich reden. Dass seit 2003 kein neues Album mehr von ihnen erschienen ist, l\u00e4sst aber lei\u00adder nicht auf weit\u00adere Auf\u00adnah\u00admen hof\u00adfen.<\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor zehn Jahren<\/span> \u2014 apro\u00adpos Postrock \u2014 stand sel\u00adbiger in voller Bl\u00fcte: Nicht nur die famosen <span class=\"musik-review-bandname\">Sig\u00adur R\u00f3s<\/span> bere\u00adit\u00adeten mir, wie schon <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2008\/12\/musik-122008-favoriten-und-analyse\/\">damals erl\u00e4utert<\/a>, mit ihrem ungew\u00f6hn\u00adlichen <span class=\"musik-review-album-titel\">Me\u00f0 su\u00f0 \u00ed\u00ad eyrum vi\u00f0 spilum endalaust<\/span> Vergn\u00fc\u00adgen, auch <span class=\"musik-review-bandname\">Mis\u00aduse<\/span> (inzwis\u00adchen anscheinend inak\u00adtiv), <span class=\"musik-review-bandname\">Maybeshewill<\/span> (inzwis\u00adchen lei\u00adder aufgel\u00f6st) und <span class=\"musik-review-bandname\">Russ\u00adian Cir\u00adcles<\/span> (immer\u00adhin noch exis\u00adtent) spiel\u00adten mit neuen Alben auf. Am anderen Ende der Skala deb\u00fctierte die Post-Hard\u00adcore-Band <span class=\"musik-review-bandname\">La Dis\u00adpute<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">Some\u00adwhere at the Bot\u00adtom of the Riv\u00ader Between Vega and Altair<\/span>, mit\u00adten\u00addrin bah\u00adnte sich das, was regelm\u00e4\u00dfig \u201cIndie\u201d genan\u00adnt wird, als sei das eine Stilbeschrei\u00adbung, seinen Weg: <span class=\"musik-review-bandname\">Kon\u00adstan\u00adtin Grop\u00adper<\/span> set\u00adzte als <span class=\"musik-review-bandname\">Get Well Soon<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon<\/span> Nuan\u00adcen, <span class=\"musik-review-bandname\">Stephen Malk\u00admus<\/span> (vorher bei <span class=\"musik-review-bandname\">Pave\u00adment<\/span>) nahm gle\u00adich zwei Alben auf, n\u00e4m\u00adlich <span class=\"musik-review-album-titel\">Real Emo\u00adtion\u00adal Trash<\/span> mit den <span class=\"musik-review-bandname\">Jicks<\/span> und <span class=\"musik-review-album-titel\">Look\u00adout Moun\u00adtain, Look\u00adout Sea<\/span> mit den <span class=\"musik-review-bandname\">Sil\u00adver Jews<\/span>. Auf ein Album, n\u00e4m\u00adlich <span class=\"musik-review-album-titel\">Nar\u00adrow Stairs<\/span>, beschr\u00e4nk\u00adten sich <span class=\"musik-review-bandname\">Death Cab for Cutie<\/span>. Der Autor dieser Zeilen nutzte das Jahr weniger sin\u00adnvoll und fing bere\u00adits <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2008\/06\/musik-2008-favoriten-und-analyse-1\/\">im Juni<\/a> mit diesen Jahres\u00adr\u00fcckschauen an. Das haben wir jet\u00adzt alle davon.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das soll erst mal reichen. Ich bitte wie \u00fcblich um weit\u00adere Empfehlun\u00adgen und w\u00fcn\u00adsche anson\u00adsten eine gute Reise \u2014 ich warte hier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 21 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Ach je, schon wieder haben wir es mit einem Jahre\u00adsende zu tun! In ein\u00ader Zeit schwinden\u00adder Gewis\u00adsheit\u00aden bleibt jeden\u00adfalls die, dass dies eine gute Gele\u00adgen\u00adheit ist, um zum zweit\u00aden Mal in diesem Jahr auf die empfehlenswertesten Musikalben 2018 zur\u00fcck\u00adzublick\u00aden. W\u00e4hrend die Jugend immer noch Pod\u00adcasts h\u00f6rt, die doch heutzu\u00adtage eigentlich Phonecasts hei\u00dfen m\u00fcssten, gebe ich \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/12\/musik-12-2018-favoriten-und-analyse\/\" class=\"more-link\">\u2018Musik 12\/2018 \u2014 Favoriten und Analyse\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[14,17],"tags":[],"series":[33],"class_list":["post-14831","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kaufbefehle","category-musikkritik","series-jahresrueckblick"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"239ee49f351c456d9428d7331290586e","server":"vg07.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/239ee49f351c456d9428d7331290586e"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14831","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14831"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14831\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14831"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14831"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14831"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=14831"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}