{"id":14176,"date":"2018-07-14T21:28:31","date_gmt":"2018-07-14T19:28:31","guid":{"rendered":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=14176"},"modified":"2018-07-14T23:16:18","modified_gmt":"2018-07-14T21:16:18","slug":"programme-schlimmer-als-hitler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/07\/programme-schlimmer-als-hitler\/","title":{"rendered":"Programme, schlimmer als Hitler."},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 1920 ver\u00f6f\u00adfentlichte die Nation\u00adal\u00adsozial\u00adis\u00adtis\u00adche Deutsche Arbeit\u00ader\u00adpartei (NSDAP) \u2014 zur Redak\u00adtion geh\u00f6rte damals ein sp\u00e4ter\u00ader Reich\u00adskan\u00adzler, \u00fcber den hier nicht weit\u00ader gesprochen wer\u00adden soll \u2014 ein <a href=\"http:\/\/www.documentarchiv.de\/wr\/1920\/nsdap-programm.html\">25-Punk\u00adte-Pro\u00adgramm<\/a>, auf dem die Poli\u00adtik der Fol\u00adge\u00adjahre aufge\u00adbaut wer\u00adden sollte. Aus gegeben\u00adem Anlass ste\u00adht mir der Sinn danach, dieses Pro\u00adgramm ein\u00admal mit den Pro\u00adgram\u00admen heutiger Parteien zu ver\u00adgle\u00adichen; denn wenn schon jemand keine <em>Nazis<\/em> w\u00e4hlen will, dann doch bitte mit Bedacht. In meine \u00dcber\u00adlegun\u00adgen ziehe ich die <a href=\"https:\/\/bundestagswahl-2017.com\/wahlprogramm\/\">Wahl\u00adpro\u00adgramme<\/a> von 2017 der CDU\/CSU, der SPD, der Gr\u00fc\u00adnen, der Linken, der F.D.P., der AfD, der PARTEI und der Piraten\u00adpartei mit ein. Das sollte eigentlich gen\u00fc\u00adgen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 1:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern den Zusam\u00admen\u00adschlu\u00df aller Deutschen auf Grund des Selb\u00adst\u00adbes\u00adtim\u00admungsrecht\u00ades der V\u00f6lk\u00ader zu einem Gro\u00df-Deutsch\u00adland.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hier wird die Errich\u00adtung eines Super\u00adstaats und ein Ende von Kle\u00adin\u00adstaaterei gefordert. F\u00fcr einen Zusam\u00admen\u00adschluss zu einem Gro\u00df-Europa set\u00adzen sich <b>CDU\/CSU<\/b> (S. 57 ff.). <b>SPD<\/b> (S. 95, Abs. 3), <b>F.D.P.<\/b> (insb. S. 109), die <b>Gr\u00fc\u00adnen<\/b> (S. 68 ff.), die <b>Piraten\u00adpartei<\/b> (S. 86, hier ist sog\u00adar c\u00e4sarisch von ein\u00ader \u201ceurop\u00e4is\u00adchen Repub\u00adlik\u201d die Rede) und die <b>PARTEI<\/b> (\u201cBeken\u00adnt\u00adnis zu Europa\u201d) ein.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 2:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern die Gle\u00adich\u00adberech\u00adti\u00adgung des deutschen Volkes gegen\u00fcber den anderen Natio\u00adnen, Aufhe\u00adbung der Friedensvertr\u00e4ge von Ver\u00adsailles und St. Ger\u00admain.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Forderung ist mit\u00adtler\u00adweile obso\u00adlet, keine der Parteien im Ver\u00adgle\u00adich\u00adstest stellt sie mehr.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 3:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern Land und Boden (Kolonien) zur Ern\u00e4hrung unseres Volkes und Ansied\u00adlung unseres Bev\u00f6lkerungs\u00fcber\u00adschuss\u00ades.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Erweiterung der Lan\u00addes\u00adfl\u00e4che Deutsch\u00adlands oder der EU sieht derzeit keine der Parteien vor.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 4:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Staats\u00adb\u00fcrg\u00ader kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne R\u00fcck\u00adsicht\u00adnahme auf Kon\u00adfes\u00adsion. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch hier holt keine der Parteien einen Punkt.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 5:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wer nicht Staats\u00adb\u00fcrg\u00ader ist, soll nur als Gast in Deutsch\u00adland leben k\u00f6n\u00adnen und mu\u00df unter Frem\u00adden-Geset\u00adzge\u00adbung ste\u00adhen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese inzwis\u00adchen umge\u00adset\u00adzte Recht\u00adsprechung wird lediglich von den <b>Gr\u00fc\u00adnen<\/b> (S. 236) f\u00fcr grundle\u00adgend falsch gehal\u00adten, alle anderen Parteien machen impliz\u00adit oder expliz\u00adit weit\u00ader\u00adhin einen rechtlichen Unter\u00adschied zwis\u00adchen Staats\u00adb\u00fcrg\u00adern und G\u00e4sten.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 6:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Das Recht, \u00fcber F\u00fchrung und Geset\u00adze des Staates zu bes\u00adtim\u00admen, darf nur dem Staats\u00adb\u00fcrg\u00ader zuste\u00adhen. Daher fordern wir, da\u00df jedes \u00f6ffentliche Amt, gle\u00adichg\u00fcltig welch\u00ader Art, gle\u00adich ob im Reich, Land oder Gemeinde nur durch Staats\u00adb\u00fcrg\u00ader bek\u00adlei\u00addet wer\u00adden darf.<br>\nWir bek\u00e4mpfen die kor\u00adrumpierende Par\u00adla\u00admentswirtschaft ein\u00ader Stel\u00adlenbe\u00adset\u00adzung nur nach Partei\u00adgesicht\u00adspunk\u00adten ohne R\u00fcck\u00adsicht\u00adnahme auf Charak\u00adter und F\u00e4higkeit\u00aden.<\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend keine der Parteien \u00f6ffentliche \u00c4mter an irgendwelche noch nicht gel\u00adtenden Regeln binden m\u00f6chte, bein\u00adhal\u00adtet auch keines der Pro\u00adgramme die Forderung danach, auss\u00adchlie\u00dflich die F\u00e4hig\u00adsten einzustellen. Schlim\u00admer noch: Einige von ihnen sprechen stattdessen von ein\u00ader \u201cGle\u00adich\u00adstel\u00adlung\u201d, also von ein\u00ader Beset\u00adzung von Stellen auf\u00adgrund des Geschlechts mit nur wenig R\u00fcck\u00adsicht\u00adnahme auf Charak\u00adter und F\u00e4higkeit\u00aden. <em>Die sind schlim\u00admer als Hitler.<\/em> Mehr direk\u00adte Demokratie aber, also das b\u00fcrg\u00ader\u00adliche <em>Recht, \u00fcber F\u00fchrung und Geset\u00adze des Staates zu bes\u00adtim\u00admen<\/em>, wollen <b>Linke<\/b> (S. 111), <b>F.D.P.<\/b> (S. 96), <b>AfD<\/b> (S. 8\/9), die <b>PARTEI<\/b> und ins\u00adbeson\u00addere die <b>Piraten\u00adpartei<\/b> (S. 20 ff.) erzie\u00adlen.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 7:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern, da\u00df sich der Staat verpflichtet, in erster Lin\u00adie f\u00fcr die Erwerbs- und Lebens\u00adm\u00f6glichkeit der B\u00fcrg\u00ader zu sor\u00adgen. Wenn es nicht m\u00f6glich ist, die Gesamt\u00adbev\u00f6lkerung des Staates zu ern\u00e4hren, so sind die Ange\u00adh\u00f6ri\u00adgen frem\u00adden Natio\u00adnen (Nicht-Staats\u00adb\u00fcrg\u00ader) aus dem Reiche auszuweisen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese Forderung nahm die heute mod\u00ader\u00adnen Forderun\u00adgen nach einem bedin\u00adgungslosen Grun\u00addeinkom\u00admen, im Fall von Finanzierung\u00adsprob\u00adle\u00admen eben doch <em>an Bedin\u00adgun\u00adgen gekn\u00fcpft<\/em>, vor\u00adweg. Dies forderten 2017 auch Teile der <b>Linken<\/b> (S. 26), die <b>Gr\u00fc\u00adnen<\/b> (S. 198 u.a.), die <b>F.D.P.<\/b> (S. 65\/66), die <b>Piraten\u00adpartei<\/b> (S. 62) und die <b>PARTEI<\/b> (\u201cB\u00fcrg\u00adergeld\u201d).<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 8:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Jede weit\u00adere Ein\u00adwan\u00adderung Nicht-Deutsch\u00ader ist zu ver\u00adhin\u00addern. Wir fordern, da\u00df alle Nicht-Deutschen, die seit 2. August 1914 in Deutsch\u00adland einge\u00adwan\u00addert sind, sofort zum Ver\u00adlassen des Reich\u00ades gezwun\u00adgen wer\u00adden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auch hier hat gel\u00adtendes Recht inzwis\u00adchen die fr\u00fcheren Forderun\u00adgen \u00fcber\u00adholt. Ein Ende jeglich\u00ader Zuwan\u00adderung fordert keine der Parteien.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 9:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Alle Staats\u00adb\u00fcrg\u00ader m\u00fcssen gle\u00adiche Rechte und Pflicht\u00aden besitzen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Diese ver\u00admeintliche Selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlichkeit find\u00adet sich in den Pro\u00adgram\u00admen der <b>CDU\/CSU<\/b> (diverse Seit\u00aden), der <b>SPD<\/b> (S. 6\/7), der <b>AfD<\/b> (S. 11\/12) und der <b>PARTEI<\/b> (\u201cBeken\u00adnt\u00adnis zu Gerechtigkeit\u201d) wieder. Au\u00dfer\u00adhalb dieser Parteien ist zwar von gle\u00adichen Recht\u00aden, nicht aber von gle\u00adichen Pflicht\u00aden f\u00fcr dieselbe Gruppe von Men\u00adschen die Rede.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 10:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Erste Pflicht jeden Staats\u00adb\u00fcrg\u00aders mu\u00df sein, geistig oder k\u00f6r\u00adper\u00adlich zu schaf\u00adfen. Die T\u00e4tigkeit des Einzel\u00adnen darf nicht gegen die Inter\u00adessen der All\u00adge\u00admein\u00adheit ver\u00adsto\u00dfen, son\u00addern mu\u00df im Rah\u00admen des gesamten und zum Nutzen aller erfol\u00adgen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die <em>Pflicht zur Arbeit<\/em>, etwa mit Hartz-IV-Sank\u00adtio\u00adnen oder auch mit der Forderung nach ein\u00ader \u201cVollbesch\u00e4f\u00adti\u00adgung\u201d, haben <b>CDU\/CSU<\/b> (S. 9 ff.) und <b>SPD<\/b> (S. 16) im noch aktuellen Pro\u00adgramm. Dass die eigene Arbeit auch einen <em>Nutzen f\u00fcr die Gesellschaft<\/em> haben muss, find\u00aden <b>CDU\/CSU<\/b> (s.o.), <b>SPD<\/b> (s.o.), <b>Linke<\/b> (S. 24\/25) und <b>AfD<\/b> (S. 52).<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 11:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Abschaf\u00adfung des arbeits- und m\u00fch\u00adelosen Einkom\u00admens.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Forderung danach, dass mehr Arbeit sich mehr lohnen m\u00fcsse, teilen <b>CDU\/CSU<\/b> (S. 12), <b>SPD<\/b> (S. 46), <b>Linke<\/b> (S. 15\/16), <b>F.D.P.<\/b> (einige Seit\u00aden) und <b>Gr\u00fcne<\/b> (S. 217).<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 12:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Im Hin\u00adblick auf die unge\u00adheuren Opfer an Gut und Blut, die jed\u00ader Krieg vom Volke fordert, mu\u00df die per\u00ads\u00f6n\u00adliche Bere\u00adicherung durch den Krieg als Ver\u00adbrechen am Volke beze\u00adich\u00adnet wer\u00adden. Wir fordern daher rest\u00adlose Einziehung aller Kriegs\u00adgewinne.<\/p><\/blockquote>\n<p>Erstaunlicher\u00adweise fordern <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> die <b>Gr\u00fc\u00adnen<\/b> eben\u00adfalls, dass das Anfachen von Kriegen zwecks Bere\u00adicherung dem\u00adn\u00e4chst mal aufh\u00f6ren sollte (S. 79 ff.), aber auch die <b>Linke<\/b> (S. 93 ff.) stimmt mit ein. Weit\u00adere Parteien, etwa die Piraten\u00adpartei, haben nur gegen Kern\u00adwaf\u00adfen etwas einzuwen\u00adden, ein biss\u00adchen Kriegswirtschaft hat anson\u00adsten ja noch nie\u00adman\u00addem geschadet.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 13:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern die Ver\u00adstaatlichung aller (bish\u00ader) bere\u00adits verge\u00adsellschafteten (Trust) Betriebe.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das scheint dieser Tage eine eher unpop\u00adul\u00e4re Forderung zu sein, die ich so nir\u00adgend\u00adwo wiederfind\u00aden kon\u00adnte.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 14:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern die Gewinn\u00adbeteili\u00adgung an Gro\u00df\u00adbe\u00adtrieben.<\/p><\/blockquote>\n<p>\u00c4hn\u00adlich\u00ades ist bei der <b>Linken<\/b> (S. 74 ff.) und der <b>Piraten\u00adpartei<\/b> (S. 96) zu lesen.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 15:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern einen gro\u00dfz\u00fcgi\u00adgen Aus\u00adbau der Alters-Ver\u00adsorgung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das, \u00fcber ein blo\u00dfes Hal\u00adten des beste\u00adhen\u00adden Renten\u00adniveaus hin\u00adaus\u00adge\u00adhend, fordern auch <b>Linke<\/b> (S. 21 bis 25) und <b>AfD<\/b> (S. 57\/58).<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 16:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern die Schaf\u00adfung eines gesun\u00adden Mit\u00adtel\u00adstandes und sein\u00ader Erhal\u00adtung, sofor\u00adtige Kom\u00admu\u00adnal\u00adisierung der Gro\u00df-Waren\u00adh\u00e4user und ihre Ver\u00admi\u00adetung zu bil\u00adli\u00adgen Preisen an kleine Gewer\u00adbe\u00adtreibende, sch\u00e4rf\u00adste Ber\u00fcck\u00adsich\u00adti\u00adgung aller kleinen Gewer\u00adbe\u00adtreiben\u00adden bei Liefer\u00adung an den Staat, die L\u00e4n\u00adder oder Gemein\u00adden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Nach\u00addem <em>Gro\u00df-Waren\u00adh\u00e4user<\/em> eine schw\u00e4ch\u00ader wer\u00addende Erin\u00adnerung sind, bleibt von dieser Forderung die staatliche F\u00f6rderung des Mit\u00adtel\u00adstands \u00fcbrig. Diese propagieren auch <b>CDU\/CSU<\/b> (S. 14), <b>SPD<\/b> (S. 29 ff.), <b>AfD<\/b> (S. 53 u.a.), <b>F.D.P.<\/b> (S. 130 u.a.) und <b>Gr\u00fcne<\/b> (S. 50, 169 u.a.).<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 17:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern eine unseren nationalen Bed\u00fcrfnis\u00adsen angepa\u00dfte Boden\u00adre\u00adform, Schaf\u00adfung eines Geset\u00adzes zur unent\u00adgeltlichen Enteig\u00adnung von Boden f\u00fcr gemein\u00adn\u00fctzige Zwecke. Abschaf\u00adfung des Boden\u00adzins\u00ades und Ver\u00adhin\u00adderung jed\u00ader Boden\u00adspeku\u00adla\u00adtion.<\/p><\/blockquote>\n<p>Wenig\u00adstens die Ver\u00adhin\u00adderung jed\u00ader Boden\u00adspeku\u00adla\u00adtion wird von der <b>Piraten\u00adpartei<\/b> (S. 37), den <b>Gr\u00fc\u00adnen<\/b> (S. 184) und der <b>Linken<\/b> (S. 76) gefordert, die <b>SPD<\/b> m\u00f6chte sie lediglich \u201cbegren\u00adzen\u201d (S. 56), bekommt f\u00fcr den Ver\u00adsuch aber wenig\u00adstens einen hal\u00adben Punkt.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 18:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern den r\u00fcck\u00adsicht\u00adslosen Kampf gegen diejeni\u00adgen, die durch ihre T\u00e4tigkeit das Gemein-Inter\u00adesse sch\u00e4di\u00adgen. Gemeine Volksver\u00adbrech\u00ader, Wucher\u00ader, Schieber usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne R\u00fcck\u00adsicht\u00adnahme auf Kon\u00adfes\u00adsion und Rasse.<\/p><\/blockquote>\n<p>Die Forderung nach ein\u00ader Todesstrafe hat sich nach 1989 in Deutsch\u00adland ein wenig im Sande ver\u00adlaufen, sie wird derzeit hierzu\u00adlande von kein\u00ader anderen Partei geteilt.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 19:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern Ersatz f\u00fcr das der mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00adtis\u00adchen Wel\u00adtord\u00adnung dienende r\u00f6mis\u00adche Recht durch ein deutsches Gemein-Recht.<\/p><\/blockquote>\n<p>Ver\u00adgle\u00adich\u00adbares ist seit 1949 weit\u00adge\u00adhend erledigt.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 20:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Um jeden f\u00e4hi\u00adgen und flei\u00dfi\u00adgen Deutschen das Erre\u00adichen h\u00f6her\u00ader Bil\u00addung und damit das Ein\u00adr\u00fcck\u00aden in f\u00fchrende Stel\u00adlun\u00adgen zu erm\u00f6glichen, hat der Staat f\u00fcr einen gr\u00fcndlichen Aus\u00adbau unseres gesamten Volks\u00adbil\u00addungswe\u00adsens Sorge zu tra\u00adgen. Die Lehrpl\u00e4ne aller Bil\u00addungsanstal\u00adten sind den Erfordernissen des prak\u00adtis\u00adchen Lebens anzu\u00adpassen. Das Erfassen des Staats\u00adgedankens mu\u00df bere\u00adits mit dem Beginn des Ver\u00adst\u00e4nd\u00adniss\u00ades durch die Schule (Staats\u00adb\u00fcrg\u00aderkunde) erzielt wer\u00adden. Wir fordern die Aus\u00adbil\u00addung geistig beson\u00adders ver\u00adan\u00adlagter Kinder armer Eltern ohne R\u00fcck\u00adsicht auf deren Stand oder Beruf auf Staatskosten.<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr eine bessere all\u00adt\u00adagstaugliche Bil\u00addung wollen sich alle hier rel\u00ade\u00advan\u00adten Parteien ein\u00adset\u00adzen; woran auch immer ihre Umset\u00adzung dann auch scheit\u00adern mag.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 21:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Der Staat hat f\u00fcr die Hebung der Volks\u00adge\u00adsund\u00adheit zu sor\u00adgen und durch den Schutz der Mut\u00adter und des Kindes, durch Ver\u00adbot der Jugen\u00addar\u00adbeit, durch Her\u00adbeif\u00fchrung der k\u00f6r\u00adper\u00adlichen Ert\u00fcch\u00adti\u00adgung mit\u00adtels geset\u00adzlich\u00ader Fes\u00adtle\u00adgung ein\u00ader Turn- und Sportpflicht durch gr\u00f6\u00dfte Unter\u00adst\u00fctzung aller sich mit k\u00f6r\u00adper\u00adlich\u00ader Jugend-Aus\u00adbil\u00addung besch\u00e4fti\u00adgen\u00adden Vere\u00adine. <em>(sic! A.d.V.)<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>W\u00e4hrend die Turn- und Sportpflicht derzeit au\u00dfer\u00adschulisch oft nicht mehr existiert und Jugen\u00addar\u00adbeit eher ein frei\u00adwilliges Ding gewor\u00adden ist, h\u00e4tte jede der Partei gern sowohl einen beson\u00adderen Eltern-Kind-Schutz als auch eine bessere Volks\u00adge\u00adsund\u00adheit umge\u00adset\u00adzt, wenn sie gew\u00e4hlt wor\u00adden w\u00e4re. Schade. Die F\u00f6rderung von Sport liegt ins\u00adbeson\u00addere der <b>SPD<\/b> (S. 88 und 94), der <b>Linken<\/b> (S. 125\/126), der <b>F.D.P.<\/b> (S. 32) und den <b>Gr\u00fc\u00adnen<\/b> (S. 154) am Herzen.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 22:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern die Abschaf\u00adfung der S\u00f6ld\u00adnertruppe und die Bil\u00addung eines Volk\u00adsheeres.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das ist mit der Bun\u00addeswehr l\u00e4ngst erfol\u00adgt und somit ohne weit\u00aderen Belang f\u00fcr aktuelle Wahlen.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 23:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern den geset\u00adzlichen Kampf gegen die bewu\u00dfte poli\u00adtis\u00adche L\u00fcge und ihre Ver\u00adbre\u00aditung durch die Presse.<\/p><\/blockquote>\n<p>Zwar wird im Orig\u00adi\u00adnal\u00addoku\u00adment impliziert, dass nur eine deutsche Presse eine wahre Presse sein kann; im Jahr 2017 aber, als es sowohl den Axel-Springer-Ver\u00adlag als auch den \u201cSPIEGEL\u201d schon gab, kon\u00adnte allerd\u00adings nur noch eine aktiv gef\u00f6rderte Medi\u00adenkom\u00adpe\u00adtenz gegen <em>fake news<\/em> auch aus dem Inland helfen. Diese woll\u00adten und\/oder wollen <b>CDU\/CSU<\/b> (S. 45), <b>SPD<\/b> (S. 14), <b>Linke<\/b> (S. 57), <b>F.D.P.<\/b> (S. 26) und <b>Gr\u00fcne<\/b> (S. 178\/179) f\u00f6rdern. Die <b>AfD<\/b> geht in der For\u00admulierung noch etwas weit\u00ader und spricht sich aus\u00addr\u00fcck\u00adlich gegen eine \u201cide\u00adol\u00ado\u00adgis\u00adche Bee\u00adin\u00adflus\u00adsung\u201d durch Medi\u00aden (S. 47) aus. Die <b>Piraten\u00adpartei<\/b> m\u00f6chte hinge\u00adgen mehr ide\u00adol\u00ado\u00adgis\u00adche Bee\u00adin\u00adflus\u00adsung durch Medi\u00aden erre\u00adichen (S. 75, Punkt 13.7, let\u00adzter Satz) und bekommt daf\u00fcr allen\u00adfalls ein mitlei\u00addi\u00adges Nick\u00aden.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 24:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Wir fordern die Frei\u00adheit aller religi\u00f6sen Beken\u00adnt\u00adnisse im Staat, soweit sie nicht dessen Bestand gef\u00e4hrden oder gegen das Sit\u00adtlichkeits- und Moral\u00adge\u00adf\u00fchl der ger\u00adman\u00adis\u00adchen Rasse ver\u00adsto\u00dfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>F\u00fcr Reli\u00adgions\u00adfrei\u00adheit im Rah\u00admen der gel\u00adtenden Rechte ohne beson\u00addere Bevorzu\u00adgung der eige\u00adnen Kon\u00adfes\u00adsion set\u00adzen sich <b>SPD<\/b> (S. 78 u.a.), <b>Linke<\/b> (S. 124\/125), <b>F.D.P.<\/b> (S. 82\/83), <b>Gr\u00fcne<\/b> (S. 117 u.a.) und die <b>Piraten\u00adpartei<\/b> (S. 117) ein.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Punkt 25:<\/b><\/p>\n<blockquote><p>Zur Durch\u00adf\u00fchrung alles dessen fordern wir die Schaf\u00adfung ein\u00ader starken Zen\u00adtral\u00adge\u00adwalt des Reich\u00ades. Unbe\u00add\u00adingte Autorit\u00e4t des poli\u00adtis\u00adchen Zen\u00adtral\u00adpar\u00adla\u00adments \u00fcber das gesamte Reich und seine Organ\u00adi\u00adsa\u00adtio\u00adnen im all\u00adge\u00admeinen.<br>\nDie Bil\u00addung von St\u00e4nde- und Beruf\u00adskam\u00admern zur Durch\u00adf\u00fchrung der vom Reich erlasse\u00adnen Rah\u00admenge\u00adset\u00adze in den einzel\u00adnen Bun\u00addesstaat\u00aden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Mit der Gr\u00fcn\u00addung der Europ\u00e4is\u00adchen Union ist auch dieser Pro\u00adgramm\u00adpunkt der NSDAP umge\u00adset\u00adzt wor\u00adden und bedarf daher kein\u00ader weit\u00aderen Wieder\u00adhol\u00adung.<\/p>\n<hr>\n<p><b>Auswer\u00adtung:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Der anson\u00adsten nicht ger\u00adade durch geistige Ent\u00adfer\u00adnung zur NSDAP auftre\u00adtenden <b>PARTEI<\/b> \u2014 sieben Hitler\u00adpunk\u00adte \u2014  ret\u00adtet allein der Umstand, dass ihre Grund- und Wahl\u00adpro\u00adgramme nicht ger\u00adade aus\u00adf\u00fchrlich for\u00admuliert sind, den let\u00adzten Platz.<\/li>\n<li>Den vor\u00adlet\u00adzten Platz mit neun Hitler\u00adpunk\u00adten teilen sich <b>AfD<\/b> und <b>Piraten\u00adpartei<\/b>.<\/li>\n<li>Wo die AfD ist, k\u00f6n\u00adnen <b>CDU<\/b> und <b>CSU<\/b> nicht weit sein: Zehn Punk\u00adte.<\/li>\n<li>Mit einem Punkt mehr liegen <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> <b>F.D.P.<\/b> und <b>Gr\u00fcne<\/b> gle\u00adichauf.<\/li>\n<li>Die <b>SPD<\/b> ist dort, wo sie immer ist, n\u00e4m\u00adlich auf dem zweit\u00aden Platz (zw\u00f6lfein\u00adhalb Punk\u00adte).<\/li>\n<li>Die gr\u00f6\u00dfte pro\u00adgram\u00adma\u00adtis\u00adche \u00dcbere\u00adin\u00adstim\u00admung mit der NSDAP hat die <b>Linke<\/b> vorzuweisen. Tusch, t\u00e4ter\u00e4!<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hat da jemand \u201cHufeisen\u201d gesagt?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 1920 ver\u00f6f\u00adfentlichte die Nation\u00adal\u00adsozial\u00adis\u00adtis\u00adche Deutsche Arbeit\u00ader\u00adpartei (NSDAP) \u2014 zur Redak\u00adtion geh\u00f6rte damals ein sp\u00e4ter\u00ader Reich\u00adskan\u00adzler, \u00fcber den hier nicht weit\u00ader gesprochen wer\u00adden soll \u2014 ein 25-Punk\u00adte-Pro\u00ad\u00adgramm, auf dem die Poli\u00adtik der Fol\u00adge\u00adjahre aufge\u00adbaut wer\u00adden sollte. Aus gegeben\u00adem Anlass ste\u00adht mir der Sinn danach, dieses Pro\u00adgramm ein\u00admal mit den Pro\u00adgram\u00admen heutiger Parteien zu ver\u00adgle\u00adichen; \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/07\/programme-schlimmer-als-hitler\/\" class=\"more-link\">\u2018Pro\u00adgramme, schlim\u00admer als Hitler.\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[4],"tags":[],"series":[],"class_list":["post-14176","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-politik"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"28f792714aed422aaae1a7e6a68b64dc","server":"vg07.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/28f792714aed422aaae1a7e6a68b64dc"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14176","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14176"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14176\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14176"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=14176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}