{"id":14112,"date":"2018-06-28T19:20:01","date_gmt":"2018-06-28T17:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/?p=14112"},"modified":"2018-06-28T14:35:29","modified_gmt":"2018-06-28T12:35:29","slug":"musik-06-2018-favoriten-und-analyse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/06\/musik-06-2018-favoriten-und-analyse\/","title":{"rendered":"Musik 06\/2018 \u2014 Favoriten und Analyse"},"content":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 20 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Kaum ist es mal schi\u00ader unertr\u00e4glich warm gewor\u00adden, schon ist wieder ein halbes Jahr vor\u00adbei. Das kann nur eines bedeuten: Es ist wieder Zeit f\u00fcr die <span class=\"musik-intro-hervorhebung\">besten Musikalben des ersten Hal\u00adb\u00adjahres<\/span> 2018. Dass seit der let\u00adzten R\u00fcckschau sowohl <span class=\"musik-review-bandname\">Mark E. Smith<\/span> und mit ihm wohl auch <span class=\"musik-review-bandname\">The Fall<\/span> als auch <span class=\"musik-review-bandname\">Den\u00adnis Edwards<\/span> (<span class=\"musik-review-bandname\">The Temp\u00adta\u00adtions<\/span>) und <span class=\"musik-review-bandname\">Jon Hise\u00adman<\/span> (<span class=\"musik-review-bandname\">Colos\u00adse\u00adum<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Colos\u00adse\u00adum II<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">JCM<\/span>) sich f\u00fcr immer aus der Musik und voraus\u00adsichtlich auch aus der Welt der Leben\u00adden ver\u00adab\u00adschiedet haben, mah\u00adnt zur Eile. Wer wei\u00df, wie viele K\u00fcn\u00adstler ster\u00adben, w\u00e4hrend ich dies hier schreibe?<\/p>\n<p>Sicher\u00adheit\u00adshal\u00adber griff ich der Liste bere\u00adits vor: Die aktuellen Stu\u00addioal\u00adben von <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/03\/kurzkritik-awakebutstillinbed-what-people-call-low-self%e2%80%8b-%e2%80%8besteem-is-really-just-seeing-yourself-the-way-that-other-people-see-you\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">awake\u00adbut\u00adstill\u00adinbed<\/span><\/a>, <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/05\/kurzkritik-messa-feast-for-water\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Mes\u00adsa<\/span><\/a> und den bei\u00adden <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/05\/kurzkritik-david-cross-david-jackson-another-day\/\"><span class=\"musik-review-bandname\">Davids Cross und Jack\u00adson<\/span><\/a> bleiben Teil der diesj\u00e4hri\u00adgen Empfehlun\u00adgen, auch das Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum \u201cDan\u00adger Dance\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">Nose\u00adholes<\/span>, deren titel\u00adlose EP mich <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/01\/kurzkritik-noseholes-ep\/\">Anfang Jan\u00adu\u00adar<\/a> zu ein\u00ader Rezen\u00adsion ver\u00adan\u00adlasste, ist erwartungs\u00adgem\u00e4\u00df gut gewor\u00adden.<\/p>\n<p>Was son\u00adst noch los war, fol\u00adgt sofort.<\/p>\n<p><!--more--><span class=\"musik-review-header-nr\">1.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">H\u00f6ren, was gut ist.<\/span><\/p>\n<ol>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/mol-jord.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_mol-jord.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">m\u00f8l \u2014 JORD<\/span>\n<p>Zu Beginn gilt es, erst mal die Geh\u00f6rg\u00e4nge freizublasen. Hier\u00adf\u00fcr bieten sich <span class=\"musik-review-bandname\">m\u00f8l<\/span> aus D\u00e4ne\u00admark eigentlich an.<\/p>\n<p>Auf ihrem ersten Vol\u00adlzeit-Stu\u00addioal\u00adbum \u201cJORD\u201d \u2014 voraus gin\u00adgen zwei EPs \u2014 ignori\u00adert das Quin\u00adtett gekon\u00adnt die ver\u00admeintliche Gen\u00adre\u00adgren\u00adze zwis\u00adchen Postrock und Black Met\u00adal, was mich als Gen\u00adreigno\u00adran\u00adten in mehrfach\u00ader Hin\u00adsicht erfreut. <em>Im Inter\u00adnet<\/em> ist von \u201cBlackgaze\u201d als Genre die Rede und sp\u00e4testens hier soll\u00adten auch Ver\u00adfechter ein\u00adfach\u00adster Schubla\u00addisierung erken\u00adnen, dass ihr Treiben mitunter grotesk wirkt.<\/p>\n<p>Zu Beginn (\u201cStorm\u201d) h\u00f6re ich auch tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich erst ein\u00admal Postrock, bevor unverse\u00adhens das Gewit\u00adter los\u00adbricht. Im sp\u00e4teren Ver\u00adlauf des Albums (\u201cLig\u00ada\u00adment\u201d) wird es immer mal wieder beachtliche Postrock\u00admo\u00admente geben, dom\u00adi\u00adnant ist aber die Selb\u00adst\u00adbeschrei\u00adbung der Band als \u201cein zer\u00adschmettern\u00addes Nichts\u201d. \u201cJord\u201d ist das d\u00e4nis\u00adche Wort f\u00fcr Erde, als erdig w\u00e4re das Album aber nur unzure\u00adichend beschrieben. Ander\u00adswo schrieb jemand, es han\u00addele sich um \u201crasendes Geschram\u00admel mit dank Key\u00adboard (\u2026) orches\u00adtraler Note\u201d und das ist <em>ver\u00addammt richtig<\/em>.<\/p>\n<p>Ich solle erwarten, am Jahre\u00adsende \u201cJORD\u201d auf vie\u00adlen Album-des-Jahres-Lis\u00adten zu find\u00aden, k\u00fcndigte das britis\u00adche Musik\u00admagazin \u201cnoizze\u201d an. Ich greife dem hier\u00admit um mehrere Monate vor, ich Punk.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Fre\u00adundlicher\u00adweise (naja, eigentlich: wie beina\u00adhe schon \u00fcblich) stellen <span class=\"musik-review-bandname\">m\u00f8l<\/span> \u201cJORD\u201d via <a href=\"https:\/\/moeldk.bandcamp.com\/album\/jord-2\">Bandcamp.com<\/a> f\u00fcr Kauf und Stream zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/black-space-riders-amoretum-vol-1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_black-space-riders-amoretum-vol-1.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Black Space Rid\u00aders \u2014 Amore\u00adtum Vol. 1<\/span>\n<p>Wir bleiben erst mal beim Krach. Die M\u00fcn\u00adster\u00adan\u00ader Hardrock\u00adcom\u00adbo <span class=\"musik-review-bandname\">Black Space Rid\u00aders<\/span> ist langj\u00e4hri\u00adgen Lesern mein\u00ader Musikkri\u00adtiken nicht unbekan\u00adnt, schon <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2015\/12\/musik-122015-favoriten-und-analyse\/\">2015<\/a> befand ich, dass es bei dieser Band mitunter vieles zu ent\u00addeck\u00aden gebe. Auch ihr f\u00fcn\u00adftes Album \u201cAmore\u00adtum Vol. 1\u201d \u2014 ich erkenne immer\u00adhin ein Muster in der Benen\u00adnung ihrer Alben \u2014 ist von Flach\u00adheit weit ent\u00adfer\u00adnt. \u201cAmore\u00adtum\u201d ist dabei ein Kof\u00adfer\u00adwort aus den lateinis\u00adchen W\u00f6rtern f\u00fcr die Liebe und den Garten. Soll es \u201cLiebesgarten\u201d bedeuten? Auszuschlie\u00dfen ist es nicht.<\/p>\n<p>Beim H\u00f6ren von \u201cAmore\u00adtum Vol. 1\u201d denke ich in \u00dcbere\u00adin\u00adstim\u00admung mit den gele\u00adgentlich zu lesenden Ver\u00adgle\u00adichen mit <span class=\"musik-review-bandname\">Hawk\u00adwind<\/span> an <span class=\"musik-review-bandname\">Mot\u00f6r\u00adhead<\/span>: Die bei\u00adden weit\u00ader\u00adhin in der Band besch\u00e4ftigten S\u00e4nger (ich kon\u00adnte bish\u00ader nicht ermit\u00adteln, wer am Mikro\u00adfon nun wer ist), die bei\u00adde auch die Key\u00adboards bedi\u00adenen, tra\u00adgen hier heis\u00aderen Gesang, gele\u00adgentlich (\u201cLove\u00adly lovelie\u201d, \u201cFire! Fire! Death of a giant\u201d) auch Growl\u00ading bei. Auch son\u00adst hat sich bis auf einen Wech\u00adsel am Bass nicht viel ge\u00e4n\u00addert: Unver\u00e4n\u00addert gehen die Musik\u00ader ein\u00ader T\u00e4tigkeit nach, die Fre\u00adunde von Space\u00adrock, Hardrock und Psy\u00adche\u00addel\u00adic Rock gle\u00adicher\u00adma\u00dfen erfreuen mag. Dass \u201cAmore\u00adtum Vol. 1\u201d au\u00dfer\u00addem \u201ctanzbar\u201d sei, ein Wort, das ich als Musik\u00ader als Belei\u00addi\u00adgung empf\u00e4nde, ist dabei eine den\u00adnoch zutr\u00ade\u00adf\u00adfende Fest\u00adstel\u00adlung.<\/p>\n<p>Zumal sie, wenn sie nicht ger\u00adade hardrock\u00aden, newwaven: Aus der Vor\u00adbere\u00aditung f\u00fcr diese R\u00fcckschau ent\u00adnehme ich eine Notiz mein\u00ader\u00adseits, dass ich au\u00dfer an <span class=\"musik-review-bandname\">Mot\u00f6r\u00adhead<\/span> auch an die <span class=\"musik-review-bandname\">Smiths<\/span> gedacht habe, als ich \u201cAmore\u00adtum Vol. 1\u201d h\u00f6rte, und da ich son\u00adst eigentlich nie an die <span class=\"musik-review-bandname\">Smiths<\/span> denke, k\u00f6n\u00adnte das an diesem Album liegen.<\/p>\n<p>Marek Protzak <a href=\"https:\/\/www.metal.de\/reviews\/black-space-riders-amoretum-vol-1-307272\/\">schrieb:<\/a><\/p>\n<blockquote><p>Wer sich von der Musik der <span class=\"musik-review-bandname\">BLACK SPACE RIDERS<\/span> irgend\u00adwas mit kathar\u00adtis\u00adch\u00ader Tran\u00adszen\u00addenz und einen Fluchtweg in den Schlagho\u00adsen-Orbit erhofft, geht auch 2018 leer aus.<\/p><\/blockquote>\n<p>Und das, um an ungeeigneter Stelle ein Poli\u00adtik\u00aderz\u00adi\u00adtat anzubrin\u00adgen, ist auch gut so. \u201cAmore\u00adtum Vol. 2\u201d soll jeden\u00adfalls noch 2018 erscheinen. Ich ver\u00admute, es wird gro\u00dfar\u00adtig sein.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/blackspaceriders.bandcamp.com\/album\/amoretum-vol-1\">Bandcamp.com<\/a>, ver\u00adste\u00adht sich.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/anna-von-hausswolff-dead-magic.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_anna-von-hausswolff-dead-magic.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Anna von Hauss\u00adwolff \u2014 Dead Mag\u00adic<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cWho is she \/ to say good\u00adbye?\u201d<\/span> (\u201cThe Mys\u00adte\u00adri\u00adous Van\u00adish\u00ading Of Elec\u00adtra\u201d)<\/p>\n<p>Vor\u00adl\u00e4u\u00adfig ist\u2019s genug des Krachs, denn wenn man immer nur Krach h\u00f6rt, ver\u00adliert man den Sinn f\u00fcr das Sch\u00f6ne. Dabei gibt es so viel mehr als Gitar\u00adren\u00adriffs und Geschrei, zum Beispiel Pfeifenorgeln.<\/p>\n<p>Eine solche, auf\u00adgrund ihrer Ver\u00adwen\u00addung in Kirchen oft als sakral klin\u00adgend wahrgenom\u00admen und hier tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich in der Kopen\u00adhagen\u00ader Mar\u00admorkirken herum\u00adste\u00adhend, ist das bevorzugte Instru\u00adment von <span class=\"musik-review-bandname\">Anna von Hauss\u00adwolff<\/span>, schwedis\u00adche S\u00e4n\u00adgerin, Pianistin und K\u00fcn\u00adstler\u00adtochter, die seit 2010 ab und zu Alben ver\u00f6f\u00adfentlicht, die Namen wie \u201cCer\u00ade\u00admo\u00adny\u201d, \u201cSinging from the Grave\u201d oder \u201cDead Mag\u00adic\u201d tra\u00adgen. Alles deutet auf Goth\u00adic Rock hin, aber bei Goth\u00adic Rock denke ich an <span class=\"musik-review-bandname\">The Cure<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">HIM<\/span> und werde ein biss\u00adchen unge\u00adhal\u00adten.<\/p>\n<p>Allerd\u00adings ist das auf \u201cDead Mag\u00adic\u201d, auf dem au\u00dfer ihr neun weit\u00adere Musik\u00ader, darunter ihr Pro\u00adduzent <span class=\"musik-review-bandname\">Ran\u00addall Dunn<\/span>, \u00fcber\u00adwiegend an Saiten\u2011, son\u00adst an Tas\u00adtenin\u00adstru\u00admenten zu h\u00f6ren sind, Aufgenommene zur Beruhi\u00adgung auch nur bed\u00adingt geeignet. Wie wiederkehrende Leser vielle\u00adicht inzwis\u00adchen wis\u00adsen, mag ich ja her\u00adaus\u00adra\u00adgende Stim\u00admen, dabei ist das Genre beina\u00adhe zweitrangig. Selb\u00adst <span class=\"musik-review-bandname\">Sarah Lesch<\/span>, ein\u00ader, n\u00fcchtern betra\u00adchtet, auch nur wenig anstren\u00adgen\u00adden Schlager\u00ads\u00e4n\u00adgerin, kann ich auf\u00adgrund ihrer Stimme etwas abgewin\u00adnen. Und <em>ver\u00addammt<\/em>, <span class=\"musik-review-bandname\">Anna von Hauss\u00adwolff<\/span> ist wirk\u00adlich gut darin, eine her\u00adaus\u00adra\u00adgende Stimme zu haben. Wer einen Ver\u00adgle\u00adich haben m\u00f6chte, der nehme <span class=\"musik-review-bandname\">Kate Bush<\/span> ohne das \u00fcber\u00addrehte Qui\u00adetschen ihrer fr\u00fchen Alben, <span class=\"musik-review-bandname\">Bj\u00f6rk<\/span> ohne die f\u00fcrchter\u00adliche Exaltiertheit ihrer s\u00e4mtlichen Alben oder finde sich ein\u00adfach damit ab, dass manche Stim\u00admen ein\u00adma\u00adlig scheinen.<\/p>\n<p>In f\u00fcnf Liedern, von denen zwei \u00fcber zw\u00f6lf Minuten lang sind, l\u00e4sst die Inhab\u00aderin dieser Stimme ihr Tal\u00adent bril\u00adlieren; von san\u00adft beruhi\u00adgend \u00fcber beschwingten Poprock (\u201cUgly and Venge\u00adful\u201d) bis hin zur stimm\u00adlichen Begleitung <span class=\"musik-review-bandname\">A Sil\u00adver Mt. Zion<\/span> nicht unw\u00fcrdi\u00adgen Drone-Postrocks (\u201cThe Truth, The Glow, The Fall\u201d) ist auf \u201cDead Mag\u00adic\u201d alles zu find\u00aden, immer begleit\u00adet von der Orgel, die das stimm\u00adlose \u201cThe Mar\u00adble Eye\u201d sog\u00adar als einziges Instru\u00adment bestre\u00adit\u00aden darf. Dass das, was sie selb\u00adst \u201cBegr\u00e4b\u00adnis\u00adpop\u201d nen\u00adnt, von fr\u00f6h\u00adlich\u00ader Pop\u00admusik weit ent\u00adfer\u00adnt sei, obwohl die K\u00fcn\u00adst\u00adlerin in Inter\u00adviews mitunter mit\u00adteilte, Auf\u00adnah\u00admen lie\u00dfen sie stets fr\u00f6h\u00adlich zur\u00fcck, m\u00f6chte ich nicht bestre\u00adit\u00aden, wohl aber, dass das Album doch auf\u00adgrund der Instru\u00admen\u00adtierung und der Titel bes\u00adtimmt ziem\u00adlich deprim\u00adierend klinge. Fast ist das Gegen\u00adteil der Fall. Ger\u00adade die erste Sin\u00adgle \u201cThe Mys\u00adte\u00adri\u00adous Van\u00adish\u00ading Of Elec\u00adtra\u201d, eigentlich ein Gedicht ihres l\u00e4ngst ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen Lands\u00adman\u00adnes Wal\u00adter Ljungquist, sprudelt vor eigen\u00ader Energie der\u00adma\u00dfen \u00fcber, dass sie auf den H\u00f6r\u00ader \u00fcber\u00adspringt. Der unge\u00admein extro\u00advertierte Gesang, nicht nur f\u00fcr Verehrer <span class=\"musik-review-bandname\">Court\u00adney Swains<\/span> einen zweit\u00aden und drit\u00adten H\u00f6r\u00addurch\u00adlauf wert, tut sein \u00dcbriges. <em>Boah!<\/em> Waren die Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adben noch merk\u00adlich zur\u00fcck\u00adhal\u00adtender, greift <span class=\"musik-review-bandname\">Anna von Hauss\u00adwolff<\/span> hier in die Vollen und legt die sprich\u00adw\u00f6rtliche Lat\u00adte um etliche Meter h\u00f6her.<\/p>\n<p>Ich wage zu schreiben: \u201cDead Mag\u00adic\u201d wird jeden\u00adfalls dort, wo es sich ein\u00adfind\u00adet, ein ein\u00adma\u00adliges Album im noch jun\u00adgen Jahr 2018 bleiben. Wer son\u00adst wird es nicht nur wagen, son\u00addern auch schaf\u00adfen, aus einem <em>uncoolen<\/em> Instru\u00adment so ein prachtvolles und dabei noch kon\u00adstantes Werk zu schaf\u00adfen? Ich bin bewegt, man sehe es mir nach.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Zur erw\u00e4h\u00adn\u00adten Sin\u00adgle gibt es <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Nre0hcDz5TI\">ein Video<\/a>, anson\u00adsten wis\u00adsen <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Dead-Magic-Vinyl-Anna-Hausswolff\/dp\/B077Y6RBTH?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/annavonhausswolffmusic.bandcamp.com\/album\/dead-magic\">Bandcamp.com<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/84187477\">TIDAL<\/a> zu helfen.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/pipapo-kristov-in-der-allee-der-kosmonauten.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_pipapo-kristov-in-der-allee-der-kosmonauten.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Pipa\u00adpo \u2014 Kris\u00adtov in der Allee der Kos\u00admo\u00adnaut\u00aden<\/span>\n<p>Als ich mich auf der Band\u00adcamp\u00adseite von <span class=\"musik-review-bandname\">Tur\u00adbine Stoll\u00adprona<\/span> herumtrieb, um auf\u00adgrund ihrer Liedti\u00adtel (\u201cJens M\u00fcller wollte unbe\u00add\u00adingt ihren Vater anrufen\u201d, auf so was muss man ja auch erst mal kom\u00admen) das <a href=\"https:\/\/turbinestollprona.bandcamp.com\/album\/effekthascherei\">Album \u201cEffek\u00adthascherei\u201d<\/a> genauer zur Ken\u00adnt\u00adnis zu nehmen als zuvor, stie\u00df ich dort auf weit\u00adere Namen von Musik\u00adgrup\u00adpen \u00e4hn\u00adlichen Typs und anscheinend auch \u00e4hn\u00adlichen Humors. Unter diesen Grup\u00adpen sah ich <span class=\"musik-review-bandname\">Pipa\u00adpo<\/span> und war spon\u00adtan am\u00fcsiert.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-bandname\">Pipa\u00adpo<\/span> ist ein Leipziger Duo, beste\u00adhend aus einem Schlagzeuger und einem Gitar\u00adris\u00adten, und seine Musik ist rein instru\u00admen\u00adtal. Ich w\u00fcrde trotz meines Hol\u00adzohrs neben der genan\u00adnten Beset\u00adzung au\u00dfer\u00addem einen Bass erken\u00adnen, jedoch ist dar\u00fcber nichts \u00fcber\u00adliefert. Ob die Beset\u00adzungsliste son\u00adst \u00fcber\u00adhaupt zutr\u00ade\u00adf\u00adfend ist, ist unklar, denn die Liste der Musik\u00ader, die die Lieder <em>gere\u00adcordet<\/em> haben, unter\u00adschei\u00addet sich hin\u00adsichtlich der dort notierten Ini\u00adtialien sehr. Mit Liedtiteln wie \u201cRamo Zepol at Tankstelle Bock\u00adwurst\u201d und \u201cGoofy is not a Met\u00adal\u00adband, ok?\u201d bin ich nichts\u00addestotrotz ver\u00adsucht, dem Duo kom\u00f6\u00addi\u00adantis\u00adches Inter\u00adesse nachzusagen, Texte zum Nach\u00adweis gibt es jedoch nicht. Woher der Titel des Albums stammt, ist mir unklar, das Berlin\u00ader Stu\u00addio, in dem es aufgenom\u00admen wurde, hei\u00dft jedoch \u201cAllee der Kos\u00admo\u00adnaut\u00aden\u201d. Nur ein Kris\u00adtov ist nicht auszu\u00admachen.<\/p>\n<p>Auf die Ohren bekomme ich hier eine gelun\u00adgene, von der Band \u201cMath\u00adrock\u201d genan\u00adnte Melange aus Psy\u00adche\u00addel\u00adic Rock und Jaz\u00adzrock, weit\u00adge\u00adhend instru\u00admen\u00adtal darge\u00adboten, obwohl gele\u00adgentlich undeut\u00adliche Rufe oder auch Lachen <em>(was is\u2019n der Plur\u00adal eines Lachens?)<\/em> ert\u00f6\u00adnen, wobei die Musik\u00ader ange\u00adblich von einem son\u00adst nicht weit\u00ader erw\u00e4h\u00adn\u00adten <span class=\"musik-review-bandname\">Juri K.<\/span> unter\u00adst\u00fctzt wer\u00adden. Das macht sich bes\u00adtimmt gut im Lebenslauf. Es sind \u201cmath pop prog post chem\u00adistry\u201d <em>im Inter\u00adnet<\/em> herum\u00adliegende Stich\u00adw\u00f6rter f\u00fcr \u201cKris\u00adtov in der Allee der Kos\u00admo\u00adnaut\u00aden\u201d. Es fol\u00adgere daraus, wer will, was er will.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Via <a href=\"https:\/\/pipapo.bandcamp.com\/album\/kristov-in-der-allee-der-kosmonauten\">Band\u00adcamp<\/a> gibt es Kauf, Stream und T\u2011Shirts.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/plurals-tri-tone.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_plurals-tri-tone.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Plu\u00adrals \u2014 Tri Tone<\/span>\n<p>Zum Jahre\u00adsende 2015 war ich <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2015\/12\/musik-122015-favoriten-und-analyse\/\">ungeah\u00adnt begeis\u00adtert<\/a> von <span class=\"musik-review-bandname\">Boris\u2019<\/span> \u00fcber\u00adra\u00adgen\u00addem Album \u201casia\u201d. Ich hat\u00adte nicht angenom\u00admen, dass mich so bald noch mal ein Album so sehr fes\u00adseln w\u00fcrde. \u201cTri Tone\u201d von <span class=\"musik-review-bandname\">Plu\u00adrals<\/span> aus S\u00fcdeng\u00adland gibt sich trotz\u00addem gro\u00dfe M\u00fche, es zu schaf\u00adfen.<\/p>\n<p>Auf ihrer (nach lib\u00aderaler Sch\u00e4tzung) siebzehn\u00adten Ver\u00f6f\u00adfentlichung \u201cTri Tone\u201d, ver\u00f6f\u00adfentlicht erst im M\u00e4rz 2018, sind <span class=\"musik-review-bandname\">Plu\u00adrals<\/span> \u2014 daher wom\u00ad\u00f6glich der Titel des Albums \u2014 erst\u00admals zu dritt, eines ihrer Mit\u00adglieder scheint ihnen abhan\u00addengekom\u00admen zu sein. Wie sie es so lange geschafft haben, von mir nicht bemerkt zu wer\u00adden, ver\u00adste\u00adhe ich selb\u00adst nicht. Da habe ich was nachzu\u00adholen.<\/p>\n<p>Aber erst ein\u00admal gilt es, den beim Musik\u00adgenuss eher l\u00e4sti\u00adgen Ver\u00adstand abzuschal\u00adten, so gut es eben geht. Wie schon auf vorigen Alben sind auf \u201cTri Tone\u201d zwei St\u00fccke, ange\u00adblich das Ergeb\u00adnis dreist\u00fcndi\u00adger aufgenommen\u00ader Ideen\u00adfind\u00adung, zu h\u00f6ren, die jew\u00adeils \u00fcber 23 Minuten lang sind und so bei\u00adde LP-Seit\u00aden <em>ganz gut<\/em> f\u00fcllen. Es gibt nur Vinyl oder Down\u00adload. CD-Spie\u00dfer sind hier nicht willkom\u00admen. Wer aber die Geduld f\u00fcr Vinyl hat, der wird belohnt. \u00dcber\u00adhaupt ist \u201cTri Tone\u201d sehr entschle\u00adu\u00adni\u00adgend, wobei innig das wohl noch bessere Adjek\u00adtiv ist. Die gespiel\u00adten Drones lassen nicht viel <em>action<\/em> au\u00dfer gele\u00adgentlichen Mis\u00adst\u00f6\u00adnen zu. \u201cBas Fond\u201d, was auf Franz\u00f6\u00adsisch <em>laut Inter\u00adnet<\/em> \u201cunten\u201d hei\u00dft, baut sich langsam auf, begleit\u00adet von einem kam\u00admer\u00admusikalisch klin\u00adgen\u00adden, grum\u00admel\u00adnd kratzen\u00adden Fun\u00adda\u00adment wer\u00adden den restlichen Instru\u00admenten wenige T\u00f6ne, diese daf\u00fcr lange anhal\u00adtend, ent\u00adlockt. Kein Schlagzeug, wof\u00fcr auch? Dass <em>\u00fcber\u00adhaupt nichts<\/em> passiere, ist allerd\u00adings eine Fehlannahme; die anschwellen\u00adden und abebben\u00adden T\u00f6ne, ger\u00adade auch gepaart mit dem durch\u00addrin\u00adgen\u00adden Brum\u00admen, hin\u00adter\u00adlassen schon nach weni\u00adgen Minuten (bei mir waren es etwa acht) eine erstaunliche G\u00e4nse\u00adhaut, die die sich immer weit\u00ader verdich\u00adt\u00adende Musik tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich nicht nur hal\u00adten, son\u00addern sog\u00adar mehren kann. Hui! Ich mag das.<\/p>\n<p>Dass \u201cBas Fond\u201d zwis\u00adchen\u00addrin auch mal nach futur\u00adis\u00adtis\u00adch\u00ader Fab\u00adrikhalle klingt, f\u00e4llt daher auch nur auf, wenn man mit\u00adten\u00addrin rein\u00adschal\u00adtet. Wer macht denn auch so was? In der zweit\u00aden H\u00e4lfte wird die Reibefl\u00e4che schrit\u00adtweise erh\u00f6ht, aus der Wolken\u00adreise \u00fcber ein\u00ader gl\u00e4nzen\u00adden Fab\u00adrik wird ein her\u00adaufziehen\u00addes Gewit\u00adter \u00fcber ver\u00adrosteten Schorn\u00adsteinen. Man bleibt ges\u00adpan\u00adnt, wie es wohl aus\u00adge\u00adhen wird. Die Band selb\u00adst bleibt unentschlossen: Als \u201cBas Fond\u201d (etwas lang\u00adweilig mit <em>fade-out<\/em>) verklingt, ist das Gewit\u00adter zwar \u00fcber\u00adstanden, die Fab\u00adrik aber ist nicht mehr dieselbe, sie scheint in Flam\u00admen zu ste\u00adhen. Hof\u00adfentlich ist nie\u00adman\u00addem etwas passiert.<\/p>\n<p>Im direk\u00adten Ver\u00adgle\u00adich damit wirk\u00adte \u201cSun Lock\u201d, das auch nicht <em>ganz<\/em> so klingt, wie es hei\u00dft, beina\u00adhe sakral, wenn nicht in den ersten Minuten immer wieder ein Pauk\u00adendon\u00adner ersch\u00f6lle. Man meint die Sonne \u00fcber ein\u00ader Kapelle w\u00e4hrend ein\u00ader Messe aufge\u00adhen zu sehen. Musik, die wie Naturge\u00adwal\u00adten klingt, bleibt eine Rar\u00adit\u00e4t, was ich bedau\u00adre. Bei blo\u00dfem Sch\u00f6n\u00adklang belassen es <span class=\"musik-review-bandname\">Plu\u00adrals<\/span> aber nicht, son\u00addern auch dies\u00admal, begin\u00adnend ab etwa sechs Minuten, erricht\u00aden sie zun\u00e4chst fast unbe\u00admerkt, aber zuse\u00adhends deut\u00adlich\u00ader eine dishar\u00admonis\u00adche Dystopie mit einem verzweifel\u00adten Geiger mit ver\u00adstimmtem Instru\u00adment in ein\u00ader zer\u00adst\u00f6rten Stadt. Ich wei\u00df nicht, ob die Band sich das so gedacht hat, aber ein guter K\u00fcn\u00adstler erk\u00adl\u00e4rt sein Werk nun mal nicht. Nicht zum ersten Mal auf \u201cTri Tone\u201d f\u00fch\u00adle ich mich zur H\u00e4lfte von \u201cSun Lock\u201d an besagtes \u201casia\u201d erin\u00adnert, der \u201cTalk\u00ada\u00adtive Lord\u201d scheint nicht weit ent\u00adfer\u00adnt, seine blech\u00aderne Stimme ist im Sturm zu vernehmen. Was er sagt, ist unver\u00adst\u00e4ndlich, aber es klingt beina\u00adhe men\u00adschlich; oder bilde ich mir das ein? Mit sein\u00ader Rede klingt auch er selb\u00adst ab, als w\u00fcrde er sich aufl\u00f6sen oder, wie es die religi\u00f6se Mytholo\u00adgie vorschl\u00e4gt, <em>erleuchtet<\/em>. Zum Abschied spendieren <span class=\"musik-review-bandname\">Plu\u00adrals<\/span> mir noch ein\u00admal eine G\u00e4nse\u00adhaut.<\/p>\n<p>Ein biss\u00adchen <em>erleuchtet<\/em> f\u00fch\u00adle ich mich nach den fast 49 Minuten, die das Album dauert, jet\u00adzt allerd\u00adings auch selb\u00adst \u2014 erleuchtet und unglaublich ersch\u00f6pft. Ich bin gl\u00fcck\u00adlich. Doch, das trifft es.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Wer sich den Spa\u00df unbe\u00add\u00adingt selb\u00adst verder\u00adben m\u00f6chte, der kann vor dem Kaufen via <a href=\"https:\/\/plurals-drone.bandcamp.com\/album\/tri-tone\">Bandcamp.com<\/a> dort auch das Album in ganz\u00ader L\u00e4nge anh\u00f6ren.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/bardo-pond-volume-8.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_bardo-pond-volume-8.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Bar\u00addo Pond \u2014 Vol\u00adume 8<\/span>\n<p>Noch eine Reise? Noch eine Reise!<\/p>\n<p>Auch <span class=\"musik-review-bandname\">Bar\u00addo Pond<\/span> z\u00e4hlen hier nicht zu den v\u00f6l\u00adlig Unbekan\u00adnten, erst im Jan\u00adu\u00adar dieses Jahres feierte ich das Ergeb\u00adnis ihrer <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/01\/kurzkritik-bardo-pond-acidgurupond\/\">Zusam\u00adme\u00adnar\u00adbeit mit <span class=\"musik-review-bandname\">Acid Moth\u00aders Tem\u00adple<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Guru Guru<\/span><\/a>, um es mal angemessen selt\u00adsam auszu\u00addr\u00fcck\u00aden, <em>voll ab<\/em>. Ihr neuestes Stu\u00addioal\u00adbum, dies\u00admal wieder im Allein\u00adgang einge\u00adspielt, klingt zwar beina\u00adhe selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich weniger durchgek\u00adnallt, aber auf keinen Fall ein\u00adt\u00f6niger.<\/p>\n<p>Weit\u00adge\u00adhend instru\u00admen\u00adtal arbeit\u00aden die f\u00fcnf US-Amerikan\u00ader auf \u201cVol\u00adume 8\u201d, F\u00fcnf ist auch die Anzahl der enthal\u00adte\u00adnen St\u00fccke, die es zusam\u00admen auf etwa vierzig Minuten brin\u00adgen. Auss\u00adchwei\u00adfun\u00adgen hal\u00adten sich hier also bis kurz vor dem Ende in Gren\u00adzen. Hip\u00adpieesque mit fer\u00adn\u00f6stlichen Ankl\u00e4n\u00adgen ist \u201cVol\u00adume 8\u201d bere\u00adits ab den ersten Tak\u00adten von \u201cKailash\u201d. Gen\u00adres ver\u00adbi\u00adeten sich weit\u00ader\u00adhin. Wer Schubladen will, der mag keine Musik. Ich mag \u201cVol\u00adume 8\u201d.<\/p>\n<p>\u201cFlayed Wish\u201d flie\u00dft z\u00e4h aus den Box\u00aden wie ein entspan\u00adnen\u00adder Trip, was das Album sowieso <em>ganz gut<\/em> beschreibt. \u201cPow\u00ader Chil\u00addren\u201d ist eine instru\u00admen\u00adtale Hip\u00adpiebal\u00adlade, die der Wahrnehmung von <span class=\"musik-review-bandname\">Bar\u00addo Pond<\/span> als (im weitesten Sinne) Psy\u00adche\u00addel\u00adic-Drone-Band eine son\u00adst fast vergessene Nuance anf\u00fcgt. Ihm fol\u00adgt mit \u201cCud\u201d ein \u00e4hn\u00adlich\u00ades St\u00fcck, in dem eine unverz\u00ader\u00adrte E\u2011Gitarre als einziges zu h\u00f6ren\u00addes Instru\u00adment die Stim\u00admung auf entspan\u00adnen\u00addem Niveau hal\u00adten darf.<\/p>\n<p>Der H\u00f6hep\u00adunkt und gle\u00adichzeit\u00adig der per\u00adfek\u00adte Kon\u00adtrast zu \u201cCud\u201d aber ste\u00adht am Ende: Das fast siebzehn\u00admin\u00fctige \u201cAnd I Will\u201d frisst sich <em>krautig<\/em> mit heftig <em>fuzzen\u00adder<\/em> Gitarre ins Ohr, Fl\u00f6te und entr\u00fcck\u00adter Gesang tra\u00adgen selb\u00adst noch etwas dazu bei, dass man die musikalis\u00adchen sp\u00e4ten 60-er Jahre noch nicht ver\u00adgan\u00adgen glaubt. <em>Die nehmen doch alle Dro\u00adgen.<\/em> Wie machen die das? Man sollte meinen, 17 Minuten seien lange, aber ich merke gar nicht, wie das St\u00fcck voran\u00adschre\u00adit\u00adet. Als es verklingt, kommt das jeden\u00adfalls \u00fcber\u00adraschend und <em>viel zu fr\u00fch<\/em>. Aber wof\u00fcr gibt es denn die Wieder\u00adholen-Taste?<\/p>\n<p>Das Album, ste\u00adht <em>im Inter\u00adnet<\/em>, ver\u00adset\u00adze den H\u00f6r\u00ader in einen anderen Bewusst\u00adsein\u00adszu\u00ads\u00adtand. Das halte ich f\u00fcr unter\u00adtrieben.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auch <span class=\"musik-review-bandname\">Bar\u00addo Pond<\/span> sind nicht nur auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/8-Bardo-Pond\/dp\/B077ZPQS9D\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, son\u00addern auch auf <a href=\"https:\/\/bardopondmusic.bandcamp.com\/album\/volume-8\">Bandcamp.com<\/a> zu find\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/sopor-aeternus-the-ensemble-of-shadows-the-spiral-sacrifice.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_sopor-aeternus-the-ensemble-of-shadows-the-spiral-sacrifice.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Sopor Aeter\u00adnus &amp; The Ensem\u00adble of Shad\u00adows \u2014 The Spi\u00adral Sac\u00adri\u00adfice<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cIch brauch ein neues Aug\u2019, einen neuen Sinn\u201d<\/span> (Every\u00adthing is an Illu\u00adsion)<\/p>\n<p>Die Band (\u201cMusikpro\u00adjekt\u201d, <em>Wikipedia<\/em>) nen\u00adnt sich selb\u00adst den <em>ewigen Schlaf mit\u00adsamt dem <\/em><em>Ensem\u00adble der Schat\u00adten<\/em>. Wer err\u00e4t das Genre?<\/p>\n<p>Wenn ein Musik\u00ader erst ein\u00admal in der deutschsprachi\u00adgen Wikipedia auf\u00adtaucht und der Artikel nicht von mir erstellt wurde, dann ist er entwed\u00ader schon sehr lange im Gesch\u00e4ft, macht furcht\u00adbare Musik oder will sich selb\u00adst im ver\u00admeintlich richti\u00adgen Licht darstellen. Auf <span class=\"musik-review-bandname\">Sopor Aeter\u00adnus &amp; The Ensem\u00adble of Shad\u00adows<\/span> trifft im hek\u00adtis\u00adchen 21. Jahrhun\u00addert, rel\u00ada\u00adtiv gese\u00adhen, erstere Annahme zu: Seit der Gr\u00fcn\u00addung im Jahr 1989 erschienen zwis\u00adchen keinem und drei offizielle <em>Ver\u00f6f\u00adfentlichun\u00adgen<\/em> beliebiger L\u00e4nge und Qual\u00adit\u00e4t. 1994 wurde ein Album namens \u201c\u2026Ich t\u00f6te mich jedes\u00admal aufs Neue, doch ich bin unsterblich, und ich erste\u00adhe wieder auf: in ein\u00ader Vision des Unter\u00adgangs\u2026\u201d auf die \u00d6ffentlichkeit los\u00adge\u00adlassen, die enthal\u00adte\u00adnen Lieder tra\u00adgen Titel wie \u201cTanz der Grausamkeit\u201d und \u201cIm Garten des Nichts\u201d. Nicht sehr fr\u00f6h\u00adlich, die Com\u00adbo.<\/p>\n<p>Aber man muss ja auch nicht immer nur fr\u00f6h\u00adlich herum\u00adsprin\u00adgen. \u00dcber den Gr\u00fcn\u00adder von <span class=\"musik-review-bandname\">Sopor Aeter\u00adnus &amp; The Ensem\u00adble of Shad\u00adows<\/span> wei\u00df man in der deutschsprachi\u00adgen Wikipedia, dass er heute \u201call\u00adge\u00admein als Frau\u201d lebe, wie auch immer man sich das vorzustellen hat. Ich wusste nicht mal, dass Frauen \u201call\u00adge\u00admein\u201d anders leben als ich, vom gele\u00adgentlichen Auf\u00adsuchen eines Pis\u00adsoirs abge\u00adse\u00adhen.<\/p>\n<p>Einem ins\u00adge\u00adsamt eher anstren\u00adgend zu lesenden <a href=\"https:\/\/www.siegessaeule.de\/no_cache\/newscomments\/article\/3837-sopor-aeternus-im-interview-ich-verkoerpere-gleich-zwei-gesellschaftliche-tabus.html\">Inter\u00adview<\/a> mit Front\u00adper\u00adson <span class=\"musik-review-bandname\">Anna-Var\u00adney Can\u00adtodea<\/span>, was <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> ein K\u00fcn\u00adstler\u00adname ist, ent\u00adnehme ich, dass die genaue Beset\u00adzung auf diesem Album eigentlich keine gro\u00dfe Rolle spielt, denn Kreativ\u00adit\u00e4t und somit k\u00fcn\u00adst\u00adlerische Iden\u00adtit\u00e4t von <span class=\"musik-review-bandname\">Sopor Aeter\u00adnus &amp; The Ensem\u00adble of Shad\u00adows<\/span> ist ein Ein-Per\u00adso\u00adn\u00aden-Spiel.<\/p>\n<p>Gemessen daran ist das hier zu H\u00f6rende aber fan\u00adtastisch, und das nicht nur im textlichen Sinne. \u201cThe Spi\u00adral Sac\u00adri\u00adfice\u201d ist, trotz des Cover\u00adbildes, erfreulich <em>action<\/em>-armer Kam\u00admer\u00adprog mit Stre\u00adich\u00adern, wie ich ihn so zulet\u00adzt nur von den nicht min\u00adder fan\u00adtastis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">Eclipse Sol-Air<\/span> geh\u00f6rt hat\u00adte. Zu dem eben\u00adfalls ungew\u00f6hn\u00adlichen, aber zur vor\u00adliegen\u00adden Musik gut passenden Gesang, der in zehn der ins\u00adge\u00adsamt 19 St\u00fccke zu h\u00f6ren ist, gesellt sich zus\u00e4t\u00adzlich ein sch\u00f6n grum\u00admel\u00adnder Bass, was ins\u00adbeson\u00addere Kopfh\u00f6rerbe\u00adnutzern das zus\u00e4t\u00adzliche <em>Etwas<\/em> geben k\u00f6n\u00adnte. Mit <span class=\"musik-review-bandname\">Eclipse Sol-Air<\/span> verbindet die Band auch eine andere Gemein\u00adsamkeit, n\u00e4m\u00adlich die h\u00e4u\u00adfiger mal wech\u00adsel\u00adnde Sprache. \u00dcber\u00adraschen\u00adder\u00adweise haben hier manch\u00admal Lieder mit einem deutschen Titel englis\u00adchsprachige <em>lyrics<\/em> und ander\u00adsherum. The\u00adma\u00adtisch geht es um Tod, Abschied und der\u00adgle\u00adichen, was sich durch die Bandgeschichte wie ein rot\u00ader Faden, der sich irgend\u00adwo durchzieht, zieht, wenn auch deut\u00adlich weniger the\u00adatralisch als zum Beispiel die auf andere Art h\u00f6renswerten <span class=\"musik-review-bandname\">Untoten<\/span>. Das klingt wom\u00ad\u00f6glich jet\u00adzt nach einem Ver\u00adriss, ist aber gar nicht so gemeint.<\/p>\n<p>\u201cThe Spi\u00adral Sac\u00adri\u00adfice\u201d sei \u201cm\u00f6glicher\u00adweise\u201d das let\u00adzte Album, ist im oben ver\u00adlink\u00adten Inter\u00adview zu lesen. Falls das zutr\u00ade\u00adf\u00adfen sollte, ist es zumin\u00add\u00adest kein \u00fcbler Abgang; falls nicht, bleibt es doch ein Album, das nicht geh\u00f6rt zu haben ein biss\u00adchen bedauer\u00adlich w\u00e4re.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Das ist momen\u00adtan auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Spiral-Sacrifice-Aeternus-Ensemble-Shadows\/dp\/B07882NV1N?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> und <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/82459708\">TIDAL<\/a> m\u00f6glich.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/man-mountain-infinity-mirror.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_man-mountain-infinity-mirror.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Man Moun\u00adtain \u2014 Infin\u00adi\u00adty Mir\u00adror<\/span>\n<p>Die allse\u00admes\u00adtrige Dosis instru\u00admen\u00adtal\u00aden Postrocks wird weit\u00ader ver\u00adgr\u00f6\u00dfert von <span class=\"musik-review-bandname\">Man Moun\u00adtain<\/span>. \u00dcber Postrock hei\u00dft es aus Kreisen, deren Banau\u00adsen\u00adtum hier allen\u00adfalls absch\u00e4tzige W\u00fcrdi\u00adgung ver\u00addi\u00adent haben soll, dass er immer gle\u00adich klinge. Ich teile diese Auf\u00adfas\u00adsung nicht, denn selb\u00adst in jenen Postr\u00f6ck\u00aden, die mit zwei bis vier Gitar\u00adren, Schlagzeug und Bass W\u00e4nde auf\u00adbauen und wieder ein\u00adrei\u00dfen, kann von Gle\u00adich\u00adform keine Spur sein. Diese Musik h\u00f6rt man nicht, man f\u00fchlt sie.<\/p>\n<p>Wom\u00adit ich zu \u201cInfin\u00adi\u00adty Mir\u00adror\u201d komme. <span class=\"musik-review-bandname\">Man Moun\u00adtain<\/span> aus <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> den USA (Michi\u00adgan, hei\u00dft es) ist ein Quar\u00adtett mit zwei Gitar\u00adren, einem Schlagzeug und einem Bass. Es gilt das alte Laut-Leise-Spiel, kaum beson\u00adders anders darge\u00adboten als \u00fcblich, aber vielle\u00adicht ger\u00adade deshalb eine Erw\u00e4h\u00adnung hier wert. Dauert ja auch nicht lange: Die sechs St\u00fccke sind in 38 Minuten vor\u00adbei. Das passt noch rein. <em>Mehr vom sel\u00adben<\/em> also? <a href=\"http:\/\/willnotfade.com\/2018\/03\/15\/man-mountain-infinity-mirror-review\/\">Nat\u00fcr\u00adlich!<\/a><\/p>\n<p>Trotz\u00addem (oder: deswe\u00adgen) wird auch \u201cInfin\u00adi\u00adty Mir\u00adror\u201d nach einem lan\u00adgen Tag mit <span class=\"musik-review-bandname\">Mog\u00adwai<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Menis\u00adcus<\/span> nicht so schnell lang\u00adweilig. Wer hier keinen Unter\u00adschied h\u00f6rt, dem kann ich nicht helfen, zu beschreiben jeden\u00adfalls ist und bleibt er schw\u00ader. Allein der Bass k\u00f6n\u00adnte vielle\u00adicht etwas lauter sein. Irgend\u00adwas ist ja immer. Kopfh\u00f6r\u00ader sind jeden\u00adfalls Pflicht. Zuwider\u00adhand\u00adlung wird mit Tzk-tzk-Ger\u00e4uschen bestraft.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Man schaue hierzu bei <a href=\"https:\/\/manmountain.bandcamp.com\/album\/infinity-mirror\">Band\u00adcamp<\/a> vor\u00adbei.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/vvlva-path-of-virtue.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_vvlva-path-of-virtue.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Vvl\u00adva \u2014 Path of Virtue<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cHis\u00adto\u00adry has shown: many good ones were killed.\u201d<\/span> (Cryp\u00adtic Faith)<\/p>\n<p>Was wei\u00df man schon \u00fcber Aschaf\u00adfen\u00adburg? Oft nicht viel, aber zumin\u00add\u00adest die dor\u00adtige Musik\u00adszene scheint etwas Aufmerk\u00adsamkeit zu ver\u00addi\u00adenen. Aus ihr n\u00e4m\u00adlich entsprang das Quin\u00adtett <span class=\"musik-review-bandname\">Vvl\u00adva<\/span>, das man <em>trotz\u00addem<\/em> hof\u00adfentlich wie \u201cVul\u00adva\u201d und nicht wie \u201cWlwa\u201d aussprechen soll, denn das kl\u00e4nge irgend\u00adwie bescheuert. Am Bass ste\u00adht <span class=\"musik-review-bandname\">Dr. Michael Hock<\/span>, also jemand mit aktiv genutztem Dok\u00adtor\u00adti\u00adtel, wei\u00df <em>das Inter\u00adnet<\/em>. Von wegen Fachkr\u00e4fte\u00adman\u00adgel!<\/p>\n<p>Das k\u00f6n\u00adnte man allerd\u00adings selb\u00adst dann von der Musik nicht behaupten, jeden\u00adfalls \u00fcber\u00adwiegend nicht. Die n\u00e4m\u00adlich ist genau so 70er-beseelt wie man sich das vorstellt, wenn man diese Wortsch\u00f6p\u00adfung zum ersten Mal liest: Auf \u201cPath of Virtue\u201d spie\u00adlen <span class=\"musik-review-bandname\">Vvl\u00adva<\/span> einen angenehm unmod\u00ader\u00adnen Blues-\/Hardrock mit nach Orgel klin\u00adgen\u00adden Key\u00adboards und <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> Fuz\u00adzgi\u00adtarre. <em>So spiel\u2019n die Deutschen \u2014 die Deutschen, die spiel\u2019n so.<\/em> Dass sich in meinen Rezen\u00adsio\u00adnen diese Stile ver\u00admehrt wiederfind\u00aden, werte ich als Zeichen, dass ger\u00adade eine Retro\u00adrock-Welle durch die Musik\u00adwelt schwappt. Irgend\u00adwo muss das ja herkom\u00admen. Man w\u00fcrde <span class=\"musik-review-bandname\">Deep Pur\u00adple<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Uri\u00adah Heep<\/span> Unrecht tun, behauptete man, \u201cPath of Virtue\u201d klinge wie <span class=\"musik-review-bandname\">Deep Pur\u00adple<\/span> mit ganz <em>anderem<\/em> Gesang oder wie <span class=\"musik-review-bandname\">Uri\u00adah Heep<\/span> \u00fcber\u00adhaupt, son\u00adst w\u00fcrde ich genau das jet\u00adzt tun.<\/p>\n<p>Nein, mit Schubladen und \u201cklingt wie\u201d haben <span class=\"musik-review-bandname\">Vvl\u00adva<\/span> h\u00f6ch\u00adstens aus Verse\u00adhen was zu tun. In \u201cDieb der See\u00adlen\u201d wird (lei\u00adder zum einzi\u00adgen Mal auf \u201cPath of Virtue\u201d) auf Deutsch gesun\u00adgen, ander\u00adswo gibt es musikalis\u00adche \u00dcber\u00adraschun\u00adgen: Dominieren in der ersten H\u00e4lfte des Albums noch alte Meis\u00adter, so wagt sich die Band sp\u00e4ter in ver\u00adspielte Eck\u00aden. Das Titel\u00adst\u00fcck \u201cPath of Virtue\u201d etwa, das ich auf\u00adgrund sein\u00ader Qual\u00adit\u00e4t f\u00fcr so etwas wie den Anspieltipp des Albums halte, wird mit ein\u00ader Art Kirmeswalz\u00ader\u00admelodie ein\u00adgeleit\u00adet, bevor die Band nach ein\u00ader hal\u00adben Minute kraftvoll alles zu geben scheint, was sie hat. S\u00e4nger <span class=\"musik-review-bandname\">Tobias Rit\u00adter<\/span> tr\u00e4gt im inbr\u00fcn\u00adsti\u00adgen Post\u00adpunkstil einen Refrain vor, der dem son\u00adst eher bewe\u00adgungsar\u00admen Rezensen\u00adten ein wenig Mit\u00adgewack\u00adel auf dem Stuhl ent\u00adlockt, dazwis\u00adchen bril\u00adlieren die Instru\u00admen\u00adtal\u00adis\u00adten mit energiere\u00adich\u00ader Siebzigerei. Dass zum Abschluss des Albums mit \u201cSec\u00adond Voice\u201d ein lahmes Clas\u00adsic-Rock-Liedlein ert\u00f6nt, dessen wenig\u00adstens erste H\u00e4lfte ich zu \u00fcber\u00adsprin\u00adgen empfehle, tr\u00fcbt den Ein\u00addruck kaum. Die anderen sieben St\u00fccke kann einem ja nie\u00admand mehr nehmen.<\/p>\n<p>\u201cPath of Virtue\u201d sei, hei\u00dft es, das Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum von <span class=\"musik-review-bandname\">Vvl\u00adva<\/span>. Davon bitte gern mehr!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <span class=\"musik-review-bandname\">Vvl\u00adva<\/span> sind, man ahnt es, au\u00dfer auf <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Path-Virtue-Vvlva\/dp\/B07BK82TW7?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> auch auf <a href=\"https:\/\/vvlva.bandcamp.com\/album\/path-of-virtue\">Bandcamp.com<\/a> zu find\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/shob-karma-obscur.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_shob-karma-obscur.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Shob \u2014 Kar\u00adma Obscur<\/span>\n<p>Seit einiger Zeit beginne ich Wochen gern damit, meine Leser mit Musik zu bere\u00adich\u00adern, auf dass der Mon\u00adtag etwas von seinem Schreck\u00aden ver\u00adliere. Im April dieses Jahres <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/04\/shob-except-im-65-eine-partei-wie-ein-unfall\/\">traf es <span class=\"musik-review-bandname\">Shob<\/span><\/a>, was laut Online\u00fcber\u00adset\u00adzer ein rus\u00adsis\u00adches, wahrschein\u00adlich aber ein v\u00f6l\u00adlig frei erfun\u00addenes Wort sowie der K\u00fcn\u00adstler\u00adname eines franz\u00f6\u00adsis\u00adchen Bass\u00adgi\u00adtar\u00adris\u00adten ist.<\/p>\n<p>F\u00fcr \u201cKar\u00adma Obscur\u201d, nach \u201cPrag\u00adma\u00adtism\u201d (2015) das erst zweite ver\u00f6f\u00adfentlichte Album des Her\u00adrn <span class=\"musik-review-bandname\">Shob<\/span>, hat er sich prinzipbe\u00add\u00adingt eine Vielzahl an G\u00e4sten ins Stu\u00addio bestellt oder sie sonst\u00adwie auf das Album bekom\u00admen. Ich z\u00e4h\u00adle ins\u00adge\u00adsamt 17 beteiligte Musik\u00ader, wobei diese <em>nat\u00fcr\u00adlich<\/em> nicht gle\u00adichzeit\u00adig \u00fcber\u00adall zu h\u00f6ren sind. S\u00e4n\u00adgerin <span class=\"musik-review-bandname\">Lau\u00adr\u00e8ne Pierre Mag\u00adnani<\/span> aus ein\u00adgangs ver\u00adlink\u00adtem St\u00fcck scheint etwa nur dort zu h\u00f6ren zu sein, der Rest der St\u00fccke ist gesan\u00adg\u00adlos, obgle\u00adich in der Beset\u00adzungsliste zumin\u00add\u00adest auch <span class=\"musik-review-bandname\">Mon\u00adkey D\u2019Beasty<\/span> (die Schreib\u00adweise scheint Absicht zu sein) als Beat\u00adbox\u00ader zu lesen ist. \u00dcber die einzel\u00adnen G\u00e4ste ist nur wenig zu find\u00aden, die Aus\u00adnah\u00admen scheinen aber vor allem im Jaz\u00adzrock aktiv zu sein.<\/p>\n<p>Das spiegelt sich auch auf \u201cKar\u00adma Obscur\u201d, anscheinend ein Wort\u00adspiel mit \u201cCam\u00adera obscu\u00adra\u201d, wider, in dessen musikalis\u00adchem Inhalt, man h\u00f6re ins\u00adbeson\u00addere \u201cThe right move\u201d, weit\u00adge\u00adhend Instru\u00admen\u00adtal\u00adfunk mit deut\u00adlichem Jazzein\u00adschlag gespielt wird, was die Anwe\u00adsen\u00adheit zweier Trompeter, eines Sax\u00ado\u00adphon\u00adis\u00adten und eines Posaunis\u00adten sicher\u00adlich beg\u00fcn\u00adstigt. Dass die Musik\u00ader dazwis\u00adchen (etwa gegen Ende von \u201cStraight Ahead\u201d) auch mal hart rock\u00aden oder dem Math\u00adrock (\u201cExcept I\u2019m 65\u201d) fr\u00f6\u00adnen, im Titel\u00adst\u00fcck \u201cKar\u00adma Obscur\u201d gar <span class=\"musik-review-bandname\">crim\u00adsonesque<\/span> ans Werk gehen, ist dabei so beacht\u00adens- wie h\u00f6renswert.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.babyblaue-seiten.de\/album_17282.html\">Andere Rezensen\u00adten<\/a> beschreiben \u201cKar\u00adma Obscur\u201d im unerk\u00adl\u00e4rten Kon\u00adjunk\u00adtiv als \u201cFunk-Prog f\u00fcr die anspruchsvolle H\u00f6r\u00aderschaft mit einem uner\u00adm\u00fcdlich kom\u00adplex grooven\u00adden Bass\u00adgi\u00adtar\u00adris\u00adten\u201d zusam\u00admen. Das kann man so gel\u00adten lassen.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Schwierig \u2014 warum nicht mal \u00fcber <a href=\"https:\/\/shob.bandcamp.com\/album\/karma-obscur\">Band\u00adcamp?<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/hinds-i-dont-run.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_hinds-i-dont-run.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Hinds \u2014 I Don\u2019t Run<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-lyrics\">And all these ran\u00addom melodies sound again\u201d<\/span> (Final\u00adly Float\u00ading)<\/p>\n<p>Spanien ist nicht nur f\u00fcr seine Lebens\u00admit\u00adtel, seine Sies\u00adtas und seine bedauer\u00adliche Innen\u00adpoli\u00adtik bekan\u00adnt, son\u00addern ist auch in meinen hal\u00adb\u00adj\u00e4hrlichen R\u00fcck\u00adblick\u00aden bish\u00ader ein wenig zu kurz gekom\u00admen. Das soll sich mit <span class=\"musik-review-bandname\">Hinds<\/span> nun \u00e4ndern. <span class=\"musik-review-bandname\">Hinds<\/span> (\u201cHirschk\u00fche\u201d) hie\u00dfen bis 2014, wei\u00df <em>das Inter\u00adnet<\/em>, <span class=\"musik-review-bandname\">Deers<\/span> (\u201cHirsche\u201d), aber die ungeah\u00adnt unh\u00f6fliche und mir unbekan\u00adnter\u00adweise bere\u00adits jet\u00adzt unsym\u00adpa\u00adthis\u00adche kanadis\u00adche Musik\u00adgruppe <span class=\"musik-review-bandname\">The Dears<\/span> hielt das f\u00fcr keinen so guten Namen.<\/p>\n<p>Die Umbe\u00adnen\u00adnung hat\u00adte aber nicht nur neg\u00ada\u00adtive Fol\u00adgen (wahrschein\u00adlich war in der Folge etwas organ\u00adisatorisch\u00ader Aufwand von\u00adn\u00f6ten), son\u00addern auch pos\u00adi\u00adtive: Die <span class=\"musik-review-bandname\">Hinds<\/span> sind seit ihrem Beste\u00adhen \u2014 anfangs als Duo, inzwis\u00adchen als Quar\u00adtett \u2014 eine auss\u00adchlie\u00dflich von Frauen gef\u00fchrte Gruppe. Dass diese ihr aktuelles Album <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> \u201cI Don\u2019t Run\u201d nan\u00adnte, was s\u00e4mtliche Vorurteile \u00fcber Frauen\u00adsport\u2026 aber ich schweife ab.<\/p>\n<p>Der Titel des Albums ver\u00adr\u00e4t es bere\u00adits: Trotz teil\u00adweise lan\u00addessprach\u00adlich\u00ader Anf\u00e4nge ist die hier dom\u00adi\u00adnante Sprache Englisch. Das finde ich gut, denn gesun\u00adge\u00adnes Spanisch ste\u00adht in mein\u00ader absteigend nach R\u00fcmp\u00adfigkeit sortierten Naser\u00fcmpfliste nur auf\u00adgrund des Ital\u00adienis\u00adchen nicht an erster Stelle. Aber auch musikalisch ist das, was auf \u201cI Don\u2019t Run\u201d zu h\u00f6ren ist, nicht zu ver\u00adacht\u00aden: Was von der Band selb\u00adst (oder wenig\u00adstens ihrer Ver\u00admark\u00adtungsabteilung) \u201cGara\u00adgen\u00adpop\u201d genan\u00adnt wird, h\u00f6rt sich wie eine sehr som\u00admer\u00adtaugliche Surfrock\u00advari\u00adante mit ein\u00ader geh\u00f6ri\u00adgen Por\u00adtion von heuti\u00adgen Jugendlichen schon wieder fast vergessen\u00ader Ind\u00adie\u00adgara\u00adgen\u00admusik (<span class=\"musik-review-bandname\">The Hives<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">The Strokes<\/span> und so weit\u00ader).<\/p>\n<p>Dass die <span class=\"musik-review-bandname\">Hinds<\/span> wenig\u00adstens gesan\u00adglich noch ein wenig Riot-Grrrl-Pathos hinzuf\u00fc\u00adgen, indem sie den mal ein- (\u201cNew For You\u201d), mal mehrstim\u00admi\u00adgen (\u201cFinal\u00adly Float\u00ading\u201d) Gesang nicht pop\u00adstarhaft in das anson\u00adsten Geh\u00f6rte ein\u00adflecht\u00aden, son\u00addern ihn als schrillen Kon\u00adtra\u00adpunkt pr\u00e4sen\u00adtieren, run\u00addet \u201cI Don\u2019t Run\u201d, wie ich meine, erst ab. Wer zu lange nichts von <span class=\"musik-review-bandname\">The Vel\u00advet Under\u00adground<\/span> geh\u00f6rt hat, dem d\u00fcrften <span class=\"musik-review-bandname\">Hinds<\/span> eben\u00adso gro\u00dfe Befriedi\u00adgung ver\u00adschaf\u00adfen wie all jenen, die deren sp\u00e4te Nach\u00adfol\u00adger im Geiste lei\u00adder ver\u00adpasst haben. Es lebe Spanien, sozusagen.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Wie auch die Vorg\u00e4nger\u00adal\u00adben gibt es \u201cI Don\u2019t Run\u201d auf <a href=\"https:\/\/hinds.bandcamp.com\/album\/i-dont-run\">Bandcamp.com<\/a> zum Stream und Kauf in viel\u00ader\u00adlei For\u00admat\u00aden.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/brother-grimm-home-today-gone-tomorrow.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_brother-grimm-home-today-gone-tomorrow.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Broth\u00ader Grimm \u2014 Home Today, Gone Tomor\u00adrow<\/span>\n<p><span class=\"musik-review-lyrics\">\u201cWho put \u2018Sax\u2019 in \u2018Sax\u00adony\u2019?\u201d<\/span> (Still Afraid of Ger\u00admany)<\/p>\n<p>\u201cHome Today, Gone Tomor\u00adrow\u201d ist beileibe kein M\u00e4rchen. Der Inter\u00adpret <span class=\"musik-review-bandname\">Broth\u00ader Grimm<\/span>, der zwar wirk\u00adlich Grimm, nicht jedoch wirk\u00adlich Broth\u00ader hei\u00dft, kommt <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> aus Berlin, macht aber Musik, die gar nicht klingt wie Musik aus Berlin. Im bl\u00f6de herum\u00adgen\u00adren\u00adden Web kann man (hier: jemand von sein\u00ader Plat\u00adten\u00adfir\u00adma \u201cNOISOLUTION\u201d aus eben\u00adfalls Berlin) sich zwis\u00adchen \u201cGeis\u00adter\u00adhaus\u00adblues\u201d und \u201cAlbtr\u00e4ume[n] in Fuck\u00admoll\u201d gar nicht so recht entschei\u00adden. Will man es? Ich will es nicht.<\/p>\n<p>Stattdessen h\u00f6re ich so unvor\u00adein\u00adgenom\u00admen wie m\u00f6glich, was <span class=\"musik-review-bandname\">Broth\u00ader Grimm<\/span> mir zu erz\u00e4hlen hat. Das ist leichter, wenn man sich <em>erst<\/em> Noti\u00adzen zum Album macht und <em>dann<\/em> ein wenig Hin\u00adter\u00adgrundgeschichte recher\u00adchiert. Zum Gl\u00fcck bin ich Profi; wen\u00adngle\u00adich sich meine Pro\u00adfes\u00adsion\u00adal\u00adit\u00e4t zu meinem eige\u00adnen Bedauern auf das blo\u00dfe H\u00f6ren beschr\u00e4nkt, <span class=\"musik-review-bandname\">Broth\u00ader Grimm<\/span> aber ist Mach\u00ader.<\/p>\n<p>Was es ist, das er macht, in wenige ein\u00adfache Begriffe zu fassen ist aber auch f\u00fcr mich nicht leicht, denn auch \u201cHome Today, Gone Tomor\u00adrow\u201d ist ein Album der Vielfalt. <span class=\"musik-review-bandname\">Broth\u00ader Grimms<\/span> gebroch\u00aden\u00ader und den\u00adnoch inten\u00adsiv-warmer Gesang ver\u00adlei\u00adht jedem Lied eine beachtliche Intim\u00adit\u00e4t, gewiss ist son\u00adst nichts, nicht mal die Rich\u00adtung, die im n\u00e4ch\u00adsten Moment eingeschla\u00adgen wer\u00adden wird. Irgend\u00adwo im musikalis\u00adchen Geflecht zwis\u00adchen <span class=\"musik-review-bandname\">Scott Walk\u00ader<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">David Bowie<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Nick Cave<\/span> suchte man nicht allzu verkehrt, beg\u00e4be man sich denn \u00fcber\u00adhaupt auf eine Suche.<\/p>\n<p>Das er\u00f6ff\u00adnende \u201cA Let\u00adter to Bob\u201d bin ich als <em>Akustik\u00addoom<\/em> zu beschreiben ver\u00adsucht, \u201cSharp\u2019s the Word\u201d hinge\u00adgen als Nois\u00ade\u00adrock mit mehr als nur ein biss\u00adchen Blues\u00adbeif\u00fc\u00adgung. Moll und Blues: H\u00e4kchen dran. Das gilt f\u00fcr die bei\u00adden erst\u00adge\u00adnan\u00adnten eben\u00adso wie die fol\u00adgen\u00adden St\u00fccke. Mit \u201cThe Black Lodge\u201d fol\u00adgt aber erst ein\u00admal ein Instru\u00admen\u00adtal\u00adst\u00fcck, d\u00fcstere (\u201cGeisterhaus-\u201d?)Elektronik mit gele\u00adgentlichen Aus\u00adbr\u00fcchen. Fr\u00f6h\u00adlich wird es auf \u201cHome Today, Gone Tomor\u00adrow\u201d auch nicht mehr, da k\u00f6n\u00adnen noch so viele Titel wie \u201cAlo\u00adha\u201d auf\u00adtauchen. Wie auch \u201cEchoes\u201d ist dieses eher betr\u00fcblich. Wer dazu tanzt, ist selb\u00adst schuld. Unbe\u00add\u00adingt h\u00f6renswert ist der Freis\u00adtil\u00adteil in der Mitte von \u201cAlo\u00adha\u201d aber trotz\u00addem, begleit\u00adet von unheil\u00advollen Akko\u00adr\u00adden. <em>Alo\u00adha!<\/em><\/p>\n<p>Die musikalis\u00adche Wel\u00adtreise von <span class=\"musik-review-bandname\">Broth\u00ader Grimm<\/span> set\u00adzt das Welt\u00admusik\u00adlied \u201cBorn Under Punch\u00ades\u201d fort, mit dem ange\u00adjaz\u00adzten \u201cStill Afraid of Ger\u00admany\u201d wird es beina\u00adhe ein wenig radio\u00adtauglich, obwohl ich annehme, dass g\u00e4ngige Radiosender Lieder ohne Mitklatsch\u20114\/4\u2011Takt gar nicht erst anh\u00f6ren wollen. Das Titel\u00adst\u00fcck, eine erschreck\u00adend gef\u00e4l\u00adlige Bal\u00adlade mit Gitarre und klopfen\u00add\u00adem Bass, geht schlie\u00dflich \u00fcber in einen \u201cHid\u00adden Track\u201d, eine recht <em>noise<\/em>-umk\u00adlam\u00admernde Cov\u00aderver\u00adsion von <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> <span class=\"musik-review-bandname\">David Bowies<\/span> \u201cHeroes\u201d, deren Dar\u00adbi\u00adetung auf\u00adgrund des her\u00adausgenomme\u00adnen Tem\u00adpos und der Instru\u00admen\u00adtaleskala\u00adtion beina\u00adhe bedrohlich wirkt und <em>deswe\u00adgen<\/em> ein stim\u00admiger Abschluss f\u00fcr ein Album ist, das genau auf dieses <em>ver\u00adsteck\u00adte St\u00fcck<\/em> hingear\u00adbeit\u00adet zu haben scheint. Passt!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> <a href=\"https:\/\/brothergrimm1.bandcamp.com\/album\/home-today-gone-tomorrow-3\">Ratet mal!<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/vantomme-vegir.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_vantomme-vegir.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Van\u00adtomme \u2014 Vegir<\/span>\n<p>Kom\u00admen wir von einem Einzelk\u00e4mpfer zu ein\u00ader Zusam\u00adme\u00adnar\u00adbeit.<\/p>\n<p>Der bel\u00adgis\u00adche Pianist, Kom\u00adpon\u00adist, Pro\u00adduzent, Mel\u00adlotro\u00adn\u00adist (u.a.) <span class=\"musik-review-bandname\">Dominique Van\u00adtomme<\/span> hat f\u00fcr sein diesj\u00e4hriges Album \u201cVegir\u201d, auf dem kein Gesang stat\u00adtfind\u00adet, min\u00addestens gle\u00adich\u00adw\u00ader\u00adtig promi\u00adnente Unter\u00adst\u00fctzung gefun\u00adden. W\u00e4hrend am Schlagzeug der ver\u00adgle\u00adich\u00adsweise unbekan\u00adnte Jaz\u00adzschlagzeuger <span class=\"musik-review-bandname\">Maxime Lenssens<\/span> sitzt, ste\u00adht <span class=\"musik-review-bandname\">Michel Delville<\/span> (<span class=\"musik-review-bandname\">The Wrong Object<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">douBt<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Machine Mass<\/span>) an der Gitarre, gle\u00adich\u00adfalls meist im Jazz und dessen Spielarten aktiv. Nicht aus Bel\u00adgien, eigentlich nicht ein\u00admal aus dem Jazz stammt hinge\u00adgen der Mann am E\u2011Bass und am Chap\u00adman Stick, n\u00e4m\u00adlich der umtriebige <span class=\"musik-review-bandname\">Tony Levin<\/span> (<span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Liq\u00aduid Ten\u00adsion Exper\u00adi\u00adment<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Stick Men<\/span>).<\/p>\n<p>Mit dessen dom\u00adi\u00adnan\u00adtem, melodis\u00adchem Bass ist kon\u00adse\u00adquent w\u00e4hrend des gesamten Albums zu rech\u00adnen, was im Jaz\u00adzrock \u2014 und darum han\u00addelt es sich bei \u201cVegir\u201d \u2014 grund\u00ads\u00e4t\u00adzlich ein gutes Zeichen ist. Die Grund\u00adstim\u00admung ist entspan\u00adnt, gar <em>smooth<\/em>, auch wenn <span class=\"musik-review-bandname\">Michel Delville<\/span> von vorn\u00adhere\u00adin (\u201cDou\u00adble Down\u201d) den Groove mit manch\u00ader ver\u00adspiel\u00adter, mitunter tem\u00adpor\u00ade\u00adich\u00ader Freiform bere\u00adichert. Gele\u00adgentlich f\u00fchlt man sich so an die 80er- und Mitt-90er-Auf\u00adnah\u00admen von <span class=\"musik-review-bandname\">King Crim\u00adson<\/span> und deren <span class=\"musik-review-bandname\">Pro\u00adjeKcts<\/span> erin\u00adnert. Au\u00dfer Jazz- und gele\u00adgentlich (\u201cAgent Orange\u201d) auch Postrock darf sich der Schubladen\u00adfre\u00adund auch auf RIO\/Avant (\u201cSiz\u00adzurp\u201d) freuen, darge\u00adboten mit Pro\u00adfes\u00adsion\u00adal\u00adit\u00e4t ein\u00ader- und Freude am Exper\u00adi\u00admen\u00adtieren ander\u00ader\u00adseits. Immer blo\u00df Jazz, so sch\u00f6n er auch ist, w\u00e4re unter dem Niveau der vier Musik\u00ader, sie m\u00fcssen nie\u00adman\u00addem mehr beweisen, dass sie Regeln beherrschen. Sie zu \u00fcber\u00adwinden ist die wahre Kun\u00adst.<\/p>\n<p>\u201cVegir\u201d sei, schrieb Tho\u00adralf Ko\u00df <a href=\"http:\/\/www.musikreviews.de\/reviews\/2018\/Vantomme\/Vegir-feat-TONY-LEVIN\/\">ander\u00adswo<\/a>, ein \u201cpro\u00adgres\u00adsives Jazz-Rock-Album voller Har\u00admonie und Exper\u00adi\u00admente\u201d und das ist fast noch ein biss\u00adchen unter\u00adtrieben. Eines jeden\u00adfalls ist es unbe\u00add\u00adingt: Nicht schlecht.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auf <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hf_5M5vMZwg\">YouTube<\/a> gibt es diverse Videos, unter anderem eines, auf dem die Musik\u00ader beim Spie\u00adlen von \u201cThe Self Lick\u00ading Ice-cream Cone\u201d zu sehen sind. Das gesamte Album in voller L\u00e4nge gibt es via <a href=\"https:\/\/dominiquevantomme.bandcamp.com\/album\/vegir-hd-24bit-882khz\">Bandcamp.com<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Vegir-feat-Delville-Levin-Lenssens\/dp\/B078ZD8QCJ\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a> als Stream und Kauf, lei\u00adder aber nicht auf Vinyl.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/sammal-suuliekki.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_sammal-suuliekki.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Sam\u00admal \u2014 Suuliek\u00adki<\/span>\n<p>\u201cSuuliek\u00adki\u201d hei\u00dft auf Finnisch \u201cM\u00fcn\u00addungs\u00adfeuer\u201d. Trotz\u00addem hat sich das finnis\u00adche Quin\u00adtett <span class=\"musik-review-bandname\">Sam\u00admal<\/span> f\u00fcr sein drittes Album ein wenig Zeit gelassen, der Vorg\u00e4nger \u201cMyrsky\u00advaroi\u00adtus\u201d wurde immer\u00adhin schon 2015 ver\u00f6f\u00adfentlicht. Bemerkt habe ich die Band jedoch selb\u00adst erst 2018, das auf \u201cSuuliek\u00adki\u201d enthal\u00adtene \u201cYlistys ja kumar\u00adrus\u201d l\u00e4utete im April <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/04\/sammal-ylistys-ja-kumarrus\/\">eine Woche<\/a> ein.<\/p>\n<p>Von ein\u00ader \u201ckauzi\u00adgen\u201d und \u201cpit\u00adtoresk schrul\u00adli\u00adgen\u201d Gruppe ist <em>im Web<\/em> die Rede, wenn ver\u00adsucht wird, <span class=\"musik-review-bandname\">Sam\u00admal<\/span> zu beschreiben, was meinem ersten Ein\u00addruck dur\u00adchaus entspricht. Das k\u00f6n\u00adnte mit dem Gesang zu tun haben, der nach dem Intro im Titel\u00adst\u00fcck ein\u00adset\u00adzt und in der Lan\u00addessprache stat\u00adtfind\u00adet, was eigentlich sehr gut, aber doch ungew\u00f6hn\u00adlich klingt und \u201cSuuliek\u00adki\u201d einen beina\u00adhe folki\u00adgen <em>touch<\/em> ver\u00adlei\u00adht. Auf min\u00addestens einem Presse\u00adfo\u00adto zum Album ste\u00adhen die f\u00fcnf mehrheitlich haari\u00adgen Her\u00adren fol\u00adgerichtig in einem Wald herum. Warum sich auf dem Cover\u00adbild zwei Pin\u00adguine anscheinend pr\u00fcgeln, wei\u00df ich aber nicht.<\/p>\n<p>Die Musik selb\u00adst allerd\u00adings ist weit von Volksmusik ent\u00adfer\u00adnt, stattdessen h\u00f6re ich Neo\u00adprog mit viel Key\u00adboard (wer auch die lei\u00adder aufgel\u00f6sten <span class=\"musik-review-bandname\">Beard\u00adfish<\/span> mag, der m\u00f6ge sich hier ein\u00adge\u00adladen f\u00fchlen), manch\u00admal (\u201cViti\u00adtuk\u00adsen val\u00adtameri\u201d, was f\u00fcr eine faszinierende Sprache!) auch mit etwas mehr Gitarre. \u201cNeo\u00adprog\u201d ist aber vielle\u00adicht auch etwas hoch gegrif\u00adf\u00aden, denn, wie sich das f\u00fcr skan\u00addi\u00adnavis\u00adche Bands geh\u00f6rt, brin\u00adgen <span class=\"musik-review-bandname\">Sam\u00admal<\/span> eine geh\u00f6rige Por\u00adtion <em>retro<\/em> mit. Hat\u00adten wir schon einen Ver\u00adgle\u00adich mit <span class=\"musik-review-bandname\">Uri\u00adah Heep<\/span>? Hier haben wir noch einen.<\/p>\n<p>\u201cAm Ende\u201d, schrieb \u201cMario\u201d f\u00fcr das \u201cHand\u00adwrit\u00adten\u00adMag\u201d, seien <span class=\"musik-review-bandname\">Sam\u00admal<\/span> aber \u201cein\u00adfach nur <span class=\"musik-review-bandname\">Sam\u00admal<\/span>\u201d, f\u00fcr einen Geheimtipp seien sie jeden\u00adfalls zu schade. Dem kann ich beipflicht\u00aden und hoffe, hier\u00admit meinen Beitrag zur Verbesserung geleis\u00adtet zu haben.<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Auf <a href=\"https:\/\/sammal.bandcamp.com\/album\/suuliekki\">Bandcamp.com<\/a> kann man das Album zwar h\u00f6ren und kaufen, aber lei\u00adder zurzeit nur als \u201cdig\u00adi\u00adtales Album\u201d, also als fl\u00fcchtige Kopie. F\u00fcr Anspie\u00adlen und hand\u00adfeste Ton\u00adtr\u00e4ger rate ich zu <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Suuliekki-Sammal\/dp\/B07BDNYB5Z?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/chromium-hawk-machine-annunaki.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_chromium-hawk-machine-annunaki.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Chromi\u00adum Hawk Machine \u2014 Annuna\u00adki<\/span>\n<p>Keine Sorge: Mit Enten hat \u201cAnnuna\u00adki\u201d nichts zu tun. Die <em>eigentlich<\/em> anders geschriebe\u00adnen Anun\u00adna\u00adki waren, glaubt man aus\u00adnahm\u00adsweise den Inhal\u00adten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Anunnaki\">der Wikipedia<\/a>, vielmehr die mesopotamis\u00adchen G\u00f6t\u00adter der Unter\u00adwelt.<\/p>\n<p>Um so erstaunlich\u00ader ist es, dass <em>aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> eine Space-Rock-Gruppe ein Album dieses Titels aufn\u00adimmt, denn mit dem Weltall hat die Unter\u00adwelt ja nur bed\u00adingt etwas zu tun. <span class=\"musik-review-bandname\">Chromi\u00adum Hawk Machine<\/span> aus den USA sind das Ergeb\u00adnis ein\u00ader Zusam\u00adme\u00adnar\u00adbeit von <span class=\"musik-review-bandname\">Helios Creed<\/span>, Gitar\u00adrist von <span class=\"musik-review-bandname\">Chrome<\/span>, und <span class=\"musik-review-bandname\">Nik Turn\u00ader<\/span>, mit ein\u00ader Unter\u00adbrechung bis 1984 bei <span class=\"musik-review-bandname\">Hawk\u00adwind<\/span> an Sax\u00adophon und Fl\u00f6te t\u00e4tig. Das k\u00f6n\u00adnte den Band\u00adna\u00admen erk\u00adl\u00e4ren. Mit ihnen in der Band ist <span class=\"musik-review-bandname\">Jay Tausig<\/span> an Schlagzeug, Syn\u00adthe\u00adsiz\u00adern und Bass, der aber, so weit ich das her\u00adaus\u00adge\u00adfun\u00adden habe, nie in ein\u00ader Gruppe gespielt hat, die irgend\u00adwas mit \u201cMachine\u201d hie\u00df. Vorn auf dem gen\u00adre\u00fcblich schreck\u00adlichen Cover\u00adbild prangt jedoch vor allem der Name <span class=\"musik-review-bandname\">Nik Turn\u00aders<\/span> in gen\u00adre\u00fcblich schreck\u00adlich\u00ader Schrift, der dort als einziger der drei Musik\u00ader kom\u00adplett in Gro\u00dfbuch\u00adstaben zu lesen ist. Ehre, wem Ehre geb\u00fchrt. <em>Laut Inter\u00adnet<\/em> ist \u201cAnnuna\u00adki\u201d bere\u00adits seit 2017 zu haben, die <a href=\"https:\/\/chromiumhawkmachine.bandcamp.com\/album\/annunaki\">Band\u00adcamp\u00adseite<\/a> zum Album behauptet aber, die Ver\u00f6f\u00adfentlichung sei erst am 28. Feb\u00adru\u00adar 2018 erfol\u00adgt. Ich bin mal mutig und nehme es in diese Liste auf.<\/p>\n<p>Das Album begin\u00adnt mit hek\u00adtis\u00adchem RIO\/spacigem Jaz\u00adzrock unter best\u00adm\u00f6glich\u00ader Aus\u00adnutzung der Stereotech\u00adnik, nicht un\u00e4hn\u00adlich der Hoch\u00adphase von <span class=\"musik-review-bandname\">Gong<\/span>, ver\u00admengt mit Sprach\u00adfet\u00adzen: \u201cCos\u00admic Explo\u00adsion\u201d, bere\u00adits eine Vier\u00adtel\u00adstunde lang, ist genau das, was sein Titel behauptet. Erst\u00admals erscheint (verz\u00ader\u00adrter) Sprechge\u00adsang, den sich auf dem Album <span class=\"musik-review-bandname\">Nik Turn\u00ader<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Helios Creed<\/span> teilen, wie ander\u00adswo zu lesen ist. Ich wage keine Zuord\u00adnung, stelle aber fest, dass Space\u00adrock und Sangeskun\u00adst miteinan\u00adder ten\u00adden\u00adziell eher mit\u00adtelgut har\u00admonieren.<\/p>\n<p>\u201cTime and Ter\u00adraform\u00ading\u201d und \u201cBut\u00adter\u00adcups and Poppey\u00adfields\u201d sind nerv\u00f6s\u00ader Industrial\/Noise\/Stoner Rock mit Fl\u00f6te, Sax\u00adophon und Kli\u00admax, ver\u00admut\u00adlich war hier eher der <span class=\"musik-review-bandname\">Chrome<\/span>-Teil fed\u00ader\u00adf\u00fchrend. Im \u201cTitel\u00adst\u00fcck\u201d \u2014 naja, \u201cAnnuna\u00adki Come\u201d \u2014 wird wieder mehr gesprochen als gesun\u00adgen, was gut ist, denn der S\u00e4nger ori\u00aden\u00adtiert sich auch hier an den <span class=\"musik-review-bandname\">Gong<\/span> der 1970-er Jahre. <span class=\"musik-review-bandname\">Dae\u00adv\u00adid Allen<\/span> war nie ein beson\u00adders \u00fcber\u00adra\u00adgen\u00adder Dar\u00adbi\u00adeter von Melo\u00addi\u00aden. Bei \u201cAnoth\u00ader Sys\u00adtem (The Adam is Born)\u201d han\u00addelt es sich um eine Art melodis\u00adchen Space\u00adfolk, mein Hirn assozi\u00adiert sofort <span class=\"musik-review-bandname\">Cir\u00adcu\u00adlus<\/span>, aber auch <span class=\"musik-review-bandname\">The Moody Blues<\/span>; es fol\u00adgt ein aus\u00adgedehn\u00adter Instru\u00admen\u00adtal-Indus\u00adtri\u00adal-Teil mit zuse\u00adhends st\u00e4rk\u00aderem Jaz\u00adz\u00adfun\u00adda\u00adment.<\/p>\n<p>\u00dcber\u00adraschun\u00adgen? Aber gern! \u201cCry\u00ading Moon, Dying Sun\u201d ist der schw\u00ader schlep\u00adpende Gegen\u00adsatz zum vorheri\u00adgen St\u00fcck. Es ist 32:26 Minuten lang. Andere machen mit dieser Zeit ein ganzes Album voll. Es gibt grooven\u00adden Bass und schnei\u00addende Gitarre, etwa zur H\u00e4lfte auch ein wenig <span class=\"musik-review-bandname\">Can<\/span> in ihrer beson\u00adders <em>rohen<\/em> Fr\u00fch\u00adphase und ver\u00adgle\u00adich\u00adbar krautig-elek\u00adtro\u00adn\u00adis\u00adche Zeitgenossen. \u201cThey\u2019re Buy\u00ading Time\u201d und \u201cMy Fuzzy Fan\u00adta\u00adsy\u201d sind schlie\u00dflich zwei sch\u00f6n groovende, luftige Space\u00adrock-Klein\u00adode mit (wiederum) Fl\u00f6tenein\u00adsatz zum Abschluss des Albums. Auch \u201cMy Fuzzy Fan\u00adta\u00adsy\u201d kommt nochmals auf beina\u00adhe 20 Minuten Dauer, ins\u00adge\u00adsamt bekom\u00admen <span class=\"musik-review-bandname\">Chromi\u00adum Hawk Machine<\/span> hier eine Stunde und 46 Minuten und damit zwei CDs voll, ohne dabei irgendwelche L\u00e4n\u00adgen zu erzeu\u00adgen, die man lieber schnell \u00fcber\u00adsprin\u00adgen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Da w\u00e4re jedes <span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren<\/span> beina\u00adhe ver\u00adschwen\u00addet. Wer es denn unbe\u00add\u00adingt trotz\u00addem tun m\u00f6chte: <a href=\"https:\/\/chromiumhawkmachine.bandcamp.com\/album\/annunaki\">Bandcamp.com<\/a> ste\u00adht zur Seite.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-cover\"><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/neurosenbluete-disziplin-akut.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/Vorschau_neurosenbluete-disziplin-akut.jpg\" class=\"musik-review-album-covr1\"><\/a><\/span><span class=\"musik-review-album-titel\">Neu\u00adrosen\u00adbl\u00fcte \u2014 Diszi\u00adplin AKUT<\/span>\n<p>Im <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2016\/07\/musik-062016-favoriten-und-analyse\">Som\u00admer 2016<\/a> tauchte erst\u00admals die bizarre Ham\u00adburg\u00ader Musik\u00adgruppe <span class=\"musik-review-bandname\">Neu\u00adrosen\u00adbl\u00fcte<\/span> in meinem Wahrnehmungs\u00adfeld auf. Ich freute mich damals \u00fcber eine \u201cRezen\u00adsion, die sich sozusagen von allein schreibt\u201d, indem ich ein\u00adfach den Wer\u00adbe\u00adtext zum Album \u00fcber\u00adnahm.<\/p>\n<p>Auch dies\u00admal haben sie selb\u00adst einen geschrieben. Auch dies\u00admal ist er bess\u00ader als alles, was ich dazu schreiben k\u00f6n\u00adnte:<\/p>\n<blockquote><p>Auf DISPLIZIN AKUT verzicht\u00aden wir auf jeglichen Gesang und liefern ein etwa ein\u00adst\u00fcndi\u00adges Instru\u00admen\u00adtal\u00adbum, das sich wieder mal unsit\u00adtlich quer durch die Musik fum\u00admelt.<\/p>\n<p>Neben Rei\u00adhen\u00adtech\u00adniken und freier Atonal\u00adit\u00e4t gibt es nat\u00fcr\u00adlich wieder reich\u00adlich krumme Dinger, Poly\u00admetrik aus dem <span class=\"musik-review-bandname\">stevesten Reich<\/span>, eine klas\u00adsis\u00adche <span class=\"musik-review-bandname\">\u201cSweet\u201d<\/span>, die sich nicht gewaschen hat und ein wenig impro\u00advisierten Sch\u00adaber\u00adnack, als ner\u00adven\u00aderodierende Inter\u00admezzi.<\/p><\/blockquote>\n<p>Auf der <a href=\"https:\/\/neurosenbluete.bandcamp.com\/album\/displizin-akut\">Band\u00adcamp\u00adseite<\/a> zum Album ist au\u00dfer\u00addem zu lesen:<\/p>\n<blockquote><p>Comes in a nice \u201cKar\u00adton\u00adsteck\u00adtasche\u201d.<\/p><\/blockquote>\n<p>Welch\u00ades andere Album kann das schon von sich behaupten?<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-hoerproben\">Rein\u00adh\u00f6ren:<\/span> Na gut, <a href=\"https:\/\/neurosenbluete.bandcamp.com\/album\/displizin-akut\">ein\u00admal Band\u00adcamp<\/a> geht noch.<\/p>\n<p>War es das schon? Fast! Weit\u00adere Alben im Schnell\u00addurch\u00adlauf:<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Cab\u00adbage \u2014 Nihilis\u00adtic Glam\u00adour Shots<\/span>\n<p>Trotz textlich\u00ader <em>\u00c4rg\u00adernisse<\/em> \u2014 so scheint \u201cMolo\u00adtov Alcopop\u201d etwa ein Loblied auf Molo\u00adtow\u00adcock\u00adtails zu sein \u2014 ist \u201cNihilis\u00adtic Glam\u00adour Shots\u201d wenig\u00adstens musikalisch undoofer Post\u00adpunk (beziehungsweise Coun\u00adtry, \u201cExhib\u00adit A\u201d) mit 70er-Charme. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Nihilistic-Glamour-Shots-Vinyl-LP\/dp\/B0794QVY4B\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Mal\u00ada\u00addy \u2014 Toinen toista<\/span>\n<p>\u201cToinen toista\u201d ist epis\u00adch\u00ader (allein \u201cNur\u00adja puoli\u201d ist bere\u00adits 23 Minuten lang!), mitunter <span class=\"musik-review-bandname\">crim\u00adsones\u00adquer<\/span> Psy\u00adche\u00addel\u00adic Rock aus Finn\u00adland mit Fl\u00f6te, Stre\u00adich\u00adern und unpein\u00adlichem Gesang in der Lan\u00addessprache. <a href=\"https:\/\/soundcloud.com\/svart-records\/malady-toinen-toista\">Sound\u00adCloud<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/86158898\">TIDAL<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Toinen-Toista-Vinyl-LP-Malady\/dp\/B078X941V6\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">le_mol \u2014 Heads Heads Heads<\/span>\n<p>Hier gibt es instru\u00admen\u00adtal\u00aden, um Sound\u00adscapes herum entwick\u00adel\u00adten Postrock aus Wien mit gro\u00dfen Vor\u00adbildern zu h\u00f6ren: Das dritte St\u00fcck, auf dem es dann endlich auch ein\u00admal etwas lauter wird, hei\u00dft \u201cle_mol fear <span class=\"musik-review-bandname\">Mog\u00adwai<\/span>\u201d, aber die bei\u00adden \u00d6ster\u00adre\u00adich\u00ader arbeit\u00aden daran, selb\u00adst eine Furcht ein\u00adfl\u00f6\u00dfende Gitar\u00adren\u00adband zu wer\u00adden. <a href=\"https:\/\/lemol.bandcamp.com\/album\/heads-heads-heads\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Black\u00adWa\u00adter Holy\u00adLight<\/span>\n<p>Die US-amerikanis\u00adche Damen\u00adcom\u00adbo <span class=\"musik-review-bandname\">Black\u00adWa\u00adter Holy\u00adLight<\/span> spielt auf ihrem Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum einen erstaunlich dun\u00adklen Blues\u00adrock mit Post\u00adpunkan\u00adlei\u00adhen, der trotz des Band\u00adna\u00admens doch erfreulich unchristlich her\u00adauf\u00addon\u00adnert. <a href=\"https:\/\/blackwaterholylight.bandcamp.com\/album\/blackwater-holylight\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Hot Snakes \u2014 Jeri\u00adcho Sirens<\/span>\n<p>Kali\u00adfor\u00adnische, ener\u00adgetis\u00adche Rock\u00admusik, der man ihre som\u00admer\u00adliche Herkun\u00adft begeis\u00adtert anh\u00f6rt. <a href=\"https:\/\/hotsnakes.bandcamp.com\/album\/jericho-sirens\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Demob Hap\u00adpy \u2014 Holy Doom<\/span>\n<p>Was aussieht wie Doom und hei\u00dft wie Doom, ist manch\u00admal gar kein Doom, son\u00addern <span class=\"musik-review-bandname\">beat\u00adles\u00adquer<\/span> Som\u00admer\u00adrock \u2014 und damit jet\u00adzt ger\u00adade genau das Richtige. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Holy-Doom-Demob-Happy\/dp\/B077PH7H45\/?tag=hirnfi20-21\" rel=\"nofollow\" target=\"_blank\">Amazon.de<\/a>, <a href=\"https:\/\/tidal.com\/album\/84367105\">TIDAL.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">DDENT \u2014 Toro<\/span>\n<p><em>Aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> Fran\u00adzosen erricht\u00aden unter Zuhil\u00adfe\u00adnahme instru\u00admen\u00adtal\u00aden, fan\u00adtastisch dr\u00f6h\u00adnen\u00adden Post-Met\u00adals mit flir\u00adren\u00adden Gitar\u00adren bunte Klang\u00adwel\u00adten, die gele\u00adgentlich den Aus\u00adbr\u00fcchen <span class=\"musik-review-bandname\">Menis\u00adcus\u2019<\/span> wenig\u00adstens \u00e4hneln. <a href=\"https:\/\/ddentmusic.bandcamp.com\/album\/toro-2\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-album-titel\">Black Moon Cir\u00adcle \u2014 Psy\u00adche\u00addel\u00adic Spacelord<\/span>\n<p>In einem einzi\u00adgen fast 47-min\u00fcti\u00adgen St\u00fcck exerzieren die mir zuvor unbekan\u00adnten Nor\u00adweger <span class=\"musik-review-bandname\">Black Moon Cir\u00adcle<\/span> gemein\u00adsam mit den Syn\u00adthe\u00adsiz\u00adern des <span class=\"musik-review-bandname\">\u00d8re\u00adsund Space Col\u00adlec\u00adtives<\/span> den im Hardrock der 1970er Jahre ver\u00adwurzel\u00adten, psy\u00adche\u00addelisch gejammten Space\u00adrock mit Gesang, Orgel und Geige (Geige!) vortr\u00ade\u00adf\u00adflich durch. <a href=\"https:\/\/blackmooncircle.bandcamp.com\/album\/psychedelic-spacelord\">Bandcamp.com.<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<p>Und son\u00adst so? 2018 erst mal nichts, in den let\u00adzten Jahrzehn\u00adten daf\u00fcr eine Menge!<\/p>\n<p><span class=\"musik-review-header-nr\">2.<\/span> <span class=\"musik-review-header-text\">Alt und sch\u00f6n.<\/span><\/p>\n<ul>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor 40 Jahren:<\/span>\n<p>1978, nach dem Hardrock und vor dem New Wave, befand sich die Musik\u00adwelt in ein\u00ader Kreativ\u00adit\u00e4t f\u00f6rdern\u00adden, weil insta\u00adbilen Phase. Der in gro\u00dfen Sch\u00fcben erfol\u00adgende Umbruch in der Musik r\u00fcck\u00adte ein\u00adstige Kon\u00adstan\u00adten aus dem Blick\u00adfeld, <span class=\"musik-review-bandname\">Cans<\/span> zehntes Stu\u00addioal\u00adbum <span class=\"musik-review-album-titel\">Out of Reach<\/span> hie\u00df insofern schon ganz richtig. <em>Aus\u00adgerech\u00adnet<\/em> die <span class=\"musik-review-bandname\">Rolling Stones<\/span> zoll\u00adten auf <span class=\"musik-review-album-titel\">Some Girls<\/span> sowohl dem Punk (\u201cShat\u00adtered\u201d) als auch der Dis\u00adco\u00admusik (\u201cMiss You\u201d) Trib\u00adut. Die im Vor\u00adjahr gegr\u00fcn\u00addete ital\u00adienis\u00adche Punk- und sp\u00e4tere New-Wave-Band <span class=\"musik-review-bandname\">Deci\u00adbel<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlichte unter dem Namen <span class=\"musik-review-album-titel\">Punk<\/span> ihr Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum, lie\u00df aber sp\u00e4ter lei\u00adder kein Album namens \u201cNew Wave\u201d fol\u00adgen. W\u00e4hrend sich wenig\u00adstens <span class=\"musik-review-bandname\">Jethro Tull<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">Heavy Hors\u00ades<\/span> noch bedin\u00adgungs\u00adlos treu blieben, ob nun im Guten oder im Schlecht\u00aden, war das Ende der Ver\u00e4n\u00adderun\u00adgen noch l\u00e4ngst nicht erre\u00adicht: In Eng\u00adland nahm die Punkband <span class=\"musik-review-bandname\">War\u00adsaw<\/span> ihr erst 1994 ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00ades Deb\u00fc\u00adtal\u00adbum auf, beschloss aber noch w\u00e4hrend der Auf\u00adnah\u00admen eine Namen\u00ads\u00e4n\u00adderung. Sie sollte for\u00adt\u00adan als <span class=\"musik-review-bandname\">Joy Divi\u00adsion<\/span> bekan\u00adnt wer\u00adden.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor 30 Jahren:<\/span>\n<p>Zehn Jahre sp\u00e4ter war au\u00dfer\u00adhalb des <em>under\u00adgrounds<\/em> nicht mehr viel Bewe\u00adgung zu verze\u00adich\u00adnen: W\u00e4hrend dort <span class=\"musik-review-bandname\">Skin\u00adny Pup\u00adpy<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">VIVI\u00adsectVI<\/span> <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2017\/08\/kurzkritik-skinny-puppy-vivisectvi\/\">ver\u00adst\u00f6rten<\/a>, die kur\u00adzlebige Thrash-Met\u00adal-Band <span class=\"musik-review-bandname\">Realm<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">End\u00adless War<\/span> deb\u00fctierte und die arbeitsw\u00fctige Post-Punk-Gruppe <span class=\"musik-review-bandname\">The Fall<\/span> ganze zwei Alben (<span class=\"musik-review-album-titel\">The Frenz Exper\u00adi\u00adment<\/span> und <span class=\"musik-review-album-titel\">I Am Kuri\u00adous Oranj<\/span>) ver\u00f6f\u00adfentlichte, implodierte das, was oft als \u201cDeutschrock\u201d ver\u00adall\u00adge\u00admein\u00adert wird: Die noch nicht g\u00e4n\u00adzlich zu ein\u00ader lauteren Schlager\u00adband verkomme\u00adnen <span class=\"musik-review-bandname\">Toten Hosen<\/span> ver\u00adton\u00adten auf <span class=\"musik-review-album-titel\">Ein kleines biss\u00adchen Hor\u00adrorschau<\/span> die unge\u00adf\u00e4hre Hand\u00adlung von \u201cUhrw\u00aderk Orange\u201d, die Droogs von den <span class=\"musik-review-bandname\">Die \u00c4rzte<\/span> \u2014 das \u201cDie\u201d sei, hei\u00dft es, Teil des Band\u00adna\u00admens und damit nicht zu dek\u00adlin\u00adieren \u2014 hinge\u00adgen lie\u00dfen ihre Kar\u00adriere im gle\u00adichen Jahr mit einem mit\u00adtel\u00adgro\u00dfen Knall (<span class=\"musik-review-album-titel\">Das ist nicht die ganze Wahrheit \u2026<\/span>, <span class=\"musik-review-album-titel\">Nach uns die Sint\u00adflut<\/span>, anschlie\u00dfend Aufl\u00f6\u00adsung) ein vor\u00adl\u00e4u\u00adfiges Ende nehmen.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor 20 Jahren:<\/span>\n<p>Die inzwis\u00adchen, ger\u00adingf\u00fcgig umbe\u00adset\u00adzt, wieder vere\u00adin\u00adten <span class=\"musik-review-bandname\">Die \u00c4rzte<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden 1998 auf <span class=\"musik-review-album-titel\">13<\/span> das bis heute einzige Lied ihrer Kar\u00adriere, das ihnen bis heute pein\u00adlich ist. Es w\u00e4re falsch, sie daf\u00fcr anzuprangern, denn auch der Autor dieser Zeilen durch\u00adlebte im sel\u00adben Jahr eine im Nach\u00adhinein recht pein\u00adliche Phase, prall gef\u00fcllt mit den ger\u00adade aktuellen Werken von <span class=\"musik-review-bandname\">Madon\u00adna<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">West\u00adBam<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Space Frog<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Fat\u00adboy Slim<\/span>, <span class=\"musik-review-bandname\">Music Instruc\u00adtor<\/span> und der\u00adgle\u00adichen. Dass 1998 au\u00dfer\u00addem <span class=\"musik-review-bandname\">Tor\u00adtoise<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">TNT<\/span> und <span class=\"musik-review-bandname\">Ruins<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">Vrresto<\/span> unbe\u00add\u00adingt h\u00f6renswerte Alben ver\u00f6f\u00adfentlicht\u00aden, kon\u00adnte ich nicht ahnen. Zum Gl\u00fcck hat sich das sp\u00e4ter gelegt.<\/p><\/li>\n<li><span class=\"musik-review-hoerproben\">Vor 10 Jahren:<\/span>\n<p>2008 begann der Auf\u00adstieg der anscheinend bis heute beste\u00adhen\u00adden Rock\u00adband <span class=\"musik-review-bandname\">1000 Rob\u00ado\u00adta<\/span>, die im sel\u00adben Jahr eine EP (<span class=\"musik-review-album-titel\">Ham\u00adburg bren\u00adnt<\/span>) und das Album <span class=\"musik-review-album-titel\">Du nicht er nicht sie nicht<\/span> auf den Markt wer\u00adfen lie\u00dfen. Seit 2010 gab es jedoch kein weit\u00aderes Album von ihnen. Auch <span class=\"musik-review-bandname\">Cogs<\/span> her\u00adrlich\u00ades <span class=\"musik-review-album-titel\">Shar\u00ading Space<\/span> blieb das let\u00adzte Album vor deren Aufl\u00f6\u00adsung. Ger\u00adade erst ange\u00adfan\u00adgen haben auch die deutschen Postrock\u00adwun\u00adder <span class=\"musik-review-bandname\">Dear John Let\u00adter<\/span> mit <span class=\"musik-review-album-titel\">Between Leaves | Fore\u00adstal<\/span>, dem ich \u201czeit\u00adnah\u201d, wie es auf Neudeutsch hei\u00dft, <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2008\/06\/dear-john-letter-between-leaves-forestal\/\">eine Rezen\u00adsion<\/a> gewid\u00admet hat\u00adte. Ob sie noch existieren, wei\u00df ich lei\u00adder nicht, einige der Mit\u00adglieder machen mit <span class=\"musik-review-bandname\">Car\u00adpet<\/span> jet\u00adzt jeden\u00adfalls nicht mehr ganz so gute Musik. Weit\u00ader\u00adhin existieren ihre Land\u00adsleute von <span class=\"musik-review-bandname\">Black\u00admail<\/span>, die 2008 das Album <span class=\"musik-review-album-titel\">Tem\u00adpo Tem\u00adpo<\/span> ver\u00f6f\u00adfentlicht haben, und auch die Mach\u00ader des Albums <span class=\"musik-review-album-titel\">Vio\u00adlent\u00adly Del\u00adi\u00adcate<\/span>, die israelis\u00adchen Musik\u00ader von <span class=\"musik-review-bandname\">Eatl\u00adiz<\/span>, sind bis heute zusam\u00admen, wenn auch nach manch\u00ader Umbe\u00adset\u00adzung l\u00e4ngst nicht mehr so berauschend wie noch vor einem Jahrzehnt. Man wird sehen, wie ich in zehn Jahren dar\u00fcber urteile.<\/p><\/li>\n<\/ul>\n<p>F\u00fcr heute jeden\u00adfalls ist hier Schluss \u2014 meinen Dank an alle aus\u00addauern\u00adden Leser.<\/p>\n<p>Wie \u00fcblich gilt: Habe ich ein Album \u00fcberse\u00adhen, freue ich mich unter Umst\u00e4n\u00adden \u2014 so lange <span class=\"musik-review-bandname\">Phil Collins<\/span> nicht mit\u00adspielt \u2014 \u00fcber einen Hin\u00adweis. Der zweite Teil wird, eben\u00adfalls wie \u00fcblich, voraus\u00adsichtlich am Jahre\u00adsende fol\u00adgen. Hof\u00adfentlich macht das Jahr in dieser Qual\u00adit\u00e4t weit\u00ader!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"seriesmeta\">Dieser Artikel ist Teil 20 von 29 der Serie <a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/artikelserien\/jahresrueckblick\/\" class=\"series-33\" title=\"Jahresr\u00fcckblick\">Jahres\u00adr\u00fcck\u00adblick<\/a><\/div><p>Kaum ist es mal schi\u00ader unertr\u00e4glich warm gewor\u00adden, schon ist wieder ein halbes Jahr vor\u00adbei. Das kann nur eines bedeuten: Es ist wieder Zeit f\u00fcr die besten Musikalben des ersten Hal\u00adb\u00adjahres 2018. Dass seit der let\u00adzten R\u00fcckschau sowohl Mark E. Smith und mit ihm wohl auch The Fall als auch Den\u00adnis Edwards (The Temp\u00adta\u00adtions) und \u2026<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/2018\/06\/musik-06-2018-favoriten-und-analyse\/\" class=\"more-link\">\u2018Musik 06\/2018 \u2014 Favoriten und Analyse\u2019 weit\u00ader\u00adlesen \u00bb<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"categories":[14,17],"tags":[],"series":[33],"class_list":["post-14112","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kaufbefehle","category-musikkritik","series-jahresrueckblick"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"wp-worthy-pixel":{"ignored":false,"public":"042a96184b394767b8e921bf2fccaac1","server":"vg07.met.vgwort.de","url":"https:\/\/vg07.met.vgwort.de\/na\/042a96184b394767b8e921bf2fccaac1"},"wp-worthy-type":"normal","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14112","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14112"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14112\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14112"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14112"},{"taxonomy":"series","embeddable":true,"href":"https:\/\/tuxproject.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/series?post=14112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}