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            "content_text": "\u201cI can\u2019t stand it anymore more / but if Shelly would just come back, it would be alright.\u201d\n\u2013 The Velvet Underground: I Can\u2019t Stand It\n\n\u2026 Es war weit nach Mitternacht, als er aus seiner Trance erwachte. \u201cWie schnell\u201d, dachte er, \u201cman doch f\u00e4llt, wenn man sich in Sicherheit w\u00e4hnt.\u201d Er sah, sp\u00fcrte sie noch in seinen Armen, als sei ihr letztes Zusammensein noch jung und mehr als eine Erinnerung, die sich ihm, wie er hoffte, niemals entziehen m\u00f6ge.\nIhretwegen hatte er endlich verstanden, was der Volksmund meint, wenn er Leben und Lieben als gleichberechtigte Errungenschaften ansieht. So verliebt war er schon manchmal gewesen, aber daraus so viel Leben zu ziehen sog er in sich auf und genoss jeden einzelnen Moment. Das Leben, das sie mit ihrer Liebe gebracht hatte, lie\u00df das seine endlich vollst\u00e4ndig sein. Ihm fehlte es an nichts und das war ein Risiko.\nSo weniges h\u00e4tte jemals geschehen d\u00fcrfen. Er hatte l\u00e4nger um sie gek\u00e4mpft als um vieles, das eigentlich wichtiger gewesen w\u00e4re, aber das Nomadenleben blieb . Der Weg ist nur ein Etappenziel, der H\u00fcrdenlauf stand erst noch bevor. Vielleicht wollte sie ihm beweisen, dass er sich geirrt hatte, aber sie wusste nicht, dass es mehr die Hoffnung als eine \u00dcberzeugung war, die aus ihm sprach, weil ihm kaum mehr geblieben war. Sollte es so enden?\nWenn es doch nur endete! Den Gefallen tat sie ihm nicht: Sie ging nicht, sie blieb ihm als Echo erhalten, als Stimme der Vernunft auch. H\u00e4tte er diese Stimme damals schon geh\u00f6rt, so h\u00e4tte vieles ein anderes Ende genommen. Die Ironie lie\u00df ihn schmunzeln. Dass all das jetzt Monate zur\u00fccklag und er es zumindest geschafft hatte, die Erinnerung an das Streben nach einer Zukunft mit einer Fata Morgana zu bet\u00e4uben, war diese doch nur ein unsteter Rausch ohne Halt geblieben und hatte sich schon verfl\u00fcchtigt, kaum hatte er sich an es gew\u00f6hnt. Die selbst gegrabene Grube, an deren Rand er l\u00e4ngst balancierte, war mit N\u00e4geln gef\u00fcllt worden. Der Schalk in seinem Nacken zog am Teppich. Wem konnte er etwas vormachen, wenn nicht einmal sich selbst?\nDas Schlimmste war die Gewissheit, dass er sich selbst nicht mehr vertrauen konnte. Nein, sein Vertrauen hatte er selbst diesmal missbraucht und das konnte er sich zum ersten Mal in seinem Leben nicht mehr verzeihen.\nEr \u00f6ffnete seine Hand. Etwas fiel zu Boden. Er hatte verloren. \u2026\n\n\u201cI\u2019m still standing after all this time / picking up the pieces of my life without you on my mind.\u201d\n\u2013 Elton John: I\u2019m Still Standing\nQuelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2021-11-19T17:01:45+01:00",
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            "content_text": "\u201cKisses for me, save all your kisses for me.\u201d\n\u2013 Brotherhood of Man: Save Your Kisses For Me\n\n\u2026 Er wusste nicht, was all das zu bedeuten hatte. Sicher, er hatte vieles falsch gemacht. Sie hatte ihm beigestanden, er hatte es ihr nie gedankt; schlimmer noch: er hatte nie verstanden, selbst beizustehen. Aber war sie nicht schon so oft fort gewesen, hatte er nicht trotzdem nie lange auf sie verzichten m\u00fcssen?\nDiesmal schien es anders, so lange waren sie selten getrennt. Etwas schien zu gl\u00fchen, als er einen kurzen Blick auf sie erhaschen konnte. War sie in der kurzen Zeit noch sch\u00f6ner geworden? Dennoch mied sie ihn. Es war ein sauberer Abgang, nat\u00fcrlich, etwas anderes konnte man ihr kaum nachsagen, aber es war trotz allem ein Abgang. Der Tag der toten Ente. Er wurde nicht schlau aus ihr.\nSie w\u00fcrde ihn niemals seinem Schicksal \u00fcberlassen, dessen war er sich sicher. Trotz allem war da immer mehr gewesen als ein Nebeneinanderleben, jedenfalls hatte er das immer gehofft. Nun aber war es zum ersten Mal sie, die ihn brauchte; und er hatte wieder einmal versagt.\nSie hatte die vermeintlich letzte offene T\u00fcr zugeschlagen. Er f\u00fchlte sich allein. Aber gerade, als er den Faden f\u00fcr gerissen hielt, tauchte sie wieder auf. Wenige Zeilen gen\u00fcgten, die ihn zum Strahlen brachten, weil sie von ihr kamen, bevor sie wieder verschwand und ihn mit all den Monden allein lie\u00df.\nSein Harren blieb ziellos. Was sollte er tun? \u2026\n\n\u201cEs ist mir absolut egal, ob du nur noch mit mir spielst; tu, was du willst.\u201d\n\u2013 Die \u00c4rzte: Mach die Augen zu\nKommentareDidi schrob am 15. Oktober 2015 dies: Versager.tux0r schrob am 15. Oktober 2015 dies: Und du bist alt!Didi schrob am 15. Oktober 2015 dies: Das kann dahinstehen.tux0r schrob am 15. Oktober 2015 dies: Das Andere auch.Didi schrob am 15. Oktober 2015 dies: Aber bei steht\u2019s wenigstens. Im \u00dcbrigen: https://www.youtube.com/watch?v=ob0l82NNS28tux0r schrob am 15. Oktober 2015 dies: Und dann \u00fcber die Montagsmusik beklagen. Das hamwa gerne.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "content_html": "<p>\u201cF\u00fcr mich ist die Welt nicht mehr in Ordnung,<br>\nnicht fr\u00fch um 7 und auch nicht nach der Tagesschau.\u201d<br>\n<em>\u2013 Ton Steine Scherben: Wir m\u00fcssen hier raus</em></p>\n<hr>\n<p>\u2026 Es war ihr Stolz, der sie scheitern lie\u00df.</p>\n<p>Er hatte sich das alles so viel leichter vorgestellt. Aber es gab so viel, was sie auseinanderdr\u00fcckte, und obwohl er jedes Mal glaubte st\u00e4rker zu sein, f\u00fchlte er sich doch schuldig an seiner eigenen Unzul\u00e4nglichkeit.</p>\n<p>Wohl hatte er geahnt, dass das nicht gutgehen w\u00fcrde. Was konnte er ihr schon bieten au\u00dfer seinem Herzen, das sich danach sehnte, die ruhelose Phase zu beenden, und vielleicht seinem Leben, das er noch f\u00fchren wollte. Mit ihr? Das klang verlockend. Er f\u00fchlte sich zum ersten Mal im Leben gereift, als er bei ihr war, zum ersten Mal wie jemand, der sein Spiegelbild noch ertrug.</p>\n<p>Und doch: Je mehr er sich nach ihr sehnte, nach ihr griff, nach ihr rief, desto schwieriger schien es ihm, Schritt halten zu k\u00f6nnen. Sie war ihm immer \u00fcberlegen, sie lebte. Sie schien unerreichbar, das faszinierte ihn. Er f\u00fchlte sich ihr nicht gewachsen, doch er hatte sich schon viel zu oft untersch\u00e4tzt. Was konnte er verlieren, wenn er es wagte? Dieses Mal, nahm er sich vor, w\u00fcrde es f\u00fcr immer sein. Die richtige Zeit, der richtige Ort, das richtige Gef\u00fchl. Und doch, bei allem, was sie ihm in lauen Sommern\u00e4chten gestanden hatte, war er immer zu feige gewesen, erf\u00fcllt von der Furcht sich aufzugeben, sich auf sie einzulassen.</p>\n<p>Das alles war nun viele Wochen her, sie war l\u00e4ngst weitergezogen und hatte, wer wei\u00df?, ihn l\u00e4ngst vergessen. Er aber blieb zur\u00fcck, allein und voller Erinnerungen an ihr L\u00e4cheln, ihre W\u00e4rme.</p>\n<p>Und er wusste, was das bedeutete. \u2026</p>\n<hr>\n<p>\u201cLiebe, Liebe, Liebelei,<br>\nmorgen ist sie vielleicht vorbei.\u201d<br>\n<em>\u2013 Tony Holiday: Tanze Samba mit mir.</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://www.dietmarjanowski.de/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/09/sie-fragment-9-einhalb-lose/\&quot;" data-wpel-link="internal">19. September 2014</a> dies: Rein \u00e4u\u00dferlich stimmt das sicher. Das war der Grund.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/09/sie-fragment-9-einhalb-lose/\&quot;" data-wpel-link="internal">19. September 2014</a> dies: Pffff.</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/09/sie-fragment-9-einhalb-lose/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u201cF\u00fcr mich ist die Welt nicht mehr in Ordnung,\nnicht fr\u00fch um 7 und auch nicht nach der Tagesschau.\u201d\n\u2013 Ton Steine Scherben: Wir m\u00fcssen hier raus\n\n\u2026 Es war ihr Stolz, der sie scheitern lie\u00df.\nEr hatte sich das alles so viel leichter vorgestellt. Aber es gab so viel, was sie auseinanderdr\u00fcckte, und obwohl er jedes Mal glaubte st\u00e4rker zu sein, f\u00fchlte er sich doch schuldig an seiner eigenen Unzul\u00e4nglichkeit.\nWohl hatte er geahnt, dass das nicht gutgehen w\u00fcrde. Was konnte er ihr schon bieten au\u00dfer seinem Herzen, das sich danach sehnte, die ruhelose Phase zu beenden, und vielleicht seinem Leben, das er noch f\u00fchren wollte. Mit ihr? Das klang verlockend. Er f\u00fchlte sich zum ersten Mal im Leben gereift, als er bei ihr war, zum ersten Mal wie jemand, der sein Spiegelbild noch ertrug.\nUnd doch: Je mehr er sich nach ihr sehnte, nach ihr griff, nach ihr rief, desto schwieriger schien es ihm, Schritt halten zu k\u00f6nnen. Sie war ihm immer \u00fcberlegen, sie lebte. Sie schien unerreichbar, das faszinierte ihn. Er f\u00fchlte sich ihr nicht gewachsen, doch er hatte sich schon viel zu oft untersch\u00e4tzt. Was konnte er verlieren, wenn er es wagte? Dieses Mal, nahm er sich vor, w\u00fcrde es f\u00fcr immer sein. Die richtige Zeit, der richtige Ort, das richtige Gef\u00fchl. Und doch, bei allem, was sie ihm in lauen Sommern\u00e4chten gestanden hatte, war er immer zu feige gewesen, erf\u00fcllt von der Furcht sich aufzugeben, sich auf sie einzulassen.\nDas alles war nun viele Wochen her, sie war l\u00e4ngst weitergezogen und hatte, wer wei\u00df?, ihn l\u00e4ngst vergessen. Er aber blieb zur\u00fcck, allein und voller Erinnerungen an ihr L\u00e4cheln, ihre W\u00e4rme.\nUnd er wusste, was das bedeutete. \u2026\n\n\u201cLiebe, Liebe, Liebelei,\nmorgen ist sie vielleicht vorbei.\u201d\n\u2013 Tony Holiday: Tanze Samba mit mir.\nKommentareDidi schrob am 19. September 2014 dies: Rein \u00e4u\u00dferlich stimmt das sicher. Das war der Grund.tux0r schrob am 19. September 2014 dies: Pffff.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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Sie hatte ihn durch die Wirren begleitet, nie als sein Schatten, jedoch, wenn er wie so oft strauchelte, als jemand, der ihm das Messer lieh, das ihn befreite. Trotz allem, was sie trennte: Nie h\u00e4tte er das missen wollen.</p>\n<p>Eine unachtsame Ber\u00fchrung war es, die ihn aus seinen Tagtr\u00e4umen hochschrecken lie\u00df, versunken im Gedanken an eine Zeit ohne Sorgen, an den letzten Tag, an dem er gl\u00fccklich gewesen war, an dem Ort, an dem er sich lebendig f\u00fchlte. Ob es der seltsam vertraute Ort war, der Alkohol oder die Melancholie, die ihn vom Horizont aus umwehte? Er wusste es nicht und er weigerte sich, dar\u00fcber nachzudenken.</p>\n<p>Er musste fliehen.</p>\n<p>Als sie dar\u00fcber sprachen, schien es ihm noch unwirklicher als je zuvor. War sie immer noch die, die er zu kennen glaubte? Je mehr er \u00fcber sie erfuhr, desto unsicherer wurde er. Bis dahin war es wie selbstverst\u00e4ndlich erschienen, ihr zu begegnen. Je \u00f6fter sie sich fortan begegneten, desto verr\u00fcckter wurde es f\u00fcr sie, die gebotene Distanz zu wahren, da ein Schritt zur\u00fcck t\u00e4glich schwerer erschien und ein Schritt nach vorn immer auch ein Schritt n\u00e4her zur Zerst\u00f6rung gewesen w\u00e4re. Sie wollten einander nicht verletzen und scheiterten an sich selbst.</p>\n<p>Nun, da sie einander atemlos gegen\u00fcber sa\u00dfen, berauscht voneinander und doch betr\u00fcbt von der Gewissheit, dass sie einander zum Greifen nah, aber letztlich unerreichbar waren, sann er sich zur\u00fcck an den Ort, an dem er sich geborgen f\u00fchlte. \u201cWas\u201d, dachte er, \u201cist Liebe eigentlich?\u201d, w\u00e4hrend er in ihren Armen lag und wusste, dass nichts mehr von dem, was er jetzt sagen oder tun w\u00fcrde, von Bedeutung sein w\u00fcrde.</p>\n<p>Der Mond schwieg, als die Erinnerung seinen Sinn tr\u00fcbte. Wie sch\u00f6n sie doch war; wie sch\u00f6n es doch gewesen war. Er f\u00fchlte sich frei und war sich gewiss, dass diese Freiheit ihren Tribut fordern w\u00fcrde. Er ahnte nicht, wie hoch der Preis sein w\u00fcrde. \u2026</p>\n<hr>\n<p>\u201cWe\u2019re alone and I\u2019m listening;<br>\nI\u2019m listening so hard that it hurts.\u201d<br>\n<em>\u2013 Leonard Cohen: Amen</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li>Lil schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/03/sie-fragment-9/\&quot;" data-wpel-link="internal">23. M\u00e4rz 2014</a> dies: Gab es denn je \u201ceine Zeit ohne Sorgen\u201d oder einen \u201cTag, an dem er gl\u00fccklich gewesen war\u201d? Die anderen Fragmente sprechen nicht unbedingt daf\u00fcr \u2014 aber es sind ja auch nur Fragmente.  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_confusednew.gif\" alt=\":?\" width=\"22\" height=\"21\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/03/sie-fragment-9/\&quot;" data-wpel-link="internal">23. M\u00e4rz 2014</a> dies: Ja.</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.de/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/03/sie-fragment-9/\&quot;" data-wpel-link="internal">24. M\u00e4rz 2014</a> dies:  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_doh.gif\" alt=\":facepalm:\" width=\"26\" height=\"25\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/03/sie-fragment-9/\&quot;" data-wpel-link="internal">24. M\u00e4rz 2014</a> dies:  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_no_sad.gif\" alt=\":nein:\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\"> </li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2014/03/sie-fragment-9/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u201cWe can\u2019t afford the time to sit and cry or to wonder why.\nWe\u2019ve got so many things started to say, we have to get through.\u201d\n\u2013 Tindersticks: Rented Rooms\n\n\u2026 Sie waren zu weit gegangen.\nEs spielte keine Rolle mehr, wer sie waren oder was sie einander bedeuteten. Es hatte sich viel getan, seit sie damals in den Wirren der neuen Zeit aufeinandertrafen, fest verwurzelt in ihrem eigenen Geflecht, das sie niemals aufgegeben h\u00e4tten.\nDie Zeit aber blieb nicht stehen. W\u00e4hrend ihr Wurzelwerk sich immer feiner verflocht, l\u00f6ste er sich aus seinen Ketten und schwebte davon, ob er wollte oder nicht; und manchmal blieb er auf seinem Flug h\u00e4ngen an den aufsteigenden Ballons, verfing sich in den Lianen seiner Unzul\u00e4nglichkeit. Sie hatte ihn durch die Wirren begleitet, nie als sein Schatten, jedoch, wenn er wie so oft strauchelte, als jemand, der ihm das Messer lieh, das ihn befreite. Trotz allem, was sie trennte: Nie h\u00e4tte er das missen wollen.\nEine unachtsame Ber\u00fchrung war es, die ihn aus seinen Tagtr\u00e4umen hochschrecken lie\u00df, versunken im Gedanken an eine Zeit ohne Sorgen, an den letzten Tag, an dem er gl\u00fccklich gewesen war, an dem Ort, an dem er sich lebendig f\u00fchlte. Ob es der seltsam vertraute Ort war, der Alkohol oder die Melancholie, die ihn vom Horizont aus umwehte? Er wusste es nicht und er weigerte sich, dar\u00fcber nachzudenken.\nEr musste fliehen.\nAls sie dar\u00fcber sprachen, schien es ihm noch unwirklicher als je zuvor. War sie immer noch die, die er zu kennen glaubte? Je mehr er \u00fcber sie erfuhr, desto unsicherer wurde er. Bis dahin war es wie selbstverst\u00e4ndlich erschienen, ihr zu begegnen. Je \u00f6fter sie sich fortan begegneten, desto verr\u00fcckter wurde es f\u00fcr sie, die gebotene Distanz zu wahren, da ein Schritt zur\u00fcck t\u00e4glich schwerer erschien und ein Schritt nach vorn immer auch ein Schritt n\u00e4her zur Zerst\u00f6rung gewesen w\u00e4re. Sie wollten einander nicht verletzen und scheiterten an sich selbst.\nNun, da sie einander atemlos gegen\u00fcber sa\u00dfen, berauscht voneinander und doch betr\u00fcbt von der Gewissheit, dass sie einander zum Greifen nah, aber letztlich unerreichbar waren, sann er sich zur\u00fcck an den Ort, an dem er sich geborgen f\u00fchlte. \u201cWas\u201d, dachte er, \u201cist Liebe eigentlich?\u201d, w\u00e4hrend er in ihren Armen lag und wusste, dass nichts mehr von dem, was er jetzt sagen oder tun w\u00fcrde, von Bedeutung sein w\u00fcrde.\nDer Mond schwieg, als die Erinnerung seinen Sinn tr\u00fcbte. Wie sch\u00f6n sie doch war; wie sch\u00f6n es doch gewesen war. Er f\u00fchlte sich frei und war sich gewiss, dass diese Freiheit ihren Tribut fordern w\u00fcrde. Er ahnte nicht, wie hoch der Preis sein w\u00fcrde. \u2026\n\n\u201cWe\u2019re alone and I\u2019m listening;\nI\u2019m listening so hard that it hurts.\u201d\n\u2013 Leonard Cohen: Amen\nKommentareLil schrob am 23. M\u00e4rz 2014 dies: Gab es denn je \u201ceine Zeit ohne Sorgen\u201d oder einen \u201cTag, an dem er gl\u00fccklich gewesen war\u201d? Die anderen Fragmente sprechen nicht unbedingt daf\u00fcr \u2014 aber es sind ja auch nur Fragmente.   tux0r schrob am 23. M\u00e4rz 2014 dies: Ja.Didi schrob am 24. M\u00e4rz 2014 dies:   tux0r schrob am 24. M\u00e4rz 2014 dies:   Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "content_html": "<p>\u201cI woar z\u2019jung, du woarst z\u2019scheen,<br>\nsunst h\u00e4tt i des ois kumman g\u2019sehn.\u201d<br>\n<em>\u2013 EAV: I hob des G\u2019f\u00fchl</em></p>\n<hr>\n<p>\u2026 <em>Wie eine Katze mit der Beute spielen, bis sie keinen Ausweg mehr sieht. Dann das Genick durchbei\u00dfen.</em> In der Tierwelt funktioniert das ziemlich einfach. Er aber war ein Mensch, ein J\u00e4ger und Sammler. Diese Jagd sollte ihm den Verstand rauben.</p>\n<p>Nach nichts als Stetigkeit stand ihm weniger der Sinn, als er auf sie traf. Er wollte nicht mehr verlieren und wusste, dass jeder Versuch zwangsl\u00e4ufig zum Irrtum f\u00fchren w\u00fcrde. Auch sie war froh \u00fcber den Ausweg aus ihrem Alltagstrott. Dass in den Jahren ihres Kontakts jeder au\u00dfer ihnen selbst zu erkennen imstande war, dass sie sich liebten, wurde ihnen nur langsam bewusst.</p>\n<p><em>Wie eine Katze mit der Beute spielen. Die Beute k\u00fcsst die Katze nicht, die Katze k\u00fcsst nicht zur\u00fcck. Rennen, immer weiter rennen.</em> Wer ist Tom, wer Jerry?</p>\n<p>Er wusste, dass er sie ergr\u00fcnden musste, aber immer, wenn er es versuchte, scheiterte er an seinen eigenen Grenzen. Sie kreisten umeinander wie Trabanten um Planeten, ohne sich jemals zu ber\u00fchren. Nur manchmal spien sie in einer immer viel zu kurzen Eruption das Feuer in ihnen so hoch, dass sie einander entflammten. Keiner von ihnen aber wagte es, es auszusprechen. Sie versprachen einander die Ewigkeit und hatten doch Angst vor ihr. <em>Rennen, rennen.</em></p>\n<p>Jedes Mal, wenn es <em>zu viel</em> wurde, zog einer von ihnen einen Strich unter das Kapitel, nur um das n\u00e4chste anzufangen. Sie wussten, dass jedes Buch einmal endet. \u201cDie unendliche Geschichte\u201d hat \u00fcber 400 Seiten, aber eben auch eine letzte Seite. Er hatte sie nie bis zum Ende gelesen. Rekapitulation setzte Kapitulation voraus.</p>\n<p>Sie hatte den ersten Schritt gemacht und sie schloss die T\u00fcr hinter sich zu. Im Spiel des Lebens war er wieder einmal Zweiter gegen sich selbst. Das letzte Kapitel blieb ungeschrieben. \u2026</p>\n<hr>\n<p>\u201cYou only know you love her when you let her go<br>\nand you let her go.\u201d<br>\n<em>\u2013 Passenger: Let Her Go</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.de/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/12/sie-fragment-8/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. Dezember 2013</a> dies:  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_doh.gif\" alt=\":facepalm:\" width=\"26\" height=\"25\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/12/sie-fragment-8/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. Dezember 2013</a> dies: Du hast vollkommen Recht!</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.de/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/12/sie-fragment-8/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. Dezember 2013</a> dies: Lat\u00fcrnich. Warum versagst Du dann immer wieder?</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/12/sie-fragment-8/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. Dezember 2013</a> dies: Aus Versehen.</li><li>Anonym schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/12/sie-fragment-8/\&quot;" data-wpel-link="internal">16. Februar 2014</a> dies:  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_shocked.gif\" alt=\"8O\" width=\"25\" height=\"22\" class=\"wpml_ico\"> </li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/12/sie-fragment-8/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u201cI woar z\u2019jung, du woarst z\u2019scheen,\nsunst h\u00e4tt i des ois kumman g\u2019sehn.\u201d\n\u2013 EAV: I hob des G\u2019f\u00fchl\n\n\u2026 Wie eine Katze mit der Beute spielen, bis sie keinen Ausweg mehr sieht. Dann das Genick durchbei\u00dfen. In der Tierwelt funktioniert das ziemlich einfach. Er aber war ein Mensch, ein J\u00e4ger und Sammler. Diese Jagd sollte ihm den Verstand rauben.\nNach nichts als Stetigkeit stand ihm weniger der Sinn, als er auf sie traf. Er wollte nicht mehr verlieren und wusste, dass jeder Versuch zwangsl\u00e4ufig zum Irrtum f\u00fchren w\u00fcrde. Auch sie war froh \u00fcber den Ausweg aus ihrem Alltagstrott. Dass in den Jahren ihres Kontakts jeder au\u00dfer ihnen selbst zu erkennen imstande war, dass sie sich liebten, wurde ihnen nur langsam bewusst.\nWie eine Katze mit der Beute spielen. Die Beute k\u00fcsst die Katze nicht, die Katze k\u00fcsst nicht zur\u00fcck. Rennen, immer weiter rennen. Wer ist Tom, wer Jerry?\nEr wusste, dass er sie ergr\u00fcnden musste, aber immer, wenn er es versuchte, scheiterte er an seinen eigenen Grenzen. Sie kreisten umeinander wie Trabanten um Planeten, ohne sich jemals zu ber\u00fchren. Nur manchmal spien sie in einer immer viel zu kurzen Eruption das Feuer in ihnen so hoch, dass sie einander entflammten. Keiner von ihnen aber wagte es, es auszusprechen. Sie versprachen einander die Ewigkeit und hatten doch Angst vor ihr. Rennen, rennen.\nJedes Mal, wenn es zu viel wurde, zog einer von ihnen einen Strich unter das Kapitel, nur um das n\u00e4chste anzufangen. Sie wussten, dass jedes Buch einmal endet. \u201cDie unendliche Geschichte\u201d hat \u00fcber 400 Seiten, aber eben auch eine letzte Seite. Er hatte sie nie bis zum Ende gelesen. Rekapitulation setzte Kapitulation voraus.\nSie hatte den ersten Schritt gemacht und sie schloss die T\u00fcr hinter sich zu. Im Spiel des Lebens war er wieder einmal Zweiter gegen sich selbst. Das letzte Kapitel blieb ungeschrieben. \u2026\n\n\u201cYou only know you love her when you let her go\nand you let her go.\u201d\n\u2013 Passenger: Let Her Go\nKommentareDidi schrob am 7. Dezember 2013 dies:   tux0r schrob am 7. Dezember 2013 dies: Du hast vollkommen Recht!Didi schrob am 7. Dezember 2013 dies: Lat\u00fcrnich. Warum versagst Du dann immer wieder?tux0r schrob am 7. Dezember 2013 dies: Aus Versehen.Anonym schrob am 16. Februar 2014 dies:   Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "content_text": "Was l\u00e4sst euch eigentlich glauben, dass ihr wisst, was es hei\u00dft, am Leben zu sein, wenn ihr die Welt um euch herum einfach geschehen lasst?\nSchaut den Menschen ins Gesicht, die euch jeden Tag begegnen. Sie sind grau. Sie sind leer. Sie sind ihre eigenen Schatten.\nLiebt ihr oder werdet ihr geliebt?\nLebt ihr oder werdet ihr gelebt?\nKommentaremike schrob am 24. Juli 2013 dies: das ist imho von vorne bis hinten falsch zusammengebastelt.\nNiemand der Zielgruppe wird Dir die Frage mit Nein beantworten. \nJeder Esoterikdepp, jeder Egomane, jeder Kokser, jeder Loser lebt \u201caktiv\u201d in seiner Welt, \u201cliebt\u201d und wird \u201cgeliebt\u201d. Nochma neumachen bitte.tux0r schrob am 24. Juli 2013 dies: Keine Sorge, ich erwarte nicht, dass diese Menschen die Frage verstehen.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2013-07-23T19:46:06+02:00",
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            "title": "Sie. (Fragment 7)",
            "content_html": "<p>\u201cSag, warum bist du verschlossen, wenn du wei\u00dft, was du vermisst?\u201d<br>\n<em>\u2013 EAV: Es tut weh und es tut gut (B\u00e4ng, B\u00e4ng)</em></p>\n<hr>\n<p>\u2026 Er hatte nie an Wunder geglaubt, seit er sich zur\u00fcckerinnern konnte.</p>\n<p>Warum gerade jetzt? Immerhin hatte er sich schon oft genug den Kopf gesto\u00dfen beim Versuch, ihre Gunst zu gewinnen, und jedes Mal wartete er, bis die Wunde verheilt war, und nahm erneut Anlauf. Immer wieder jedoch hatte er selbst das Tor in ihr Herz verschlossen und konnte es doch nicht verhindern, dass Widersacher den Moment nutzten. Ihm blieb nichts \u00fcbrig als tatenlos zuzusehen, wie andere das bekamen, was er sich am meisten w\u00fcnschte.</p>\n<p>Und doch kamen sie immer wieder zusammen, und das Spiel begann von neuem. Wie Katzen schlichen sie umeinander, stets wissend, dass die Krallen nur versteckt sind; und er brachte sie oft dazu, ihre Krallen an ihm zu wetzen. Und doch konnte und wollte er das niemals aufgeben. Er hatte niemals f\u00fcr jemanden so viel empfunden, und obwohl er jedes Mal versuchte, seine Wunden von anderen Katzen lecken zu lassen, blieb sie die Konstante, der Ruhepol in seinem Leben.</p>\n<p>Warum ausgerechnet sie ihm so viel bedeute, wollte sie nicht nur einmal wissen. Er wusste es nicht. War es m\u00f6glich, Gef\u00fchle zu erkl\u00e4ren? \u2014 Er hatte in seinem ganzen bisherigen Leben erst zweimal jemandem seine Liebe gestanden. Eine dieser Jemande war l\u00e4ngst fort, <em>sie</em> jedoch war auch Jahre sp\u00e4ter noch da. Sie hatte ihn verzaubert, seit er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Zwar hatte er sich lange geweigert, es sich einzugestehen, aber letztlich schien doch, gemessen an ihr, jede andere Frau in seinem Leben wie ein j\u00e4mmerlicher und von Anfang an zum Scheitern verurteilter Versuch, sie zu <em>ersetzen</em>. Das war ihm nie gelungen.</p>\n<p>Sie hatte ihm gew\u00e4hrt, worum er seit Jahren gefleht hatte. Das Tor stand offen, vielleicht zum letzten Mal. Diesmal schlug er es nicht zu, er schritt hindurch; und wenngleich er sich jahrelang immer wieder in Gedanken ausgemalt hatte, dass ihm schon das Bewusstsein, dass er wahrhaftig bei <em>ihr</em> sein konnte, den Atem nehmen w\u00fcrde, durchlebte er die folgenden Tage wie durch Nebel. Trotzdem warf alles, was geschehen war, mehr Fragen auf als es beantwortete. Wie in Trance h\u00f6rte er sich selbst \u201cich liebe dich\u201d sagen, als sie Abschied voneinander nahmen. Sollte es nochmals Jahre dauern?</p>\n<p>M\u00fchsam richtete er sich auf, tastete neben sich und sp\u00fcrte, dass er allein in seinem eigenen Bett aufgewacht war. Der Traum, der seit Jahren wie ein Echo immer wieder in seinem Kopf widerhallte, war vor\u00fcber. Oder fing er gerade erst an? Er wusste noch nicht, wohin dieser Weg f\u00fchren w\u00fcrde, aber er war sich sicher, er w\u00fcrde ihn niemals wieder verlassen. \u2026</p>\n<hr>\n<p>\u201cLiebe, Liebe, Liebelei; morgen ist sie vielleicht vorbei.\u201d<br>\n<em>\u2013 Tony Holiday: Tanze Samba mit mir</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">21. Juni 2013</a> dies: Arrrrr!</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">21. Juni 2013</a> dies: Worauf ist denn das eine Antwort?</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">21. Juni 2013</a> dies: Suggestivfrage. Das ist keine Antwort.</li><li><a href="\&quot;http://bundesminister.org\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">23. Juni 2013</a> dies: Ich mag Wurst.</li><li>V\u00f6gelchen schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">22. Oktober 2013</a> dies: \u201cIch bin bereit!\u201d  (Spongebob)</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">22. Oktober 2013</a> dies: Breit?</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2013/06/sie-fragment-7/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u201cSag, warum bist du verschlossen, wenn du wei\u00dft, was du vermisst?\u201d\n\u2013 EAV: Es tut weh und es tut gut (B\u00e4ng, B\u00e4ng)\n\n\u2026 Er hatte nie an Wunder geglaubt, seit er sich zur\u00fcckerinnern konnte.\nWarum gerade jetzt? Immerhin hatte er sich schon oft genug den Kopf gesto\u00dfen beim Versuch, ihre Gunst zu gewinnen, und jedes Mal wartete er, bis die Wunde verheilt war, und nahm erneut Anlauf. Immer wieder jedoch hatte er selbst das Tor in ihr Herz verschlossen und konnte es doch nicht verhindern, dass Widersacher den Moment nutzten. Ihm blieb nichts \u00fcbrig als tatenlos zuzusehen, wie andere das bekamen, was er sich am meisten w\u00fcnschte.\nUnd doch kamen sie immer wieder zusammen, und das Spiel begann von neuem. Wie Katzen schlichen sie umeinander, stets wissend, dass die Krallen nur versteckt sind; und er brachte sie oft dazu, ihre Krallen an ihm zu wetzen. Und doch konnte und wollte er das niemals aufgeben. Er hatte niemals f\u00fcr jemanden so viel empfunden, und obwohl er jedes Mal versuchte, seine Wunden von anderen Katzen lecken zu lassen, blieb sie die Konstante, der Ruhepol in seinem Leben.\nWarum ausgerechnet sie ihm so viel bedeute, wollte sie nicht nur einmal wissen. Er wusste es nicht. War es m\u00f6glich, Gef\u00fchle zu erkl\u00e4ren? \u2014 Er hatte in seinem ganzen bisherigen Leben erst zweimal jemandem seine Liebe gestanden. Eine dieser Jemande war l\u00e4ngst fort, sie jedoch war auch Jahre sp\u00e4ter noch da. Sie hatte ihn verzaubert, seit er sie zum ersten Mal gesehen hatte. Zwar hatte er sich lange geweigert, es sich einzugestehen, aber letztlich schien doch, gemessen an ihr, jede andere Frau in seinem Leben wie ein j\u00e4mmerlicher und von Anfang an zum Scheitern verurteilter Versuch, sie zu ersetzen. Das war ihm nie gelungen.\nSie hatte ihm gew\u00e4hrt, worum er seit Jahren gefleht hatte. Das Tor stand offen, vielleicht zum letzten Mal. Diesmal schlug er es nicht zu, er schritt hindurch; und wenngleich er sich jahrelang immer wieder in Gedanken ausgemalt hatte, dass ihm schon das Bewusstsein, dass er wahrhaftig bei ihr sein konnte, den Atem nehmen w\u00fcrde, durchlebte er die folgenden Tage wie durch Nebel. Trotzdem warf alles, was geschehen war, mehr Fragen auf als es beantwortete. Wie in Trance h\u00f6rte er sich selbst \u201cich liebe dich\u201d sagen, als sie Abschied voneinander nahmen. Sollte es nochmals Jahre dauern?\nM\u00fchsam richtete er sich auf, tastete neben sich und sp\u00fcrte, dass er allein in seinem eigenen Bett aufgewacht war. Der Traum, der seit Jahren wie ein Echo immer wieder in seinem Kopf widerhallte, war vor\u00fcber. Oder fing er gerade erst an? Er wusste noch nicht, wohin dieser Weg f\u00fchren w\u00fcrde, aber er war sich sicher, er w\u00fcrde ihn niemals wieder verlassen. \u2026\n\n\u201cLiebe, Liebe, Liebelei; morgen ist sie vielleicht vorbei.\u201d\n\u2013 Tony Holiday: Tanze Samba mit mir\nKommentareDidi schrob am 21. Juni 2013 dies: Arrrrr!tux0r schrob am 21. Juni 2013 dies: Worauf ist denn das eine Antwort?Didi schrob am 21. Juni 2013 dies: Suggestivfrage. Das ist keine Antwort..tux schrob am 23. Juni 2013 dies: Ich mag Wurst.V\u00f6gelchen schrob am 22. Oktober 2013 dies: \u201cIch bin bereit!\u201d  (Spongebob)tux0r schrob am 22. Oktober 2013 dies: Breit?Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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Immer wieder war er gescheitert und letzten Endes wieder und wieder zerbrochen an dem, was er f\u00fcr Halt hielt. Die falschen Frauen, die falschen Freunde, die falschen Gelegenheiten lie\u00dfen ihn kurz aufflammen und blieben doch nicht mehr als ein Funke. Eine Begleiterin fr\u00fcherer Jahre hatte einmal zu ihm gesagt, es sei erschreckend, wie verbittert er sei, und tats\u00e4chlich f\u00fchlte er sich einer Existenz als grantelnder Greis n\u00e4her als der Jugend, die f\u00fcr ihn nur mehr wie eine verblassende Erinnerung schien.</p>\n<p>F\u00fcr sie, das wusste er, musste er mehr sein als das; nein, er <em>wollte</em> es. In den wenigen Wochen, die seit ihrem ersten Aufeinandertreffen vergangen waren, hatte sie fast jeden seiner Fehler erkannt, aufgezeigt und zu seiner Behebung beigetragen. Sie konnte ihm etwas geben, was ihm seit einem Jahrzehnt gefehlt hatte; sie konnte ihn aufbauen und ihm den Weg zeigen, den er so lange gesucht hatte. Dass auch sie nicht frei von Makeln war, war ihm egal. Wer, dachte er, wolle schon perfekt und ohne Kanten sein?</p>\n<p>Die angek\u00fcndigten Schmerzen lie\u00dfen auf sich warten. Ihr L\u00e4cheln begleitete ihn bis in seine Tr\u00e4ume, die Tage, die zwischen ihnen lagen, f\u00fchlten sich z\u00e4h an wie ein gekauter Kaugummi. L\u00e4ngst waren es mehr als nur die gemeinsamen Interessen, die sie verbanden, obwohl er nur schwer leugnen konnte, dass diese pl\u00f6tzlich einen sp\u00fcrbar gr\u00f6\u00dferen Raum in seinem Leben einnahmen als es bis dahin der Fall war.</p>\n<p>Als er sie zum ersten Mal verabschiedet hatte und fragte, wann er sie wiedersehen w\u00fcrde, antwortete sie ausweichend. Dessen ungeachtet musste er nicht auf die n\u00e4chste Versammlung der Interessensgemeinschaft warten, die sie beide letztlich zusammenfinden lie\u00df. Sie tauschten noch am gleichen Wochenende Kontaktdaten aus, und es ergab sich, dass er einer privaten Feier beiwohnen sollte, an der auch sie teilnahm. Der Abend verlief \u00fcberraschend, und obwohl keiner von ihnen das, was mit ihnen geschah, mit Worten in G\u00e4nze zu erfassen vermochte, genoss er es, sich fallen lassen zu k\u00f6nnen. So wenig sie beide auch zu Liebe bereit waren, so sehr versuchten sie doch, einander zu halten.</p>\n<p>Aber obwohl sie sich in den Wochen danach immer wieder sahen, sei es auf gr\u00f6\u00dferen Versammlungen, sei es im kleinen Kreis, ging ihm doch ihre Warnung vor ihr nicht aus dem Kopf.</p>\n<p>Dass der gro\u00dfe Knall irgendwann kommen w\u00fcrde, erschien ihm immer unwahrscheinlicher, je l\u00e4nger sein Weg ihn an ihrem Haus vorbei f\u00fchrte. Sie h\u00e4tte es l\u00e4ngst tun k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tte ihn in den Graben sto\u00dfen und dort vergessen k\u00f6nnen, wie es all die Frauen vor ihr irgendwann getan hatten. Aber sie war anders. Sie war <em>besser</em> in allem, was sie tat und <em>wie sie war</em>. Sie gab ihm zu verstehen, dass das, <em>was er war</em>, dem, was sie wollte, recht nahe kam; und obwohl es immer wieder Momente gab, in denen er den Weg verlie\u00df und sich in den Brennnesseln am Wegesrand verfing, st\u00f6rte sie sich nicht an den Quaddeln, die er davontrug.</p>\n<p>Er h\u00e4tte ihre Warnung nicht verdr\u00e4ngen sollen. \u2026</p>\n<hr>\n<p>\u201cBut you didn\u2019t have to cut me off,<br>\nmake out like it never happened<br>\nand that we were nothing.\u201d<br>\n<em>\u2013 Gotye: Somebody I used to know</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de/blog/2012/12/gotye-state-of-the-art/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0 \u00bb Blogarchiv \u00bb Gotye \u2013 State of the Art</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/09/sie-fragment-6-2-klimax/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. Dezember 2012</a> dies: [\u2026] That Used To Know\u201d bekannt, das, zugegeben, einen nicht \u00fcblen Text besitzt (ich zitierte bereits daraus). Zu diesem Lied gibt es ein ziemlich lustiges Video, in dem sich Gotye von einer nackten [\u2026]</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/09/sie-fragment-6-2-klimax/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u201cYou can get addicted to a certain kind of sadness,\nlike resignation to the end, always the end.\u201d\n\u2013 Gotye: Somebody I used to know\n\n\u2026 Als er aus seinem Traum erwachte, war sie fort.\nEs schien alles so aussichtsreich. Er hatte es nicht geschafft, sie davon zu \u00fcberzeugen, dass er trotz seines \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbildes jemand war, von dem sie sich fernhalten sollte. Sie glaubte ihm nicht. Sie sah ihn f\u00fcr eine gef\u00fchlte Ewigkeit aus ihren gro\u00dfen, jeden noch so starken Widerstand augenblicklich zerschlagenden Augen an und sagte, sie w\u00fcrde ihm eines Tages Schmerzen bereiten.\nEr hatte keine Ahnung, worauf er sich einlassen w\u00fcrde.\nEinen Gro\u00dfteil seines Lebens seit Ende seiner Jugend, die auch alles andere als glorreich verlaufen war, hatte er damit verbracht, sich selbst zu entdecken. Immer wieder war er gescheitert und letzten Endes wieder und wieder zerbrochen an dem, was er f\u00fcr Halt hielt. Die falschen Frauen, die falschen Freunde, die falschen Gelegenheiten lie\u00dfen ihn kurz aufflammen und blieben doch nicht mehr als ein Funke. Eine Begleiterin fr\u00fcherer Jahre hatte einmal zu ihm gesagt, es sei erschreckend, wie verbittert er sei, und tats\u00e4chlich f\u00fchlte er sich einer Existenz als grantelnder Greis n\u00e4her als der Jugend, die f\u00fcr ihn nur mehr wie eine verblassende Erinnerung schien.\nF\u00fcr sie, das wusste er, musste er mehr sein als das; nein, er wollte es. In den wenigen Wochen, die seit ihrem ersten Aufeinandertreffen vergangen waren, hatte sie fast jeden seiner Fehler erkannt, aufgezeigt und zu seiner Behebung beigetragen. Sie konnte ihm etwas geben, was ihm seit einem Jahrzehnt gefehlt hatte; sie konnte ihn aufbauen und ihm den Weg zeigen, den er so lange gesucht hatte. Dass auch sie nicht frei von Makeln war, war ihm egal. Wer, dachte er, wolle schon perfekt und ohne Kanten sein?\nDie angek\u00fcndigten Schmerzen lie\u00dfen auf sich warten. Ihr L\u00e4cheln begleitete ihn bis in seine Tr\u00e4ume, die Tage, die zwischen ihnen lagen, f\u00fchlten sich z\u00e4h an wie ein gekauter Kaugummi. L\u00e4ngst waren es mehr als nur die gemeinsamen Interessen, die sie verbanden, obwohl er nur schwer leugnen konnte, dass diese pl\u00f6tzlich einen sp\u00fcrbar gr\u00f6\u00dferen Raum in seinem Leben einnahmen als es bis dahin der Fall war.\nAls er sie zum ersten Mal verabschiedet hatte und fragte, wann er sie wiedersehen w\u00fcrde, antwortete sie ausweichend. Dessen ungeachtet musste er nicht auf die n\u00e4chste Versammlung der Interessensgemeinschaft warten, die sie beide letztlich zusammenfinden lie\u00df. Sie tauschten noch am gleichen Wochenende Kontaktdaten aus, und es ergab sich, dass er einer privaten Feier beiwohnen sollte, an der auch sie teilnahm. Der Abend verlief \u00fcberraschend, und obwohl keiner von ihnen das, was mit ihnen geschah, mit Worten in G\u00e4nze zu erfassen vermochte, genoss er es, sich fallen lassen zu k\u00f6nnen. So wenig sie beide auch zu Liebe bereit waren, so sehr versuchten sie doch, einander zu halten.\nAber obwohl sie sich in den Wochen danach immer wieder sahen, sei es auf gr\u00f6\u00dferen Versammlungen, sei es im kleinen Kreis, ging ihm doch ihre Warnung vor ihr nicht aus dem Kopf.\nDass der gro\u00dfe Knall irgendwann kommen w\u00fcrde, erschien ihm immer unwahrscheinlicher, je l\u00e4nger sein Weg ihn an ihrem Haus vorbei f\u00fchrte. Sie h\u00e4tte es l\u00e4ngst tun k\u00f6nnen. Sie h\u00e4tte ihn in den Graben sto\u00dfen und dort vergessen k\u00f6nnen, wie es all die Frauen vor ihr irgendwann getan hatten. Aber sie war anders. Sie war besser in allem, was sie tat und wie sie war. Sie gab ihm zu verstehen, dass das, was er war, dem, was sie wollte, recht nahe kam; und obwohl es immer wieder Momente gab, in denen er den Weg verlie\u00df und sich in den Brennnesseln am Wegesrand verfing, st\u00f6rte sie sich nicht an den Quaddeln, die er davontrug.\nEr h\u00e4tte ihre Warnung nicht verdr\u00e4ngen sollen. \u2026\n\n\u201cBut you didn\u2019t have to cut me off,\nmake out like it never happened\nand that we were nothing.\u201d\n\u2013 Gotye: Somebody I used to know\nKommentareHirnfick 2.0 \u00bb Blogarchiv \u00bb Gotye \u2013 State of the Art schrob am 3. Dezember 2012 dies: [\u2026] That Used To Know\u201d bekannt, das, zugegeben, einen nicht \u00fcblen Text besitzt (ich zitierte bereits daraus). Zu diesem Lied gibt es ein ziemlich lustiges Video, in dem sich Gotye von einer nackten [\u2026]Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "content_text": "\u2026 Er hatte nicht mit ihr gerechnet.\nUnz\u00e4hlige Male schon war er in dieser kleinen Stadt gewesen, hatte einen Teil der, wie die Anderen sagten, besten Jahre seines Lebens dort zugebracht und letztlich verschwendet. Er sah Freunde wie Feinde kommen und gehen, lie\u00df seine Leidenschaften aufbl\u00fchen und verwelken, wie sie ihm gerade geschahen. Es war bequem, aber es f\u00fcllte ihn nicht aus. Die Leere hatte ihn begleitet, seit er seine Jugend hinter sich gelassen hatte, und so oft er sich auch der Feier und der Lust hingab, so oft kehrte sie zur\u00fcck. Er dachte an Sisyphos, den griechischen Sagenhelden, und an dessen Los, eine schwere Last vergebens einen Hang hinaufzustemmen.\nAls in ihm die neue Leidenschaft aufflammte, war er noch immer ruhelos. Er wollte Antworten, doch jede Antwort warf neue Fragen auf, und jede Frage war ein weiterer Schnitt. Er w\u00e4hnte sich verloren in dem Dickicht, das er selbst immer wieder aufforstete, um der Leere zu entgehen. Auch deshalb nahm er die Gelegenheit wahr. Er brach die Br\u00fccken ab, die ihn bis dahin \u00fcber die Leere geleitet hatten, und gab sich dem hin, was, wie er einmal gelesen hatte, manche Menschen als \u201cneues Leben\u201d bezeichnen. Er mochte diese Worte nicht.\nTats\u00e4chlich aber f\u00fchlte es sich f\u00fcr ihn wie ein Neuanfang an. Er sch\u00e4tzte es, in den Kreisen derer zu verkehren, die seine Begeisterung teilten, und sich mit ihnen auszutauschen. Bis zu diesem Tag hatte sich hierbei nie etwas Einschneidendes ereignet.\nDieses Mal war etwas anders.\nEs hatte harmlos begonnen. Als er den Treffpunkt erreichte, traf er auf viele alte und neue Bekannte. Er scherzte mit ihnen und ging auf in den Gespr\u00e4chen, die er f\u00fchrte, und verga\u00df hier\u00fcber endlich, weshalb er so weit gekommen war und warum er \u00fcberhaupt hier war; er verga\u00df, wovor er geflohen war, und es interessierte ihn auch nicht mehr. Vergessen waren die Jahre, die sich f\u00fcr ihn anf\u00fchlten wie eine endlos scheinende Visualisierung des St\u00fcckes \u201cDomed\u201d von And Also The Trees.\nDann sah er sie.\nSie stand am anderen Ende der Schlange, in der er sich gerade befand, und strahlte ihn an. Ihr Blick war von einer Tiefe, die er bis dahin nicht kannte, und so wenig er dieses Wort auch sch\u00e4tzte, so kam er doch nicht umhin, ihre Erscheinung (\u201cwie eine Marienerscheinung\u201d dachte er) insgesamt als s\u00fc\u00df zu empfinden, und sch\u00e4mte sich f\u00fcr dieses Wort. Er kannte ihren Namen, immerhin (stand er auf ihrer Brust und) hatten sie sich in der Vergangenheit schon ausgetauscht. Nicht einmal im Traum allerdings h\u00e4tte er vermutet, dass sich hinter diesem ein L\u00e4cheln wie ihres verbergen w\u00fcrde.\nJe l\u00e4nger er sich widersetzte, je mehr er versuchte, das Unausweichliche zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, desto lauter spielte der l\u00e4ngst vergessene Plattenspieler in seinem Kopf Lieder aus vergangenen Zeiten. In another land I try to find somebody. L\u00e4ngst stand er nicht mehr in der Schlange, er fiel. Die Menschen, die vor und hinter ihm sprachen und lachten, bemerkten es nicht.\nNein, er hatte nicht mit ihr gerechnet. \u2026\nKommentare.tux schrob am 27. Juli 2012 dies: *furz*tux0r schrob am 27. Juli 2012 dies: Gef\u00e4llt mir.Didi schrob am 27. Juli 2012 dies: Was f\u00fcr\u2019n Schmalz.Anonym schrob am 29. Juli 2012 dies: Was f\u00fcr ein widerlicher Ekelschmalz.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "title": "Wie die Anderen (extra): Amazon roman-tisch?",
            "content_html": "<p><em>(Vorbemerkung: Dies ist ein Sonderteil meiner losen Reihe <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/08/wie-die-anderen-ein-experiment/\&quot;" data-wpel-link="internal">\u201cWie die Anderen\u201d</a>, diesmal inspiriert von <a href="\&quot;http://www.sueddeutsche.de/kultur/gedicht-zum-konflikt-zwischen-israel-und-iran-was-gesagt-werden-muss-1.1325809\&quot;" data-wpel-link="internal">G\u00fcnter Grass</a>; \u201cSonderteil\u201d deshalb, weil Herr Grass nicht bloggt.)</em></p>\n<p>Warum schweige ich, verschweige zu lange,<br>\nwas offensichtlich ist und in Planspielen<br>\nge\u00fcbt wurde, an deren Ende als Kunden<br>\nwir allenfalls ratlos sind.</p>\n<p>Es ist die behauptete Intelligenz,<br>\ndie k\u00fcnstliche, von Menschen gemacht,<br>\ndie uns allerlei Weisheit beschert<br>\noder es versucht.</p>\n<p>Das allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,<br>\ndem sich mein Schweigen untergeordnet hat,<br>\nempfinde ich als belastende L\u00fcge<br>\nund Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,<br>\nsobald er mi\u00dfachtet wird;<br>\ndas Verdikt \u201cKlugschei\u00dferei\u201d ist gel\u00e4ufig.</p>\n<p>Doch staune ich nicht schlecht<br>\n\u00fcber des Amazons wundersame Algorithmen,<br>\ndie da einen Roman nicht einmal erkennen w\u00fcrden,<br>\nwenn er die Verantwortlichen daselbst<br>\nin den Hintern tr\u00e4te.</p>\n<p><a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Amazon-Algorithmen.png\&quot;" data-wpel-link="internal"><img decoding=\"async\" src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Amazon-Algorithmen-300x66.png\" alt title=\"Amazon-Algorithmen\" width=\"300\" height=\"66\" class=\"alignnone size-medium wp-image-6224\" srcset=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Amazon-Algorithmen-300x66.png 300w, https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Amazon-Algorithmen-120x26.png 120w, https://tuxproject.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Amazon-Algorithmen.png 803w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\"></a></p>\n<p><em>(Nachbemerkung: Sollte ich eine der Marotten der in dieser Reihe parodierten Autoren versehentlich nicht eingebaut haben, so seid ihr nat\u00fcrlich herzlich eingeladen, es besser zu machen \u2013 gern mit Trackback und/oder Kommentar hier unten drunter.)</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://ju.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/04/wie-die-anderen-extra-amazon-roman-tisch/\&quot;" data-wpel-link="internal">5. April 2012</a> dies: Ist jeder beliebige Text \nmit Absatz schon ein Gedicht, \nheutzutage?</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/04/wie-die-anderen-extra-amazon-roman-tisch/\&quot;" data-wpel-link="internal">5. April 2012</a> dies: Nein, es m\u00fcssen\nmehrere Abs\u00e4tze sein,\ndu Banause.\n\nAuch von Vorteil w\u00e4re es,\nwenn du\neinen Schnauzbart dir wachsen\nlie\u00dfest.</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/04/wie-die-anderen-extra-amazon-roman-tisch/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "(Vorbemerkung: Dies ist ein Sonderteil meiner losen Reihe \u201cWie die Anderen\u201d, diesmal inspiriert von G\u00fcnter Grass; \u201cSonderteil\u201d deshalb, weil Herr Grass nicht bloggt.)\nWarum schweige ich, verschweige zu lange,\nwas offensichtlich ist und in Planspielen\nge\u00fcbt wurde, an deren Ende als Kunden\nwir allenfalls ratlos sind.\nEs ist die behauptete Intelligenz,\ndie k\u00fcnstliche, von Menschen gemacht,\ndie uns allerlei Weisheit beschert\noder es versucht.\nDas allgemeine Verschweigen dieses Tatbestandes,\ndem sich mein Schweigen untergeordnet hat,\nempfinde ich als belastende L\u00fcge\nund Zwang, der Strafe in Aussicht stellt,\nsobald er mi\u00dfachtet wird;\ndas Verdikt \u201cKlugschei\u00dferei\u201d ist gel\u00e4ufig.\nDoch staune ich nicht schlecht\n\u00fcber des Amazons wundersame Algorithmen,\ndie da einen Roman nicht einmal erkennen w\u00fcrden,\nwenn er die Verantwortlichen daselbst\nin den Hintern tr\u00e4te.\n\n(Nachbemerkung: Sollte ich eine der Marotten der in dieser Reihe parodierten Autoren versehentlich nicht eingebaut haben, so seid ihr nat\u00fcrlich herzlich eingeladen, es besser zu machen \u2013 gern mit Trackback und/oder Kommentar hier unten drunter.)\nKommentare.tux schrob am 5. April 2012 dies: Ist jeder beliebige Text \nmit Absatz schon ein Gedicht, \nheutzutage?tux0r schrob am 5. April 2012 dies: Nein, es m\u00fcssen\nmehrere Abs\u00e4tze sein,\ndu Banause.\n\nAuch von Vorteil w\u00e4re es,\nwenn du\neinen Schnauzbart dir wachsen\nlie\u00dfest.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2012-04-04T17:15:30+02:00",
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            "title": "\u2026 weil er lacht, weil er lebt \u2026",
            "content_html": "<p>Eines Tages kam der Mensch an einen Fluss, der seinen Weg kreuzte. \u201cEi\u201d, sprach der Mensch, \u201cvielleicht hilft mir der Fluss, meine Sorgen zu vergessen.\u201d Und so setzte sich der Mensch an den Fluss und nahm die gleichf\u00f6rmigen Bewegungen des Wassers in sich auf.</p>\n<p>Als er eine Weile so gesessen hatte, kam eine Ente des Weges geschwommen. Sie fragte den Menschen: \u201cAch, Mensch, warum schaust du so betr\u00fcbt drein?\u201d Der Mensch erschrak, von der unerwarteten Anrede \u00fcberrascht. \u201cEnte, warum kannst du sprechen?\u201d fragte er.</p>\n<p>Die Ente erwiderte: \u201cSind wir nicht allesamt Lebewesen? W\u00e4re es nicht absurd, spr\u00e4chen wir keine gemeinsame Sprache, wir Enten und ihr Menschen? Wir Enten k\u00f6nnen schon immer mit euch Menschen reden. Au\u00dferdem bist du betrunken.\u201d</p>\n<p>\u201cAch so\u201d, sagte der Mensch. \u201cBetr\u00fcbt bin ich, weil ich mit dem Leben unzufrieden bin und dich nun hier sehe, wie du sorglos -\u201d</p>\n<p>\u201cHalt!\u201d, unterbrach ihn die Ente. \u201cWieso sollte ich sorglos sein, nur weil ich nicht jedem mein Leid klage?\u201d</p>\n<p>\u201cEntschuldige, Ente; wie du hier also entlangschwimmst, als k\u00f6nne dich nichts ersch\u00fcttern, w\u00e4hrend mich die Sorgen plagen.\u201d</p>\n<p>\u201cSorgen sind kein Grund, sich der Tr\u00fcbsal hinzugeben. Wichtig ist, dass man sein Leben lebt. Jeder ist seines Gl\u00fcckes Schmied, und wenn das Leben dir Melonen gibt, mach Marmelade daraus. Lass die Sonne rein!\u201d</p>\n<p>Nach kurzem Z\u00f6gern erhellte sich das Gesicht des Menschen. \u201cSo habe ich das noch gar nicht gesehen!\u201d rief er. \u201cIch danke dir vielmals, Ente! Kommst du noch mit auf einen Kaffee?\u201d</p>\n<p>\u201cNein, ich muss noch fahren\u201d, sprach die Ente, \u201caber ich danke dir f\u00fcr die Einladung!\u201d</p>\n<p>\u201cSchade!\u201d bedauerte der Mensch die Ente. \u201cDennoch danke ich dir f\u00fcr alles, mein Freund!\u201d</p>\n<p>Und frohen Mutes schritt er davon. Die Ente aber sah ihm noch lange nach und seufzte.</p>\n<p><em>(Nimm das, Antoine de Saint-Exup\u00e9ry!)</em></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://ju.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/03/weil-er-lacht-weil-er-lebt/\&quot;" data-wpel-link="internal">27. M\u00e4rz 2012</a> dies: Herbert Gr\u00f6nemeyer? Echt jetzt?   <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_neutral_new.gif\" alt=\":|\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/03/weil-er-lacht-weil-er-lebt/\&quot;" data-wpel-link="internal">27. M\u00e4rz 2012</a> dies: Interessant, dass du das als erstes bemerkst\u2026  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif\" alt=\":)\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://ju.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/03/weil-er-lacht-weil-er-lebt/\&quot;" data-wpel-link="internal">27. M\u00e4rz 2012</a> dies: nein, ich wollte nur nicht <em>schonwieder</em> schreiben: \u201cund? welche Frau <em>dieses Mal</em>?\u201d</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/03/weil-er-lacht-weil-er-lebt/\&quot;" data-wpel-link="internal">27. M\u00e4rz 2012</a> dies: Das w\u00e4re ja auch abwegig, Gr\u00f6nemeyer ist unsexy.</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2012/03/weil-er-lacht-weil-er-lebt/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "Eines Tages kam der Mensch an einen Fluss, der seinen Weg kreuzte. \u201cEi\u201d, sprach der Mensch, \u201cvielleicht hilft mir der Fluss, meine Sorgen zu vergessen.\u201d Und so setzte sich der Mensch an den Fluss und nahm die gleichf\u00f6rmigen Bewegungen des Wassers in sich auf.\nAls er eine Weile so gesessen hatte, kam eine Ente des Weges geschwommen. Sie fragte den Menschen: \u201cAch, Mensch, warum schaust du so betr\u00fcbt drein?\u201d Der Mensch erschrak, von der unerwarteten Anrede \u00fcberrascht. \u201cEnte, warum kannst du sprechen?\u201d fragte er.\nDie Ente erwiderte: \u201cSind wir nicht allesamt Lebewesen? W\u00e4re es nicht absurd, spr\u00e4chen wir keine gemeinsame Sprache, wir Enten und ihr Menschen? Wir Enten k\u00f6nnen schon immer mit euch Menschen reden. Au\u00dferdem bist du betrunken.\u201d\n\u201cAch so\u201d, sagte der Mensch. \u201cBetr\u00fcbt bin ich, weil ich mit dem Leben unzufrieden bin und dich nun hier sehe, wie du sorglos -\u201d\n\u201cHalt!\u201d, unterbrach ihn die Ente. \u201cWieso sollte ich sorglos sein, nur weil ich nicht jedem mein Leid klage?\u201d\n\u201cEntschuldige, Ente; wie du hier also entlangschwimmst, als k\u00f6nne dich nichts ersch\u00fcttern, w\u00e4hrend mich die Sorgen plagen.\u201d\n\u201cSorgen sind kein Grund, sich der Tr\u00fcbsal hinzugeben. Wichtig ist, dass man sein Leben lebt. Jeder ist seines Gl\u00fcckes Schmied, und wenn das Leben dir Melonen gibt, mach Marmelade daraus. Lass die Sonne rein!\u201d\nNach kurzem Z\u00f6gern erhellte sich das Gesicht des Menschen. \u201cSo habe ich das noch gar nicht gesehen!\u201d rief er. \u201cIch danke dir vielmals, Ente! Kommst du noch mit auf einen Kaffee?\u201d\n\u201cNein, ich muss noch fahren\u201d, sprach die Ente, \u201caber ich danke dir f\u00fcr die Einladung!\u201d\n\u201cSchade!\u201d bedauerte der Mensch die Ente. \u201cDennoch danke ich dir f\u00fcr alles, mein Freund!\u201d\nUnd frohen Mutes schritt er davon. Die Ente aber sah ihm noch lange nach und seufzte.\n(Nimm das, Antoine de Saint-Exup\u00e9ry!)\nKommentare.tux schrob am 27. M\u00e4rz 2012 dies: Herbert Gr\u00f6nemeyer? Echt jetzt?    tux0r schrob am 27. M\u00e4rz 2012 dies: Interessant, dass du das als erstes bemerkst\u2026   .tux schrob am 27. M\u00e4rz 2012 dies: nein, ich wollte nur nicht schonwieder schreiben: \u201cund? welche Frau dieses Mal?\u201dtux0r schrob am 27. M\u00e4rz 2012 dies: Das w\u00e4re ja auch abwegig, Gr\u00f6nemeyer ist unsexy.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2012-03-26T15:25:38+02:00",
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            "content_text": "Der Morgen erwacht,\nund \u00fcber der Nacht\nliegt Schweigen.\nDen W\u00f6lfen ihr Heulen\nlud sie mit den Eulen\nzum Reigen.\nSie g\u2019nossen den Abend,\nnach einander darbend,\nam Meer.\nSie liebten den Hafen,\nwo sie sich einst trafen,\nd\u2019rum sehr.\nEr h\u00f6rte das Tosen\nund schenkte ihr Rosen\nund Wicken.\nDie Nacht brach herein,\nsie blieben allein,\num zu bumsen.\n(Abt.: Ist das nicht s\u00fc\u00df?)\nQuelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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Eigentlich, ihr Parteien, die ihr <em>gar nicht erst versucht</em>, den Eindruck zu erwecken, ihr h\u00e4ttet auch so etwas wie Inhalt, k\u00f6nntet ihr statt der \u00fcblichen hohlen Phrasen genau so gut \u201cEin ganzer Kerl dank Chappi\u201d <a href="\&quot;http://blah.tamagothi.de/2011/05/22/suchbegriff-des-tages-wahlplakat-satire/\&quot;" data-wpel-link="internal">hinschreiben</a>. Das w\u00fcrde auf diesen Plakatw\u00e4nden vielleicht sogar ein wenig Platz sparen: Ein Plakat pro Partei gen\u00fcgt dann vollends.</p>\n<p><a href="\&quot;http://www.fakeblog.de/2011/03/10/vertrau-keinem-plakat-informier-dich/\&quot;" data-wpel-link="internal">\u201cVertrau keinem Plakat \u2014 informier dich!\u201d</a></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://http//www.atomkraftheilheil.fdp.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">2. September 2011</a> dies: wusste gar nicht, dass die Linkejugend (wieso wollte ich Hitlerjugend schreiben?) neuerdings Wahlplakate im Design nutzt welches aus Stalins Bart gekrochen h\u00e4tte k\u00f6nnen..</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">2. September 2011</a> dies: \u00dcberrascht es dich?</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">2. September 2011</a> dies: Welche Partei ist so hirnverbrannt, vor Wahlen Inhalte vermitteln zu wollen?\nDu selbst hast bewiesen, dass sich Phrasen, wie \u201cEin ganzer Kerl dank Chappi\u201d, einbrennen. Es d\u00fcrfte keine Partei geben, die dieses Prinzip nicht zu ihren Gunsten umsetzt, es sei denn, es handelte sich um Amateure.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">2. September 2011</a> dies: Andersherum: Welcher W\u00e4hler ist so hirnverbrannt, Parteien zu w\u00e4hlen, die ihn f\u00fcr dumm verkaufen wollen?</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. September 2011</a> dies: Den Rechtschreibfehler oben bitte ich zu berichtigen.\nDeshalb w\u00e4hle ich ja auch nicht.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. September 2011</a> dies: Erledigt; und: Denk dran, wer nicht w\u00e4hlt, w\u00e4hlt die CDU.</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. September 2011</a> dies: Ich w\u00e4hle jetzt Apfel, Orange, Birne oder verfaulten Fisch. Mal sehen, was ich aufsammeln kann. Und danach zum K\u00fcchengarten, um zu h\u00f6ren, was die Piraten so f\u00fcr \u2019nen Unsinn erz\u00e4hlen. Bis sp\u00e4ter.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. September 2011</a> dies: Gottchen, wie r\u00fcckst\u00e4ndig. Aber: Viel Spa\u00df bei deiner niveaulosen T\u00e4tigkeit.</li><li>Linker aus WF schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">4. September 2011</a> dies: Hallo chronisch schlecht gelaunter P\u00f6bel-Pirat,\nwenn die Plakatfl\u00e4che am Kornmarkt von den Piraten nicht gebraucht wird, braucht sich auch kein Pirat(en-Fan) \u00fcber andere Plakate aufregen.\nUnd wenn dann auff\u00e4llt, dass man da ja doch ein eigenes Plakat hinh\u00e4ngen k\u00f6nnte, dann geht des mit einer Ladung Kleister und einem Plakat g\u00e4nzlich schmerzlos. Ohne Beschwerde und ohne deine in Datenm\u00fcll verwandelte Langeweile.\n\nGr\u00fc\u00df die Ausbeuter von der unteren Gesellschaftsschicht!</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">4. September 2011</a> dies: Haben die Linken denn die Piraten gefragt, ob diese die Fl\u00e4che noch ben\u00f6tigen?\nMeines Wissens nicht, sie haben sich eigenm\u00e4chtig ihrer bem\u00e4chtigt.\n\n\u201cEigentum f\u00fcr alle\u201d ist ja sch\u00f6n und gut, so lange es nur fremdes Eigentum ist, eh?\n\nIch bedanke mich ansonsten, nat\u00fcrlich, herzlich f\u00fcr diesen Kommentar und insbesondere das L\u00e4cheln, das er mir verursachte, denn jemand, der sich diesen Beitrag komplett durchgelesen hat UND sich dann noch die Zeit nimmt, ihn zu kommentieren, zeigt mir doch deutlich, dass <em>in Datenm\u00fcll verwandelte Langeweile</em> offenbar f\u00fcr nachhaltigen Eindruck bei Besuchern sorgt. Anders gesagt: Zugabe?</li><li>Linker aus WF schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">4. September 2011</a> dies: Jungchen, es war bislang \u00fcblich, so h\u00f6rte ich jedenfalls, dass Piraten und Linke in WF sorgsam miteinander umgehen und sich sogar Hinweise auf besch\u00e4digte Plakatpappen geben. Aber du bist wohl die Ausnahme, die die Regel best\u00e4tigt. \n\nUnd die Stelltafeln sind im \u00dcbrigen kein Eigentum der Parteien sondern der Stadt. Dort kannst du dich am besten gleich morgen fr\u00fch beschweren, um dem hier dargebotenen Spie\u00dfertum noch das Sahneh\u00e4ubchen aufzusetzen.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">4. September 2011</a> dies: Nun, die Piraten WF waren nicht angetan davon, insofern kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten, dass hier kein sorgsamer Umgang, sondern r\u00fccksichtsloser Egoismus gepflegt wird. Was spie\u00dfig daran ist, es nicht gut zu finden, dass die realsozialistische Linke mit ihren Kampfansagen ungefragt (!) Werbefl\u00e4chen <em>meiner Partei</em> annektiert, m\u00f6ge man mir noch eben kurz erkl\u00e4ren. Aber ja, so ist das Weltbild der \u201cLinken\u201d: Es gibt nur Linke und Spie\u00dfer. Schon verstanden.\n\nUnd wenn ich das Geschw\u00e4tz von Frau L\u00f6tszsch, deren Namen ich nie so richtig in den Griff bekomme, und ihren antisemitischen ehemaligen Stasifreunden so h\u00f6re, kann ich stolz behaupten:\n\n<strong>Ich bin furchtbar gern Spie\u00dfer!</strong>\n\n(Gut, dass ich kein Auto habe \u2014 sonst bek\u00e4me ich alsbald \u201cBesuch\u201d, hm?)\n\n<hr>\n\nNachtrag, nur zur Klarstellung: Ja, ich spiele hier bewusst mit Klischees, ja, ich habe einige Freunde, die der \u201cLinken\u201d nahe stehen, aber so eine Aktion finde ich v\u00f6llig daneben.</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/09/leere-gesichter/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
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Eigentlich, ihr Parteien, die ihr gar nicht erst versucht, den Eindruck zu erwecken, ihr h\u00e4ttet auch so etwas wie Inhalt, k\u00f6nntet ihr statt der \u00fcblichen hohlen Phrasen genau so gut \u201cEin ganzer Kerl dank Chappi\u201d hinschreiben. Das w\u00fcrde auf diesen Plakatw\u00e4nden vielleicht sogar ein wenig Platz sparen: Ein Plakat pro Partei gen\u00fcgt dann vollends.\n\u201cVertrau keinem Plakat \u2014 informier dich!\u201d\nKommentare.tux schrob am 2. September 2011 dies: wusste gar nicht, dass die Linkejugend (wieso wollte ich Hitlerjugend schreiben?) neuerdings Wahlplakate im Design nutzt welches aus Stalins Bart gekrochen h\u00e4tte k\u00f6nnen..tux0r schrob am 2. September 2011 dies: \u00dcberrascht es dich?Didi schrob am 2. September 2011 dies: Welche Partei ist so hirnverbrannt, vor Wahlen Inhalte vermitteln zu wollen?\nDu selbst hast bewiesen, dass sich Phrasen, wie \u201cEin ganzer Kerl dank Chappi\u201d, einbrennen. Es d\u00fcrfte keine Partei geben, die dieses Prinzip nicht zu ihren Gunsten umsetzt, es sei denn, es handelte sich um Amateure.tux0r schrob am 2. September 2011 dies: Andersherum: Welcher W\u00e4hler ist so hirnverbrannt, Parteien zu w\u00e4hlen, die ihn f\u00fcr dumm verkaufen wollen?Didi schrob am 3. September 2011 dies: Den Rechtschreibfehler oben bitte ich zu berichtigen.\nDeshalb w\u00e4hle ich ja auch nicht.tux0r schrob am 3. September 2011 dies: Erledigt; und: Denk dran, wer nicht w\u00e4hlt, w\u00e4hlt die CDU.Didi schrob am 3. September 2011 dies: Ich w\u00e4hle jetzt Apfel, Orange, Birne oder verfaulten Fisch. Mal sehen, was ich aufsammeln kann. Und danach zum K\u00fcchengarten, um zu h\u00f6ren, was die Piraten so f\u00fcr \u2019nen Unsinn erz\u00e4hlen. Bis sp\u00e4ter.tux0r schrob am 3. September 2011 dies: Gottchen, wie r\u00fcckst\u00e4ndig. Aber: Viel Spa\u00df bei deiner niveaulosen T\u00e4tigkeit.Linker aus WF schrob am 4. September 2011 dies: Hallo chronisch schlecht gelaunter P\u00f6bel-Pirat,\nwenn die Plakatfl\u00e4che am Kornmarkt von den Piraten nicht gebraucht wird, braucht sich auch kein Pirat(en-Fan) \u00fcber andere Plakate aufregen.\nUnd wenn dann auff\u00e4llt, dass man da ja doch ein eigenes Plakat hinh\u00e4ngen k\u00f6nnte, dann geht des mit einer Ladung Kleister und einem Plakat g\u00e4nzlich schmerzlos. Ohne Beschwerde und ohne deine in Datenm\u00fcll verwandelte Langeweile.\n\nGr\u00fc\u00df die Ausbeuter von der unteren Gesellschaftsschicht!tux0r schrob am 4. September 2011 dies: Haben die Linken denn die Piraten gefragt, ob diese die Fl\u00e4che noch ben\u00f6tigen?\nMeines Wissens nicht, sie haben sich eigenm\u00e4chtig ihrer bem\u00e4chtigt.\n\n\u201cEigentum f\u00fcr alle\u201d ist ja sch\u00f6n und gut, so lange es nur fremdes Eigentum ist, eh?\n\nIch bedanke mich ansonsten, nat\u00fcrlich, herzlich f\u00fcr diesen Kommentar und insbesondere das L\u00e4cheln, das er mir verursachte, denn jemand, der sich diesen Beitrag komplett durchgelesen hat UND sich dann noch die Zeit nimmt, ihn zu kommentieren, zeigt mir doch deutlich, dass in Datenm\u00fcll verwandelte Langeweile offenbar f\u00fcr nachhaltigen Eindruck bei Besuchern sorgt. Anders gesagt: Zugabe?Linker aus WF schrob am 4. September 2011 dies: Jungchen, es war bislang \u00fcblich, so h\u00f6rte ich jedenfalls, dass Piraten und Linke in WF sorgsam miteinander umgehen und sich sogar Hinweise auf besch\u00e4digte Plakatpappen geben. Aber du bist wohl die Ausnahme, die die Regel best\u00e4tigt. \n\nUnd die Stelltafeln sind im \u00dcbrigen kein Eigentum der Parteien sondern der Stadt. Dort kannst du dich am besten gleich morgen fr\u00fch beschweren, um dem hier dargebotenen Spie\u00dfertum noch das Sahneh\u00e4ubchen aufzusetzen.tux0r schrob am 4. September 2011 dies: Nun, die Piraten WF waren nicht angetan davon, insofern kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten, dass hier kein sorgsamer Umgang, sondern r\u00fccksichtsloser Egoismus gepflegt wird. Was spie\u00dfig daran ist, es nicht gut zu finden, dass die realsozialistische Linke mit ihren Kampfansagen ungefragt (!) Werbefl\u00e4chen meiner Partei annektiert, m\u00f6ge man mir noch eben kurz erkl\u00e4ren. Aber ja, so ist das Weltbild der \u201cLinken\u201d: Es gibt nur Linke und Spie\u00dfer. Schon verstanden.\n\nUnd wenn ich das Geschw\u00e4tz von Frau L\u00f6tszsch, deren Namen ich nie so richtig in den Griff bekomme, und ihren antisemitischen ehemaligen Stasifreunden so h\u00f6re, kann ich stolz behaupten:\n\nIch bin furchtbar gern Spie\u00dfer!\n\n(Gut, dass ich kein Auto habe \u2014 sonst bek\u00e4me ich alsbald \u201cBesuch\u201d, hm?)\n\n\n\nNachtrag, nur zur Klarstellung: Ja, ich spiele hier bewusst mit Klischees, ja, ich habe einige Freunde, die der \u201cLinken\u201d nahe stehen, aber so eine Aktion finde ich v\u00f6llig daneben.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "content_html": "<p>\u2026 Es war schon seltsam, dachte er; es waren erst wenige Tage vergangen, seit er <em>sie</em> zuletzt gesehen hatte, und doch kam es ihm vor, als l\u00e4gen Jahre dazwischen.</p>\n<p>Je mehr Zeit aber verstrich, um so deutlicher sah er sie vor sich, sah das Caf\u00e9, in dem sie sich kennen gelernt hatten, blickte tief in ihre Augen; und wachte doch immer wieder auf und sah sich ins Leere starren.</p>\n<p>Sie hatte eine eigenartige Faszination an sich. Ihr L\u00e4cheln hatte ihn von Anfang an verzaubert. Und sie war so nah und doch f\u00fcr ihn kaum greifbar. Wie so oft wollte er alles besser machen, sie nicht verschrecken aus blo\u00dfem Missgeschick. Nur keinen Stress, nie wieder, das hatten sie sich versprochen. Den Moment genie\u00dfen, ohne an den n\u00e4chsten denken zu m\u00fcssen. Und doch begann er zu zweifeln. Hatte er den richtigen Weg eingeschlagen?</p>\n<p>Vielleicht sollte er endlich handeln. Es schien so einfach, ein Griff zum Telefonh\u00f6rer, eine Nummer w\u00e4hlen und endlich wieder ihre Stimme h\u00f6ren.</p>\n<p>Aber war es nicht gerade diese <em>Ungeduld</em>, die ihn schon Jahre zuvor um sein Gl\u00fcck gebracht hatte? Er w\u00fcrde sie jetzt gerade, in diesem Augenblick, so vieles fragen oder ihr schweigend beim L\u00e4cheln zusehen, das war ihm jetzt gerade, in diesem Augenblick, vollkommen gleichg\u00fcltig, wenn sie nur bei ihm w\u00e4re. Er wusste, die Antwort w\u00fcrde er ohnehin nicht h\u00f6ren wollen; doch worauf sollte er noch hoffen? Nur ein Wort von ihr, und es w\u00fcrde vorbei sein. All die ungewissen Stunden, Tage w\u00fcrden der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Und vielleicht w\u00fcrde das auch bedeuten, dass ihm <em>bewusst wurde</em>, dass sie ihn l\u00e4ngst abgewiesen hatte.</p>\n<p>War es das wert?</p>\n<p>Ihm wurde pl\u00f6tzlich klar, <em>wie wenig</em> er eigentlich \u00fcber sie wusste. Wo sie jetzt wohl war? <em>(War sie allein?)</em> Er kam sich so klein vor wie seit Jahren nicht mehr. </p>\n<p>Aus dem Internetradio kn\u00f6delte Mike Patton:<br>\n<em>\u201cThat\u2019s why I\u2019m easy; I\u2019m easy like Sunday morning \u2026\u201d</em></p>\n<p>Nie zuvor war ihm ein Sonntag so schwer gefallen. \u2026</p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">20. Juli 2011</a> dies: Hier trieft es.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">20. Juli 2011</a> dies: Tjaja, das Alter.</li><li><a href="\&quot;http://http//www.atomkraftheilheil.fdp.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">21. Juli 2011</a> dies: du verliehiebter.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">21. Juli 2011</a> dies: Das ist <strong>deine</strong> Interpretation!</li><li><a href="\&quot;http://http//www.atomkraftheilheil.fdp.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">.tux</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">22. Juli 2011</a> dies: ja, das ist meine <strong>Interpretation</strong></li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">22. Juli 2011</a> dies: Du Interpreter!</li><li>Anonym schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">22. Oktober 2013</a> dies: Ausgerechnet Mike</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">22. Oktober 2013</a> dies: Mike hat mit Fant\u00f4mas viel Gutes aufgenommen!</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/07/sie-fragment-5/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u2026 Es war schon seltsam, dachte er; es waren erst wenige Tage vergangen, seit er sie zuletzt gesehen hatte, und doch kam es ihm vor, als l\u00e4gen Jahre dazwischen.\nJe mehr Zeit aber verstrich, um so deutlicher sah er sie vor sich, sah das Caf\u00e9, in dem sie sich kennen gelernt hatten, blickte tief in ihre Augen; und wachte doch immer wieder auf und sah sich ins Leere starren.\nSie hatte eine eigenartige Faszination an sich. Ihr L\u00e4cheln hatte ihn von Anfang an verzaubert. Und sie war so nah und doch f\u00fcr ihn kaum greifbar. Wie so oft wollte er alles besser machen, sie nicht verschrecken aus blo\u00dfem Missgeschick. Nur keinen Stress, nie wieder, das hatten sie sich versprochen. Den Moment genie\u00dfen, ohne an den n\u00e4chsten denken zu m\u00fcssen. Und doch begann er zu zweifeln. Hatte er den richtigen Weg eingeschlagen?\nVielleicht sollte er endlich handeln. Es schien so einfach, ein Griff zum Telefonh\u00f6rer, eine Nummer w\u00e4hlen und endlich wieder ihre Stimme h\u00f6ren.\nAber war es nicht gerade diese Ungeduld, die ihn schon Jahre zuvor um sein Gl\u00fcck gebracht hatte? Er w\u00fcrde sie jetzt gerade, in diesem Augenblick, so vieles fragen oder ihr schweigend beim L\u00e4cheln zusehen, das war ihm jetzt gerade, in diesem Augenblick, vollkommen gleichg\u00fcltig, wenn sie nur bei ihm w\u00e4re. Er wusste, die Antwort w\u00fcrde er ohnehin nicht h\u00f6ren wollen; doch worauf sollte er noch hoffen? Nur ein Wort von ihr, und es w\u00fcrde vorbei sein. All die ungewissen Stunden, Tage w\u00fcrden der Vergangenheit angeh\u00f6ren. Und vielleicht w\u00fcrde das auch bedeuten, dass ihm bewusst wurde, dass sie ihn l\u00e4ngst abgewiesen hatte.\nWar es das wert?\nIhm wurde pl\u00f6tzlich klar, wie wenig er eigentlich \u00fcber sie wusste. Wo sie jetzt wohl war? (War sie allein?) Er kam sich so klein vor wie seit Jahren nicht mehr. \nAus dem Internetradio kn\u00f6delte Mike Patton:\n\u201cThat\u2019s why I\u2019m easy; I\u2019m easy like Sunday morning \u2026\u201d\nNie zuvor war ihm ein Sonntag so schwer gefallen. \u2026\nKommentareDidi schrob am 20. Juli 2011 dies: Hier trieft es.tux0r schrob am 20. Juli 2011 dies: Tjaja, das Alter..tux schrob am 21. Juli 2011 dies: du verliehiebter.tux0r schrob am 21. Juli 2011 dies: Das ist deine Interpretation!.tux schrob am 22. Juli 2011 dies: ja, das ist meine Interpretationtux0r schrob am 22. Juli 2011 dies: Du Interpreter!Anonym schrob am 22. Oktober 2013 dies: Ausgerechnet Miketux0r schrob am 22. Oktober 2013 dies: Mike hat mit Fant\u00f4mas viel Gutes aufgenommen!Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2011-07-20T20:41:04+02:00",
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            "content_text": "Schon vieles habe ich verfasst in Prosa und als Reim,\ndoch wenige nur lesen es; zu trocken soll es sein?!\nIch schreibe \u00fcber Emotion, Hass, Ungerechtigkeit,\nvon Liebe, Sehnsucht, Eifersucht, von Zwietracht und von Neid!\nDas F\u00f6jetong hat mich entdeckt, verurteilt meinen Schrieb,\nder \u201cirgendwie wie and\u2019re\u201d sei, ich also nur ein Dieb?\nNein!, sag ich, Banausen, schweigt! \u2014 oder, noch besser, br\u00fcllt,\ndenn des Dichters Eigenlob wird durch Missgunst erf\u00fcllt.\nIch schwimme auf dem rei\u00dfend\u2019 Strom der popul\u00e4ren Dichter,\nwill kochen wie einst H\u00f6lderlin und schreib doch blo\u00df wie Lichter.\nSo bleib ich ohne Hintersinn und boshaftes Subtil,\nich brauche keine Wortgewalt und keinen eig\u2019nen Stil.\nWof\u00fcr denn auch? Erfolg und Ruhm erscheinen nicht mehr weit,\nich tr\u00e4um vom Preis f\u00fcr Lit\u2019ratur, wie man ihn mir verleiht.\n(Und die Moral von der Geschicht\u2019:\nJaud und Lobo liest man nicht.)\nKommentareDidi schrob am 29. April 2011 dies: testtux0r schrob am 29. April 2011 dies: Bestanden.Didi schrob am 30. April 2011 dies: Leider nicht. Ich hoffte auf eine Best\u00e4tigungsanforderung Deines Plugins, die leider nicht kam. Aber Du hattest ja sp\u00e4ter auf meine  Mail geantwortet, was diese Anfrage \u00fcberfl\u00fcssig macht.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2011-04-09T04:39:50+02:00",
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            "title": "Hintergedicht",
            "content_html": "<p>Gedanken hinter B\u00e4umen.<br>\nSie haben sich versteckt.<br>\nZ\u00e4hl laut bis 20!</p>\n<p>Tr\u00e4ume hinter Glas,<br>\nschau sie, doch ber\u00fchr sie nicht.<br>\nDer Nothammer ist in deinem Herzen.</p>\n<p>W\u00fcnsche hinter T\u00fcren.<br>\nDu kannst sie erahnen.<br>\nDr\u00fcck die Klinke herab!</p>\n<p>Sehnsucht hinter Gittern.<br>\nEingesperrt.<br>\nUrteil: Lebensl\u00e4nglich.</p>\n<p>Liebe hinter Z\u00e4unen.<br>\nRei\u00df die Z\u00e4une ab!<br>\nDu brauchst sie nicht mehr.</p>\n<p><span style=\"font-style:italic\">(F\u00fcr C.)</span></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li>HeXe schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/03/hintergedicht/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. M\u00e4rz 2011</a> dies: wundersch\u00f6n \naber c. darf sich echt geliebt wissen</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/03/hintergedicht/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. M\u00e4rz 2011</a> dies: Und schon wieder wird der Leser in die Irre geleitet.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/03/hintergedicht/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. M\u00e4rz 2011</a> dies: Nicht zwangsweise.</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/03/hintergedicht/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "Gedanken hinter B\u00e4umen.\nSie haben sich versteckt.\nZ\u00e4hl laut bis 20!\nTr\u00e4ume hinter Glas,\nschau sie, doch ber\u00fchr sie nicht.\nDer Nothammer ist in deinem Herzen.\nW\u00fcnsche hinter T\u00fcren.\nDu kannst sie erahnen.\nDr\u00fcck die Klinke herab!\nSehnsucht hinter Gittern.\nEingesperrt.\nUrteil: Lebensl\u00e4nglich.\nLiebe hinter Z\u00e4unen.\nRei\u00df die Z\u00e4une ab!\nDu brauchst sie nicht mehr.\n(F\u00fcr C.)\nKommentareHeXe schrob am 18. M\u00e4rz 2011 dies: wundersch\u00f6n \naber c. darf sich echt geliebt wissenDidi schrob am 18. M\u00e4rz 2011 dies: Und schon wieder wird der Leser in die Irre geleitet.tux0r schrob am 18. M\u00e4rz 2011 dies: Nicht zwangsweise.Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2011-03-18T04:09:39+01:00",
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            "content_html": "<p>\u2026 Als er wieder in sein kaltes, leeres Zimmer zur\u00fcckkehrte, sah er sich um. An der Wand hingen Bilder von ihr. Ihm war, als seien Jahre vergangen, seit er allein heimgekehrt war. Die Bilder an der Wand waren das Einzige, was er von ihr mitgenommen hatte; er h\u00e4tte, dessen war er sich sicher, <span style=\"font-style:italic\">sie</span> nicht zur\u00fccklassen d\u00fcrfen. Das Wissen darum, dass er nun hier, Hunderte von Kilometern von ihr entfernt, sa\u00df und in Erinnerungen schwelgte, statt dort zu sein, wo er sich endlich angekommen w\u00e4hnte, lie\u00df ihn schwerm\u00fctig werden. Jedes Mal hatte er sich vorgestellt, wie es w\u00e4re, w\u00fcrde er sie einfach nicht mehr loslassen. \u201cL\u00e4cherlich\u201d, dachte er dann jedes Mal und wusste, dass er es gar nicht l\u00e4cherlich fand. War es nicht immer sein Traum gewesen, endlich anzukommen, die Reise, auf der er sich fortw\u00e4hrend befand, endlich beenden zu k\u00f6nnen?</p>\n<p>Nun aber, da er allein war und in den Gedanken an sie zu ertrinken, zu ersticken glaubte, f\u00fchlte er wieder den stechenden Schmerz der Narbe in seinem Herzen, die ihm jeder Abschied bislang zugef\u00fcgt hatte. Es war sinnlos, es abzustreiten: Er war nur noch eine Silhouette. Alles, was er zu sein glaubte, hatte er bei ihr gelassen.</p>\n<p>Sie beherrschte seine Tr\u00e4ume und seine Gedanken. Immer wieder hatte sie ihn gefragt, warum er sie nicht einfach vergessen konnte, und er hatte belanglose, nichts sagende Antworten gegeben. Er konnte es sich ja selbst nicht erkl\u00e4ren. Ihm fiel Xavier Naidoo ein, der gesungen hatte: <span style=\"font-style:italic\">\u201cWenn sie vorbeigeht, dann scheint es wie ein Feuerwerk. Vor einem Himmel ist es sie, die ich bemerk\u2019.\u201d</span> Er liebte sie, weil sie ihn liebte; und weil er sich endlich geborgen f\u00fchlte.</p>\n<p>Er hatte einen Gedanken an \u201csp\u00e4ter\u201d immer verdr\u00e4ngt; zu gro\u00df war seine Angst davor, dass er sich in Wunschtr\u00e4ume verlieren w\u00fcrde, die \u00fcber seinem Kopf zusammenst\u00fcrzen w\u00fcrden. Zwar hatte er schon einmal daran gedacht, wie es w\u00e4re, nicht mehr allein zu leben, aber vor weiter reichende Entscheidungen hatte ihn noch keine der Frauen in seinem Leben gestellt. Dann kam <span style=\"font-style:italic\">sie</span>.</p>\n<p>Seit <span style=\"font-style:italic\">damals</span> war alles anders. Er hatte seinen Weg zur\u00fcck zu ihr und in ihr Herz gefunden; seine Kammer war unber\u00fchrt, sein Name stand noch an der T\u00fcr, als w\u00e4re nie etwas gewesen. Dennoch hatte sich etwas ver\u00e4ndert. Sein Leben hatte er bisher am Augenblick ausgerichtet, aber er sp\u00fcrte, dass er nun auf etwas gesto\u00dfen war, was einmalig war. War es Schicksal, Gl\u00fcck oder Vorsehung?</p>\n<p>Was immer in seinem Leben noch geschehen w\u00fcrde, war ihm l\u00e4ngst egal; sein einziger Gedanke galt nur mehr ihr. Er wusste selbst nur zu gut, dass er Tr\u00e4umen allzu oft hinterher gelaufen war, aber irgendetwas ihm immer ein Bein gestellt hatte. Mit diesem Traum aber, den er nicht mehr nur tr\u00e4umte, sondern l\u00e4ngst <span style=\"font-style:italic\">lebte</span>, sollte es nicht so enden. In einem Sommer, der nur mehr blasse Erinnerung war, hatte er sich selbst geschworen, er w\u00fcrde ihn ihr erf\u00fcllen. Jetzt war es an der Zeit.</p>\n<p>Er vermisste es, bei ihr zu sein, ihre N\u00e4he zu sp\u00fcren.<br>\nEr vermisste es, in ihre Augen \u2014 \u201cdiese Augen!\u201d, dachte er \u2014 zu sehen.<br>\nEr vermisste <span style=\"font-style:italic\">sie</span>.</p>\n<p>Er war nicht mehr der Herr seiner Gedanken. Es war sein Herz, das sie lenkte.<br>\nUnd sein Herz wusste, was er wollte.</p>\n<p>Er blieb noch lange vor ihrem Bild stehen. Tr\u00e4nen rannen seine Wangen hinab. Aus dem Fernseher im Wohnzimmer erscholl Bonos Stimme. <span style=\"font-style:italic\">\u201cIt\u2019s a beautiful day\u2026\u201d</span>. Nie zuvor hatte er so wenig Freude an diesem Lied. \u2026</p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Ergreifend zu lesen. Weil einem das alles irgendwie bekannt vorkommt. Wenn da nicht nur die Stelle mit Xavier Naidoo w\u00e4re.</li><li><a href="\&quot;http://bjoern-ac.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Bjoern</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Wusste garnicht das Du von so was wei\u00dft   <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_biggrin.gif\" alt=\":mrgreen:\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\">  Klasse!\nSuper Editor\u2026 wo bekommt man den?</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Ich mag Xavier Naidoo auch nicht sonderlich. Ein Anwalt mit Gef\u00fchlen?\n(Editor?)</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Nein, ein Anwalt mit hassgepr\u00e4gten Abneigungen gegen immer gleichen Singsang (um die hier verfehlten Begriffe \u201cSingen\u201d und \u201cSprechen\u201d nicht benutzen zu m\u00fcssen). Ich wei\u00df, dass Deine Frage sich auf etwas anderes bezieht.\nZum Editor hatte ich Bjoern schon eine Email gesendet. Ich denke, er bezieht sich auf die Updates zu meinem Bericht \u00fcber \u201cShutter\u201d.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Ich verstehe.\n\nBj\u00f6rn, du verwirrst mich.</li><li><a href="\&quot;http://bjoern-ac.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Bjoern</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Ich f\u00fchle mich geehrt Tux\u2026 Nein ich meine den Editor von Tux oder habe ich den nur\u2026 kann ja sein das einer meiner Scripte auch hier ihr Werk tuen</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">18. Februar 2011</a> dies: Der Kommentareditor hier hat ein Emoticon- und ein Button-Plugin. Ist ansonsten der normale.  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_wink2.gif\" alt=\";)\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\"> </li><li>miss marpel schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">20. Juli 2012</a> dies: sch\u00f6n geschrieben, sehr bewegend, trotzdem bleibt das Warum f\u00fcr alles folgende hm</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2011/02/sie-fragment-4/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "\u2026 Als er wieder in sein kaltes, leeres Zimmer zur\u00fcckkehrte, sah er sich um. An der Wand hingen Bilder von ihr. Ihm war, als seien Jahre vergangen, seit er allein heimgekehrt war. Die Bilder an der Wand waren das Einzige, was er von ihr mitgenommen hatte; er h\u00e4tte, dessen war er sich sicher, sie nicht zur\u00fccklassen d\u00fcrfen. Das Wissen darum, dass er nun hier, Hunderte von Kilometern von ihr entfernt, sa\u00df und in Erinnerungen schwelgte, statt dort zu sein, wo er sich endlich angekommen w\u00e4hnte, lie\u00df ihn schwerm\u00fctig werden. Jedes Mal hatte er sich vorgestellt, wie es w\u00e4re, w\u00fcrde er sie einfach nicht mehr loslassen. \u201cL\u00e4cherlich\u201d, dachte er dann jedes Mal und wusste, dass er es gar nicht l\u00e4cherlich fand. War es nicht immer sein Traum gewesen, endlich anzukommen, die Reise, auf der er sich fortw\u00e4hrend befand, endlich beenden zu k\u00f6nnen?\nNun aber, da er allein war und in den Gedanken an sie zu ertrinken, zu ersticken glaubte, f\u00fchlte er wieder den stechenden Schmerz der Narbe in seinem Herzen, die ihm jeder Abschied bislang zugef\u00fcgt hatte. Es war sinnlos, es abzustreiten: Er war nur noch eine Silhouette. Alles, was er zu sein glaubte, hatte er bei ihr gelassen.\nSie beherrschte seine Tr\u00e4ume und seine Gedanken. Immer wieder hatte sie ihn gefragt, warum er sie nicht einfach vergessen konnte, und er hatte belanglose, nichts sagende Antworten gegeben. Er konnte es sich ja selbst nicht erkl\u00e4ren. Ihm fiel Xavier Naidoo ein, der gesungen hatte: \u201cWenn sie vorbeigeht, dann scheint es wie ein Feuerwerk. Vor einem Himmel ist es sie, die ich bemerk\u2019.\u201d Er liebte sie, weil sie ihn liebte; und weil er sich endlich geborgen f\u00fchlte.\nEr hatte einen Gedanken an \u201csp\u00e4ter\u201d immer verdr\u00e4ngt; zu gro\u00df war seine Angst davor, dass er sich in Wunschtr\u00e4ume verlieren w\u00fcrde, die \u00fcber seinem Kopf zusammenst\u00fcrzen w\u00fcrden. Zwar hatte er schon einmal daran gedacht, wie es w\u00e4re, nicht mehr allein zu leben, aber vor weiter reichende Entscheidungen hatte ihn noch keine der Frauen in seinem Leben gestellt. Dann kam sie.\nSeit damals war alles anders. Er hatte seinen Weg zur\u00fcck zu ihr und in ihr Herz gefunden; seine Kammer war unber\u00fchrt, sein Name stand noch an der T\u00fcr, als w\u00e4re nie etwas gewesen. Dennoch hatte sich etwas ver\u00e4ndert. Sein Leben hatte er bisher am Augenblick ausgerichtet, aber er sp\u00fcrte, dass er nun auf etwas gesto\u00dfen war, was einmalig war. War es Schicksal, Gl\u00fcck oder Vorsehung?\nWas immer in seinem Leben noch geschehen w\u00fcrde, war ihm l\u00e4ngst egal; sein einziger Gedanke galt nur mehr ihr. Er wusste selbst nur zu gut, dass er Tr\u00e4umen allzu oft hinterher gelaufen war, aber irgendetwas ihm immer ein Bein gestellt hatte. Mit diesem Traum aber, den er nicht mehr nur tr\u00e4umte, sondern l\u00e4ngst lebte, sollte es nicht so enden. In einem Sommer, der nur mehr blasse Erinnerung war, hatte er sich selbst geschworen, er w\u00fcrde ihn ihr erf\u00fcllen. Jetzt war es an der Zeit.\nEr vermisste es, bei ihr zu sein, ihre N\u00e4he zu sp\u00fcren.\nEr vermisste es, in ihre Augen \u2014 \u201cdiese Augen!\u201d, dachte er \u2014 zu sehen.\nEr vermisste sie.\nEr war nicht mehr der Herr seiner Gedanken. Es war sein Herz, das sie lenkte.\nUnd sein Herz wusste, was er wollte.\nEr blieb noch lange vor ihrem Bild stehen. Tr\u00e4nen rannen seine Wangen hinab. Aus dem Fernseher im Wohnzimmer erscholl Bonos Stimme. \u201cIt\u2019s a beautiful day\u2026\u201d. Nie zuvor hatte er so wenig Freude an diesem Lied. \u2026\nKommentareDidi schrob am 18. Februar 2011 dies: Ergreifend zu lesen. Weil einem das alles irgendwie bekannt vorkommt. Wenn da nicht nur die Stelle mit Xavier Naidoo w\u00e4re.Bjoern schrob am 18. Februar 2011 dies: Wusste garnicht das Du von so was wei\u00dft     Klasse!\nSuper Editor\u2026 wo bekommt man den?tux0r schrob am 18. Februar 2011 dies: Ich mag Xavier Naidoo auch nicht sonderlich. Ein Anwalt mit Gef\u00fchlen?\n(Editor?)Didi schrob am 18. Februar 2011 dies: Nein, ein Anwalt mit hassgepr\u00e4gten Abneigungen gegen immer gleichen Singsang (um die hier verfehlten Begriffe \u201cSingen\u201d und \u201cSprechen\u201d nicht benutzen zu m\u00fcssen). Ich wei\u00df, dass Deine Frage sich auf etwas anderes bezieht.\nZum Editor hatte ich Bjoern schon eine Email gesendet. Ich denke, er bezieht sich auf die Updates zu meinem Bericht \u00fcber \u201cShutter\u201d.tux0r schrob am 18. Februar 2011 dies: Ich verstehe.\n\nBj\u00f6rn, du verwirrst mich.Bjoern schrob am 18. Februar 2011 dies: Ich f\u00fchle mich geehrt Tux\u2026 Nein ich meine den Editor von Tux oder habe ich den nur\u2026 kann ja sein das einer meiner Scripte auch hier ihr Werk tuentux0r schrob am 18. Februar 2011 dies: Der Kommentareditor hier hat ein Emoticon- und ein Button-Plugin. Ist ansonsten der normale.   miss marpel schrob am 20. Juli 2012 dies: sch\u00f6n geschrieben, sehr bewegend, trotzdem bleibt das Warum f\u00fcr alles folgende hmQuelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "title": "Lamento",
            "content_html": "<p>In Gedanken am Leben<br>\ndoch in Gedanken allein,<br>\ntr\u00e4umend nur gl\u00fccklich<br>\nbin ich armes Schwein!</p>\n<p>Zu viel schon verloren,<br>\nein Gewinn? Stets nur Schau!<br>\nNur Regen, nie Sonne,<br>\nseh ich arme Sau!</p>\n<p>Im Sommer zu hei\u00df,<br>\nim Winter zu k\u00fchl;<br>\nselbst das Wetter treibt mit mir<br>\nein hinterh\u00e4ltig\u2019 Spiel!</p>\n<p>Keine Perspektive,<br>\nkein Sinn mehr gegeben,<br>\nich bin wirklich arm dran<br>\nmit meinem Leben.</p>\n<p>Die Leute sind fr\u00f6hlich,<br>\nsie sind meist gut drauf,<br>\nnur ich bin schlecht drunter;<br>\nich h\u00f6r ja gleich auf!</p>\n<p>Was mir liegt: Versagen!<br>\nWas sonst: Einsamkeit!<br>\nNur eins liegt mir gar nicht<br>\nund zwar: Selbstmitleid.</p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://trash-wissen.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">mike</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">30. Oktober 2010</a> dies: meh</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">30. Oktober 2010</a> dies: Das Gedicht trieft vor Selbstmitleid. Deshalb sind die letzten beiden Zeilen kaum ernst zu nehmen. Falls Du Deine Leserschaft allerdings nicht verklapsen willst, hast Du sicherlich ein Problem. Nebenbei: Ein guter Freund (Stichwort \u201cBetons\u00e4cke\u201d) hat letzte Nacht \u00fcberraschend seine Mutter verloren. Angesicht solcher Ereignisse relativiert sich wirklich alles.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">31. Oktober 2010</a> dies: Ich habe ein Problem \u2014 das trifft zu. Und zwar nicht nur eines!</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">31. Oktober 2010</a> dies: Ausrufungszeichen\u2026welche noch?</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">31. Oktober 2010</a> dies: Es hei\u00dft Ausrufezeichen.\n\nAch. Meine Bequemlichkeit, meine Misogynie, meine fehlende Auslastung.</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">31. Oktober 2010</a> dies: Zu 1. Geht wohl beides.\nZu 2. b. Den Ausdruck kannte ich nicht. Also nachgeschlagen und erkannt, warum. Ich liebe sie n\u00e4mlich (fast) alle.\nZu 2. c. Genie\u00dfe es, solange es noch geht.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">31. Oktober 2010</a> dies: Zu 1.: Nein.\nZu 2.: Tja, darum wirst du auch nie so ein angenehmer Zeitgenosse sein wie ich! (Tu ich.)</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/10/lamento/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "In Gedanken am Leben\ndoch in Gedanken allein,\ntr\u00e4umend nur gl\u00fccklich\nbin ich armes Schwein!\nZu viel schon verloren,\nein Gewinn? Stets nur Schau!\nNur Regen, nie Sonne,\nseh ich arme Sau!\nIm Sommer zu hei\u00df,\nim Winter zu k\u00fchl;\nselbst das Wetter treibt mit mir\nein hinterh\u00e4ltig\u2019 Spiel!\nKeine Perspektive,\nkein Sinn mehr gegeben,\nich bin wirklich arm dran\nmit meinem Leben.\nDie Leute sind fr\u00f6hlich,\nsie sind meist gut drauf,\nnur ich bin schlecht drunter;\nich h\u00f6r ja gleich auf!\nWas mir liegt: Versagen!\nWas sonst: Einsamkeit!\nNur eins liegt mir gar nicht\nund zwar: Selbstmitleid.\nKommentaremike schrob am 30. Oktober 2010 dies: mehDidi schrob am 30. Oktober 2010 dies: Das Gedicht trieft vor Selbstmitleid. Deshalb sind die letzten beiden Zeilen kaum ernst zu nehmen. Falls Du Deine Leserschaft allerdings nicht verklapsen willst, hast Du sicherlich ein Problem. Nebenbei: Ein guter Freund (Stichwort \u201cBetons\u00e4cke\u201d) hat letzte Nacht \u00fcberraschend seine Mutter verloren. Angesicht solcher Ereignisse relativiert sich wirklich alles.tux0r schrob am 31. Oktober 2010 dies: Ich habe ein Problem \u2014 das trifft zu. Und zwar nicht nur eines!Didi schrob am 31. Oktober 2010 dies: Ausrufungszeichen\u2026welche noch?tux0r schrob am 31. Oktober 2010 dies: Es hei\u00dft Ausrufezeichen.\n\nAch. Meine Bequemlichkeit, meine Misogynie, meine fehlende Auslastung.Didi schrob am 31. Oktober 2010 dies: Zu 1. Geht wohl beides.\nZu 2. b. Den Ausdruck kannte ich nicht. Also nachgeschlagen und erkannt, warum. Ich liebe sie n\u00e4mlich (fast) alle.\nZu 2. c. Genie\u00dfe es, solange es noch geht.tux0r schrob am 31. Oktober 2010 dies: Zu 1.: Nein.\nZu 2.: Tja, darum wirst du auch nie so ein angenehmer Zeitgenosse sein wie ich! (Tu ich.)Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2010-10-29T23:52:45+02:00",
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            "title": "Von Bloggern, Blogs und Gurus. (Eines wie jedes.)",
            "content_html": "<p><span style=\"font-style:italic\">(Da sich die Blogger derzeit in gegenseitiger Huldigung \u00fcben, dazu weiter unten mehr, halte ich als Nichtblogger es f\u00fcr f\u00e4llig, dass jemand auch mal anmerkt, dass die deutschsprachige Blogosph\u00e4re nicht nur aus bedenkenlos Lesenswertem besteht. Dieser Jemand will gern ich sein.)</span></p>\n<p>Mitunter verbringe ich ein wenig Zeit damit, mir aufgrund irgendwelcher Twitterbeitr\u00e4ge, Verlinkungen in Verlinkungen von Verlinkungen oder auch nur irgendwie anders aufgefallene, bislang unbeachtete Weblogs und Nichtweblogs heimzusuchen. Die meisten verlasse ich wegen groben Unfugs, schlecht geschriebener Nichtigkeiten oder blo\u00dfer Inhaltsleere ratzfatz, holterdipolter und vor allem folgenlos wieder, nur einige wenige schaffen es, sich in meiner Abonnementliste wiederzufinden.</p>\n<p>Zu ersterer Gruppe geh\u00f6rt unter anderem auch die <a href="\&quot;http://einewiekeine92.wordpress.com\&quot;" data-wpel-link="internal">Internetpr\u00e4senz</a> der ansonsten eigentlich beachtlichen und unter anderem von <a href="\&quot;http://twitter.com/haekelschwein\&quot;" data-wpel-link="internal">Herrn haekelschwein</a> bereits gew\u00fcrdigten Twitterdame <a href="\&quot;http://twitter.com/eine_wie_keine\&quot;" data-wpel-link="internal">eine_wie_keine</a>. Bestehen ihre Tweets nicht selten aus h\u00fcbschen Scherzchen, die man gern in Langform lesen w\u00fcrde, ist ihr Blog im direkten Vergleich so richtig bl\u00f6d.</p>\n<p>Ich nehme mal den ersten Absatz aus einem <a href="\&quot;http://einewiekeine92.wordpress.com/2010/08/02/warum-gefuhle-sind-was-sie-sind/\&quot;" data-wpel-link="internal">befriedigend aktuellen</a> Beitrag hieraus als Grundlage f\u00fcr das folgende Gemecker und blende aus Gr\u00fcnden blo\u00dfer Subjektivit\u00e4t den Rest aus:</p>\n<blockquote><p>Gef\u00fchle kennen wir alle, haben wir alle und f\u00fchlen sie alle. Denn Gef\u00fchl kommt von f\u00fchlen.</p></blockquote>\n<p>Grammatikinkonsistenz im ersten Satz, unvollst\u00e4ndige Etymologie im zweiten Satz, dem obendrein der Anschluss fehlt; da hat man doch jetzt schon eigentlich keine Lust mehr, sich des Textes anzunehmen. Und tats\u00e4chlich besteht er in G\u00e4nze aus derartigen Plattit\u00fcden und Papierromantik. Die Gute ist, wie sich unschwer recherchieren l\u00e4sst, derzeit so ungef\u00e4hr 17 Jahre alt. Nun bitte ich den geneigten Leser, sich einmal vorzustellen, wie ein Blog einer schwer romantischen Jungdame ungef\u00e4hr aussieht. So \u2014 jetzt habe ich euch einen unn\u00f6tigen Klick erspart. Gern geschehen.</p>\n<p>(Bevor das nun wieder falsch aufgefasst wird: Meinethalben darf jeder ins Internet reinschreiben, was er m\u00f6chte; ich gehe dieser T\u00e4tigkeit ja gleichfalls nach. Und man muss ja nun auch nicht alles gut finden, was andere gut finden (das viel verlinkte <a href="\&quot;http://nerdcore.de\&quot;" data-wpel-link="internal">Nerdcore</a> bspw. halte ich pers\u00f6nlich f\u00fcr wahnsinnig einfallslos). Aber im Internet geht es auch nicht viel anders zu als in der Welt der B\u00fccher: Wer zu viel Unsinn schreibt, provoziert die Ignoranten. (Das, immerhin, verbindet eine_wie_keine und mich.))</p>\n<p>Zumal es ja mit dem Insinternetreinschreiben ohnehin manchmal nicht ganz leicht ist. Der <a href="\&quot;http://blogstock.wordpress.com/2010/09/01/10-dinge-die-ich-durchs-bloggen-gelernt-habe/\&quot;" data-wpel-link="internal">Nachtw\u00e4chter</a> hat es treffend zusammengefasst: Qualit\u00e4t ist irrelevant, der P\u00f6bel will blo\u00df unterhalten werden; und, wohl die wichtigste Regel, legt man es langfristig auf Erfolg an: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/04/qualitat-statt-quantitat/\&quot;" title="\&quot;Qualit\u00e4t" statt="" Quantit\u00e4t\&quot;="" data-wpel-link="internal">Sex geht immer</a>. (Der mit Bedeutungsebenen beinahe \u00fcbers\u00e4ttigte Titel dieser meiner Internetpr\u00e4senz jedenfalls l\u00e4dt Besucher von Suchmaschinen, deren Betreiber Deklination und Konjugation f\u00fcr unerl\u00e4sslich halten, zu, wie ich an den Suchbegriffen erkennen kann, v\u00f6llig falschen Pr\u00e4missen ein; die meisten von ihnen bleiben zum Gl\u00fcck nicht lange.) Die Aufmerksamkeit eines Lesers wird nicht durch wohldosierten Humor oder Eloquenz gef\u00f6rdert, sondern durch m\u00f6glichst penetrante Verlinkung m\u00f6glichst vieler m\u00f6glichst quietschbunter so genannter Blogs so genannter A\u2011Blogger untereinander. \u201cAuf Nerdcore steht \u2026!\u201d</p>\n<p>Ja, derlei Blogger machen es \u201crichtig\u201d: Sie betreiben eine Plattform, auf der sie unregelm\u00e4\u00dfig Netzfundst\u00fccke kommentieren, nummeriertes Erbrochenes als \u201cManifest\u201d ver\u00f6ffentlichen und sich ansonsten l\u00fcstern in der Vielzahl ihrer <span style=\"font-style:italic\">Follower</span> w\u00e4lzen. Sie verdienen ihr Geld nicht mit Schreiben, sondern mit belanglosem <a href="\&quot;http://www.saschalobo.com\&quot;" data-wpel-link="internal">Unfug</a> wie etwa Werbung f\u00fcr scheu\u00dfliche Telekommunikationsunternehmen, oder wandeln ihre Schreibplattform direkt in eine <a href="\&quot;http://www.spreeblick.com\&quot;" data-wpel-link="internal">KG</a> um und gr\u00fcnden gemeinsam mit ersteren Bloggern Unternehmen, deren Gesch\u00e4ftsmodell es ist, das Internet der anderen Leute eben mit <a href="\&quot;http://www.adnation.de\&quot;" data-wpel-link="internal">Werbung</a> vollzukleistern. Nicht etwa als bl\u00f6de Nervdeppen, sondern als \u201cSocial Media Gurus\u201d beschimpft <a href="\&quot;http://www.nerdcore.de/wp/2009/10/04/the-fucking-social-media-guru/\&quot;" data-wpel-link="internal">man</a> derlei Leute dann und l\u00e4dt sie auf Konferenzen ein, auf denen die anderen Eingeladenen im Kreis sitzen und an den Lippen des Gurus h\u00e4ngen, der dann ein wenig \u00fcber das \u201cInternet der Zukunft\u201d redet und daf\u00fcr viel Geld, Applaus, Blumen und vermutlich Sex erh\u00e4lt. \u201cGuru\u201d bedeutet etwa \u201cgeistiger F\u00fchrer\u201d; und nicht nur deswegen kann ich mich des Eindruckes beim besten Willen nicht erwehren, dass dieser Posten wie zum Spott stets von denen belegt wird, deren gesammelte geistige Erg\u00fcsse selbst nicht einmal zum Blumengie\u00dfen gen\u00fcgen w\u00fcrden.</p>\n<p>Und sie glauben allen Ernstes, dass das niemand merkt. <span id=\"more-3000\"></span></p>\n<hr>\n<p>\u00dcbrigens und apropos nochmals zu meinem initialen Verriss gebe ich offen zu, in j\u00fcngeren Jahren auch noch nicht immer durch Themenvielfalt und Wortwitz aufgefallen zu sein. Die ersten Beitr\u00e4ge hier zeugen noch davon. Ansonsten habe ich in meinem <span style=\"font-style:italic\">Giftschrank</span> unl\u00e4ngst einen immerhin mehrere Jahre alten Versuch gefunden, lustig <span style=\"font-style:italic\">und</span> musikalisch zu sein, der bislang mit gutem Grund unver\u00f6ffentlicht blieb. Meine Damen und Herren, liebe Kinder, L\u00e4dis und Dschentelmen, ich pr\u00e4sentiere eine Weltpremiere, das beinahe schon legend\u00e4re Gummib\u00e4renlied mit neuem, schlechtem Text. In eurem eigenen Interesse verzichte ich auf eine Vertonung. Die mittlerweile ein wenig \u00fcberarbeitete Lyrik folgt:</p>\n<blockquote><p>Kein bisschen kitschig, nur ein bisschen glitschig,<br>\nf\u00fcr einen Fisch watscheln sie auch f\u00fcr disch.<br>\nLeben in Afrika und in Australien;<br>\nin der Antarktis, da sind sie zu Haus.</p>\n<p>Pinguine<br>\nwatscheln hier und dort und \u00fcberall,<br>\nsie sind immer dort, wo\u2019s Fische gibt,<br>\ndas sind die Pinguine.</p>\n<p>*tr\u00f6t-tr\u00f6\u00f6\u00f6t, tr\u00f6t-tr\u00f6t-tr\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6t*</p>\n<p>Lasst euch verzaubern von ihrem Gewatschel,<br>\nder Fisch bringt die Kraft, mit der er\u2019s Schwimmen schafft.<br>\nGemeinsam k\u00f6nnt ihr viele Fische noch fangen,<br>\nkommt doch hierher und singt einfach mit.</p>\n<p>Pinguine<br>\nwatscheln hier und dort und \u00fcberall,<br>\nsie sind immer dort, wo\u2019s Fische gibt,<br>\ndas sind die Pinguine,<br>\ndas sind die Pinguine!</p></blockquote>\n<p>(Bevor mir jemand die Idee klaut.)</p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li>unbekannt schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/09/von-bloggern-blogs-und-gurus-eines-wie-jedes/\&quot;" data-wpel-link="internal">8. September 2010</a> dies: Der Text ist herrlich-vergn\u00fcglich und unterhaltsam, sogar beleuchtend.\n\u201eUnd sie glauben allen Ernstes, dass das niemand merkt\u201c.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/09/von-bloggern-blogs-und-gurus-eines-wie-jedes/\&quot;" data-wpel-link="internal">8. September 2010</a> dies: Danke!  <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_smilenew.gif\" alt=\":)\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de/blog/2013/08/in-eigener-sache-ich-und-das-osbn/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0 \u00bb In eigener Sache: Ich und das OSBN</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/09/von-bloggern-blogs-und-gurus-eines-wie-jedes/\&quot;" data-wpel-link="internal">8. August 2013</a> dies: [\u2026] \u2013 etwa im September 2010 \u2013 bemerke ich bei den gro\u00dfen Blogs einen gewissen Hang dazu, miteinander einen elit\u00e4ren [\u2026]</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/09/von-bloggern-blogs-und-gurus-eines-wie-jedes/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "(Da sich die Blogger derzeit in gegenseitiger Huldigung \u00fcben, dazu weiter unten mehr, halte ich als Nichtblogger es f\u00fcr f\u00e4llig, dass jemand auch mal anmerkt, dass die deutschsprachige Blogosph\u00e4re nicht nur aus bedenkenlos Lesenswertem besteht. Dieser Jemand will gern ich sein.)\nMitunter verbringe ich ein wenig Zeit damit, mir aufgrund irgendwelcher Twitterbeitr\u00e4ge, Verlinkungen in Verlinkungen von Verlinkungen oder auch nur irgendwie anders aufgefallene, bislang unbeachtete Weblogs und Nichtweblogs heimzusuchen. Die meisten verlasse ich wegen groben Unfugs, schlecht geschriebener Nichtigkeiten oder blo\u00dfer Inhaltsleere ratzfatz, holterdipolter und vor allem folgenlos wieder, nur einige wenige schaffen es, sich in meiner Abonnementliste wiederzufinden.\nZu ersterer Gruppe geh\u00f6rt unter anderem auch die Internetpr\u00e4senz der ansonsten eigentlich beachtlichen und unter anderem von Herrn haekelschwein bereits gew\u00fcrdigten Twitterdame eine_wie_keine. Bestehen ihre Tweets nicht selten aus h\u00fcbschen Scherzchen, die man gern in Langform lesen w\u00fcrde, ist ihr Blog im direkten Vergleich so richtig bl\u00f6d.\nIch nehme mal den ersten Absatz aus einem befriedigend aktuellen Beitrag hieraus als Grundlage f\u00fcr das folgende Gemecker und blende aus Gr\u00fcnden blo\u00dfer Subjektivit\u00e4t den Rest aus:\nGef\u00fchle kennen wir alle, haben wir alle und f\u00fchlen sie alle. Denn Gef\u00fchl kommt von f\u00fchlen.\nGrammatikinkonsistenz im ersten Satz, unvollst\u00e4ndige Etymologie im zweiten Satz, dem obendrein der Anschluss fehlt; da hat man doch jetzt schon eigentlich keine Lust mehr, sich des Textes anzunehmen. Und tats\u00e4chlich besteht er in G\u00e4nze aus derartigen Plattit\u00fcden und Papierromantik. Die Gute ist, wie sich unschwer recherchieren l\u00e4sst, derzeit so ungef\u00e4hr 17 Jahre alt. Nun bitte ich den geneigten Leser, sich einmal vorzustellen, wie ein Blog einer schwer romantischen Jungdame ungef\u00e4hr aussieht. So \u2014 jetzt habe ich euch einen unn\u00f6tigen Klick erspart. Gern geschehen.\n(Bevor das nun wieder falsch aufgefasst wird: Meinethalben darf jeder ins Internet reinschreiben, was er m\u00f6chte; ich gehe dieser T\u00e4tigkeit ja gleichfalls nach. Und man muss ja nun auch nicht alles gut finden, was andere gut finden (das viel verlinkte Nerdcore bspw. halte ich pers\u00f6nlich f\u00fcr wahnsinnig einfallslos). Aber im Internet geht es auch nicht viel anders zu als in der Welt der B\u00fccher: Wer zu viel Unsinn schreibt, provoziert die Ignoranten. (Das, immerhin, verbindet eine_wie_keine und mich.))\nZumal es ja mit dem Insinternetreinschreiben ohnehin manchmal nicht ganz leicht ist. Der Nachtw\u00e4chter hat es treffend zusammengefasst: Qualit\u00e4t ist irrelevant, der P\u00f6bel will blo\u00df unterhalten werden; und, wohl die wichtigste Regel, legt man es langfristig auf Erfolg an: Sex geht immer. (Der mit Bedeutungsebenen beinahe \u00fcbers\u00e4ttigte Titel dieser meiner Internetpr\u00e4senz jedenfalls l\u00e4dt Besucher von Suchmaschinen, deren Betreiber Deklination und Konjugation f\u00fcr unerl\u00e4sslich halten, zu, wie ich an den Suchbegriffen erkennen kann, v\u00f6llig falschen Pr\u00e4missen ein; die meisten von ihnen bleiben zum Gl\u00fcck nicht lange.) Die Aufmerksamkeit eines Lesers wird nicht durch wohldosierten Humor oder Eloquenz gef\u00f6rdert, sondern durch m\u00f6glichst penetrante Verlinkung m\u00f6glichst vieler m\u00f6glichst quietschbunter so genannter Blogs so genannter A\u2011Blogger untereinander. \u201cAuf Nerdcore steht \u2026!\u201d\nJa, derlei Blogger machen es \u201crichtig\u201d: Sie betreiben eine Plattform, auf der sie unregelm\u00e4\u00dfig Netzfundst\u00fccke kommentieren, nummeriertes Erbrochenes als \u201cManifest\u201d ver\u00f6ffentlichen und sich ansonsten l\u00fcstern in der Vielzahl ihrer Follower w\u00e4lzen. Sie verdienen ihr Geld nicht mit Schreiben, sondern mit belanglosem Unfug wie etwa Werbung f\u00fcr scheu\u00dfliche Telekommunikationsunternehmen, oder wandeln ihre Schreibplattform direkt in eine KG um und gr\u00fcnden gemeinsam mit ersteren Bloggern Unternehmen, deren Gesch\u00e4ftsmodell es ist, das Internet der anderen Leute eben mit Werbung vollzukleistern. Nicht etwa als bl\u00f6de Nervdeppen, sondern als \u201cSocial Media Gurus\u201d beschimpft man derlei Leute dann und l\u00e4dt sie auf Konferenzen ein, auf denen die anderen Eingeladenen im Kreis sitzen und an den Lippen des Gurus h\u00e4ngen, der dann ein wenig \u00fcber das \u201cInternet der Zukunft\u201d redet und daf\u00fcr viel Geld, Applaus, Blumen und vermutlich Sex erh\u00e4lt. \u201cGuru\u201d bedeutet etwa \u201cgeistiger F\u00fchrer\u201d; und nicht nur deswegen kann ich mich des Eindruckes beim besten Willen nicht erwehren, dass dieser Posten wie zum Spott stets von denen belegt wird, deren gesammelte geistige Erg\u00fcsse selbst nicht einmal zum Blumengie\u00dfen gen\u00fcgen w\u00fcrden.\nUnd sie glauben allen Ernstes, dass das niemand merkt. \n\n\u00dcbrigens und apropos nochmals zu meinem initialen Verriss gebe ich offen zu, in j\u00fcngeren Jahren auch noch nicht immer durch Themenvielfalt und Wortwitz aufgefallen zu sein. Die ersten Beitr\u00e4ge hier zeugen noch davon. Ansonsten habe ich in meinem Giftschrank unl\u00e4ngst einen immerhin mehrere Jahre alten Versuch gefunden, lustig und musikalisch zu sein, der bislang mit gutem Grund unver\u00f6ffentlicht blieb. Meine Damen und Herren, liebe Kinder, L\u00e4dis und Dschentelmen, ich pr\u00e4sentiere eine Weltpremiere, das beinahe schon legend\u00e4re Gummib\u00e4renlied mit neuem, schlechtem Text. In eurem eigenen Interesse verzichte ich auf eine Vertonung. Die mittlerweile ein wenig \u00fcberarbeitete Lyrik folgt:\nKein bisschen kitschig, nur ein bisschen glitschig,\nf\u00fcr einen Fisch watscheln sie auch f\u00fcr disch.\nLeben in Afrika und in Australien;\nin der Antarktis, da sind sie zu Haus.\nPinguine\nwatscheln hier und dort und \u00fcberall,\nsie sind immer dort, wo\u2019s Fische gibt,\ndas sind die Pinguine.\n*tr\u00f6t-tr\u00f6\u00f6\u00f6t, tr\u00f6t-tr\u00f6t-tr\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6\u00f6t*\nLasst euch verzaubern von ihrem Gewatschel,\nder Fisch bringt die Kraft, mit der er\u2019s Schwimmen schafft.\nGemeinsam k\u00f6nnt ihr viele Fische noch fangen,\nkommt doch hierher und singt einfach mit.\nPinguine\nwatscheln hier und dort und \u00fcberall,\nsie sind immer dort, wo\u2019s Fische gibt,\ndas sind die Pinguine,\ndas sind die Pinguine!\n(Bevor mir jemand die Idee klaut.)\nKommentareunbekannt schrob am 8. September 2010 dies: Der Text ist herrlich-vergn\u00fcglich und unterhaltsam, sogar beleuchtend.\n\u201eUnd sie glauben allen Ernstes, dass das niemand merkt\u201c.tux0r schrob am 8. September 2010 dies: Danke!   Hirnfick 2.0 \u00bb In eigener Sache: Ich und das OSBN schrob am 8. August 2013 dies: [\u2026] \u2013 etwa im September 2010 \u2013 bemerke ich bei den gro\u00dfen Blogs einen gewissen Hang dazu, miteinander einen elit\u00e4ren [\u2026]Quelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2010-09-01T02:12:12+02:00",
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            "title": "Weltsicht, gelb und sauer (Versuch und Irrtum)",
            "content_html": "<p>Man h\u00e4tte es wissen k\u00f6nnen.</p>\n<p>Man h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, dass das, was passieren sollte, passieren sollte. Dass es so passieren sollte, wie es passieren sollte. Sie wussten es, alle wussten es. Wer sagte, dass die, die es wussten, es nicht wussten, der log. Wissentlich, um sich selbst zu schonen, wissentlich auch wider besseren Wissens.</p>\n<p>Man h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, dass hinterher wieder alle sagen w\u00fcrden, sie h\u00e4tten es schon immer gewusst, aber keiner habe ihnen zugeh\u00f6rt. Schlimm sind immer nur die anderen. Die anderen, das sind die, die sagen, tja, das ist der Lauf der Dinge. Anpassen und Klappe halten. Sie sagen \u201chaha, das war lustig\u201d und lachen nicht. Sie sagen \u201cendlich sagt\u2019s mal einer\u201d und bleiben selbst stumm, man k\u00f6nnte ja die Leute verschrecken, die sie nie interessiert haben. Und \u00fcberhaupt, Individualismus ist so 90er.</p>\n<p>Man h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, dass das, was sie taten, nicht falsch war. Dass die Art, wie sie es taten, zur Lage nichts beitrug. Was emp\u00f6rte, war, was sie <span style=\"font-style:italic\">nicht</span> taten, und so sahen sie sich selbst tatenlos beim Nichtstun zu, w\u00e4hrend um sie herum die Welt explodierte. Das Letzte, was sie sahen, war ein Schulterzucken, und sie zuckten zur\u00fcck, weil sie ihr ganzes Leben schon nur gezuckt hatten. Zuckend in den Untergang, und man bleibt sich treu.</p>\n<p>Man h\u00e4tte es wissen k\u00f6nnen, ja, ja, h\u00e4tte. Alles Schwarzmaler und Faschisten, Ewiggestrige, Reaktion\u00e4re. Ich wei\u00df, dass ich nichts wei\u00df, wissen Sie? Uralt, kennt man, nichts zu danken, bis bald mal wieder.</p>\n<p>Aber hinterher hat es wieder keiner wissen wollen.</p>\n<hr>\n<p>(Haspelt doch vorhin eine sichtlich unentspannte Frau fraglichen Alters, die an irgendeiner fragw\u00fcrdigen Aktion von <span style=\"font-style:italic\">attac</span> teilgenommen hatte, in die erstbeste Nachrichtenkamera, es sei \u201cecht toll\u201d gewesen, unter freiem Himmel zu schlafen. Darum, werte Frau, werden Sie Hunderte von Obdachlosen beneiden, dessen bin ich mir fast sicher. Andererseits h\u00e4tten Sie das auch einfacher haben k\u00f6nnen.)</p>\n<hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/07/versuch-eines-die-goldenen-zitronen-liedtextes-vmtl-gescheitert/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "Man h\u00e4tte es wissen k\u00f6nnen.\nMan h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, dass das, was passieren sollte, passieren sollte. Dass es so passieren sollte, wie es passieren sollte. Sie wussten es, alle wussten es. Wer sagte, dass die, die es wussten, es nicht wussten, der log. Wissentlich, um sich selbst zu schonen, wissentlich auch wider besseren Wissens.\nMan h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, dass hinterher wieder alle sagen w\u00fcrden, sie h\u00e4tten es schon immer gewusst, aber keiner habe ihnen zugeh\u00f6rt. Schlimm sind immer nur die anderen. Die anderen, das sind die, die sagen, tja, das ist der Lauf der Dinge. Anpassen und Klappe halten. Sie sagen \u201chaha, das war lustig\u201d und lachen nicht. Sie sagen \u201cendlich sagt\u2019s mal einer\u201d und bleiben selbst stumm, man k\u00f6nnte ja die Leute verschrecken, die sie nie interessiert haben. Und \u00fcberhaupt, Individualismus ist so 90er.\nMan h\u00e4tte wissen k\u00f6nnen, dass das, was sie taten, nicht falsch war. Dass die Art, wie sie es taten, zur Lage nichts beitrug. Was emp\u00f6rte, war, was sie nicht taten, und so sahen sie sich selbst tatenlos beim Nichtstun zu, w\u00e4hrend um sie herum die Welt explodierte. Das Letzte, was sie sahen, war ein Schulterzucken, und sie zuckten zur\u00fcck, weil sie ihr ganzes Leben schon nur gezuckt hatten. Zuckend in den Untergang, und man bleibt sich treu.\nMan h\u00e4tte es wissen k\u00f6nnen, ja, ja, h\u00e4tte. Alles Schwarzmaler und Faschisten, Ewiggestrige, Reaktion\u00e4re. Ich wei\u00df, dass ich nichts wei\u00df, wissen Sie? Uralt, kennt man, nichts zu danken, bis bald mal wieder.\nAber hinterher hat es wieder keiner wissen wollen.\n\n(Haspelt doch vorhin eine sichtlich unentspannte Frau fraglichen Alters, die an irgendeiner fragw\u00fcrdigen Aktion von attac teilgenommen hatte, in die erstbeste Nachrichtenkamera, es sei \u201cecht toll\u201d gewesen, unter freiem Himmel zu schlafen. Darum, werte Frau, werden Sie Hunderte von Obdachlosen beneiden, dessen bin ich mir fast sicher. Andererseits h\u00e4tten Sie das auch einfacher haben k\u00f6nnen.)\nQuelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
            "date_published": "2010-07-29T01:25:19+02:00",
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            "content_html": "<p>Chaotisch die Essenz des Denkens,<br>\nInvalid auch sein Resultat.<br>\nNotd\u00fcrftig auf Papier geschmiert<br>\nDies Werk, auf Englisch verfasst:</p>\n<p><span style=\"font-style:italic\">Yet another day goes by,<br>\nDepressing times, an empty heart,<br>\nUntil the sky will clear one day,<br>\nFor I will find out how to start.</span></p>\n<p>Eine Wand aus Pappmach\u00e9<br>\nHindert jeden Denkprozess.<br>\nL\u00fcge gar ist Vers Nummer 8.<br>\n(Schade: Das Y an erster Stelle.)</p>\n<p>Tats\u00e4chlich wahr ist hingegen:<br>\nMir fehlt der Traum, den ich erlebte.<br>\nIn allem, was mir blieb, allein; das<br>\nReimen kam mir selbst abhanden.</p>\n<hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/versteckte-botschaften-aber-nicht-doch/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
            "content_text": "Chaotisch die Essenz des Denkens,\nInvalid auch sein Resultat.\nNotd\u00fcrftig auf Papier geschmiert\nDies Werk, auf Englisch verfasst:\nYet another day goes by,\nDepressing times, an empty heart,\nUntil the sky will clear one day,\nFor I will find out how to start.\nEine Wand aus Pappmach\u00e9\nHindert jeden Denkprozess.\nL\u00fcge gar ist Vers Nummer 8.\n(Schade: Das Y an erster Stelle.)\nTats\u00e4chlich wahr ist hingegen:\nMir fehlt der Traum, den ich erlebte.\nIn allem, was mir blieb, allein; das\nReimen kam mir selbst abhanden.\nQuelle: Hirnfick 2.0Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437",
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            "content_html": "<p><span style=\"font-style:italic\">(Ihr gewidmet.)</span></p>\n<p>\u2026 Als er erwachte, hatte sich seine Welt ver\u00e4ndert. M\u00fchsam \u00f6ffnete er seine tr\u00e4nennassen Augen und blickte sich um. Aber es war doch alles wie immer?</p>\n<p>Nein, etwas war anders. Durch seinen Kater schien langsam die Erinnerung. Er hatte wieder einmal versagt. Dabei schien zum ersten Mal in seinem Leben alles so perfekt!</p>\n<p>Vor Jahren noch, als er Suchender war, sich l\u00e4ngst noch nicht angekommen w\u00e4hnte, lernte er sie kennen. Sie wirkte zart, gar zerbrechlich. Sie war auf eine geheimnisvolle Art verschlossen, beinahe abweisend, und dennoch zog sie ihn magisch an. Schon damals hatte er sich in sie verliebt. Die Chance jedoch, die sie ihm gew\u00e4hrte, vergab er in jugendlichem \u00dcberschwang.</p>\n<p>Er war sich bewusst gewesen, dass es nicht leicht werden w\u00fcrde, ihre Liebe zu gewinnen; dennoch hatte es ihm einen Schlag versetzt, als sie ihm zu verstehen gab, dass diese Liebe unm\u00f6glich eine Chance haben w\u00fcrde. Dass sie <span style=\"font-style:italic\">ihn</span> nicht wollte, konnte er kaum glauben; zumal er in den folgenden Monaten betr\u00fcbt, aber hilflos sehen musste, dass sie schnell Ersatz fand. Trotz alledem konnte und wollte er sie nicht vergessen, auch wenn er ihr gegen\u00fcber in der folgenden Zeit seinem Missmut und seiner Entt\u00e4uschung \u2014 oder war es blo\u00dfe Eifersucht? \u2014 deutlich Ausdruck verliehen hatte. Er hatte nichts zu verlieren, er hatte sie schon verloren, bevor er sie jemals gewonnen hatte. Wom\u00f6glich f\u00fcr immer.</p>\n<p>\u00dcber sechs Jahre waren seitdem vergangen, in denen er sie fast aus den Augen verloren, nie aber vergessen hatte. Viel hatte sich ge\u00e4ndert; nicht nur bei ihm, auch bei ihr. Dass er sie wiedersehen w\u00fcrde, kam unerwartet, aber es stand unter einem anderen Stern. Sie beide waren nicht mehr auf der Suche, sie f\u00fchlten sich l\u00e4ngst schon gefangen in der Leere, in der sie nunmehr steckten. Was passieren w\u00fcrde, war ihnen vorher nicht klar. Er hatte Angst gehabt, sich wieder auf etwas einzulassen, was ihn \u00fcberfordern w\u00fcrde. Er hatte sie zu oft, zu lange verletzt; das wollte er nicht wieder riskieren. Und doch war es schon wieder passiert: Er hatte sich aufs Neue in sie verliebt. Sie war noch immer so scheu und zerbrechlich wie damals, doch diesmal war ein Ende nicht abzusehen.</p>\n<p>Zum ersten Mal wusste er, wo er war und was er wollte; nach all den Jahren stand f\u00fcr ihn endlich fest, wof\u00fcr er lebte. H\u00e4tte er, in irgendeinem Dialog nach seinem Leben gefragt, einen Zeitpunkt angeben sollen, an dem er <span style=\"font-style:italic\">gl\u00fccklich</span> war, er h\u00e4tte ohne Zweifel jede Minute herausnehmen k\u00f6nnen, die er mit ihr verbrachte, und er h\u00e4tte seine Wahl nicht bereut. Die Aussicht auf ein Leben mit ihr gab ihm wieder neuen Lebensmut. In jeder freie Minute, in der sie nicht miteinander sprachen, setzte er alles daran, sie bald wiedersehen zu k\u00f6nnen. W\u00fcrde jemals ein Lexikonhersteller einen Artikel \u00fcber \u201cPaar, gl\u00fcckliches\u201d bebildern wollen, so dachte er im Stillen, so w\u00fcrde ihrer beider Konterfei bald dort zu sehen sein.</p>\n<p>Doch \u00fcber all dem Gl\u00fcck prangten noch immer die Ereignisse aus der Zeit, bevor sie sich getroffen hatten. So fest er sie auch zu halten versuchte, so nahe sie sich auch waren, so unheilbar klafften doch die alten Wunden, die er einst aufriss, in ihrem Herzen.</p>\n<p>Er hatte ihr versprochen, sich nicht nur wegen l\u00e4ngst vergangener und vergebener Fehler an ihr r\u00e4chen zu wollen. Er wollte sie nicht verletzen; das hatte er zu lange getan. F\u00fcr ihn war sie kein Spiel, sie war l\u00e4ngst sein Leben. Nun aber hatte sie den Spie\u00df umgedreht. Sachte, doch bestimmt zog sie die Mauer zwischen ihnen wieder hoch, lie\u00df ihn verzweifelt, doch letztlich erfolglos versuchen, eine T\u00fcr hineinzustemmen. W\u00e4hnte er sich soeben noch im Gl\u00fccksrausch, so fiel er nun in ein nicht enden wollendes Loch. Sieben Worte allein lie\u00dfen seine Tr\u00e4ume zerplatzen; das Luftschloss, in dem er mit ihr leben wollte, st\u00fcrzte \u00fcber ihm zusammen. <span style=\"font-style:italic\">All the homes that we were building, we never lived in, could be better, should be better lessons in love.</span></p>\n<p>Das hatte er, dessen war er sich bewusst, allein sich selbst zuzuschreiben. Diese eine, wom\u00f6glich letzte Chance hatte er sich schon Jahre zuvor zerst\u00f6rt; und selbst, wenn es noch eine geben sollte, w\u00fcrde auch sie an den Worten zerschellen, die er noch in seinem alten Leben \u2014 in dem ohne sie \u2014 unbedacht ausgesprochen hatte. Es war sinnlos. Mit dem Stift auf seinem Schreibtisch krakelte er, ohne zu wissen, was er tat, einige Zeilen in sein Notizbuch:</p>\n<p><span style=\"font-style:italic\">Zerbrochene Tr\u00e4ume<br>\nEin Leben aus Glas<br>\nJahre aus Rauch<br>\nVertan, verpasst</span></p>\n<p><span style=\"font-style:italic\">Zukunftsgl\u00fcck<br>\nAus und vorbei<br>\nDie gro\u00dfe Liebe<br>\nVerpufft im Nichts</span></p>\n<p>Er legte den Stift zur Seite. Vor ihm stand ihr Bild; sollte es nur noch ein Relikt bleiben? Er f\u00fchlte sich wieder leer und sonderbar allein. Diese Schrammen w\u00fcrden ihm f\u00fcr den Rest seines Lebens bleiben. \u201cDen Rest meines Lebens\u201d dachte er und l\u00e4chelte gequ\u00e4lt. So konnte es nicht weitergehen. Etwas musste geschehen. \u2026</p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/sie-fragment-3/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. Juni 2010</a> dies: Und? Stand der Dinge?</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de/blog\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/sie-fragment-3/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. Juni 2010</a> dies: Tot.</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress/\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/sie-fragment-3/\&quot;" data-wpel-link="internal">7. 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            "content_text": "(Ihr gewidmet.)\n\u2026 Als er erwachte, hatte sich seine Welt ver\u00e4ndert. M\u00fchsam \u00f6ffnete er seine tr\u00e4nennassen Augen und blickte sich um. Aber es war doch alles wie immer?\nNein, etwas war anders. Durch seinen Kater schien langsam die Erinnerung. Er hatte wieder einmal versagt. Dabei schien zum ersten Mal in seinem Leben alles so perfekt!\nVor Jahren noch, als er Suchender war, sich l\u00e4ngst noch nicht angekommen w\u00e4hnte, lernte er sie kennen. Sie wirkte zart, gar zerbrechlich. Sie war auf eine geheimnisvolle Art verschlossen, beinahe abweisend, und dennoch zog sie ihn magisch an. Schon damals hatte er sich in sie verliebt. Die Chance jedoch, die sie ihm gew\u00e4hrte, vergab er in jugendlichem \u00dcberschwang.\nEr war sich bewusst gewesen, dass es nicht leicht werden w\u00fcrde, ihre Liebe zu gewinnen; dennoch hatte es ihm einen Schlag versetzt, als sie ihm zu verstehen gab, dass diese Liebe unm\u00f6glich eine Chance haben w\u00fcrde. Dass sie ihn nicht wollte, konnte er kaum glauben; zumal er in den folgenden Monaten betr\u00fcbt, aber hilflos sehen musste, dass sie schnell Ersatz fand. Trotz alledem konnte und wollte er sie nicht vergessen, auch wenn er ihr gegen\u00fcber in der folgenden Zeit seinem Missmut und seiner Entt\u00e4uschung \u2014 oder war es blo\u00dfe Eifersucht? \u2014 deutlich Ausdruck verliehen hatte. Er hatte nichts zu verlieren, er hatte sie schon verloren, bevor er sie jemals gewonnen hatte. Wom\u00f6glich f\u00fcr immer.\n\u00dcber sechs Jahre waren seitdem vergangen, in denen er sie fast aus den Augen verloren, nie aber vergessen hatte. Viel hatte sich ge\u00e4ndert; nicht nur bei ihm, auch bei ihr. Dass er sie wiedersehen w\u00fcrde, kam unerwartet, aber es stand unter einem anderen Stern. Sie beide waren nicht mehr auf der Suche, sie f\u00fchlten sich l\u00e4ngst schon gefangen in der Leere, in der sie nunmehr steckten. Was passieren w\u00fcrde, war ihnen vorher nicht klar. Er hatte Angst gehabt, sich wieder auf etwas einzulassen, was ihn \u00fcberfordern w\u00fcrde. Er hatte sie zu oft, zu lange verletzt; das wollte er nicht wieder riskieren. Und doch war es schon wieder passiert: Er hatte sich aufs Neue in sie verliebt. Sie war noch immer so scheu und zerbrechlich wie damals, doch diesmal war ein Ende nicht abzusehen.\nZum ersten Mal wusste er, wo er war und was er wollte; nach all den Jahren stand f\u00fcr ihn endlich fest, wof\u00fcr er lebte. H\u00e4tte er, in irgendeinem Dialog nach seinem Leben gefragt, einen Zeitpunkt angeben sollen, an dem er gl\u00fccklich war, er h\u00e4tte ohne Zweifel jede Minute herausnehmen k\u00f6nnen, die er mit ihr verbrachte, und er h\u00e4tte seine Wahl nicht bereut. Die Aussicht auf ein Leben mit ihr gab ihm wieder neuen Lebensmut. In jeder freie Minute, in der sie nicht miteinander sprachen, setzte er alles daran, sie bald wiedersehen zu k\u00f6nnen. W\u00fcrde jemals ein Lexikonhersteller einen Artikel \u00fcber \u201cPaar, gl\u00fcckliches\u201d bebildern wollen, so dachte er im Stillen, so w\u00fcrde ihrer beider Konterfei bald dort zu sehen sein.\nDoch \u00fcber all dem Gl\u00fcck prangten noch immer die Ereignisse aus der Zeit, bevor sie sich getroffen hatten. So fest er sie auch zu halten versuchte, so nahe sie sich auch waren, so unheilbar klafften doch die alten Wunden, die er einst aufriss, in ihrem Herzen.\nEr hatte ihr versprochen, sich nicht nur wegen l\u00e4ngst vergangener und vergebener Fehler an ihr r\u00e4chen zu wollen. Er wollte sie nicht verletzen; das hatte er zu lange getan. F\u00fcr ihn war sie kein Spiel, sie war l\u00e4ngst sein Leben. Nun aber hatte sie den Spie\u00df umgedreht. Sachte, doch bestimmt zog sie die Mauer zwischen ihnen wieder hoch, lie\u00df ihn verzweifelt, doch letztlich erfolglos versuchen, eine T\u00fcr hineinzustemmen. W\u00e4hnte er sich soeben noch im Gl\u00fccksrausch, so fiel er nun in ein nicht enden wollendes Loch. Sieben Worte allein lie\u00dfen seine Tr\u00e4ume zerplatzen; das Luftschloss, in dem er mit ihr leben wollte, st\u00fcrzte \u00fcber ihm zusammen. All the homes that we were building, we never lived in, could be better, should be better lessons in love.\nDas hatte er, dessen war er sich bewusst, allein sich selbst zuzuschreiben. Diese eine, wom\u00f6glich letzte Chance hatte er sich schon Jahre zuvor zerst\u00f6rt; und selbst, wenn es noch eine geben sollte, w\u00fcrde auch sie an den Worten zerschellen, die er noch in seinem alten Leben \u2014 in dem ohne sie \u2014 unbedacht ausgesprochen hatte. Es war sinnlos. Mit dem Stift auf seinem Schreibtisch krakelte er, ohne zu wissen, was er tat, einige Zeilen in sein Notizbuch:\nZerbrochene Tr\u00e4ume\nEin Leben aus Glas\nJahre aus Rauch\nVertan, verpasst\nZukunftsgl\u00fcck\nAus und vorbei\nDie gro\u00dfe Liebe\nVerpufft im Nichts\nEr legte den Stift zur Seite. Vor ihm stand ihr Bild; sollte es nur noch ein Relikt bleiben? Er f\u00fchlte sich wieder leer und sonderbar allein. 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            "content_html": "<p>Wenn solche Mails in meinem Studentenpostfach aufschlagen, verstehe ich die Sorgen um das deutsche Bildungssystem nicht mehr:</p>\n<blockquote><p>(\u2026) im Flurbereich vor dem Raum 180, neben dem AStA-B\u00fcro im Hauptgeb\u00e4ude, lade ich f\u00fcr Donnerstag, den 03.06.2010, von 11.00 Uhr bis 14.00 Uhr, auf diversen Musterst\u00fchlen zu einer Sitzprobe ein. Bitte geben Sie ein Votum f\u00fcr \u201cIhren Favoriten\u201d ab.<br>\nIch beabsichtige, den Stuhl mit den meisten Stimmen zu beschaffen.</p></blockquote>\n<p>Apropos \u201cunerw\u00fcnschte Infopost\u201d: Ich wei\u00df nicht, liebe Spammer, was ich von einer Mail halten soll, deren Betreff \u201cHast du denn keine Zeit mehr f\u00fcr mich?\u201d lautet und deren Inhalt aus einer Liste offenbar erotischer Videotitel besteht, darunter \u201cOMAS KAFFEE-FAHRT\u201d (nur echt in Gro\u00dfbuchstaben); und ob ihr das wirklich ernst meint mit der Erotik. Ich jedenfalls kann der Vorstellung von einem Bus voller Senioren in Rheumadecken nur wenig abgewinnen, was anregend wirkt. Das k\u00f6nnte aber auch an mir liegen.</p>\n<p>Und bevor ich es vergesse: Am heutigen 2. Juni findet zum 35. Mal der <a href="\&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Hurentag\&quot;" data-wpel-link="internal">internationale Hurentag</a> statt. Meinen herzlichen Gl\u00fcckwunsch!</p>\n<hr>\n<p>In eigener Sache:</p>\n<blockquote><p>Ich hab die Welt um dich gedreht,<br>\nstehl dir die Zeit, bin dein Tagedieb,<br>\nwar oft genug dein Alibi,<br>\nwas auch passiert, ich verlass dich nie.</p></blockquote>\n<p>\u2013 Die Toten Hosen: <a href="\&quot;http://www.youtube.com/watch?v=ZVeKaFtlxkM\&quot;" data-wpel-link="internal">Ich bin die Sehnsucht in dir</a></p>\n<hr><h2>Kommentare</h2><ul><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/aus-dem-postfach-gefischt-bildungssorgen-ade/\&quot;" data-wpel-link="internal">2. Juni 2010</a> dies: Jetzt wei\u00dft Du wenigstens, was die mit Euren Studiengeb\u00fchren anstellen. Es kommt nur das Beste ins Haus. Wird auch ein Snack nebst Willkommenstrunk gereicht? Wie sieht es mit einer Aufwandsentsch\u00e4digung aus? Dann komme ich auch. Liegt bei mir ja gleich um die Ecke.</li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/aus-dem-postfach-gefischt-bildungssorgen-ade/\&quot;" data-wpel-link="internal">2. Juni 2010</a> dies: Habe zur Begr\u00fc\u00dfung einen Flaschen\u00f6ffner bekommen. Seltsames Zeichen eigentlich.</li><li><a href="\&quot;http://dietmarjanowski.bplaced.net/wordpress\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc" external="" nofollow\&quot;="" data-wpel-link="internal">Didi</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/aus-dem-postfach-gefischt-bildungssorgen-ade/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. Juni 2010</a> dies: Eher ein bezeichnendes   <img src=\"https://tuxproject.de/blog/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/smiley_emoticons_twistedevil2.gif\" alt=\":twisted:\" width=\"18\" height=\"18\" class=\"wpml_ico\"> </li><li><a href="\&quot;http://tuxproject.de\&quot;" class="\&quot;url\&quot;" rel="\&quot;ugc\&quot;" data-wpel-link="internal">tux0r</a> schrob am <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/aus-dem-postfach-gefischt-bildungssorgen-ade/\&quot;" data-wpel-link="internal">3. Juni 2010</a> dies: *r\u00e4usper* .. bisher nicht.</li></ul><hr><small>Quelle: <a href="\&quot;https://tuxproject.de/blog/2010/06/aus-dem-postfach-gefischt-bildungssorgen-ade/\&quot;" data-wpel-link="internal">Hirnfick 2.0</a><br>Digitaler Fingerabdruck:  2d020bafea029b2fea2acbb1e974a437</small>",
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