Archiv für die Kategorie ‘Montagsmusik’.

Vorübergehend veröffentliche ich hier jeden Montag mehr oder weniger neue mehr oder weniger gute mehr oder weniger Musik. Sie ist hier zu finden.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Tomahawk – God Hates a Coward // Digitale Abgründe in Brüssel

stellt-euch-vor-es-ist-montag-und-ihr-sitzt-nur-muede-rumEs ist Montag, ein Tag der deutschen Einheit, ob wir wollen oder nicht. Der Kanzler der Einheit, Helmut Kohl, wusste, dass Volksabstimmungen gar nicht so gut sind. Folgerichtig empfehlen Deutschlands Linke für den heutigen Tag in bekannt bigotter Weise einen von lästigen Dingen wie Gemeinschaftssinn oder Menschlichkeit befreiten Aufstand des antikapitalistischen Pöbels gegen dieses verdammte Land. Nur hierbleiben wollen sie schon, weil es hier so einfach ist, halbwegs gut zu überleben. Wenn man niemanden in Dresden kennt, ist die Forderung nach einer Einebnung der Stadt bedeutend einfacher zu stellen. Der Mensch ist dem Menschen ein Dingsbums. Ein unglaublich blöder, manchmal, noch dazu. Wer nicht über seinen Schatten springen kann, der hat einerseits Physik verstanden, ist aber andererseits weniger gut geeignet für das, was zählt (i.e. Geborgenheit und etwas Musik). Was fehlt? I wo: Wer. Eine Woche zurück und ein neuer Versuch, noch mal im Arm statt immer nur im Bett einschlafen, mehr muss es ja gar nicht sein.

Da wir gerade bei Blöden waren: Den „Grünen“ gefällt es gar nicht, wenn ein Unternehmen zu viele Kunden hat, denn dann muss eine „missbrauchsunabhängige Entflechtungsmöglichkeit“ her. Ich würde ja die missbrauchsunabhängige Entflechtung der „Grünen“ befürworten, aber dann muss die ja irgendwer anders nehmen. Allerdings ist „Digitalpolitik“ (allein das Wort schon!) auch nicht für jeden Menschen geeignet; der EU-Digitalkommissar Günther Oettinger etwa hat bisher offenkundig noch nicht mal eine Suchmaschine benutzt, was zumindest die einzige Erklärung für seine Theorie ist, dass kaum ein Nutzer einer solchen Suchmaschine jemals auf ein Suchergebnis klickt. Die lesen alles immer nur in Google, die Leute. Seine Partei, die CDU, hat derweil den Feminismus am Hals: Die Beteiligten hätten (…) vereinbart, das Thema Sexismus „ab sofort (…) in verschiedenen Gremien (…) zu diskutieren“, was mich doch hoffnungsfroh stimmt, dass demnächst Ruhe ist, denn an einer gremienübergreifenden Feministinnengruppe (meinten Sie: Grippe?) haben sich bekanntlich schon ganz andere Parteien verschluckt.

Bitte keine Postkarten aus dem Iran! Stattdessen: Musik aus Amerika. Ist ja auch mal ganz nett.

God Hates A Coward – Tomahawk (live)

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Archive – Meon

"Vertrauen in die Menschheit"? Bei einer Wahl? Ach, woher denn.Es ist Montag und das Wetter wagt einen ersten dezenten, aber durchaus nicht missverständlichen Hinweis auf die Jahreszeit. Es ist nicht alles warm, was scheint, auch wenn sie zu wärmen scheint, Entfernung optional.

Leider nicht entfernt allerdings: Berlin hat gewählt und die rechtspopulistische SPD bleibt trotz Christopher Lauer stärkste Kraft. Offenbar mögen Berliner keine Menschen, was einiges erklären könnte. Raus sind die Berliner Piraten, die sich in den fünf Jahren ihrer Beteiligung an der Landespolitik vor allem dadurch hervorgetan haben, die Politik der Grünen zu machen. Aber warum sollte eine Partei, die als Partei des digitalen Wandels ins Abgeordnetenhaus gewählt wurde, auch mal was anderes machen als ihre Wähler zu enttäuschen?

Apropos Digitalwandler: Die Qualität der Tonausgabe vom iPhone ist schlecht. Aber wer, dem Technik wichtiger als Form ist, kauft sich schon ein iPhone? Siri, mach‘ mal die Tür auf. Smart und klug sind eben keine Synonyme. Dazu passt: Smartphonenutzer lesen weniger. Macht ja auch keinen Spaß auf den Winzbildschirmen. – Vielleicht ist die schleichende Vermenschlichung des einst Guten auch vom Schicksal vorbestimmt, vielleicht steht sie in den Sternen. Blöd nur, wer sein Horoskop zu kennen glaubt: Sein Sternzeichen stimmt wahrscheinlich nicht. Hokus pokus.

Magie, sowieso.

Archive – Meon – LIVE

Guten Morgen.

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Paolo Conte – Via con me // Total versifft!

kaffeeEs ist Montag, das ist selten ein gutes Zeichen. This is penis. In Niedersachsen wurde gewählt, die CDU hat gewonnen. Bringt ja eh‘ nix. Die da oben. Was sie wollen. Immer.

In den letzten Wochen kochte zum wiederholten Male ein Thema hoch, das ich für zum wiederholten Male begraben hielt: Auf Twitter gibt es Trolle. Doch, wirklich! Wie gewohnt werden pseudonyme Prangerseiten erstellt, auf denen sich irgendwelche Würstchen darüber aufregen, dass Selbstdarsteller und gewaltbegeisterte Feministinnen, die sich auf Twitter, auf YouTube und/oder in ihren Blogs fortwährend im Glanz ihrer eigenen Großartigkeit zu sonnen versuchen, für ihre oft dümmlichen Aussagen auch mal ausgelacht und nicht nur ausgiebig verehrt werden. Da habe sich, erzählt die Gegenseite, eine homogene Gruppe von Leuten zusammengeschlossen, um sich auf Einzelne einzuschießen, ohne dass diese ihnen etwas getan haben; leider kam ich bei meinen eigenen Recherchen nicht besonders weit, denn viele der beteiligten Accounts haben mich blockiert, ohne dass ich ihnen etwas getan habe, denn bei den Guten gibt es eigene Prangerlisten, erstellt von sehr merkwürdigen Feministinnen wie Randi Harper und Jasna Strick, auf denen ich mitunter selbst draufstehe, weil ich mit den falschen Leuten nicht jede Kommunikation unterlasse oder so ähnlich. Und diese Guten, die unkritisch fremde Hasslisten abonnieren, beschweren sich dann, dass ihnen nicht jeder für ihr selbstgerechtes Geschwalle den Arsch pudert, unterstützt von den Medien, die sich ja immer wieder freuen, auf der Seite der Gerechtigkeit mal mit ihrem Holzschwert fuchteln zu dürfen; um dann, wenn sie entlarvt wurden, natürlich von nichts mehr zu wissen zu meinen. Ist ja alles bloß Internet.

Wenn dieses Internet und Linux aufeinander treffen, fallen Späne: Eine Linux-Malware greift aktuell IoT-Geräte wie IP-Kameras mit veralteter Firmware an. Ist ja Linux, ist ja sicher.

Chips, Chips; sie und ein Seufzen.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Blues Pills – Lady in Gold // Populismus vor Pommern

Montag (heute mal so)Es ist Montag. Kaum hat man sich, sich noch schlaftrunken in ihrer Nähe wähnend und von diesem Montag daher zumindest vorübergehend positiv beeindruckt, aus dem Bett geschält, treffen schon die ersten Schreckensnachrichten über einen herein: Die rechtspopulistische SPD hat in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag mehr Stimmen erzielt als es zu wünschen gewesen wäre, während die dortigen Grünen für fortwährende Beleidigung der Intelligenz ihrer Wähler mit dem Rauswurf bestraft wurden. Das Volk ist ein schlichtes, wie es scheint, folgerichtig hat auch die AfD an Bedeutung gewonnen. Die Kinder üben schon die ersten Anschläge. Alles Nazis? Mitnichten; und eine Lösung gibt es auch: Statt sich als eine der Parteien hervorzutun, die sich zusammentun, um einander die Finger in die Ohren zu stecken, wäre es zuweilen vermutlich nicht völlig verkehrt, den Ursachen für eine Radikalisierung des Wählers eine bürgernahe Politik entgegenzusetzen, statt die Vorbringer etwaiger Bedenken pauschal zu beschimpfen und sich ihrer Wünsche an die Politik in der Folge nicht weiter anzunehmen. Die AfD verdankt ihre Wahlergebnisse vor allem den anderen Parteien und am wenigsten sich selbst. Zur Beruhigung eine angenehme Meldung aus der Tierwelt: Pandabären sind keine gefährdete Tierart mehr. – So, jetzt geht’s wieder.

Aus der Welt der Technik: Aufgrund diverser Leaks ist Tor gerade mal wieder in aller Munde, aber Tor ist völlig uninteressant geworden, seit dort offenbar übersexualisierte SJWs das Ruder übernommen haben und die engagierten Technik-nerds das nicht mehr ertragen. Ein Opferstuhlkreis schafft wohl kaum ein angemessenes Klima zur sinnvollen Weiterentwicklung und Pflege eines derart komplexen Netzes. Wenn doch heutzutage schon überall so ein Netz drinsteckt: Probleme mit dem Auto? Einfach aus- und wieder einschalten!

Jetzt aber erst einmal abschalten.

BLUES PILLS – Lady In Gold (OFFICIAL VIDEO)

Guten Morgen.

MontagsmusikPiratenparteiPolitik
Red Bazar – Paragon // Von Linken und Schiffern

Warm hier heute, finden Sie nicht?Es ist Montag, Tag 1 nach der friedlichen Explosion inmitten sonnigsten Wetters, das selbst den Mond blendete. Die Piratenpartei hat vieles komplizierter gemacht. Patrick wer? Na, Schiffer! Wie in Claudia Schiffer! Welch treffender Name für einen Piratenkapitän, welch bedeutsame Verwandtschaft. Kann ja nur gut werden mit so einer Cousine, sonst wäre das medial gar kein Thema, nicht wahr? Nichts könnte mich dazu bringen, einem einzigen, erst recht nicht so vielen seriösen Journalisten vorzuwerfen, er wäre mehr an solchem Firlefanz als an Politik interessiert. Das wäre doch auch wirklich unangebracht von mir. – Gab es denn auch Politik? Immerhin: Forschungsanstrengungen zur friedlichen Nutzung der Kernfusion sind sinnvoll. Zur Hölle mit den Hippies.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag lässt wissen, dass die CDU/CSU keinesfalls eine linke Partei zu sein beabsichtigt. Das ist nun sicherlich sehr überraschend und auch ein wenig enttäuschend für ihr linksautonomes Wählerklientel. Mindestens genau so überrascht ist mal wieder die Onlineredaktion des heise-Verlags, die panisch vermeldete, dass Passwörter, die ihr auf den Computern fremder Leute (in der so genannten „Cloud“) ablegt, möglicherweise gar nicht so gut versteckt sind, dass da niemand reingucken kann. Aber ist ja so praktisch, das alles.

Man kann sich das Leben aber, statt einfacher, auch deutlich schwerer machen, zum Beispiel, indem man seine sexuellen Vorlieben zum Politikum macht: „Derzeit werden die LGBT-Rechte von einer Kopfgeburt aus der Rechtsabteilung von Anti-LGBT-Gruppen attackiert“, gut, andere Menschen finden ja auch Lokomotiven interessant. So lange die offensichtlich bedeutsamen gesellschaftlichen Probleme in den USA so aussehen, hat die Welt zumindest nicht zu befürchten, dass es noch schlimmer wird.

Machen wir sie doch so lange ein bisschen besser, zum Beispiel mit Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Wassermanns Fiebertraum – Jetzt oder nie // Mänbäng!

Die Bahn kommtEs tagt der Mond, es klagt der Kauz; Montag, Mist. Dabei hat sich das Wochenende schon länger angefühlt als nötig und man war selbst schuld daran. Andererseits: Hurra – ein gefühlt langes Wochenende! Die Kunst besteht darin, umzuschalten und Störungen als Angebot aufzufassen.

Weil man ja eigentlich doch schon gern mal wieder lachen würde, zum Beispiel über Nordkoreas „Netflix“-Konkurrenten, der lustigerweise Manbang heißt, was man doch bitteschön nicht unbedingt englisch aussprechen sollte (gesellschaftliche Unart auch: „Mänbäng“ lesen). Fast genau so lustig: Twitter hat jetzt einen Qualitätsfilter, was ungefähr gleichbedeutend mit einem Schönheitsfilter für Hannover wäre, er ließe nämlich nur noch vereinzelte Ruinen durch; einstellbar, jaja, aber wer würde das wollen?

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass es demnächst ratsam sein könnte, Vorräte angelegt zu haben. Wie damals im Krieg, die Älteren erinnern sich wahrscheinlich noch. Habt Angst! Hört ihr? Angst! Nach der Burka sollen jetzt auch Rucksäcke auf öffentlichen Plätzen verboten werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis endlich auch mal jemand das terroristische Essen von Leberwurstbrot im Zug verbietet. Das wäre schön.

Noch schöner, allerdings: Musik.

Hier.

Wassermanns Fiebertraum – Jetzt oder Nie (Official Music Video)

Guten Morgen.

Montagsmusik
Oranssi Pazuzu – Tyhjä Temppeli // Mehr Roboter wagen.

Urlaubsvertretung (flauschig)Es ist Montag, es gibt wahrlich Schöneres und das ist noch nicht einmal allzu lange her, aber man macht eben auch beim Dummsein nur ungern halbe Sachen. Als wär’s gestern gewesen, einander im Arm habend die Zeit zu vergessen und des Mondes tadelndem Blick keine Beachtung zu schenken, weil, als es perfekt schien, man doch selbst missachtet zu haben weiß. Wenn schon blöde, dann wenigstens mit Anlauf.

Apropos Anlauf. Neues aus Olympia: Deutschland ist erwartungsgemäß ganz gut im Schießen. In Syrien kommt ihm das zugute: In Aleppo kämpft Al Qaida, unterstützt von den USA, Deutschland, Türkei, Saudi-Arabien und Katar; die zahlen eben gut, muss man ja verstehen.

Bei allen Problemen, die ein Computer so hat (wusstet ihr zum Beispiel, dass euer Flachbildschirm gekapert werden kann?), wünscht man sich manchmal doch weniger Menschlichkeit in all dem Tohuwabohu. Man wies mich vor einigen Tagen darauf hin, dass selbst Roboter menschlicher seien als manche Menschen, wie ein Experiment von vor einigen Jahren beweise: Nach einer Weile entwickeln sie, die Roboter, einen eigenen Altruismus und lernen dessen Vorzüge zu schätzen. Und die Menschen? Sie füttern Enten mit ihren Kindern. Was ja, andererseits, auch irgendwie wieder niedlich ist.

Was allerdings keinesfalls niedlich ist, sind Montage, aber dagegen kann man etwas machen, nämlich die Musik an.

Oranssi Pazuzu – Tyhjä Temppeli

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Yezda Urfa – Cancer of the Band

Ich seh dichMontag. Android ist kaputt, aber der Sommer ist zurück. Er kommt ganz schön oft in diesem Jahr. Da kann man sich ja gar nicht mehr auf den Herbst freuen, wenn es endlich wieder normal wird.

Andererseits: Normalität 2016? Wer Argumente mag, wählt CDU. Keine Experimente! Die Hunde. Das Land davor. Hurz? In Olympia haben die Apotheker mal wieder Bestzeiten geschafft, Tausende jubeln mit Chips auf dem Sofa. Prekariats-TV für Gesportetwerdende.

Weniger zu bejubeln: Israel will Ausländer, die es nicht so gern sehen, wenn israelische Raketen Palästinenser zerfetzen, künftig nicht mehr ins Land lassen. Das ist immerhin besser als in anderen Unrechtsstaaten, da kommt man dann zwar noch rein, aber nicht mehr lebend raus. Den Guten, bewaffnet mit Parolen, Palästinensertuch und Israelfahne, gefällt das. Alle bekloppt, alle restlos bekloppt.

Was macht man eigentlich, wenn man einen überzähligen Behinderten hat? Ab damit!

Apropos ab: Musik ab!

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Arbor Labor Union – Hello Transmission

Blumen, nichts als BlumenDa wacht man nichtsahnend auf und schon wieder ist Montag. Passenderweise regnet es dazu, alles Übrige wäre durchaus unangemessen.

Es ist Montag und das Land brennt noch immer nicht. Julia Schramm missfällt das. Da hat Syrien mehr Glück: In dem Land, in dem die Achse des Guten derzeit bevorzugt öffentliche Plätze zwecks baldiger Befriedung bombardiert, werden die Lebensmittel knapp. Verfluchter Hunger nach Krieg. Keine Sorge, euer Geld ist sicher.

Und sonst so? Knappe 50 Jahre, nachdem das Gegenteil sich als richtig herausgestellt hat, verschafft sich die Behauptung Gehör, Universitäten müssen dringend parteipolitischer werden, denn nur parteipolitische Bildung sei gute und richtige Bildung. Lang genug für ein angemessenes Hochrollen werden meine Zehennägel in diesem Leben nicht mehr.

Ein Trivium: Aus irgendeinem Grund ist „Riesenpimmel“ hier noch immer der häufigste Suchbegriff. Dabei ist mein Musikgeschmack doch fast genau so interessant.

Arbor Labor Union – Hello Transmission

Guten Morgen.

MontagsmusikNetzfundstücke
Camel – Lady Fantasy // Gigawenig!

Kaffee?Welch Gaudium, welch Montag! Was fehlt: Die Sonntage, nur die Sonntage. Die spinnen, die Menschlichen.

Anderen fehlt Einfacheres, nämlich das Einmaleins:

Vodafone bringt Dich ins Gigabit-Zeitalter

Das heißt, Vodafone bringt mir eine Internetanbindung von einem oder gar mehreren Gigabit pro Sekunde? Haha, nein:

Telefoniere und simse unbegrenzt mit unserer Allnet Flat und surf rasend schnell mit bis zu 225 Mbit/s.

„Bis zu“, weil eine Funkzelle ja blöderweise ein geteiltes Medium ist; aber wer braucht schon so genaue Zahlen? Etwas fester sind die Werte zumindest an der heimischen Netzdose:

GIGASPEED – 400 Mbit/s für Dein Zuhause

Unter einem Gigabit hab‘ ich mir immer irgendwie mehr vorgestellt.

Gute Nachrichten aus den USA: Unlesbare Graffiti werden lesbar gemacht. ZOOB.

Erwähnte ich, dass Sonntage fehlen? Was bleibt: Mehr von ihnen einzufangen. Öfter mal was Altbekanntes.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Jeremy Flower – Take // Traurige Welten

Man fühlt sich nicht immer großEs ist Montag und ich bin sehr traurig.

Ich bin sehr traurig, denn ich habe mich wieder einmal auf die unangenehme Weise daran erinnern lassen, dass es immer, immer noch ein wenig schlimmer geht; nicht nur wer mit wem, sondern auch wo, womit alle wesentlichen Fragen abgedeckt wären und das dringende Bedürfnis, für die nächste bestürzende Meldung in den Nachrichten selbst verantwortlich zu sein, um sich einfach ein bisschen abzuregen, blöderweise einfach nicht weggeht.

Ich bin sehr traurig, denn ich habe es völlig versäumt, den gestrigen Welt-Emoji-Tag angemessen zu feiern; andererseits hatte ich dazu schon im Mai alles Nötige geschrieben. Dazu passt die freitägliche Meldung, dass Google Emojis für gleichberechtigte Frauen standardisieren lässt und damit, glaubt man Facebook, Dutzende weiterer Geschlechter diskriminiert. Es kann keine Gleichberechtigung geben, so lange keine bisexuellen indianischen einbeinigen Transsexuellen ein eigenes Arzt-Emoji haben!

Ich bin sehr traurig, dass die von der CDU-geführten Regierung im Europäischen Parlament zu verantwortenden ertrunkenen Flüchtlinge – über 800 wurden vor ein paar Tagen aus dem Mittelmeer gefischt – in der Flut an Nonsensmeldungen wie der über drei tote Deutschenein, nicht auch noch Deutsche! – in Nizza völlig, hihi, untergingen. Auch andere Staaten haben es leider versäumt, ihren Teil zu einer übersichtlichen Weltlage beizutragen: Während ganz Europa noch blöde vor sich hintrauerte, putschte fast das Militär in der Türkei für mehr Frieden und Demokratie, denn so eine Militärregierung ist ja noch aus Ägypten dafür bekannt, besonders gut zur Friedenssicherung geeignet zu sein. Ihre erste Amtshandlung war das Verhängen einer Ausgangssperre. Klar: Wenn keiner mehr raus darf, kann draußen nichts mehr passieren.

Ich bin sehr traurig, aber es gibt ja Musik.

Jeremy Flower ~ Take ~ [ Chamber Rock ]

Jetzt ist es besser, glaube ich.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
The Hirsch Effekt – Bezoar // Töten voller Ethik

Schlafen, schlafen wär' mal wasEs ist Montag und die Laune ist dermaßen gehoben, dass man es tatsächlich ein bisschen bedauert, so ein anständiger Mensch geworden zu sein und überdies in einem Land zu leben, das es gar nicht gern sähe, würde man seiner Wut allzu nachhaltigen Ausdruck verleihen. Wahrscheinlich ist das auch nicht fair und wahrscheinlich hat man das alles so was von verdient, aber der Mensch, der Mensch an sich scheitert immer schöner.

Die Ermordung von Polizisten zu verurteilen sei andererseits rassistisch, erklärt dieser Diskussionsstrang auf „Indymedia“, so leicht wie angenommen ist es also nicht, Mord blöd zu finden und trotzdem moralisch auf der richtigen Seite zu stehen. Auf „SPIEGEL ONLINE“ fragt konsequent Heike Le Ker – sieht gar nicht so aus – ohne Anflug von Sarkasmus: „Die Polizei in Dallas hat Micah Johnson mit einem Roboter getötet. Hat sie damit eine ethische Grenze überschritten?“ – normales Töten ist bekanntlich super, so lange es in ehrlicher Handarbeit geschieht, aber ethisch fragwürdig wird’s bei SPON erst, wenn diese vermaledeite Technik ins Spiel kommt.

Technik – ein gutes Stichwort: Derzeit ist der neue Ingress-Abklatsch „Pokémon Go“ das erfolgreichste Spiel für „mobile Geräte“. Dabei profitieren die Macher wohl vor allem auch davon, dass Smartphones immer noch vorwiegend Dumbuser haben, denen Datenschutzhinweise grundsätzlich zu viel Text beinhalten, um gelesen zu werden:

Beispielsweise könnten wir Webbeacons nutzen, Cookies zu platzieren oder mit ihnen zu kommunizieren, um (…) die Wirksamkeit unserer Werbung zu überwachen.

Taubsis im Vorgarten sind eben nicht billig.

Ich bin so desillusioniert, ich hab‘ sogar Musik dabei.

The Hirsch Effekt – Bezoar

Guten Morgen?

In den NachrichtenMir wird geschlechtMontagsmusik
The Animal In Me – Rap God

Du - ich - dieser Baum?Alles ist Montag, alles ist schlecht. Aufstehen, räuspern, durchdrehen. Wann war es anders? Damals, ja. Früher war so vieles besser, aber heute ist es schlecht.

Manches aber ist nicht nur schlecht, sondern auch etwas anderes. Schwuler Stolz hui, deutscher Stolz pfui. Wählt euren Zufall weise. Demnächst: Reihenweise abgeknickte Regenbogenfahnen, weil die Grünen es nicht wollen, dass ihr mit eurer Umwelt mal im Reinen seid. Schlecht, auf jeden Fall, ist Fußball. Im Fernsehen heißen Waliser „Kelten“ und Isländer „Wikinger“, Franzosen allerdings seltsamerweise nicht „Froschfresser“. Ehre, wem Ehre gebührt.

Auch schlecht, auf jeden Fall, ist es, ein Mann zu sein, also demnächst, wenn einvernehmlicher Geschlechtsverkehr vor dem Gesetz so lange eine Vergewaltigung ist, bis zweifelsfrei das Gegenteil bewiesen wurde, und vorsichtige Nichtteilnahme voraussichtlich sexistische Diskriminierung. Kann man es richtig machen? Klar: Einfach Frau sein. Gewonnen qua Geschlecht.

Schönes kommt derweil von den Vereinten Nationen: Internetzensur verletzt die Menschenrechte; das tut Krieg zwar auch, aber irgendwo muss man ja anfangen. Alles Weitere regelt ein Bundesgesetz. Es wäre verfrüht, uns nun darauf einen runterzuholen.

Machen wir stattdessen das Naheliegende: Hören wir ein Metalcover eines Eminem-Stücks.

Eminem – "Rap God" (Cover By The Animal In Me)

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Rotor – Volllast

Jetzt, hierEs ist Montag. Die Wetteraussichten sind angemessen trübe, weil es wieder einmal tief drinnen nagt, weil man sich montags ja dann doch immer so fühlt. Vermutlich ist es besser, es nicht zu bemerken, wenn man auch mal Glück hat, damit der Unterschied nicht so schrecklich auffällt. Emotional und nervlich am Ende mit drei Buchstaben: Ich. Es ist – ihr ahnt es – mitunter bedrückend, ich zu sein.

Die Flucht nach vorn – in die Nachrichten – ist also angesagt. Im Vereinigten Königreich und im Vatikan wird von der unterlegenen Minderheit im „Brexit“-Referendum angestrebt, das Referendum wiederholen zu lassen, weil die Mehrheit doof gewählt hat. Ich finde das nachahmenswert, mir gefällt die Wahl der Mehrheit in Deutschland nämlich auch nur äußerst selten. Was wissen die doofen Anderen schon von Politik? – Nur konsequent ist es da, dass Jean-Claude Juncker laut Medienberichten – die entsprechenden Medien möchten hier aufgrund des von ihnen unterstützten Leistungsschutzrechts nicht verlinkt werden – jetzt darauf drängt, den Euro in der EU zur Pflicht zu machen. Das haben die anderen Länder jetzt davon, nicht auch ausgetreten zu sein.

Mal was anderes: Seid ihr auch im Fußballfieber? Dann ist euch sicherlich entgangen, dass die Bundesregierung sich mal eben darauf verständigt hat, künftig auch eure Kinder überwachen zu lassen, wegen Terrors. Während ihr ins Ausland guckt, wird Schritt für Schritt euer Inland zerstört. Nationalelf erhält Motivationsschub, weil Betrunkener in Berlin Leinwand anbrüllt. Das erklärt einiges.

Genug der Lappalien. Es ist Zeit für etwas Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Holy Esque – Strange

Ausschau nach dem PandaEs ist Montag. Nicht vor dem ersten Kaffee ansprechen. Das macht doch alles keinen Spaß mehr. Früher war mehr Unbeschwertheit, allerdings war früher auch mehr zu zweit. Früher war alles besser.

Andererseits: Endlich ist mal Schluss mit dem Patriarchat! Straffrei das Leben von Menschen zu zerstören ist Frauensache, was immer eine Frau jetzt eigentlich ist. Die ewige Stadt Rom wird künftig von der italienischen Partei der EU-Gegner regiert, aber vom nahe liegenden Etikett „Rechtspopulismus“, das medial längst der Standardwert für alles ist, was sich nicht ins Getriebe einfügen möchte, redet hier keiner, weil der neue Bürgermeister eine Frau ist, was bekanntlich immer und grundsätzlich höher wiegt als das, was sie zu sagen hat. Gestern hat kein ARD-Redakteur seine Kinder geschlagen. Alles unter Kontrolle, Situation normal.

Ihr allerdings gehört geschlagen: Emojis sind aus eurem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch, doch, das ist erwiesen. Die Sprache der Zukunft sind bunte Bildchen, digitale Höhlenmalereien ohne dauerhaften Wert. Schreiben ist eine verlorene Errungenschaft. Andererseits: Sollte die Jugend so schreiben wie sie spricht, ist das wahrscheinlich auch besser so.

Ein kurzer Blick in’s Föjetong. Wenn Taylor Swift (Popmusik, schlimm) einen neuen Partner hat, drängt sich natürlich vor allem eine Frage auf: Wie soll man die beiden nennen? Bedauerlicherweise ist „Dumm und Dümmer“ schon vergeben.

Beneidenswert, eigentlich.

Holy Esque – Strange

Oh I cried / cried cried cried.

Guten Morgen.