Archiv für die Kategorie ‘Montagsmusik’.

Vorübergehend veröffentliche ich hier jeden Montag mehr oder weniger neue mehr oder weniger gute mehr oder weniger Musik. Sie ist hier zu finden.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Jethro Tull – Sweet Dream

herbst-symbolbildEs ist Montag und prinzipiell sehr schön; draußen kühlt es und drinnen, jaja!, wärmt man einander an der Gewissheit, heute noch zu leben; warum dann nicht einfach beisammen? Eigentlich ist das alles ja ganz einfach, eigentlich ist man aber auch gelegentlich ein wenig zweckgebunden verstimmt, womöglich auch der trotzdem überraschenden Linderung wegen, die um so besser wird, je mehr man sie als solche wahrnimmt.

Anderswo pocht flatter auf die Solidarität („alles / was uns fehlt / ist die Solidarität“, schrummschrumm!), punktgenau pfeifen die immergleichen „Grünen“ auf alte Zöpfe und heißen den Klassenfeind herzlich willkommen: Dieter Zetsche („Daimler-Chef“, „SPIEGEL ONLINE“) sprach auf deren Parteitag und plötzlich erscheint eine Koalition der Billigen aus „Grünen“ und F.D.P. nicht mehr so abwegig wie noch vor wenigen Jahren. Tempora mutantur.

Andere Koalitionen hinterlassen nicht einmal mehr verstimmte Wähler: Während das bürgerliche Spießertum sich noch über die doofe Demokratie in den USA aufregte, nutzte die doofe Demokratie im Inland die Gelegenheit und beschloss abermals die weitere logistische Unterstützung der Zivilistenmeuchelei im Irak und in Syrien. Es ist wirklich unbegreiflich, wieso so viele Menschen dort entweichen wollen, überdies in das Land, das überhaupt erst manchen Fluchtgrund liefert. Ein gewisser Masochismus mag dem gemeinen Syrer zu eigen sein, andererseits: dann könnt‘ er auch gleich dort bleiben und sich meucheln lassen, wie sich das für einen guten Kollateralschaden gehört. Ganz schön undankbar.

Musik? Aber ja doch.

Jethro Tull – Sweet Dream / For a Thousand Mothers Live 1969 HD

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Alcest – Je suis d’ailleurs // Jeder und die.

Symbolbild: Busfahren.Es ist, um Himmels Willen!, Montag, aber wie gewohnt hat man es durch schiere Blödheit geschafft, dem Montag als Wendepunkt den Stachel zu nehmen. Memo: Blödheit ab und zu mal als Chance begreifen. Gender müsste man sein: Inklusion sofort! Stattdessen bleibt ein Kauz unter einem schwächer werdenden Mond. Der Winter kommt.

Dies auch im metaphorischen Sinne, versteht sich: Auf „heise online“ wurde investigativ enthüllt, dass Überwachung nicht nur jeden, sondern sogar Politiker treffen kann; eine journalistische Meisterleistung, die ihresgleichen vergeblich sucht und die diverse Preise verdient hätte, wären Preise nicht meist als Kompliment gemeint. Dabei kann man sich doch gegen Überwachung inzwischen vortrefflich schützen: Einfach eine hässliche Sonnenbrille aufsetzen. Vielleicht stellt sich demnächst heraus, dass diese Erfindung nur ein Trollversuch war, mittels dessen die Kreativen möglichst viele Leute dazu zu bringen versuchen, sich so ein Ding aufzusetzen. Ich nehm‘ gleich drei.

Wo muss denn unbedingt mehr Internet rein? Richtig: in Thermometer. Smarter Krempel für den Allerwertesten, ab Werk für’n Arsch.

Ihr seht, montags sind Stimmung und Niveau im Keller. Zumindest für die Stimmung lässt sich etwas tun, zum Beispiel mittels der wunderbaren Musik von Alcest.

Alcest – Je Suis D'ailleurs [taken from "Kodama"]

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Ahkmed – Last Hour of Light // Friedenskrisen

nur-noch-eine-tasse-kaffeeEs ist später Montag als sonst, nur hat man es kaum bemerkt, weil die eingeschobene Stunde am Sonntag keine produktive war und Brückentage auch immer nur die Anderen betreffen. Moderner Technik wegen beschränkt sich die Umstellung der angezeigten Uhrzeit ohnehin längst meist darauf, dass man noch ein bisschen länger im Bett bleibt. Ob der Unsinn nicht ganz ausbleiben sollte, möge jemand mit legislativer Befugnis entscheiden, bedauerlicherweise ist bislang keine Änderung in Sicht. Russland hat die Zeitumstellerei schon vor Jahren unterbunden, und wer will schon wie der Iwan sein?

Andererseits: Deutschland stimmt gegen ein Verbot von Masssenvernichtungswaffen, vermutlich verkaufen die sich so gut. Wenig vernichtet man als deutscher Friedenspolitiker so ungern wie Exportgewinne. Wenn man nur lange genug wartet, werden aber offenbar auch die krudesten Parteiversuche rational: Auf dem „grünen“ Netzkongress etwa war Veganes unbeliebt. Bestimmt wurden bereits Krisensitzungen einberufen.

Krisen sind ja sowieso so ein Montagsding. Der so genannte „Journalismus“ steckt ebenso tief in derselben wie Politik, Gesellschaft und Kultur – hui, Brüste! – und natürlich man selbst, weil man sich und das alles und den Montag insbesondere nur ungern noch ertragen mochte, wäre da nicht die Musik, die so vieles besser macht.

Machen wir also einen kleinen Umweg, bevor der Montag beginnt.

ahkmed – last hour of light

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Argos – Not in This Picture

kein-montag-ohne-mond-kein-seufzen-ohne-kaeuzchenEs ist Montag; bla, bla und nochmals bla. Wir reden laut und sagen nichts, um wenigstens nicht still zu sein, und nehmen die tatsächliche Stille dabei gern in Kauf. Don’t you / forget about me, nebenbei die musikalische Frühasozialisierung verfluchen und dann weiter, nur weiter, nur weiter so. Er wirkte stets bemüht. Regie, kann ich den Sonntag davor noch mal sehen?

Es könnte schlimmer sein. Man könnte seine Söhne töten, damit sie später keine Frauen belästigen. Apropos: Frauen kaufen lieber Zigaretten mit Fotos von kranken Männern. Vielleicht sollte man für die Abbildungen eine Frauenquote einführen.

Wenigstens anderswo hat der Babo die Chabos voll im Griff: Der Iwan darf in den USA nicht beim Wählen zugucken. Eine anständige Demokratie braucht weder Computer noch Beobachter. Wer was anderes behauptet, ist Putinversteher, gesellschaftlich geächtet und unten durch.

Obenauf hingegen: Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusik
Grobschnitt – Solar Music // Von Baumküssern und anderen Linken

montag-symbolbildEs ist Montag, aber man redet es sich schön, weil unbedingte Voraussetzung für einen Montag ja ist, dass zuvor ein Sonntag stattfand, aber davon kann keine Rede sein. Für den Mondtag mag es reichen, schon wegen des Voll-, Quatsch, Supermondes, ein Wort wie aus einem Welterfolg von Scooter, jedenfalls: Montags hat man auch schon mal bessere Zeiten (zum Beispiel nachmittags an Sonntagen) gesehen. Als wäre es erst gestern gewesen.

Gute Nachrichten allerdings – die Ursache für das Waldsterben ist gefunden: DJ Bobo küsst jeden Tag zwei Bäume. Dass das nicht verboten ist, gehört zu den unverständlichen Eigenheiten der Schweiz. Wobei man als Deutscher, was Eigenheiten angeht, vielleicht besser schweigen sollte; außer einer Bahn mit Beschwerdekultur und verklemmten Großmäulern mit Penisneid leisten wir uns andererseits insbesondere auch vorsätzlich verängstigte Linke, denen es ihre eigene politische Agenda verbietet, ein leidlich zivilisiertes Miteinander auch von Kulturfremden einzufordern. Die wissen das ja nicht besser. Wenn das eigene Weltbild vernagelt ist, hilft ein erhobener Zeigefinger nicht beim Blick auf das Leben, das wirklich passiert. Nicht in jedem Kokon wird man zum Schmetterling.

Zu viel Offenheit, andererseits, ist auch nicht gut, zum Beispiel, wenn sie smarte Elektronik befällt: Zwölf Jahre alter OpenSSH-Bug gefährdet unzählige IoT-Geräte, da weiß man diesen Open-Source-Quatsch doch gleich richtig zu würdigen. Kann ja nix passieren, kann ja jeder reingucken.

Manchmal wäre Verreisen, weit weg von all dem, eine überlegenswerte Alternative.

Oder, noch besser, Musik.

Grobschnitt – Solar Music – Live

Guten Morgen.

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Electric Orange – Organized Suffering // Immer dieser Antikriegsismus!

blumen-jetztEs ist Montag und man hätte es beinahe nicht gemerkt, weil der Sonntag erst nicht wie ein Sonntag schien und irgendwie dann doch. Traditionen haben Charme, wenn man es nur richtig anstellt. Wenn schon der Rest der Welt bekloppt scheint: Ab 2030 soll für Autos nur noch Kohle und kein Benzin mehr verheizt werden dürfen. Da freut sich die Umwelt schon jetzt.

Die Bundeskanzlerin hat vor ein paar Tagen vermutet, Kritik am undemokratischen Zustandekommen der gegenwärtig diskutierten Freihandelsabkommen sei wohl als Antiamerikanismus zu werten, ein Freihandelsabkommen mit Russland würde viel weniger Kritik mit sich bringen. Dabei hat der Antiamerikanismus in der Gesellschaft ganz andere Zusammenhänge, zum Beispiel den, dass die USA nicht gerade dazu neigen, das friedliche Gleichgewicht auf der Erde aufrecht zu erhalten. Ein Freihandelsabkommen mit Russland wäre aus ganz anderen Gründen eine nette Geste. Russland hat es ganz allgemein begründet satt, dass es von feindlichen Truppen (i.e. „uns“) umgeben ist: Russland kündigt Plutonium-Abkommen mit den USA, bis die USA ihre Drohgebärden einstellen. Da helfen nur mehr Panzer. Mehr Panzer haben schon immer gut Probleme gelöst, wenn Russland sich zu wehren versuchte.

In weiteren Nachrichten: Kurdisches Kinderfernsehen gefährdet die nationale Sicherheit der Türkei. Klar: Fernsehen macht blöd und blöde Bürger sind nicht mehr wehrfähig. Ein deutschlandweites Fernsehverbot könnte vermutlich auch dieses Land vorübergehend zur Erholung führen.

Bis dahin lassen wir den Fernseher einfach anlasslos aus und hören stattdessen ein wenig Musik.

Electric Orange- Organized Suffering

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Tomahawk – God Hates a Coward // Digitale Abgründe in Brüssel

stellt-euch-vor-es-ist-montag-und-ihr-sitzt-nur-muede-rumEs ist Montag, ein Tag der deutschen Einheit, ob wir wollen oder nicht. Der Kanzler der Einheit, Helmut Kohl, wusste, dass Volksabstimmungen gar nicht so gut sind. Folgerichtig empfehlen Deutschlands Linke für den heutigen Tag in bekannt bigotter Weise einen von lästigen Dingen wie Gemeinschaftssinn oder Menschlichkeit befreiten Aufstand des antikapitalistischen Pöbels gegen dieses verdammte Land. Nur hierbleiben wollen sie schon, weil es hier so einfach ist, halbwegs gut zu überleben. Wenn man niemanden in Dresden kennt, ist die Forderung nach einer Einebnung der Stadt bedeutend einfacher zu stellen. Der Mensch ist dem Menschen ein Dingsbums. Ein unglaublich blöder, manchmal, noch dazu. Wer nicht über seinen Schatten springen kann, der hat einerseits Physik verstanden, ist aber andererseits weniger gut geeignet für das, was zählt (i.e. Geborgenheit und etwas Musik). Was fehlt? I wo: Wer. Eine Woche zurück und ein neuer Versuch, noch mal im Arm statt immer nur im Bett einschlafen, mehr muss es ja gar nicht sein.

Da wir gerade bei Blöden waren: Den „Grünen“ gefällt es gar nicht, wenn ein Unternehmen zu viele Kunden hat, denn dann muss eine „missbrauchsunabhängige Entflechtungsmöglichkeit“ her. Ich würde ja die missbrauchsunabhängige Entflechtung der „Grünen“ befürworten, aber dann muss die ja irgendwer anders nehmen. Allerdings ist „Digitalpolitik“ (allein das Wort schon!) auch nicht für jeden Menschen geeignet; der EU-Digitalkommissar Günther Oettinger etwa hat bisher offenkundig noch nicht mal eine Suchmaschine benutzt, was zumindest die einzige Erklärung für seine Theorie ist, dass kaum ein Nutzer einer solchen Suchmaschine jemals auf ein Suchergebnis klickt. Die lesen alles immer nur in Google, die Leute. Seine Partei, die CDU, hat derweil den Feminismus am Hals: Die Beteiligten hätten (…) vereinbart, das Thema Sexismus „ab sofort (…) in verschiedenen Gremien (…) zu diskutieren“, was mich doch hoffnungsfroh stimmt, dass demnächst Ruhe ist, denn an einer gremienübergreifenden Feministinnengruppe (meinten Sie: Grippe?) haben sich bekanntlich schon ganz andere Parteien verschluckt.

Bitte keine Postkarten aus dem Iran! Stattdessen: Musik aus Amerika. Ist ja auch mal ganz nett.

God Hates A Coward – Tomahawk (live)

Guten Morgen.

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Archive – Meon

"Vertrauen in die Menschheit"? Bei einer Wahl? Ach, woher denn.Es ist Montag und das Wetter wagt einen ersten dezenten, aber durchaus nicht missverständlichen Hinweis auf die Jahreszeit. Es ist nicht alles warm, was scheint, auch wenn sie zu wärmen scheint, Entfernung optional.

Leider nicht entfernt allerdings: Berlin hat gewählt und die rechtspopulistische SPD bleibt trotz Christopher Lauer stärkste Kraft. Offenbar mögen Berliner keine Menschen, was einiges erklären könnte. Raus sind die Berliner Piraten, die sich in den fünf Jahren ihrer Beteiligung an der Landespolitik vor allem dadurch hervorgetan haben, die Politik der Grünen zu machen. Aber warum sollte eine Partei, die als Partei des digitalen Wandels ins Abgeordnetenhaus gewählt wurde, auch mal was anderes machen als ihre Wähler zu enttäuschen?

Apropos Digitalwandler: Die Qualität der Tonausgabe vom iPhone ist schlecht. Aber wer, dem Technik wichtiger als Form ist, kauft sich schon ein iPhone? Siri, mach‘ mal die Tür auf. Smart und klug sind eben keine Synonyme. Dazu passt: Smartphonenutzer lesen weniger. Macht ja auch keinen Spaß auf den Winzbildschirmen. – Vielleicht ist die schleichende Vermenschlichung des einst Guten auch vom Schicksal vorbestimmt, vielleicht steht sie in den Sternen. Blöd nur, wer sein Horoskop zu kennen glaubt: Sein Sternzeichen stimmt wahrscheinlich nicht. Hokus pokus.

Magie, sowieso.

Archive – Meon – LIVE

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Paolo Conte – Via con me // Total versifft!

kaffeeEs ist Montag, das ist selten ein gutes Zeichen. This is penis. In Niedersachsen wurde gewählt, die CDU hat gewonnen. Bringt ja eh‘ nix. Die da oben. Was sie wollen. Immer.

In den letzten Wochen kochte zum wiederholten Male ein Thema hoch, das ich für zum wiederholten Male begraben hielt: Auf Twitter gibt es Trolle. Doch, wirklich! Wie gewohnt werden pseudonyme Prangerseiten erstellt, auf denen sich irgendwelche Würstchen darüber aufregen, dass Selbstdarsteller und gewaltbegeisterte Feministinnen, die sich auf Twitter, auf YouTube und/oder in ihren Blogs fortwährend im Glanz ihrer eigenen Großartigkeit zu sonnen versuchen, für ihre oft dümmlichen Aussagen auch mal ausgelacht und nicht nur ausgiebig verehrt werden. Da habe sich, erzählt die Gegenseite, eine homogene Gruppe von Leuten zusammengeschlossen, um sich auf Einzelne einzuschießen, ohne dass diese ihnen etwas getan haben; leider kam ich bei meinen eigenen Recherchen nicht besonders weit, denn viele der beteiligten Accounts haben mich blockiert, ohne dass ich ihnen etwas getan habe, denn bei den Guten gibt es eigene Prangerlisten, erstellt von sehr merkwürdigen Feministinnen wie Randi Harper und Jasna Strick, auf denen ich mitunter selbst draufstehe, weil ich mit den falschen Leuten nicht jede Kommunikation unterlasse oder so ähnlich. Und diese Guten, die unkritisch fremde Hasslisten abonnieren, beschweren sich dann, dass ihnen nicht jeder für ihr selbstgerechtes Geschwalle den Arsch pudert, unterstützt von den Medien, die sich ja immer wieder freuen, auf der Seite der Gerechtigkeit mal mit ihrem Holzschwert fuchteln zu dürfen; um dann, wenn sie entlarvt wurden, natürlich von nichts mehr zu wissen zu meinen. Ist ja alles bloß Internet.

Wenn dieses Internet und Linux aufeinander treffen, fallen Späne: Eine Linux-Malware greift aktuell IoT-Geräte wie IP-Kameras mit veralteter Firmware an. Ist ja Linux, ist ja sicher.

Chips, Chips; sie und ein Seufzen.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Blues Pills – Lady in Gold // Populismus vor Pommern

Montag (heute mal so)Es ist Montag. Kaum hat man sich, sich noch schlaftrunken in ihrer Nähe wähnend und von diesem Montag daher zumindest vorübergehend positiv beeindruckt, aus dem Bett geschält, treffen schon die ersten Schreckensnachrichten über einen herein: Die rechtspopulistische SPD hat in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag mehr Stimmen erzielt als es zu wünschen gewesen wäre, während die dortigen Grünen für fortwährende Beleidigung der Intelligenz ihrer Wähler mit dem Rauswurf bestraft wurden. Das Volk ist ein schlichtes, wie es scheint, folgerichtig hat auch die AfD an Bedeutung gewonnen. Die Kinder üben schon die ersten Anschläge. Alles Nazis? Mitnichten; und eine Lösung gibt es auch: Statt sich als eine der Parteien hervorzutun, die sich zusammentun, um einander die Finger in die Ohren zu stecken, wäre es zuweilen vermutlich nicht völlig verkehrt, den Ursachen für eine Radikalisierung des Wählers eine bürgernahe Politik entgegenzusetzen, statt die Vorbringer etwaiger Bedenken pauschal zu beschimpfen und sich ihrer Wünsche an die Politik in der Folge nicht weiter anzunehmen. Die AfD verdankt ihre Wahlergebnisse vor allem den anderen Parteien und am wenigsten sich selbst. Zur Beruhigung eine angenehme Meldung aus der Tierwelt: Pandabären sind keine gefährdete Tierart mehr. – So, jetzt geht’s wieder.

Aus der Welt der Technik: Aufgrund diverser Leaks ist Tor gerade mal wieder in aller Munde, aber Tor ist völlig uninteressant geworden, seit dort offenbar übersexualisierte SJWs das Ruder übernommen haben und die engagierten Technik-nerds das nicht mehr ertragen. Ein Opferstuhlkreis schafft wohl kaum ein angemessenes Klima zur sinnvollen Weiterentwicklung und Pflege eines derart komplexen Netzes. Wenn doch heutzutage schon überall so ein Netz drinsteckt: Probleme mit dem Auto? Einfach aus- und wieder einschalten!

Jetzt aber erst einmal abschalten.

BLUES PILLS – Lady In Gold (OFFICIAL VIDEO)

Guten Morgen.

MontagsmusikPiratenparteiPolitik
Red Bazar – Paragon // Von Linken und Schiffern

Warm hier heute, finden Sie nicht?Es ist Montag, Tag 1 nach der friedlichen Explosion inmitten sonnigsten Wetters, das selbst den Mond blendete. Die Piratenpartei hat vieles komplizierter gemacht. Patrick wer? Na, Schiffer! Wie in Claudia Schiffer! Welch treffender Name für einen Piratenkapitän, welch bedeutsame Verwandtschaft. Kann ja nur gut werden mit so einer Cousine, sonst wäre das medial gar kein Thema, nicht wahr? Nichts könnte mich dazu bringen, einem einzigen, erst recht nicht so vielen seriösen Journalisten vorzuwerfen, er wäre mehr an solchem Firlefanz als an Politik interessiert. Das wäre doch auch wirklich unangebracht von mir. – Gab es denn auch Politik? Immerhin: Forschungsanstrengungen zur friedlichen Nutzung der Kernfusion sind sinnvoll. Zur Hölle mit den Hippies.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag lässt wissen, dass die CDU/CSU keinesfalls eine linke Partei zu sein beabsichtigt. Das ist nun sicherlich sehr überraschend und auch ein wenig enttäuschend für ihr linksautonomes Wählerklientel. Mindestens genau so überrascht ist mal wieder die Onlineredaktion des heise-Verlags, die panisch vermeldete, dass Passwörter, die ihr auf den Computern fremder Leute (in der so genannten „Cloud“) ablegt, möglicherweise gar nicht so gut versteckt sind, dass da niemand reingucken kann. Aber ist ja so praktisch, das alles.

Man kann sich das Leben aber, statt einfacher, auch deutlich schwerer machen, zum Beispiel, indem man seine sexuellen Vorlieben zum Politikum macht: „Derzeit werden die LGBT-Rechte von einer Kopfgeburt aus der Rechtsabteilung von Anti-LGBT-Gruppen attackiert“, gut, andere Menschen finden ja auch Lokomotiven interessant. So lange die offensichtlich bedeutsamen gesellschaftlichen Probleme in den USA so aussehen, hat die Welt zumindest nicht zu befürchten, dass es noch schlimmer wird.

Machen wir sie doch so lange ein bisschen besser, zum Beispiel mit Musik.

Guten Morgen.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Wassermanns Fiebertraum – Jetzt oder nie // Mänbäng!

Die Bahn kommtEs tagt der Mond, es klagt der Kauz; Montag, Mist. Dabei hat sich das Wochenende schon länger angefühlt als nötig und man war selbst schuld daran. Andererseits: Hurra – ein gefühlt langes Wochenende! Die Kunst besteht darin, umzuschalten und Störungen als Angebot aufzufassen.

Weil man ja eigentlich doch schon gern mal wieder lachen würde, zum Beispiel über Nordkoreas „Netflix“-Konkurrenten, der lustigerweise Manbang heißt, was man doch bitteschön nicht unbedingt englisch aussprechen sollte (gesellschaftliche Unart auch: „Mänbäng“ lesen). Fast genau so lustig: Twitter hat jetzt einen Qualitätsfilter, was ungefähr gleichbedeutend mit einem Schönheitsfilter für Hannover wäre, er ließe nämlich nur noch vereinzelte Ruinen durch; einstellbar, jaja, aber wer würde das wollen?

Die Bundesregierung hat angekündigt, dass es demnächst ratsam sein könnte, Vorräte angelegt zu haben. Wie damals im Krieg, die Älteren erinnern sich wahrscheinlich noch. Habt Angst! Hört ihr? Angst! Nach der Burka sollen jetzt auch Rucksäcke auf öffentlichen Plätzen verboten werden. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis endlich auch mal jemand das terroristische Essen von Leberwurstbrot im Zug verbietet. Das wäre schön.

Noch schöner, allerdings: Musik.

Hier.

Wassermanns Fiebertraum – Jetzt oder Nie (Official Music Video)

Guten Morgen.

Montagsmusik
Oranssi Pazuzu – Tyhjä Temppeli // Mehr Roboter wagen.

Urlaubsvertretung (flauschig)Es ist Montag, es gibt wahrlich Schöneres und das ist noch nicht einmal allzu lange her, aber man macht eben auch beim Dummsein nur ungern halbe Sachen. Als wär’s gestern gewesen, einander im Arm habend die Zeit zu vergessen und des Mondes tadelndem Blick keine Beachtung zu schenken, weil, als es perfekt schien, man doch selbst missachtet zu haben weiß. Wenn schon blöde, dann wenigstens mit Anlauf.

Apropos Anlauf. Neues aus Olympia: Deutschland ist erwartungsgemäß ganz gut im Schießen. In Syrien kommt ihm das zugute: In Aleppo kämpft Al Qaida, unterstützt von den USA, Deutschland, Türkei, Saudi-Arabien und Katar; die zahlen eben gut, muss man ja verstehen.

Bei allen Problemen, die ein Computer so hat (wusstet ihr zum Beispiel, dass euer Flachbildschirm gekapert werden kann?), wünscht man sich manchmal doch weniger Menschlichkeit in all dem Tohuwabohu. Man wies mich vor einigen Tagen darauf hin, dass selbst Roboter menschlicher seien als manche Menschen, wie ein Experiment von vor einigen Jahren beweise: Nach einer Weile entwickeln sie, die Roboter, einen eigenen Altruismus und lernen dessen Vorzüge zu schätzen. Und die Menschen? Sie füttern Enten mit ihren Kindern. Was ja, andererseits, auch irgendwie wieder niedlich ist.

Was allerdings keinesfalls niedlich ist, sind Montage, aber dagegen kann man etwas machen, nämlich die Musik an.

Oranssi Pazuzu – Tyhjä Temppeli

Guten Morgen.

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Yezda Urfa – Cancer of the Band

Ich seh dichMontag. Android ist kaputt, aber der Sommer ist zurück. Er kommt ganz schön oft in diesem Jahr. Da kann man sich ja gar nicht mehr auf den Herbst freuen, wenn es endlich wieder normal wird.

Andererseits: Normalität 2016? Wer Argumente mag, wählt CDU. Keine Experimente! Die Hunde. Das Land davor. Hurz? In Olympia haben die Apotheker mal wieder Bestzeiten geschafft, Tausende jubeln mit Chips auf dem Sofa. Prekariats-TV für Gesportetwerdende.

Weniger zu bejubeln: Israel will Ausländer, die es nicht so gern sehen, wenn israelische Raketen Palästinenser zerfetzen, künftig nicht mehr ins Land lassen. Das ist immerhin besser als in anderen Unrechtsstaaten, da kommt man dann zwar noch rein, aber nicht mehr lebend raus. Den Guten, bewaffnet mit Parolen, Palästinensertuch und Israelfahne, gefällt das. Alle bekloppt, alle restlos bekloppt.

Was macht man eigentlich, wenn man einen überzähligen Behinderten hat? Ab damit!

Apropos ab: Musik ab!

Guten Morgen.

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Arbor Labor Union – Hello Transmission

Blumen, nichts als BlumenDa wacht man nichtsahnend auf und schon wieder ist Montag. Passenderweise regnet es dazu, alles Übrige wäre durchaus unangemessen.

Es ist Montag und das Land brennt noch immer nicht. Julia Schramm missfällt das. Da hat Syrien mehr Glück: In dem Land, in dem die Achse des Guten derzeit bevorzugt öffentliche Plätze zwecks baldiger Befriedung bombardiert, werden die Lebensmittel knapp. Verfluchter Hunger nach Krieg. Keine Sorge, euer Geld ist sicher.

Und sonst so? Knappe 50 Jahre, nachdem das Gegenteil sich als richtig herausgestellt hat, verschafft sich die Behauptung Gehör, Universitäten müssen dringend parteipolitischer werden, denn nur parteipolitische Bildung sei gute und richtige Bildung. Lang genug für ein angemessenes Hochrollen werden meine Zehennägel in diesem Leben nicht mehr.

Ein Trivium: Aus irgendeinem Grund ist „Riesenpimmel“ hier noch immer der häufigste Suchbegriff. Dabei ist mein Musikgeschmack doch fast genau so interessant.

Arbor Labor Union – Hello Transmission

Guten Morgen.