Archiv für die Kategorie ‘Montagsmusik’.

Vorübergehend veröffentliche ich hier jeden Montag mehr oder weniger neue mehr oder weniger gute mehr oder weniger Musik. Sie ist hier zu finden.

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Magma – Ëmëhntëhtt-Ré (außerdem: Jean Louis)

Na, werdet ihr montags auch nicht so recht wach, die Nebenwirkungen des Wochenendes noch in den Organen?

Da ist Metal sicher ebenso wenig eine geeignete Maßnahme wie das pubertäre Gekicher irgendwelcher Radiomoderatoren. Womit man so einen Montag viel besser beginnen kann, ist Jazz; und zwar nicht irgendein Jazz, sondern solcher, der nachhaltig wirkt.

Zum Beispiel Zeuhl.

Und wenn die ehemals müden Gliedmaßen nach so viel rhythmischer Bewegung wieder in betriebsfähigem Zustand sind, empfehle ich anschließendes wildes Gezappel zu den wilden Strukturen des ebenfalls französischen Jazzcore-Trios Jean Louis. „Jazzcore“? Jawoll:

Wenn es notwendig ist, bellt zu stampfenden Rhythmen eben ein Hund, dazu schrubbt ein zur Unkenntlichkeit verzerrter Bass und zwei Trompeten erklingen gleichzeitig in einer Art elektronisch-dissonantem Singsang. Dann wieder wird es fast metalartig krass, schweres Geriffe bricht über den Hörer hinein, nein, Rücksicht nehmen Jean Louis dabei nicht.

Kunst? Wahrscheinlich. Und Kunst kennt kein Pardon.

In diesem Sinne: Guten Morgen!

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Red Hot Chili Peppers – Get on Top

Wie wohl die meisten Jugendlichen meiner Generation durchlebte auch ich im Laufe meiner musikalischen Sozialisation eine Phase, in der ich des Öfteren Zeit mit Punks verbrachte, und obgleich ich mich ihrer überwiegenden politischen Radikalität – wie man als Jugendlicher eben so ist: Widerstand ist Lebenszweck – nicht anschloss, so besitze ich doch bis heute einige musikalische Andenken an jene Zeit in Form von CDs der Hamburger Musikgruppe Slime.

Als unlängst die neuen vermeintlichen Erkenntnisse zum „Bundestrojaner“ bekannt wurden, wäre dies eigentlich eine gute Gelegenheit gewesen, sich nochmals inhaltlich mit jenen Liedern zu beschäftigen, aber auch nach einer Dekade Bedenkzeit erschien mir plumpes „Mollis und Steine gegen Bullenschweine“ noch zu niveaulos und undurchdacht.

Also höre ich stattdessen etwas völlig anderes:

Red hot chili peppers – Get on Top @yokohama

Viel besser!

Montagsmusik
Her Name is Calla – Maw

Da schau her, schon wieder ist „Tag der deutschen Einheit“. Viele meiner Leser wissen schon gar nicht mehr, dass es so etwas wie eine Teilung mal gab, einige andere Leser meinen, es habe sich um eine „Wiedervereinigung“ gehandelt, und so mancher US-Amerikaner, so will es das Klischee, vermutet, die Mauer sei immer noch da.

Passend zu diesem Tag graben Musikblogs jeder Couleur normalerweise so Mauerlieder aus; wissenschon, „Another Brick In The Wall“, „I’ve Been Looking For Freedom“ oder, meinethalben, „Wonderwall“.

Und weil wir den ganzen Mist alle schon lange nicht mehr hören können, hören wir stattdessen etwas anderes:

Her Name is Calla – Maw

Ist ja auch mal ganz schön.

Montagsmusik
Gravenhurst – Velvet Cell

Eine neue Woche beginnt und bringt, wie jede Woche, vielfachen Irrsinn mit sich. In einer immer dekadenteren Gesellschaft, deren Ideal sie selbst ist, möchte man ja schon manchmal und tut es dann doch nicht.

GravenHurst – The Velvet Cell

And I had always thought
the desire to kill was a disease you caught,
but it’s dormant in the hearts of everyone,
waiting for a spark, an emotion.

Gut ist, was bleibt. Tiefsinnig und zeitlos.

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Pink Floyd – Careful With That Axe, Eugene

Und da wir gerade bei Pink Floyd waren:

Am Freitag erscheint das Gesamtstudiowerk dieser doch nicht allzu üblen Musikgruppe in einer Neuauflage, und die ganz Harten unter ihren Hörern, denen es mehr um’s Prinzip geht, weil sie sowieso schon alles von Pink Floyd im Schrank haben, bekommen natürlich auch die Gelegenheit, eine Hypersuperbonusedition einzelner Alben zu erwerben, auf denen jedes Lied in ermüdender Vielfalt zu hören ist. The Dark Side of The Moon kommt dann auch schon mal auf sechs Scheiben und fast hundert Euro; „money“, sangen sie einst, „it’s a gas: Grab that cash with both hands and make a stash.“

Da möchte man doch beinahe die Axt schwingen.

Pink Floyd – Careful With That Axe, Eugene

Careful with that axe, Eugene …

:twisted:

Montagsmusik
Lou Reed – Ecstasy

In unserer beliebten Reihe „Alte Männer, die zu fantastischer Musik Texte singen, die sich bestimmt auf irgendwas beziehen“ sehen Sie heute Lou Reed mit dem Titel „Ecstasy“ von seinem gleichnamigen Album.

Lou Reed (4-21) ecstasy.Live 2000 Düsseldorf

I’m going to the café, I hope they’ve got music
and I hope that they can play –
but if we have to part
I’ll have a new scar right over my heart;
I’ll call it ecstasy.

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De Staat – Ah, I See

Guten Morgen, es ist Montag und die Rockmusik ist tot.

In den Niederlanden hat man davon zum Glück noch nicht viel bemerkt.

De Staat – Ah, I See (live @ BNN That's Live – 3FM)

Die Musiker nennen sich „De Staat“, das Album heißt „Machinery“ und ist wirklich großartig.

Weiter so!

Montagsmusik
Jeavestone – Hot Summer Fun

Die montägliche Beschallung in dieser Woche übernimmt die großartige finnische Band Jeavestone:

Jeavestone – Hot Summer Fun, live 2009

Genre? Brauchen wir nicht. „Großartige Musik“ ist Schublade genug.
Empfehlung: Gut finden.

Montagsmusik
Mr. Oizo. Sooo 90er.

Man tanze rhythmisch mit:

(Auch’ne Wurst, Frollein?)

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Panic on the streets of London

Hin und wieder finde ich es ehrlich schade, dass ich weder ein Musikblog betreibe noch den Smiths sonderlich viel abgewinnen kann, denn ersteres lässt mich mitunter, etwa gestern, erfolglos über Anlässe nachdenken, etwas zu schreiben, so dass ich das Wochenende anderweitig nutzen muss, und zweiteres hätte beinahe verhindert, dass mir die musikalische Pointe der gegenwärtigen Aufstände in London entgangen wäre.

The Smiths – Panic

Panic on the streets of London
Panic on the streets of Birmingham
I wonder to myself:
Could life ever be sane again?

(Besonders beunruhigend ist in diesem Zusammenhang ja die Vermutung, dass hier nicht Arm und Reich gegeneinander kämpfen, sondern der junge Hip-Hop gegen die als Zeichen für Gestriges missverstandene Rockmusik. Beinahe hätte es dabei 1:0 für den Hip-Hop gestanden. Das wollen wir doch alle nicht.)

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Nine Inch Nails – The Becoming

Eine Begebenheit erinnerte mich jüngst daran, dass „The Downward Spiral“ der großartigen Nine Inch Nails auch schon wieder 17 Jahre her ist:

NIN: The Becoming live at Sasquatch Festival 5.24.09 [HD]

The me that you know, he used to have feelings,
but the blood has stopped pumping and he is left to decay.
The me that you know, he is now made up of wires,
and even when I’m right with you I’m so far away.

Zeitlose Psychose.
(Reimt sich.)

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Suchtmaschine – Mortadella Normal

Suchtmaschine Live at CUBE Paderborn Mortadella Normal

Das montägliche Kopfnicken garantiert in dieser Woche die Band Suchtmaschine. Aber brecht euch nichts!

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Amy Winehouse – Tears Dry On Their Own

Aus aktuellem Anlass widersinnig Beschwingtes zum Montag:

… and in your way, in this blue shade,
my tears dry on their own.

Montagsmusik
„Can you feel alive today?“

Apropos Omnia:

Omnia – Saltatio Vita.avi

Nothing to lose, nothing to gain
Just running wild, again and again and again…

Erquickend, fürwahr.

Montagsmusik
Them – Gloria

Zur Auflockerung mal wieder ein Stück Musik aus einer längst vergangenen Epoche.

Aus heutiger Sicht bemerkenswert sind zwei Dinge:

Kleidung und Habitus der meisten beteiligten Musiker wirken weniger künstlich als bei vielen der heutigen Rockbands, und es gab tatsächlich schon Leute, die solcherlei raue, ungeschliffene Musik zum Mitklatschen anregte. Bedenkt man, dass in den deutschen Fernsehdokumentationen über frühe Rockmusik Lieder wie dieses meist mit Filmen von Straßenschlachten zwischen Jugendlichen illustriert wurden, so lässt das eigentlich einzig den Schluss zu, dass bewusst ein falsches Bild von uns Musikfreunden gezeichnet werden sollte; der in obigem Video deutlich zu sehende gewaltbereite Pöbel gefährdet die Integrität des Staates oder so.

Mir soll’s recht sein.