Archiv für die Kategorie ‘Montagsmusik’.

Vorübergehend veröffentliche ich hier jeden Montag mehr oder weniger neue mehr oder weniger gute mehr oder weniger Musik. Sie ist hier zu finden.

Montagsmusik
Van der Graaf Generator – The Sleepwalkers

(Und dann eben doch immer wieder vor allem: Ernüchterung.)

Van der Graaf Generator – The Sleepwalkers

If all is lost none is known,
and how could we lose what we’ve never owned?

Guten Morgen?

Montagsmusik
Disappears – Pre-Language

Dass auch 2012 noch Musik im Geist von Sonic Youth und The Fall stattfindet, ist auch ohne ein angekündigtes neues The-Fall-Album Balsam für die Seele des von Hitparadenscheiße arg gebeutelten Musikfreunds.

Zum Beispiel Disappears, deren neues Album am vorigen Freitag erschien:

Großartige Band.

Montagsmusik
Cursive – Caveman

Und nach so einem Wochenende dann doch immer der Blick zurück, das wehmütige Ach!; und überhaupt sollte man aufhören, aufzuhören, und endlich anfangen, anzufangen. Die Höhle verlassen der Höhle wegen.

I want to unlearn what I’ve learned
Want to unearn what I’ve earned
Want to burn my bridges down …

Schauerüberdenrückenrock. (Das Wort lass‘ ich mir mal patentieren oder so.)

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Tom Waits – Rain Dogs

Jene, die mit meinen musikalischen Empfehlungen konfrontiert werden, attestieren mir mitunter ein fehlendes Gespür für die schöne Kunst und einen Hang zu möglichst Abstraktem. Dabei ist dem gar nicht so. Ich schätze jedoch Texte mit Tiefgang, eine extrovertierte Darbietung und komplexe Melodien.

Zum Beispiel „Rain Dogs“ von Tom Waits, enthalten auf dem gleichnamigen Album.

Hübsch, nicht? :)

(Mit spätem Dank an T.!)


Warum die F.D.P. am Wochenende nicht Philipp Rösler nominiert hat, sondern Carsten Maschmeyers persönlichen Freund Joachim Gauck, bleibt mir übrigens ein Rätsel, hat ersterer doch seine ihm offenbar von einer Mehrheit der Parteimitglieder zugetrauten Führungsqualitäten bereits erfolgreich unter Beweis stellen dürfen, immerhin gibt’s die F.D.P. noch; aber sei’s drum.

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Talking Heads – Burning Down the House

Das haben wir jetzt davon:

Bei gewaltsamen Protesten gegen den radikalen Sparkurs sind in Athen mehr als 80 Menschen verletzt worden. (…) Cafés, Geschäfte und historische Kinos standen am Sonntag in Flammen, als vermummte Randalierer im Zentrum der Hauptstadt mit Brandsätzen und Steinen warfen.

Da höre ich doch lieber noch ein wenig Musik:

Talking Heads "Burning Down the House" ‌‌ – Bohemia Afterdark

People on their way to work –
and, baby, what did you expect –
gonna burst into flames;
ah, burning down the house …

Einen angenehmen Montag wünsche ich.

Montagsmusik
Grauzone – Eisbär

(… und dann sitzt man am Fenster und guckt auf endlos scheinende weiße Flächen hinab und würde gern schreien, aber dann würden die Leute komisch gucken.)

Und überhaupt: Kalt.

GRAUZONE – EISBAER (remastered) – official video

Ich möchte ein Eisbär sein im kalten Polar,
dann müsste ich nicht mehr schrei’n, alles wär‘ so klar…

Die 80-er. Ein furchtbares Jahrzehnt.

Montagsmusik
Bröselmaschine – Gedanken

Helge Schneider? Das war doch der „Katzeklo“-Komiker?

Ja. Auch.

BROESEL MASCHINE Gedanken 2006

… look up to the sky, heads are flying by …

Guten Morgen.

Montagsmusik
417.3: Saublöder Name, saugute Musik.

Aus Russland stammen außer Pornofilmen anrüchigen Inhalts auch die Musiker von 417.3, einer instrumentalen Postrock-Gruppe mit viel Melancholie und ein bisschen Streicherunterstützung.

2008 erschien der/die/das EP „-‌-„, 2011 schob man das Vollzeitdebüt „_(-_-)_“ hinterher. Wie wohl der Nachfolger heißen wird? Die Stücke tragen jedenfalls Namen wie „+3“, „~“ und „27“ und sind trotzdem spitze. Vergleichspunkte: „Godspeed You! Black Emperor“ und „A Silver Mt. Zion“. Ohne Gesang mit wohligen Schauern. Großartig.

417.3 – 17.09.2011

Das Album kann der geneigte Musikfreund für lau per myspace.com (von wegen tot) und via eMule herunterladen.

Er möge davon reichlich Gebrauch machen!

Montagsmusik
Wise Guys – Goldeneye

Golden, Golden Eye.

Wise Guys – Golden Eye

Badaah.

Montagsmusik
Jaga Jazzist – 220 V

Huch, schon wieder Montag?

Da hilft nur Jazz.

Jaga Jazzist – 220 V / Spektral Live At Bylarm

Um es mit einem der Kommentierthabenden zu sagen:

Amazing Fucking Epic Awesome Music.


Das mit dem „fucking“ ist im Englischen ja auch so eine Sache. Puddle of Mudd hatten einst einen veritablen hit mit dem Lied „She hates me“, im Refrain „She fucking hates me“, also „sie mag mich wirklich nicht sonderlich“. Eine einfache Umstellung des Fluches kann dem Lied eine ganz andere Wendung geben:

„Fucking she hates me“ = „Die verdammte Oide mag mich nicht sonderlich.“
„She fucking hates me“ = „Sie mag mich wirklich nicht sonderlich.“
„She hates fucking me“ = „Sie mag den Beischlaf mit mir nicht sonderlich.“
„She hates me fucking“ = „Sie mag es nicht sonderlich, wie ich beischlafe.“

Ich bin oft sehr stolz auf die Vielfalt des deutschen Wortschatzes.

KaufbefehleMontagsmusik
The Rolling Stones – Miss You

Letztes Jahr erschien mal wieder eine Neuauflage des Albums „Some Girls“ der verehrten Rolling Stones, meines Empfindens das einzige Album der ehemaligen Jungs, das die Medien in der Regel nicht mit angemessener Würdigung versehen (stattdessen schreiben sie das öde „Their Satanic Majesties Request“ in den Rockolymp, wo es nicht viel zu suchen hat).

2012: 35 Jahre erster Tod der Rockmusik, 34 Jahre „Some Girls“.
Und somit 34 Jahre „Miss You“:

Ich mag es, wenn es groovt.

Guten Morgen.

Montagsmusik
John Lennon – How do you sleep?

Zum 44. Jubiläum der Weltpremiere des Beatles-Films „Magical Mystery Tour“ ist Paul McCartney der letzte Beatle, der noch regelmäßig in Föjetong und Musikpresse auftaucht. Das ist schade.

Dass seine Werke noch immer gepriesen werden, ist möglicherweise Geschmackssache. Man sollte aber auch nicht vergessen, was John Lennon einst über ihn sang:

Those freaks was right when they said you was dead
The one mistake you made was in your head

Guten Morgen!

Montagsmusik
The Toten Crackhuren im Kofferraum – Ich hab keinen Spaß

Zur Lage der Nation (und weil ich den Bandnamen so lustig finde) sowie im Dienst des schlechten Geschmacks schlage ich vor, die Woche mit „Ich hab keinen Spaß“ von The Toten Crackhuren im Kofferraum beginnen zu lassen. Ich hoffe, dieser Vorschlag findet Zustimmung.

DIE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM – kein Spass (in Neukalen 27.11.2010)

Gegenteilige Meinungen sind zu spät.

Montagsmusik
Die sechs von der Müllabfuhr

Ah, es ist wieder Montag. Eine neue Woche beginnt. Mit ihr kommt die allwöchentliche, hochqualitative Musikschau meinerseits.

Diese Woche: Warum nicht einfach mal wieder YouTube gucken?

Gestern wurd‘ sich drum gerissen,
heut‘ wird’s auf den Müll geschmissen.

(Wo wir gerade bei Weihnachten waren.)

(Mit dem üblichen Dank für die Empfehlung.)

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Blumfeld – Die Diktatur der Angepassten

Der ehemals grüne Joschka Fischer erklärt Krieg dann mal eben zur Joschka- statt Chefsache:

Für Fischer verspricht das nächste Jahr nur folgende Optionen:

Krieg oder Nuklearmacht Iran? Oder eine durchaus realistische andere Variante: Krieg und dann Nuklearmacht Iran?”

Na Hauptsache Krieg. Dass die Alternativlosigkeit des Bombens und Mordens durch den Aufstieg Irans zur Atommacht gerade eben durchbrochen sein könnte und unbedingt das Gegenteil erfordert, sollte man doch meinen. Oder ist der Atomkrieg inzwischen eine Option unter anderen?

Die Medien helfen ihnen beim Dummsein, ein starker Staat hilft ihnen beim Stummsein…

14 – Blumfeld – Die Diktatur der Angepassten