Archiv für die Kategorie ‘Spaß mit Spam’.

Spam-Mails können nerven, sind aber mitunter auch Agenten skurriler Stilblüten. Auszüge daraus kommentiere ich hier.

Spaß mit Spam
You will love the results on your organ

Soeben erreichte mich eine E-Mail von einem Herrn Enlarge with Free Sample (mit diesem Namen ist man natürlich auch nicht sonderlich gut dran).

Sie trug diesen Betreff:

You will love the results on your organ

„Sie werden die Ergebnisse auf Ihrer Orgel lieben“. das klingt nach einem guten Titel für ein Musikalbum. Sollte ich also jemals Vollzeitmusiker werden, so wäre diese Schwierigkeit schon im Voraus aus der Welt geschafft.

Bislang hatte ich als guten Bandnamen „Denen“ und als guten Namen für ein Musikalbum „Das Album da“ im Sinn, nur um Kaufwillige im Plattenladen dabei beobachten zu können, wie sie sagen, sie hätten gern das Album da von denen. Aber so wird es eben zu einem zweiten Album führen müssen.

Wie der Text der E-Mail schon so richtig sagt:

Fantastic results guaranteed
http://hardbiger.(zensiert)/

„Fantastische Ergebnisse garantiert! Mit freundlichen Grüßen, Ihr harter Biger.“

Das wäre natürlich auch ein toller Künstlername.

(Abt.: Witze, für die uns manche US-Amerikaner gelegentlich um unsere Sprache beneiden.)

Spaß mit Spam
Spam, Spam, Spam (Juli 2012)

Bigger than you can ever imagine

Die Beatles? Nein, nein, etwas ganz anderes ist damit gemeint:

Girls strip for cameras
http://grewpiss.com/

Mädchen ziehen sich aus, um neue Kameras zu bekommen – schön und keine große Überraschung, insofern halte ich die Betreffzeile doch für etwas missverständlich.

Beeindruckt hat mich aber die angegebene Internetadresse. Gewachsener Urin, na dann.


How to get her to suck

Wie man sie dazu bekommt, schlecht zu sein? Ach, die wörtliche Übersetzung ist gemeint. Na, wie denn?

Your powerful rod will rip their blouses off

Äh, ja, nun, wenn ich mit meinem kraftvollen Brennstab einer Frau die teuer ergaunerte Bluse zerreiße, dann wird sie mir allenfalls den Marsch blasen. Vielleicht sollten die Anbieter ihre Methoden erst einmal selbst testen.


Genau wie diese übrigens:

10 things women hate

Leider wird der Schreiber nicht konkret, sondern stellt folgende These auf:

I did not dare to date girls until I managed to upsize my little pecker.

Ich habe selbst in meinem langen, ereignisreichen Leben die Erfahrung gemacht, dass Erfolg bei Frauen sich nicht allein mit der Existenz eines beachtlich großen Gliedes einstellt und dass jemand, der partout keine Frau zu einem Rendezvous rumkriegt, womöglich ganz andere qualitative Nachteile aufweist oder sich einfach nur die dümmsten Schnepfen angeln will.

Ich sollte Spammer werden.

Spaß mit Spam
I have to suggestion

„Ich muss Vorschlag“, so lautet der Titel einer reizenden Spam-Mail, die mich gestern erreichte.

Good afternoon,

This is Vladimir writing. I am Russian. I would like to offer you a cooperation to get supplementary income.

„Guten Nachmittag, dies ist Vladimir am Schreiben. Ich bin russisch. Ich würde Ihnen gern eine Zusammenarbeit anbieten, um ergänzendes Einkommen zu erhalten.“

Guten Tag, dies bin ich am Zurückschreiben. Ich bin deutsch, und was genau ich damit zu tun habe, dass Vladimir mehr Einkommen erhält, wird leider nicht beantwortet.

I got to know to legally earn money but I am not able do it on my own.

„Ich muss wissen, wie man legal Geld verdient, aber ich kann das nicht allein“, weshalb er stattdessen weiterhin illegal Geld verdienen muss, der Ärmste, tja. Wie genau, verrät er leider nicht, aber nach einigem Geschwafel kommt er doch mal zur Sache:

(…) Your main task be my representative in Europe. I can guarantee the security and legitimacy of this cooperation.

„Ihre Hauptaufgabe seien Sie mein Vertreter in Europa“, und dafür gibt er mir sein Ehrenwort, ich wiederhole: sein Ehrenwort für „die Sicherheit und Rechtmäßigkeit dieser Zusammenarbeit“, und das sollte ja wohl alle Zweifel aus der Welt schaffen.

If you are interested I am here to explain you everything in smallest details and answer to your questions.

„Wenn Sie interessiert sind, bin ich hier, um Ihnen alles in kleinsten Details zu erläutern und Ihre Fragen zu beantworten.“

Eine Frage hätte ich dann ja schon: Was habe ich davon? Ich soll Vladimir in Europa repräsentieren, damit er lernt, legal Geld zu verdienen, nur von dem legal verdienten Geld werde ich keinen Cent sehen, sonst hätte er das ja zumindest angedeutet. In anderen Worten: Er sucht einen Doofen. Dabei wünsche ich viel Glück.

Looking forward to your response.

Best regards, Vladimir Prigodin

Ab mit Schaden.

Grußlos, ich.

Spaß mit Spam
More$Valium%super}

Ach, Spammer, der du mir erst Best_Valium:super} und zwei Stunden später More$Valium%super} andrehen willst!

White. http://….page.tl White.

(Ja, das ist die ganze zweite Mail. Lediglich die angegebene WWW-Adresse habe ich vorsorglich gekürzt.)

BESTES VALIUM! MEHR VALIUM! SUPER! WEISS! VAAALIIIIUUUUM!

So ein Entzug muss schwer sein.

Spaß mit Spam
Ihre Email-Won 915.810,00

Oh, ein Schreibfehler – aus Email ist vielleicht die Ummantelung eines Woks, aber nicht die eines Wons. – Oder handelt es sich um 915.810,00 Won? Wenn ja: Was genau hat Email damit zu tun, was habe vor allem ich als Nichtkoreaner damit zu tun?

„Dr. Maria Gonzalez Drigo“ von der „Loteria Nacional“ jedenfalls teilt mir unter obigem Sujet folgendes mit:

Finden Sie Ihre Informationen zu gewinnen, in der Anlage im pdf-Format
Mit freundlichen GrьЯen
Dr. Maria Gonzalez Drigo

Ah – ich kann 915.810,00 Won (aus Email) gewinnen. Prima und sehr nützlich! Dann schau‘ ich mir die Anlage doch mal an.

So eine Art „Brief“ mit ziemlich pixeligen Grafiken öffnet sich, aus dem ich dann mal zitiere:

NOTARISCHE GEWINNBENACHRICHTIGUNG

Statt notarieller Benachrichtigungen – dazu bedürfte es eines oder mehrerer Notare – werde ich notorisch benachrichtigt, das ist mal was neues. Und zwar hierüber:

Wir sind erfreut, Sie zu informieren, das Sie ein glucklicher Gewinner vom internationalem Euro Million Spielprogramms sind, das am 02/03/2012, abgehalten wurde.

Ja, wie, Euro? Doch keine Won? Das enttäuscht mich jetzt schon ein wenig, glucklich bin ich noch nicht. Vielleicht ändert sich das noch?
Die Benachrichtiger jedenfalls sind auf jeden Fall glucklich, behaupten sie:

Wir Sind sehr glucklich Sie ALS einen der Gewinner zu benachrichtigen das Ihr Name mit der Kartenseriennummer ubereinstimmte: 934-03650116-211 und die Stempfelzahl: 71225-0 gekauft durch Ihren Bearbeitungsagenten von den Kosten von zwei Euro, hat folglich den Preis in der 2. Kategorie mit den Gewinnzahlen: 14-18-32-40-46+06:07.gewonnen Wir Entschuldigungen für die späte benachrichtigung, da es zu Verwechslungen von Namen und Adressen kam..

Ich Bin sehr entrustet das MEIN Name angeblich 934-03650116-211 lautet – da wäre mir C-3PO noch lieber. Verbockt hat das aber anscheinend mein Bearbeitungsagent, der zwei Euro gekostet hat und mir eine Stempfelzahl auf den falschen Namen hat eintragen lassen. Ich hoffe, ich muss beim Abholen meines Woks nicht meinen Ausweis vorzeigen, sonst komme ich in Erklärungsnot. (Dass man mich verwechselt hat, ist aber jetzt keine große Überraschung mehr. Ich wüsste aber gern, mit wem; mit Frau 27470 vielleicht, die immer im Supermarkt als meine Kassiererin auf den Kassenzetteln steht?)

Halt, Moment, irgendwie kommt mir das bekannt vor. Tatsächlich – es ist die gleiche Lotterie, bei der ich schon im November etwas gewonnen habe, nur der Sachbearbeiter ist ein anderer, ebenso das Transferinstitut und die Faxnummer des Bearbeitungsagenten. Mist – wird wohl wieder nichts mit meinem Millionengewinn.

Können die von der Loteria Nacional nicht endlich mal einen Briefkasten kaufen?

Spaß mit Spam
work with me

Was mir „Mr kim wong“, der als E-Mail-Alias „candygl20“ („Candygirl“, vielleicht die Tochter des Candyman) bei AOL – das sagt schon (fast) alles – verwendet, mit diesem Betreff sagen will, erschließt sich mir ebenso wenig wie die Aussage des kompletten Mailtextes:

The only problem which I have is trust you It will not cost you any amount open the link for more details http://www.speedyshare.com/file/RKaBj/Mr-Kim-Wong.txt

(Den Verweis habe ich hier aus folgenden Gründen nicht gekürzt.)

„Mr kim wong“ bezeichnet es als sein einziges Problem, dass er mir vertraut, und ich finde allerdings auch, dass das ein Problem ist, denn ansonsten hätte er mir die Lebenszeit, die ich, zusätzlich behindert mittels fehlender Zeichensetzung, mit dem Versuch einer Interpretation seiner E-Mail verbrachte, zur freien Verwendung überlassen.

Jedenfalls: Es wird mich nichts kosten, dass er mir vertraut. Zu gütig. Aber was will mir „Mr kim wong“ damit sagen? Vielleicht wird das klarer, wenn man die von ihm erwähnte Textdatei aufruft.

Blöd von „Mr kim wong“ war es nun aber, dass er zur Verbreitung dieser Textdatei – womöglich aus Spamfiltergründen – auf die Dienste von Speedy Share zurückgreifen wollte. Die sind solcherlei aber anscheinend schon gewohnt und haben die Datei anscheinend automatisiert entfernt, denn an ihrer Stelle ist derzeit nur noch dieser Hinweistext zu lesen:

Dass „Mr kim wong“ seinen Adressaten vertraut, sorgt eben leider nicht dafür, dass ihm auch Dateihoster ihr Vertrauen schenken. Clever, huh?

Was „Mr kim wong“ nun eigentlich von mir wollte, werde ich jetzt wohl nicht mehr erfahren.
Ich kann so nicht arbeiten.

Spaß mit Spam
Stellen Sie Ihr KreditKarten wieder her

Mein KreditKarten wurde gelöscht, will ich es aus dem Papierkorb wiederherstellen?

Manche Spamversender geben sich einfach keine Mühe:

Liebe geschätzte deutche Kreditkarteninhaber,

„Deutche Kreditkarteninhaber“, prompt kommt mir Dr. Helmut Kohl in den Sinn, der stets seine „lieben Mitmenchen“ grüßte. Der Helmut war schon possierlich manchmal, jaja.

Dies ist ein Betrieb der Nationalen Sicherheit in Zusammenarbeit mit :
Deutche bank , Sparkasse , Volksbank und Commerzbank

„Nationale Sicherheit“, drunter machen sie’s nicht. Mehrere Banken, darunter die „Deutche bank“, arbeiten also wahrscheinlich mit der NATO zusammen, um dafür zu sorgen, dass jeder Deutche eine funktionierende Kreditkarte besitzt. Klar: Rettungsschirme sind eben teuer.

Sie haben diese E-Mail bekommen, weil Ihr KreditKarten vorlдufig gesperrt wurde.
Öffnen und füllen Sie dieses Formular aus, um die Sperrung Ihres Kredit und
Debit Karten zu vermeiden.

Mein KreditKarten wurde vorlдufig gesperrt, und um zu verhindern, dass außer meinem KreditKarten (warum lese ich immer „Kraken“?) auch mein Kredit und Debit Karten vorlдufig gesperrt wird, sandte man mir ein Formular zu, das ich doch mit Vergnügen ausfülle. Dabei liegen mir jedoch Steine im Weg:

Es sei darauf hingewiesen, dass sie JavaScript oder activex aus der
Pop-up-Leiste aktivieren sollen, um das Formular auszufüllen für jede Kreditkarten !

Immerhin: Habe ich dies getan, kann ich jede Kreditkarten freischalten lassen. Wahrscheinlich auf meinen Namen! Das ist natürlich sehr adrett.
Also …

Bitte füllen sie die Felder aus und schicken Sie uns dieses Formular, um Ihr
Karten erneut zu aktivieren.

… mache ich das doch gleich mal.

Die angehängte HTML-Datei sieht im Quelltext so aus:

Das sieht doch Vertrauen erweckend aus. Natürlich muss so ein Kreditinstitut – vor allem eines im Dienste der nationalen Sicherheit – stets darauf achten, dass ein Mindestmaß an Datensicherheit gewahrt bleibt. Frohen Mutes öffne ich die Datei in dem Webbrowser meiner Wahl. Es öffnet sich folgende Seite:

Halt, Moment!, rufe ich im Stillen, da stimmt doch etwas nicht! Man hat mir das falsche Formular geschickt, statt der erhofften Kreditkartenfreischaltung ist es lediglich ein Antrag auf einen SecureCode! Den kann ich ohne KreditKarten (der ist ja gesperrt) natürlich noch nicht nutzen.

Gut, dass ich das rechtzeitig bemerkt habe. Ich werde gleich das richtige Formular beantragen. Aber so ein Fauxpas sollte der Deutchen bank nicht passieren!
Hoffentlich wird das mit den neuen Vorstandsvorsitzenden ab Mai 2012 besser.

Vielen Dank.

Das Deutche BundesBank Management.
XOHOKUSFCXTCFQIWWRHRHDUELGJHUZQUYQXKZS

Stets der Ihre.

Der deutche Kreditkarteninhaber.
ABCDEFGWARUMTUTMEINKOPFSOWEH

Spaß mit Spam
Ihre 1.250 Euro warten auf Sie

Oh, meinGeld („IhrGeld“) lässt von sich hören. Ich hatte schon befürchtet, es sei verschollen – ich habe es schon sehr vermisst.

Heute aber beglückt es mich mit diesem Lebenszeichen:

Warum anderswo schauen? 1250€ ist eine der höchsten Online Casino Anmeldepromos
im Internet; diese erhalten Sie zusammen mit einzigartigem Support und einer
durchschnittliche Auszahlungsrate von über 97%. Laden Sie unsere kostenlose
Software jetzt herunter und finden Sie heraus warum die schlauen Spieler
CasinoAction wählen.

Merkwürdig, normalerweise ruft mein Geld eher „gib mich aus“ als „guck dir ma das krasse Casino an, Lan“, aber die Zeiten ändern sich.

Was genau wollte mir mein Geld eigentlich jetzt sagen? Ach, ja, dass ich bei Anmeldung eines Online Casinos (sic!) mit 97 Prozent Wahrscheinlichkeit bis zu 1.250 Euro, einzigartige Unterstützung sowie eine durchschnittliche Auszahlungsrate bekomme. Mit 100 Prozent Wahrscheinlichkeit bekomme ich sogar bis zu 250.000 Euro, immerhin liegt auch ein Betrag von 0 im Bereich „bis zu 250.000 Euro“. Aber man übt sich in Bescheidenheit, das ist sympathisch. Was mache ich aber, wenn ich gar kein Casino anmelden möchte? Wahrscheinlich gar nicht weiterlesen.

Alle anderen fragen sich vielleicht: CasinoAction, was ist das eigentlich?

CasinoAction ist das neuste prestigeträchtige europäische Online Casino welches
zur etablierten Casino Rewards Gruppe hinzugefügt wurde.

Ach, dieses Casino. Und diese Gruppe. Klar, wer kennt sie nicht?!
Das ist diese hier, und das mit der Welteinheitswährung hat man verstanden; so heißt es zum Beispiel bei „Casino Action“:

Anmeldebonus: $€£1250 und 1 Stunde gratis ODER
$€£40 gratis für die erste Einzahlung von $€£40
Mindesteinzahlung: $€£40

Zahlt man also erstmals 40 Dollareuropfund ein, bekommt man 40 Dollareuropfund ausgezahlt; ab dem zweiten Mal wird es einbehalten. Wer würde da nicht sofort mitmachen wollen? (Dass das mit der Mindesteinzahlung in der werbenden E-Mail nicht so recht erwähnt wurde, soll dieser Freude ja keinen Abbruch tun.)

Und Geld ist ja auch nicht alles im Leben:

Unser Ziel ist es,
Spielern die unterhaltsamste und sicherste Spielerfahrung zu ermöglichen, die
das Internet derzeit bieten kann.

„Sicherheit“ zieht immer, das hat das Auswärtige Amt auch erkannt; denn:

Bei uns können Sie sicher und geschützt um
unsere Jackpots spielen und sich rundum unterhalten lassen, ohne auch nur einen
Fuß vor die Tür setzen zu müssen.

Dafür wurde das Internet einst erdacht: Damit die Leute sich bescheißen lassen können, ohne aufstehen zu müssen. Für nur 40 Dollareuropfund.
Ein wahres Schnäppchen.

Spaß mit Spam
Eh, „Swiss Apotheke“!

Dass ihr in euren komischen Spammails abwechselnd Abnehm- und Penisprodukte anpreist, ist ja schön und gut und bringt ein bisschen Abwechslung hinein, auch wenn ihr es immer noch nicht hinbekommen habt, wenigstens ansatzweise seriös zu wirken.

Ab jetzt gibt es bei der Swiss Apotheke das Nr. 1 Abnehm-Produkt! So können
Sie mehr als 10 KG a
bnehmen.

Am einfachsten kann man ja „mehr als 10 KG a bnehmen“, indem man einfach stirbt; und ob eure Pillen aus dubioser Quelle noch andere Nebeneffekte haben, will ich lieber nicht ausprobieren.

Natürlich vermeidet ihr auch weiterhin jede Nennung von Produktnamen, wohl wissend, dass Mails mit „Viagra“, „V!@gr4“ und ähnlichen Worten in der Regel keinen Spamfilter passieren. Ob eure Alternative aber so viel besser ist?

Guten Tag,

P,otenzmittel diskret und schnell im Netz einkaufen:

http://www.viagra-zu-sylvester-ax.info

Auch der angehängte Ausschnitt aus der Cleve-Pozar-Biografie, ohne Sinn und Verstand aus der deutschsprachigen Wikipedia kopiert, lässt dieses A,ngebot n!cht überd enkenswErt erscheinen.

Wisst ihr, „Swiss Apotheke“, wer in eine Apotheke geht, der hat normalerweise ein Leiden, das seine Umwelt nicht unbedingt etwas angeht. Etwaige Erektionsprobleme vertraut man aber gerade deswegen lieber dem bekannten Apotheker als wildfremden „Schweizern“ unklarer Identität an, denn es gibt nur wenig, das weniger diskret wäre als eine Bestellung im Internet.

Wer in einem Anflug pubertärer Geilheit dann doch mal in euren Mails herumklickt und hofft, die niederen Gelüste befriedigt zu bekommen, dem wird sofort ins Auge springen, mit was für lichtscheuem Gesindel er es hier zu tun hat, denn die verschiedenen Links führen allesamt auf swissapotheke.de, eine Adresse, die erfahrenen Spamempfängern bekannt vorkommen sollte. In der Schweiz will euch keiner mehr, dann versucht ihr es jetzt eben in Deutschland. Wie lange wohl?

Zum Glück hat die deutsche Gesetzgebung ein paar Bedingungen an die Domainregistrierung geknüpft, und so erfährt man mittels einer kurzen Anfrage nicht nur, dass der Verantwortliche für die Schweizerapotheke gar kein Schweizer ist, sondern in Karlsruhe wohnt, sondern (anhand seiner E-Mail-Adresse) auch, dass er keinen Spam empfangen möchte: Die dort eingetragene Adresse bei s0ny.net ist nämlich eine Wegwerfadresse. Was wohl Sony davon hält?

Wahrscheinlich interessiert ihn das aber herzlich wenig, immerhin gibt er seinen Namen für eine vermeintliche Online-Apotheke her, die mit Anmaßungen nicht geizt. Da wäre zum Beispiel das GeoTrust-Partner-Logo:

Wen wundert es, dass ein Aufruf über das HTTPS-Protokoll trotzdem einen Fehler 404 („nicht gefunden“) erzeugt?

Und natürlich geht es immer noch ein bisschen abgeschmackter, denn auch ein „Testurteil“ der „Stiftung Warentest“ darf nicht fehlen:

Wirklich zu schade, dass die Ausgabe 6/2009 gar keinen entsprechenden Test vorzuweisen hat. Aber wer gierig auf der Suche nach schnellen Pimmelpillen ist, der lässt sich von so etwas nicht aufhalten. Immerhin ist das eine seriöse „Online Apotheke“ (sic!), sagt die „Stiftung Warentest“. Wird schon stimmen.

Copyright © 2011 Swissapotheke

Eigentlich fehlt nur noch das TÜV-Siegel.

Wisst ihr, „Swiss Apotheke“, es ist ja rührend, dass ihr euch so viel Mühe beim Fälschen und Betrügen gebt. An der Überzeugungskraft aber zweifle ich ein wenig. Vielleicht solltet ihr die Branche wechseln.

Spaß mit Spam
Kim Jong-il Special…

Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich mal über tatsächlich erwünschte Werbemails amüsieren würde.

Gerade traf aber eine solche von MaxCDN, meinem bevorzugten Lastenverteilungsdienst, ein, die mich darüber informierte, dass noch bis Silvester anlässlich des Todes des ehemaligen Diktators Kim Jong-Il – das war seit dem Ende von Gaddafi exklusiv der mit der Sonnenbrille – ein besonderes Angebot verfügbar sei:

Modetrends sind manchmal wirklich erstaunlichen Ursprungs.

Schade, dass nicht nach Europa geliefert wird.

Spaß mit Spam
Herzlichen Gl�ckwunsch Gewinner

Oh, was will denn die „Loteria Nacional“ mit der täuschend echt aussehenden E-Mail-Adresse HilegESp23@wyf62j7a5.homepage.t-online.de von mir?

Sie haben gewonnen, fьr weitere Informationen rufen Sie

Ja, das ist der ganze Text. So sehr ich aber auch rufe, nichts geschieht.

Ah, jetzt sehe ich es, die Mail geht ja noch weiter.
Angehängt ist eine .zip-Datei. Enthalten ist eine .doc-Datei, in der steht:

Wir sind erfreut, Sie zu informieren, das Sie ein glucklicher Gewinner vom internationalem Euro Million Spielprogramms sind, das am 09/11/2011, abgehalten wurde.

Ich habe eine Million Spielprogramme gewonnen?

Wir Sind sehr glucklich Sie ALS einen der Gewinner zu benachrichtigen das Ihr Name mit der Kartenseriennummer ubereinstimmte: 134-03650116-211 und die Stempfelzahl: 51225-0 gekauft durch Ihren Bearbeitungsagenten von den Kosten von zwei Euro, hat folglich den Preis in der 2. Kategorie mit den Gewinnzahlen: 04-18-32-40-46+06:07.gewonnen Wir Entschuldigungen für die späte benachrichtigung, da es zu Verwechslungen von Namen und Adressen kam..

Dass ich einen Bearbeitungsagenten habe, wusste ich noch nicht. Das klingt auch ein bisschen nach Stasi. Hoffentlich will er seine zwei Euro nicht von mir eintreiben, das wird erfahrungsgemäß teuer.

Aber Sie sind für einen Pauschalbetrag von €915.810, 00 NEUN HUNDERT FÜNFZEHN TAUSEND ACHTHUNDERT ZEHN EURO in bar ausgesucht worden die, Sicherheitszahl lautet: EIK-547-K6-75. Dies IST von einem gesamt Geldpreis von 15.568.770, 00(FÜNFZEHN MILLIONEN FÜNFHUNDERT ACHTUNDSECHZIG TAUSEND, SIEBENHUNDERT SIEBZIG EURO) warden geteilt unter den 14 Internationalen Gewinnern in dieser Kategorie.

15.568.770 geteilt durch 14 sind 1.112.055. Wenn jeder der 14 Gewinner einen Pauschalbeitrag von 915.810 Euro bekommt, würde mich die genaue Gewinntabelle ja schon mal interessieren. Wobei: Da steht, ich sei für einen Pauschalbeitrag „ausgesucht worden“. Muss ich den jetzt zahlen? Wenn ja: An wen?

Fur Ihren Anspruch bitte Kontakt zu nehmen mit, DON JUAN PEREZ, Ausländischer Betriebemanager der CLICK SEGUROS S.A. SPAIN Tel: +34645511480, Fax: +34 911 881 363 Email:clickseguros@aol.com für die Verarbeitung und die Geldüberweisung von Ihrem siegreichem Gewinn.

Mein Gewinn war siegreich? Da muss ich ihm gleich morgen eine Glückwunschkarte schreiben. Hoffentlich erreicht sie ihn noch rechtzeitig!

(…) Und die von Ihnen zu bezahlenden 10 % Ihres Gewinnes an den Fond Ihres Bearbeitungsagenten, nachdem Sie Ihren Gewinn erhalten haben.

An den Fond? Dort, wo seine Rückbank steht? Ah, ich verstehe: Mein Agent möchte sich von meinem Gewinn ein neues Heck für sein Auto kaufen. Na, dem werde ich was erzählen.

Weiter gibt es irgendeine Änderung Ihrer Adresse, informieren Sie Ihren Bearbeitungsagenten sobald wie möglich.

Das klingt jetzt sehr nach Telekom: „Irgendwas hat sich geändert, danke fürs Lesen.“
Aber wie informiere ich den Herrn nun?

Bitte ausgefüllt an Ihren Bearbeitungsagenten faxen: +34 911 881 363. Viele Glückwünsche noch einmal von allen Mitarbeitern unserer Abteilung und wir freuen uns Sie als einen ,Teil von unserem INTERNATIONALEN BEFÖRDERUNGS PROGRAMMS zu begrussen.

Ah, da ist der Haken. Ich besitze kein Faxgerät.

Dann bleibt mir wohl nur das Beförderungsprogramm:
Geradewegs in den digitalen Lokus. Schade eigentlich.

Aber dieser Agent soll mir mal zwischen die FInger kommen!

Spaß mit Spam
Deine prikelnd heisse Zone

Prickelnd wie sonst nur „Merkozy“ – da sieht selbst Carla Bruni alt aus, Alter – ist dann auch die HTML-formatierte Müllmail, die mich heute erreichte und die außer dem üblichen Werbeschmonzes einen bemerkenswerten Aufmacher beinhaltet:

Dass das männliche Modell auf mich eher wie die Inkarnation eines Homosexuellen-Klischees (und wie der eine Vampir da aus „Twilight“) wirkt, ist nicht einmal der primär interessante Aspekt an diesem Ausschnitt. Erwähnenswerter ist der Text rechts daneben:

Deine private erotik Zone!

Total privat; so privat, dass die ersten tausend kostenlos reinkommen. Meine private Erotikzone war bislang eigentlich vor solchem Zulauf gefeit, allerdings wird sie auch nicht in mir bekannten Massenmails beworben. (Schade eigentlich.)

Gleich nach dem Anmelden werden dir deine gewünschten Partner vorgestellt ohne lange zu suchen.

Einmal abgesehen davon, dass ich unter „einander vorstellen“ in all meiner rückständigen Spießigkeit dann doch etwas anderes verstehe als „guck Bild, guck Titten, jetz ficken!“, ist das ganze Anliegen fragwürdig: Man möchte mir gern den Schrägstrich die gewünschten Partner – woher auch immer man den Schrägstrich die „gleich nach dem Anmelden“ kennen oder ermitteln können soll – vorstellen, ohne lange zu suchen; also mir quasi den erstbesten Schrott andrehen und versuchen, ihn mir bei eher verhaltenem Interesse schönzureden, oder wie?

Da kann ich auch in’ne Disco gehen.

Kreiere deine prikelnd heisse Zone!

So sehr ich das leider aus der Mode geratene Wort „kreieren“ auch schätze: Wenn etwas so heiß ist, dass es prickelt, sollte man sich schleunigst davon entfernen, denn sonst gibt es nachhaltige Verbrennungen, die man nicht mit viel gutem Zureden wieder loswird. Wer das nicht glaubt, der darf gern mal mit den Fingern in kochend heißem Wasser rühren, bis die Nudeln gar sind.

Viel Glück!

Spaß mit Spam
du magst sie jung und dumm?

Wen jetzt? Ach so, „junge Girls“, wie auch der Absender lautet, wahrscheinlich. Nein, eigentlich wäre es mir lieber, es gäbe mehr gebildete als dumme „junge Girls“, und wer das nicht versteht, den lade ich gern auf eine Wochenkarte für den ÖPNV in einer Kleinstadt seiner Wahl ein, auf dass sich das ändere, Aldah, ey, fickdisch.

Insofern muss ich die eingangs gestellte Frage leider verneinen. Darf ich trotzdem weiterlesen? Ja? Gut:

*************************************************************
junge Teenies sind auf der Suche nach Fickerfahrungen

Aber so richtig „junge Teenies“, nicht etwa alte Teenies oder solche mittleren Alters, nein, junge Teenies. Nur, falls der Leser das an dieser Stelle schon wieder vergessen haben sollte.

Schau dir an wie ihre Löcher das erstemal weit gedehnt werden
und sie Sperma schlucken bis der Rachen voll ist.
************************************************************

Ach, nein, gedehnte Löcher (das nennt man doch heute „Tunneln“, oder?) sind nicht sonderlich interessant oder auch nur attraktiv. Interessant ist aber die Ankündigung, besagte „junge Teenies“ würden Ejakulat schlucken, bis der Rachen voll ist. Ist das nicht ziemlich gefährlich, die Atemwege zu blockieren?

In gewisser Hinsicht klingt das nach einem Zirkusplakat. „Sehen Sie die Frau mit den Witzen mit dem längsten Bart der Welt, die unglaublichen siamesischen Zwillinge und junge Teenies, die an fremdem Ejakulat ersticken! Kommen Sie zahlreich!“

Aber eigentlich geht es ja gar nicht ums Schlucken, sondern ums Schnackseln:

Blutjunge sexy Teens ficken jeden um den Verstand!

Anscheinend hält das beworbene Angebot eine reichliche Auswahl an Protagonisten vor, denn außer „jungen Teenies“ gibt es dort auch „blutjunge sexy Teens“, quasi als Gegensatz zu den „nicht mehr ganz blutjungen Teens eher durchschnittlichen Aussehens“ und vor allem den „jungen Girls“, Abwechslung muss ja sein, nicht wahr? Jemanden um den Verstand zu bringen, und sei es mit solchen Mitteln, kann ich allerdings nicht gutheißen. Am Ende klauen die einem noch die Kreditkarte.

Diese jungen dauerfeuchten Teenie Muschis brauchen
Schwänze in alle Löcher und als Belohnung nur
eine Ladung warmes Sperma zum schlucken!

Junge Muschis, soso, zu meiner Zeit hat man denen noch eine Schale Wasser hingestellt, aber die Zeiten ändern sich anscheinend. Oder ist etwa das weibliche Geschlechtsteil gemeint? Falls ja: Wie viele Löcher hat so eine „Muschi“ normalerweise, und wie genau darf man sich das „Schlucken“ vorstellen?

Ist Dr. Sommer zufällig anwesend?

Schau jetzt den geilen Girlies zu oder chatte live
vor der Webcam und bring den Gören noch was bei.

Oh, da kann ich mich ja gar nicht entscheiden: Zuzugucken reizt mich nicht, für das Lehren fehlt mir die Geduld.

Möchte das jemand für mich übernehmen?

Spaß mit Spam
Sie haben gewonne

Nur eine kurze Replik auf eine erfreulich kurze Müllmail:

Sie haben gewonne

Du habe gewonne? Iche habe gewonne! Welch Wonne.

Wir empfehlen Ihnen, pdf Attached Datei цffnen,und wenden Sie sich fьr Ihr Agent Lotteriegewinn.

Ich empfehle Ihnen, weniger Klebstoff zu trinken, bevor Sie Mails verfassen, und wenden Sie sich fьr Ihr Kopfarzt.

Mit freundlichen GrьЯen,
Management

Ab mit Schaden;
und bis bald.

Spaß mit Spam
Hallo! ich Leslie Rich

Ach, da schau her, man beflirtet mich erneut unter obigem Sujet und beweist dabei sogar Humor, denn bereits die Einleitung ist zum Schreien:

Klopf, klopf:)

Herein!

Wie geht es dir? Hoffe, Sie sind ok.

Ja, das Deutsche ist schon knifflig mit diesem förmlichen Sie. Aber kleine Pannen passieren selbst Alteingesessenen; wer häufiger mit dem ÖPNV fährt, der weiß das und ist sehr zu bedauern.

Ich sah Ihre E-Mail und entschieden sagen: „Hallo“.

Meine E-Mail? Welche jetzt? Und vor allem: Wo? Ich vermisse sie nämlich sehr und weiß nicht mehr, wo ich sie hingelegt habe.

Aber wie, Leslie, darf ich mir ein entschiedenes „Hallo“ vorstellen? Mit verschränkten Armen und Aufstampfen vielleicht? Das wäre fürwahr sehr amüsant! (Und jetzt, um noch eins oben drauf zu setzen, stellen wir uns das entschiedene „Hallo“ mit der Stimme von Angela Merkel vor. Fertig? Dann weiter im Text.)

Ich weiß nicht, wer bist du, aber ich will check up mein Schicksal.

(Ja, so redet die Jugend heutzutage.)

Ich bin ein junges Mädchen 24 Jahre alt, bescheiden, ehrlich, fürsorglich und I `m eröffnet für neue Bekanntschaft.

„Ich bin jung, na ja, eher so mittel, aber supertoll, prima und ein bisschen bescheiden vielleicht. Ach, und ich hab Bock zu vögeln.“

Wenn Sie interessiert sind schreiben Sie mir bitte zurück werde ich Ihnen weitere Informationen über mich.

… vorenthalten? Via Mail zusenden? Andererseits: Letzteres vielleicht eher weniger, denn die technischen Fähigkeiten scheinen begrenzt. Immerhin …

Ich gebe Ihnen mein foto, so konnte man mich sehen.

… fehlt der E-Mail der angekündigte Anhang, was sicher sehr schade ist. (Oder war das „geben“ etwa wörtlich gemeint?)

Leslie Rich

Dr. med. Wurst

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Auch Ihnen ein freundliches lorem ipsum, Gnädigste!