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Kurzkritik: awakebutstillinbed – what people call low self​-​esteem is really just seeing yourself the way that other people see you

awakebutstillinbed - what people call low self​-​esteem is really just seeing yourself the way that other people see youAls Bandwortfreund „guteshoerenistwichtig” im Februar das Album „what people call low self​-​esteem is really just seeing yourself the way that other people see you” (Amazon.de, TIDAL, Bandcamp) von awakebutstillinbed – manche eher ungeduldige Leute werfen mir vor, dass meine Sätze ihnen zu lang sind, aber für diesen hier kann ich nur teilweise etwas – anpries, blieb bei mir beim ersten Hören nur die Vermutung hängen, dass ich es mir vielleicht schönhören könnte. Den Versuch war es möglicherweise wert.

Das Quartett awakebutstillinbed („um Shannon Taylor”, als wäre die Aufgabe einer Musikgruppe lediglich die, dekorativ um die Sängerin herumzustehen) kommt aus Kalifornien und macht trotzdem ziemlich britische Musik. Von den Texten sehen wir mal ab, denn wer solche Musik („Post-Hardcore-Pop-Punk vielleicht”, ebd.) macht, dem liegt der Effekt näher als die Offenbarung. Das ist völlig in Ordnung, so lange der Effekt stimmt. Dass das erste Lied „Opener” und das letzte „Closer” heißt, wirkt insofern unbeholfener als es müsste.

awakebutstillinbed – fathers

Denn neben energischem Hard- („safe”) und fröhlichem Punkrock („life”, „fathers”, „closer”) mit heiserem Schreigesang einer- und sanftem Säuseln („stumble”) andererseits weisen die vier auch ein auffallendes Talent zu Singer-Songwritertum, wenn auch immer ein wenig brodelnd, auf und scheinen gegen gelegentliche Ausflüge in elektronisch-verspielte Regionen auch keine grundsätzliche Abneigung zu haben, was das erstaunliche „floor”, dessen Text man dann leider doch problemlos versteht, zu dem Lied auf dem Album macht, das mich dann doch noch mal reinhören ließ.

awakebutstillinbed – floor

Es gibt so Momente, in denen „what people call low self​-​esteem is really just seeing yourself the way that other people see you” ungefähr exakt die Musik ist, die ich gerade zwecks Frustabbaus durchaus gutheißen kann. Die stilistisch trotz größerer Unterschiede nicht völlig anderswo zu verortenden Friends of Gas habe ich vor einem Jahr bereits entsprechend gewürdigt. Interessant ist das hier Gehörte daher durchaus und zumindest ein Album, das ich in meinem Bestand behalte. Man weiß ja nie, wann es mal wieder so Momente gibt.

Senfecke:

  1. Sie brauchen ganz klar mehr Kommentare wenn schon die Bandwurm-Kritiken von mir – der hier alle Jubeljahre mal rumsenft – schon als Vorlage für einen Blogpost herhalten müssen. :aufsmaul:

  2. Pingback: Hirnfick 2.0 » Musik 06/2018 - Favoriten und Analyse

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