Archiv für die Kategorie ‘Projekte’.

Ausreichenden Müßiggang kompensiere ich, indem ich mich unter anderem der Entwicklung von Software widme. Neuigkeiten hierzu gibt es in dieser Kategorie zu lesen.

InternesNerdkrams
Hallöchen, Uberspace!

brief,

nach einigem Hin und Her und letztendlich überzeugt von chriszim, der wie DerBastard und einige andere den Wechsel vollzogen hat, läuft tuxproject.de nun auf Uberspace und nicht mehr auf All-Inkl.com. (Gelegentliche Links, die sich noch merkwürdig verhalten, werden nach und nach korrigiert.)

Warum weg?

Ich hatte mit All-Inkl nie größere Probleme, für den bloßen Betrieb von WordPress gibt es zweifelsohne keinen besseren shared hoster. Deren Server laufen in der Regel schnell, stabil und ohne nennenswerte Last, und der Support gibt sich manchmal wirklich Mühe. Was mir aber gefehlt hat, war der Shell-Zugang – gelegentliche Arbeiten „unter der Haube“ waren oft recht langwierig, zumal einige WordPress-Plugins an den Verzeichnisrechten herumfummeln wollten und ein regelmäßiger Gang zum „KAS“, dem All-Inkl-Kontrollzentrum, mir nicht erspart blieb. Ich könnte natürlich auch bei All-Inkl Shellzugriff erhalten, jedoch wäre dies mit nicht unerheblichen Mehrkosten verbunden, die ich nicht aufbringen will, wenngleich ich das natürlich könnte.

Auch habe ich im Verlauf der letzten Wochen begonnen, meine Mailkorrespondenz weitgehend auf tuxproject.de zu verlagern. Nun sind die IMAP-Server von All-Inkl merkwürdig konfiguriert, das Anlegen von Unterordnern ist bitteschön per Weboberfläche statt per IMAP zu erledigen, und auch sonst fühlte sich einiges an der Konfiguration doch überaus rückständig an.

Warum hin?

Uberspace ist all das, was ich bei All-Inkl vermisst habe: Zwar ist die Serverlast im Mittel etwas höher, aber es ist vieles möglich, was All-Inkl nicht so gern sieht. Shellzugriff ist ebenso eine Selbstverständlichkeit wie Cronjobs, also wiederkehrende Aufgaben, die bei All-Inkl ebenfalls einen Tarifwechsel erfordern würden. PHP, Perl und MySQL sind gleichbleibend vorhanden, neu sind Ruby, Python und die Möglichkeit, fehlende Module bei Bedarf nachzuinstallieren.

Dabei weist Uberspace die Besonderheit auf, dass es nicht versucht, Konkurrenzkämpfe zu gewinnen (obwohl 1 Euro pro Monat – einsfuffzich mit Domain – ein bemerkenswerter Mindestpreis ist), sondern, dass es sich primär an uns Bastler richtet, die lieber mit der Konsole als mit bunten GUIs den Administrator spielen. Das bedeutet aber auch, dass die Inbetriebnahme keine Sache von wenigen Klicks ist, sondern zunächst einige Handarbeit ansteht: Transferieren der bestehenden Dateien per lftp, Einspielen und Korrigieren der Datenbank (bei dem gesprächigen Piwik ein ziemlich umfangreiches Unterfangen), Setzen der benötigten Rechte für die eingesetzten WordPress-Plugins, die ja immer etwas zu meckern haben.

Die Betreiber stehen per Mail und Twitter allerdings jederzeit zur Seite und bieten Hilfestellung. Diese ist nicht auf bunte Anleitungen beschränkt, sondern auftretende Probleme werden detailliert erläutert und, wo möglich, ein Lösungsweg aufgezeigt. Das geht auch ziemlich schnell; eine kurze Mail etwa genügte, und gerade einmal anderthalb Stunden später (trotz bereits weit fortgeschrittener Uhrzeit) war ein mir fehlendes Perlmodul, das ich aus Gründen nicht unbedingt in meinem Profil installieren wollte, serverweit eingerichtet. Noch nicht einmal eine virtuelle Entblößung ist notwendig: Persönliche Daten werden nicht erhoben. Finde ich gut.

Warum nicht?

Der etwas höhere Aufwand gegenüber Klick-und-fertig-Anbietern wie die zuvor von mir benutzten bplaced und All-Inkl ist sicher eine Einstiegshürde für alle, die nur mal eben eine Webseite einrichten möchten. Ansonsten bleibt der schale Beigeschmack des kleinen Anbieters mit der, konzeptbedingt, ungewissen Zukunft. Aber wer weiß schon, was morgen ist?

Und wenn ich es irgendwann mal bereue, ist All-Inkl ja immer noch da. Hoffentlich.

Projekte
eMule beba 2.64: Beta 1 mit Snarl-Unterstützung

Liebe eMule-Freunde,

während der letzten paar Tage habe ich unter anderem an einer neuen Version von eMule beba gearbeitet, einer besseren Version von eMule. Da die bislang letzte Version schon ein wenig angestaubt ist, wurde es mal wieder Zeit für eine neue.

In die erste Betaversion (nicht ausführlich getestet, aber schon voll funktionstüchtig) sind bisher zwei Verbesserungen eingeflossen:

Erstens: Blockierende Clients entfernen.

Es kann passieren, dass die zur Verfügung stehenden Slots für‘s Hochladen von Clients belegt werden, die quasi im Leerlauf sind und so unnötig die Verteilung von Dateien blockieren. eMule beba versucht jetzt, diese automatisch zu entfernen.

Zweitens: Snarl-Unterstützung.

Seit einigen Jahren ist eMule wie Windows ab „XP“ in der Lage, für bestimmte Ereignisse Ballon-Tipps („Sprechblasen“) anzuzeigen. Ein Nachteil ist, dass viele Programme mittlerweile ihre eigenen Bibliotheken mitbringen, um diese umzusetzen, und eMule so zu einem heillosen Chaos beiträgt. Macnutzer haben dieses Problem nicht, dort hat sich Growl als zentrales Benachrichtigungssystem durchgesetzt; aber die haben auch kein eMule. Unter Windows gibt es Snarl.

Snarl ist ein globales Benachrichtigungssystem für Windows. Programme informieren den Benutzer mittels Snarl über wichtige Ereignisse. Die Form der Benachrichtigung kann der Benutzer vollständig konfigurieren.

Mit Version 2.64 bekommt auch eMule beba Unterstützung für Snarl: Falls es beim Start läuft, wird es automatisch erkannt und verwendet es anstelle seines eigenen Benachrichtigungssystems. Dieser Automatismus kann auf Wunsch über ein Kontrollkästchen in den beba-Einstellungen abgeschaltet werden (aber warum benutzt man Snarl dann überhaupt?).

Alle wichtigen Ereignisse werden unterstützt, wenn eines fehlt, lasst es mich bitte wissen.

Einige Zeichenketten, zum Beispiel die Beschreibung der registrierten Ereignisse in Snarl (etwa „Nachricht von“), sind noch nicht optimal gewählt, das ändere ich bis zur finalen Version noch.

Die Vorabversion könnt ihr vorerst hier herunterladen. Etwaige auftretende Probleme bitte ich umgehend zu melden, Abstürze bitte in Form der entstandenen .dmp-Datei.

Ich bedanke mich im Voraus und wünsche viel Spaß beim Testen. :)


Nachtrag vom 11. Februar 2012: Die Testphase ist vorüber, beba 2.64 „final“ wurde veröffentlicht.

NerdkramsProjekte
WP-PasteExtender: Kopierschutz mal anders

Ich kopiere manchmal Textausschnitte auf FOCUS.de und ähnlichen Seiten. FOCUS.de verwendet nun allerlei JavaScript-Spielereien, unter anderem eine, die automatisch einen Verweis auf die Seite, von der man den Text kopiert hat, mitkopiert.

Das hat mich so sehr beeindruckt, dass ich das mal für WordPress nachgebaut habe. Werte Damundherrn, ich präsentiere:

WP-PasteExtender, „Version“ 20120102.

Der Text, der an den zu kopierenden Text angehängt werden soll, ist frei konfigurierbar. Der Verwaltungsbereich sieht so aus:

Momentan habe ich nur wenig Zeit, ernsthaft an dem Plugin zu arbeiten, weshalb kleinere Probleme nicht ausgeschlossen sind. Vollständig funktionstüchtig ist das Plugin derzeit nur mit WebKit-basierten Browsern. Unter Firefox funktioniert die blockquote-Funktion noch nicht, der Internet Explorer verweigert gänzlich den Dienst. Ich hoffe, das irgendwann beheben zu können.

Wenn jemand von euch Lust und Ahnung hat, um mir hierbei zur Hand zu gehen, so wäre mir dies sehr willkommen. Weitere Funktionen sind jedoch vorerst nicht geplant.

Internes
Winterputz, Anfang 2012.

(Noch einmal ein wenig Technik für regelmäßige Leser; ich bitte ihre unregelmäßigen Zeitgenossen um geneigtes Ignorieren.)

Hinter den Kulissen geht hier gerade einiges ab.

Fast genau ein Jahr nach Stefan Domanskes selbigem Tun bin ich dabei, hier ein bisschen Kahlschlag zu betreiben. (“Ein bisschen“ Kahlschlag, das klingt ein bisschen nach „ein bisschen“ Krieg, oder?)

Mindestens einer meiner Leser weiß, dass ich auch in Bezug auf WordPress ein olles Spielkind bin und bleibe. Hirnfick 2.0 hatte bereits, als es noch knallgrün war, TuxBlog hieß und ein Blog zu sein versuchte, manche Spielerei, die eigentlich gar nicht nötig war, von mir angetragen bekommen, im Laufe des letzten Jahres waren hier teilweise knapp 50 Plugins aktiv, die natürlich die Ladezeit nicht sonderlich positiv beeinflusst haben.

Dem Kahlschlag zum Opfer fielen also im Laufe der vergangenen Nacht diverse – zum Teil seit langem inaktive – Erweiterungen für den Administrationsbereich, aber auch das, was ihr, die Besucher, zu sehen bekommt, wurde – und wird noch – behutsam aufgeräumt. Die Kategorien erfahren gerade eine Entschlackungskur: Artikel, die in drei oder mehr Kategorien stecken, missfallen mir, da dies nicht zur Übersicht beiträgt. Mit der vergleichsweise neuen Unsitte, Artikel zu verschlagworten („taggen“), kann ich bis heute nichts anfangen – geeignete tags zu finden, die den Kern komplexer Gedankengänge in wenigen Buchstaben zu erfassen vermögen, erscheint mir oft schwieriger als das Ausdenken einer guten Überschrift; aber dies gelingt mir zumeist.

Vor allem aber habe ich einen von Stefans Gedankengängen adaptiert:

Keine Pseudo-Funktionen mehr. RSS-Feeds abonniere ich nicht über einen Button auf der Seite, ebenso wenig schiebe ich Links in meine sozialen Netze über Knöpfe auf der Webseite. Das mache ich mit Bookmarklets oder über die Funktionen meines Browsers. Da muss ich nämlich nicht suchen und weiß, wie sie funktionieren.

Der RSS-Verweis bleibt vorerst, wo er ist, da es inzwischen Usus zu sein scheint, die RSS-Automatismen zum Beispiel von Firefox nur mehr per optionaler Erweiterung nutzbar zu machen – die Verweise zu den „sozialen Netzwerken“ unter jedem Artikel aber, die es ermöglichten, per Klick meinen Senf per zum Beispiel Digg zu bewerben, sind gestrichen. Das hat drei Gründe:

  1. Die zur Verfügung stehenden WordPress-Plugins besitzen eine überschaubare Funktionalität: Entweder basieren sie auf externen, ziemlich großen JavaScript-Bibliotheken (etwa das Twitter-mit-Zähler-widget) oder sie verzichten auf die Integration der Netzwerke, die mir wichtig sind.
  2. Die neben Twitter – das vielmehr ein Mikroblog als ein wirkliches soziales Netzwerk ist – einzige Plattform dieser Art, die ich selbst aktiv nutze, ist Geraspora, und für sie existiert noch keine Umsetzung eines solchen widgets.
  3. Ich halte meine Leser für ausreichend kompetent, im Falle einer Nutzung eines sozialen Netzwerks selbst in der Lage zu sein, Verweise hierher in ihrer Zeitleiste unterzubringen. (Tatsächlich erhielt ich unlängst eine Vielzahl an Aufrufen per Facebook, obwohl es hier eigentlich niemals eine Facebook-Anbindung gab; andersherum blieben Besuche von Technorati, Digg und Co. bislang weitgehend aus.)

Diverse Artikel werden im Laufe des Tages noch ihre Kategorisierung wechseln, vielleicht werden noch ein paar Kategorien verschwinden oder es entstehen neue. Kleinere Änderungen (und vielleicht eine größere, ziemlich bunte, sofern alles klappt) am theme werden folgen. Wenn ihr Ideen habt, die ich schon immer mal hätte umsetzen sollen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, sie mir mitzuteilen.

Danke für die Aufmerksamkeit.


Nachtrag vom 9. Januar: Die ziemlich bunte Änderung wurde vorgenommen.

Internes
Suchbegriffe, 24. Dezember 2011

Und als ich gerade so in meiner Nichtblogstatistik wühlte, schaute ich mal nach, wonach die Leute diese Woche so gesucht haben, als sie bei mir landeten, und ich konnte es nicht fassen.

Bemerkenswerte Auszüge:

justin bieber nackt

Beunruhigend: 39 Menschen sind darauf hereingefallen.

selbstmord emo

Oft.

amoklauf lustig

Hihi.

barcodes von lustigen sachen

Warum? Nein, ernsthaft: Warum?!

brief der eine frau anmacht

„He, wunderschöne Frau! Typen wie dich können wir hier nicht besonders gut leiden!“

daisy fickt donald

Wahrscheinlich – in den Comics wird es nur angedeutet. (Manchmal aber sehr eindeutig.)

fick deine mutter lesen

Aus der beliebten Reihe: „Wenn ein Satz nicht so endet, wie er Kartoffel“.

ich ficke keine gehirne

Beruhigend.

ich wünsche mir eine tochter gibt es ein gerät

Ja, nennt sich „Penis“. Keiner verfügbar? Dann wird das kompliziert, fürchte ich.

samengrüß in der nacht

Ein guter Titel für einen Schlager eigentlich.

windows zerficken

Purer Sex.

Mir fröstelt‘s.

Internes
Statistiken September ‘11

Da schreibt man mal einen Tag lang nichts und hofft, dass in der Zeit etwas passiert, über das man eben am übernächsten Tag schreiben könnte, aber Pustekuchen. Stattdessen erreicht mich die Frage, wieso ein Nichtblog, das thematisch mit Linux nur sporadisch zu tun hat, auf „tuxproject.de“ liegt. Die Antwort ist simpel: Ich ersann die Adresse, als ich über eine Internetseite nachdachte, auf der ich meine damals aktuellen diversen Projekte vorstellen wollte. Als Nachfolger meiner ersten, mittlerweile aufgrund undurchdachten Handelns meinerseits nicht mehr existenten ersten Internetseite „The Sumpfkuh Project“ erschien mir der Name nur konsequent – von Sumpfkühen zu Pinguinen ist der Schritt nicht weit. Eigentlich dient tuxproject.de immer noch demselben Zweck, Dreh- und Angelpunkt ist aber das Nichtblog geworden. Konnte damals noch keiner ahnen, bleibt jetzt aber auch dabei. Tja.

Und so wenig Leute lesen ja hier nun auch nicht mit. Statistikfreunden präsentiere ich im Folgenden eine Rückschau auf den September. Der ist noch nicht vorbei, aber viel passieren wird da wohl nicht mehr. Die Zahlen lieferte mir das großartige Piwik, datenschutzfreundlich und übersichtlich aufbereitet.

Die meisten Besucher schauten hier am 13. September 2011 vorbei, insgesamt 283 von ihnen. Vermutlich hat da wieder irgendjemand einen Link in irgendeinem Forum hinterlassen, wahrscheinlich war ich es selbst. Im ganzen Monat hat es bisher für ungefähr 3.000 eindeutige Besucher genügt, wovon etwa die Hälfte mit Firefox unterwegs ist. Der neue Firefox 7 ist noch nicht oft vertreten, in den letzten Tagen stieg die Zahl seiner Benutzer aber bereits. Chrome ist bei meinen Lesern genau so beliebt wie der Internet Explorer, nämlich zum Glück pro Version nur im einstelligen Prozentbereich, was für ein gesundes Urteilsvermögen eurerseits, liebe Leser, spricht.

Mein Beitrag über die Betrugsmaschen von Streaminganbietern – veröffentlicht immerhin bereits im Juni – führt immer noch die Liste der meistgelesenen Beiträge an. Das ist gut, denn je mehr Leute ihn lesen, desto weniger fallen auf Cine24.tv, KinoX.to und den Rest der Betrügerbande herein.

Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: Etwa 70 Prozent meiner Besucher benutzen Windows, nur neun Prozent Linux oder Android. An meinen gelegentlichen Computerbeiträgen kann das nicht liegen, denn diese sind in der Regel nicht gezielt auf ein bestimmtes Betriebssystem zugeschnitten. Von einigen linuxbezogenen Internetportalen weiß ich, dass die Statistik dort ungefähr gegenteilig aussieht. Ich folgere: Linuxnutzer interessieren sich eher für Themen, die Windowsnutzer ausgrenzen, andersherum gilt das aber nicht.

Das kann ich selbstverständlich nicht unterstützen. Und deswegen wird es hier auch weiterhin nur am Rande um Linux gehen.
Selbst schuld.


(Nachtrag vom 14. Januar 2012: Habe den ersten Absatz inhaltlich vervollständigt.)

Internes
In eigener Sache: Behutsame Umgestaltung

Liebe Leser, die ihr nicht mit einem mobilen Browser hier herumsurft und somit in den Genuss des blauen Themes kommt,

wie ihr vielleicht schon bemerkt habt, bastle ich gerade ein wenig an den Grafiken. Das hatte ich schon länger geplant, war doch das Penrose-Dreieck des alten Logos ein wenig blass und verpixelt, und nun habe ich, angeregt von Thomas‘ ebensolchem Tun, die Muße gefunden, mittels Bildbearbeitung und einigen CSS-Spielereien ein neues zu basteln, das moderner, kompakter und weniger stümperhaft aussieht aussehen soll, und die Seite selbst behutsam an das neue Logo angepasst. In einer kurzen Umfrage meinerseits hat sich aus drei grundlegenden Logokonzepten das nun eingebaute als das bevorzugte ergeben.

Den Zwischenstand meiner Basteleien seht ihr ja oben; er ist jedoch noch nicht endgültig.
Konstruktive Kritik in Form von (möglichst begründeten) Änderungsvorschlägen ist selbstverständlich erwünscht, am besten direkt hier drunter. Ein direkter Vergleich folgt:

Vorher:

Nachher:

Ich werde dieser Tage voraussichtlich noch ein paar kleine Änderungen vornehmen und hoffe, sie stoßen nicht auf allzu viel Ablehnung.
Bis dahin danke ich erst einmal für die Aufmerksamkeit.

Internes
Flattr? Ohne mich.

Einige vorzügliche und weniger vorzügliche Weblogs und Plattformen wie WikiLeaks setzen ja nun seit einiger Zeit auf das Bezahlsystem „Flattr“, das, in schönstem Werbesprech, eine Art „soziales Bezahlsystem“ sein soll. Der Grundgedanke lautet: Man zahlt einen bestimmten Betrag ein und klickt dann überall, wo einem etwas gefällt, auf den „Flattr“-Knopf. Betätigt man zwei dieser Knöpfe, wird jeweils die Hälfte des Geldes an die Betreiber der beiden „geflattrten“ Angebote überwiesen, bei hundert Betätigungen werden die Beträge dann mitunter eben recht klein. (Eventuelle Flattr-Nutzer unter meinen Lesern werden gebeten, mich gegebenenfalls zu korrigieren.)

Natürlich ist damit auch immer ein Hintergedanke verbunden, denn anders als etwa das bewährte PayPal, das, räusper, auch ich hier verwende (über Spenden freue ich mich wirklich außerordentlich, bitte mal in die Seitenleiste sehen), hat Flattr manches mit dem viral verbreiteten Spionagewerkzeug „Gefällt mir“ von Facebook gemeinsam, etwa das Prinzip „Wie du mir, so ich dir“.

Im Gegensatz zu einer normalen Spende nämlich ist bei Flattr die Verlockung schneller gegeben, einen Klick auch zu erwidern. „Ich hab dich geflattrt, kannst du mich mal zurückflattrn?“, solche Dialoge kannte ich zuvor nur aus den „sozialen“ Portalen des von VZnet: „… hat dich gegruschelt, möchtest du ihn/sie/es zurückgruscheln?“. Wer die Schwierigkeit hieran noch nicht erkannt hat, den stoße ich gern mit der Nase darauf: „Zurückflattrn“ geht ohne Flattr-Knopf nun mal nicht, und um einen solchen einbauen zu können, braucht man eine Internetpräsenz, die dies ermöglicht. Die bisherigen Flattr-Nutzer, natürlich auch der unvermeidliche Robert Basic, loben indes eben primär den „sozialen Aspekt“ und erdreisten sich natürlich nicht, zu erwähnen, dass dieser „soziale Aspekt“ nur wirkt, wenn man einer von ihnen ist. Nichtblogger und Nichtbesitzer einer zumindest dafür geeigneten Plattform haben selbst schon aus technischem Grund keine Möglichkeit, von Flattr zu profitieren, sind hingegen als williges Spendervolk gern gesehen. Die sind ja auch selbst schuld, steht ihnen ja frei, mit dem Bloggen anzufangen. (Dieses Problem ist bei Nutzung von PayPal nicht vorhanden, dort sind Spenden auch an registrierte E-Mail-Adressen möglich.) Aber Hauptsache, man ist sozial und ein Teil des Netzes. Wer würde es einem verargen? Das ist die Zukunft, der Trend. Betteln 2.0, Mann!

Man kann Flattr auch aus verschiedenen anderen Gründen nicht mögen; die bislang blödeste Begründung, die mir untergekommen ist, war zum Beispiel, dass Flattr als bloßer Dienstleister auch Zahlungen an nationalistische Webportale nicht verweigert. „Alles, was Nazis mal angefasst haben, ist kontaminiert und wird ihnen überlassen.“ Das ist natürlich nur interessant für eine kleine Minderheit der Internetnutzer, denen sonst keine guten Gründe einfallen, Flattr abzulehnen. Viel bedeutsamer ist es, dass die eigentliche Funktion Flattrs, nämlich das Zahlen von Kleinbeiträgen, von Flattr nur unzureichend erfüllt werden kann.

Wenn man nämlich sein Flattr-Konto befüllen möchte, nicht im Besitz einer Kreditkarte ist und für das langwierige manuelle Überweisen nicht genügend Zeit oder Nerven vorhanden ist oder sind, bleibt hierfür nur PayPal übrig; und da im Internet ja alles schnell-schnell (wikiwiki) gehen muss, ist ein PayPal-Konto für das Gros der Flattr-Nutzer vermutlich eine Selbstverständlichkeit, so wenig man auch von PayPal halten sollte. Damit wäre einer der mitunter vorgeschobenen Gründe, Flattr „statt“ PayPal zu nutzen, hinfällig.

„Kleinbeträge“ beziehungsweise, für die Freunde des überflüssigen Superlativs, „Kleinstbeträge“ sind normalerweise im Sprachgebrauch zwischen 0,01 und 10 Euro anzusiedeln. In Verbindung mit erwähnter PayPal-Nutzung bleibt nur von dem ursprünglich eingezahlten Beitrag nicht mehr viel übrig, denn sowohl PayPal als auch Flattr nehmen Gebühren vom Empfänger. Schön, mag jetzt der Leser sagen, denn so kostet es mich nichts; stimmt, man muss zwar weniger selbst zahlen, dafür kommt aber auch weniger beim Adressaten an. Möchte man etwa einem seiner bevorzugten Blogger eine Spende von 2 Euro zukommen lassen und zahlt also 2 Euro via PayPal auf sein Flattr-Konto mit dem Vorsatz, den Betrag anschließend via Flattr zu versenden, ein, so tut man dem bevorzugten Blogger einen weniger großen und den beiden Anbietern einen um so größeren Gefallen als beabsichtigt:

Von den 2 Euro gehen 39 Cent an PayPal, Flattr sieht davon also nur 1,61 Euro.
Von diesen 1,61 Euro gehen wiederum 10 Prozent, also 0,16 Euro, an Flattr selbst, wenn man auf das Gnöbbsche drückt.

Mehr als 1/4 des Betrags, den man zu spenden bereit wäre, geht also im Beispiel, das nicht ungewöhnlich sein dürfte, schon beim Zahlungsprozess unterwegs verloren. Da stimmt es auch nur wenig zuversichtlich, dass Googles Pläne, eine mobile Micropayment-Alternative zu etablieren, gerade mal wieder durch die Blogs geistern, denn die bei Google üblichen Gebühren sind unabhängig von der Frage, ob es eine gute Idee ist, dass Google dem erstellten Nutzerprofil nun auch noch das Einkaufsverhalten zuordnen kann, auch nicht von schlechten Eltern.

Hinzu gesellt sich schließlich der ethische Aspekt. Hier kann ich nun nur für mich sprechen: Ich schreibe um des Schreibens Willen. Ich schreibe, weil ich gern schreibe, und schon ein Dank oder gar ein Link geben mir Anlass, damit auch so bald nicht aufzuhören. Die mancherorts nicht eben rar gesäten Hinweise darauf, dass man, statt sich zu bedanken, auch wortlos ein paar Kröten da lassen kann, stellen das Ziel in Frage. Würde ich etwa aus dem Zahlungsverhalten meiner Leser Schlüsse darauf ziehen, welche meiner Texte sich der größten Beliebtheit erfreuen, so würde ich wohl auch, vielleicht unbemerkt, meine zukünftige Themenauswahl daran ausrichten. Das wäre dann aber nicht mehr Schreiben um des Schreibens Willen, sondern bloße Profitgier; würde ich also für das Schreiben bezahlt, würde das Schreiben für mich so auch einen seiner wesentlichen Reize verlieren. Ihr kennt das vielleicht aus der Schule: Aufsätze zu einem vorgegebenen Thema waren nie sonderlich reizvoll zu recherchieren. Da lobe ich mir doch PayPal, denn wer über es an mich eine Zahlung abwickelt, lässt mich zwar wissen, dass ich nicht immer nur hanebüchenen Quatsch verfasse, jedoch erfahre ich nichts über die Wertung einzelner Texte. Der „soziale Aspekt“ besteht hier darin, die Arbeit eines anderen Internetnutzers ohne Hintergedanken und ohne zusätzliche 10 Prozent Gebühren einfach mal zu würdigen.

Wenn schon die Selbstverständlichkeit, einfach mal „danke“ zu sagen oder zu schreiben, im Internet zur Seltenheit geworden ist, so sollten wir sie doch wenigstens nicht der selbst ernannten Bloggerelite überlassen.

All diese Bedenken lassen letztlich nur einen Schluss zu:
Flattr? Ohne mich.

ProjekteSonstiges
Anbiedermänner

Was mir selbst zwar noch nicht begegnet, aber dank zahlreicher Fernsehübertragungen entsprechenden Inhalts längst zur Genüge bekannt ist, ist eine üble Marotte, die sich ausländische Künstler im Laufe der letzten Jahrzehnte überwiegend zugelegt haben und der sie ausgiebig frönen, wenn sie Deutschland betouren. Diese Marotte ist die Anbiederung. Was bei den Beatles noch konsequent war, verbrachten sie doch einen Großteil ihrer frühen Karrierejahre in Hamburg, ist bei „Künstlern“ jüngerer Jahre nur mehr als penetrant zu werten.

Ein nicht mehr allzu aktuelles Beispiel, um zu veranschaulichen, was gemeint ist: Da steht also ein Weltstar wie, sagen wir mal, Robbie Williams auf einer Bühne vor „rund 10.000 Fans“, alternativ „vor 10.000 Berlinern“, eins wird schon stimmen, die allesamt oder jedenfalls großteils Geld bezahlt haben, um Herrn Williams‘ drögem Pop zu lauschen, und dann handelt der Konzertbericht nicht etwa von seinem Gesangsstil oder den vorgetragenen Stücken, womöglich gar gepaart mit Kritik an der enthaltenen Lyrik, sondern vielmehr liegt man dem Künstler zu Füßen, weil er nicht nur doof auf der Bühne rumhüpft, sondern auch noch ein paar auswendig gelernte Phrasen abspult. Sogar einige Begrüßungen auf Deutsch hatte Williams für sein Publikum parat. „Danke schön“ und „Ich liebe Euch“ versetzte(n) das Publikum in wahre Freudentaumel, wenn das Publikum von der dargebotenen „Musik“ schon nicht begeistert ist, hilft es offenbar, stattdessen einfach mal irgendwas daherzusülzen, und er gestand, tat ihm wohl echt Leid, nach den, unfassbar, ganzen sieben dargebotenen Songs: „Danke, Deutschland, für alles, was ihr für mich getan habt.“

Was das ist, was Deutschland für ihn wie auch für all die anderen Künstler, die diese Kunst der Anbiederung zu beherrschen meinen, getan haben soll, bleibt im Ungewissen. Man stelle sich das aber einmal vor: Da steht ein milliardenschwerer Weltstar auf einer Bühne, verdient mal eben ein paar hundert Kröten pro Takt und hält es dann noch für nötig, deutsche Phrasen zu dreschen, vermutlich, damit das Publikum denkt: Oh, er kann Deutsch, das macht ihn direkt viel weniger zu einem schmalzigen Popstar, sondern zu einem von uns!

Götz Alsmann, einer der letzten akzeptablen (unter anderem) Fernsehmoderatoren Deutschlands, sagte einmal sinngemäß: Empfindungen, die man, auf irgendein Publikum fixiert, in einer fremden Sprache ausdrückt, etwa beim Schreiben fremdsprachiger Lieder, bleiben Worthülsen ohne Inhalt. Ich zum Beispiel besuche ein Konzert oder eine Lesung normalerweise, damit die jeweiligen Protagonisten mich mit ihrer musikalischen und/oder poetischen Ader beglücken. Stammen die Protagonisten aus dem Ausland, so erwarte ich nicht, dass sie ihr Werk zuvor auf Deutsch übersetzen, aber dann möchte ich doch bitte auch nicht, dass sie sich nebenbei mit einer Sprache quälen, die sie nicht beherrschen. Um mich auf Musiker zu beschränken und es ein wenig abzukürzen: Auf einem Konzert erwarte ich, dass der von meinem ergaunerten Geld teuer bezahlte Künstler mich mit seiner gern auch fremdsprachigen Musik unterhält, nicht jedoch, dass er mich auf Deutsch vollsülzt. Möchte ich von Leuten, die es nicht beherrschen, auf Deutsch vollgesülzt werden, so besuche ich eine Berufsschule oder eine Sitzung im Reichstag, aber kein Konzert eines weltbekannten Künstlers.

„Weltbekannt“ ist ohnehin ein wichtiges Stichwort. Wertes Berliner Publikum beziehungsweise Publikum in Berlin, das ihr von Robbies „Dankeschön!“ offenbar total von den Socken wart, wie auch liebe andere Publiküme, die ihr anbetend eurem jeweiligen Idol zu Füßen liegt, wenn es deutsche Phrasen drischt: Glaubt ihr tatsächlich, „ohne Scheiß“, dass der Künstler sich, womöglich obendrein herzlich, bei euch bedankt, dass ihr so toll mitklatscht, gar anfangt zu johlen, wenn ihr nach den ersten paar Sekunden das jeweilige Lied erkannt habt und das für erwähnenswert haltet? Nein, der Künstler bekommt sein Geld auch, wenn ihr stumm auf eurem Allerwertesten sitzen bleibt und die Fresse haltet. Dass ihr seine Lieder erkennt, müsst ihr ihm auch nicht mitteilen, denn davon geht er aus. Und wenn ihr nicht herumhüpft wie doof, sondern euch einfach mal so verhaltet, dass man nicht etwas lauter reden beziehungsweise singen muss, um euer Gejohle zu übertönen, so wird das auch einen Robbie Williams nicht in den Alkoholismus oder ähnliche depressionsbedingt Suchten treiben, sondern er wird mit den Schultern zucken, seine Millionen einstreichen und so tun, als wäre nichts passiert. Ich nehme Wetten an, erwarte jedoch Gegenbelege.

Ein Publikum, das stundenlang geduldig zum Beispiel englischsprachigen Liedern lauscht, ist auch mit „thank you“ nur schwerlich zu überfordern. Wenn ihr euch bedanken wollt, ihr Robbies und Madonnas da draußen, wenn ihr es auch wirklich so meint, dann bedankt euch in der Sprache eures Herzens. Das ist, sofern ihr aus den USA, Frankreich, Spanien oder Bayern kommt, nicht Deutsch. Ich als zahlender Gast pfeife darauf, dass ein Künstler, dessen künstlerischen output ich sehr schätze, versucht, sich bei mir beliebter zu machen, indem er so tut, als könnte er meine Muttersprache verstehen. Ich werde kein Musikalbum und kein Buch nur deshalb weniger kaufen, weil der Schöpfer kein Deutsch spricht, jedoch werde ich an einen dargebrachten Vortrag dieser Werke weniger positive Erinnerungen hegen, wenn der Vortragende glaubt, jemand, der Geld bezahlt, um ihn zu sehen, müsse mit Zwischenspielen, die nicht Teil seines gewohnten Repertoires sind, bei Laune gehalten werden.

Die von mir bisher besuchten Konzerte bzw. Lesungen bestritten ausnahmslos deutschstämmige Kreative, so dass all das Geschilderte jedenfalls in der Ich-Form als rein hypothetisch anzusehen ist und hoffentlich bleiben wird. Dennoch wäre es schön, die enthaltene Wahrheit spräche sich in der Welt der reichen Boulevardlieblinge schnell herum, auf dass der Menschheit höchst peinliche, via Presse verbreitete und womöglich von ahnungslosen Anzeigenkunden mitfinanzierte Huldigungen wie die genannte erspart bleiben mögen.

(Firefox-Nutzer aufgemerkt: Ich habe meine Erweiterung OpenDownload, inzwischen OpenDownload², im Verlauf der vorigen Stunden auf Version 3.0.0 aktualisiert, die unter anderem Unterstützung für Firefox 4 und andere Betriebssysteme als Windows mitbringt. Ich hoffe, ihr seid damit einverstanden.)

NerdkramsProjekte
Neues Projekt: Tabbed Plaintext (TTXT) – Hilfe gesucht.

Woran ich, außer natürlich an TinyTodo und eMule beba, gerade so arbeite, wenn es, kurz vor den Klausuren des Wintersemesters, Zeit und Lust zulassen, ist ein neues Dateiformat, das ich ersann, während ich die aktuelle Halbjahresrückschau in Form brachte, und erstmals im Forum von DonationCoder.com einem nicht unerfreuten Publikum präsentierte.

Ich nenne es „Tabbed Plaintext“, getabbten Reintext also, kurz „TTXT“, und die Idee dahinter ist so simpel, dass ich recht erstaunt bin, dass ich sie bisher noch nicht in Aktion gesehen habe:

Der Nachteil einer in Reintext (meist auf .txt endend) verfassten Notizdatei ist, dass man sie nicht in „Kapitel“ aufteilen kann. Will man etwa unterschiedliche Aspekte des gleichen Themas visuell voneinander abgrenzen, so muss man bislang darauf zurückgreifen, separate Dateien zu erstellen, was auf Dauer recht unübersichtlich werden kann, oder etwa mit einer Textverarbeitung mehrseitige Dokumente erstellen, die dann natürlich auch nur mit dieser Textverarbeitung vollständig kompatibel sind und obendrein unnötig Speicherplatz belegen, da man all die tollen Formatierungsmöglichkeiten oft schlicht nicht benötigt.

Der Ansatz von TTXT ist also, dass man in einer einzigen Datei beliebig viele „Kapitel“ platzieren und visuell voneinander abgrenzen kann, ohne die größtmögliche Kompatibilität mit gängigen Texteditoren zu verlieren. Eine Datei in diesem Format lässt sich mit einem beliebigen Texteditor bearbeiten. Jedes „Kapitel“ soll, wenn die Datei in einem noch zu entwickelnden TTXT-Editor geöffnet wird, dann als eigener Tab dargestellt werden.

Eine TTXT-formatierte Datei, „testdatei.ttxt“, sieht etwa so aus:

TTXT VERSION 1

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Dieser Text steht auf Seite 1.
Und er kann auch mehrzeilig sein.

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Seite 2 und somit der letzte Teil des Beispiels
beginnt und endet hier. :-) 

Die Darstellung erfolgt dann im Optimalfall so:

Eine einigermaßen vollständige Dokumentation des TTXT-Formats (auf Englisch) habe ich auf einer gesonderten Internetseite platziert. So weit die Theorie.

Nun allerdings benötige ich eure Hilfe, denn für die praktische Umsetzung der Idee fehlen mir die Fähigkeiten.
Wer gern etwas beisteuern möchte, ist eingeladen, sich im Forum oder im IRC – oder einfach hier per Kommentarfeld – zu melden. Auch Ideen allgemeiner Art sind willkommen.

Ich danke im Voraus. :-)

In den NachrichtenMusikalischesNerdkramsNetzfundstückeProjekte
Grußlos.

Gemäß einer impliziten Empfehlung der Europäischen Kommission und unverändert beeindruckt von der schlichten Phrase „Wir in Europa“, die Dr. Angela Merkel im vorigen Jahr einem Kampfschrei gleich ertönen ließ, verzichte ich als europäischer Weltbürger auch in diesem Jahr auf die Unsitte digitaler Weihnachts- oder Chanukkagrüße an meine Leserschar. Stattdessen freue ich mich, auch in diesem Jahr erfolgreich von allein aus kalendarischen Zwängen gekauften und essenziell bedeutsamen Geschenken aktiv wie passiv Abstand genommen haben zu können, und verweise fürs spätere Feiern auf die hierzulande weniger bekannten Gedenktage.

Direkt nach Weihnachten nämlich, am 28. Dezember, begeht die römisch-katholische Kirche, das ist die hier, den Tag der unschuldigen Kinder. Diese Konstellation ist eigentlich überaus erheiternd.

(Apropos „unschuldige Kinder“, Kinder in den USA wachsen offenbar mit einem erschütternden Selbstverständnis auf, wie das „Lied“ Respect And Obey belegt. „Respektiert die Obrigkeit! Gehorcht der Obrigkeit!“: So eine Kindheit stelle ich mir nicht sonderlich angenehm vor. Und das „Lied“ ist auch wirklich sehr, sehr schlecht.)


Ansonsten eventuell bemerkenswert ist, dass ich neulich beim Aufräumen meines seit einigen Jahren verwaisten ehemaligen Projektarchivs ein PHP-Skript gefunden habe, das bisher unveröffentlicht blieb; der Font-Lister (herunterzuladen hier) bietet eine Vorschau für alle auf dem (Windows-)Rechner installierten Schriftarten bzw. versucht es. Man übergebe ihm eine Verzeichnisliste des Schriften-Verzeichnisses, er erledigt den Rest. Vielleicht ist das für irgendwen aus irgendwelchen Gründen noch von Interesse, für mich nicht mehr.

In den NachrichtenPolitikProjekteSonstiges
Terror: Keine Überraschung!

Wir werden übrigens allesamt in Bälde eines grausigen Todes sterben, weil verdächtig aussehende Menschen wie dieser hier nur wegen der ausgesetzten Vorratsdatenspeicherung in Deutschland Anschläge begehen werden können, zumindest höchstwahrscheinlich, denn:

Dafür, dass Kashmiri im Moment an Anschlagsplänen für Europa feilt, gibt es zwar keine Bestätigung. (…) Sicherheitsbehörden wären jedoch keineswegs überrascht, sollte sich herausstellen, dass der Pakistaner solche Operationen plant.

Gleich in die Luft sprengen, das ganze Terrorland!
(Also Pakistan jetzt, nicht die USA.)


In eigener Sache (1): Während ich gemeinsam mit Mike® daran arbeitete, das hier verwendete theme ein bisschen besser weniger schlecht zu gestalten, fiel mir auf, dass anstelle der blauen Hintergrundfläche das Einfügen eines Hintergrundbildes womöglich eine sinnvolle Änderung wäre.

Hierfür nehme ich gern Anregungen entgegen. :)


In eigener Sache (2): Heute vor 10 Jahren wurde die erste Version von Gamers.IRC veröffentlicht, mehr dazu kann der geneigte Leser auf gamersirc.net erfahren. Obwohl ich selbst erst seit 2003 Mitglied der Entwicklergemeinschaft bin, so möchte ich dieses Projekt doch jedem Windowsnutzer ans Herz legen. Im IRC selbst empfehle ich den Kanal #La-Familia im QuakeNet, dessen herrlich absurde Diskussionen mich in den vergangenen Jahren nicht selten lachen machten.

Projekte
TinyTodo build 20101112 (für Ungeduldige)

Didi mag es eine „ewige Baustelle“ nennen, und es sieht mitunter, zugegeben, auch so aus, als würde die Entwicklung schlicht nicht mehr weitergehen; aber ich habe es nun doch geschafft, den Anzeigefehler von TinyTodo bei mir zu beheben. Die Schuld trug gdipp, das sich manchmal ein wenig merkwürdig verhält. Flugs eine Ausnahme für die AIR-Bibliotheken eingetragen und es konnte weitergehen.

Und so präsentiere ich heute mit geschwollener Brust und mindestens ebensolchem Kopf, Kopfweh sei‘s gedankt, eine neue Testversion von TinyTodo.

Herunterladen könnt ihr, werte Leser, den ganzen Krempel wie üblich per Klick auf den Screenshot. Neu ist vor allem die (angekündigte) Auf- und Zuklappfunktion für Kategorien, wie auf dem Bild zu sehen. Die (gleichfalls angekündigte) Onlineanbindung allerdings wird noch ein wenig länger dauern.

Ich wünsche dennoch viel Spaß.

Nachtrag 1: Voraussichtlich in der kommenden Version werden die Pfeile für auf- und zugeklappte Kategorien miteinander vertauscht, um dem allgemeinen Verständnis, etwa in Dateimanagern und Texteditoren, die gleichfalls Unicodesymbole für diesen Zweck verwenden, ein wenig entgegenzukommen.

Nachtrag 2: In der aktuellen TinyTodo-Version wird wiederum eine vorbefüllte Datenbank mitgeliefert, die die vorhandene Datenbank überschreibt. Ich empfehle, die vorhandene Datenbank (im Programmverzeichnis als TinyTodo.db gespeichert) zu sichern und nach erfolgter Aktualisierung zurückzukopieren. Gleichfalls werde ich dies jedoch für die kommende Version ändern. Damit steht einer praktischen Nutzung auch über Aktualisierungen hinweg künftig nichts mehr im Weg.

In den NachrichtenProjekte
Es lebe das Maultier!

(Aus aktuellem Anlass folgt ein etwas längerer, aufgrund meiner Arbeit an eMule beba durchaus auch parteiischer Text über BitTorrent, Gnutella und eMule. Wer „mit der Scheiße“ „eh“ „aufgehört“ hat, der ist herzlich dazu eingeladen, ihn nicht weitergehend zur Kenntnis zu nehmen.)

Während der vergangenen Stunden wurde die Meldung verbreitet, mit LimeWire sei eine der dienstältesten P2P-Plattformen nun auch der RIAA zum Opfer gefallen.

„Lime-was?“

LimeWire – die jüngeren Internetnutzer aus der Generation nach Napster und Audiogalaxy kennen das vermutlich gar nicht mehr – war, ähnlich wie zur gleichen Zeit auch KaZaA, eine für das Tauschen von Musikdateien optimierte Tauschbörse, die im Gnutella-Netzwerk heimisch war, wo unter anderem auch die noch immer aktiven Programme Shareaza und FrostWire (ein werbefreier, codeoffener Nachbau von LimeWire) zu finden sind.

LimeWire sieht ungefähr so aus:

Das Ende von LimeWire bedeutet keinesfalls den Tod des Gnutella-Netzwerks, zumal unter anderem mit FrostWire und Shareaza einige vorzügliche Alternativen zur Verfügung stehen. Ist dies nun also tatsächlich ein weiterer Schritt zum Ende jeglichen Filesharings? Ich meine: Nein.

Abgesehen von Napster, Audiogalaxy und FastTrack (KaZaA, KaZaA Lite, später K-Lite) ist innerhalb des letzten Jahrzehnts kein nennenswertes Tauschnetzwerk quasi ausgestorben; und diese drei stellten sozusagen die Pioniere dar. Bis heute aktiv ist neben den recht alten Netzen Gnutella (als „Gnutella 2″ in unter anderem Shareaza nochmals verbessert) und Soulseek (verbreitet gerade für unbekanntere Musikstücke) auch und gerade die Kombination aus eD2K (ehemals eDonkey2000) und Overnet (als Kademlia) in dem noch immer aktiv weiterentwickelten Tauschprogramm eMule, letzteres auch als Teil von BitTorrent („DHT“).

Nun, BitTorrent ist ein eigentlich ziemlich wurstig konzipiertes Protokoll und sicher nicht als „Ersatz“ für eMule, Gnutella et al. geeignet.

Filesharing ist kein Filetrading!

BitTorrent ist kein Filesharing-Protokoll. Das Konzept des Filesharings, das die anderen genannten Netzwerke überhaupt bis heute am Leben hält, besagt, dass auf dem Verteilen von Dateien („sharing files“, wie der Franzose sagt) das Hauptaugenmerk des Benutzers liegt. Letztlich ist ein eventuelles Herunterladen, womöglich gar im Verhältnis 1:1 oder höher, nur eine nette Nebenerscheinung, wichtig ist es, dass man sich als Teil eines großen Netzes begreift, dessen primäres Ziel es ist, möglichst viele Dateien möglichst lange am Leben zu erhalten. Mit eMule funktioniert das bis heute wunderbar, die durchschnittliche Dateilebensdauer übertrifft die in anderen Tauschbörsen bei weitem.

Ganz anders dagegen BitTorrent. BitTorrent-Tracker werben mit der hohen Geschwindigkeit, die man auf ihnen erreichen kann. Und hier sind ein Denkfehler und ein großer Nachteil von BitTorrent versteckt, denn auch BitTorrent kann nur so schnell herunterladen wie die Netzteilnehmer hinaufladen. Wenn ich eine Datei herunterladen möchte, die nur von drei Leuten mit einfacher DSL-Geschwindigkeit angeboten wird, dann kann ich sie weder via eMule noch via BitTorrent-Client mit „voller Geschwindigkeit“ herunterladen. Schlimmer noch: Der vermeintliche Geschwindigkeitsvorteil gegenüber anderen Tauschbörsen, der in der Praxis in der Regel keiner ist, wird erkauft mit geringerer Dateilebensdauer und weniger Netzteilnehmern.

Geschwindigkeit ist nicht alles.

Verbreitet sind derzeit so genannte „Anti-Leech-Tracker“ (kurz „ALT“), die ein gewisses Upload-Download-Verhältnis auf Seiten ihrer Nutzer zu forcieren versuchen und mit vermeintlicher Sicherheit werben, weil man für die Teilnahme an ihnen „angemeldet“ sein muss; dazu weiter unten mehr. Diese aufgrund der benötigten (meist nicht offenen) Anmeldung eher nutzerarmen „Tracker“, zentrale Anlaufstellen zum Auffinden von Dateien (dazu ebenfalls weiter unten mehr), haben natürlich auch weniger Dateien im Angebot. Weniger Benutzer, die gleichzeitig weniger Dateien herunterladen möchten, verursachen natürlich auch weniger Leitungsauslastung bei den Gegenübern, das bedeutet, sie können diese wenigen Dateien auch schneller herunterladen. Ob das wirklich uneingeschränkt als Vorteil gewertet werden kann?

Mehr noch: Auf der Jagd nach immer den neuesten Dateien haben „alte“ Dateien im BitTorrent-System oft das Nachsehen. Übertrieben dargestellt: Ein Kinofilm, der bereits nicht mehr in den „Top 10″ ist, wird aus dem Netz entfernt, „will eh keiner mehr haben“, und die frei gewordene Bandbreite steht den neuesten Veröffentlichungen zur Verfügung. Der interessierte Nutzer steht dann vor 0 Quellen („Seedern“) und darf auf dem jeweiligen Tracker betteln („requesten“) gehen, damit die Datei – für eine kurze Zeit – wieder zur Verfügung steht.

Das mit der Geschwindigkeit ist ohnehin so eine Sache. Oft geworben wird auch mit „Seedboxen“ oder „Webseeds“, also parallelem Herunterladen von schnell angebundenen Web- und speziellen BitTorrent-Servern, die in irgendeinem Rechenzentrum stehen. Nun ist diese Technik nicht neu und schon gar kein herausragendes Kriterium von BitTorrent, denn zum Beispiel eMule beherrscht das Herunterladen von Webservern und einzugebenden IP-Adressen, etwa einem in einem Rechenzentrum herumstehenden Server mit aMule, schon lange; diese Quellen können in beliebiger Zahl Teil des ed2k-Links sein oder während der Laufzeit manuell hinzugefügt werden.

Sicher ist sicher.

Ich erwähnte im vorigen Abschnitt kurz die vermeintliche Sicherheit von „ALT“. Man sei ja unter sich, heißt es aus BitTorrent-Nutzerkreisen. „Unter sich“?
Bei der Anmeldung auf einem solchen „ALT“ wird selten die Identität des sich Anmeldenden überprüft. Dass bislang offenbar kein Rechtsanwalt von unangenehmen Konzernen wie etwa Sony von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, bedeutet nicht, dass dies auch zukünftig nicht passieren wird. Natürlich: BitTorrent war nie dafür gemacht, Schwarzkopien zu verteilen; eMule allerdings ebenso wenig.

Zumal BitTorrent zwar verteilt, aber doch zentralisiert arbeitet, denn die Tracker, die die initialen Quellenlisten oder auch nur die Magnet-Links bereithalten, sind abschaltbar. Schaltet man einen solchen Tracker also ab und hat nicht das Glück, dass auf ihm rückverfolgbare Spuren von Nutzern zu finden sind (so ein „ALT“ speichert auch die Uploadrate eines Teilnehmers, wie praktisch für potenzielle Abmahner!), so hat man doch zumindest viele Dateien vorerst entfernt, und viele Nutzer gucken erst einmal in die Röhre und müssen sich nach einer anderen Quelle umsehen. Ähnlich verhielt es sich früher mit eMule und den eDonkey2000-Servern; seit eMule jedoch mit Kademlia ein vollständig dezentrales Netz unterstützt, das ohne jegliche Unterstützung eines zentralen Servers mit anderen Benutzern kommunizieren kann, ist dieses Problem hier ebenfalls nicht von Bedeutung.

Wer jedenfalls die „Sicherheit“ eines Systems, das im Wesentlichen darauf basiert, dass man sich gegenseitig über die weltweit eindeutige Anschlusskennung, eben die IP-Adresse, identifiziert, in Relation zu einem anderen System setzt, das ebenfalls so arbeitet, der ist zumindest als naiv anzusehen. Übrigens funktioniert das Herunterladen von Webservern auch nicht anders: Sofern sie nicht, wie ich, ihre Besucher anonymisieren, haben die Betreiber von Downloadportalen wie etwa RapidShare jederzeit Zugriff auf die eindeutige Kennung, die benutzt wurde, um eine Datei mit nachvollziehbarem Namen zu einem nachvollziehbaren Zeitpunkt herunterzuladen, was meines Wissens bisher indes noch nicht vorkam (ausgenommen hiervon die Fälle, in denen Personen, die Dateien dort veröffentlicht haben, rechtlich belangt wurden, was immerhin zeigt, dass dies nicht ausgeschlossen ist). (Schwachsinn ist es vor diesem Hintergrund auch, sich unter Angabe seiner Realdaten, unter anderem der Bankverbindung, einen so genannten „Premiumaccount“ bei einem dieser Anbieter zu besorgen, um sich so einfacher die heiße Ware beschaffen zu können. Solche Leute würden wohl auch bewaffnet in eine Bank spazieren und unter Vorlage ihres Personalausweises die Herausgabe der Kasse verlangen; aber ich schweife ab.)

Möchte man an der schönen Tauschwelt teilhaben, ohne seine Identität preiszugeben, bleibt letztlich nur die Identitätsverschleierung mittels VPN (Virtual Private Network, mehr dazu in der Wikipedia). Derart anonymisiert steht einem die Welt für jegliche Schandtaten offen. Warum nicht auch für eMule? (Eine umfassende bebilderte Anleitung, wie man eMule auf absehbare Zeit selbst mit nur wenig Ahnung von der Materie abmahnsicher betreiben kann, habe ich vor nicht langer Zeit im gulli:board verfasst.)

Wer suchet, der findet.

Was übrigens haben Gnutella-Clients und eMule, was BitTorrent bis heute fehlt und wohl auch weiterhin fehlen wird?
Oben im Bild ist es zu sehen: Sie bieten die Möglichkeit an, nach Dateien direkt aus der Programmoberfläche heraus zu suchen.

Die unzulänglich dezentralisierte Struktur von BitTorrent bringt es mit sich, dass es keine zentrale Anlaufstelle gibt, die nach Dateien und Quellen befragt werden kann. Sind es bei Gnutella und eD2K die Server, so ist es bei Kademlia die verteilte Suchanfrage via Weiterleitung über die einzelnen Netzteilnehmer. BitTorrent erlaubt dies mittels DHT ebenfalls, bleibt allerdings auf den jeweiligen Tracker beschränkt. Will man via BitTorrent eine Datei herunterladen, so ist zunächst eine Suche in den einschlägigen Foren und auf verschiedenen Trackern nötig; und wird man fündig, so ist es durchaus nicht unwahrscheinlich, dass man auf den Hinweis „0 Seeder“ stößt. Dies ist, wie ich meine, das größte Manko von BitTorrent; denn Dateien, die ich nicht finde, kann ich nicht herunterladen, völlig unabhängig davon, mit welcher Geschwindigkeit ich sie herunterladen könnte, fände ich sie denn. Die Wichtigkeit des Konzepts Filesharing wird hier wieder deutlich.

Ein wenig polemisierend schrieb ich als Kommentar zu der eingangs erwähnten Nachricht, eMule habe nunmehr ein weiteres Tauschbörsenprogramm überlebt. Ich bin mir sicher, es wird nicht das letzte bleiben.

Und das mit gutem Grund.

(Oder hat schon einmal jemand von euch, liebe Leser, ein Plüschbittorrent gesehen?)

FotografieNerdkramsPersönlichesProjekte
Wellness-Tipps, Teil II: Kaltes, klares Wasser.

Ich wünschte, ich könnte etwas Befriedigendes über die aktuelle Entwicklung von TinyTodo berichten. Es verhält sich jedoch gerade folgendermaßen:

Als ich gerade dabei war, einen halbwegs akzeptablen Code für das Ein- und Ausklappen von Kategorien zusammenzustricken, fiel mir auf: Mein AIR ist offenbar defekt.

(Im Bild „gut“ zu sehen: Das Ausklappsymbol links neben dem Kategoriennamen.)

Hat einer von euch, um mich mal eines für mich eher unüblichen Kosewortes zu bedienen, Schnuffis einen Tipp parat, wie ich diese Unschönheit möglichst schmerzlos reparieren kann?

Bis dahin habe ich nach Jahren endlich Teil 2 der bislang wegen nachhaltiger Infantilie meines damaligen Selbst zu Recht unbeachteten Reihe „Wellness-Tipps“ parat, nicht nur geistig, sondern auch an Erfahrungen gereift, und präsentiere dies:

Gerade in einer hektischen, sich quasi pausenlos ändernden Welt wie der unsrigen ist es mitunter nicht unwichtig, auch einmal zur Ruhe zu kommen. Vor vielen Jahren hat mich mein Großvater auf die Methode hingewiesen, von der ich in solchen Momenten auch heute noch Gebrauch mache:

An einem beliebigen, gemächlich daherplätschernden Fluss, wie er in beinahe allen größeren und kleineren Siedlungen zu finden ist, bleibt man stehen, schließt die Augen, atmet langsam ein und aus, öffnet die Augen wieder und verfolgt das Spiel des Windes im Wasser. Das sanfte Geräusch des Wassers legt sich wie ein warmes Fell um die harten, kalten Gedanken. Man lässt sich treiben und vergisst Ort und Zeit…

…, bis ein eilender Mitmensch geräuschvoll die Realität zurückbringt.
Für einen Moment hört man den eigenen Puls, zählt langsam bis 10 und geht seiner Wege, den unliebsamen Störenfried stumm verfluchend.

Die Hektik dieser Tage ist, ich erwähnte es bereits, zum Verrücktwerden.