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Weil nämlich, ne?

Da sitzt man mal wieder doof im ÖPNV der Stadt, die verarmte Alkoholisierte seit heute zwar immer noch nicht zu therapieren vermag, aber immerhin seit heute nicht mehr zu Gesicht bekommen will, herum und wird zufällig Ohren- und Augenzeuge eines Dialogs zweier Prekatiarier, von denen einer, wie ich mitbekam, ein wichtiges juristisches Gespräch führen sollte, und als ich gerade Bewunderung für diesen Menschen zu empfinden begann, der sich trotz seiner misslichen Lage nicht in endlosem betrunkenen Gestammel verlor, sondern eine akzeptable Ausdrucksweise beibehielt, hob er erneut zu sprechen an und sprach wie folgt:

„… weil, ich kann ja gut reden.”

Kennt ihr diese Momente, in denen Triple Facepalm immer noch als zu wenig erscheint?

(Gerade, als ich an diesem Text feile, ist die Siegerin aus der Sendung „Unser Star für Oslo” im Fernsehen zu sehen und redet ein wirres Gemisch aus deutschen Satzfetzen mit einem hörbaren Dialekt und englischen Wortbrocken. Kann nicht bitte endlich der nächste Sieger irgendeines drittklassigen Gesangswettbewerbs gekürt werden, am besten einer mit einer angenehmeren Stimme?)


Was ich gerade bei Fefe fand und auch bemerkenswert fand, war übrigens dies:

Vor einer Weile haben die deutschen Steuerzahler unter anderem die Commerzbank gerettet, und sie versprach, die Rettung schleunigst zurückzuzahlen, und etwa zur gleichen Zeit wurden der Kaupthing Bank einige Mrd. Euro in den Hintern geblasen. Auf Wikileaks.org wurde heute eine Liste von Investoren dieser Bank veröffentlicht; darunter neben der Commerzbank auch die Deutsche Bank und, aufgemerkt!, Goldman Sachs.

Es scheint, als könnte das mit der Rückzahlung noch eine Weile dauern.

Senfecke

Bisher gibt es 13 Senfe:

  1. Also diese Juristen…hochnäsig, arrogant, Yuppies. Ganz üble Gesellen.

  2. Versoffen hast du vergessen.

  3. Ach ja; gut, dass die Kollektivbeleidigung nicht strafbar ist :twisted:

  4. Es sei denn, die Juristen sind Juden. :o

  5. Höchst umstritten , siehe Sodatenurteil: Schönke-Schröder, StGB, Vorb. §§ 185 ff, Rz. 5 ff, Fischer, StGB, § 185 Rz. 9; Jude: a.a.O. Rz. 8b. Viel Spaß in der Bibliothek.

  6. Ohweia, was habe ich mir da bloß eingehandelt!

  7. Zu Ehren Tucholskys solltest Du Dir die Arbeit schon machen.

  8. Was hat’n der wieder damit zu tun?

  9. Tucholsky sagte mal „Soldaten sind Mörder”, dass hat irgend son Typ wiederholt, und der wurde dann verurteilt, er konnte sich nicht auf tucholsky berufen weil der (angeblich) nur wehrmachtssoldaten meint.

    Bing kanns aber bestimmt besser erklären

  10. Hmm, jetzt verstehe ich es noch weniger. Wieso Soldaten?

  11. Es ging in dem Soldatenurteil um die Problematik der Kollektivbeleidigung, also darum, ob mehrere Einzelpersonen als Angehörige einer Personenmehrheit unter einer Kollektivbezeichnung beleidigt werden können. Die gleiche Frage stellt sich auch bei allen möglichen anderen Personengruppen und ist (wie immer oder zumindest meistens) einzelfallabhängig. Daher auch die beliebteste Antwort des Juristen auf egal welche Frage: „Es kommt drauf an.” Damit liegt er immer richtig. :mrgreen: Allerdings nicht unbedingt im Examen zu empfehlen. ;)

  12. Also Kollektivbeleidigung ist genehmigt, wenn man die Richtigen als das Richtige bezeichnet? :?

  13. $185 StGB ist ein „Gummi-§”, der im Wesentlichen durch die Rechtsprechung und durch die Literatur-Meinungen gefüllt wird. Um das Ganze in diesem Kein-Blog nicht ausufern zu lassen, hatte ich Dir die Fundstellen genannt, wohl wissend, dass Du etwas Besseres zu tun hast, als dort nachzuschlagen. An Stelle des Bib-Besuchs reicht es u. U. aus, mal hier einen Blick reinzuwerfen. Schau mal unter „Tatopfer”: http://de.wikipedia.org/wiki/Beleidigung

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