S in der PD
In der katholischen Kirche gibt es womöglich einige Christen, im ADAC haben eventuell auch Kraftfahrer eine Mitgliedschaft inne.
Arbeitsgemeinschaft der SOZIALDEMOKRATEN in der SPD
Was es nicht alles gibt!
(via @bov)
In der katholischen Kirche gibt es womöglich einige Christen, im ADAC haben eventuell auch Kraftfahrer eine Mitgliedschaft inne.
Arbeitsgemeinschaft der SOZIALDEMOKRATEN in der SPD
Was es nicht alles gibt!
(via @bov)
Eh, „SPIEGEL Online“!
Mit eurem unterirdischen „In-Ear-Kopfhörertest“ neulich, wo von dem eyecatcher-Bild oben – einen (etwa den abgebildeten) Shure habt ihr nicht mal getestet – bis zum Inhalt („Bässe [...] müssen eher als Tiefmitten bezeichnet werden“, hä?) so ziemlich alles Grütze war, hättet ihr es ja fast geschafft, euch für alles außer Fußball und Politik nachhaltig zu disqualifizieren (letzteres selbst, obwohl ihr keine Prozentrechnung könnt).
Das hier hat mich aber wieder versöhnlich gestimmt:
Sie kann nicht singen, wirkt verbraucht und hat die besten Jahre hinter sich: Endlich erfüllt Britney Spears die Anforderungen an eine Castingshow-Jurorin. (…) Produzent Cowell teilte dem Blatt mit, er sei „hoch erfreut“. Spears sei immer noch einer der „größten Stars der Welt“.
Weiter so!
Aus – anscheinend – Melbourne stammt außer Daevid Allen, Frontmann der Spacerockband Gong, auch die Musikgruppe Laura, was nach einer dämlichen Soulimitatorin (vgl. „Duffy“, „Adele“ oder „Lena“) aussieht, aber gar nicht so klingt:
Das jüngste Album „Twelve Hundred Times“ erschien bereits 2011 und schafft es somit nicht in die Halbjahresliste 06/2012, ist dennoch sehr empfehlenswert. Atmosphärischer Postrock ohne die genreübliche Beliebigkeit – das weiß wohl zu gefallen.
Guten Morgen.
Während drüben in Nordrhein-Westfalen die dauerbreiten Grünen ihren schier unglaublichen Wahlgewinn von minus 0,1 Prozent feiern, bastelt man bei Facebook noch in letzter Minute an einem besseren Finanzierungskonzept anlässlich des eigenen Börsengangs, denn wirklichen Wert hat man ja nicht vorzuweisen.
Der neueste Vorstoß ist bezeichnend, er zeigt, wie verzweifelt Facebook sein muss:
Facebook testet in Neuseeland eine Bezahlfunktion, mit der normale Mitglieder – nicht etwa Unternehmen – ihre Nachrichten künstlich aufwerten können. Wird Bares über den Tisch gereicht, erscheint eine neue Meldung hervorgehoben in der Rubrik „Top Stories“, sobald sich ein Facebook-Freund auf der Seite anmeldet. Damit würde sichergestellt, dass alle Freunde die Meldung auch wirklich lesen (müssen).
Für ein paar Euro kann man so sicherstellen, dass das eigene „ich bin gerade saufen mit xxx und yyy„ eine höhere Priorität bekommt als ähnliche Mitteilungen anderer Benutzer, denn das ist wirklich immens wichtig für ein poliertes Selbstbewusstsein.
Denn das ist genau das, was Facebook noch gefehlt hat.
Die Nordrhein-Westfalen haben es gerade nicht leicht: Überall müssen sie dieser Tage unfreiwillige Komik zur Kenntnis nehmen, weil schon wieder Wahlen anstehen und die Stirn von den daher unvermeidlichen zahlreichen Schlägen mit der flachen Hand schon ganz wund ist.
Aus diesem Grund ist es doch erbaulich, wenn man etwas hat, worauf man sich verlassen kann, zum Beispiel Christian Lindner und seine F.D.P.:
Dieses Bild, auch als Plakat vielerorts zu finden, ist derart voller Symbolik, dass ich es für angemessen halte, es ein wenig ausführlicher zu betrachten.
Erstens: Das allgemeine Erscheinungsbild.
Eventuell ist Christian Lindner nicht die Idealbesetzung für ein großformatiges Wahlplakat, er ist doch allzu austauschbar. Sein Allerweltsgesicht wird deutlich, wenn man es einfach mal direkt vergleicht, zum Beispiel mit dem geisteskranken, machtbesessenen Massenmörder „Der Master“ (dargestellt zuletzt von John Simm) aus „Doctor Who“:
Zweitens: Die Kleidung.
Im schwarzen Anzug und Krawatte stellt Christian Lindner hier den Prototypen des glattpolierten Managers dar, passend gekleidet für Hochzeit, Beerdigung und alljährliche Gehaltsabrechnung, die, wie immer, viel zu hoch für die Schuldenlage Deutschlands ist, was aber andererseits auf die typische Klientel seiner Partei, eben Manager und dergleichen Geschmeiß, äußerst attraktiv wirkt. Und welcher Wähler würde einem Mann im Anzug misstrauen?
Drittens: Die Haltung.
Was um alles in der Welt macht Christian Lindner da mit seiner rechten Hand? Ausgestreckt – dem Wähler entgegen – ist sie nicht, denn dann wäre der rechte Arm deutlich zu kurz. Hält er etwas in der Hand – etwa ein totes Huhn oder ein Sexspielzeug? Warum wurde es wegretuschiert?
Diesen Fehler gilt es rückgängig zu machen:
Schon besser.
Viertens: Das Motto.
„Solide Finanzen statt teure Versprechen“. Schön und gut, aber wessen Finanzen sind gemeint – etwa die in der Parteikasse? Von soliden Finanzen beim Bürger hält die F.D.P. bekanntlich nicht viel: „FDP-Politiker Kubicki schlägt Steuererhöhung vor“. Eigentlich bleiben ja dann nur die Finanzen der bereits erwähnten typischen F.D.P.-Klientel übrig, der Anzug tragenden Ackermänner dieses Landes. Dass die ein solides finanzielles Fundament ihr eigen nennen sollen, ist natürlich auch mal eine interessante Forderung; damit diesmal wenigstens die Großaktionäre nicht, wie noch 1929, ihr blaues Wunder erleben.
Außerdem heißt es „statt teurer Versprechen“, Herrgottnocheins.
(Mit Dank an L.!)
Glück gehabt, sagt die Financial Times Deutschland:
Das bisschen Inflation können wir uns leisten
Denn trotz all der Rettungsschirme und der Managergehälter für Sesselfurzer in irgendwelchen Aufsichtsräten haben die Deutschen immer noch so viel Geld, dass wir uns eigentlich schämen sollten, bislang so tolle Werte vorzeigen gekonnt zu haben:
Zweitens kann sich die deutsche Volkswirtschaft eine gemäßigte Teuerung derzeit leisten. (…) [T]otale Stabilität der Preise ist nun mal kein Wert an sich.
Stabile Preise schaden sogar, nämlich dem Wachstum, und wo nichts wächst, kann man nichts ernten; und im Dienst des Wachstums sollten wir uns geehrt fühlen, mehr bezahlen zu dürfen, damit bald etwas wächst in den Kassen, wenn auch nicht in unseren.
Solange die Gesamtentwicklung in der Euro-Zone also noch unter Kontrolle ist, solange die Lohnforderungen und Preise nicht explodieren und solange Unternehmen wie Verbraucher nicht in Teuerungspanik verfallen – so lange muss Deutschland das Inflationsgerede nicht fürchten.
So lange sich keiner fürchtet, muss sich keiner fürchten. Dass der „FTD“-Artikel eine Reaktion auf die Furcht ist, lässt erkennen, wo hier das Problem liegt.
„Wir haben alles unter Kontrolle, Situation normal.“
– Han Solo
Montagsmaler aufgemerkt!
Wie würdet ihr einen Pinsel malen? Nun, vielleicht so:
Die Kunst des Nichtweglassens (von Hitler) lässt trivialste Dinge zu einem gelungenen Bildwitz werden. Irgendjemand mit einem ziemlich schrägen Humor rief das Ignore-Hitler-Blog ins Leben; Thema: Montagsmaler mit irrelevantem Hitler.
Lustige Sache, das!
(via @UARRR)
In Zeiten digitalen Flachfernsehens ist es längst nicht mehr unüblich, dass man genehme Fernsehserien und/oder -filme nicht nur ansieht, sondern auch – selbstverständlich aus völlig legaler Quelle – digital aufnimmt und auf seinem heimischen Computer sichert.
Nun sind digitale Videorecorder, ob als separates Gerät oder als Internetdienst, leider nur so fehlerfrei wie der Mensch, der sie bedient, und so kann es passieren, dass man irgendwann den Überblick verliert:
Glück hat man, wenn man Windows* einsetzt, denn dann ist die Übersicht schnell wiederhergestellt. Das gegenwärtig mehrkostenfrei erhältliche Programm theRenamer erledigt die massenhafte sinnvolle Benennung von Filmen oder Serien per Klick.
Nach der Installation begrüßt theRenamer den Anwender mit einem solchen Anblick:
Per Klick auf den farblich hervorgehobenen Verweis namens „tvshows“ lässt sich theRenamer in den Filmmodus versetzen, da ich aber gerade nur drei Serienepisoden einzubringen habe, erkläre ich die Bedienung im Folgenden im „tvshows“-Modus, die im Wesentlichen identisch ist.
Wie man sieht, ist das Programm in Englisch gehalten. Das ist gegenwärtig nicht zu ändern, es bedeutet aber auch, dass es jede Serie und jeden Film zunächst einmal für englischsprachig hält. Falls die Episoden, die ihr gern aufräumen würdet, deutschsprachig vorliegen, lässt sich theRenamer ziemlich einfach dazu überreden, stattdessen deutschsprachige Episodentitel zu suchen. Hierfür ist ein Klick auf „Settings“ oben rechts notwendig:
Das Einstellungsmenü sieht etwas unaufgeräumt aus, was daran liegt, dass theRenamer ziemlich mächtig ist. Links oben lässt sich (mit Vorschau) einstellen, wie die Dateinamen aussehen sollen, ich habe mich für eine schlichte Variante mit Unterstrichen entschieden. Gerade relevant ist aber das Feld mit der Beschriftung „theTVDB language:“. Per Klick auf diese Beschriftung ist eine Liste der unterstützten Sprachen einzusehen; 7 steht für Englisch, 14 für Deutsch. Im vorliegenden Fall also genügt es, in das Feld eine 14 einzutragen und den Dialog per „Close“ (rechts oben) wieder zu schließen, sobald alles nach der eigenen Zufriedenheit eingestellt ist. (Einige Feineinstellungen, etwa die Möglichkeit, Bestandteile wie „HDRip“ oder „1080p“ aus Dateinamen zu entfernen, sind auch im Hauptfenster unter „Global Settings“, unten links, erreichbar.)
Nun können die drei Dateien einfach in das theRenamer-Fenster gezogen werden. Das Programm rattert (still) ein wenig und präsentiert dann, mit etwas Glück, jeweils einen Vorschlag für den neuen Dateinamen anhand der getroffenen Einstellungen:
Wie man sieht, sind auch größere Unterschiede in den Dateinamen kein Hindernis. Schwierig wird es nur, wenn theRenamer den Namen der Serie und/oder die Episodennummer („816″ etwa funktioniert nicht) nicht richtig erkennen kann, dann gibt es anstelle des neuen Dateinamen nur eine Fehlermeldung („Episodentitel fehlt!“) in der rehten Spalte zu sehen. Hier hilft eventuell ein Zusatzprogramm wie Ant Renamer oder händische Vorarbeit.
Ist die Vorschau zufriedenstellend, ist nunmehr ein Klick auf „Proceed“ unten im Programmfenster der letzte nötige Schritt. Fertig:
Anmerkungen und Ergänzungen gern hier unten drunter.
* Apropos Windows: Nutzer anderer Betriebssysteme könnten mit dem javabasierten, daher weniger hübschen FileBot gegebenenfalls ähnliche Ergebnisse erzielen, diesen habe ich jedoch noch nicht getestet.
Ach, Spammer, der du mir erst Best_Valium:super} und zwei Stunden später More$Valium%super} andrehen willst!
White. http://….page.tl White.
(Ja, das ist die ganze zweite Mail. Lediglich die angegebene WWW-Adresse habe ich vorsorglich gekürzt.)
BESTES VALIUM! MEHR VALIUM! SUPER! WEISS! VAAALIIIIUUUUM!
So ein Entzug muss schwer sein.
Ei, was bin ich gerade amüsiert!
Anlass ist ausnahmsweise mal der dieswöchige SPIEGEL, den ich gleichfalls ausnahmsweise wieder einmal zu kaufen wagte. Die Titelgeschichte ist für einen datenschutzfreundlichen techie wie mich natürlich ein prima Argument:
Der SPIEGEL ist eines der Magazine, die auf ihrer Internetseite mehrfach für das eigene Facebook-Profil werben; allein auf der Startseite befinden sich gegenwärtig zwei voneinander unabhängige Verweise auf selbiges, außerdem ist jeder Artikel natürlich mit einem „Empfehlen“-Knopf ausgestattet – übrigens in der heftig umstrittenen Version. (Dass facebook.com gar nicht Facebook gehört, ist auch noch so eine Sache, über die sich gefälligst andere Gedanken machen sollten, zum Beispiel die zukünftigen Aktionäre Facebooks.)
Und dieser facebookfreudige SPIEGEL (Profilwerbung: „Täglich posten wir Texte zur Debatte und teilen Ihnen Neuerungen mit. Klicken Sie jetzt auf „Gefällt mir“ rechts oben, um unser Fan zu werden und mitzumachen!“, wobei das „Mitmachen“ wohl eine eher passive Tätigkeit umschreibt) feuert auf dem Papier aus allen Rohren und beschreibt Facebook – bedauerlicherweise nicht wörtlich – als ein neues Knuddels.de ohne Belang für geistig fortgeschrittene Menschen:
Sogar die kleine Melisa, 13 Jahre alt, (…) hat schon ihre Prinzipien. (…) [S]ie weiß auswendig, dass sie 367 Freunde (sic!) hat, und muss auch keine Sekunde überlegen, was sie morgens als Erstes macht: „Isch geh sofort Facebook.“
(…) Erwachsenen erschließt sich der Reiz des Online-Geplauders nur schwer: „Na, was machst du gerade?“ – „Ich sitze am PC und chatte mit dir!“ Was kann daran so unwiderstehlich sein?
(…) Das Liebgetue unter Mädchen ist epidemisch: Lang und länger werden die Ketten der Kommentare, immer noch eine „Hüpschee!“ und zwölf Herzchen dazu. (…) Jungs filmen einander auch nicht beim Shoppen; da sind die Stereotype noch ziemlich intakt. (…) Immer ist das Publikum im Blick: Wird es applaudieren? Bekomme ich auch genügend „Gefällt mir“-Klicks? 30 dieser „Likes“ sollten es schon sein, ab 100 kann man sich was einbilden.
(…) Sie haben ja sonst nichts: Heranwachsende ohne echte Aufgaben, an denen sie sich bewähren könnten. Da ist es kein Wunder, wenn sie sich in inhaltslosen Statuswettbewerben aufreiben.
Dabei hat man im Hause SPIEGEL eine ganz eigene Vorstellung davon, was „nötig“ ist im Leben:
Er macht dort (auf Facebook, A.d.V.) nicht mehr als nötig: Er plaudert mit den Freunden, verabredet sich über die Chat-Funktion.
„Nötig“ habe ich anders in Erinnerung.
Und aber jedenfalls: „Isch geh sofort Facebook“ – treffender hätte ich die Zielgruppe von SPIEGEL Online nicht darstellen können.
Bonuspointe: Der SPIEGEL berichtete ebenfalls über die ukrainischen Radikalfemanzen „Femen“ und findet Sätze wie diese nicht irgendwie befremdlich:
Das erste Mal zogen sie so im Sommer 2008 los. In Hurenkleidern gingen sie auf die Straße. „Die Ukraine ist kein Bordell“, schrien sie und hielten ihre Plakate in die Luft.
Die vom SPIEGEL als aufrechte Kämpferinnen für die Rechte der Frau dargestellten „Femen“ sind also Frauen, die sich wie Prostituierte kleiden oder gar (mittlerweile) nur noch in Unter- oder wenigstens Jeanshose auf die Straße gehen, um gegen das Klischee von der „Frau als Sexualobjekt“ zu demonstrieren. Demzufolge sollte man Vegetarier dazu ermuntern, mehr Fleisch zu essen, um gegen die Tötung von Tieren zu demonstrieren.
In Hurenklamotten gegen Prostitution, mit Bier gegen Alkoholkonsum. Prost Mahlzeit.
Pfor pfierzig Vor vierzig Jahren waren Musiker noch gut und nicht süß und Texte noch tief und nicht awww.
Das war vor MTV.
Ich habe es nicht mehr erlebt.
You wouldn‘t know a diamond
if you held it in your hand,
the things you think are precious
I can‘t understand.
„But after a while / you realize time flies…“
– Porcupine Tree
Ach.
Guten Morgen.
Schleswig-Holstein hat gewählt, aber die vorab veröffentlichten Ergebnisse lagen doch daneben.
Eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse auf Grundlage der ZDF-Hochrechnung von 19 Uhr:
Heute ist Weltlachtag, und ich persönlich danke den schleswig-holsteinischen Wählern für ihren großzügigen Beitrag. Lachen ist gesünder als Politik.
Gerade rauschte dieser bezaubernde Werbefilm an mir vorüber:
Der Sprecher behauptet darin, Betonungen inklusive, dies:
Yourfone bringt dich kostenlos ins Festnetz, kostenlos in alle Handynetze und unbegrenzt ins Internet. Alles drin. Für die günstigsten 19,90 der Welt.
Das heißt, die 19,90 Euro werden nur für den Internetzugang erhoben; klar, ist ja auch unbegrenzt und nicht kostenlos.
Ach wat, „unbegrenzt“, gucken wir doch mal auf die beworbene Internetseite (yourfone.de, immerhin nicht yourphone.de, denn dann würde mich das .de sehr wundern):
DIE WELTENTSPANNTESTE
ALLNET FLAT (sic!)
- Flat ins Festnetz
- Flat in alle Handynetze
- Flat ins Internet
Klingt neckisch, aber an dem „Internet“ hängt noch eine winzige Hochzwei dran und verweist auf eine Fußnote, die immerhin auch beim Überfahren mit der Maus erscheint:
„Unbegrenzt ins Internet“, bis zur nächsten Grenze halt – Bürger der „ehemaligen“ DDR kennen dieses Verständnis von „unbegrenzter“ Freiheit eventuell noch von früher. Der angebotene Internetzugang also ist weder kostenlos noch unbegrenzt. (Möge ein gelangweilter Jurist alsbald ein wenig Zubrot oder auch einen Zumercedes mit der Beschäftigung mit der Frage verdienen, ob aus kommerziellem Interesse heraus massenhaft in die Wohnzimmer getrötete Unwahrheiten nicht eine allzu einfache Zielscheibe bieten.)
Vielleicht eignet sich yourfone.de aber für Besitzer eines gewöhnlichen Mobiltelefons, für das sie keinen Internetzugang benötigen: Telefonieren ist ja laut Eigenwerbung kostenfrei enthalten, und eventuell kann man das Internet beim Vertragsabschluss ja weglassen. („Einmal Pommes und Cola ohne Cola bitte.“) Andererseits verwendet yourfone.de laut eigenen Angaben das E-Plus-Netz, und ein etwaiger Interessent wäre also wahrscheinlich mit BASE oder ALDI Talk besser bedient – die funken im gleichen Netz und kosten etwas, lügen jedoch wenigstens nicht so offensichtlich.
Manche Windbeutel erkennt man am Wind, den sie machen.
Falls jemand von meinen Lesern in Schleswig-Holstein wohnt und sich noch unschlüssig ist, ob er übermorgen wählen gehen sollte: Ach nö. Auszählen will das ja auch keiner.
Auf der Internetseite zur Landtagswahl ist zurzeit (Stand: 4. Mai 2012, 1:00 Uhr) ein Verweis zu finden:
„Soeben eingetroffen“ und wenig spektakulär sind diese Ergebnisse „vom Wahlabend“ – also von übermorgen – bereits seit spätestens gestern:
Es ist wirklich überaus reizend von der Landeswahlleiterin und/oder dem Statistischen Amt, dass sie und/oder es „ihren“ und/oder „seinen“ Bürgern ein wenig Arbeit erspart und ihnen so ein wenig mehr Freizeit verschafft. Könnte man das für die anderen Bundesländer nicht auch…?
Nein? Schade.
(teilweise via Nachtwächter)
Nachtrag: Offenbar hat man begonnen, die Testergebnisse zu entfernen, oder sie von Anfang an lediglich auf einzelnen Seiten eingefügt. Ich empfehle allerdings, die Ergebnisse übermorgen mit denen auf dem Bildschirmfoto zu vergleichen und sich gegebenenfalls zu wundern.