Nerdkrams
Ins Internet schreiben mit Pelican

(Vorbemerkung: Dies ist eine leicht überarbeitete Variante eines Beitrags, den ich schon anderswo veröffentlicht hatte.)

Mir ist schon seit einer Weile aufgrund von Performance- und Sicherheitsproblemen danach, WordPress, das ich seit inzwischen neun Jahren nutze, auf diesem kleinen Textveröffentlichungsdings einmal durch etwas Anderes auszutauschen. Nicht aber gegen ein anderes „richtiges” Blogsystem wie s9y und Ghost, denn damit hätte ich nicht viel gewonnen, hingegen einiges verloren (gerade auch weil Ghost immer noch kein brauchbares Kommentarsystem hat und ich sicherlich nicht anfangen werde, interessierten Kommentatoren JavaScript aufzuzwingen). Interessanter sind da schon Seitengeneratoren wie Jekyll und dessen Frameworks (etwa Octopress), die zwar auch meist keine Kommentarfunktion, dafür aber viele weitere Vorteile mitbringen, zum Beispiel, dass man sein Blog mit git versionieren kann und nicht auf einen PHP/MySQL-Stack angewiesen ist, weil die Website direkt als HTML ausgegeben wird und nicht bei jedem Aufruf neu erzeugt werden muss. Franz hat die Vorteile eines solchen Bloggenerators einmal aufgezählt.

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Montagsmusik
Portugal. The Man – And I

MorgenkauzMontag. Es herrscht Krieg. Putin, der alte Kanadier. Der Weltschmerz lässt den eigenen so nichtig erscheinen. Aber darüber wird nicht berichtet, das ist so negativ.

Reden wir lieber über die glückliche Sünderin, ihr Hund frisst zu ungesund und in ihrer Freizeit wirft sie manchmal Reissäcke um. Die Medien sind scheiße? Scheiße ist das neue geil. Nicht mal ZEIT ONLINE kann man noch anständig hassen.

Und ich?

Portugal The Man "And I"

Guten Morgen.

ComputerIn den NachrichtenNetzfundstückePiratenpartei
Weltknall, 20. November 2014

Das macht Spaß.Katja Kipping von der „Linken” bedauert, dass ihr gelegentlicher Bündnispartner Piratenpartei von den Medien seit ungefähr 2006 für tot erklärt wird oder tot ist oder beides:

Als ich (…) zur Vorsitzenden der Linken gewählt wurde, war eines meiner Ziele, [Austritte] in Richtung Piraten zu beenden. (…) In das leise Ahoi voller Bedauern mischt sich eine fast trotzige Hoffnung. Die Hoffnung, dass all jene, die mit den Piraten aufbrachen, die Politik aufzumischen, und nun ein Scheitern erleben, doch noch eine Alternative zum Rückzug ins Private finden.

In anderen Worten: Leute, die sich bis jetzt lieber für die „Piraten” als die „Linke” entschieden haben, sollten das nun ändern, weil Katja Kipping gehört hat, dass die Piratenpartei ja eigentlich tot ist. Zerstrittenheit und Pöstchenwahn immerhin hat die „Linke” schon seit Langem perfektioniert, von ihnen könnt’ man als Pirat wohl noch was lernen. Quatsch mit Soße.


Der NSA-Skandal, der zu vielerlei spontanen Wünschen nach weniger Datenkrakentum führte, ist wohl schon zu lange her: Mozilla ändert in den USA die Standardsuchmaschine von Google auf Yahoo (und damit Bing), in Blogs laufen die Kommentatoren heiß, ein neuer Benutzer solle gefälligst auch künftig automatisch Google nutzen müssen und Mozilla habe das nicht zu entscheiden. Vermutlich – ‘s ist halt Amerika – wird Mozilla demnächst vor ein Gericht gezerrt, das das Unternehmen wie einst Microsoft dazu verdonnert, mit neuen Firefoxversionen künftig ein Programm zu verteilen, das die Einrichtung der Standardsuchmaschine (also den dazu notwendigen Klick) ausführlich erläutert.


Apropos Überwachung: Wovor sich viele Menschen offensichtlich wirklich fürchten, ist, dass jemand sehen könnte, was sie selbst öffentlich von sich preisgeben. Die häufigste Reaktion im Netz auf Twitters Ankündigung, die eigene Suchfunktion endlich auch ältere Tweets finden zu lassen, ist daher keine Lobpreisung betreffs der besseren usability, sondern Entsetzen nebst Anleitung zum panischen Massenlöschen von Tweets.

Menschen. Sie werden so schnell dumm.

In den NachrichtenNetzfundstückePolitik
Diese Nordkoreaner!

Achjeh, was sind die Medien wieder voll mit Politik heute.

Michael Hanfeld von der Föjetong-Abteilung der „FAZ” (wegen LSR-Drohung nicht verlinkt) findet die einseitige Berichterstattung von „Russia Today” verwerflich:

Fakten werden aus dem Zusammenhang gerissen und mit einem ganz bestimmten Spin versehen (…), so dass am Ende (…) immer ein und dieselbe Botschaft: Amerika ist an allem schuld, Russland wird von allen Seiten eingekesselt, die öffentliche Meinung im Westen ist von A bis Z ferngesteuert. So werde der „Krieg herbeimanipuliert“ – der Krieg, den „der“ Westen gegen „die“ Russen führt. „Politik und Medien“, so die Feststellung, seien in „Vorkriegslaune“.

Ein willkommenes Gegenbeispiel, wie ausgewogene Berichterstattung funktionieren kann, lieferte gestern die Bundeskanzlerin, als sie die Verfehlungen der USA aufzählte:

Dennoch müssen wir erleben, dass es auch in Europa immer noch Kräfte gibt, die sich dem gegenseitigen Respekt und einer Konfliktlösung mit demokratischen und rechtsstaatlichen Mitteln verweigern, die auf das angebliche Recht des Stärkeren setzen und die Stärke des Rechts missachten.

Entschuldigung, „in Europa” hatte ich überlesen – es ging wohl doch um Russland.

Hagen Rether 2014: Alles Nordkorea…!? Oder was..?

Aber Krieg – nein, Krieg möchte niemand. „Aufgewacht, Europa!” titelte man bei der „FAZ” noch im Oktober; mit „Deutschland erwache!” mag man sich in globalisierten Zeiten nicht mehr begnügen. Putin, dieser Aggressor mit seiner Vorkriegslaune, gehört „gestoppt” („DER SPIEGEL”), vielleicht reicht’s ja schon, einfach mehr Panzer hinzustellen: „Die Nato fordert (…) mehr Truppen für Osteuropa” (FAZ.net, 4. November 2014).

Das hat er dann davon, dass er Politik und Medien in Vorkriegslaune versetzt.

Netzfundstücke
Metamedienkritik extern: „Krasse Zeitschrift entdeckt, willste mal haben?”

Diese Jugend heutzutage – rettungslos verdorben:

Selbstversuch eines Teenagers: Moritz, 16, kauft eine Zeitschrift

Man möchte ihm „Nein!” zurufen und „Tu’ das nicht, du bist zu jung, um dein Leben wegzuwerfen!”, dann erst liest man, dass sich Moritz gar keinen SPIEGEL gekauft hat, sondern was Anständiges:

Mir fiel sofort ein Heft auf. Nicht, weil es besonders gut aussah, sondern weil es 10 Euro kosten sollte. Das machte mich neugierig. „GEO Epoche”, Schwerpunkt: „Der Kapitalismus”.

Eine Zeitschrift über den Kapitalismus, die zehn Euro (die Älteren unter euch rechnen das in D-Mark um) kostet. Gut gespielt, „GEO”. Aber euren neuen Leser könnt ihr trotzdem nicht halten:

Jetzt kann ich nicht weiter klicken, sondern muss mich mit dem zufriedengeben, wofür ich bezahlt habe. Ich habe mehr erwartet, vielleicht zu viel. Ich bin enttäuscht. (…) Ein großer Zeitschriftenleser werde ich wohl nie mehr.

Marktlücke Klickbuch. Denkt doch mal an den Nachwuchs!

In den NachrichtenMontagsmusikPolitik
Aleph – Man Who Fell

Montag! Oh nein!Es ist Montag, ein sportliches Wochenende liegt hinter uns.

Damit meine ich nicht mal unbedingt „Schlag den Raab”, eine furchtbar eintönige Fernsehsendung ohne geistigen Anspruch, deren Konsum nichtsdestotrotz Usus zu sein scheint; nein, in der großen Politik wird ebenso Großes ausgefochten: „Merkel bearbeitet Putin” (heute.de) während eines „Machtpokers in der Nacht” (WELT ONLINE) beziehungsweise „Merkel ringt mit Putin” (ebd.), wie sie’s am 18. Oktober (WELT ONLINE im Oktober) eben auch schon getan hat („Showdown ohne Durchbruch: Merkel und Putin ringen bis in die Nacht”). Offensichtlich haben beim Duell („Das Duell (…) heißt nun Merkel gegen Putin”, tagesspiegel.de, März d.J.) beide danebengeschossen.

Was der Sieger bekommt, ist fraglich – wahrscheinlich zumindest einen Muskelkater. Eigentlich schade, dass so etwas nie im Fernsehen gezeigt wird.

Wie’s im Fernsehen eben auch, seit der „Rockpalast” zum Poprockpalast verkümmert ist, nicht mehr zu guter Musik langt. Aber irgendwas Gutes muss dieser Montag ja haben.

ALEPH – man who fell

Guten Morgen.

Spaß mit Spam
Kurzspam, November 2014

Ab und zu mal in den Spamfilter gucken und jede schlechte Laune verfliegt. Allein schon die Betreffzeilen!

BE A LETHAL WEAPON IN THE BEDROOM-

Und wie krieg’ ich dann das Blut wieder raus?

Das Problem: Paypal Konto Uberprufung

Die Lösung: Loschen

Wake up to a wonderful days with a bigger tool !!

Mehr Power!

Wir zwingen Sie jeden Monat 43,000 auszuzahlen?

Das wollte ich schon immer mal müssen!

:irre:

In den Nachrichten
Schwanzgierige Sportwiele

Stück’ mal ‘n Rück, Herr Leisereiter, Wayne kann sich vor Interesse kaum noch halten:

Herzlichen Glühstrumpf: am 12. November 2014 ist mal wieder Tag der schlechten Wortspiele.

Das kann doch nicht Warstein! Hochsaison für Twitter, aber da ist bei mir Ende Gelände. Schlechte Wortspiele liegen mir fern, ich mach’ nur Jute. Wenn das nur nicht alles schon mal da gewesen wäre.

Kentucky Schreit Ficken ein gagen weginnen

Und wie sich die Medien gerade gegenseitig darin zu unterbieten versuchen, wer wohl die meisten spätestens seit den 80ern verbreiteten „Wortwitze” – die „Jolie” berichtet von „fiesen Kalauern” und meint dabei die dümmste mir bekannte Definition von „fies” – zum Besten geben kann. Zwar ist das Wortspiel selbst ein wichtiges Element darin, eine Sprache zu beherrschen (nicht umsonst spielen gerade Kinder gern mit Reimen und lachen sich über Homographe scheckig), aber in seiner bloßen Funktion als von jedem Kontext befreites vermeintlich unterhaltendes Element versagt es völlig. Otto Waalkes zum Bleistift ist seit Robert Gernhardts Tod ja auch nicht mehr lustig.

Alles Roger in Kambodscha? :winken:

Spaß mit Spam
✔Ich bin nackt für dich! Wollen wir uns heute abend treffen?

Ach, Mädel, bei dem Wetter bist du doch heute Abend total erkältet. Zieh’ dir erst mal was an und mach’ dir einen warmen Tee.

Nur bei uns: Ficken in 3 Schritten!

(und fick sie heute noch)

Wen jetzt genau? Und – eigentlich noch wichtiger – warum soll es reizvoll sein, für Triviales 3 Schritte zu brauchen? „Ausziehen und loslegen” sind laut Taschenrechner nur zwei.

Hi ,

„Plenken ist (…) eine dumme Angewohnheit [und] typographisch völlig falsch.”

Melde dich hier schnell und kostenlos an und erhalte direkt Zugang zu tausenden Frauen die für alles offen sind.

Oder einfach mal das Haus verlassen.

Schau dir an wie diese Frauen ganz einfach alle Hüllen für dich fallen lassen!

Ganz einfach! Sie schaffen es mühelos, sich auszuziehen! Meinen allerherzlichsten Glückwunsch!

Aber ist das – ich fragte ja bereits – nicht etwas kalt?

100% Garantie auf Kontakte

Und was für tolle Kontakte!

Frauen die Sex wollen

Männer, die das auch mal dachten.

Kontrollierte Profile

Eine begutachtete Nase. Toll.

Ich hatte ja erst „Profite” gelesen.

Nacktfotos anschauen>>

http://www.new-hiter.de/(…)

Und was ich hier erst gelesen habe, möchtet ihr wahrscheinlich gar nicht so genau wissen.
(Vorsicht: Derlei Websites nur mit Umsicht besuchen.)

Direkter Sexkontakt >>

http://www.new-hiter.de/(…)

Ja, wie – nur einer? Das ging aber schnell.

Früher haben sich die Spammer wenigstens noch Mühe gegeben.

Montagsmusik
Raw Material – Ice Queen

Ich bleib' im Bett.Es ist Montag. Es ist kalt. Termine, Termine. Die Bahn wird bis auf Weiteres nicht mehr bestreikt, man kann wieder durch’s Leben hetzen. Australien hat uns was voraus.

Viele feierten gestern den Mauerfall, die meisten Parteien dabei bevorzugt sich selbst, denn die Mauer wurde natürlich von Funktionären niedergerungen, wie’s halt in jedes Jahr auf’s Neue „jetzt veröffentlichten” Dokumenten steht. Wolf Biermann und David Hasselhoff haben Honecker weggesungen. Überhaupt: Der Biermann. Er hatte ja Recht, es war nicht alles gut damals.

Noch früher hingegen war etwas viel besser, die Gruppe Raw Material nämlich. Rohmaterial – welch passender Name in dieser stürmischen Zeit.

Raw Material – Time is … Ice Queen – Progressive

Guten Morgen.

Netzfundstücke
Medienkritik extern: Hätten sie halt seine Exfrau gefragt!

Man hätte den Bahnstreik natürlich auch voraussehen können, indem man nicht erst nach der Veröffentlichung von Claus Weselskys Heim durch den unsäglichen „Focus” mal in seinem privaten Umfeld nachgefragt hätte:

Wir haben heute die Gelegenheit, mit seiner Ex-Frau zu sprechen. Sie sagt, was Millionen Pendler denken: Ihr Ex ist ungeeignet für diesen Posten.

:wallbash:

KaufbefehleMusikkritik
Dalbello – whomanfoursays

Dalbello - whomanfoursaysDas ansonsten weitgehend unauffällige, mir aber genehme Musikmagazin „eclipsed” wies mich in seiner aktuellen Ausgabe auf „whomanfoursays” von Dalbello hin, ein Musikalbum aus dem dunklen Jahrzehnt, was allein schon so seltsam ist, dass ich es mir nicht nehmen lassen wollte, doch mal reinzuhören. Das war gut so.

Die Musikindustrie ist schäbig, sie ist es in den schlimmen 1980-ern aber auch schon gewesen. Gleichform, Gleichklang. Synthesizer. New Wave. Postpunk. Langweilig. Und mitten in den schlimmen 1980ern – 1984 – taucht da eine Kanadierin auf, die vorher unter ihrem echten Namen Lisa Dal Bello trotz einer gewonnenen Auszeichnung als Most Promising Female Vocalist (Juno Award 1978) seltsamen Discopop unter die Leute brachte, und macht erst mal ein komisches Wortspiel. „Who man four says”. „Human forces”. Ohweh.

Einige Jahre zuvor war Mick Ronson, unter anderem Gitarrist für David Bowie und Lou Reed, eher zufällig auf die gerade pausierende Sängerin aufmerksam geworden und überredete sie zu einem weiteren Album. Für dieses Album hat er offenbar einige seiner eigenen musikalischen Einflüsse eingebracht, denn vom Discopop wandte sich Frau Dal Bello ebenso ab wie von ihrem Vornamen und dem störenden Leerzeichen. Die viel versprechende Stimme hielt ihr Wort, die Frisur auch.

Lisa Dalbello – Gonna Get Close to You – live

Texte? Ach, Texte. Eighties, bitch. Da konnt’ man froh sein, wenn nicht jedes zweite bis dritte Wort „heart” war. Man glaubt das irgendwo im Radio schon mal gehört zu haben, aber wahrscheinlich war’s dann doch Kate Bush. Die feinen Nuancen machen’s interessant und hörenswert, und die alten Marillion waren ja auch nicht so viel anders. Oder Madonna; es war ja nicht alles schlecht.

Dalbello live at Rockpalast 1985 – part 2 – Devious Nature

Die 80er sind dran, sie wollen ihre Musik zurück. Aber Dalbello bleibt hier.

In den Nachrichten
„Ausgerechnet!”: Kurzes zum Bahnstreik

Gute Nachrichten für Selbstmörder: Die Bahn wird erneut bestreikt. Qualitätsmedien dieses armen Landes haben sich der Sache bereits angemessen angenommen; BILD und FOCUS ONLINE (aus Niveaugründen – Penis – hier nicht verlinkt) veröffentlichen Telefonnummer und Foto vom Haus des GdL-Vorsitzenden, auf dass der Pöbel seinem Unmut über das Streikrecht angemessen Luft verschaffen kann. SPIEGEL ONLINE stört sich derweil am timing: Ausgerechnet zur Feier des Mauerfalls in Berlin. Zum Glück sind 1989 die Züge noch gefahren!

Warum schon wieder gestreikt werde? Lokführer bekommen angeblich zu wenig Geld, das tun Pflegekräfte zwar auch, aber die haben Anstand. So ein Lokführer möchte ja auch nicht im Krankenhaus liegen und dann wegen eines Warnstreiks nicht versorgt werden. Mehr Geld bekommt wegen dieses Streiks allerdings zumindest die Branche der Fernbusbetreiber.

Von derlei moralischen Überlegungen einmal abgesehen ist „ausgerechnet zur Feier des Mauerfalls” (SPIEGEL ONLINE) das Streikrecht dennoch ein hohes Gut. Im September 1980 war in der DDR von einem Terrorakt die Rede, nicht allzu weit entfernt von den Aussagen von Sigmar Gabriel (SPD, ehemals Arbeiterpartei), der von einem Missbrauch des Streikrechts sprach; gestreikt werden darf hierzulande eben nur dann, wenn niemand es bemerkt. Dass die Gewerkschaft der Lokführer allerdings alleiniges Ziel der geballten Empörung ist und sich diejenigen, die sich sonst über Preiserhöhungen, Rekordgewinne und elend lange Verspätungen der Bahn aufregen, Hilfe suchend an sie wenden, zeugt im Übrigen zumindest davon, dass das, was Boulevardblätter so ins Internet reinschreiben lassen, sich eines großen, willigen Publikums erfreuen dürfte.

Die Wertschätzung des Menschen muß begründet werden auf der Art und Weise, in der er seiner ihm von der Allgemeinheit überantworteten Aufgabe gerecht wird.
Adolf Hitler


Diskriminierung des Tages: Wenn eine Lobbyorganisation durch ein von ihr gefordertes Gesetz Umsatzeinbußen hat.

MontagsmusikPiratenpartei
The Who – You Better You Bet

Kauz bei NachtEine unbedeutende kleine Landespartei hat mich am Wochenende entgegen meinem Anliegen nicht in den Vorstand gewählt. Das ist etwas schade.

Noch schader ist eigentlich nur, dass schon wieder Montag ist. Aufstehen und wissen, dass das eine schlechte Idee war. Diesem Ziehen im Kopf ist beizukommen, das Ziehen im Herzen endet nimmermehr.

You Better You Bet By The Who

Wie auch immer.

Guten Morgen.

PersönlichesSonstiges
Wie Kabel Deutschland mich einmal nicht als Kunden wollte

Hallo, Kabel Deutschland,

ich beschäftige mich ja schon eine Weile mit euch, nicht nur, weil ihr mit eurer „Flatrate”-Drosselung ein Vorreiter in etwas wart, das nicht sehr vorbildlich ist, sondern auch, weil ihr ja quasi allgegenwärtig seid.

Und es wurde nicht besser, als euch Vodafone kaufte und die schlimme Marke O2 mitbrachte, deren Kundendienst weder viel mit Kunden noch mit Dienst zu tun hat. Vodafone ist mir zumindest in lustiger Erinnerung, seit die Vertreter dieser Firma auch für euch zuständig sind: Als mir einmal einer von ihnen einer eurer Prospekte andrehen wollte und ich ihn auf sein Vodafone-Namensschild ansprach, verdeckte er es schnell. Es muss eine Freude sein, für eure Chefs zu arbeiten.

Dass O2 Kunden schon mal ablehnt, weil sie im falschen Stadtbezirk wohnen, kann ich euch natürlich schwer vorwerfen. Auch, dass euer Kundendienst im Internet (Vorsicht: JavaScript-Pflicht) nicht besonders positiv bewertet wird, kann ja mal passieren – wer zufrieden ist, hat selten was zu nörgeln. Dass ihr das Gebot der Netzneutralität nicht kennt, ist für den Verbraucher zu verschmerzen. Ihr müsst ja auch von irgendwas leben.

Aber mir scheint, ihr werdet einfach zu groß.

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